vermochte keinen besonders erfreulichen Eindruck au hinterlassen. Die unbekümmerte klangliche Behandlung der Orchesterbegleitung, die sich stellenweise zu lärmenden Orgien steigert, in denen der vom Komponisten selbst übernommene Solopart rettungslos untergeht, forderte sogar zu einigen Protesten der Zuhörer heraus.
♦
Eine glücklichere Hand hatte die N S. - Kulturgemeinde, als sie an einem Sonntagvormittag eine Reihe junger Komponisten herausstellte. Die Ur- und Erstaufführungen von Albert W e ck a u f, Ernst Richter, Fritz Neumeyer, Erich S e h l b a ch , Rudolf Wagner-Rögeny, Edgar R a b s ch und Konrad Friedrich R o e t e l standen im Zeichen eines urgesunden Musikertums und waren beweiskräftig für eine beachtliche Könnerschaft, wenn sich naturgemäß auch unter diesen Liedern und Klavierwerken noch allerlei Spreu befand. An größere Formen wagte sich Max Thomas aus der Meisterschule für Komposition des Professors Georg Schumann. Er hat eine Passionsmusik für Chor, Soli und Orchester nach einem wenig glücklichen Text von Friedrich Lienhard („Die Kreuzigung") komponiert und in einem Konzert der Preußischen Akademie der Künste zur Diskussion gestellt. Der ernst strebende Komponist geht der liturgischen Form aus dem Wege und verläßt sich auf die Wirkung eines Straußschen Riefenorchesters sowie auf sehr ausgedehnte Rezita- tive, die er einer Altstimme anvertraut. Wenn er durch bedenkliches Schwanken zwischen impressionistischen, volyphonen und melodramatischen Stiltendenzen schließlich einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterläßt, so ist das ein Zeichen für die Ueberspannung seiner Kräfte. Diesem Fehler erliegt zwar Fritz Werner (Potsdam) in seinem Requiem „An die Toten" (nach Stefan George) nicht, das im gleichen Konzert geboten wurde. Aber auch diesem „Meister- fchüler" fehlt noch di^ Inspiration, ohne die so ernste Dorwürfe nicht zu gestalten sind.
*
Auf sicheren Pfaden bewegt man sich, wenn man zu dem Lehrer der beiden in die „Singakade
mie" geht, wo Georg Schumann Back auf die innige und kraftvolle Weile feierte, die diesen verdienstvollen Borkämvfer des Thomaskantors auszeichnet. Mit zwei Kantaten und dem Magni- fikat beging der treffliche Chor eine Bachfeier, die durch ihren künstlerischen Ernst und die mit diesen Werken verbundenen technischen Schwierigkeiten eine der würdigsten Ehrungen des vielgefeierten Meisters war. In der Bewältigung des Jnstrumen- talteils stellte das Philharmonische Orchester wieder einmal unter Beweis, welche prachtvollen Solisten es besitzt. Da werden die verzwicktesten Trompetentöne mit einer geigenhasten Leichtigkeit hingelegt, und der Paukenschläger entfaltet eine schier unglaubliche Virtuosität.
*
Als stilistischer Gegensatz zu dieser romantiscken Ausdeutung Bachs verdient aus der Reihe der Backfeiern die Aufführung der Matthäus- vassion durch den Staats- und Domckor unter Alfred S i t t a r d hervorgehoben zu werden. fiier war im Rahmen eines Kirchenkonzerts der Versuch unternommen worden, die Alt- und Sopranstimmen durch Knaben singen zu lassen, Vokal- und Jnstru- mentalchöre im Innern des Werkes „dünn" zu besetzen und damit der Bachschen Aufführungspraxis näher zu kommen. Das Ergebnis war erstaunlich. Das lineare Gewebe tritt mit einer unvermuteten Anschaulichkeit zutage, die Choräle erhalten ihre Bedeutung als schwebender cantus firmus zurück, und das richtige Verhältnis der obligaten Jnstru- mentalstimmen zu den Chören kommt dem Hörer zum Bewußtsein. Von hier ist es nur ein Schritt zu der liturgischen Aufführung der Matthäuspassion — ein Versuch, den die „Bekennende Kirche" mit großem Erfolg unternahm. Die Choräle bleiben nicht Angelegenheit des Chors, sondern werden Bekenntnis der Gemeinde, und zwischen die ungekürzte Wiederaabe des ersten und zweiten Teils treten entsprechend der ursprünglichen Bestimmung des Werks Schriftverlesung und Gebet. Ein ganz einzigartiges Erlebnis, das hoffentlich in weitesten Kreisen Beachtung findet. Jacobi. ,
Obecheffen.
Etadtvorstandssihung in Alsfeld.
O Alsfeld, 7. April. In der jüngsten Stadt- vorstandsfitzung kamen der Voranschlag des städtischen Schlachthofes/ sowie der Stadt-, Hospital- und Armenkasse zur Beratung.
Zu Beginn der Sitzung wies Bürgermeister Dr. V ö l s i n g darauf hin, daß die Sitzung insofern bedeutsam sei, als sie die erste unter der Herrschaft der deutschen Gemeindeordnung sei, auf deren Boden als Grundgesetz des nationalsozialsozialistischen Staates sich der Aufbau des Reiches als Einheitsstaat vollenden werde. Als wichtigste Aenderung gegenüber den seitherigen Gemeindeverfassungen bezeichnete er die Einführung des Führerprinzips in der Gemeindeverwaltung, das dem Gemeinderat nur eine beratende Tätigkeit zuweise.
Der Voranschlag des städtischen Schlachthofes für das Rechnungsjahr 1935 bewegt sich mit insgesamt 35 445,59 Mark in Einnahme und Ausgabe und weist gegenüber dem Vorjahr keine wesentliche Aenderungen auf. Für das Vermögen ist eine Rücklage von 5813 Mark vorgesehen. Der Voranschlag wurde beraten, abweichende Aeuße- rungen waren nicht aufzunehmen. Bei dieser Gelegenheit teilte der Vorsitzende mit, daß der praktische Tierarzt Dr. Kurz als Schlachthoftierarzt probeweise angenommen sei.
Der städtische Voranschlag für das Rechnungsjahr 19 3 5 gleicht sich für die Betriebsrechnung mit 420 693,03 Mark in Einnahme und Ausgabe aus, für die Abteilung Vermögen mit 25 745,15 Mark. Die Hauptsumme aller Einnahmen und Ausgaben wurde auf 446 438,18 Mark festgesetzt; im Vorjahr: 433 394,91 Mark. Der Umlagenbedarf berechnet sich auf 130 000 Mark. Der Ausschlag der Steuersätze für die Umlagen und die Sondergebäudesteuer wurde auf den Landesdurchschnittsatz festgesetzt. Der Voranschlag wurde beraten. Abweichungen gegenüber der Stellungnahme des Finanzausschusses waren nicht zu verzeichnen.
Landkreis Gießen.
* Wieseck, 8. April. Der etwa 20jährige Zimmermann Adolf V ö l z e r von hier erlitt bei seiner Arbeit eine schwere Handverletzung und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben.
* Burkhardsfelden, 8. April. Der hiesige Landwirt Johannes Becker zog sich bei der Arbeit an einer Kreissäge eine schwere Verletzung an der linken Hand zu und mußte zur Behandlung nach Gießen kommen.
* Ettingshausen, 8. April. In unserer etwas mehr als 600 Einwohner zählenden Gemeinde können vier Personen in den kom
menden Monaten ihr 8 0. Lebensjahr vollenden. Am 20. April wird der Kirchenvorsteher Heinrich Walter 80 Jahre alt, ihm folgt am 11.Juli der Kirchenvorsteher Johannes OpperV. und am 13. September dessen Ehefrau Katharine, geborene Keil. Der Letzte ist Philipv Seipp (3. Oktober). Aber das sind noch nicht die ältesten Einwohner unseres Dorfes. Der älteste ist vielmehr der frühere langjährige Beigeordnete Georg Hch. Keil, der am 8. Mai 85 Jahre alt wird. Am 22. desselben Monats erreicht Katharine Döll, geborene Keil, ein Alter von 84 Jahren. Katharine
> p p e r, geborene Sckmidt, wird am 26. September 83 Jahre alt uno Helene Brock, aeborene Sommer, erreicht am 14. Dezember das Alter von 81 Jahren. Zu diesen kommt noch Daniel K l ö s, der am 24. November 1853 in Beltershain geboren wurde und seit Jahrzeh'nten hier ansässig ijt. Alle diese Alten erfreuen sich noch einer guten Gesundheit und Rüstigkeit.
r Klein-Linden, 6. April. In Gegenwart der oberen Klassen und der Eltern der zur Entlassung kommenden Schüler veranstaltete unsere Volksschule eine Entlassungsfeier. Die Kinder hatten den Saal mit den Farben des Dritten Reiches, mit blühenden Blumen und Tannengrün reich geschmückt. Klassenlehrer Möller benutzte die Gelegenheit, die Kinder zu ermahnen, ein allzeit gut deutsches und gottgewolltes Leben zu führen und unserem Vaterland und Volk gegenüber in treuester Pflichterfüllung ihre Schuldigkeit zu tun. Passende mehrstimmige Schüler- und Sprechchöre der zur Entlassung kommenden Schüler umrahmten die ernste Feierstunde. Für die Schule sprach Rektor Dr. Crößmann gemäß den Richtlinien Des Kultusministers über die Pflichten und Aufgaben der Heranwachsenden, schulentlassenen Jugend, die in erster Linie darin bestehen, für das Aufbauwerk unseres Führers im ganzen Leben einzustehen. Mit der Entlassungsfeier war eine Ausstellung von Zeichnungen der zur Entlassung kommenden Schüler verbunden, der größtes Interesse entgegengebracht wurde. Mit dem „Sieg-Heil!" auf den Führer und dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel- und Deutschlandlied wuroe die Feier geschlossen.
> Großen-Linden, 6. April. Im Saale der Gastwirtschaft Schaum fand der dritte Abend dieses Winters für Heimat ge schichte und Volkskunde statt. Pfarrer i. R. S ch u l t e sprach über „Geschichte und Namen der Feldgemarkung Großen-Lindens". Aus dem reichen Schatz seiner Forschungen verstand er geschickt das auszuwählen, was die Allgemeinheit fesselt. Er schilderte zunächst die Besiedlung unserer Gegend, die frühere Art der Feldbestellung und ging dann besonders auf die
Flurnamen und ihre Deutung ein. Wenn auch auf diesem Gebiet noch manches in Dunkel gehüllt ist, manche Bezeichnungen wohl auch nie zu erklären sein werden, so hat Pfarrer Schulte doch das große Verdienst, alle Flurnamen unserer großen Gemarkung gesammelt und den größten Teil auch gedeutet zu haben. Eine Menge Fragen wurde aus den Reihen der Zuhörer gestellt, die der Vortragende nach Möglichkeit beantwortete. Nach reger Unterhaltung schloß Lehrer Arnold den Abend mit Worten des Dankes an den verdienten Forscher, dank dessen Lebensarbeit die stolze Vergangenheit unseres Ortes aufgehellt ist. Welche Fülle geschichtlicher und volkstümlicher Erkenntnisse gerade die Flurnamenforschung zutage fördere, habe der heu- ttge Vortrag dargetan. Deshalb sei es sehr wertvoll, daß sich auch die Schule jetzt dieser Dinge annehme, und daß auch in anderen Orten durch derartige Veranstaltungen Verständnis geweckt und dadurch die Heimatliebe vertieft werde.
Kreis Friedberg.
8 Münzenberg, 7. April. Seit einiger Zeit haben auch in unserer Gemeinde Meister Adebar und Gemahlin auf dem alten Stadtturm ihr altes Nest bezogen. Wie immer erschien erst er, von jung uno alt herzlich begrüßt, und rüstete das Nest zum Einzug seiner Gattin. Einige Tage später folgte die Störchin, die nun schon eifrig ihres Amtes waltet und auf den Eiern fitzt. Wir wünschen dem Paar eine recht große Kinderzahl wie in den verflossenen Jahren, in Denen 3—4 junge Störche jährlich im Herbst mit von dannen flogen.
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 7.April. Der Bauer Karl Wagner aus Heidelbach verunglückte beim Holzfahren dadurch, daß er an einer schneeglatten Stelle des Weges ausglitt und unter Die Räder feines
Fuhrwerkes geriet. Der bedauernswerte Mann wurde dabei so schwer verletzt, daß er verstarb.
Ser Führer als Pate.
LPD. Dillenburg,?. April. Beim zehnten Kind des Lokomotivführers I s b a ch in Dillenburg hat der Führer und Reichskanzler Die Ehrenpatenschaft übernommen.
Rundfunkprogramm
Dienstag, 9. April.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15, 6.45: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, anschließenD Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau! 16: Klaviermusik. 16.30 : 5000 Kilometer in Auto durch Wüste und Dornbusch in Mauretanien. Erlebnisse des Nord- afrikaforschers P. Spatz, Berlin. 16.45: Erfinder und Entdecker — ihre Leiden und ihre Kämpfe. Zwiegespräch. 17: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18.30: Gelehrter und Staats- mann. Wilhelm von Humboldt zum 100. Todestag. Von Dr. H. Braun, Frankfurt a. M. 18.45: Die Große Ravensburger. Deutschlands größte Handels« gefellschaft im Mittelalter. Ein Bericht. 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Der Feldherr Ludendorff. Vortrag von Generalleutnant Beck, Chef des Truppenamtes im Reichswehrministerium. 20: Nachrichten, anschließend: Der Zeitfunk bringt Den Tagesspiegel. 20.15: Seine Glanzrollen. Es singt Gerhard Hüsch (Bariton). 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Wiegenlieder Der Völker. 23: „Musik am AbenD". 24 bis 2: Nachtmusik.
Wirtschaft.
Die Zndusirie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
617: Wiederaufnahme des Verrechnungsverkehrs mit Belgien.
618: Reiseverkehr mit Liechtenstein und nach der Schweiz.
619: Neue Vorschriften über ausstehende Waren- schulDen an englische Gläubiger.
620: Begleichung alter französischer Forderungen. 621: Wiederausfuhr nicht benutzter Registermarkreiseschecks.
622: Bestimmungen über Ausländerlonderkonten für Jnlandszahlungen im Zahlungsverkehr mit Brasilien.
Wieder 7% Dividende bei ZG.-Iarben
Der Aufsichtsrat der IG. Farbenindustrie beschloß, der Generalversammlung am 27. April für 1934 wieder 7 v. H. Dividende vorzuschlaaen. In Der Aufsichtsrats-Sitzung wurde weiter beschlossen, daß Geheimrat Professor Dr. C. B o s ch in Der nächsten Generalversammlung zur Wahl in Den Aufsichtsrat vorgeschlagen merDen soll, um als Nachfolger Des vor kurzem verstorbenen Geheimrat Professor Dr. C. Dulsberg Den Vorsitz im Aufsichtsrat unD Verwaltungsrat zu übernehmen. Geheimrat Bosch wirb nach wie vor mit Dem VorstanD unD ins« befonDere Dem Zentralausschuß Zusammenarbeiten unD maßgebenden Einfluß behalten. Nack Dem Aus- scheiDen Des Geheimrat Professor Dr. Bosch aus Dem VorstanD, Dessen Organisation bestehen bleibt, wird sein bisheriger Stellvertreter, Geheimrat Dr. H. S ch m i tz, den Vorsitz im Vorstand übernehmen.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Freundlich.
Frankfurt a. M., 6. April. Obwohl sich an Der Wochenschlußbürse kein größeres Geschäft entwickeln konnte, war Die Tendenz freundlich, wenn auch die ersten Notierungen nicht ganz einheitlich lagen. Später zeigte sich auf den meisten Marktgebieten eine leichte Befestigung. Die Börse erhielt von einigen Nachrichten aus Der JnDustrie einige Anregung, insbesondre vermerkte man mit BefrieDi- gung Die weiteren vorteilhaften Abschlüsse Der verschiedensten Industrien. Einen gewissen Eindruck hinterließ auch Die Erklärung Der Schweizer Nationalbank, Daß keine Aenderung Der Währungspolitik eintreten werDe.
An Den Aktienmärkten hielten sich Die KursveränDerungen nach beiden Richtungen in engen Grenzen. Am Chemiemarkt lagen IG. Farben etwas lebhafter mit 148,75 (148,25); man erwartet aus Der heutigen Bilanzsitzung eine unver- änDerte 7prozentige DiviDende, rechnet aber im übrigen mit guten Bilanzziffern. Deutsche ErDöl bröckelten 0,50 v. H. unD Th. GoldschrniDt 0,75 v. H. ab. Von Elektroaktien eröffneten AEG. 0,13 v. H.
Gesfürel 0,25 v. H. niedriger, Schuckert zogen um 0,50 v. H. auf 106,25 an. Arn Montanmarkt waren Klöcknerwerke gedrückt auf 91,40 (92,50), Stahlverein lagen mit 80,40 0,25 v. H. leichter, während Rheinstahl bei größeren Umsätzen um 0,75 v. H. auf 108,25 erhöht waren. Mannesmann blieben zu 81 v. H. behauptet. Auf Den übrigen Marktgebieten war Das Geschäft noch unentwickelt unD es lagen nur wenige Erstnotizen vor. So kamen noch zur Notitz: Hapag 33,25 (33), Zellstoff WalDhof 117 (117,25), Deutsche Linoleum etwas fester mit 155 (154,25), WestDeutscher Kaufhof 34,50 (uno.) und Cernent HeiDelberg 119,75 (uno.)
Auch am Rentenmarkt war das Geschäft sehr klein unD Die Kurse nur mäßig oeränDert Etwas freunDlicher lagen Altbesitz mit ca. 112,20 (112,05), späte ReichsschulDbuchforderungen mit 96,15 (96,10), Kornmunal-UrnschulDung gaben Dagegen 0,10 v. H. nach, Reichsbahn-Vorzugsaktien lagen mit 121,65 unD Zinsoergütungsscheine mit 89,50 unoeränDert.
Im Verlaufe trat keine Belebung Des Geschäftes ein unD auch Die Kurse wiesen nur geringe Verän- Derungen auf. IG. Farben gingen leicht zurück auf 148,50 (148,75), etwas fester waren erneut Rheinstahl mit 108,50 nach 108,25 unD Stahlverein mit 80,75 nach 80,40. Die Kurse, die später notiert wurden, lagen infolge Der Geschäftsstille meist etwas leichter, so Siemens (— 1 v. H), Rütgerswerke (— 1,40 v. H ), Bemberg (— 0,50 v. H.) Moenus (—0,75 v. H ), Eßlingen-Maschinen (—0,40 v. H.), NorDD. LloyD (— 0,50 v. H.), Reichsbank (— 0,2-5 v. H). Fester waren Bekula mit 137 (136.65). Schwach lagen ChaDe-Aktien mit ca. 238 bis 240 nach 246, auch KunstseiDe AKU. waren zu 54 (54,50) stärker angeboten.
Am Rentenmarkt wiesen Die variablen Werte kaum eine AenDerung auf, Altbesitz tarnen mit 112,13 (112,05) zur Notiz. 6prozentige Stahlverein lagen mit 100 behauptet, während Die übrigen StahlbonDs-Serien bis 0,50 v. H. schwächer lagen. Goldpfandbriefe zogen teilweise noch leicht an, Li- quiDationspfandbriefe, Kommunal-Obligationen und StaDtanleihen notierten etwas uneinheitlich. Don fremden Werten blieben Ungarn Gold mit 7 v. H. unverändert, 4 v. H. Rumänen lagen mit 4,15 (4,25) etwas leichter, 4 v. H. GolDmexikaner zogen auf 7,90 (7,65) an. — Im Freiverkehr waren Growag auf die 4prozentige DiviDenDe auf 82 (80) erholt, fest lagen Bamag-Meguin mit 43 (41). — Sages« gelD uno. 2,5 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 8. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1036 Rinder (231 Ochsen, 122 Bullen, 447 Kühe, 236 Färsen), 523 Kälber, 40 Schafe, 3870 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 28 bis 42 Mark, Bullen 28 bis 38, Kühe 18 bis 39, Färsen (Kalbinnen) 28 bis 42, Kälber 32 bis 58, Hümmel 33 bis 38, Schweine 38 bis 52 Mark. — Marktverkauf: bei allen Gattungen mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DiviDenDe an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß». Abend- börse
Schluß- kurs
Schluß». Mittag« börse
Datum
5.4.
6.4.
5.4.
6.4.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
99,75
100
100,13
100,13
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
96,25
96,25
96,25
96,25
6y2% Young-Anleihe von 1930 ..
DeutscheAnl.-Ablös.-Schuld mit
102
101,5
101,5
101,75
Auslos.-Rechten .............
112,05
112,13
112,1
112
4Vi% Deutsche Reichspostschatzan°
Weisungen von 1934, 1.......
99,4
99,4
99,6
99,9
6% ehem.8°/«, Hess. Vollsstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
97,25
97,25
97
96,75
4%% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
95,75
96
6yx% ehem. Hess. LandoS-Hypo-
thekenbank Darmstadt Liaüi ...
41/2% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldschuldverschr. R. 6
100,5
100,13
—
—
92,25
92,25
_
_
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyv.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
114,25
114,25
114,5
114,5
96,25
100,5
96
100,75
96
—
W2% ehem. 4%% Franks. Hyp.-
614% ehem. 4>/2% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.....
101,4
101,25
101,1
101,1
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand-
vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4%% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
96
96
96
96
96
96
96
96
Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-39
105,8
105,8
105,8
105,9
4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente
26
1,1
26
1,1
26
1,2
25,75
1,05
4% Ungarische Goldrente .......
7
7
7,05
7,2
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
6,5
6,5
6,5
6,7
11,6
4y2% desgl. von 1913..........
6,75
11,5
6,75
11,65
—
5% abgest. Goldmexikaner von 98
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
11,75
Serie 1....................
8,5
8,5
—
—
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußes
Schluß». Abend« börse
Schluß- kurs
Schluß». Mittag- börse
Datum
5.4-
6.4.
5.4
6-4.
4% desgl. Serie II .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische vereinh. Rente ..
2%% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Privat-Bank... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Retchsbank ................12
A.E.G......................0
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume.........0
Gcsellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
SchuckertLCo........... 4
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Co............. 7
Buderus ........ 0
Deutsche Erdöl . ........... 4
Gelsenkirchener....... 0
8,5 4,3 6,75 4,25
33,25
33
34,9
82,5
107,5 87
89,25 89,25
160,25
36,25 137 110
124,5 89
122,25 122,5
105,75 154
123,4
96,13 107^5
iot?,K
129
92,5 81
8,5
4,4
4,15
33
33,25
34,4
82,5
108,5
86,75
89,5
89,5
160,5
36,13
137
109,5
124,75
88,5
122,5
122,5
106
153
122
95,65
107,5
105,75
128,9
92
81,13
4,45
6,55
4,2
33
33,25
27,5
34,25
82,4
108
87
89,25 89,25
160,5
36,13
137 109,75 124,75
89,25
122
122
106,13
154 122,75
96,25 107,9
105,5 96,13
129,13
92
81
8,7
6,65 4,25
33,2
33,13
27
34,4
83 108,25
86,5
89,5
89,5
160
36,13 137,4
109 125,13 89,13 122,5 122,5
106 153,25 121,75
95,5 107,5
105,25
96,25
155 128,5 92,25
81
Harpener...................ö
Voesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ........ 6
Ilse Bergbau Genüsse ........ 6
Klöcknerwerke ..... >•»•••• 334
Mannesmann-Röhren........0
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs !
Echlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Echlußk. Mittagbörse
Datum
5 4
6.4
5.4.
6.4.
ManSfelder Bergbau ..
...... 8
101,25
101,75
101,75
101,5
Kokswerke...........
......5
——
•—
109,65
109
Phönix Bergbau......
......O
—
—
—
Rheinische Braunkohlen
.....19
212,25
210
210,25
209,5
Rhetnstahl ...........
.....s yt
107,5
108,5
107,5
108,5
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
80,65
80,75
80,65
80,75
Otavt Minen ........
.......0
15
15,13
15,13
15,4
Kaliwerke Aschersleben.
.......6
112
112,25
111,5
112,5
Kaliwerke Westeregeln .
......5
111
113
111
113
Kaliwerke Salzdetfurth
.....lYi
154
154
157
3. G. Farben-Jndustrte
.......7
148,25
148,5
148,5
148,4
Scheideanstalt........
.......9
214,5
214,5
—
Goldschmidt .........
.......O
103
103,25
103
103
Rütgerswerke........
••••••• 4
112
110,65
111,4
111
Metallgesellschaft......
.......4
96
96
95,75
95,75
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt..
.......O ......6 .......4
91
119,75
130,5
91 119,75
90,5
90,65
Schultheis Patzenhofer .......4
Mu (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................ 0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren........... 0
Deutsche Linoleum...........6
Orenftein L Koppel..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade................ 0
Accumulatoren-Fabrik....... 12
Conti-Gumnn...............8
—
—
109,5
108,5
54,13
54
54,13
53,9
117,5
117,13
117,5
117
117,25
117
117
116,5
82
81,5
81,75
82,25
'M-»
128,75
129,25
93,75
93,75
93,75
93,5
154
155
154
155,5
■—*
89
88,5
34,5
34,5
34,25
34,4
246
238
251
242
164
—
164,25
164
151
151
151
151
W *SI
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
5.April
6.«prll
Amtliche Notierung
Amtliche Jlotieruna
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Atre.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ....
—
—
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
53,86
53,96
53,79
53,89
Danzig ....
81,25
81,41
81,20
81,36
London....
12,06
12,09
12,045
12,075
HelstngforS.
5,325
5,335
5,315
5,325
Paris .....
16,41
16,45
16,40
16,44
Holland ...
167,33
167,67
167,13
167,47
Statten....
20,58
20,62
20,58
20,62
Javan .....
0,705
0,707
0,705
0,707
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo.....
60,62
60,74
60,54
60,66
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
10,95
10,97
10,93
10,95
Stockholm..
62,19
62,31
62,12
62,24
Schweiz ...
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanten...
33,99
34,05
33,95
34,01
Prag......
10,395
10,415
10,39
10,41
Budapest ..
—
Neuyork...
2,490
2,494
2,487
2,491
Berlin, k.April
Geld
" Bries *
Amerikanische Note»..............
2,439
2,459
Belgische Noten..................
41,82
41,98
Dänische Noten .................
53,5g
Englische Noten .................
12,01
12'05
Französische Noten...............
HollÄidische Noten...............
16,34
166,72
16,40
167,38
Italienische Noten................
20,56
20,64
Norwegische Noten ..............
60,33
60,57
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
61,91
80,34
62,15
80,66
Spanische Noten.................
Ungarische Not« ...............
33^8
-G


