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sanatoriums Dr. med. Karl Turban, früherer oroßherzoglich badischer Geheimer Hofrat und In­haber hoher Orden. Er war in jungen Jahren Stadtarzt seiner Vaterstadt Karlsruhe und gründete 1889 als erste geschlossene Anstatt im Hochgebirge das Sanatorium Turban in Davos und war wäh­rend mehr als 30 Jahren dessen leitender Arzt. Er wurde in Anerkennung seiner Verdienste in Davos im Jahre 1914 zum Ehrenbürgermeister der Landschaft Davos ernannt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsstatthalter in Hessen hat durch Gesetz vom 4. April 1935 mit Zustimmung des Reichsministers der Finanzen beschlossen: Das Finanzgesetz vom 16. April 1934 (Reg.-Bl. S. 79) uno der zugehörige Staatsvoranschlag der Einnahmen und Ausgaben des Dolksstaates Hessen für 1934 werden bis 30.1uni 1935 erstreckt.

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Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist tn Beglei­tung von Geheimem Finanzrat Bocke und General­direktor R e u s ch in Basel m den bei der BIZ. allmonatlich stattfindenden Verhandlungen der Na­tionalbankpräsidenten eingetroffen. Sonntag fanden private Besprechungen unter den Gouverneuren statt.

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Bei dem zweiten Wahlgang für die Neugestaltung der Regierung des Kantons Basel- Stadt wurden zwei sozialdemokratische und zwei bisherige liberale Kandidaten gewählt. Der künftige Regierungsrat setzt sich nunmehr aus vier so­zialdemokratischen und drei bürgerlichen Regierungsräten zusammen, nämlich zwei Libera­len und einem Radikaldemokraten. Der frühere Regierungsrat zählt fünf bürgerliche und zwei sozialdemokratische Mitglieder.

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Die Polizei hat i n T o k i o in der Nähe des Schlosses Akasaki, in dem der zum Besuch in Japan weilende mandschurische Kaiser K a n g t s e wohnt, drei Koreaner festgenommen, bei denen Revolver und Dolchmesser ge­funden wurden. Die Verhafteten gehören einer koreanischen revolutionären Organisation' an, die von den Behörden in Mandschukuo verfolgt wird.

Zwischen den Nankinger Regterungs- truppen und Kommuni st en haben neue Kämpfe stattgefunden. Die Verluste auf Regierungs­seite werden mit etwa 20 000 Mann an Toten, Ver­wundeten und Gefangenen angegeben. 50 Flugzeuge sind an die Front entsandt worden. Auch aus den Provinzen Huansi und Junnan befinden sich Ver­stärkungen unterwegs nach dem Kampfplatz.

Aus aller Welt.

..Graf Zeppelin"

auf seiner ersten Südamerikafahrt 1935.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Samstag um 20.50 Uhr unter Führung von Kapi­tän Schiller in Friedrichshafen bei Regenwetter zu feiner ersten diesjährigen Südame­rika f a h r t nach Pernambuco und Rio de Janeiro gestartet. An Bord befinden sich 16 Passagiere, wo­von 4 bis nach Pernambuco und 12 bis nach Rio de Janeiro reifen. Unter den Passagieren befinden sich der Großindustrielle Dr. Edmund S t i n n e s, Bankier Baron von Schröder (Hamburg) und der Uhrenfabrikant Junghans aus Schramberg. Auf dieser Fahrt werden außerdem noch befördert 120 Kilo Post und 695 Kilo Fracht, darunter be­findet sich eine Sendung von 50 indischen Affen für

Reichsbauernführer Darre vereidigt den Landesbauernrat Hessen-Nassau.

Darmstadt, 7. April. (LPD.) Im Anschluß an eine Bauernkundgebung tn Darmstadt fand im Plenarsaal des ehemaligen Landtagsgebäudes durch den Reichsbauernführer die Vereidigung des Landesbauernrates des Gaues Hessen- Nassau statt. Zum Empfang des Reichsbauernfüh­rers hatte sich eine große Menschenmenge einge­funden, die trotz strömenden Regens den Reichs­bauernführer bei seiner Ankunft mit begeisterten «en begrüßte. Ein Ehrensturm der SS. und cbeitsdienstes hatte Aufstellung genommen. Im Sitzungssaale hatte der Landesbauernrat Platz genommen. Neben dem Minister waren auch Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger, Landes­bauernführer Wagner und der Treuhänder der Arbeit, SS.-Standartenführer Schwarz erschie­nen. Der Saal war stimmungsvoll geschmückt, 33 Kerzen spendeten ein gedämpftes Licht, womit die Zahl der zu vereidigenden Mitglieder des Landes­bauernrates angedeutet werden sollte. Auf dem Platze des oberhessischen Kreisbauernführers Dörr­schuck, der vor einigen Tagen im Dienste der Be­wegung tödlich verunglückt war, lag ein Blumen­strauß.'

Der Sprecher des Landesbauernrates, Kreis- bauernführer Geiß, eröffnete sodann die feier­liche Sitzung mit kurzen Gedenkworten für die Ge­fallenen des Weltkrieges und diejenigen der Be­wegung. Die Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen und hörten stehend das Lied vom guten Kameraden. Kreisbauernführer Geiß erteilte dar­auf sofort dem

Reichsbauernführer Oarr6

bas Wort, der dann u. a. ausführte; daß er stolz darauf fei, die Bauern aufgerüttelt und Adolf Hit­ler zugeführt zu haben nicht zuletzt durch das Buch, das er im Gau Hessen-Nassau geschrieben habe. Das Landvolk hat neuen Mut gefunden und scharte sich mit großer Einhelligkeit um Adolf Hit­ler, es bildet heute einen agrarpolitischen Apparat

von ungeheuerer Schwungkraft. Das Vertrauen zu Adolf Hitler wurde im Bauerntum immer größer, und dieses Vertrauen konnte auch nicht in kritischen Zeiten erschüttert werden." Reichsbauernfuhrer DarrS schilderte dann eingehend das Wesen, die Bedeutung und die Aufgaben des Landesbauern­rates. Die Frage des Blutes muß den Vortritt vor der Frage der Wirtschaft haben, darum geht auch der Begriff Politik der Wirtschaftsfrage vor­aus. Wir prägten das Wort vom Blut und Boden und suchten aus denen, die zu uns kamen, diejenigen aus, die befähigt waren, den Gedanken vom Blut und Boden weiter zu tragen. Aus dieser Auslese heraus bildeten wir ein agrarpoli­tisches Offizierkorps, welches unter an­deren Voraussetzungen als die liberale Weisheit unter der Fayne Adolf Hitlers kämpfte. Als die Uebernahme der Macht durch Adolf Hitler erfolgte, galt es, diese Kampfgemeinschaft vor neue Auf­gaben zu stellen. Das agrarpolitische Offizierkorps wurde derLandesbauernrat. Dieser Lan- desbauernrat hat für den Ausgleich der An- sichten zu sorgen, nicht aber für den Ausgleich der Sonderwünsche namentlich wirtschaftlicher Na­tur. So ist die Einrichtung des Landesbauornrates geschaffen worden, um im Dienste des deutschen Bauerntumes zu arbeiten zum Segen von Volk und Heimat. Damit der Geist des Landesbauern­rates lebendig bleibt, gebe ich den Mitgliedern des­selben einen Richtspruch mit für alle Zukunft: Volk, Sippe, Du, d. h. zu allererst kommt dein Volk, dann kommt deine Sippe und zu aller­letzt kommst du.

Der Reichsbauernführer vereidigte dann die Mit­glieder des Landesbauernrates auf Adolf Hitler und sein Programm. Kreisbauernführer Geiß schloß darauf die feierliche Sitzung mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf den Führer, während die Ka­pelle das Horst-Wessel-Lied und das Deutschland- Lied anstimmte.

ein Institut in Rio de Janeiro. Das Luftschiff hat am Sonntagabend um 19.30 Uhr den marokkani­schen Hafen Mehedia, 120 Kilometer nordöstlich von Casablanca, passiert. Die Fahrtgeschwindigkeit be­trug 144 Kilometer.

Die sterblichen lieberreffe sächsischer Grenadiere in einer Sappe bei Amiens entdeckt.

Im Walde von Le Marliöre tm Südwesten von Amiens sind in einer aus dem Weltkrieg stammen­den Sappe die sterblichen Ueberreste von 20 deutschen Soldaten und einem deutschen Offizier gefunden worden. Die Abteilung für Kriegsgräber des zuständigen Departements hat mit größter Vorsicht die Fundstelle freilegen und die Gebeine der deutschen Krieger auf dem deutschen Heldenfriedhof von Manicourt b ei­se tz e n lassen. Es handelt sich augenblicklich um einen Zug des sächsischen Leibgrenadier-Regiments, wie man auf Grund der Ausrüstungsgegenstände und der Erkennungsmarken festgestellt zu haben glaubt. Das Lederzeug, die Waffen und die Stahlhelme sind verhältnismäßig gut erhalten. Der Offizier und mehrere Grenadiere hatten in dem Augenblick, in dem der Heldentod sie erreichte, den Stahlhelm auf und wurden stehend gefunden. Der

Offizier hielt eine Signalpfeife in der Hand, als warte er auf den Augenblick eines Angriffes. In der Sappe wurden Briefe und Postkarten aus dem Jahre 1916, Bücher und Ordensschnallen gefunden, außerdem mehrere Erkennungsmarken, die, soweit bisher bekannt ist, die Bezeichnung Dresden auf­weisen. Eine von ihnen trägt folgende Inschrift: Dresden, Max Wagner, Wtndmühlenstraße. 31. 7. 90. I. Bataillon, Grenadier-Regiment 100. 1. K. Nr. 2 668." Zurzeit werden in der Umge­bung der fteigelegten Sappe noch Nachforschungen nach weiteren sterblichen Ueberresten deutscher Sol­daten angestellt Das für die Kriegsgräber zustän­dige Pensionsministerium ist verständigt worden.

Schwerer Eisenbahnzngznsammenfloß auf der Insel

Fünen. Ein Toter, zahlreiche Verletzte.

Ein schweres Eisenbahnunglück hat sich im südlichen Teil der dänischen Insel Fünen ereig­net. Auf dem Bahnhof Ringe sollten zwei Motor­züge aus Odense bzw. Svendborg einander kreu­zen. Infolge eines Mißverständnisses ließ der dienst­tuende Bahnhofsvorsteher den Zug aus Odense jedoch ab, ehe der Gegenzug eingelaufen war. Das Unglück ereignete sich in einer Kurve, so daß die Zugführer die Gefahr erst im letzten Augenblick be­

merkten. Da die Unfallstelle stark abschüssig ist, stie­ßen die Zuge mit großer Gewalt zusammen. Der vordere Teil des Odense-Zuges schob sich auf den Gegenzug hinauf. Der Führer des Motorzuges aus Svendborg wurde auf der Stelle getötet. Seine Leiche war so eingeklemmt, daß sie aus den Trüm­mern herausgesägt werden mußte. Das gleiche war bei einigen verletzten Personen der Fall. Etwa 20 Verletzte wurden tn die Krankenhäuser eingelie­fert, davon fünf in lebensgefährlichem Zu­stande,

Furchtbares Unwetter in Amerika. Bisher 34 Tote.

Die Südstaaten sowie der Mittelwesten der Ver­einigten Staaten ind von furchtbaren Un­wettern heimge ucht worden, die zum Teil in Form von Wirbelstürmen, zum Teil in Form von Schnee- und Regenstürmen auftraten und neben schweren Verlusten an Menschenleben un­ermeßlichen Sachschaden verursachten. Von Wir­belstürmen wurden außer dem Staat Mississippi auch die übrigen Südstaaten Louisiana, Texas, Alabama und Florida heimaesucht. Die Zahl der Todesopfer beträgt in diesen Gebieten bisher 34. Heber 100 Personen erlitten Verletzun­gen, und Tausende sind obdachlos. Besonders schwer geschädigt wurde die Ortschaft Gloster im Staate Mississippi, wo insgesamt 150 Gebäude zer­stört wurden, darunter drei Kirchen. In Louisiana brachte der Sturm ein Boot zum Kentern. Zehn Menschen fanden den Tod in den Wellen. Zahlreiche Städte und Dörfer sind in Dunkelheit gehüllt, da die Stromleitungen meilenweit zerstört sind. Die Staaten des Westens und Mittelwestens litten unter schweren Schnee- und Regenstürmen, durch die ebenfalls erheblicher Schaden angerichtet wurde.

Holländisches Verkehrsflugzeug verunglückt.

Das planmäßige holländische Verkehrsflugzeug der Strecke PragAmsterdam verunglückte durch unfrei mittige Bodenberührung bei Brilon in der Nähe von Kassel. Die vierköpfige Besatzung und die beiden Fluggäste kamen dabei ums Leben. Die Direktion der holländischen Luftverkehrsgesett« schaff gibt bekannt, daß die sechs ums Leben ge­kommene 3 nf aff en die Flugzeugführer Soer und P r i l l e w i tz, der Bordfunker van der Klein und der Bordmechaniker Welms sowie zwei Flug­gäste sind. Bei den letzteren dürfte es sich um einen Sohn des Bürgermeisters von Amsterdam, de Vlugt, sowie um das in Arnheim wohnende Verwaltungsratsmitglied des holländisch-deutschen Kunstseidenkonzerns Atu, Briel, handeln.

kaukasische Beamte wegen Bestechung zum Tode verurteilt. vieleHingerichtete" leben noch heute.

In Krasnodar (Nordkaukasien) verurteilte das Gericht fünf Beamte, darunter vier Beamte der Kriminalpolizei und Gefängnisverwaltung, zum Tode durch Erschießen. Sie hatten viele Verbre­cher, die zur Todesstrafe verurtellt waren, gegen Bezahlung aus b en Gefängnissen ent­lassen. Die Freigelassenen wurden dann in den Büchern als Hingerichtete geführt.

Mutter und Kind schwer verbrannt.

Von einem ungewöhnlichen Mißgeschick wurde eine Niederlahnsteiner Familie betroffen. Das 16 Monate alte Kind eines Ehepaares warf ein Bröt­chen zur Erde. Die Mutter, die das nicht bemerkt hatte, rutschte über dem Brötchen aus und stürzte mit einem Topf kochenden Wassers zu Boden. Hier­bei ergoß sich das heiße Wasser über das Kind und die Frau, die beide schwere Verbrühungen davontrugen. Der Zustand des Kindes gibt zu Be­sorgnissen Anlaß.

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