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Deutsche Arbeitsfront.

NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", k ö t n f a h r t.

Die Karten zum Länderspiel DeutschlandSpa­nien können abgeholt werden. Die bestellten Kar­ten müssen bis spätestens Mittwoch abend bezahlt sein. Diejenigen Karten, die bis zu diesem Termin nicht bezahlt sind, werden ab Donnerstag anderwei­tig weitergegeben.

Sportkurse

der NSG.Kraft durch Freude" \n Gießen.

Mittwoch, 8. Mai, 20 bis 21 Uhr, Schwimmen; 21 bis 22 Uhr Schwimmen (Dolksbad).

Donnerstag, 9. Mai, 20 bis 21 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele für Jüngere; 21 bis 22 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele für Aeltere (Ly­zeum). *

Freitag, 10. Mai, 20 bis 21 Uhr: Allgemeine Kör­perschule (Männer und Frauen) (Lyzeum); 20 bis 21 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele (Heil- und Pfltzgeanstalt); 18 bis 20 Uhr: Sport- und Spiel­nachmittag (Universitätssportplatz Kugelberg).

Samstag, 11. Mai, 17 bis 19 Uhr: Leichtathletik (Umoerfitätssportplatz Kugelberg).

Die Anmeldung kann in den Kursen oder beim SpsrtamtKraft durch Freude", Schanzenstraße 18 (Sprechstunde vormittags 10 bis 12.30 Uhr), erfol­gen.

Für die Reitkurse, Montags und Dienstags von 21 bis 22 Uhr, werden Anmeldungen auf dem Sport­amt, Schanzenstraße 18, entgegengenommen.

Ortsgruppe Giehen-Ost, Licher Straße 17.

Zahlstunden und Markenabgabe an die Block- Walter finden nur noch jeden Donnerstag in der Zeit von 19 bis 21 Uhr statt.

Für sonstige Angelegenheiten, Unterstützung usw., nur noch jeden Freitag in der Zeit von 19 bis 21 Uhr.

Montags fallen die Sprech- und Zahlstunden aus.

Am Samstag, 11. Mai, findet im Caf6 Leib eine Amtswalter-Versammlung statt. Die Zellenwalter haben dafür zu sorgen, daß alle Block- und Be- triebsgemeinschaftswalter erscheinen. Die Stärke­meldungen sind von den Zellenwaltern an Kamerad Römer abzugeben. Entschuldigungen sind aus­geschlossen. Zeitpunkt der Versammlung: 20 Uhr.

Ebenso haben die Zellenwalter wegen Kassie- rungssragen am Donnerstag, 9. Mai, 20 Uhr, auf der Geschäftsstelle Licher Straße 17 zu erscheinen.

Das Hessische Geschlechterbuch amtlich empfohlen.

ELP. Das von dem bekannten hessischen Fami­lienforscher, Pfarrer Hermann Knodt in Bad- Nauheim herausgegebene Hessische Geschlechterbuch im Rahmen des großen Geschlechterbuches, dessen 8. Band soeben erscheint und das bis jetzt die größte Sammlung hessischer Stamm- und Ahnen­tafeln darstellt, ist durch die Hessifche Landesregie­rung in die Liste der amtlich zur Anschaffung emp­fohlenen Bücher ausgenommen worden. Das Werk steht von Anfang an auf völkischer Grundlage. Der erste Hessenband erschien bereits 1920 unter dem Zeichen des Hakenkreuzes. Der 9. Hessenband ist in Vorbereitung. Anmeldungen zur Aufnahme an den Herausgeber.

Lägerprüfung im Kreise Giehen.

Die Pressestelle des Kreisjägermeisters teilt mit: Nachdem der Kreisjägermeister in Ausführung des Reichsjagdgesetzes einen Prüfungsausschuß ernannt hat, ist das Ausschreiben der ersten Jägerprüfung im Kreise Gießen in den amtlichen Jagdzeitschristen veranlaßt worden. Sie wird am Mittwoch, 29. Mai, abgehalten werden. Interessenten, die sich der Prüfung unterziehen wollen, haben sich minde­stens 14 Tage vorher bei dem Kreisjägermeister schriftlich zu melden und gleichzeitig die Prüfungs- aebühr von zehn Mark auf das Postscheckkonto: Kreisjägermeister des Kreises Gießen, Frankfurt am Main Nr. 698 86 einzuzahlen. Ohne diese Zahlung ist die Meldung hinfällig. Bei Zulassung zur Prü­fung erfolgt nähereMitteilung über Ort, Zeit, Aus­rüstung usw. an den zu Prüfenden direkt.

Daten für den 8. Mai.

1794: der französische Chemiker Antoine Laurent Lavoisier in Paris gestorben (hingerichtet als Opfer der Revolution), (geboren 1743); 1922:. der Maler und Radierer Otto Ubbelohde in Goßfelden gestor­ben (geboren 1867); 1923: Albert Leo Schlageter von einem französischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt; 1933: Bildung der deutschen Arbeits­front.

Gießener Wochenmarktpreife.

* Gießen, 7. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 8%. bis 9, Wirsing, das Pfund (gelb) 20 bis 25, (grün) 30, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 28 bis 35, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 18 bis 23, Römischkohl 15 bis 20, Spargel 70 Pf. bis 1 Mark, Unterkohlrabi 8 bis 10 Pf., Mischgemüse 15 his 20, Feldsalat 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 50 bis 60 Pf., Zwiebeln 20, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 45, Rhabarber 15, Kar­toffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 40 bis 60 Pf., Suppenhühner 75, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 70 bis 80, Salat 20 bis 30, Salatgurken 50 bis 70, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich, das Bündel 20 bis 45, Radieschen 10 bis 15 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Licht­spielhaus, Vahnhosstraße:Die Freundin eines großen Mannes".

»

** Schulpersonalien. Wie imStaats- anzsiger" amtlich mitgeteilt wird, wurden über­tragen: dem mit der Verwaltung einer Studienrats­stelle an der Ludwigs-Oberrealschule zu Darmstadt beauftragten Oberstudienrat Wilhelm Koch eine Studienratsstelle an der Weidig-Werner-Oberreal- schule zu Butzbach unter Zurücknahme seiner Ver­setzung an die Realschule in Lauterbach; dem Stu­dienrat an der Weidig-Werner-Oberrealschule in Butzbach Karl Kreiling eine Studienratsstelle an dem Realgymnasium zu Gießen; dem Studienrat an dem Realgymnasium in Gießen Walter Schone- b o h m eine Studienratsstelle an dem Landgraf- Ludwigs-Gymnasium zu Gießen; dem Studienrat an dem Realgymnasium in Gießen Adolf Schad eine Studienratsstelle an dem Lyzeum zu Gießen; dem Studienrat an dem Lyzeum in Gießen Dr. Otto Steiger eine Studienratsstelle an dem Realgym­nasium zu Gießen; dem Studienrat an der Real­schule in Lauterbach Fritz Herbert eine Studien­ratsstelle an der Realschule zu Schotten.

** 8 0. Gebükksrag. Der frühere städtische Arbeiter Ludwig Rosenbaum von hier, Mühl- aasse 10, kann am heutigen Dienstag in körper­licher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen.

** D i e Geschäfts stunden derKreis- dien st stelle der NS. - Gemeinschaft Kraft durch Freude" sind ab 6. Mai von Montag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18.30 Uhr, Samstags von 10 bis 13 Uhr.

** Maienblasen vom Turm der Stadt­kirche. Das Maienblasen am morgigen Mittwoch um 19 Uhr wird nicht vom Turm der Johannes- kirche, sondern vom Turm der S t a d t k i r ch e aus dargeboten. Es wird folgendes zu Gehör gebracht: ChoralAllein Gott in der Höh sei Ehr";Die Ehre Gottes" von Beethoven;Im schönsten Wie- sengrunde", Volkslied.

** Die Ausbildung derJugendlei- t e r i n n e n. Das hiesige F r ö b e ls e m i n a r teilt uns aus einem dem Seminar durch die Reichsfachgruppenleiterin der Reichsfachgruppe der Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen und Jugendlei­terinnen des NSLB. zugegangenen Schreiben des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft und Volksbildung (vom 24. April) folgenden Satz mit der Bitte um Veröffentlichung mit, der einen Teil der Elternschaft Gießens interessieren dürfte. ... Die Ausbildung der Jugendleiterinnen wird sich nicht auf der dreijährigen Frauenschule auf­bauen. Ebenso ist nicht in Aussicht genommen, die Berufsausbildung der Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen in die dreijährige Frauenschule zu übernehmen. Dagegen bleibt die Vorbereitung für

die mütterlichen Ausgaben in der FämMe der drei­jährigen Frauenschule vorbehalten und wird durch eine Jugendleiterin mit geeigneter Vorbildung er­teilt."

** 2 7. Gründungs- und Auszeich­nung s s e st des VHC. Gießen. Am Samstagabend feierte im gutbesetzten Saale des Katholischen Vereinshauses, der mit Den Farben des Reiches und des Vogelsberges, mit Blumen und Tannengrün reich geschmückt War, der 3roeig= verein Gießen des Vogelsberger Höhenclubs sein 27. Gründungs- und Auzeichnungsfest. Nach dem Badenweiler Marsch begrüßte der Vereinsführer H. K l e m m r a t h die Teilnehmer, gedachte unseres Führers und Reichskanzlers, dessen Verdienste er besonders hervorhob, und dem feinFrischauf!" und Heil!" galt. In bunter Reihe wechselten dann heimatliche Mundartvorträge mit gemeinschaftlichen Liedern ab. 23 Wanderer wurden ausgezeichnet, darunter C. Faber für 350 Wanderungen. Die VHC. - Brüder Blümiß, Ho chstätte r und Stroh erhielten für 25jährige treue Mitgliedschaft die Ehrenzeichen des Haupt- und Zweigvereins. Großen Beifall fand ein luftiger Einakter, dessen Handlung, in Darmstädter Mundart, vortrefflich gespielt, die Anwesenden immer wieder zum Lachen hinriß. Mit dem Dank an alle schloß der Vereins­führer in üblicher Weise den ersten Teil des Abends. Bei Tanz und Unterhaltung blieb man noch lange beisammen.

** Der Männerbadeverein Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß feine Badeanstalt nunmehr geöffnet ist. Es fei besonders darauf hingewiefen.

Sommerlager des Bundes deutscher Mdel.

Vom Bund deutscher Mädel, Untergau 116, Gie­ßen, wird uns geschrieben:

Unsere Sozialarbeit im BdM. in der Hitlerjugend unterscheidet sich von der vergangener Zeiten in einem wesentlichen Punkt: sie gilt in erster Linie nicht wie früher dem kranken, sondern dem gesunden Menschen.

Die Gesundheil der uns aiwerfraufen Mädels zu überwachen, zu erhallen und zu fördern ist unsere wichtigste ärztliche Aufgabe im BdM.- Dienst.

Wir begnügen uns darum nicht nur mit der Fest­stellung des Gesundheitszustandes unserer Mädel, mit der Ueberweisung kranker Mädel an den behan­delnden Arzt, der ärztlichen Ueberwachung im Dienst usw., sondern wir versuchen vor allen Dingen den Gesundheitszustand unserer gesunden Kamera­dinnen so zu festigen und zu fördern, daß sie im Kampf gegen spätere Krankheiten siegreich bestehen können. Wir stellen also in der BdM.-Aerztin bzw. HJ.-Arzt einen ganz neuen Arzttypus heraus den Berater und Kameraden des gesunden, jungen Menschen.

Nun wissen wir, daß gerade während des Wachs­tums der Körper in seiner Entwicklung außerordent­lich labil ist. Eine ungesunde Lebensweise in dieser kritischen Zeit, führt oft zu Dauerschädigungen, die im ganzen Leden nicht mehr gutgemacht werden können.

Wir versuchen im BDM.-Dienst durch Sport, Wan­derungen usw. die gesunden körperlichen Anlagen der Mädel voll zur Entwicklung zu bringen. Wir sind uns aber darüber klar, daß wir dabei nicht Haltmachen dürfen.

Unser Ziel für den Sommer 1935 ist, jedem Mädel einen Ferienansenlhall zu ermöglichen. Diese Ferien sollen aber nicht nutzlos vergeudet werden, sondern wir wollen durch Umstellung der gesamten Lebensweise für kurze Zeit es stehen uns leider für jedes Mädel nur acht Tage zur Verfügung nicht nur Körper und Geist

ruhen lassen, sondern vor allem neue Kräfte hinzugewinnen. Diese Umstellung beruht nicht auf großen klimatischen Unterschieden. Sie sind zur Erholung des gesunden, jungen Menschen mehr oder weniger gleichgültig, sondern sie liegt in einer vollkommen veränderten, geregelten Lebensweise bei guter Lust und Verpflegung und fröhlicher Kameradschaft.

Darum haben wir in allen Untergauen Som­merlager eingerichtet, in denen unsere Mädel im Wechsel von Sviel, Sport, Wanderungen und Ruhe unter der Führung einer geschulten Lagerleiterin Erholung finden. (Alle Mädel bringen vor Eintritt in das Lager ein Gesundheitszeugnis bei, sie sind während der Dauer des Lagers bei einer Kranken­versicherung gemeldet und werden im Erkrankungs­fall von einem ortsansässigen Arzt betreut.

Ganz besonders schön ist das Som­merlager ich mühte eigentlich sa­gen Sommerhaus unseres Unter­gaues 116 Gießen. Das Haus liegt im Laubacher park. Es hat große, luftige Schlafsäle und einen schö­nen, freundlichen Tagesraum.

Schon der Morgenlaus durch den Park das muß man an sich selbst erlebt haben gibt dem Tag ein ganz verändertes Gesicht! Körper und Geist werden gelüstet und werfen oen Alltag und alles, was uns beschwert, über Bord; wir sind nicht mehr ich und d u,

wir fragen nicht lange woher, nicht lange, wo bist du geboren, wir sind Kameradinnen ..."

Und aus diesem Gemeinschaftserlebnis gleichge­richteter Kameradschaft kehren wir neugestärkt in den Alltag und die Arbeit zurück. Nur einen Nach­teil hat unser Sommerlager! Es ist viel zu schnell zu Ende!

Frau Dr. med. R. P.,

Ref. in der Abteilung V im Obergau 13.

Oberheffen.

Bad-Nauheimer Wissenschaftler im Ausland.

LPD. Bad-Nauheirn, 6. Mai. Professor Dr. Arthur Weber, der Leiter des Balneologischen Universitäts-Institutes zu Bad-Nauheirn, hat auf Einladung finnischer, schwedischer und dänischer Aerzte - Gesellschaften in Helsingfors, Lund und Kopenhagen Vorträge über Forschungs­arbeiten seines Institutes gehalten. Ueberall wurde der deutsche Wissenschaftler mit großer Herzlichkeit aufgenommen. Seine Vorträge waren überaus stark besucht und fanden ungeteiltes Interesse 'und großen Beifall.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 7. Mai. Der älteste Einwohner unserer Gemeinde, Heinrich Kreiling, begeht am heutigen Dienstag seinen 94. Geburtstag. Der alte Herr, der unter dem NamenTreppches Hennerich" im Dorfe bekannt ist, ist auch zugleich der älteste Junggeselle unseres Ortes. Er hat sein Heim in der bekannten Wirt­schaftZum Treppchen" und ist trotz seines hohen Alters noch verhältnismäßig rüstig und gesund. Der Turnverein unternahm am Sonntag seine diesjährige Frühjahrswanderung. Bei herrlichem Frühlingswetter marschierte am frühen Morgen ein Trupp von 80 Turnern und Turnerinnen unter Vorantritt des Spielmanns­zuges ab. Die Wanderung führte durch den Wald über dieDicke Eiche", über Hof Bubenrod nach Blasbach. Hier wurde die Hauptrast gemacht. Bei dem Abkochen im Freien ging es recht stimmungs­voll zu. Nachdem sich alle Teilnehmer von dem langen Marsche genügend gestärkt hatten, ging die Wanderung weiter nach Hermannstein. Hier war­teten schon Mitglieder Des dortigen Turnvereins in ihrem Vereinslokal und bei Gesang von Turner­liedern und einem Tänzchen entwickelte sich fröh­liches Leben. Die diesjährige Wanderung des Turnvereins, die unter der Leitung des Wander- wartes Hermann R e u f ch l i n g stand, hat allen Turnern und Turnerinnen viel Freude gemacht.

S Alten-Bufeck, 7. Mai. Die unter der Lei­tung des hiesigen Dirigenten L. Schreiner stehenden GesangvereineGermania" Heuchelheim, Gesang-Verein Daubringen, gemischter Chor Daub= ringen, Eintracht Hungen, Eintracht-Harmonie Lau­bach und Sängeroereinigung Alten-Buseck hatten sich am Sonntag hier zu einem Sänaertag zusam­mengefunden. Als Einleitung zu der Veranstaltung fangen die Vereine auf dem Kreuzplatz drei Massen­chöre:Lied der Bauleute" von Schiller,Sonnen­aufgang" von Cornelius undDeutschland, heiliger Name" von Bausner. Anschließend begaben sich Die Vereine in die Gartenwirtschaft von L. D ö p p, wo sich inzwischen die Einwohnerschaft in großer

Zahl eingefunden hatte. Eine sehr gute Kapelle und weitere vorzüglich vorgetragene Gesangschöre der Vereine, nicht zuletzt auch das herrliche Maiwetter sorgten dafür, daß die Veranstaltung einen sehr schönen Verlauf nahm.

wg. Großen-Buseck, 5. Mai. Zu der jüng­sten Generalversammlung der hiesigen Milch- genossenschaft hatten sich etwa 40 Mitglie­der eingefunden. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Landwirt Heinrich Seipp, eröffnete die Versammlung. Direktor K. Schwalb erstattete den Geschäftsbericht. Die günstige Ent­wicklung der Genossenschaft wird durch folgende Zahlen bewiesen: Im Monat Januar 1934 zählte die Genossenschaft 50 Lieferanten mit einem Milch­absatz von 25 820 Litern, Februar 63 (26 937), März 64 (31554), Aprft 77 (28 354), Mai 78 (31192), Juni 88 (34 505), Juli 88 (36 700), August 86 (32 865), September 88 (34 775), Oktober 90 (38 682), November 98 (37 000), Dezember 118 (41501). Aus diesen monatlichen Milchlieferungen ergibt sich eine Jahreslieferung von insgesamt 400 709 Liter. Eine Steigerung erfuhr auch der Ortsverkauf der Vollmilch. Es wurden im Monat Januar 1934 insgesamt 2678 Liter, im Monat De­zember bereits 4421 Liter verkauft. Nach der Be­kanntgabe der Bilanz und des Rechenschaftsberichts durch den Rechner Christoph Dort wurden dem Vorstand und dem Auffichtsrat Entlastung erteilt. Da der erste Vorsitzende von feinem Amt zurück­tritt, wurde vom Ortsbauernführer der Landwirt Wilhelm Krämer zu dessen Nachfolger bestimmt. Mit einer kurzen Schlußansprache des Direktors Schwalb, in der besonders betont wurde, daß jeder Volksgenosse die Pflicht habe, seine Milch durch die Genossenschaft zu verkaufen, wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen.

§ Mainzlar, 6. Mai. Am Samstagabend fand bei Gastwirt W. Müller am Bahnhof ein Appell der Kriegerkameradschaft Mainz- l a r (im Kyffhäuserbund) und S.A.L. statt, zu dem die Kameraden zahlreich erschienen waren. Sturm­führer Heinrich, Lollar, hielt einen fesselnden Vortrag, dem mit großer Aufmerksamkeit gefolgt wurde. Der Abend verlief in echt kameradschaft­lichem Geiste.

! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 6. Mai. Fast alle Ob st art en hatten in diesem Jahre reichen Blütenansatz. Durch Den ft a r = k e n Frost in der ersten Mainacht sind leider viele Blüten z e r st ö r t worden. Nur die Bäume, die im Schutze von Gebäuden standen, blieben ver­schont. Fast ganz vernichtet sind Die jungen Früchte Der Pfirsiche unD Aprikosen. Pflaumen unD Zwi­schen, Die nur zum Teil blühten, haben etwa zwei Drittel ihrer Blüten eingebüßt. BesonDers hart wurDen Die Birnen und Die Kirschen mitgenommen.

Hier sind fast alle Blüten schwarz. Auch Die Apfef- bäume haben gelitten. Da sie aber noch nicht ihre Blüten geöffnet hatten, Dürfte Der Schaden nicht sehr groß sein. Stachel- unD Johannisbeeren haben Die Kälte verhältnismäßig gut überftanDen.

Kreis Büdingen.

+ NiDDa, 6. Mai. Gestern nachmittag machte Die hiesige Ortsgruppe Des VHC. unter Führung von Frau Geiger eine im WanDer- plan 1935 nicht vorgesehene WanDerung ins Blaue. Der Weg führte Die rund 40 Teilnehmer über bas Kaufmanns-Erholungsheim durch präch­tige im Schatten gelegene Schneisen des Harb­waldes zu den sogenannten Harbteichen. Von einem Bergkegel, dem Bindes, direkt vor Unter-Schmitten, hatte man bei klarer Fernsicht einen großartigen Fernblick nach dem Vogelsberg, insbesondere nach dem Hoherodskopf. Nach einer kleinen Stärkung im Chauffeehaus an der Eisenbahnstation Unter- Schmitten kehrte man sehr befriedigt von dem Aus­flug zurück.

Acht Metzger wegen Preiserhöhung vor Gericht.

LPD. D a r m ft a D t, 6. Mai. Acht Metzger hatten unerlaubt Die Fleisch- und Wurst- preise erhöht und sie trotz Verwarnung der Polizei nicht wieder herabgesetzt, worauf sie Straf­befehle erhielten, gegen Die sie Einspruch erhoben. Sie hatten sich deshalb heute vor dem Amtsgericht zu verantworten. Zu ihrer Verteidigung erklärten die Angeschuldigten, daß alles Material, wie Ge­würze, Därme usw., im Preise gestiegen sei und sie unmöglich zu Den alten Preisen hätten Weiterver­käufen können. Ihre Eingaben unD Vorstellungen seien jeDoch erfolglos gewesen. Der VorsitzenDe Des Gerichts verwies jeDoch Darauf, Daß Die lieber- tretung von Verordnungen auf keinen Fall gestattet werde, und daß sie mit einer Strafe rechnen müßten. Auf diesen Vorhalt hin zogen die Angeschuldigten ihre Einsprüche gegen die Strafbefehle zurück, die damit rechtskräftig wurden.

Preußen.

Hauptversammlung des Obstbau-Bezirksverbandes Wetzlar

O W e tz l a r, 6. Mai. Dieser Tage fand im Saale Ackermann die erste Hauptversammlung des Obst- bau-Bezirksverbanoes (früher Obst- und Garten­bauverein für Den Kreis Wetzlar) statt. Der Tagung ging ein sehr gut besuchter Schulungskursus Der Obstbaufachwärter Des Kreises voraus. Die Hauptversammlung eröffnete Bürgermeister Wagner- Atzbach. Der Geschäftsführer Des Ver­bandes, Kreisobstbauinspektor Kilp, erstattete Den Jahresbericht: Das Jahr 1934 brachte nur eine' Mittelernte. Die Beerenernte war gut. Die Preise bewegten sich auf mittlerer Hohe. Bei Der im ver­gangenen Jahre Durchgeführten Obstbaumreinigung wurDen 301 810 Bäume behandelt und 1065 abgän­gige Bäume entfernt Bei dieser Obstbaumreinigung konnten 1000 Erwerbslose 2V2 Monate lang beschäf­tigt werden. Die Kosten beliefen sich pro Baum auf 17,5 Pf. Die gute Auswirkung der Maßnahme trat überall in Erscheinung. Neun Gemeinden des Krei­ses führten 1933/34 die geschlossene Winterspritzung durch. Im vergangenen Winter wurde Die Winter­spritzung auf Grund Der Polizeiverordnung über die Schädlingsbekämpfung in allen Gemeinden durch­geführt. Hierzu wurden 70 Karrenspritzen und 7 Rückenspritzen beschafft. Die Zahl der Mitglieder beträgt 409. Zwei Dbftbaumanlagen wurden im vergangenen Jahre prämiiert. Die Obstschau in Leun war von 80 Ausstellern beschickt und von über 1000 Personen besucht. Die Einnahmen des Verban­des betrugen im Jahre 1934 1990,60 Mark, Die Ausgaben 1901,56 Mark. Der Voranschlag für 1935 wurde in Einnahme und Ausgabe auf 943 Mark festgesetzt. Die diesjährige Obstschau soll in Form einer Bezirksschau in Dorlar stattfinden. Im weiteren Verlauf der Versammlung sprachen Landwirtschafts­kammerrat Pfeiffer über das Thema0 b ftb ä u e r> liche Tagesfragen" und Kreislandwirtschafts­rat B r u ck e r - Heidelberg überSommerbe­kämpfung derObstbaumfchädlinge und -Krankheiten". Die überaus lehrreichen unD interessanten Vorträge wurden mit großer Aufmerk­samkeit aufgenommen. Eine rege Aussprache schloß sich an. Nachdem Kreisobstbauinspektor Kilp über die Bedeutung der Winter- und Sommerspritzung gesprochen hatte, nachdem angeregt war, in der Markthalle zu Wetzlar Ob st ver st eigerungen abzuhalten, richtete der Vorsitzende, Bürgermeister Wagner, in seinem Schlußwort den Appell an alle Obstbaumzüchter, bei allen geplanten Maßnah­men tatkräftig mitzuarbeiten, und schloß die Ver­sammlung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer.

ßine originelle Rathausuhr.

LPD. Marburg, 6. Mai. Nachdem seit Jahren nur das eigentliche Uhrwerk in Tätigkeit war, ist es jetzt gelungen, auch den alten Mechanis­mus der Rathausuhr in Marburg wie­der in Gang zu bringen, der interessante Figuren bewegt. So ist nach langer Pause wieder das fröhliche Krähen und Flügelschlagen des golde­nen Hahns zu hören, und auch Die Justitia wägt wieder Recht und Unrecht mit ihrer Waage ab. Der Wächter bläßt stündlich sein Horn, das Totengerippe dreht Die Sanduhr und die Weltkugel zeigt fortan ihre Tages- und Nachtseite. Bei den vollen Stun­denschlägen kann man daher wieder zahlreiche Fremde auf dem altertümlichen Marktplatz sehen, Die Zeuge Dieses Schauspiels sein wollen.

Tagung der Naturheilärzte.

* Frankfurt a. M., 6. Mai. DerDeutsche Verband der Aerzte für physikalische und diätetische Behandlung (Naturheillehre) e. V., Gau Hessen- Nassau" hielt seine erste Gautagung imKölner Hof" in Frankfurt a. M. ab, die erfreulich stark besucht war. Der Gaubeauftragte, Dr. Ma 1 ech (Gießen), wies in seiner Begrüßung auf die Ziele des Verbandes hin, der im wesentlichen Dem weiteren Ausbau her Naturheillehre, Der wissenschaftlichen FörDerung seiner MitglieDer unD Der Nutzbarmachung Der Naturheillehre für Die gesamte Heilwissenschaft Dienen wolle; Dazu sei auch Das Verständnis und die tätige Mitarbeit scheinbar Andersdenkender dringend erwünscht.

Die eigentlichen wissenschaftlichen Vorträge waren zunächst der Klarlegung her Grunhlagen her Natur­heillehre geroihmet.

Dr. W. Malech (Gießen) sprach überNatur­ärztliches Denken unh Hanheln " unD ging in grünhlichen Ausführungen auf Das eigent­liche Wesen Der Naturheillehre ein, das nicht in einzelnen AnwenDungen zu begreifen fei, fonhern ein geschlossenes HanDeln Darstelle. Das naturärzt- liche HanDeln erschöpfe sich nicht in physikalisch - Diätetischen Anwendungen, sondern es fei aufgebaut