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Höchstleistungen für Deutschlands Ausbau! Eine liede des lieichsbankpräsidenten Dr. Schacht.

Berlin, 6. Mai. (DNB.) Die von der Ver­waltungsakademie Berlin in Verbindung mit dem Reichsbankdirektorium in der Zeit vom 6. bis 11. Mai veranstaltete Unterrichtswoche für Reichsbankbeamte wurde heute früh eröffnet. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hielt eine Rede, in der er u. a. sagte: In einer Zeit, in der die alte preußische Beamtentradition durch das Eindringen von Elementen, denen so­wohl das Können, als auch das Pflichtbewußtsein eines echten Beamten fehlte, untergraben zu Wör­den drohte, hat die Reichsbank kompromißlos am Pflicht- wie am Leistungsprinzip fest- gehalten. Wenn wir schon in den hinter uns lie­genden Jahren zu dem, was wir leisten durften, durch die vorbildliche Hingabe, den Korpsgeist, das fachliche Können und die geistige Beweglichkeit der Reichsbankbelegschaft befähigt wurden, so gilt das noch mehr für das, was in Zukunft von uns ver­langt wird.

2Hif Recht bemüht man sich heute, den Sah eines nur auf die Vernunft pochenden Zeit­altersWissen ist Macht" dahin einzufchränken, daß ein Wissen erstreblich und wahrhaft nütz­lich für die Volksgemeinschaft nur fein kann, wenn es auf einer untadeligen Gesinnung und auf einem lauteren Charakter gegründet ist. Aber glauben Sie mir, meine Kameraden, letzten Endes einfcheidet in dieser Welt der Tat­sachen doch immer nur der Erfolg, und Erfolg hat auf die Dauer nur der, der etwas kann. Mit den unbedingt selbstverständlichen Gesin- nungs- und Charaktereigenschaften allein wird Deutschland nicht fein Recht auf dieser Erde und seine Gleichberechtigung unter den anderen Völkern erringen können, es muß hinzutreten jene souveräne Beherrschung der Realitäten des Lebens, die nur ein gediegenes, ehrlich er­arbeitetes und von Verantwortungsbewußtfein getragenes Wissen und Können zu geben ver­mögen.

Unser Wollen und Gestalten muß demnach unter­mauert sein von dem Wissen um die Grundbedin­gungen und -Voraussetzungen unseres Lebens und unseres besonderen Arbeitsgebietes, damit wir aus einem Ringen um und mit den Problemen, die die Zeit uns stellt, durchstoßen können zur befreienden, entscheidenden Tat. So ist dieser Lehrgang in der Erkenntnis aufgezogen worden, daß neben die weltanschauliche Schulung, die der Be­amte im neuen Staat durch die nationalsozialistische Bewegung erhält, unbedingt die Vertiefung und Erweiterung der fachwissenschaft­lichen Kentnisse treten muß. Von jeher war nur der den Aufgaben seines Amtes gewachsen, konnte nur der seinen Platz voll ausfüllen, der unermüdlich an seiner Fortentwick­lung weiterarbeitete. Nichts steht still im Leben, alles befindet sich im Fluß.

Wenn uns heute die Entwicklung unseres poli­tischen, kulturellen oder wirtschaftlichen Lebens besonders schnell und umstürzend zu gehen scheint, so müssen wir uns gerade dies als An­sporn und Antrieb dienen lassen zu neuer und gesteigerter Arbeit an uns selbst.

Dazu kommt noch ein anderes. Die fortschreitende Spezialisierung der Arbeitsgebiete, der Arbeits­methoden und der wissenschaftlichen Forschung haben überall eine berufliche Begrenzung auf fachliche Sondergebiete mit sich gebracht, die notwendig die große Gefahr einer geistigen Einseitigkeit mit sich bringt. Der einzelne Beamte bedarf daher, damit der Blick auf das große Ganze nicht verlorengeht, über seinem engen Tätigkeitskreis hinaus einer sinnvollen Erfassung der Gründe und Zwecke neuer Maßnahmen und einer Einsicht in die großen Zu­sammenhänge. Diese Einsicht kann am besten eine über den Einzelheiten und den Anforderungen des Tages stehende Darstellung vermitteln, wie sie hier geboten werden soll. Die Vorträge sind aus dem Reichsbankbetrieb heraus geboren und auf den Auf­gabenkreis der Reichsbank zugeschnitten. Reichsbank­präsident Dr. Schacht schloß mit folgenden Worten:

Wit dem Geist, der von Anbeginn im hause der Reichsbank geherrscht hat, dem unbeirr­baren Pflichtgefühl, der Aufopferung jedes einzelnen für das Wohl des Volks- und Staats- ganzen in hingebungsvoller Arbeit, in bewähr­ter Treue zur Sache und zu uns selbst werden wir auch weiterhin die Kraft finden, die uns befähigt, allen an uns gestellten Anforderungen gerecht zu werden und das Schicksal unseres geliebten Vaterlandes in einer großen Zeit zu unserem Teil mit zu formen und mit zu bestimmen.

Die Fachvorträge des ersten Tages wurden von Reichsbankdirektor Brinkmann überDer deut­sche Außenhandel und die Devisenwirtschaft" und von Reichsbankdirektor Dr. Müller überReichs­gesetz über das Kreditwesen und Reichsbank" ge­halten.

Oer Wahlausgang in Güdflawien.

Belgrad, 6. Mai. (DNB.) Das endgül­tige Ergebnis der Wahlen am Sonntag steht noch nicht fest, da noch verschiedene Teilergeb­nisse fehlen. Nach der Meinung der südslawischen Blätter kann dies nichts an der Tatsache ändern, daß die Partei des Ministerpräsiden­ten Ieftitsch die absolute Mehrheit er­hält. Da die Frauen in Südslawien kein Wahlrecht haben, waren nur etwa 3 800 000 Personen stimm- bevechtigt. Davon haben, der letzten Mitteilung zu­folge, 1 640 000 für die Regierung gestimmt, wäh­rend 900 000 ihre Stimme für die Oppositionsliste Matschek abgaben. In einigen slowenischen Städten

und Industriezentren betrug die Wahlbeteiligung nur 25 bis 50 v. H. Man kann annehmen, daß der größte Teil der Nichtwähler oppositionell eingestellt ist. Sehr gut schnitt dagegen die Regierung in den hauptsächlich von der deutschen und ungarischen Volksgruppe bewohnten ehemaligen südungarischen Gebieten der W o j w o d i n a ab. Hier wurde auch der deutsche Abg. Dr. Kraft, der auf der Re­gierungsliste kandidiert hat, wiedergewählt. Noch ein zweiter deutscher Abgeordneter, ein Arzt na­mens Dr. Kaspar, der bis jetzt politisch sehr wenig hervorgetreten war, erhielt ein Mandat. Da­gegen unterlag der bisherigen deutsche Abg. Dr. Hans Moser, so daß die deutsche Volksgruppe in der neuen Skupschtina wie bisher über zwei Mandate verfügen wird.

Oie französischen Gemeindewahlen.

Paris, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Auch am Dienstagmorgen ist es nicht möglich, ein bestimm­tes Urteil über den Ausfall des ersten W a h l - ganges der Gemeinde - und Stadtrats­wahlen zu fällen. Die langsame Veröffentlichung der Ergebnisse und die parteipolitische Unübersicht­lichkeit, ferner die zahlreichen notwendigen Stich­wahlen lassen nur immer wieder die Folgerung zu, daß sich bisher keine großen Verände­rungen im französischen Wahlkörper gezeigt haben. Das Interesse wendet sich bereits von dem Ergebnis des ersten Wahlganges ab und der Stichwahl am nächsten Sonntag zu. Da am Tage der Stichwahl die Splitterparteien meist zu­rücktreten und die ihnen zuteil gewordenen Stim­men bessergestellten Bewerbern zur Verfügung stellen, wird am nächsten Sonntag etwas einheit­licher gestimmt werden.

In Lille werden die Sozialisten ihre Liste in der Stichwahl aufrechterhalten, wodurch die Stel­lung zahlreicher radikalsozialistischer Kandidaten ge­fährdet wird. Die Stellung des bisherigen kommu­nistischen Bürgermeisters von Straßburg, Huber, ist in der Stichwahl ziemlich umstritten. H e r r i o t ist aufgefordert worden, den Radikal- sozialisten Anweisung zu geben, überall für den besser in der Stichwahl stehenden Kandidaten der Pckrteien zu stimmen, die in der Regierung Flan- din vertreten sind, d. h. also gegen die Sozialisten. In Lyon haben die Kommunisten beschlossen, in mehreren Bezirken in der Stichwahl für die aus­sichtsreicheren sozialistischen Kandidaten zu stimmen.

Meine politische Nachrichten.

Der Führer besichtigte am Montag die deut­sche Alpen st raße auf der Baustrecke Inzell, Mauthäuse, Berchtesgaden. In seiner Begleitung be­fanden sich u. a. Reichspressechef Dr. Dietrich, Ober­gruppenführer Brückner, Brigadeführer Schaub.

Der deutsche Botschafter v. Rosenberg hat am Montag den Außenminister der türkischen Republik, Tewfik Rüschtü Aras, ausgesucht und ihm zugleich im Namen der Reichsregierung und des deutschen Volkes die herzliche Teilnahme an der Erdbebenkatastrophe im Kars-Gebiet zum Ausdruck gebracht.

Die letzten französischen Beamten und die Archive der französischen Bergwerksdirektion haben im Ver­lauf der letzten Woche Saarbrücken verlassen, lieber

1000 Umzüge von Beamten und Arbeitern sind über die Grenze nach dem Westen notwendig gewesen.

Konzentrationskabinett in Spanien.

Madrid, 6. Mai. (DNB.) Der Staatspräsident hat die von L e r r o u x eingereichte Kabinetts- l i st e genehmigt, die u. a. folgende Namen enthält: Ministerpräsident L e r r o u x (Radikal), Außenmini­ster R o ch a (Radikal), Kriegsminister Gils R o b - l e s (Ceda), Marineminister Roya V i l l a n o v a (Agrarier), Finanzminister Chaueaprieta (Un­abhängiger Republikaner). Die neue Regierung ist eine ausgesprochene Konzentrationsregie­rung, die von der republikanischen Mitte bis zur republikanischen Rechten einschließlich sämtlicher Gruppen umfaßt. Das Kabinett verfügt über 240 von 439 Stimmen des Parlaments und hat damit eine große Mehrheit hinter sich.

Aus aller Welt.

Schweres Flugzeugunglück in Amerika. Vier Tote, acht Verletzte.

Das PassagierflugzeugSknchief" der Trans­continental and Western - Airlines stürzte bei At­lanta (Missouri) ab. Zwei Passagiere, darunter der Bundessenator Bronson M. Cutting aus Neu- Mexiko und die beiden Flugzeugführer wurden g e- tötet, acht weitere Insassen verletzt. Vermut­lich versuchte das Flugzeug eine Notlandung im Nebel, nachdem der Brennstoffvorrat erschöpft war. Der Bundessenat in Washington hat sich auf Grund der Nachrichte vom Tode Cuttings vertagt.

Große Ueberschwemmungen in Amerika.

Im Staate Louisiana verursachten heftige Wol­kenbrüche große Ueberschwemmungen. Besonders schwer heimgesucht wurde die Stadt Opelousas. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind fünf Personen ertrunken.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Von Finnland erstreckt sich über-Deutschland nach Frankreich hin eine Tiefdruckfurche. Während an ihrer nördlichen Seite der Luftdruck kräftia steigt, fällt er an der Süd- und Südostseite, so daß damit zu rechnen ist, daß kühlere, ursprünglich polare Luftmassen bei uns einbringen. Der Witterungs­charakter wird dadurch zunächst wieder etwas un­freundlich, doch ist eine durchgreifende und nach­haltige Verschlechterung nicht wahrscheinlich.

Vorhersage für Mittwoch: Meist wolkig und lebhafte nördliche Winde, kühleres Wetter, doch nur vereinzeltes Auftreten von Schauern.

Lufttemperaturen am 6. Mai: mittags 24,1 Grad Celsius, abends 13,3 Grad; am 7. Mai: morgens 9,8 Grad. Maximum 24,6 Grad, Minimum 5,4 Grad.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 35: 10688. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

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Das sagte Onkel Mollig und er hatte nicht unrecht, noch dazu, wenn man beim Häuser auch für wenig Geld einen guten Gasherd kaufen kann.

Ueberlegen Sie doch nicht lange, wenn Sie sich einmal einen Gasherd zulegen wollen, dann kommen Sie doch gleich zu uns. Sie werden fachmännisch beraten und gut bedient. Wann dürfen wir Sie in unseren Ausstellungs­räumen erwarten?.

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