Einzelbild herunterladen

Nakional-Theater, wo auf des Königs Befehl ne­ben der königlichen Loge eine solche für Blanchard reserviert war. Dieser wurde bei seinem Erscheinen vom Publikum mit jubelndem Beifall begrüßt."

Dieser Blanchard, der in allen Ländern Euro­pas die sensationellsten Ballonaufstiege unternahm und mit Geschenken und Auszeichnungen geradezu überschüttet wurde, war viele Jahre hindurch der gefeiertste Luftschiffer seiner Zeit. Ueberall, wo er mit seinem liebenswürdigen Lächeln zu einem neuen Flug in seinen Ballon stieg, gerieten die Menschen vor Begeisterung aus dem Häuschen. Un­übersehbare Zuschauermassen füllten den Platz, wenn der berühmte Johann Peter Blanchard seine waghalsigen Flüge vorführte.

Der Flug jedoch, der seinen Namen mit einem Schlag über die ganze Welt trug, war die erste Ueberquerung des Aermelkanals von England nach Frankreich. Blanchard, ursprünglich ein kleiner, unbekannter Mechaniker, der eine schmächtige Gestalt besaß und nur hundertzehn Pfund wog, hatte schon lange diesen kühnen Ge­danken mit sich herumgetragen. Am 7. Januar 1785 war endlich der l-ngersehnte, große Augenblick ge­kommen: Blanchard war entschlossen, in Begleitung des Engländers Dr. Jeffries den sensationellen Versuch zu wagen. Alle Vorbereitungen waren schon getroffen. Der Aufstiegsort war der Rand des schroffen Felsens bei Dover. In dem Bericht eines Augenzeugen heißt es:

Um ein Uhr war alles zum Aufstieg bereit. Blanchard und sein Begleiter Dr. Jeffries hatten ihre Sitze eingenommen. Mit größter Kaltblütig­keit und weithin schallender Stimme befahl nun Blanchard, die letzten Stränge zu lösen. Unmittel­bar vor der Auffahrt herrschte unter den Zu­schauern die größte Stille, aber kaum erhob sich der Ballon in die Luft, da ertönte ein ungeheures Freudengeschrei und man überließ sich den törich­testen Ausbrüchen eines unbeschreibliche» Jubels. Es war ein großartiger und überwältigender An­blick, den stolzen Luftballon majestätisch über die unermeßliche Meeresfläche dahinschweben zu sehen. Blanchard blickte nun auf die frohlockenden Zu­schauer zurück und grüßte mit einer Fahne. Wir verloren den Ballon schon fast aus dem Gesicht, als wir ihn plötzlich sinken sahen. Uns schauderte vor dem Gedanken an das bevorstehende Unglück, aber alsbald erhob sich der Ballon wieder in die Lüfte und trieb mit größter Schnelligkeit fort."

Dlanchards Unternehmen war von außerordent­lichem Glück begünstigt. Drei Stunden lang wehte der Wind in der Richtung von England nach Frank­reich, aber es war trotzdem ein h ö ch st gefahr­voller Flug, der beinahe einen tragischen Aus­gang genommen hätte: immer wieder drohte der Ballon von den Meeresfluten verschlungen zu wer­den. Blanchard war gezwungen, alles, was nicht niet- und nagelfest war, schleunigst über Bord zu werfen. Instrumente, Proviante, ja selbst die über­flüssigen Kleidungsstücke flogen ins Meer. Von Zeit zu Zeit hob sich der Ballon ruckweise wieder in die Luft, aber bald begann er rasch und ausaufhörlich zu sinken. Schon erblickten die beiden mutigen Luft­schiffer durch ihr Fernrohr die französische Küste. Die Gondel berührte schon die Oberfläche des Mee­res. Blanchard unternahm noch einen letzten Ver­such, um den Ballon hochzubekommen: Steuer, Ru­der, Anker und Seile wurden über Bord geschleu­dert. Als auch dies nichts half, erbot sich der Eng­länder Jeffries, selbst ins Meer zu sprin­gen, um auf diese Weise den Ballon zu entlasten. Blanchard lehnte jedoch dieses heroische Angebot ab und entschloß sich, die Gondel abzuschnei- d e n. So hingen sie, erschöpft und hilflos, vom Wind immer näher an die französische Küste ge­trieben, in den Stricken des Ballonnetzes; sie muß­ten alle Kraft aufbieten, um nicht ins Meer ge­schleudert zu werden. Gegen drei Uhr schwebten sie wohlbehalten über Calais und der Ballon lan­dete in einem Wald auf den Baumkronen. Beispiel­loser Jubel, ungeheure Begeisterung. Der Name Blanchard war von dieser Zeit an in aller Munde.

Blanchard hat in feinem späteren Leben noch eine Reihe sensationeller Flüge mit größtem Erfolg ausgeführt, Er ist, wie wir bereits erwähnt haben, in allen Ländern Europas mit seinem Ballon auf­gestiegen, mehr als einmal auch in den verschieden­sten deutschen Städten. Ost schwebte er selbst in hochsterLebensgefahr, aber der Fallschirm, den er bei seinen Flügen immer bei sich hatte, be­wahrte ihn vor ernstlichen Unfällen. Während einer feiner Veranstaltungen kam es einmal zu einem tragikomischen Zwischenfall. Als der Ballon aus irgendeinem Grunde nicht aufsteigen wollte, mußte Blanchard unter polizeilicher Bedeckung flüchten, da er sonst von der sensationshungrigen Menge gelyncht worden märe. Die Ueberfliegung des Aermelkanals hat feinen Namen aber in aller Welt berühmt ge­macht. Franz Dietrich.

Mrestagung der Gießener Stenografen.

Die Deutsche St e n og r a f e n sch a f t, Orts­gruppe Gießen, hielt am Samstagabend im Cafe Ebel unter dem Vorsitz ihres stellvertreten­den Ortsgruppenleiters Diplom-Handelslehrer Paul D e t) m e r ihre diesjährige Jahreshauptver­sammlung ab.

Vereinsleiter Dehmer übermittelte der Ver­sammlung die Grüße des Gaubezirksleiters und begrüßte den Kreisbezirksleiter K. H. Kuhl, die langjährigen verdienten Vorsitzenden der früheren beiden Gießener Vereine, Franz Haustein und A. K a r n b a ch, sowie die übrigen Besucher. Auf höhere Anordnung brachte er dann die auf dem Bundesvertretertag in Halle im Vorjahre beschlos­senen Satzungen nochmals vor, die in ihrem § 1 bestimmen, daß der Deutsche Stenografenbund nach Eingliederung der übrigen stenografischen Gemein­schaften Deutschlands nunmehr den NamenDeut­sche Stenografenschaft" führt, deren Zweck die Ver­breitung und Forderung derDeutschen Kurz­schrift" führt, deren Zweck die Verbreitung und Förderung derDeutschen Kurzschrift" im Rahmen des nationalsozialistischen Bildungszieles ist. Der Sitz des Vereins ist Kulmbach. Der Verein ist kör­perschaftliches Mitglied des NS.?Lehrerbundes. Dem bisherigen 1. Vorsitzenden Georg Wahl, der nach Worms versetzt wurde, widmete er besonderen Dank und Anerkennung.

Hierauf erstattete der Schriftführer Heinz Graf den Rechenschaftsbericht für das abgelau­fene Jahr. Der Bericht erinnerte nochmals an dey Zusammenschluß der beiden Gießener Vereine, die auf eine reiche Tradition und ebenso reiche Erfolge zurückblicken konnten. Das letzte Jahr brachte sehr viel neue Arbeit, die sich durch das tatkräftige Ein­setzen der führenden Männer erfolgreich für die Ortsgruppe auswirkte und eine Ausdehnung ihrer Aufgaben herbeiführte. Der Reichsinnenminister hat klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß die jetzige Form der Einheitskurzschrift sich durchaus bewährt hat und den höchsten Anforderungen in der Praxis entspricht. Der Reichsinnenminister hat aber auch zum Ausdruck gebracht, daß er gleichen Wert wie auf die Kurzschrift, auch auf das Maschinen­schreiben legt. Die Gießener Ortsgruppe hat diese Notwendigkeit gleichfalls erkannt und erteilt auch Unterricht im Maschinenschreiben. Die Pflege der Kurzschrift in der Deutschen Stenografenschaft er­folgt nach den Anweisungen des NS.-Lehrerbundes.

Heute beherrschen 90 v. H. der Handelsschüler die Kurzschrift, und auch der Beamte muß ihre Beherr­schung nachweisen.

Die Ortsgruppe Gießen beteiligte sich an dem mit der Feier des 70jährigen Bestehens der Orts­gruppe Worms verbundenen Gautag mit 28 Wett­schreibern, die einen guten Erfolg erzielen konnten. Gelegentlich eines Besuches in Gießen sprach sich der Gaugebietsleiter, Landtagsdirektor Werner (Darmstadt), anerkennend über die Leistungen der Gießener Ortsgruppe aus, hob ihre Kameradschaft und das Gemeinschaftsgefühl hervor und sagte sei­nen Dank für die vorbildliche Arbeit. Auch auf dem Kreisgebietstag in Bad-Nauheim wurden 32 Preise errungen, darunter zahlreiche Ehrenpreise, u. a. die Ehrenpreise aller Abteilungen über 140 Silben. Zum Obmann für das Maschinenschreiben wurde Der- einsmitglied Balken ernannt.

Das letzte Jahr brachte eine starke Mitglieder­bewegung. Die Abgänge konnten durch Neuwer­bungen ausgeglichen werden, so daß die Ortsgruppe einen Bestand von rund 600 Mitgliedern aufwei­sen kann. Für den nach Worms verzogenen Ver­einsleiter Gg. Wahl führte dessen Stellvertreter, Dipl.-Handelslehrer Paul D e h m e r, die Orts­gruppe, der sich besonders die Ausgestaltung des Unterrichtes und der Veranstaltungen angelegen sein ließ. Die neue Bearbeitung der Unterrichtspläne hat sich erfolgreich erwiesen, 250 Mitglieder haben sich am Unterricht beteiligt. Es ist das weitere Be­streben, die Kurzschreiber zu höherer Geschwindig­keit heranzubilden.

Neben der Plege und Verbreitung der Kurzschrift wurde auch die Geselligkeit gepflegt, als deren Obmann Mitglied L e i p o l d sich erfolgreich be­tätigte.

Das abgelaufene Jahr war ein voller Erfolg, zu dessen Gelingen auch die Unterstützung durch die Tagespresse beigetragen hat. So konnten an vier Wettschreiben von der Ortsgruppe Gießen insgesamt 208 Preise, darunter 31 Ehrenpreise, errungen, fer­ner 68 erste und herooragende und 71 sehr gute Arbeiten geliefert werden. Die Handelskammerprü­fung über 240 Silben wurde von einem und über 180 sowie über 150 Silben wurde von je drei Vereinsmitgliedern abgelegt. Die staatliche Kurz­schriftlehrerprüfung bestanden Schriftführer H. Graf in Darmstadt und Handelsstudienrat Rück in Kulmbach. In 20 Kursen wurden 530 Teilneh­

mer in Kurzschrift unterwiesen. Außerdem fanden Vorbereitungskurse für Beamte unter Leitung von Dipl.-Handelslehrer D e h m e r statt. Auch für die Zukunft ist eifrige Mitarbeit jedes einzelnen und rege Werbung nötig.

Kasfenführer Heß erstattete hierauf den Kassen­bericht, der ein schuldenfreies Dastehen des Vereins und gesunde Finanzverhältnisse auswies. Auch im abgelaufenen Jahre wurden für die Pflege der Kurzschrift große Opfer gebracht, außerdem konnten größere Schuldbeträge abgetragen und die erste Schreibmaschine für den Verein angeschafft werden. Anschließend gab der Kassenwart den Voran­schlag für das neue Jahr bekannt. Da sich keine Anstände ergaben, wurde dem Schriftführer und dem Kassenwart Entlastung erteilt. Der Vorsitzende dankte ihnen für ihre hingebende Arbeit.

Da durch den Fortgang des ersten Vorsitzenden eine Neuwahl des Vereinsführers notwendig gewor­den war, wurde der stellvertretende Vereinsführer Dipl.-Handelslehrer Paul D e h m e r in Vorschlag gebracht. Da dieser aus gesundheitlichen Rücksichten

das Amt nicht weiterfuhren konnte, wurde einstim­mig der bisherige erste Schriftführer Heinz Graf zum neuen Vereinsführer gewählt, dem der Kreis­gebietsführer K. H. K u h l sogleich mit anerken­nenden Worten die Bestätigung zusicherte. Die wei­teren Vorstandsmitglieder werden später bekannt­gegeben werden.

Einen schonen Abschluß fand die Jahreshauptver­sammlung durch ein von einem der ältesten Mit­glieder, Herr Haustein, verfaßtes und vorgetra­genes Gedicht, das eine Aufforderung an die Kurz­schriftler zu neuer Arbeit im neuen Reiche dar- stellte und beifällig ausgenommen wurde. Ein ge­selliges Beisammensein beschloß die Veranstaltung.

Daten für Dienstag, 8. Januar.

1642: der Physiker und Astronom Galileo Galilei in Arcetri bei Florenz gestorben (geboren 1564); 1830: der Musiker Hans von Bülow in Dresden geboren (gestorben 1894); 1867: der Begründer der Kurzschrift Wilhelm Stolze in Berlin gestorben (geboren 1798).

Wirtschaft.

Oer 41/2%ige Pfandbrieftyp.

In ihrer neuesten Börsenrundschau geht die Com­merz- und Privatbank auch auf die Plane ein, durch neue 4,5prozentige Pfandbriefemifsionen geringeren Umfanges den Markt abzutasten und auf feine Auf­nahmefähigkeit zu untersuchen. Allerdings würden, so wirb in dem Bericht ausgeführt, derartige Neu­ausgaben dem bisher vertretenen Grundsätze, das umlaufende Wertpapiermaterial nicht zu vergrö­ßern, nicht ganz entsprechen. Diese Folge glaubt man indessen im Interesse des angebeuteten Zwecks in Kauf nehmen zu können. Ein Ausgabekurs von etwa 94 v. H. für bie neuen 4,5prozentigen Pfanb- briefe würbe anberfeits für bie bafür zu gewähren- ben Hypotheken Bebingungen nötig machen, bie bie hypothekenfuchenben Kreise auch unter ben heutigen Verhältnissen nicht immer bewilligen werben. Es ist aUerbings zu berücksichtigen, baß bas sonstige An­gebot an Hypothekengelbern, bas von ben Spar­kassen, Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen usw. ausgeht und dem günstigere Bedingungen zu Grunde liegen, nur recht gering ist und einer Er­gänzung durch Pfandbriefhypotheken bedarf. Ein Zinsfuß der neuen Pfandbriefe von 4,5 v. H. würbe einem Hypothekenzinsfuß von nom. 5 o. H. voraussetzen, währenb unter ber Annahme, baß bie Pfanbbriefe zu 94 v. H. verkauft werben können, nach Abzug ber Unkosten, bes Wertpapierstempels usw. für bie abzuschließenben Hypotheken ein Aus­zahlungskurs von nur 91 bis 92 v. H. zugestanben werben konnte. Das würbe, je nachbem man bas Datum auf eine Zeitspanne von 5 ober von 10 Jahren verteilen mürbe, einer Effektivverzinsung von etwa 6,5 bis 7 v. H. gleichkvmmen. Aber über bie Ausgabemvbalitäten ist noch nicht bas letzte Wort gesprochen, unb es sollte, falls sich bie Steige­rung ber Pfanbbriefkurfe fortsetzt, auch möglich sein, höhere als die erwähnten Verkaufspreise von ca. 94 v. H. für bie neu zu begebenben Pfanbbriefe zu erzielen. Es wäre auch möglich, baß man ben ge- schilberten Emifsionsversuch als eine Art Dorposten­gefecht für bie fommenbe Konversion benutzt unb bisher mit 6 v. Sy verzinsliche Pfandbriefe gegen 4,5prozentige auswechselt.

* Brasilianischer Lokomotivauftrag für Henschel & Sohn, Kassel. Die Firma Theodor Wille, Hamburg, erhielt soeben von Bra­silien einen Auftrag auf vier große, schwere Loko­motiven für Henschel & Sohn AG., Kassel.

Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Tendenz fest.

Frankfurt a. M., 5. Jan. Die Börse setzte auch zum. Wochenschluß ihre Aufwärtsbewegung fort. Die Stimmung war allgemein zuversichtlich. An ben Aktienmärkten sinb bie Umsätze allerdings kleiner geworben, ba sich bas Interesse bes Publi­kums weiterhin auf ben Markt ber festverzins­lichen Werte konzentriert. Hierfür lagen auch heute mieber zahlreiche Orbers vor, sowohl aus Kreisen ber Kundschaft, als auch von ben Spar­kassen. Die Umsätze in ben einschlägigen Spezial­werten blieben ziemlich lebhaft. Vor allem Kom- munal-Umschulbung blieben gesucht unb erzielten gegenüber ber Abendbörse einen weiteren Gewinn von 0,40 v. H. Ferner zogen Zinsvergütungsscheine 0,25 v. H., Altbesitzanleihe 0,50 v. H., Stahlverein- Bonds unb späte Reichsschulbbuchfvrberungen je 0,13 v. H. an, auch Reichsmark-Anleihen lagen bis 0,50 v. H. hoher, baneben gewannen Reichsbahn- VA. 0,40 v. H. Stäbte-Altbesitz erhöhten sich auf 100,75 (100,25).

Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung etwas uneinheitlich, boch überwogen noch Besserun­gen von durchschnittlich 0,50 v. H. Etwas lebhafter

waren IG. Farben mit 135,25 bis 135,50 (134,90 v. H.). Von anderen chemischen Werten bröckelten Deutsche Erdöl 0,75 v. Sy, Rütgerswerke 0,25 v. H. ab. Montanaktien waren nach zumeist unveränder­tem Beginn nach den ersten Kursen fester, so Rhein­stahl um 1 v. Sy, Phönix um 0,40 v. Sy unb Stahl- verein um 0,25 v. Sy Elektropapiere wiesen über- wiegenb Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. Sy auf. Im einzelnen eröffneten u. a.: Reichsbankanteile, Deutsche Linoleum, Hanfwerke Füssen, Westbeutsche Kaufhof, (Sehr. Junghans unb Zement Heibelberg bis 0,50 v. Sy niebriger, anbererfeits zogen Moenus Maschinen 0,50 v. Sy unb Kunstseibe AKU. 0,75 v. Sy an.

Im Verlaufe blieb bie Haltung fest. Indessen trat ber Aktienmarkt mehr hervor, ba. von der Kunbschaft zahlreiche Aufträge für ben Kassamarkt, ber zumeist in fester Haltung verkehrte, eingetroffen waren, woburch auch bie Großwerte günstig be­einflußt wurden. Lebhafter waren Reichsbank (4-1,25 v. H.), Montan- unb Elektroaktien bei Er­höhungen von 0,50 bis 1 v. Sy Die anfangs etwas schwächeren Kurse konnten sich in den meisten Fällen gut erholen. Schwächer lagen Braunkohlen­werte, wie Ilse Genuß (1,75 v. H.)

Am Rentenmarkt würbe das Geschäft ruhiger. Die festen Anfanqskurse blieben aber gut behaup­tet, Reichsbahn-DA. unb Stahlverein-Bonbs zogen noch je 0,25 d. Sy an. Golbpfandbriefe lagen zu­meist noch von 0,25 bis 0,50 v. Sy fester, Korn- munal-Obligationen blieben gut behauptet, wäh­renb ßiquibationspfanbbriefe teilweise etwas ab­bröckelten. Stabtanleihen lagen ebenfalls etwas ruhiger, boch konnten sich bie erhöhten Kurse zu­meist behaupten. Vereinzelt setzten sich noch Er­höhungen durch. Staatsanleihen tendierten ruhig. Industrie-Obligationen waren teilweise weiter ge­sucht und fest. Fremde Werte lagen still und wenig verändert. Tagesgeld blieb zu 3,25 v. Sy unver­ändert.

Frankfurter Schlachtviehrnarkl.

. Frankfurt a. M., 7. Jan. (Vvrbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1128 Rinder (362 Ochsen, 81 Bullen, 372 Kühe, 313 Für- sen), 734 Kälber, 139 Schafe, 3470 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 20 bis 39 Mark, Bullen 24 bis 36, Kühe 11 bis 34, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 40, Kälber 22 bis 52, Hümmel 32 bis 39, Schafe 15 bis 32, Schweine 36 bis 53 Mark. Markt­verkauf: Rinder und Schweine ruhig, Kälber, Hüm­mel und Schafe mittelmäßig.

Holzversteigerungen

Nidda, 9. Januar, 10 Uhr, imGambrinus": Brennholzversteigerung: Scheiter rm: Buche 1. Kl. 406, 2. Kl. 234, Eiche 108; Knüppel rm: Buche 187, Eiche 4, Birke 2, Weymouthskiefer 14; Reiser 1. Kl. (Knüppelreiser) rm: Eiche 58, Aspe 2, Fichte 6, Wey­mouthskiefer 69; Reiser 2. Kl. (Stammreiser) rm: Buche 140; Stöcke rm: Buche 1. Kl. 83, 2. Kl. 33, Eiche 15.

Wallernhausen, 10. Januar, 10 Uhr, in der Gastwirtschaft Walther: Brennholzversteigerung: Scheiter: Buche 1. Kl. 264 rm, 2. Kl. 266 rm, Eiche 1. Kl. 80 rm, 2. Kl. 77 rm, Ahorn (rund) 0,6 rm; Knüppel: Buche 163 rm, Eiche 56 rm, Lärche 2 rm; Bruchholz: Buche 4 rm; Reisig 3. Kl.: Buche 650 rm; Stöcke: Buche 234 rm.

Selters, 11. Januar, 10 Uhr, in der Gastwirt­schaft von Lenz: Brennholzversteigerung: Scheiter: Buche l.Kl. 106 rm, 2. Kl. 179 rm, Eiche 1. Kl. 73 rm, 2.Kl. 27 rm, Kiefer (rund) 5 rm; Knüppel: Buche 124 rm, Eiche 38 rm, Kiefer 2 rm; Reisig 1. Kl.: Buche 1. unb 2. Durchforstung 22 rm, Reisig Buche 1.Kl. 42 rm; Reisig Buche 3. Kl.: 431 rm; Stocke: Buche, gepfannt 4 rm, gerobet 81 rm, Eiche, gepfannt 1 rm.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Srannun a. -UL

tid)lu6r.

dürfe

dürfe'

5.1.

5-1.

97,25

97,5

98

98,25

98,75

98,75

99

105,75

106,25

105,65

106

24

24,25

98,25

98,5

98,25

98,5

96

96,25

96,25

96

95,5

96,25

134,65

136,13

108

105,65

107

105,4

106,75

96

96,5

96

80,25

96

96,5

96,5

96,75

Schultheis Patzenhofer

o

Banknoten.

97

96,9

97

97

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

49,13

97

97,5

97,5

104,4

104,4

104,4

104,4

0

141

Grttzner....................01

Mainkraftwerke Höchst a.M« 41

Süddeutsch« Zuck« 8|

120

28 I 84,75

r,6

MannesmauEöhrenöj 75,75

16

Divibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v. H, Lornbarbzinsfuß 5 v. H.

Die hinter Den Papieren

Die

besch

Der

118,25

79,13

76,5

29

81,5

95,5

74,25

80

107

125

90,75

97-75

84,75

o 6

0

6

6

77,5

78,5

150,5

28,9

80,75

95,5

74,25

23,9

23

3

7 f

0 0 G

33,75

179,5

89,75

97,75

83,5

77,5

78.5

150,75

0 0 0

, 7

, 0

, 0

, 0

0

10 0

0

29,13

81,25

96

74,5

43,75

69

87,5

100,5

63

101

87,25

100,5

62.65

100,75

81,75

150,5

120

78

75,75

28,5

135,4

103,25

114

79,65

110,5

104,5

95,5

139

114,5

24

23,13

7,25

7 6,95 11.75

27,5 135,25 102,25

113,5

78,5 110 104

94,25 138,25

112

77,75

79

149,5

I. G. Farben.Jndustrie Scheideanstalt........

Goldschmidt .........

Rütgerswerke........

Metallgeiellschaft......

136,25

197

90

97,75

85

49 64,75

102

48,75

116,75

49,25

68,75

122,75

48.25

65

88,4

33,13

179,5

150

141

87,13

100,75

62,75

100,25

27,75

135,75

103,5

114,25

79

110

104

95.5

139,5

114

88

102

63,75

100,75

82,25

149

118,13

79

T6,9

33,9

178,5

148

140

102,5

49,65

115

49,5

68,5

123,75

48,9

64,5

88,5

33,9

180

150

139,5

27,5

135

102

113,25

80

110

104

94,65

138

112,25

48-5

65

24,5

1,05

6,5

25

1,05

6,65

6,4

6,4

11,5

6,5

11,5

6,75 6.4 6,4

11,4

28,9

80,75 96

74,25

134,9

197

90 98

84

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

77,5

79

149,5

48,5

117,25

49,75

69

8l.<8.0......................o

Betula.....................o

Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 6

Selten & Guilleaume......... O

Äesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 5

Schuckert L Co...............6

Siemens L Halske............7

Lahmeyer L Lo.............10

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

Buderus .................

Deutsche Erdöl............

Gelsenkirchener............

Harpener.................

Hoesch EisenKöln-Neuessen

Ilse Bergbau .............

Ilse Bergbau Genüsse......

Klöcknerwerke.............

28,75 I 28 I

W5i 169 1

80 1 80,13 1

106,5 -

1241 -I

«K* Abend!

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Österreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische StaatSrente v. 1910 *ya% be5gLöon 1913 .........

b% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 L^Mrktsche Bagdadbcchn-Anleihe

Bemberg...........

Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas.......

Daimler Motoren.... Deutsche Linoleum... Orenstetn L Koppel.. Leonhard Tietz......

Chade ..............

Aau mulatoren-Fabrü Eontt-Gumml.......

Datum

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 6% ehe m.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 6ya% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.«Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

tVi% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

6Vi% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......

6%% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltäu.-Goldpfe.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. LandeLpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

Steuergutsch. Verrechnungskurs..

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampsschiff...........O

Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............O

Retchsbank ................ 12

4-1.

97,75

jrannun u. -Ul.

äerlm

Schluß- kurü

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4-1-

! 5--

4-1-

5-1-

4% Desgl. Serie 11.............

7,9

7,9

7,75

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

4

4,25

4.25

4,5

4^%Rumän.vereinh.Rentev.l913

6,5

6,5

6,4

6,4

4% Rumänische vereinh. Rente ..

3,95

4

4

4

2 %% Anatolier ...............

30,75

31,75

30,9

31,75

Frankfurt a.2)L

Berlin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend« börie

Schluß« kurS

Schlußk. Mittag- bürte

Datum

4-1.

5-1.

4-1-

5-1.

Mansselver Bergbau ..

.......O

83

83,75

83,5

84,75

Kokswerke ...........

.......0

97

97

Phönix Bergbau......

.......0

49,65

50,5

49,65

50,75

Rheinstche Braunkohlen

..... 10

213

210

212,65

212

Rheinstahl...........

.......0

99

90,25

89,25

91

Vereinigte Stahlwerke.

.......0

41,75

42

41,75

42,25

Otavi Minen ........

.......o

12,5

12,25

12 5

12,5

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

109.5

108

Kaliwerke Westeregeln.

.......6

110

110,5

Kaliwerke Salzdetfurth

.....IVi

145

145

145

4.3anuar

5-Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

| Dricf

Geld

Dries

Buenos Aire.

0,628

0,632

0,628

0,632

Brüssel-----

58-17

58,29

58,26

58,38

Rio de Jan.

0,194

0,196

0,194

0,196

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,29

54,39

54,52

54,63

Danzig.....

81,24

81,40

81,24

81,40

London .....

12,16

12,19

12,21

12,24

HelsingforS..

5,365

5,375

5,39

5,40

Paris ......

16,41

16,45

16,42

16 46

Holland ....

16826

168,60

168,36

168,70

Italien.....

21,30

21,34

21,30

21,34

Japan ......

n 707

0,709

0,710

Jugoslawien

5,649

5^661

5,649

5,661

Oslo..... :

61,11

61,23

61,36

61,48

Wien.......

4fi 95

19, OS

48 95

Lissabon....

11,035

11,055

11,08

1L10

Stockholm...

62,70

62,82

62,96

63,08

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanten....

34,02

34,08

34,07

34,13

Prag.......

10,39

10,41

10,39

10,41

Budapest ...

Neuyork...

2,476

2,480

2,483

8,487

Berlins.Januar

Geld

25 ri ei

Amentannwe Vivien..............

2,435

2,455

Belgische Noten..................

58,05

58,29

Dänische Noten .................

54,31

54,53

12,175

12,215

Französische Noten...............

16,38

16,44

Holländische Noten...............

167,94

168,62

Italienische Noten................

21,11

21,19

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

61,20

61,44

Rumänische Noten...............

_

_

Schwedische Noten...............

62,74

63,00

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

80,44

33,83

80,76

33,97

Ungarische Rote» .