Nakional-Theater, wo auf des Königs Befehl neben der königlichen Loge eine solche für Blanchard reserviert war. Dieser wurde bei seinem Erscheinen vom Publikum mit jubelndem Beifall begrüßt."
Dieser Blanchard, der in allen Ländern Europas die sensationellsten Ballonaufstiege unternahm und mit Geschenken und Auszeichnungen geradezu überschüttet wurde, war viele Jahre hindurch der gefeiertste Luftschiffer seiner Zeit. Ueberall, wo er mit seinem liebenswürdigen Lächeln zu einem neuen Flug in seinen Ballon stieg, gerieten die Menschen vor Begeisterung aus dem Häuschen. Unübersehbare Zuschauermassen füllten den Platz, wenn der berühmte Johann Peter Blanchard seine waghalsigen Flüge vorführte.
Der Flug jedoch, der seinen Namen mit einem Schlag über die ganze Welt trug, war die erste Ueberquerung des Aermelkanals von England nach Frankreich. Blanchard, ursprünglich ein kleiner, unbekannter Mechaniker, der eine schmächtige Gestalt besaß und nur hundertzehn Pfund wog, hatte schon lange diesen kühnen Gedanken mit sich herumgetragen. Am 7. Januar 1785 war endlich der l-ngersehnte, große Augenblick gekommen: Blanchard war entschlossen, in Begleitung des Engländers Dr. Jeffries den sensationellen Versuch zu wagen. Alle Vorbereitungen waren schon getroffen. Der Aufstiegsort war der Rand des schroffen Felsens bei Dover. In dem Bericht eines Augenzeugen heißt es:
„Um ein Uhr war alles zum Aufstieg bereit. Blanchard und sein Begleiter Dr. Jeffries hatten ihre Sitze eingenommen. Mit größter Kaltblütigkeit und weithin schallender Stimme befahl nun Blanchard, die letzten Stränge zu lösen. Unmittelbar vor der Auffahrt herrschte unter den Zuschauern die größte Stille, aber kaum erhob sich der Ballon in die Luft, da ertönte ein ungeheures Freudengeschrei und man überließ sich den törichtesten Ausbrüchen eines unbeschreibliche» Jubels. Es war ein großartiger und überwältigender Anblick, den stolzen Luftballon majestätisch über die unermeßliche Meeresfläche dahinschweben zu sehen. Blanchard blickte nun auf die frohlockenden Zuschauer zurück und grüßte mit einer Fahne. Wir verloren den Ballon schon fast aus dem Gesicht, als wir ihn plötzlich sinken sahen. Uns schauderte vor dem Gedanken an das bevorstehende Unglück, aber alsbald erhob sich der Ballon wieder in die Lüfte und trieb mit größter Schnelligkeit fort."
Dlanchards Unternehmen war von außerordentlichem Glück begünstigt. Drei Stunden lang wehte der Wind in der Richtung von England nach Frankreich, aber es war trotzdem ein h ö ch st gefahrvoller Flug, der beinahe einen tragischen Ausgang genommen hätte: immer wieder drohte der Ballon von den Meeresfluten verschlungen zu werden. Blanchard war gezwungen, alles, was nicht niet- und nagelfest war, schleunigst über Bord zu werfen. Instrumente, Proviante, ja selbst die überflüssigen Kleidungsstücke flogen ins Meer. Von Zeit zu Zeit hob sich der Ballon ruckweise wieder in die Luft, aber bald begann er rasch und ausaufhörlich zu sinken. Schon erblickten die beiden mutigen Luftschiffer durch ihr Fernrohr die französische Küste. Die Gondel berührte schon die Oberfläche des Meeres. Blanchard unternahm noch einen letzten Versuch, um den Ballon hochzubekommen: Steuer, Ruder, Anker und Seile wurden über Bord geschleudert. Als auch dies nichts half, erbot sich der Engländer Jeffries, selbst ins Meer zu springen, um auf diese Weise den Ballon zu entlasten. Blanchard lehnte jedoch dieses heroische Angebot ab und entschloß sich, die Gondel abzuschnei- d e n. So hingen sie, erschöpft und hilflos, vom Wind immer näher an die französische Küste getrieben, in den Stricken des Ballonnetzes; sie mußten alle Kraft aufbieten, um nicht ins Meer geschleudert zu werden. Gegen drei Uhr schwebten sie wohlbehalten über Calais und der Ballon landete in einem Wald auf den Baumkronen. Beispielloser Jubel, ungeheure Begeisterung. Der Name Blanchard war von dieser Zeit an in aller Munde.
♦
Blanchard hat in feinem späteren Leben noch eine Reihe sensationeller Flüge mit größtem Erfolg ausgeführt, Er ist, wie wir bereits erwähnt haben, in allen Ländern Europas mit seinem Ballon aufgestiegen, mehr als einmal auch in den verschiedensten deutschen Städten. Ost schwebte er selbst in hochsterLebensgefahr, aber der Fallschirm, den er bei seinen Flügen immer bei sich hatte, bewahrte ihn vor ernstlichen Unfällen. Während einer feiner Veranstaltungen kam es einmal zu einem tragikomischen Zwischenfall. Als der Ballon aus irgendeinem Grunde nicht aufsteigen wollte, mußte Blanchard unter polizeilicher Bedeckung flüchten, da er sonst von der sensationshungrigen Menge gelyncht worden märe. Die Ueberfliegung des Aermelkanals hat feinen Namen aber in aller Welt berühmt gemacht. Franz Dietrich.
Mrestagung der Gießener Stenografen.
Die Deutsche St e n og r a f e n sch a f t, Ortsgruppe Gießen, hielt am Samstagabend im Cafe Ebel unter dem Vorsitz ihres stellvertretenden Ortsgruppenleiters Diplom-Handelslehrer Paul D e t) m e r ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab.
Vereinsleiter Dehmer übermittelte der Versammlung die Grüße des Gaubezirksleiters und begrüßte den Kreisbezirksleiter K. H. Kuhl, die langjährigen verdienten Vorsitzenden der früheren beiden Gießener Vereine, Franz Haustein und A. K a r n b a ch, sowie die übrigen Besucher. Auf höhere Anordnung brachte er dann die auf dem Bundesvertretertag in Halle im Vorjahre beschlossenen Satzungen nochmals vor, die in ihrem § 1 bestimmen, daß der Deutsche Stenografenbund nach Eingliederung der übrigen stenografischen Gemeinschaften Deutschlands nunmehr den Namen „Deutsche Stenografenschaft" führt, deren Zweck die Verbreitung und Forderung der „Deutschen Kurzschrift" führt, deren Zweck die Verbreitung und Förderung der „Deutschen Kurzschrift" im Rahmen des nationalsozialistischen Bildungszieles ist. Der Sitz des Vereins ist Kulmbach. Der Verein ist körperschaftliches Mitglied des NS.?Lehrerbundes. Dem bisherigen 1. Vorsitzenden Georg Wahl, der nach Worms versetzt wurde, widmete er besonderen Dank und Anerkennung.
Hierauf erstattete der Schriftführer Heinz Graf den Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Jahr. Der Bericht erinnerte nochmals an dey Zusammenschluß der beiden Gießener Vereine, die auf eine reiche Tradition und ebenso reiche Erfolge zurückblicken konnten. Das letzte Jahr brachte sehr viel neue Arbeit, die sich durch das tatkräftige Einsetzen der führenden Männer erfolgreich für die Ortsgruppe auswirkte und eine Ausdehnung ihrer Aufgaben herbeiführte. Der Reichsinnenminister hat klar und eindeutig zum Ausdruck gebracht, daß die jetzige Form der Einheitskurzschrift sich durchaus bewährt hat und den höchsten Anforderungen in der Praxis entspricht. Der Reichsinnenminister hat aber auch zum Ausdruck gebracht, daß er gleichen Wert wie auf die Kurzschrift, auch auf das Maschinenschreiben legt. Die Gießener Ortsgruppe hat diese Notwendigkeit gleichfalls erkannt und erteilt auch Unterricht im Maschinenschreiben. Die Pflege der Kurzschrift in der Deutschen Stenografenschaft erfolgt nach den Anweisungen des NS.-Lehrerbundes.
Heute beherrschen 90 v. H. der Handelsschüler die Kurzschrift, und auch der Beamte muß ihre Beherrschung nachweisen.
Die Ortsgruppe Gießen beteiligte sich an dem mit der Feier des 70jährigen Bestehens der Ortsgruppe Worms verbundenen Gautag mit 28 Wettschreibern, die einen guten Erfolg erzielen konnten. Gelegentlich eines Besuches in Gießen sprach sich der Gaugebietsleiter, Landtagsdirektor Werner (Darmstadt), anerkennend über die Leistungen der Gießener Ortsgruppe aus, hob ihre Kameradschaft und das Gemeinschaftsgefühl hervor und sagte seinen Dank für die vorbildliche Arbeit. Auch auf dem Kreisgebietstag in Bad-Nauheim wurden 32 Preise errungen, darunter zahlreiche Ehrenpreise, u. a. die Ehrenpreise aller Abteilungen über 140 Silben. Zum Obmann für das Maschinenschreiben wurde Der- einsmitglied Balken ernannt.
Das letzte Jahr brachte eine starke Mitgliederbewegung. Die Abgänge konnten durch Neuwerbungen ausgeglichen werden, so daß die Ortsgruppe einen Bestand von rund 600 Mitgliedern aufweisen kann. Für den nach Worms verzogenen Vereinsleiter Gg. Wahl führte dessen Stellvertreter, Dipl.-Handelslehrer Paul D e h m e r, die Ortsgruppe, der sich besonders die Ausgestaltung des Unterrichtes und der Veranstaltungen angelegen sein ließ. Die neue Bearbeitung der Unterrichtspläne hat sich erfolgreich erwiesen, 250 Mitglieder haben sich am Unterricht beteiligt. Es ist das weitere Bestreben, die Kurzschreiber zu höherer Geschwindigkeit heranzubilden.
Neben der Plege und Verbreitung der Kurzschrift wurde auch die Geselligkeit gepflegt, als deren Obmann Mitglied L e i p o l d sich erfolgreich betätigte.
Das abgelaufene Jahr war ein voller Erfolg, zu dessen Gelingen auch die Unterstützung durch die Tagespresse beigetragen hat. So konnten an vier Wettschreiben von der Ortsgruppe Gießen insgesamt 208 Preise, darunter 31 Ehrenpreise, errungen, ferner 68 erste und herooragende und 71 sehr gute Arbeiten geliefert werden. Die Handelskammerprüfung über 240 Silben wurde von einem und über 180 sowie über 150 Silben wurde von je drei Vereinsmitgliedern abgelegt. Die staatliche Kurzschriftlehrerprüfung bestanden Schriftführer H. Graf in Darmstadt und Handelsstudienrat Rück in Kulmbach. In 20 Kursen wurden 530 Teilneh
mer in Kurzschrift unterwiesen. Außerdem fanden Vorbereitungskurse für Beamte unter Leitung von Dipl.-Handelslehrer D e h m e r statt. Auch für die Zukunft ist eifrige Mitarbeit jedes einzelnen und rege Werbung nötig.
Kasfenführer Heß erstattete hierauf den Kassenbericht, der ein schuldenfreies Dastehen des Vereins und gesunde Finanzverhältnisse auswies. Auch im abgelaufenen Jahre wurden für die Pflege der Kurzschrift große Opfer gebracht, außerdem konnten größere Schuldbeträge abgetragen und die erste Schreibmaschine für den Verein angeschafft werden. Anschließend gab der Kassenwart den Voranschlag für das neue Jahr bekannt. Da sich keine Anstände ergaben, wurde dem Schriftführer und dem Kassenwart Entlastung erteilt. Der Vorsitzende dankte ihnen für ihre hingebende Arbeit.
Da durch den Fortgang des ersten Vorsitzenden eine Neuwahl des Vereinsführers notwendig geworden war, wurde der stellvertretende Vereinsführer Dipl.-Handelslehrer Paul D e h m e r in Vorschlag gebracht. Da dieser aus gesundheitlichen Rücksichten
das Amt nicht weiterfuhren konnte, wurde einstimmig der bisherige erste Schriftführer Heinz Graf zum neuen Vereinsführer gewählt, dem der Kreisgebietsführer K. H. K u h l sogleich mit anerkennenden Worten die Bestätigung zusicherte. Die weiteren Vorstandsmitglieder werden später bekanntgegeben werden.
Einen schonen Abschluß fand die Jahreshauptversammlung durch ein von einem der ältesten Mitglieder, Herr Haustein, verfaßtes und vorgetragenes Gedicht, das eine Aufforderung an die Kurzschriftler zu neuer Arbeit im neuen Reiche dar- stellte und beifällig ausgenommen wurde. Ein geselliges Beisammensein beschloß die Veranstaltung.
Daten für Dienstag, 8. Januar.
1642: der Physiker und Astronom Galileo Galilei in Arcetri bei Florenz gestorben (geboren 1564); — 1830: der Musiker Hans von Bülow in Dresden geboren (gestorben 1894); — 1867: der Begründer der Kurzschrift Wilhelm Stolze in Berlin gestorben (geboren 1798).
Wirtschaft.
Oer 41/2%ige Pfandbrieftyp.
In ihrer neuesten Börsenrundschau geht die Commerz- und Privatbank auch auf die Plane ein, durch neue 4,5prozentige Pfandbriefemifsionen geringeren Umfanges den Markt abzutasten und auf feine Aufnahmefähigkeit zu untersuchen. Allerdings würden, so wirb in dem Bericht ausgeführt, derartige Neuausgaben dem bisher vertretenen Grundsätze, das umlaufende Wertpapiermaterial nicht zu vergrößern, nicht ganz entsprechen. Diese Folge glaubt man indessen im Interesse des angebeuteten Zwecks in Kauf nehmen zu können. Ein Ausgabekurs von etwa 94 v. H. für bie neuen 4,5prozentigen Pfanb- briefe würbe anberfeits für bie bafür zu gewähren- ben Hypotheken Bebingungen nötig machen, bie bie hypothekenfuchenben Kreise auch unter ben heutigen Verhältnissen nicht immer bewilligen werben. Es ist aUerbings zu berücksichtigen, baß bas sonstige Angebot an Hypothekengelbern, bas von ben Sparkassen, Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen usw. ausgeht und dem günstigere Bedingungen zu Grunde liegen, nur recht gering ist und einer Ergänzung durch Pfandbriefhypotheken bedarf. Ein Zinsfuß der neuen Pfandbriefe von 4,5 v. H. würbe einem Hypothekenzinsfuß von nom. 5 o. H. voraussetzen, währenb unter ber Annahme, baß bie Pfanbbriefe zu 94 v. H. verkauft werben können, nach Abzug ber Unkosten, bes Wertpapierstempels usw. für bie abzuschließenben Hypotheken ein Auszahlungskurs von nur 91 bis 92 v. H. zugestanben werben konnte. Das würbe, je nachbem man bas Datum auf eine Zeitspanne von 5 ober von 10 Jahren verteilen mürbe, einer Effektivverzinsung von etwa 6,5 bis 7 v. H. gleichkvmmen. Aber über bie Ausgabemvbalitäten ist noch nicht bas letzte Wort gesprochen, unb es sollte, falls sich bie Steigerung ber Pfanbbriefkurfe fortsetzt, auch möglich sein, höhere als die erwähnten Verkaufspreise von ca. 94 v. H. für bie neu zu begebenben Pfanbbriefe zu erzielen. Es wäre auch möglich, baß man ben ge- schilberten Emifsionsversuch als eine Art Dorpostengefecht für bie fommenbe Konversion benutzt unb bisher mit 6 v. Sy verzinsliche Pfandbriefe gegen 4,5prozentige auswechselt.
♦
* Brasilianischer Lokomotivauftrag für Henschel & Sohn, Kassel. Die Firma Theodor Wille, Hamburg, erhielt soeben von Brasilien einen Auftrag auf vier große, schwere Lokomotiven für Henschel & Sohn AG., Kassel.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz fest.
Frankfurt a. M., 5. Jan. Die Börse setzte auch zum. Wochenschluß ihre Aufwärtsbewegung fort. Die Stimmung war allgemein zuversichtlich. An ben Aktienmärkten sinb bie Umsätze allerdings kleiner geworben, ba sich bas Interesse bes Publikums weiterhin auf ben Markt ber festverzinslichen Werte konzentriert. Hierfür lagen auch heute mieber zahlreiche Orbers vor, sowohl aus Kreisen ber Kundschaft, als auch von ben Sparkassen. Die Umsätze in ben einschlägigen Spezialwerten blieben ziemlich lebhaft. Vor allem Kom- munal-Umschulbung blieben gesucht unb erzielten gegenüber ber Abendbörse einen weiteren Gewinn von 0,40 v. H. Ferner zogen Zinsvergütungsscheine 0,25 v. H., Altbesitzanleihe 0,50 v. H., Stahlverein- Bonds unb späte Reichsschulbbuchfvrberungen je 0,13 v. H. an, auch Reichsmark-Anleihen lagen bis 0,50 v. H. hoher, baneben gewannen Reichsbahn- VA. 0,40 v. H. Stäbte-Altbesitz erhöhten sich auf 100,75 (100,25).
Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung etwas uneinheitlich, boch überwogen noch Besserungen von durchschnittlich 0,50 v. H. Etwas lebhafter
waren IG. Farben mit 135,25 bis 135,50 (134,90 v. H.). Von anderen chemischen Werten bröckelten Deutsche Erdöl 0,75 v. Sy, Rütgerswerke 0,25 v. H. ab. Montanaktien waren nach zumeist unverändertem Beginn nach den ersten Kursen fester, so Rheinstahl um 1 v. Sy, Phönix um 0,40 v. Sy unb Stahl- verein um 0,25 v. Sy Elektropapiere wiesen über- wiegenb Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. Sy auf. Im einzelnen eröffneten u. a.: Reichsbankanteile, Deutsche Linoleum, Hanfwerke Füssen, Westbeutsche Kaufhof, (Sehr. Junghans unb Zement Heibelberg bis 0,50 v. Sy niebriger, anbererfeits zogen Moenus Maschinen 0,50 v. Sy unb Kunstseibe AKU. 0,75 v. Sy an.
Im Verlaufe blieb bie Haltung fest. Indessen trat ber Aktienmarkt mehr hervor, ba. von der Kunbschaft zahlreiche Aufträge für ben Kassamarkt, ber zumeist in fester Haltung verkehrte, eingetroffen waren, woburch auch bie Großwerte günstig beeinflußt wurden. Lebhafter waren Reichsbank (4-1,25 v. H.), Montan- unb Elektroaktien bei Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. Sy Die anfangs etwas schwächeren Kurse konnten sich in den meisten Fällen gut erholen. Schwächer lagen Braunkohlenwerte, wie Ilse Genuß (—1,75 v. H.)
Am Rentenmarkt würbe das Geschäft ruhiger. Die festen Anfanqskurse blieben aber gut behauptet, Reichsbahn-DA. unb Stahlverein-Bonbs zogen noch je 0,25 d. Sy an. Golbpfandbriefe lagen zumeist noch von 0,25 bis 0,50 v. Sy fester, Korn- munal-Obligationen blieben gut behauptet, währenb ßiquibationspfanbbriefe teilweise etwas abbröckelten. Stabtanleihen lagen ebenfalls etwas ruhiger, boch konnten sich bie erhöhten Kurse zumeist behaupten. Vereinzelt setzten sich noch Erhöhungen durch. Staatsanleihen tendierten ruhig. Industrie-Obligationen waren teilweise weiter gesucht und fest. Fremde Werte lagen still und wenig verändert. — Tagesgeld blieb zu 3,25 v. Sy unverändert.
Frankfurter Schlachtviehrnarkl.
. Frankfurt a. M., 7. Jan. (Vvrbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1128 Rinder (362 Ochsen, 81 Bullen, 372 Kühe, 313 Für- sen), 734 Kälber, 139 Schafe, 3470 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 20 bis 39 Mark, Bullen 24 bis 36, Kühe 11 bis 34, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 40, Kälber 22 bis 52, Hümmel 32 bis 39, Schafe 15 bis 32, Schweine 36 bis 53 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine ruhig, Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig.
Holzversteigerungen
Nidda, 9. Januar, 10 Uhr, im „Gambrinus": Brennholzversteigerung: Scheiter rm: Buche 1. Kl. 406, 2. Kl. 234, Eiche 108; Knüppel rm: Buche 187, Eiche 4, Birke 2, Weymouthskiefer 14; Reiser 1. Kl. (Knüppelreiser) rm: Eiche 58, Aspe 2, Fichte 6, Weymouthskiefer 69; Reiser 2. Kl. (Stammreiser) rm: Buche 140; Stöcke rm: Buche 1. Kl. 83, 2. Kl. 33, Eiche 15.
Wallernhausen, 10. Januar, 10 Uhr, in der Gastwirtschaft Walther: Brennholzversteigerung: Scheiter: Buche 1. Kl. 264 rm, 2. Kl. 266 rm, Eiche 1. Kl. 80 rm, 2. Kl. 77 rm, Ahorn (rund) 0,6 rm; Knüppel: Buche 163 rm, Eiche 56 rm, Lärche 2 rm; Bruchholz: Buche 4 rm; Reisig 3. Kl.: Buche 650 rm; Stöcke: Buche 234 rm.
Selters, 11. Januar, 10 Uhr, in der Gastwirtschaft von Lenz: Brennholzversteigerung: Scheiter: Buche l.Kl. 106 rm, 2. Kl. 179 rm, Eiche 1. Kl. 73 rm, 2.Kl. 27 rm, Kiefer (rund) 5 rm; Knüppel: Buche 124 rm, Eiche 38 rm, Kiefer 2 rm; Reisig 1. Kl.: Buche 1. unb 2. Durchforstung 22 rm, Reisig Buche 1.Kl. 42 rm; Reisig Buche 3. Kl.: 431 rm; Stocke: Buche, gepfannt 4 rm, gerobet 81 rm, Eiche, gepfannt 1 rm.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
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Schuckert L Co...............6
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Lo.............10
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
Buderus .................
Deutsche Erdöl............
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Harpener.................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen
Ilse Bergbau .............
Ilse Bergbau Genüsse......
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«K* Abend!
4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Österreichische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische StaatSrente v. 1910 *ya% be5gLöon 1913 .........
b% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 L^Mrktsche Bagdadbcchn-Anleihe
Bemberg...........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas.......
Daimler Motoren.... Deutsche Linoleum... Orenstetn L Koppel.. Leonhard Tietz......
Chade ..............
Aau mulatoren-Fabrü Eontt-Gumml.......
Datum
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 6% ehe m.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 6ya% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.«Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
tVi% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
6Vi% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6%% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltäu.-Goldpfe.....
6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. LandeLpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
Steuergutsch. Verrechnungskurs..
Hamburg-Amerika-Paket .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa-Dampsschiff...........O
Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............O
Retchsbank ................ 12
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Schluß- kurü
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
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Kokswerke ...........
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50,75
Rheinstche Braunkohlen
..... 10
213
210
212,65
212
Rheinstahl...........
.......0
99
90,25
89,25
91
Vereinigte Stahlwerke.
.......0
41,75
42
41,75
42,25
Otavi Minen ........
.......o
12,5
12,25
12 5
12,5
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
109.5
108
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
110
—
—
110,5
Kaliwerke Salzdetfurth
.....IVi
145
—
145
145
4.3anuar
5-Januar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
| Dricf
Geld
Dries
Buenos Aire.
0,628
0,632
0,628
0,632
Brüssel-----
58-17
58,29
58,26
58,38
Rio de Jan.
0,194
0,196
0,194
0,196
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,29
54,39
54,52
54,63
Danzig.....
81,24
81,40
81,24
81,40
London .....
12,16
12,19
12,21
12,24
HelsingforS..
5,365
5,375
5,39
5,40
Paris ......
16,41
16,45
16,42
16 46
Holland ....
168’26
168,60
168,36
168,70
Italien.....
21,30
21,34
21,30
21,34
Japan ......
n 707
0,709
0,710
Jugoslawien
5,649
5^661
5,649
5,661
Oslo..... :
61,11
61,23
61,36
61,48
Wien.......
4fi 95
19, OS
48 95
Lissabon....
11,035
11,055
11,08
1L10
Stockholm...
62,70
62,82
62,96
63,08
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanten....
34,02
34,08
34,07
34,13
Prag.......
10,39
10,41
10,39
10,41
Budapest ...
—
——
Neuyork...
2,476
2,480
2,483
8,487
Berlins.Januar
Geld
25 ri ei
Amentannwe Vivien..............
2,435
2,455
Belgische Noten..................
58,05
58,29
Dänische Noten .................
54,31
54,53
12,175
12,215
Französische Noten...............
16,38
16,44
Holländische Noten...............
167,94
168,62
Italienische Noten................
21,11
21,19
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
61,20
61,44
Rumänische Noten...............
_
_
Schwedische Noten...............
62,74
63,00
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
80,44
33,83
80,76
33,97
Ungarische Rote» .


