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Oberheffen

in 2xie

Landmann und Vogelschutz

Don Forstmeister Or. Haenel, (Vogelwarte Garmisch).

schweren inneren Verletzungen mußte die glückte nach erster ärztlicher Hilfeleistung Klinik zu Gießen überführt werden.

Je größer unsere Anstrengungen sind, unsere land­wirtschaftliche Erzeugung zu erhöhen, desto mehr müssen wir mit allen Mitteln darnach trachten, jede Schädigung von unseren Feld- und Baumfrüchten unter dem geringsten Aufwand von Kosten so gut als möglich fernzuhalten. Nun gibt es allerdings eine große Zahl der verschiedenen chemischen Spritz-, Bestäubungs- und Anstreichmittel, die im Falle einer bereits vorhandenen Schädlingsplage, oder auch als Vorbeugungsmittel mit mehr oder weniger Erfolg angewendet werden, leider haben sie alle das Eine gemeinsam, daß sie allerlei Geld kosten und manchmal recht umständlich in der An­wendung sind. Da ist es schließlich naheliegend, daß sich der Landmann nach anderen Hilfsmitteln um­sieht, die billiger und einfacher sind, nämlich nach den natürlichen Feinden der gefräßigen Käfer, Raupen, Schnecken, Mäuse, usw. Solche sind neben einigen Raubtieren und Schmarotzerkerfen vor allem die Vögel. Sie sind eigentlich überall vorhanden, wo sie der Mensch nicht durch falsches Vorgehen selbst fast ausgerottet hat. Ist letzteres aber geschehen, so ist es höchste Zeit, durch geeig­nete Vorkehrungen ihre Wiederansiedlung und Ver­mehrung zu betreiben. Es sind in den letzten Jah­ren zahlreiche Fälle festgestellt worden, in denen bei planmäßiger Vogelschutzarbeit eine sichtbare Steige­rung des Ertrages der Wirtschaft sich ergab.

Die ersten augenfälligen Erfolge zeigten sich im Obstbau. Deshalb setzte in fast allen deutschen Län­

dern die sachgemäße und großzügige Vogelschutz­arbeit ein und heute sind die fortschrittlichen Obst- züchter davon überzeugt, daß vernünftiger Obstbau ohne Singvögel nicht mehr denkbar ist.

Von den zahlreichen Beispielen, in denen ein­wandfrei nachgewiesen wurde, daß die Vermehrung vor allem der Meisen und Rotschwänzchen schon nach kurzer Zeit eine bedeutende Mehrung des Obstertrages und namentlich auch die Verbesserung der viel weniger vom Wurm befallenen Früchte im Gefolge hatte, sei nur eines der auffallendsten hier erwähnt. Auf einem großen Gut in Unterfranken litten die Zwetschgenbäume jahrelang bis zur Er- traglosigkeit unter dem Befall von Schildläusen; nach dem .Aufhängen einer Anzahl Nisthöhlen räumten die dort brütenden Blaumeisen innerhalb eines einzigen Sommers mit den Schädlingen voll­kommen auf.

Die nächsten überraschenden Ergebnisse zeigten sich bei der Weidewirtschaft. Schon 1911 wurden in Musterbetrieben auf ausgedehnten Weideflächen Fliegenschnäpper, Schwalben und Segler nach Kräf­ten vermehrt. Dies geschah durch Aufhängen ge­eigneter Nisthöhlen an den zwischen den einzelnen Koppeln gepflanzten Bäumen und durch entspre­chende Einrichtung und Bedachung der Schatten­hallen. Bereits nach zwei Jahren machte sich die günstige Wirkung bemerkbar, indem die sich rasch vermehrenden Vögel den ganzen Tag hindurch das Weidevieh umkreisen und begleiten und die in dem

und stürzte in die Scheune hinab. Mit Verun-

Bodenbearbeitung und Düngung" sprach. Nach reger Aussprache wurde die Versammlung, die vom Ortsbauernführer A r ch einberufen war, mit drei­maligemSieg-Heil!" auf den Führer geschlossen. Im Saale des Gastwirts Sames wurde der TonfilmDouaumont" gezeigt, der das lebhafte Interesse aller Besucher fand.

cxd Eberstadt, 6. Ian. Im Rahmen des Win­terhilfswerks wurden in unserem Orte 4 4 Zent­ner Brotgetreide gespendet. Das Ge­treide (40 Zentner Roggen und 4 Zentner Weizen) wurde von Mühlenbesitzer D e b u s (Ober-Hörgern), gemahlen, das Mehl soll im Laufe dieses Monats den bedürftigen Volksgenossen in den Großstädten zugeführt werden. Im verflossenen Jahre wur­den in das hiesige Standesamtsregister 4 Geburten, 7 Trauungen und 8 Sterbefälle einge­tragen. Konfirmiert wurden hier 5 Kinder.

Hungen, 6. Ian. Die Stadt hat im Waldteil Heckenwald einen Abtrieb von Buchen vor- aenommen. Dieses Gelände wird nun von der Grube A b e n d st e r n " auf Eifenstein aus­gebeutet. Ein Bagger ist bereits in Betrieb. In unmittelbarer Nähe hat die Grube einen neuen Untertagstollen auf Langder Waldgebiet in Betrieb, der Tage- und Untertagebau imSchwarzen Mann" ist ebenfalls in Betrieb. Don all diesen Förderstellen geht der erzhaltige Grund über Förderbahnen zur Wäsche und von da über die Seilbahn zur Verlade­stelle an der HungenLaubacher Bahn. Auf der GrubeK o n st a n z e" wird ein neuer Schlamm­teich zwischen den Bahnstrecken nach Nidda und Friedberg in Betrieb genommen. Die Grube fördert von Untertag vom Feldheimer Wald, neuerdings auch wieder von Uebertag und Gemarkung Hungen und Hof Graß.

Kreis Büdingen.

21 u s dem Niddatal, 5. Ian. Aus den Kreisen derer, die im Herbst-Apfelwein ein­legten, hört man vielerorts oie Klage, daß der Hohenastheimer" nicht das halte, was er nach der Süße der Aepfel zu versprechen schien:ein ausge­zeichnetes Stöffchen". Bei der Kostprobe mußte jetzt mancher die trübe Erfahrung machen, daß sein Wein fade schmeckt, oder ganz geschmack- l o 5 ist, so daß die Besitzer es schon vorzogen, ihn der Gosse anzuvertrauen. Die Behandlung oder die Beschaffenheit der Fässer können nicht für das Ver­derben des Weines verantwortlich gemacht werden. Es ist anzunehmen, daß die fehlende Säure den Wein ungünstig beeinflußt und geschmacklos macht.

Ehrung durch den Führer.

+ Grünberg, 5. Jan. Unser Mitbürger Karl Jockel VI., Vorstandsmitglied der Freiwilli­ge n Feuerwehr, erhielt am Neujahrstage ein Schreiben des Führers und Reichskanzlers, das folgenden Wortlaut hat:

Aus Anlaß Ihrer am heutigen Tage vollendeten 51jährigen Zugehörigkeit zur Frei- willigen Feuerwehr Grünberg (Hessen) spreche ich Ihnen meine herzlich st en Glück­wünsche und zugleich meine besondere An­erkennung für die treuen Dienste aus, die Sie in opferfreudiger Pflichterfüllung für das Gemein­wohl geleistet haben."

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 5. Jan. Im verflossenen Jahre wurden in unserer Gemeinde mit 2085 See­len 30 Kinder (1933: 22) geboren; außerdem er­blickten noch einige Kinder in den Gießener Klini­ken und Krankenhäusern das Licht der Welt. Die Zahl der Sterbefälle betrug 15 (17); die Zahl der Eheschließunge beläuft sich auf 18 (20). In sei­ner Mitgliederversammlung beschloß der hiesige Geflügelzuchtverein, seine örtliche Werbe- aeflügelschau am 26. und 27. Januar im Saal der Wirtschaft ,^ur Burg" zu veranstalten. Zum Aus­stellungsleiter wurde das Vorstandsmitglied August Lenz ernannt. Preisrichter Otto May (Lang- Göns) wird die Bewertung der Tiere vornehmen.

8 Alten - Bufeck, 6. Jan. Bei der am Sams­tag hier abgehaltenen Treibjagd wurden ins­gesamt 113 Hasen und einige Fasanenhähne erlegt.

wg. Großen-Buseck, 6. Jan. Der Ver­kauf der Spitzenrosetten erbrachte in un­serer Ortsgruppe folgende Beträge: Burkhardsfelden 14,40 Mark, Oppenrod 11,20 Mark, Großen-Buseck 66,95 Mark.

£ Ettingshausen, 6. Jan. Im Rahmen des Winterhilfswerkes wurden in den Orten der Ortsgruppe Ettingshausen folgende Menge Brotgetreide abgeliefert: Ettingshausen 343/< Zentner, Queckborn 40 Zentner und Münster 16 Zentner. Das aus dieser Getreidespende hergestellte Mehl wird im Laufe des Monats Januar zur Ver­sorgung der vom WHW. in den Großstädten be­treuten Familien versandt werden.

+ Grünberg, 5. Jan. Das hiesige Stan­desamt hatte im Jahre 1934 folgende Eintra­gungen: 33 Geburten, 16 Sterbefälle und 17 Ehe­schließungen. Die Einwohnerzahl betrug am Ende des Jahres 2463.

(D ©rüningen, 6. Jan. Auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, fand gestern abend im Saale der Wirtschaft Bender eine Ton­film-Dorführung der Gaufilmstelle statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorführung des FilmsDouaumont", der einen Einblick in das schwere Ringen vor Verdun gab. Im Beiprogramm wurden Bilder vom deutschen Sport und von beson­deren Ereignissen des letzten Jahres gezeigt. Der Abend war stark besucht.

> Holzheim, 5. Jan. Der hiesige Turn­verein hielt seine Generalversammlung im Der- einslokal Sames unter Leitung des Vereinsführers Heinrich Grieb III. ab. Zunächst wurde der im verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieder gedacht. Den Kassenbericht, der einen kleinen Ueberschuß aus­wies, erstattete der Rechner Karl Reitz. Es folgten dann der Jahresbericht des Schriftführers E. Z e i ß und der Spielbericht des Spielwarts O. Ohly. Dem Rechner und dem Gesamtoorftand wurde Ent­lastung erteilt. Hierauf wurde die neue Beitrags­regelung, die vom Vorstand beschlossen war, bekannt­gegeben. Neu ernannt wurden: zum Werbewart E. Z e i ß , Stellvertreter E. Jung, Oberturnwart Karl Müll I., Turnwart Heinrich Reitz, Schüler­turnwarte K. Baumei st er und Hch. Pfann­kuchen. Die Turnstunden werden künftig an jedem Samstag stattfinden. Mit dreimaligemSieg-Heil!" auf den Führer, das deutsche Vaterland und die Deutsche Turnerschaft sowie mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. Bei dem Neujahrs- Verkauf der Spitzen-Rosetten wurden hier 45 RM. und 10 RM. vom Tellerverkauf für das Winterhilfswerk gegeben. Im hiesigen Rathaus fand eine gut besuchte Bauernversammlung statt, in der Landwirtschaftsrat Nau von der Bäuerlichen Werkschule in Gießen über das Thema

-s- Hirzenhain, 6. Jan. Einen schweren Unfall erlitt der Schmied Heinrich Bocher aus Schwickartshausen auf der Provinzialstraße in der Nähe des Ortseingangs von Lißberg. Als er auf der Heimfahrt vom hiesigen Eisenwerke in der Höhe des Lißberger Elektrizitätswerkes von einem Motorradfahrer bereits überholt war, scheute das junge Pferd des Einspänner- fuhrwerks, bäumte sich im Durchgehen auf und riß den leichten Wagen in den Straßen­graben, wo er umstürzte, während das an der Böschung im Geschirr zu Fall kommende Pferd den vom Fuhrwerk herabgeschleuderten Fahrer teil­weise unter sich begrub. Die Insassen eines vorüberkommenden Autos und Lißberger Einwoh­ner konnten den bedauernswerten, 65 Jahre alten Mann aus seiner gefährlichen Lage befreien und schafften ihn zunächst in seine Wohnung nach Schwickartshausen, von wo er auf Anordnung eines Niddaer Arztes mit mehreren Rippenbrü- chen und einem Bruch des linken Handgelenks sofort in eine Gießener Klinik transportiert wer­den mußte

< Deckenbach, 5. Jan. Heute morgen ereig­nete sich in unserem Orte ein schwerer Un- gl ü ck s f a l l. Das bei unserem Bürgermeister be­schäftigte Dienstmädchen Elisabeth G r ö b von hier war in der Scheune in beträchtlicher Höhe mit dem Herunterwerfen von Stroh beschäftigt. Dabei bekam das bedauernswerte Mädchen das Uebergewicht

Preußen.

Kreis Wetzlar.

* W e tz l a r , 6. Jan. Der Landrat hat den Führer der Freiwilligen Feuerwehr in Burgsolms, Heinrich Dietz in Burgsolms, zum Kreis-Feuerwehr­führer ernannt.

Oer Rentmeister von Krofdorf verhastet.

LPD. Wetzlar, 5. Jan. Der in den 40er Jahren stehende Rentmeister Wilhelm Gäbler in Krof­dorf wurde unter dem Verdacht der A m t s - Unterschlagung in Haft genommen. Er war seit dem 18. Dezember v. I. von seinem Amt beurlaubt, da sich bei einer unvermuteten Prüfung herausstellte, daß er Gemeindegefälle in Höhe von 2000 Mark wohl den Einzahlern quittiert, aber nicht als Einnahmen aufgeführt hatte.

dortigen feuchten, vom Wald umschlossenen Gelände früher besonders stark schwärmenden Blutsauger abfangen. Infolgedessen kann das Vieh mit Ruhe sich der Verdauung und dem Wiederkäuen hingeben, was selbstverständlich eine sehr fühlbare Steigerung des Milchertrages im Gefolge hat. Dieselben gün­stigen Erfahrungen wurden auch auf anderen Gü­tern gemacht, wo die Schwalben in den Ställen und an den Gebäuden in unglaublicher Menge ange­siedelt wurden.

Die zeit- und gegendweise empfindlich schädliche Ackerschnecke wird vom Fasan mit wahrer Gier ge­sammelt, auch Storch, Reiher und Kiebitz beteiligen sich nicht selten an ihrer Vernichtung. Auf dem vorgenannten unterfränkischen Landgut wer­den die Getreidefelder regelmäßig durch Staren­schwärme vor Schneckenfraß verhütet. Der Star muß überhaupt als einer unserer wertvollsten Vögel bezeichnet werden, wenn er auch gelegentlich in Kirschen- oder Weingegenden vorübergehend lästig werden kann. In solchen Fällen kann es wohl manchmal notwendig werden, mit behördlicher Ausnahmebewilligung die bedrohliche Ueberzahl et­was abzumindern. Im übrigen aber kann die An­siedlung des Staren mittels geeigneter Brutkästen nicht warm genug empfohlen werden.

Daß der Star sogar den unterirdisch lebenden Kerbtierlarven erfolgreich zu Leibe rückt, kann man alljährlich im Frühjahr sehen, wenn er, manchmal in Gesellschaft von Krähen und sogar M ö v e n , hinter dem Pflug die Engerlinge aufliest. Und durch planmäßig durchgeführte Versuche und Beobach- tungen an der neuen Vogelwarte Garmisch ist deut­lich festgestellt worden, daß der Star auch ohne menschliche Nachhilfe es sehr gut versteht, die ge- fährlichen Drahtwürmer bis fünf Zentimeter tief aus der Erde und unter der Grasnarbe herauszu­holen.

Neben dem Heeer der Käfer sind es die gefräßigen Nager, die den Landwirt nicht selten um die Früchte seines Fleißes bringen. Da ist es auffallend, daß die verheerendsten Mäuseplagen stets in Gegenden mit ausgedehnter Feldwirtschaft auftrs- ten, wo ungeheure kahle Flächen ohne Wald, Ge­büsch oder Einzelbäume das Landschaftsbild beherr­schen, oder wo früher übereifrigeSäger" den letz­ten Raubvogel mit Schrot, Falle oder Gift aus­getilgt haben. Denn auch die von unwissenden und gedankenlosen Menschen mit dem Sammelnamen Geier" bezeichneten edlen Raubvögel sind als un­ermüdliche Mäusefänger für die Landwirtschaft un­entbehrlich. Habe ich doch im Laufe von ungefähr 40 Jahren durch Tausende von Untersuchungen fest­stellen können, daß die Nahrung z. B. des Mäuse­bussards zu 83 v. H., des Turmfalken zu 87 v. H^ der Ohreule zu über 90 v. H. aus Mäusen besteht.

Wettervoraussage.

Mit der weiteren Verstärkung des osteuropäischen Hochdruckgebietes dringen kältere Luftmassen rasch über Deutschland westwärts vor. Sie werden auch uns rasch Frostzunahme und die Entwicklung einer kälteren Periode bringen.

Aussichten für Dienstag: Zunächst noch meist bewölkt und auch einzelne Schneefälle, später zeitweilig aufheiternd, bei lebhaften westlichen Win­den Frostzunahme.

Aussichten für Mittwoch: Bei östlichen Winden Fortdauer des Frostwetters.

Lufttemperaturen am 6. Januar: mittags 2,8 Grad Celsius, abends 1,8 Grad; am 7. Januar: morgens 1,5 Grad. Maximum 3,6 Grad, Minimum 0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Januar: abends 3,2 Grad; am 7. Januar: morgens 2,7 Grad Celsius. Niederschläge 1,6 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

MeVWWMAlW ürüosNiMW im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße

am Sonntag, dem 13. Januar 1935. Beginn 11 Uhr.

Das Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, hat anerkennens­werterweise die Gesamteinnahmen der Vorstellung dem WHW. zur Verfügung gestellt. Wir erwarten von der Gießener Bevölkerung eine entsprechende Teilnahme. Kartenvorverkauf: Durch die Kreisleitung Gießen. Sämtliche Gliederungen der Bewegung, sämtliche Vor­steher aller Behörden u. Aemter, sämtliche Schulleiter, die Leiter der Banken, die Gießener Geschäfte lassen bis spätestens Donnerstag, 10. Januar, um 12 Uhr die entsprechende Anzahl von Karten auf der Kreis­leitung (Abteilung Kasse) abholen. Geschäftsstunden täglich von 10-12 und von 15-18 Uhr.

Programm: 1. Luana, Geheimnisse der Südsee. Phantastisch schöne Bilder aus dem Paradies der Südsee. Ein Film in deutscher Sprache. An der Hauptrolle: Dolores del Rio. 101d

2- Im Beiprogramm: Ein lebendes Spielzeug - Ufa-Wochenschau. Preise der Plätze: 0.50 bis 1.50 RM.

______________Heil Hitler!______Schmelz, Kreisvrovayandaleiter.

tAm 8. Januar (Dienstag), abends 8 Uhr, im Gast- haus zum Bayerischen Hof Bahnhofstraße 45: Vortrag mit praktischen Vorführungen von Herrn K* Oehl, Hachenburgt

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