Ausgabe 
6.8.1935
 
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England rüstet zur Dreimächtekonserenz

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B e r l i n , 5. Aug. (DNB.) Die Reichsführung der Deutschen Studentenschaft teilt mit: Am Sonntag, 4. August, weilte der französische Bot­schafter Franxois-Poncet zu einem kurzen Besuch im deutsch-französischen Stu­dentenlager auf der Insel Usedom. In seiner Begleitung befand sich Professor Jourdan, der die französischen Teilnehmer schon in Berlin begrüßt hatte. Nachdem der Botschafter von Dr.

rufen, da man den Eindruck hat, daß Abessinien aus seiner bisherigen Genfer Stel­lung verdrängt würde. Die Einleitung von Dreier-Verhandlungen auf Grund des Vertrages von 1906 ist nach abessinischer Beurtei­lung nur ein sehr dürftiger Ersatz für das durch die Anrufung des Völkerbundspaktes erwartete Völker­bundsverfahren. Besondere Bedeutung mißt man in

tag die 4. ökumenische Hochschultagung der Luther- Akademie mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche

Am Sonntag fand in dem Heilbad K u s a t s u in den Japanischen Alpen unter starker Beteiligung der Behörden und der Bevölkerung die feierliche Enthüllung eines Denkmals für den früheren deut­schen Arzt Dr. Baelz statt. Neben den Vertretern der Regierung, der Universität und verschiedener Forschungsinstitute waren die Witwe, der deut­sche Botschafter und zahlreiche Angehörige

Die Große Strafkammer in Köln verurteilte Quirin Bochern wegen Devisenverbrechens zu vier Jahren Zuchthaus, 10 000 RM. Geldstrafe sowie zu drei Jahren Ehrverlust, ferner den Josef R o s e- lieb zu drei Jahren Zuchthaus, 8000 RM. Geld­strafe und drei Jahren Ehrverlust. Die Verurteilten hatten in größtem Umfange Effektenschie­bungen durchgeführt, und zwar betrug bei Bochem die Summe rund 280 000 RM., bei Roselieb

Freiwillige Auflösung des Schlageter-Äedächtnisbundes.

Aus aller Wett.

Der Reichsverkehrsminister stiftet 50 000 Mark für Den Reichswettkampf der JlSfUL

Mschaflerbchch im deuffch-franMchm

wies auf die engen Beziehungen der jungen japa­nischen Medizin mit der deutschen Wissenschaft.

Lin deutscher Forscher aus Jnnerarabien zurück.

I Der SchnelldampferScharnhorst" traf von Iseiner ersten Reise nach dem Fernen Osten in Bre­merhaven ein. Unter den zahlreichen Fahrgästen I befand sich auch der Reiseschriftsteller Dr. Hans Helfritz, der von seiner dritten Forschungsreise durch Jnnerarabien, insbesondere durch bis» bislang noch unbekannte Hochländer zwischen Pemen lünd Hadramout, zurückkehrte. Dr. Helfritz bringt wertvolle neue Forschungsergebnisse mit, u. a. auch einen A r a b e r f i l m, den er im Auftrage des Norddeutschen Lloyd gedreht hat. Er äußerte sich sehr befriedigt über die Fahrt. Das Schiff habe sich I in schweren Stürmen im Indischen Ozean als I außerordentlich seetüchtig erwiesen.

Line deutsche Expedition in den brasilianischen Urwald.

widerspruchslos geduldet hat.

Zur Aufhellung dieser merkwürdigen Situation muß man auf ein Abkommen zurückgreifen, das bei den Schilderungen der Vorgeschichte meist über­gangen wird, für die Beurteilung der Lage aber sehr wesentlich ist: das englisch-italienische Abkommen von 192 5, dessen wesentliche Be­stimmungen seinerzeit dahin interpretiert wurden, daß England Italien das Recht einerfried- : lichen Durchdringung Abessiniens mit Ausnahme bestimmter, dem englischen Einfluß vor­behaltener Gebiete zugestanden habe. Die Existenz eines derartigen Vertrages ist später gegenüber Frankreich bestritten worden, doch liegt die An­nahme nahe, daß der Vertrag von 1925 noch Gültigkeit hat, und manche Anhaltspunkte spre­chen dafür, daß Laval im Zuge der im Januar die­ses Jahres mit Mussolini getroffenen Vereinbarun­gen die nachträgliche Zustimmung Frank­reichs gegeben hat. Die Entschlossenheit Abessi­niens, einer solchen Ableitung der italienischen Ko­lonialwünsche auf sein Gebiet sich zu widersetzen, er­klärt dann ohne weiteres die heutige fatale Problem­stellung, an die man ursprünglich wohl weder in England noch in Frankreich gedacht hat.

Verlegenheit in Washington.

Japan protestiert gegen eine den Kaiser verunglimpfende Karikatur.

Washington, 5. August. (DNB.) Wegen einer Karikatur der satirischen Wochenschrift Danity Fair", die den japanischen Kaiser beim Ziehen eines kleinen Wagens mit dem Di­plom des Nobelfriedenspreises dargestellt hatte, hat der japanische Botschafter in Washington Pro­test beim Staatsdepartement erhoben. Der Bot­schafter betonte, daß dieses Bild starke Verstimmung in Japan hervorgerufen habe. Man sei der An­sicht, daß der Wagen eine Rickschah darstelle, aber der Kaiser sei in voller Generalsuniform und nicht als Rickschah-Kuli gezeichnet, der Wagen solle m Uebereinstimmung mit dem der Karikatur zu Grunde liegenden Gedanken eine Art Artil­leriegefährt sein. Das Staatsdepartement erklärte, die Regierung habe keinerlei Kon­trolle über die Presse, es sei jedoch zu bedauern, wenn die Chefs befreundeter Staaten nicht die ihnen gebührende Achtung erhielten. Auch der Herausgeber der Zeitschrift sprach sein Be­dauern aus und behauptete, das Bild sei als Witz und nicht als Verunglimpfung gedacht gewesen. Demgegenüber betonte Botschafter Saito, daß em Witz im Zusammenhang mit der geheiligten Per­son des Kaisers in Japan starke Empörung

London, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Presse erwartet, daß Datum und Ort der Drei­mächtezusammenkunft er st nach dem nach st en französischen Kabinettsrat am Donners­tag festgesetzt werden. Da die Zusammenkunft in Frankreich erfolgen soll, sei die Entscheidung über diesen Punkt Sache der französischen Regierung. Man nimmt an, daß die Zusammenkunft am Montag oder Dienstag nächster Woche in oder bei Paris erfolgen wird. Man gibt dabei Paris den Vorzug vor Orten wie Fontaine­bleau und Chantilly, weil dadurch der Verkehr mit der britischen Botschaft und der Regierung in Lon­don erleichtert werden würde, doch glaubt man, raß London wahrscheinlich jedem französi- chen Vorschlag zu stimmen werde.

Hervorrufen müsse.

Herald Tribüne" bringt ein Interview mit dem Urheber dieser Karikatur, namens Gropper, einem Juden, der früher für die kommunistische ZeitungDaily Wörter" tätig war und jetzt in der Neuyorker Ghetto-ZeitungFreiheit" arbeitet. Er erklärte, Staatssekretär Hüll könne sich weiter­hin entschuldigen so viel er wolle, er werde seine Zeichnungen fortsetzen. Als nächste Karikatur inVanity Fair" kündigt er eine Zeichnung des japanischen Kaisers rittlings auf einem g e s ch ü tz b e w e h r t e n Tank sitzend und eine Nummer der ZeitschriftVanity Fair" hin- und herschwenkend an.

Verstärkte kommunistische Agitation in Syrien.

Sondershausen eröffnet, bei dem der schwedische Erzbischof D. (Fibern aus Upsala über die christliche Forderung der Vollkom­menheit predigte. Auf der anschließenden Festfeier im weißen Saal des Schlosses begrüßte Landes­bischof Marahrens-Hannover besonders die Gäste aus dem Ausland mit dem Wunsch, daß sie gegenüber Vorurteilen und Mißdeutungen aus eigener Anschauung ein Bild von den wirk­lichen Verhältnissen in Deutschland gewinnen möch­ten. Das Ideal der V o l k s k i r ch e, die Vertiefung in das Wesen des Glaubens und das Verhältnis von Bekenntnis und Gotteswort seien die der Kirche und auch der Luther-Akademie gestellten Fragen­kreise. Als Festredner des Tages führte Professor Torm-Kopenhagen diesen Gedanken in geistvoller Weise weiter aus. Darauf wurde eine von dem Ehrenmitglied der Luther-Akademie Ludwig Würdemann in Amsterdam gestiftete Luther- B ü st e überreicht. Ein Konzert des Sondershäuser Loh-Orchesters im Schloßpark folgte. Bei ber, Be­grüßungsfeier am Abenb sprachen zahlreiche Ver­treter ber außerbeutschen Lutheraner.

Denkmal für einen deutschen Arzt in Japan.

London, 6. August (DNB. Funkspruch). Die Times" meldet aus Beirut, daß trotz der Bemü­hungen der Polizei und schwerer Strafandrohungen die kommunistische Agitation i n allen Teilen Syriens andauere. Am Freitag seien kommu n i st i s ch e Zeichen mit roten Farben an bt Mauern des britischen Konsulats ge

vertrag zur Wahrung der Unversehrtheit Abessiniens < verpflichtet, ebenso aber auch zur gemeinsamen Verständigung zum Schutze ihrer besonderen In­teressen. Vergegenwärtigt man sich nun einerseits den unveränderten Willen Italiens, auf große Ge­biete Abessiniens einen Einfluß zu gewinnen, ber einer Beherrschung gleichkommt und auf ber anberen Seite bie Bereitschaft Frankreichs und Eng- lands, einer solchen Antastung ber abessinischen Sou­veränität'bie Deutung einer Wahrnehmung berechtigter Interessen zu geben, so wirb das Bedenken Abessiniens mehr als verständlich. DieErleichterung der Lösung", von der in der Dreier-Erklärung die Rede ist, wird praktisch in nichts anderem bestehen als in der Ablösung des italienischen Druckes auf Abessinien durch den ver­einigten Druck der drei Vertrags- Mächte, und die Dreierkonferenz kann nur den Sinn haben, eine geeignete underträgliche" Form für bie Vorherrschaft Italiens in Abessinien zu jinbenl

Es erscheint ausgeschlossen, daß Abessinien sich dem Druck ber Mächte fugt und seine seit Jahrhun­derten tapfer verteidigte Selbständigkeit preisgibt. Es ist aber bezeichnend für die Methoden, die 2lbef= nien gegenüber angewendet werden, wenn die Times" sich aus Genf berichten lassen,es sei an­genommen worden, daß Abessinien sicher allem z u st i m m e n werde, was von Frankreich und Eng­land angenommen worden sei". Wohin die neue Aktion gehen soll, konnte man ebenfalls der Times" entnehmen, die am 3. August schrieb:Es ist gut, daran zu denken, daß der Schutz ber Un­verletzlichkeit seiner Mitglieber keineswegs die einzige kollektive Pflicht des Völker­bundes ist, wenn dies auch in der Regel von den interessierten Staaten angedeutet wird. Auf Grund des Artikels 19 kann der Völkerbund Aenderun- gen veralteter Verträge anraten, und Artikel 22 gibt ihm die Vollmacht, rückständige Rassen der Obhut von mehr fortge­schrittenen Nationen anzuvertrauen.

Eine solche Problemstellung richtet sich ganz ein­deutig gegen Abessinien und liegt im Sinne der in diesen Tagen oft zu hörenden Argumentation, daß Italien sich durchaus nicht die Eroberung Abes­siniens zum Ziel setze, sondern nur europäische Zivi­lisation in ein halbwildes Land tragen wolle, wes­halb chm der Völkerbund ein Mandat über Abes­sinien übertragen müsse. Unter rechtlichen Gesichts­punkten gesehen sind solche Ausführungen absolut unhaltbar. Der Versuch, einem souveränen Staat, der Mitglied des Völkerbundes ist, eine Beschrän­kung seiner Souveränität aufzuzwingen, steht im Widerspruch zum Artikel 10 der Dölkerbundssatzung, der die Unantastbarkeit der Völkerbundsmitglieder zwingend vorschreibt und gerade von Frankreich und England stets als der Kernpunkt der , ganzen Satzung bezeichnet worden ist. Uebrigens wird man fragen müssen, weshalb die jetzt an Abessinien ent­deckten Mängel, die ja sicher vorhanden sind, Ita­lien nicht davon abhielten, die Aufnahme Abes­siniens zusammen mit Frankreich und im Wider­spruch zu England im Jahre 1923 so warm zu befürworten bzw. weshalb es sie zwölf Jahre lang

malt worden mit dem Begleittext:Nieder mit der britischen Kolonialpolitik! Hoch die hungernden Gefangenen von Palästina!" Die Polizei habe meh­rere Verhaftungen oorgenommen. Der Aufruf be­zieht sich offenbar auf die Tatsache, daß vierzig kommuni st ische Gefangene in Palä- stina mit dem Ziel in Öen Hungerstreik getreten sind, als politische Gefangene be­handelt zu werden.

Massenversehungen polnischer Eisenbahner.

Danzig, 5. Aug. (DNB.) In dem nahen Dir- schau erregt eine Maßnahme ber polnischen Eisen­bahnbirektion, bie mit bem Danzig-polnischen Streit­fall in Zusammenhang gebracht wirb, großes Auf­sehen. Es sinb nämlich aus Dirschau etwa 50 Eisenbahnbeamte in erster Linie Fahrpersonal an bie StreckeKattowitz ©hingen, bie sog. Kohlenmagistrale, versetzt worben. Es verlautet, baß weitere 100 Eisenbahner im Laufe bieses Monats folgen werben. Die Ver- setzungen sinb vor allem nach Obingen, Bromberg unb Hohensalza erfolgt. Der ©runb zu biefen Versetzungen soll her v e r st ä r k t e Güterverkehr auf her Kohlenmagi st rale sein ha währenb bes Danzig-polnischen Streitfalles her gesamte Güterverkehr mit hem Danziger Hafen allmählich nach bem Gbinger Hafen ge­leitet werben soll.

Die deutsche Schulz-Kamphenkel-Expe- ! d i t i o n in das Aequatorial-Amazonas- I G e b i e t, deren Start Mitte Juni erfolgte, ist nunmehr in ber brasilianischen Hafenstabt Para I angekommen. Hier sind bie letzten Vorbereitungen für die Hinterlanbexpebition nahezu vollendet. Schulz Kamphenkel mit feinem Begleiter Gerd Kahle unb bem Borbrnonteur für bas rnitgeführte I Flugzeug Krause würben vorn Gouverneur des Staates Para empfangen. Der Gouverneur sicherte ben jungen deutschen Forschungsreisenben jede I Unterstützung zu. Schulz Kamphenkel erklärte, daß I er von den Behörden ein so weitgehendes Ent- Sonnenbol als dem Vertreter des Reichsfüh- gegenkommen erfahren habe, daß von ber Expebi-

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Lagers sowie bie unvergleichlich schöne Umgebung zubrechen. .

unb weilte bann noch einige Zeit im gemütlichen Internationales Schachturnier in Vad-Rauheun. Beisammensein im Kreise her französischen und Montag nachmittag begann dasInternationale deutschen Kameraden. (Unser Bild Scherl-M.) Schachturnier" im Kurhaus zu Bad-Nauheim. Die Auslosung brachte in her ersten Runbe zufällig bie I fünf herrischen Meister gegen bie fünf Auslänber.

Als erster hatte Opocenfki feine Partie gegen ^iBogoljubow unentschieden beenbet. Engels verlor nach kombinationsreichen Kampf gegen her Zeit bis zum Zusammentritt des Völker- Stoltz (Schweden). Die restlichen drei Partien bundsrates am 4. September dienen werden. wurden nicht zu Ende geführt. In der Abbruchsstelle

Verstimmung in Abessinien. Gewinn, l)r. Rodl steht etwas besser gegen Grob

Man rechnet mit baldigem Kriegsausbruch. Schweiz)

Rom, 5. Aug. (DNB.) Nach Nachrichten aus Addis Abeba mißt man in Abessinien ben Genfer Entschließungen eine nur geringe Bebeutung bei unb hält ben Ausbruch ber Feinbselig- feiten für unoermeiblich. Der Abschluß ber Genfer Verhanblungen hat in Abbis Abeba Bitterkeit unb Verstimmung hervorge-

Der Völkerbunbsminister Eden, der seit seiner Rückkehr aus Genf auf dem Lande geweilt hat, wird heute mit bem Staatssekretär bes Aeußeren, Sir Samuel Hoare, unb bem ftänbigen Unter» taatsfefretär des Aeußeren, Vansi11art, über bas abessinische Problem unb über bie auf ber Dreimächtezusammenkunft zu behandelnden Fragen beraten. Ministerpräsident Baldwin wird vor­aussichtlich an der Unterredung teilnehmen, falls er rechtzeitig in London eintrifft. Bis zur Abreise der britischen Abordnung nach Paris wird im Aus­wärtigen Amt unb im Kolonialministerium lebhafte Tätigkeit herrschen. Ende bieser ober spätestens An- ang nächster Woche dürfte ein Kabinetts- a t abgehalten werden.

Morning Post" vertritt ben Stanbpunkt, baß der Sieg des Vertrages von 1906, ber bie ©runblage ber Dreimächteverhanblungen in Frankreich bilbet, nicht allein auf bie Wahrung ber Unabhängigkeit Abessiniens hin­auslaufe, fonbern vielmehr auf den Schutz der Interessen der drei Mächte in Abessinien. Es bleibe abzuwarten, ob dieser Vertrag dazu beitragen werde, die abessinische Poli­tik mit ber italienischen in Einklang zu bringen. Eben werde beim Zusammentreffen mit seinen französischen und italienischen Kollegen versuchen, die Italiener zu einer Beschränkung ihrer Forderungen auf das wirtschaftliche Gebiet, zu bestimmen. Die Aussicht auf Erfolg werde aber sogar in London für gering gehalten. Bei dieser Sachlage werde angenommen, daß die Verhandlungen nur zum Ausfüllen

Für ben Reichswettkampf bes NSKK. stiftete ber Reichsverkehrsminister Freiherr von Eltz- Rübenach 50 000 Mark. Der Reichsverkehrs» minister richtete, wie berVölkische Beobachter" meßet, an ben Korpsführer Hühnlein nachstehendes Telegramm:Für Zwecke des vom Führer angeoroneten Reichswettkampfes des Nationalsozia­listischen Kraftfahrkorps stelle ich Ihnen 50 000 Mark zur Verfügung. Ich freue mich, aus den mir zur Kenntnis gebrachten Unterlagen ersehen zu AbessimÄ" ber Tatsache bei,' baß kein G e w a l t - l haben, baß Sie im Rahmen bes Reichswettkampfes Verzicht für bie Dauer ber Vermittlungsver- ben Gebieten her Dekehrssicherheit und Handlungen ausgesprochen würbe. Da bie Regenzeit V e r k e h r s d i sz i p li n gebührende Berucksichtl- dieses Jahr sehr früh fällt, rechnet man mit einem gung etngeraumt haben. Ihnen urtb ben Man- trockenen August, ber einen frühzeitigen Be - nern bes Korps wünsche ich für bie Austragung ginn her Tr u p p e n v e r f ch i e b u n g e n ge- bes Wettkampfes besten Erfolg.

statten würbe. Die Truppenbewegungen ber Abessi- Schweres Explosionsunglück

nier nach ber Norbgrenze dauern an. In ben letzten in einer Verbandstoff-Fabrik,

drei Tagen zogen etwa 6000 Mann durch Addis

Abeba. Militärische Operationen können jedoch ^n der Äaif erdlaute re r Nerbanhsstoff wegen der großen Regenzeit, die bis etwa Mitte Fabrik Emil Bender G. m. b. fj. ereignete idj S äfSCTi >'». ?Ä %'Ä

Italien dementiert irgendwelche üon Kautschuk-Pflaster beschäftigt waren, bildete Anseibeal'si'chten alsbald ein einziges Flammenmeer. Die

TO- r /wnm \ tmn einer Mädchen wurden durch Brandwunden schwer ver»

. Nom, 6.Aug. (DM.) Das Gerücht vqn einer ( f ^ie Verletzten, die teilweise aus dem Fen- in England "achgesuchten Anleihe für Italien tft . & . zweiten Stockwerk gelegenen Arbeits-

in Rom a m t l i ch d e m e n t i e r t worden. In der ^er^s im Zweit h ü n g e n waren,

Erklärung wird ^ug genommim auf öie cn9Ilfä>® wurden durch die Sanitätskolonne in das Städtische ZeitungSun , bie bieses Gerücht verbreitet haben gebracht Drei ber Verletzten sind

solle. Gleichzeitig bamit soll bas Blatt gemejhetPaf e? aeuJ Man nimmt an baß sich aus haben, baß bas Anleihegesuch abgelehnt worben fein U offen ft ebenben Benzinbehäl»

s°ll- Zudem Dementi wird ausdrücklich feftgefteUt J J ^nta^ »Vn 3 in b ä m p \e ge bilbet

daß Italien w e b er i n ß o n b o n n och 11 nJß a ^ben, bie durch das Anzünden des Gas- r i s , noch in irgendeiner anderen Stadt einen An» f $ g r s QU| bem Arbeiterinnen ihren Kaffee

trag zur Aufnahme einer Anleihe gestellt ober auf mollten, zur Explosion gekommen

einen solchen Antrag eme Verweigerung erhalten Insgesamt befinhen sich noch 7 Verletzte im

habe. Krankenhaus, barunter bie in Lebensgefahr fchwe»

benhe Frau Elisabeth Kastner sowie bie etwa 25 --- Jahre alte Frau Elisabeth Nickel, bie beim

Sunil unö TBiffenfebdft- Sprung burdj bas Fenster einen Wirbelsäulenbruch

Eröffnung ber vierten ökumenischen Tagung A(f)f Todesopfer in einem schlesischen Vasallbruch, der Luther-Akademie. Basaltbruch bes Basaltschotter, unb Ebelsplitt.

Unter starker Beteiligung aus Deutschlanb unb welkes Taschenhof bei Golbberg lockerte sich zahlreichen lutherischen ßänbern würbe am Sonn- eine Felswanb, unb bie Gesteinsmassen stürzten m tag bie 4. ökumenische Hochschultagung ber ßuther- bie Tiefe. Insgesamt würben 39 Arbeiter verschüttet.

Erst in ben späten Abenbstunben gelang es, bte hrei letzten Verschütteten zu bergen. Ein Steinarbeiter konnte lebenb geborgen werben, währenb bie beiben anberen bereits tot waren. Insgesamt hat bas Un­glück acht Tobesopfer geforbert. Das Un­glück soll baburch entftanben sein, baß ein Arbeiter eine Zünbschnur von einem Sprengschuß, ber bei ber letzten Sprengung eingebaut worden war unb seinerzeit nicht zur Entzünbung gekommen ist, angünbete. Ein anherer Arbeiter, ber bas \aq, versuchte bie Zünbschnur abzureißen, jeboch war es bereits zu spät. Die Flammen hatten sich schon weiter geftessen unb bevor sich bie Ar­beiter noch in Sicherheit bringen konnten, ging ber Schuß los. Etwa 10000 bis 12000 Kubikmeter Gesteinsmassen brachen auf hie obere Sohle her­unter unb verschütteten bie hort beschäftigten Arbel» ter. Die Wucht ber Gesteinsmassen war so groß, baß große Gesteinstücke auf bie 60 Meter tiefer Hegenbe untere Sohle herunterstürzten. Die hort beschäftigten Arbeiter würben zum Teil von ben herabgestürzten Gesteinsmassen verschüttet. Hier war ber größte Teil her Schwerverletzten zu bergen. Aerzte, Sanitäts» kolonnen, Arbeitsbienst unb Feuerwehren trafen rasch nach dem Bekanntwerben bes Unglücks ein.

Zuchthausstrafen für Devisenverbrecher.

Berlin, 5. August (DNB.) Um ben Totalitäts- gebanfen her Partei zum Ausbruck zu bringen, unb daburch bie geschlossene Front ber Bewegung im Kampfe gegen Reaktion unb offene unb versteckte Feinbe bes Staates unb ber nationalsozialistischen Weltanschauung zu stärken, löst sich her Schlageter- u, c <j u »., r fflSSunb e.S. mit feinen sämtlichen Orts- der deutschen Kolonie und der Par ei anwesend In gruppln im Reiche freiwillig auf. 1 den Ansprachen wurde Lr. Baelz als A l t m e t ft e r