Ausgabe 
6.7.1935
 
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Oberst Zeck als Gast Görings in der Schorfheide

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Der polnische Außenminister Oberst Beck, der als Gast zu einem Staatsbesuch in Berlin weilte, folgte einer Einladung des preußischen Ministerpräsidenten Göring zu einem Besuch von Karinhall in der Schorsheide. Unser Bild zeigt die polnischen Gäste nach der Besichtigung des Wisentgeheaes. Don links: Oberst Beck, Frau B e c und Tochter, Ministerpräsident Göring. (H. Hoffmann-M.)

Geschichten aus aller Well.

meinde werden entsprechend dem Führerprinzip einzig und allein durch den Bürgermeister getroffen. Er ist der Führer der Gemeinde. Soweit bisher Gemeindevertretungen, Ausschüsse usw. zu Beschlüssen, Entscheidungen oder Wahlen zuständig waren, tritt an ihre Stelle der Bürgermeister. Er vereinigt Entschließung und Ausführung der Ent- schließung in seiner Hand. Diese Führerstellung des Bürgermeisters wird nicht dadurch beeinträchtigt, daß die Deutsche Gemeindeordnung bestimmte, ein­zeln aufgezählte Entschließungen zur Wahrung ihres Einklangs mit der Partei und mit den Zielen der Staatsführung an die Zustimmung des Be- auftragten der NSDAP, oder an die Ge­nehmigung der Aufsichtsbehörde knüpft und für wichtige Entschließungen zur Wahrung der Verbundenheit der' Gemeindeverwaltung mit der Bürgerschaft eine vorherige Beratung des Bürgermeisters mit den Ge­meinderäten vorschreibt.

Die Regelung der Bestellung des Bürgermeisters bietet die Gewähr, daß Führer der Gemeinde nur eine Persönlichkeit wird, die dem praktischen Leben nicht fremd gegenüber ft eht, aus dem Volk herauskommt und das nationalsoziali­stische Gedankengut in der gesamten Gemeindever­waltung verwirklicht. Der Bürgermeister ist nicht etwa ein über die Gemeinde gesetzter Staatsbeam­ter, sondern steht als Spitze der Gemeinde innerhalb der Gemeinde. Dem Beauftrag­ten der Partei steht das Vorschlagsrecht für den zu ernennenden Bürgermeister zu. Die NSDAP., die an die Stelle der früheren Vielzahl der Par­teien getreten ist, stellt heute den alleinigen politischen W i l l e n s t r ä g e r des Vol­kes dar. Durch sie wird der politische Wille des Volkes, wie es früher durch die Parteien geschehen sollte, zum Ausdruck gebracht, jetzt allerdings nicht mehr in der chaotischen Zersplitterung der Mei­nungen, sondern ausgeglichen, gesichert und geord­net durch die eine Partei und ihren Beauftragten. Der Bürgermeister wird in der Regel nach er­folgter Ausschreibung der Stelle vom Beauf­tragten der NSDAP, nach Beratung mir den Sa- meinderäten je nach der Größe der Gemeinde dem Reichsminister des Innern, dem Reichsstatthalter oder der Aufsichtsbehörde vorgeschlagen und, wenn sich diese Behörde mit dem Vorschlag einverstanden erklärt, von der Gemeinde ernannt.

Das genossenschaftliche Element der Steinschen Selbstverwaltung, die Mitwirkung der in der Gemeinde lebenden Bürger, wurde nach dem Vorbild des preußischen Staats­rats in der Deutschen Gemeindeordnung ver­ankert. Diese Mitwirkung besteht in der Beratung des Bürgermeisters durch die Gemeinderäte, Bei­räte und die zu ehrenamtlicher Tätigkeit bestellten Bürger. Durch sie kommen die Wünsche, Auffas­sungen und Interessen der verschiedenen wirtschaft­lichen, kulturellen und berufsmäßigen Gruppen zum Ausdruck. Andererseits haben sie den Maß­nahmen des Bürgermeisters Verständnis in der Bevölkerung zu verschaffen, um dadurch eine ihrer Verbundenheit bewußte und vertrauens­volle Gemeinschaft zwischen Führung und Gefolgschaft zu sichern. Der Bürger rb tätig und nicht diskutierend eingegliedert. Die Ge­meinderäte werden nicht wie bisher von den Bür­gern gewählt, sondern vom Beauftragten der NSDAP, im Benehmen mit dem Bürger­meister aus dem Kreis der Bürger nach nationaler Zuverlässigkeit, Verdienst und Sachkunde aus­erlesen. Die als Berater in Aussicht genomme­nen Bürger müssen nicht Parteigenossen sein, in der Praxis wird es ihre Mehrzahl in der Regel sein. Durch die Tatsache, daß die Ge­meinderäte nicht durch den Bürgermeister, sondern durch den Beauftragten der Partei ausgewählt werden, ist wie bei der Berufung des Bürger­meisters der Konnex mit dem Kraftstrom des prak­tischen Lebens gegeben. Sie sind nicht wie früher eine geschlossene Vertretungskörperschaft mit dem Recht der Beschlußfassung und Kontrollbefugnis über die gemeindliche Selbstverwaltung, sondern sie sind als Einzelpersönlichkeiten zur eigenverantwortlichen Beratung des Bürgermeisters berufen. Motto ihres Handelns soll das vom Reichs­freiherrn vom Stein geprägte Wort sein:Ihre Ueberzeugung vom gemeinen Besten ist ihre Instruktion."

Ein weiteres charakteristisches Merkmal jeder Selbstverwaltung ist das ehrenamtliche Element. Im Gegensatz zur liberalistisch-mate- rialistischen Vergangenheit, in welcher Ehrenämter vielfach unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt der Erlangung von Bezügen gewertet wurden, faßt die Deutsche Gemeindeordnung die ehrenamt­liche Tätigkeit als uneigennützigen Dienst an der Gemeinschaft auf und baut diese Tätigkeit im Rah­men des Möglichen aus.

Der Nationalsozialismus wird unter dem Führer des Deutschen Reichs und Volkes Adolf Hitler den Aufbau des rechten deutschen Staates Schritt für Schritt weiterführen und vollenden, des Staates, von dem E. M. Arndt sagte: Der Gerechte wird führen und der Freie wird gehorchen._________

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Der Mann mit den beiden Grabsteinen.

(th) Chikago.

Eine Nachtstreise der Polizei stolperte kürzlich über einen Leichenstein, der in der inneren Stadt quer über den Gehsteig gelegt worden war. Zwei­fellos ein seltsamer Platz für einen Leichenstein. Joseph Stowell 1820 bis 1891" stand darauf. Also schlug man die Register nach und ermittelte auch, auf welchem Friedhof dieser Mr. Stowell ruhen mußte.

Mit vieler Mühe brachte man das Denkmal auf den Friedhof zurück. Und dort entdeckte man, daß auf dem Grabe genau der gleiche Stein schon ein­mal vorhanden war. Nun zerbricht sich die Polizei von Chikago den Kopf, wie ein gewisser Mr. Sto­well, der schon fast 45 Jahre tot ist, zu zwei glei­chen Leichensteinen und wie der eine von ihnen auf das Straßenpflaster kam.

To bat es angefangen!

(th) B o st o n.

Jüngst hat in Boston die bekannte Romanschrift­stellerin Laura E. Richards ihren 85. Geburtstag gefeiert. Sie gab an diesem Tag übrigens ihre 76. Roman heraus. Bei der Gelegenheit verriet sie auch zum ersten Mal, wie sie eigentlich zu ihrem Beruf gekommen sei:

Sie lebte damals in Neuyork, wo es ihr sehr schlecht ging. Eines Tages bewarb sie sich um den Posten einer Sekretärin bei einem großen Ge­schäftsunternehmen. Sie mußte im Vorzimmer lange warten. Der Chef ließ ihr aber sagen, sie möge inzwischen etwas schreiben, irgendetwas, was ihr einfiele, damit er sehe, ob sie einen guten Stil habe. Sie schrieb um der Langeweile zu entgehen, eine ganze Novelle. Der Chef las sie später. Er enga­gierte Laura Richards sofort, und zwar unter der Bedingung, daß sie noch vor Ablauf eines Jahres einen Roman vollendet habe. Die ersten Derlags- kosten zahlte er.

Die ..Woche des Kamels^

(h) Kairo.

Ausgerechnet jetzt, wo die Automobile dasSchiff der Wüste", das Kamel, energisch zu verdrängen beginnen, entschließt man sich in Aegypten, ein wenig Propaganda für den treuen Wüstengenossen langer Jahrhunderte zu machen.

Man veranstaltet nämlich eineWoche des Kamels". Dabei wird in einer Ausstellung gezeigt,

daß das Kamel immer noch das nützlichste Tier ist und daß vom Kamelhaar bis zur Kamelmilch alles, aber auch alles von ihm großartige Verwendung finden kann. Das wird man immerhin vom Auto nur in sehr beschränktem Maße behaupten können. Spät, allzu spät besinnt man sich darauf, was man demSchiff der Wüste" schuldig ist.

Westminster Abbeb sucht einen Papagei.

() London.

Man bietet gute Kost und ein vorzügliches Logis. Die Arbeit besteht nur darin, daß derBetreffende" deutlich und klardanke schön" sagen kann und ein großes Geldstück von einem kleinen zu unterschei­den versteht. Freilich ist noch eine Bedingung an die Einstellung des Betreffenden geknüpft: er muß ein Papagei sein.

Am Eingang der Westminster-Abbey wird näm­lich seit Jahr und Tag für das Westminster-Hospital gesammelt. Die Sammelbüchse wird bewacht von einem Papageien. Der letzte Wächter ist kürzlich ge­storben. Und aus diesem Grunde sucht die Westmin­ster-Abbey einen neuen Papageien, der die gleichen Talente aufweist wie der verstorbene.

Der Polizeidirektor macht Stichproben

(ha) Stockholm.

Bisher galt Schweden als eines der ehrlichsten und sozusagen diebessicheren Länder dieser Erde. Aber in jüngster Zeit erwiesen sich doch mancherlei Schutzmaßnahmen als notwendig, die man bislang verschmähte. So vertrat der Polizeichef von Goten­burg die Ansicht, daß jeder Bürger seiner Stadt ein wenig sorgfältiger auf die Sicherung seiner ir­dischen Güter schauen möge.

Leichtfertig, wie die Menschen nun einmal sind, dachten sie nicht daran. Infolgedessen hat sich der Polizeichef zu einer etwas seltsamen, aber wirksa­men und beweiskräftigen Handlungsweise ent­schlossen: zu einer beliebigen Tages- oder Nachtzeit bringt er plötzlich in eine Wohnung ein. Tritt ihm dann der Hausherr mit Revolver oder Eichen­knüppel entgegen, dann weist der Polizeichef feine Dienstmarke vor und ermahnt den Hausherrn, in Zukunft feine Türen besser zu sichern, denn er habe sie mit einem alten rostigen Nagel öffnen können.

Stichwahl zwischen Zwillingen.

(im) Amsterdam.

Ein parlamentarisches Kuriosum wird aus dem kleinen holländischen Städtchen Kerkrade gemeldet. Dort war durch Todesfall ein Sitz im Gemeinderat

freigegeben worden, der durch eine Gemeinbewahl roieber besetzt werden sollte. Zwei Parteien beroar- ben sich um den Posten, die beide ihre Listen ein­reichten, auf denen merkwürdigerweise ein und der­selbe Name stand. Nur die Vornamen dieser beiden einzigen Kandidaten lauteten verschieden. Es war hier der eigenartige Fall eingetreten, daß Zwillinge sich bei zwei verschiedenen Parteien um die Gunst ihrer Mitbürger bewarben. Die scheinen sie jedoch beide in gleichem Maße zu genießen, denn aus der Wahl gingen beide mit genau je 744 Stimmen her­vor. Diese Zahlengleichheit ist um so verblüffender, als tatsächlich keine einzige zersplitterte oder un­gültige Stimme gezählt wurde! Es blieb demnach nichts anderes übria, als eine Stichwahl vorzuneh­men. Aber auch diese, am nächsten Sonntag vorge­nommen, ergab dasselbe Resultat! Nunmehr muß das Los zwischen den Zwillingen entscheiden, die beide trotz ihrer verschiedenen politischen Einstellung einander sehr zugetan sind und auch in einem Hause beisammen wohnen.

Eine Offensive für guten Tabak.

(z) Paris.

In Frankreich haben sich soeben die Freunde eines guten Knasters zu einerNationalen Liga zum Schutze der Raucher" zusammengeschlossen und in Paris ihre erste Tagung abgehalten. Der Haupt­zweck dieses Vereins gilt der Ueberwachung des von der französischen Regie zum Verkauf gelangen­den Tabaks, dessen Qualität in der letzten Zeit nach übereinstimmender Ansicht des Kongresses viel zu wünschen übrig gelassen habe. Außerdem wurde eine scharfe Protestentschließung gegen gewisse Aerzte angenommen, die durch ihreunwissenschaft­lichen Verleumdungen" der Menschheitdie lebens­stärkende Freude des Rauchens" verderben wolltem Einstimmig und unter gewaltiger Tabaksqualm­produktion wurde festgestellt, daß sich die Zahl jener dauernd steigere, die durch den Genuß des Glimm­stengels ihren Humor und ihre Menschenliebe roie- derfanden. Man beschloß eine Eingabe an die zu­ständigen Ministerien, um allen Soldaten und Ma­trosen die Erlaubnis zu erwirken, außerhalb des Dienstes auch in den Kasernen und an Deck Pfeife zu rauchen, was ihnen bislang noch verboten ist.

Die Sache mit den Ohren.

(ku) Wien.

Die erste Auflage neuer Briefmarken, ein ganz niedriger Wert mit einem österreichischen Bauern darauf, ist vollkommen vergriffen, 200 000 Stück wurden in wenigen Stunden abgefetzt. Das hat nämlich feinen besonderen Grund: Bei der Zeich­nung der Marke muß dem Künstler wohl ein Irr­tum unterlaufen fein oder aber er hat seine Zeichnung sehr undeutlich ausgeführt. Jedenfalls wird behauptet, daß auf dieser Briefmarke der Bauer die Ohren verkehrt herum am Kopfe trage.

Das entdeckte zuerst ein Briefmarkensammler, der nach alter Gewohnheit mit der Lupe den Marken zu Leibe ging. Als er die neuen Marken im großen zu kaufen begann, witterte man sofort etwas Be­sonderes, und untersuchte nun in ganz Wien diese neuen bunten Stückchen Papier .

Die Briefmarke ist sofort außer Kurs gesetzt. Aber sie hat ja inzwischen ihren Dienst getan. Man sollte sich gar nicht wundern, wenn hier oder da in der Welt ein Staat ab und zu einmal einen kleinen Fehldruck" riskiert, um eine unbedingt notwendige Summe im Handumdrehen hereinzubekommen. Die Briefmarkensammler werden nicht versagen!

Ein goldenes Gemüt.

(1) Sofia.

Die Richtigkeit des SprichwortesFreundschaft verpflichtet" beweist ein Vorfall, der sich kürzlich zwischen zwei armenischen Freunden in Sofia ab­gespielt hat. Der Kaffeehausbesitzer Bedros, der kein besonderes Zutrauen zu den Banken zu haben scheint, versteckte die hübschen Beträge, die sein Lokal abwarf, in einem in der Matratze seines Schlafdivans versteckt gehaltenen Strumpf. Bei aller Aengftlichkeit, mit der er feinen Schatz von nahezu 200 000 Lewa hütete, ließ es sich der mit­teilsame Bedros nicht nehmen, feinem Freunde Onikian Kenntnis von feinemTresor" zu geben, was sich dieser hinter die Ohren schrieb. Denn Onikian war ewig in Geldverlegenheit, da er wohl ein eifriger Kaffeehausbesucher, aber ein schlechter Arbeiter war. So drang er eines Tages in die Wohnung seinesFreundes" ein, um aus dessen Goldstrumpf 97 000 Lewa in seine Taschen ver­schwinden zu lassen. Zu seinem Pech erwischte ihn jedoch sehr bald die Polizei, die den größten Teil des Geldes sicherstellen konnte.

Auf die verwunderte Frage des Polizeirichters, weshalb er denn nur knapp die Hälfte des Geldes gestohlen habe, erklärte Onikian entrüstet: er fei doch Bedros bester Freund und als solcher habe er auf feine Freundschaftsgefühle Rücksicht nehmen müssen...

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