sich die Fachamter bisher zur Beteiligung bere'l erklärten.
Im Fußball sei bisher ein Iugendfußballkampf um einen Wanderpreis des Prinzen von Hessen vorgesehen. Geplant sei ein Handball-Städte- furnier. Die Leichtathletik werde mit zahlreichen Kämpfen und Staffeln beteiligt sein. Im Fachamt Boxen werde mit der Beteiligung zweier Mannschaften aus Nachbarstädten gerechnet. Die Kegler beteiligten sich in starker Anzahl am Festzug. Für das Fachamt Schwimmen liege bereits die Ausschreibung vor. Fechten könne ohne weiteres in den Plan der Veranstaltungen eingebaut werden. Im Rudern sei bisher eine Sternfahrt dreier auswärtiger Vereine nach Gießen geplant. Nach einer Anregung aus der Versammlung heraus, wird auch Stilrudern geboten. Vorgesehen sei ferner ein gauoffenes Tennisturnier. Das Fachamt Bergsteigen werde im Festzug vertreten sein. Von den Radfahrern liege bereits ein ausgearbeitetes Programm vor. In der Schwerathletik werde in allen sieben Gewichtsklassen gekämpft. Mit Schießwettkämpfen sei ohne weiteres zu rechnen. Das Fachamt I (Turnen) habe einen Wettkampf in 19 Disziplinen ausgeschrieben, in denen sich der allseitig durchgebildete Turner und Sportler beweisen könne. Teilnahmebedingung an all den Wettkämpfen sei lediglich die Zugehörigkeit zu einem Verein, der dem NfL. angeschlossen ist. Verpflichtung der Teilnahme aller Vereine des RfL. besteht für den Festzug, sowie für die Siegerehrung.
Im weiteren Verlauf des Abends wurden.aus der Versammlung heraus noch Vorschläge für die weitere Ausgestaltung gemacht, die von dem Hauptausschuß nach eingehender Beratung in das Programm eingefügt werden dürften. Erwähnenswert ich hier besonders die Anregung, eine
große Ausstellung
zu veranstalten, an der sich die Fachämter zweckdienlich beteiligen können.
Nachdem noch kurz über die Zusammensetzung der Ausschüsse beraten worden war, gab Herr Reinig den
Voranschlag für das Gaufest bekannt, der, nach vorsichtiger Aufstellung, in Einnahme und Ausgabe mit 37000 Mark festgelegt wurde. Der Voranschlag sei vom (Baubeauftragten des Reichssportführers und vom Gauführer der DT. bereits genehmigt.
Der Versammlung wurde auch ein
Entwurf für das Aestplakat
aezeigt, das von dem Gießener Graphiker Rohrbach entworfen worden und von einer sachverständigen Kommission gutgeheißen worden war. Das Plakat solle in Kürze in Druck gegeben werden.
Nachdem noch Fragen erörtert waren, die den Wohnungsausschuß beschäftigen werden, schloß Herr R e i n i n g die Versammlung mit der Bitte um ganzen Einsatz. Nur, so betonte er, wenn jeder beitrage, könne das außerordentliche Maß der Arbeit, die für das Gaufest zu leisten ist, bewältigt werden.
Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler und mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „D Deutschland hoch in Ehren" klang die anregende Veranstaltung aus.
2. Dahn-Radrennen in Gießen.
Am kommenden Sonntag, 12. Mai, findet das zweite diesjährige Bahnradrennen des Gießener Radfahrer-Vereins von 1885 auf der Aschenbahn der Spielvereinigung 1900 statt. Standen die Leistungen bei dem ersten Rennen schon auf einem großen sportlichen Niveau, so werden sie bei dem kommenden bei weitem übertroffen werden. Es ist dem Verein gelungen, die z. Z. beste deutsche Amateurmannschaft, Tertilde-Schmidt (Dortmund), zu verpflichten. Nicht weniger als 52 Siege konnten diese im vergangenen Jahre auf der Bahn erringen. Mit der Hamburger Mannschaft Ehlers- Pu r k e r t geht ferner eine der Spitzenmannschaften an den Start. Nicht geringer einzuschätzen ist die Mannschaft Patuschek-Danz (Köln). Leider kann bei diesem Rennen der bekannte Fahrer Schorn nicht starten, da er beim Straßenrennen „Rund um Köln" teilnehmen muß. Ob sein Partner K e r p an den Start geht, steht noch nicht fest. Weiter wurden noch folgende Fahrer zu dem Rennen verpflichtet: Zacharias - Müller (Koblenz), Gelpke - Chiapini (Neuwied), Göbel (Wetzlar), die Gießener Fahrer Preiß, Faust, Mebus und Gebrüder Muhl.
Das offizielle Gaufestplakat nach einem Entwurf des Gießener Graphikers Rohrbach.
der 16. Rhön-Segelflugwettbewerb.
Der 16. Rhön-Segelflugwettbewerb findet in diesem Jahre vom 21. Juli bis 4. August auf der Wasfer- kuppe in der Rhön statt. Bewerber sind nur wieder die Flieger-Landesgruppen des Deutschen Luftsport-Verbandes. Die Bewertung der Leistungen erfolgt erstmalig in sechs Wertungsgruppen nach Punkten.
Rhön-Turnfest am 14. Juli.
Das diesjährige Rhön-Turnfest ist auf den 14. Juli festgesetzt worden und soll in den kommenden Jahren nach Möglichkeit immer am 2. ober 3. Sonntag im Juli abgehalten werden, damit die Vereine der beteiligten Gaue ihr Arbeitsprogramm danach einrichten können. Erstmalig werden in diesem Jahre im Rahmen des Rhönturnfestes Mannschaftskämpfe ausgeschrieben.
Deutscher Autosieg
im „Großen Preis" von Tunis.
Den zweiten deutschen Auto-Sieg dieses Jahres holte der Italiener Achills Varzi mit einem Auto- Union-Wagen beim Großen Preis von Tunis heraus. Gegen 24 Wagen und Fahrer aus Frankreich und Italien siegte er überlegen in 3:05:40,2 Std. mit einem Stundenmittel von 162,869 Kilometer. Zweiter wurde Wimille auf Bugatti. Alle übrigen Fahrer beendeten das Rennen zwei und mehr Runden zurück.
Das Tennisturnier in Wiesbaden.
In Wiesbaden wurde in der vergangenen Woche ein großes Tennisturnier durchgeführt. Sieger des Tennisturniers wurden im Herreneinzel Gottfried von Gramm mit 6:4, 6:0, 6:3 über Henkel II., Cramm-Henkel II. mit 6:2, 7:9, 6:2, 4:6, 6:3 im Männer-Doppel gegen Hines-Cblley, Frl. Horn im Dameneinzel mit 6:3, 6:2 über Frl. Käppel, Horn- Hines im Gemischten Doppel mit 6:3, 6:2 gegen Manzutto-Culley und Sander-Manzutto im Frauen- doppel kampflos gegen Frl. Hom-Frl. Ullstein.
Kurze Sportnotizen.
Mit5:l (4:0) Revanche nahm Deutschlands Hockey-Elf beim Länderturnier in Brüssel an Holland für die am Vorsonntag in Amsterdam erlittene Niederlage. Deutschland führt nun in der Tabelle mit 4:0 Punkten vor Holland (2:2), Schweiz (0:2) und Frankreich (0:2 Punkten).
161 Flugzeuge wurden für den am 28. Mai in Berlin-Tempelhof stattfindenden Deutschlandflug gemeldet. Heinkel, Klemm, Focke-Wulf und Fieseler sind die teilnehmenden Flugzeugmuster. Den Aus- klana des Deutschlandfluges bildet am 2. Juni ein Grotz-Flugtag in Berlin.
240 000 Kartenbestellungen sind für den am 12. Mai in Köln stattfindenden Fußball- Länderkampf gegen Spanien eingegangen. Insgesamt sind nach allen Erweiterungsbauten im Kölner Stadion Plätze für 71330 Zuschauer vorhanden, so daß fast 170 000 Kartenanforderungen nicht berücksichtigt werden konnten.
Im englischen Fußball sind jetzt alle Entscheidungen gefallen. In der ersten Liga ist Arsenal Meister, während jetzt Leicester City und Tottenham Hotspurs absteigen müssen. Als Meister der 2. Liga steigt Brentford zusammen mit dem an zweiter Stelle stehenden Bolton Wanderers in die erste Klasse auf. In die dritte Klasse müssen Notts County und Oldham Athletic absteigen.
Düchertisch.
— Dr. Gustav Paul: Grunbzüge der Rassen - u n b Raumgeschichte des beut» schen Volkes. Eine Geschichte ber Rassenver- änberung bes beutschen Volkes unb seiner germanischen Ahnen auf geopolitischer Grunblage. Mit 81 Abb. unb Karten. Lwd. 12 Mark. I. F. Lehmanns Verlag, München. — (88) — Wie alles Menschliche sich veränbert, so änbern sich auch bie Völker. Auch unser deutsches Lanb ist nicht mehr dasselbe wie vor hunbert Jahren, noch weniger wie etwa zur Zeit ber Völkerwanberung ober ber Römerzüge. Der Verfasser zeigt, wie, mit bebingt
durch die Erdgestaltung des deutschen Raum"s, Einwanderung, Auswanderung, Kriegszüge unb Sied- lungstätigteit bie rassische unb blutmäßige Zusammensetzung unseres Volkes sich geänbert Haden. An Hand zahlreicher Karten sinb alle biese Wander- züge von ben ältesten Zeiten über ben Dreißigjährigen Krieg unb bie Wanberungen aus ©lau» bensgrünben in Frankreich (Hugenotten) unb Oesterreich bis zum Weltkrieg unb bie Gegenwart bargestellt. Der Verfasser reiht Bilb an Bilb unb gibt eine lebenbige Darstellung ber Entwicklungsgänge unseres Volkes Er schuf bomit eine neue Grunblage zum Verständnis geschichtlichen Werbens. Seine Folgerungen für bie politische Gestaltung unserer Zukunft sinb klar herausgearbeitet.
— Professor Dr. Hans F. K. Günther: Herkunft unb Rassengeschichte ber Germanen. Mit 177 Abb. unb 6 Karten. Geheftet 4,80 Mark, Lwb. 6 Mark. I. F. Lehmanns Verlag, München. — (86) — Die Fragen ber Herkunft bes Germanentums nach Raffe unb Gesittung werben gerabe heute roieber lebhaft erörtert. Der Nationalsozialismus hat ben lange verschütteten Quell bes germanischen Volkstums freigelegt unb unser Volk auf feine eigene Vergangenheit hingewiesen. In biesem Buch gibt nun ein Berufener eine leben- bige Darstellung bes Ursprungs unb ber rassischen Bebingtheit germanisch-deutschen Wesens. Beson- bers interessant im Hinblick auf bie verschiedenen religiösen Strömungen ber Gegenwart ist bie Schilberung bes geistigen Ringens zwischen Christentum unb germanischer Art. Ueberaü bringt bas Buch eine Fülle von Stoff, ber kritisch verarbeitet wirb. Das reiche Bildmaterial bringt neben zahlreichen Schädelfunden interessante Bilder van germanischen Gräbern aus ben verschiebensten Zeitaltern, viele zeitgenössische Bilbwerke von Germanen unb aufschlußreiche Karten.
— Rolf Branbt: Donauraum — Schicksal 5 r a u m ! Ein politischer Reisebericht. Kartoniert 2,— RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. — (52) — Auf einer ausgedehnten Reise hat ber Verfasser bie Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien unb Rumänien besucht unb mit maßgebenden Persönlichkeiten Unterhaltungen gepflogen, bie bie Größe ber Gefahr, bie aus biefen ungelösten Problemen Europas erwachsen kann, aufleuchten läßt. Willkürliche Grenzen, vergewaltigtes Volkstum, unausgeglichene wirtschaftliche Gegensätze machen ben Donauraum zu einem Brandherd Europas. Branbt entwirft ein buntes lebenbiges Bild, sowohl vom Leben ber Völker als auch van ben politischen Kräften dieses Raumes. Das Ergebnis seiner Reise ist die erschreckende Erkenntnis, daß dieses von 60 Millionen Menschen bewohnte Gebiet, das durch den großen Reichtum der Natur gesegnet ist, friedlose Volker beherbergt. Frankreichs Herrschaftswillen hat den Donauraum zum Spielball der europäischen Politik gemacht. Schon einmal war der Donauraum Schicksalsraum? Wird er es wieder werden?
— Das Maiheft von Westermanns Monatsheften enthält einen reichhaltigen, gehaltvollen novellistischen und lyrischen Teil. So erzählt Walter von Molo ein „Histörchen" vom Alten Fritz, Josef Wenter eine „Robbengeschichte" und Karl Springenschmid bringt eine „Tatsachenerzählung vom Ende der deutschen Himalaja-Expedition am Nanga Parbat", die Kunde gibt von dem einzigen Menschen, der Nachricht brachte von dem heldenmütigen Kampf und dem Sterben der drei deutschen Bergsteiger: Wieland, Welzenbach und Merkl. Professor Erich Kleinhempel wägt die Begriffe „Kunst und Dilettantismus" gegeneinander ab unb Dr. Hellmuth Langenbacher bricht eine Lanze für Wilhelm Raabe. Der Wiegenlieder der Zeiten unb Volker nimmt sich liebevoll Hermine Behn an unb manches halbvergeffene Lied aus frühester Kindheit, von der Mutter gesungen, wird lebendig. Adrian Lukas Müller weckt anhand hervorragend wiedergegebener farbiger Abbildungen die Erinnerung an den verstorbenen Berliner Maler Wilhelm Amberg. Eines der „Stillen im Lande", des Bildhauers Hermann Scheuernstuhl, gedenkt eine mit Wiedergaben feiner Werke geschmückte Würdigung durch Georg Grabenhorst. Frank Maraun verfaßte einen Beitrag zur Aesthetik des Films. Zuletzt fei auf zwei Artikel hingewiefen, von dem der eine dem in Frühjahr 1915 erfolgten entscheidenden Ostfront-Durchbruch bei Gorlice gewidmet ist, und der andere wertvolle Aufschlüsse zur „Judenfrage in USA." gibt.
im 65. Lebensjahr.
Gießen (Löberstraße 18), Ober-Ingelheim, den 6. Mai 1935.
2706 D
Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag, 2l/3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.
Am 4. Mai abends verschied sanft nach längerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante
Frau Katharina Susanna Ludwig geb. Ledere
Im Namen der Hinterbliebenen:
Alexander Ludwig Heinrich Ludwig
Adolf Ludwig Elsa Ludwig, geb. Mönnig
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Herr Ludwig Bernhardt
im 71. Lebensjahr.
Für alle uns wohltuenden Beweise der Teilnahme beim Tode unseres Vaters und bei dem jähen Hinscheiden unserer Schwester Ida danken wir herzlich.
Geschwister Wetzell.
Laubach, den 4. Mai 1935.
Für die trauernden Hinterbliebenen:
Frau Elisabeth Bernhardt, geb. Kölle.
Gießen (Schulstraße 10), den 6. Mai 1935.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 8. Mai, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ?705D
Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen.
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