Ausgabe 
6.5.1935
 
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daß wir darüber nichts wissen. Aber das können wir sagen, daß allem Anschein nach die Venus für Menschen und überhaupt für irdische Lebewesen kein sehr angenehmer Aufenthalt wäre. Vermutlich bestehen die tieferen Schichten ihrer Lufthülle aus der für uns unerträglichen Kohlensäure, und ob es dort so freundlich warm und yell ist, wie mancher aus der Sonnennähe schließen mag, ist keineswegs sicher, denn der ungemein dichte Wolkenschleier wirft die große Mehrzahl der auftreffenden Son­nenstrahlen nach außen zurück und läßt sie nicht auf die Venusoberfläche gelangen; diesem großen Rückstrahlvermögen ihrer Lufthülle verdankt die Venus ja ihre große Helligkeit; es ist aber leicht möglich, daß es auf der Oberfläche weder wärmer noch heller ist als auf der Erde. Ueberdies verhin­dert der dickte Wolkenschleier jede genauere Kennt­nis ihrer Oberfläche, so daß sie wohl für immer zu den weniger bekannten Wandlern gehören wird.

Während die Venus uns den ganzen Monat über erfreut, ist ihr Nachbar, der sonnennahe Merkur, nur um den 20. herum gut zu sehen, aber diese

Tage sind die für ihn günstigste Zeit des ganzen Jahres. Recht eindrucksvoll sind auch die beiden äußeren Wandler, der Jupiter und der Mars. Der Jupiter, der nach dem Untergang der Venus der bei weitem hellste Stern des Himmels ist, gerät am 10. in dieGegenstellung" zur Sonne, was immer mit seiner größten Erdnähe und infolge­dessen auch seiner größten Helligkeit zusammenfällt. Er steht im Sternbild der Waage, während der Mars in der Nähe des Herbstpunktes in der Jung­frau steht. Dessen Helligkeit nimmt nun im Laufe des Monats zwar schnell ab, ist aber doch noch größer als die aller augenblicklich sichtbaren Fix­sterne.

Die hellsten Fixsterne sind der Arctur und die Wega; zwischen beiden erblicken wir die halbkreis­förmige Krone und den Herkules, unter dem Her­kules, unmittelbar an ihn anschließend den Schlan­genträger mit der Schlange.

Die Nächte verlieren schon viel von ihrer Dunkel­heit, und für den größten Teil des Monats kann man bereits vonMitternachtsdämmerung" sprechen.

Wirtschaft.

Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

719: Anordnung 27 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle vom 26. April 1935, betr. Lagerbuchführung und Bestandsmeldung für unedle Metalle. (Neue Fassung der Anord­nung 12 vom 25. September 1934.)

720: Anordnung 28 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle vom 26. April 1935, betr. Lieferung von Umarbeitungsmaterial. (Neue Fassung der Anordnung 11, betr. Umarbei­tungsgeschäfte, vom 25. September 1934.)

721: Anordnung 29 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle vom 27. April 1935, betr. Bedarfsbescheinigungen für unedle Metalle. (Neue Fassung der Anordnung 20 vom 8. Dezember 1934.)

722: Bekanntmachung 5 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle vom 27. April 1935, betr. Ausführunasbestimmungen zur Anordnung 29 vom 27. April 1935, betr. Bedarfsbescheini­gungen für unedle Metalle. (Neue Fassung der Bekanntmachung 4 vom 8. Dezember 1934.)

Vorgenannte Anordnungen sind im Deut­schen Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 102 vom 3. Mai 1935 veröffentlicht. In­folge der Wicktigkeit der Bestimmungen emp­fehlen wir allen interessierten Firmen drin­gend, diese Ausgabe gegen Voreinsendung eines Betrags von 0,30 Mk. zuzüglich Porto durch die Post oder durch den Verlag (Ber­lin SW 48, Wilhelmstraße 32) zu beziehen. 723: Neue Verordnung über die Einfuhr franzö­sischer Waren.

Devisenpolitisches Einfuhrverbot gegenüber Frankreich.

Entsprechend einer Übereinkunft zwischen der deutschen und der französischen Regierung wird am 6. Mai 1935 gegenüber Frankreich ein devisenpoli­tisches Einfuhrverbot in Kraft treten. Die Regelung wird im wesentlichen die gleiche sein wie die gegen­über der Tschechoslowake! bereits bestehende. Die Einfuhr von französischen Waren sowie von Waren aus den französischen Kolonien, Protektoraten und Mandatsgebieten werden die Zollbehörden vom 6. Mai 1935 ab nur zulassen, wenn bei der Einfuhr eine Devisenbescheinigung oder ein dieser gleich­gestelltes Papier (Bestätigung einer Bank bei Be­zahlung der Ware auf ein Ausländersonderkonto, Bestätigung einer Devisenstelle über das Vorliegen eines privaten Verrechnungsgeschäftes oder eines Rohstoffkreditaeschäftes, Unbedenklichkeitsbescheini­gung einer Ueberwachungsstelle) oorgelegt wird. Die Einfuhr ohne Devisenbescheinigung, bei der bis­her von den Zollbehörden an die Ueberwachungs- ftellen eine sog.Rote Meldung" erstattet wurde, ist vom 6. Mai 1935 ab also nicht mehr möglich. Das devisenpolitische Einfuhrverbot macht die Verord­nung über die Einfuhr von Waren aus Frankreich vom 12. Januar 1934 überflüssig. Diese wird des­halb mit Wirkung ab 6. Mai 1935 aufgehoben wer­den. Für die Einsuhr der darin bezeichneten Waren wird vom 6. Mai 1935 ab eine Einfuhrbewilligung des Reichskommissars für Aus- und Einfuhrbewilli­gung demnach neben der Devisenbescheinigung nicht mehr erforderlich sein. Die auf Grund der Ver­ordnung vom 12. Januar 1934 bereits ausgestellten Einfuhrbewilligungen verlieren mit dem 6. Mai 1935 ihre Wirksamkeit.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

An der stillen Geschäftslage am Frankfurter Getreidegroßmarkt hat sich nichts aeändert. Die Um­sätze bewegten sich wie schon Die ganze Zeit in sehr engen Bahnen.

Das Brotgetreide angebot war trotz der um 1 Mark per Tonne höheren Festpreise für Mai in der letzten Aprilwoche sehr reichlich, während es sonst vor dem Inkrafttreten neuer Preise wesentlich kleiner zu werden pflegte. Seitens der Landwirt­schaft war zwar in Anbetracht der Beanspruchung mit Feldarbeiten die Anlieferung geringer, dagegen boten Handel und Genossenschaften dringend Ware an. Indes haben sich die Absatzmöglichkeiten noch nicht gehoben. Die Mühlenbestande gehen unter Einrechnung des bereits zur Vermahlung freigege­benen Teils der Pflichtlager über den voraussicht­lichen Bedarf bis Ende des Erntejahres hinaus. Seit der Bekanntgabe der teilweisen Freigabe der Mühlen-Pflichtlager vor wenigen Tagen sind auch die bis dahin noch vorhandenen geringen Absatz­möglichkeiten für Weizen zu Mühlenfestpreisen auf spätere Lieferung fast ganz geschwunden. Nur kleberreiche mitteldeutsche Weizen waren etwas ge­fragt. Roggen wurde in sehr großen Mengen vergeblich angeboten, selbst bei den Provinzmühlen ist die Aufnahmebereitschaft sehr klein geworden, da die Mühlen ihre Roggenvermahlung im Hin­blick auf die neue Type fast eingestellt haben. Un- zweifelhcrft wird sich aber die Nachfrage nach Rog­gen heben, sobald der Verkauf für die Helle Type 815 eingesetzt hat. Soeben wird befanntgegeben, daß ab 1. M a i neben den am 7. August 1934 fest­gesetzten Typen eine weitere Type, nämlich die hellere 815 Roggenmehl hergestellt und in den Verkehr gebracht werden darf. Während der letzten Woche stockte der Absatz von Roagenmehl voll­kommen. Auch in Weizenmehl entwickelte sich nur kleines Geschäft, lediglich die Abrufe aus alten Schlüssen haben sich vor dem Monatsende etwas gebessert, während Neuverkäufe nicht zustande kamen.

Futterweizen, Eosinroggen und an­dere Futterroggen waren stark angeboten und nur schwer verkäuflich. Der Handel verfügt allgemein über recht erhebliche Mengen aus Verkäufen der Reichsstelle. Für die schwierige Absatzlage für Fut­ter-Brotgetreide spielt die in den letzten Wochen eingetretene wesentlich reichlichere Versorgung der nichtlandwirtschaftlichen Tierhalter mit anderem Futtergetreide und Futtermitteln eine merk­liche Rolle. Futtergerste und Hafer ist auf Basis der Festpreise ohne Gegen- und Koppelgeschäfte auch jetzt noch kaum zu haben, doch sind immerhin die Koppelbedingungen für Hafer und Gerste in letzter Zeit für den Käufer schon wesentlich günstiger ge­worden. Es ist jedenfalls eine weitere Entspannung für Futtergetreide festzustellen, und es scheint, daß seinerzeit die Futtermittelknappheit wesentlich über­schätzt worden ist.

In Futtermitteln ist dagegen noch keine nennenswerte Erleichterung zu verspüren, nur Nachmehle waren etwas reichlicher zu haben, außer­dem blieben Melasse-Mischfutter, insbesondere die leichten Mischungen, stark angeboten und waren nahezu unverkäuflich. Oelhaltige Artikel, Kleie und zuckerhaltige Futtermittel blieben knapp, doch war die Nachfrage infolge der Aussicht auf baldige Grünfütterung und den Weidegang nicht mehr so dringend wie während der ersten Monate des Jahres.

Rhem-Mainifcke Mittagsbörse.

Fest.

Frankfurt a. M., 4. Mai. Die Börse blieb, insbesondere am Aktienmarkt, weiter fest.

Aus der Wirtschaft lag eine ganze Reihe anregen­der Momente vor. So fand die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei der Jlseder Hütte mit 7 v. H., der günstige Abschluß der Schuckert & Co., Nurn- berg, mit allerdings nur unverändert 4 v. H. Divi­dende und die Belebung des Jnlandmarktes der Rheinisch-Westfälischen Eisenindustrie, sowie die wei­ter günstige Entwicklung bei der Deutschen Reichs­bahn im März Beachtung. Die Kulisse stellte zwar zum Wochenfchluß auf der erhöhten Kursbasis teil- weise etwas glatt, was jedoch durch vorliegende Kauforders aus der Kundschaft ausgeglichen wurde; allerdings hielten sich die Kursgewinne heute in etwas engeren Grenzen, immerhin betrugen sie im Durchschnitt 1 v. H. Lebhafteres Geschäft hatten er­neut Montanaktien, Buderus gewannen 2 v. H., Rheinstahl 1 v. H. und die übrigen Werte 0,50 bis 1,25 v. H. Otavi Minen erhöhten sich um weitere 1 Mark auf 19,50. JG.-Farbenindustrie lagen etwas ruhiger mit 142,50 bis 142,25 (141,90), Metallgesell­schaft, Deutsche Erdöl zogen bis 1 v. H. an. Am Elektromarkt blieben Felten gesucht mit 94,50 (93), Lahmeyer gewannen 0,90 v. $)., AEG. 0,40 v. H., Licht und Kraft und Gesfürel je 0,50 v. H., dagegen büßten Schuckert 1,50 v. H. und Betula 0,40 v.H. ein. Von Schiffahrtswerten notierten Nordd. Lloyd 1,25 v. H. höher, Hapag lagen nur behauptet. AG. für Verkehrswesen bröckelten 0,25 v. H. ab. Sehr fest lagen Eßlingen Maschinen mit 81,75 (79,50). Sonst eröffneten noch u. a.: Daimler 0,40 v. H., Junghans 0,25 v.H., Kaufhof 0,25 v. H., Aku 0,13 v. H., Haufwerke Füllen 0,75 v. H., Reichsbank 0,50 v. H. und Deutsche Linoleum 1,25 v. H. fester. Fest lagen ferner Zellstoffaktien, insbesondere Aschaffen­burger mit 83 (81,75), Waldhof gewannen 0,50 v. H. auf 114,50.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls freundlich und etwas lebhafter, insbesondere Reichs- und Städte-Altbesitz waren gefragt und bis 0,40 v. H. fester. Zinsvergütungsscheine mit 89,65 und späte Schuldbuchsorderungen mit 97,13 sowie Kommunal- Umschuldung lagen gut gehalten. Von fremden Werten hatten Ungarn weiter lebhaftes Geschäft, 1914er 8,13 (8), 4proz. Goldanleihe 8,25 (8,10).

Im Verlaufe blieb die Tendenz fest, das Geschäft konnte sich allerdings nicht stärker beleben. Gefragt blieben besonders einige Montanaktien, hauptsäch­lich Harpener, Mannesmayn und Stahlverein. Am Elektromarkt waren Schuckert 0,50 v. H. erholt. Auf den übrigen Marktgebieten erfuhren die An- fangskurfe keine größere Veränderung. Fest waren noch Scheideanstalt mit 216 (215), IG.-Farben lagen mit 142,25 gehalten.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 114,75 bis 114,90 (114,65) an, Dagegen gingen Zinsvergütungs- fcheine auf zirka 89,55 bis 89,60 zurück. 6proz. Stahlverein erhöhten sich um 0,13 v. H., do. 5proz. um 0,50 auf 97,50. Goldpfandbriefe lagen behaup­tet, Liquidationspfandbriefe teilweise bis 0,25 v. H. höher, dagegen gingen sowohl Kommunal-Obliga- tionen als auch die meisten Stadtanleihen etwas zurück. Von fremden Werten blieben Ungarn und Mexikaner behauptet. Sehr fest lagen Schweizer Bundesbahnen, 4proz. 168 (165). 3^/rproz. 159 (156). Im Freiverkehr waren Russen-Prioritäten etwas gesucht und fester, 1902er 0,90 bis 0,95, Gulden- Russen 0,95. Fester waren außerdem noch Anato­lier mit 36,75 (36). Tagesgeld war zu 2,75 v.H. (3 v. H.) leicht.

gtanffurfer Schlachtviehmartt.

Frankfurt a. M., 6. Mai. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 867 Rinder (199 Ochsen, 61 Bullen, 375 Kühe, 232 Fär­sen), 673 Kälber, 12 Schafe, 3802 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 42 Mark, Bullen 34 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 42, Kälber 35 bis 60, Schweine 38 bis 51 Mark. Marktverkauf: Rinder lebhaft, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine schleppend.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 7. Mal.

6 Uhr: Morgenspruch Choral. Frühkonzert I. 6.45: Gymnastik. 7: Frühkonzert II. 8.10: Gym­nastik. 9.15: Unterhaltungskonzert. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk Schlesien. Hörfolge. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Sozialdienst. Zucker und Salz. Eine hauswirtschaft­liche Plauderei. 11.45: Bauern funk. 12: Mittags­konzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrich­ten aus dem Sendebezirk. 13.15: M'ttagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Wirtschaftsbericht. Was gibt's Neues? Ereignisse und Gesetze. 15: Nur Frei­burg: Nachrichten. 15.15: Für die Frau! 16: Klei­nes Konzert. 16.30: Die Umwelt der Tiere. Inter­essante Forschungsergebnisse aus der Tierpsychologie. Von Dr. H. Graupner, München.16.45: Oskar von Miller. Dem Schöpfer des Deutschen Museums zum 80. Geburtstag. 17: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18.30: Justus Möser, ein vergessener deutscher Publizist. Zwiege­

spräch. 18.45: Ei Unbekannter, mit dem man jeden Tag zu tun hq. Eine Plauderei. 19: Unterhal- tungskonzert. 2t Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt len Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation. Heute spielt der Frühling seine Welse. Funkdichtung dci Friedrich Schnack. Musik: Ernst Doelkel. 21: Unerhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichtn aus dem Sendebezirk, Sportbe­richt. 22.30: Vok im Maien. Singestunde des, Lo- beda-Chores be; DA. Kassel. 23: Musik vor Mit- temacht. 24: Saarland Grenzland Heimat- land. Funkfolg«. 1 bis 2: Nachtkonzert.

Schreckliches Unglück

im Offmbacher Hauptbahnhof.

SPD. Offinbach, 4.Mai. Am Samstag um 15 Uhr ereßnete sich im Hauptb a h nhof Offenbach ein furchtbares Unglück. Die etwa 60 Jahre alte Frau Dora B r a ck h a h n aus Hockenheim bei Mannheim fuhr mit ihrem vier­jährigen Enkelkind von Hamburg im v-Zug nach ihrer Hstmat. Als der Zug in Offenbach an­fuhr, wollte die Frau anscheinend die Klosettür öffnen, öffnete aber aus Versehen die Wagentür und stürzte auf die Schienen. Der Körper der Frau wuchs von den Rädern des Zuges in zwei Teile getrennt. Die Staatsanwaltschaft und Krimi­nalpolizei gaben nach der Bestandsaufnahme die Leiche frei.

Die Heideibeerbliite vernich ei.

LPD. Lohr, 5. Mai. Der starke Nachtfrost am Donnerstag hat im Spessart die Heidelbeer- b l ü te n vernichtet. Die arme Spessartbevölke- rung hat damit einen großen Schaden erlitten, denn es muß mit einer totalen Mißernte gerechnet werden.

©er Unfall bei Raunheim aufgeklärt.

Wetzlar, 6. Mai. Am Abend des vorigen Donnerstags wurde, wie wir berichteten, die Ehe­frau Luise Koch in Naunheim am Ortsausgang nach Waldgirmes von einem Kraftwagen angefah­ren und so schwer verletzt, daß sie den Folgen der Verletzungen erlag. Der Führer des Kraft- wagens, von dem man zunächst vermutete, daß er flüchtig gegangen fei, hat sich nunmehr selbst Der Polizei gestellt. Es hanDelt sich um einen Mann namens H. Gerth aus Bechlingen. Bei seiner Vernehmung gab er an, von Dem Unfall nichts gemerkt zu haben. Der Bericht DesWetzlarer Anzeigers" über Den Unfall, wie auch BefchäDigun- gen am Kotflügel unD am Winker feines Autos hätten ihn aber Darauf aufmerksam gemacht, daß er mit seinem Wagen an Dem schweren Unfall be­teiligt sein kHnnte.

Neun Mühlenbesiher zu Geldstrafen vevurieilt.

LPD. M a r b u r g, 4. Mgi. Vor Dem Marbu r- ger Schöffengericht bdffeZL sich 13 Müh lenbesitzer wegen Vergehens gegett- die Bestim­mung vom Juli 1934 zu verantworten, wonach Das Mehr einen Aschegehalt von 0,967 Prozent Enthal­ten muß. Das Gericht verurteilte neun Der 2in'5rte klagten zu Geldstrafen von 10 bis 100 Mark, vier Angeklagte wurden sreigesprochen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

6. M., Gießen. Der Uebernehmer Des Bauern­hofes ist zur Aufwertung verpflichtet. Da Das MünDel seither minDerjährig war, ist eine Verwir- kuna Des Anspruchs wegen schulDhafter Nichtgeltend- machung desselben nicht eingetreten.

k G., Gießen. Nach der heutigen Rechtsprechung ist ein Radioapparat der Pfändung nicht unter­worfen; handelt es sich jedoch um ein besonders wertvolles Gerät, so kann in dieses vollstreckt wer­den, wenn Der Die Zwangsvollstreckung betreibenDe Gläubiger Dem SchulDner einen Apparat zur Ver­fügung stellt, der Den gewöhnlichen AnforDerunaen genügt, also ein brauchbares Gerät mittlerer Art unb Güte. Die vom Wohlfahrtsamt gezahlten Ren­ten unD Unterstützungen unterliegen gleichfalls nicht Der PfänDung oDer Beschlagnahme.

0. ü, in G. Ein steuer- und führerscheinpflichti­ges Motorrad kann vom 18. Lebensjahr ab ge­führt werden. Ausnahmen können zugelassen wer­den unter der Voraussetzung einer ärztlichen Unter­suchung, in der festzustellen ist, ob der Anwärter körperlich und geistig in der Lage ist, ein Motorrad zu führen. Für steuer- und führerscheinfreie Motor­räder hat diese Vorschrift keine Geltung.

£. 2R. in h. Ueber das vollendete 15. Lebensjahr hinaus werden Kinderzuschüsse und Waisenrenten aus der Unfallversicherung nicht mehr gewährt. (Verordnung vom 8. Dezember 1931 s. S. 419, Kapitel IV, Abschnitt 1, § 1.)

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen DiviDende an. Relchsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M

Serlln

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börsc

Schluß­kurs

Schiußk. Mittag- börse

Schluß- kurs

Gchlu Aden börs

E

Schluß« kurs

Schiußk. Mittag- börse

Datum

3.5

4.5

35

4.5-

Datum

3 5

45

3.5.

4.5.

4% desgl. Serie 11 .............

6% Rumän. vereinh. Rente b.1903 4!4°/LRumSn.vereinh.Renlev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2*4% Anatolier ...............

8,5

4,4

6,5

4,1

36

33

34,9

85,25

109,75

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106

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105

153

121

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79,25

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111

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107

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35 85,13 110,5

95

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106 123,5 92,75

124 123,5

105

153 120,75

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79,25

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6,65 4,15

36,75

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27,5

35,9

85,13

111

94,75

95,5

95,5 160,65

38,25 133,75 106,75

123,5 93,75

124

123 Jj

104,25 155,5 121,4

100

108

107,65

95,13

148 122,75 92,75 80,25

ManSfelder Bergbau...... 8

Kokswerke..................6

Phönix Bergbau......... 0

Rheinische Braunkohlen .....13

Rheinstahl............ 8*/,

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben...... 6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....ly,

I. G. Farben-Jndustrte.......7

Schetdeanstalt........... 9

Goldschmidt .......... 0

Rütgerswerke ...............4

Metallgesellschast....... 4

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......6

Cementwerk Karlstadt.........4

Schultheis Patzenhofer ....... 4

Aku ('Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof............0

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ........... 7

Daimler Motoren....... 0

Deutsche Linoleum........... 6

Orenstetn S Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Ehade......................0

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gumm» .............. 8

Gritzner....................0

Mainkrastwerke Höchst a-R.... 4

Süddeutscher Lucker .*«

105,75

210

106,5

81

18,5 114,25

114,5

141,9

215

99,25

114

97,75

90,25

116

54,13

114

114

81,75

93

152,75

35,5

265

148,25

36,5

93

166,75

105,75

212 107,75 81,75

19

116

142,25

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116

54,25

113

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83

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271

148,25

36

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106

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212

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80,65

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115

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114

114

82

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264

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148,25

n

106 116,9

212,75

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18,9 117,75

117

164

142,5

99,75

114

98,25

92

108

54

112,5 114,25

83,25

124,4

93,13 154,65

88,25

35,65

272 160,75 147,5

35,65

168

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg.Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................12

A.E.G......................0

Bekula.................... 10

Eiektr.Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume.........0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co............... 4

Siemens & Halske............7

Lahmeyer L Co..............7

Buderus ....... ....... .. 0

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener..............0

Harpener................... o

Hoejch EisenKöln-Neuessea .. 0

Ilse Bergbau ...............0

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klöcknerwerke.............

Mannesmann-Röhre«........ 0

Frankfurt 0.371.

3erhn

Echiuß- kurs

Schiußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schiußk. Mittag- börse

L)atum

3.5.

4.5.

3 5

4-5.

6% Deutsche Reichsonleihe v. 1927

100,13

100

100,25

97

100,25

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,25

97,25

97

6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

102

102

101,75

Deutsche Anl.-Wlvs.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4*/t% Deutsche Reichspostschatzaw

114,4

115

114,2

115,13

Weisungen von 1934, I.......

100,4

100,5

100,5

100,5

6% eitern.8% Hess. Boltsstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

98,25

98,25

98,25

*Vi% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold 9L 12........

96,25

96,25

-

ehem. Hess. LandeS-Hypo-

thekenbank Darmstadt Lioui ...

100,25

100,4

-

_

4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandeLb.Goldschuldverschr. R.6

-

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auölos.-Rechten .............

118,5

119,13

Deutsche Komm. Sammelabl. Aw

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

116

116,65

116,4

116,25

4Vz% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

96

96

96

_

6%% ehem. 4/2% Franks. Hyp.-

Bank-Liqu.-Psandbriefe.......

100,65

100,9

t>Vi°/o ehem. 4/2% Rheinische

Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

100,9

101

101

101

4%% ehem. 8% Pr. Landespfand, brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

96,5

96,5

96,25

4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI

96,5

96,5

96,25

_

Lteuergutsch.Berrechnungsk. 85-89

105,9

105,9

105,9

105,9

4% Oesterreichische Goldrente....

27,25

27,25

27

28

4,20% Oesterreichische Silberrente

1,13

1,13

1.2

4% Ungarische Goldrenle .......

8,1

7,9

8,25

8,1

8,2

4% Ungarische Staawrente v. 1910

8,05

7,85

8

4*/,% desgl. von 1913..........

8

8,13

8,05

8,2 14

5% abgest. Goldmexikaner von 9!

14

14,25

14,3

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie 1.....................

8,8

M

8,65

3.Mai

4. Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Sricf

Geld

Brief

Buenos Atre.

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel.....

41,98

42,06

41,98

42,06

Rio de Jan. .

0,201

0,203

0,201

0,203

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

53,65

53,75

53,61

53,71

Danzig.....

46,97

47,07

46,93

47,03

London .....

12,015

12,045

12,005

12,035

HelstngforS..

5,305

5,315

5,305

5,315

Paris ......

16,38

16,42

16,38

16,42

Holland ....

167,73

168,07

167,76

168,10

Italien.....

20,68

20,72

20,68

20,72

Japan ......

0,707

0 709

0,706

0,708

Jugoslawien.

5,649

5,661

5,649

5,661

Oslo..... :

60,39

60,51

60,34

60,46

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

10,91

10,93

10,90

10,92

Stockholm...

61,96

62,08

61,90

62,02

Schweiz ....

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanien....

33,92

33,98

33,92

33,98

Prag.......

10,35

10,37

10,355

10,375

Budapest ...

Reuyork...

2,483

2,487

2,483

2,487

Vanknoten.

Seriin,4.Mai

Geld

Lriei

Amerikanische Rot«.......

2,435

2,455

41,82

41,98

53,50

53,72

11,97

12,01

Französische Noten........

16,32

16,38

Holländische Noten........

167,34

168,02

Italienische Noten.........

20,31

20,39

Norwegische Noten ......

60,13

60,37

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten.......

Schwedische Noten........

61,69

61,93

Schweizer Noten..........

80,24

80,56

Spanische Noten.........."..,.,

Ungarische Roten

33,45

33,59