Ausgabe 
6.2.1935
 
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ließen stark nach. In einem mächtigen Endspurt wurde der Ausgleich erzwungen und mit einem Er­folg, knapp vor Toresschluß, schließlich ein glück- licker Sieg.

Vandball der Studenten.

Weilburg Gießen 3:5 (3:3).

Am Samstagmittag weilte die Handballmann­schaft der Universität Gießen in Weilburg, um das Rückspiel gegen die dortige Hochschule für Lehrer­bildung auszutragen. Wenn auch das Ergebnis von 5:3 für Gießen im Vergleich zum Vorspielresultat (9:4 für Gießen) ziemlich mager erscheint, so muß doch berücksichtigt werden, daß die Gießener ohne Acker, Kissel, Schott II spielten; spielten, soweit der aufgeweichte Boden, das schlechte Wetter, das ro­buste An-den-Mann-gehen der Weilburger es über­haupt erlaubten.

Vergleicht man beide Mannschaftsleistungen, so schneidet hierbei Gießen am besten ab. Das Ab­wehrtrio, das zum erstenmal in der Aufstellung Grünig, Schott I., Frey antrat, war dem der Weil­burger in jeder Beziehung überlegen. Die Läufer­reihen waren sich gleichwertig. Vielleicht waren Knauß und Herbert etwas besser als ihr Gegen­über. Die markantesten Spieler in den Stürmer­reihen waren bei Weilburg der bekannte Ries, £er mehrfache Repräsentative, bei Gießen Magsaam, dessen Balltechnik angenehm auffiel, und Barth auf Rechtsaußen, der durch herrliche Läufe hervorstach. Der Schiedsrichter (ein Schüler der Weilburger Hochschule) war ein krasser Versager. Hervorgehoben sei noch der freundliche Empfang und die herzliche Begrüßung durch die Leitung der Hochschule. Die Stunden, die die Spieler nach dem Treffen noch zusammen verbrachten, werden dazu beitragen, die Bande zwischen den beiden Instituten noch enger zu knüpfen.

Um die Deutsche Ireiballonmeisterschast Darmstadt 1935

Am 17. Februar 1935 findet in Darmstadt die Austragung der obigen Meisterschaft statt. Es starten 18 Ballone, wovon 16 sich an der Wettfahrt beteiligen. Die restlichen zwei gelten als Postballone und nehmen die mit einem besonderen Poststempel versehenen Festpostkarten mit. Mit der Zahl der startenden Ballone ist die genannte Veranstaltung die größte, die jemals stattgefunden hat. Der Be­ginn wurde auf 15 Uhr festgesetzt. Sonntagskarten haben in einem Umkreis von 75 Kilometer von allen Stationen Gültigkeit. Der Wettbewerb findet auf dem kleinen Kavallerie-Exerzierplatz am Hauptbahn­hof Darmstadt statt.

Gerätewettkampf LaunSbach, Groften-Linden und Leihgestern.

Am kommenden Sonntag wird erstmalig ein Ge­rätewettkampf zwischen den Turnvereinen Launs- bach, Großen-Linden und Leihgestern in Leihgestern ausgetragen. Jede der drei Mannschaften besteht aus sieben aktiven Turnern, die an Pferd, Barren und Reck je eine Kürübung turnen. Außerdem wer­den von jeder Mannschaft zwei Turner eine Kür­freiübung zeigen. Alle drei Vereine werden durch ihre besten Turner vertreten sein, so daß man gute Leistungen erwarten darf.

Deutsche Skisiege bei den Akademischen Welt-Winterspielen.

Bei den IV. Akademischen Welt-Winterspielen in St. Moritz kamen die deutschen Vertreter am Diens­tag in den Skiwettbewerben zu schönen Erfolgen. Xaver K r a i s y (München) gewann den 18-l<m- Langlauf bei Schneetreiben in 1:31:07 vor dem Schlesier Gerhard S ch e p e. Auf dem vierten Platz kam Soehmisch (Breslau) vor Dendl (München) ein. In der Alt-Akademikerklasse siegte der Deutsche Hochschulmeister Georg von Kaufmann (Mün­chen) in der Tagesbestzeit von 1:28:08. Unter den 54 Teilnehmern aus Norwegen, Südslawien, Eng­land, Ungarn, Frankreich, Tschechoslowakei, Italien, Schweiz, Polen und Oesterreich ist die Plazierung der Deutschen als ganz ausgezeichnet anzusprechen.

Neuer deutscher

5000-Meter-Eisschnellauf-Rekord.

Bei dem internationalen Eisschnelläufen in Davos stellte der Deutsche Meister S a n d t n e r (München) einen neuen deutschen Rekord über 5000 Meter mit 8:52,8 auf. Der Deutsche belegte mit dieser Zeit den dritten Platz hinter Ballangrud (Norwe­gen) und dem Holländer Langedijk. Zm Ge­samtergebnis gab es die gleiche Reihenfolge.

Schwedischer Ringersieg über Deutschland.

Im ausverkauften Hippodrom-Theater in Malmö rouröe der dritte Länderkampf der Amateurringer Zwischen Deutschland und Schweden ausgetragen. Nach zwei voraufgegangenen deutschen Siegen mußten unsere Vertreter die erste Niederlage mit

4:3 hinnehmen. Sportlich befriedigten die Kämpfe nicht immer, der Mattenrichter mußte mehrere Ver­warnungen erteilen. Ehrl, Schäfer und Hornfischer kamen zu Siegen, während Möchel und Hering Punktniederlagen hinnehmen mußten und Neuhaus sowie Siebert entscheidend verloren.

Deutschlands Mannschaft für die !?LS.-Rennen.

Der Deutsche Ski-Verband hat jetzt seine Mel­dungen für die fI8-Rennen abgegeben. Die deut­schen Farben bei den k!5-Rennen in der Hohen Tatra vom 13. bis 18. Februar werden Walter Motz, Willi Bogner, Hermann L e u p o l d und Anton Zeller im Staffellauf vertreten als Ersatzmann wurde Mathias W ö r n d l e gemeldet, der außerdem mit Leupold und Zeller den Lang­lauf bestreitet. An der Kombination Lang-Sprung­lauf werden Walter Motz und Herbert Leupold als deutsche Vertreter beteiligt sein und im Spezial- Sprunglauf starten Alfred Stoll, Meine! (Aschberg), Dietl (München) und Haselberg (Traunstein). v _,

Zu den FlS^ennen in Abfahrt und Sla­lom vom 22. bis 25. Februar in Mürren werden

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Rhein-Mainische Mittagsbörse.

Tendenz: uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 5. Febr. Die Unterneh­mungslust an der Börse hat sich noch nicht wieder gehoben, da die Kundschaft mit ihren Aufträgen im Vergleich zu den Vortagen sehr zurückhaltend geworden ist, während die Kulisse eine weiterhin abwartende Haltung einnahm. Die Kursaestaltung war zunächst noch uneinheitlich, wobei Die Ver­änderungen nach beiden Seiten nur kleines Aus­maß erreichten. Die Tatsache, daß das Publikum an feinem Effektenbesitz weiter festhält,' gab der Börse etwas Widerstandskraft, und nach Fest­setzung der ersten Kurse zeigte sich bereits etwas Kaufinteresse. Die zunächst noch eingetretenen, leichten Abschwächungen waren in der Hauptsache auf das kleine Geschäft zurückzuführen.

Entgegen den vorbörslich gehegten Erwartungen lag der Renten markt wiederum sehr ruhig. Altbesitzanleihe gaben auf 112,75 (113) und späte Reichsschuldbuchforderungen auf 98,50 (98,90) nach, Stahlverein-Bonds zogen um 0,40 v. H. auf 97,13 v. H. an, während Kommunal - Umschuldung und Zinsvergütungsscheine etwas behauptet lagen. Bon Auslandsrenten blieben Ungar. Anleihen excl. Ku­pon gut gehalten.

Am Aktienmarkt zeigte sich nach dem gestri­gen Rückschlag infolge von Verkäufen der Kulisse, insbesondere für den Montanmarkt, wieder etwas Kaufneigung. Die Werte der Stahlvereins-Gruppe, also Gelsenkirchen, Phönix und Stahlverein, konn­ten sich um bis zu 0,65 v. H. erholen, befestigt waren außerdem Rheinstahl mit plus 0,65 v. H., dagegen lagen Buderus noch 0,40 v. H., Mannes­mann noch 0,50 v. H. und Klöckner 0,75 v. H. schwä­cher. Von Kaliwerten gingen Westeregeln auf 108,25 (110) zurück. Am Chemiemarkt blieben IG. Far­ben unter kleinen Schwankungen mit 144 unver­ändert, Scheideanstalt und Deutsche Erdöl bröckelten aber je 0,50 v. H. ab. Von Elektroaktien büßten Betula 1,25 v. H., Gesfürel 0,50 v. H. ein, Siemens kamen in Anpassung an Berlin mit 144,75 (147) zur Notiz, Schuckert lagen mit Pari behauptet, während AEG. auf günstige Abschlußaussichten 0,40 v. H. anzogen. Etwas erholt waren auch Reichsbankanteile auf 163,50 (162,25), ferner zogen Schiffahrtspapiere nach etwa behauptetem Beginn etwas an. Von Einzelwerten lagen Cement Heidel­berg mit 113,75 v. H. unverändert, AKU. lagen 0,25 und Chade-Aktien etwa 2 bis 2,50 Mk. nied­riger.

Im Verlaufe vermochte sich das Geschäft nicht zu beleben. Infolge der weiter schrumpfenden Um­satztätigkeit konnten die vielfach nach den ersten Kursen eingetretenen Besserungen kaum behauptet werden, Rheinstahl zogen aber weitere 0,40 an, ferner waren Reichsbankanteile bis aüf 164,50 er­höht und Schiffahrtswerte, besonders Hapag, bat­ten bei Schwankungen etwas lebhafteres Geschäft. Die später zur Notiz gekommenen Werte lagen gegenüber gestern zumeist unverändert. Der Kassa­markt lag erheblich ruhiger als in den letzten Ta­gen und ohne größere Kursveränderungen.

Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe im Ver­laufe auf ca. 113,25 erholt, auch die anderen variablen Papiere nannte man leicht erholt. Am Pfandbriefmarkt konnten sich die Kurse bei kleinen Umsätzen gut behaupten. Für Stadtanleihen er­gaben sich bei etwas Publikumsnachfrage meist Er- böbungen um 0,25 v. H. Staatsanleihen und In­dustrie-Obligationen hatten ruhigen Markt.

Im Freiverkehr waren Frankfurter Handelsbank auf Dividendengerüchte wesentlich höher, und zwar

von den Damen Christi Cranz, Lisa Resch, Käthe Gr a se g g er, Hadi Pfeiff er = Santsch- ner, Liefet Schwarz, Frau Lotte Baader und als Ersatz Ilse Adolph sowie Vera Heinz, bei den Herren Dr. Vetter, Johann P f n u r, Ludwig Geist, Hans Kernser, Tom Babe r, Friedt Pfeiffer, Roman W ö r n d 1 e und Alfred Müller entsandt.

Kurze Sporinotizen.

Ausgezeichnete H o ch f p r u n g l e i st u n- gen werden von einem Hallenfportsest in Kiel ge­meldet. Die beiden einheimischen Kampfsplelzweiten Martens und Frl. Kann befanden sich trotz schlech­ter Absprungstelle in bester Verfassung. Martens bewältigte 1,90 Meter, Frl. Kaun 1,50 Meter.

Die deutschen Ringer gingen nach dem sonntäglichen Länderkampf gegen Schweden in zwei Provinzstädten auf die Matte. In Lund siegte Hornfischer im Schwergewicht, während der Kölner Möchel und Neuhaus (Essen) geschlagen wurden. In Eslöv kamen alle drei deutschen Vertreter zu Siegen und zwar Hering (München), Schäfer (Schifferstadt) und Siebert (Darmstadt).

nannte man 45 Geld, gestern noch 30 ,v. H. Pokorny & Wittekind lagen bei 88 (86). Tagesgeld un­verändert 3 v. H.

Abendbörse still und gut behauptet.

Bei weiterhin sehr kleinen Umsätzen vermochten sich die erholten Mittagsschlußkurse an der Abend- börfe gut zu behaupten. Sowohl Kundschaft, als auch Kulisse hatten am Geschäft nur kleinen An­teil. Etwas Nachfrage erhielt sich für AEG., JG- Farben und einige Montanwerte. Am Kaffamarkt kamen Dt. Eisenbahn-Betriebsgesellschaft mit 79,75 *(81), Südd, Immobilien mit 5,25 (4,50), Voltohm mit 74 (73) und Pfälz. Mühlenwerke mit unv. 122 wieder zur Notiz.

Am Rentenmarkt stagnierte bas Geschäft bei un­veränderten Kursen nahezu vollkommen. Von frem­den Werten notierten 4proz. Schweiz. Bundesbahn mit 163 (162), do. Z^rproz. mit unv. 154,50, Un­garn v. 1914 mit 7,90 (7,57,50).

U. a. notierten: Altbesitz 113,25, 6proz. Stahlver­ein 96,75, 6proz. Stadt Mainz v. 1928 92, 5^proz. Frkft. Hyp. Liquidation 99,65, Adca 74,50, Com­merzbank 81,25, DD-Bank 82,75, Dresdner Bank 83,50, Frkft. Hyp. Bank 99,25, Rhein. Hyp. Bank 125,50, Gelsenkirchen 72, Harpener 102,50, Mannes­mann 79,40, Phönix 56,50, Rheinstahl 97,50, Stahl­verein 47 bis 47,13, AKU. 51. AEG. 31, Bekula 141,50, Cement Heidelberg 113,50, Scheideanstalt 205,75, Dt. Linoleum 126, Licht und Kraft 119, JG- Farben 144, Gesfürel 116,50, Holzmann 86, Schuk- kert 100, Westdeutsche Kaufhof 40, Reichsbahn-VA. 118,40, Hapag 32,25, Nordd. Lloyd 34,25.

Rmdermorkt in Gießen.

Aus dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt waren 629 Stück Großvieh, 90 Fresser und 128 Kälber aufgetrieben. Es kosteten: Milchkühe ober hoch- tragenbe Kühe 1. Qualität 330450 Mark, 2. Quali­tät 210270, 3. Qualität 100150: Schlachtlühe a) 160 bis 270, b) 60 bis 130; Rinber bis jährig 50 bis 80, %= bis 2jährig 85 bis 170, tragend 180 bis 320; Kälber, bas Pfund Lebenb- gewicht 18 bis 28 Mark. Ausgesuchte Tiere er­brachten Preise über Notiz. Marktverlauf mittel­mäßig, kleiner Ueberftanb.

Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.

Frankfurt a. M., 5. Febr. Das Angebot war allgemein gut, etwas stärkere Zufuhren hatten Felb- falat, Wirsing unb Winterkohl, auch ausländischer Kopfsalat und Spinat war stark offeriert bei rück­läufigen Preisen. Die Nachfrage nach deutschen Gemüsen war unterschiedlich und die Preise nahezu unverändert, nur Zwiebeln zogen etwas an. U. a. notierten in Pf.: Blumenkohl, Steige 18 Stück 525 (italienischer), Eskarol, Steige 18 bis 24 Stück 175 bis 200 (italienischer), Feldsalat, Freiland 20 bis 30, Mistbeet 50 bis 70, Gelbe Rüben 2,5 bis 3, Unterkohlrabi 3 bis 4, Kopfsalat, Steige 24 Stück 240 bis 325 (spanischer), italienischer 30 Stück 250, Meerrettich je nach Gute 10 bis 28, Rosenkohl 20 bis 25, Rotkraut 8 bis 10, holländisches 7 bis 10, Spinat 12 bis 18, ital'-'njscher 10 h:- 12. Weißkraut 3,5 bis 4, holländisches 4,5 bis 5, Winterkohl 5 bis 6, Zwiebeln 7 bis 8.

Der Ob st markt hatte bei unveränderten Prei­sen noch starke Zufuhren von Aepfeln, insbesondere von Boskop, die Nachfrage nach guten Früchten war sehr gut. Apfelsinen waren reichlich angeboten und wurden zu unveränderten Preisen zufrieden­stellend abgesetzt. U. a, notierten in Pf.: Aepfel I 22 bis 28, II 16 bis 20, Boskop I 25 bis 28, Cham­pagner Renette I 22 bis 24, Amerikaner, Kiste 40 Pfund 1300 bis 1450, Kochbirnen 5 bis 15, Apfel­

sinen, blond 13 bis 16 (spanische), Blut 16 bis 18 (spanische), kernlos 20 bis 26 (spanische), ital. Blut 18 bis 21, blond 12 bis 15.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 5. Febr. Auftrieb: Ochsen 33 (direkt zum Schlachthof zug-eführt 10), 16 Bullen, 419 (8) Kühe, 136 (6) Färsen, 285 (15) Kälber, 723 (40) Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilo in Mark: Ochsen b) 30 bis 35, c) 26 bis 29; Bullen a) 32 bis 33, b) 29 bis 31, c) 25 bis 28; Kühe a) 34, b) 26 bis 32, c) 21 bis 25, d) 14 bis 20 Färsen,

a) 38 bis 40, b) 32 bis 37, c) 25 bis 31. Kälber

b) 36 bis 42, c) 29 bis 35, d) 22 bis 28. Schweine

a) 50 bis 52, b) 50 bis 53, c) 47 bis 52, d) 46 bis

50. Marktverkauf: Rinder belebt, ausverkauft. Käl­ber mittel, geräumt. Schweine schleppend, lieber« stand.

Preußen.

Kreis Wehlar.

<£ Wißmar, 5. Febr. Wegen vieler Grippe- erkrankungen wurde auch in unserem Ort die S ch u 1 e auf 8 Tage geschlossen. Der Turnverein hielt am Samstag im Vereins­lokal Wolf feine diesjährige Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Vereinsführer H e r - mann gab einen Bericht über die Vereinstätigkeit im vergangenen Jahre. Er bemerkte hierbei beson­ders, daß die kameradschaftliche Arbeit der älteren Mitglieder eine sehr gute gewesen sei, daß aber die sportliche Tätigkeit der Jugendlichen viel zu wün­schen übrig lasse, ganz besonders in der Turn- und Körperschule. Mit den Leistungen der Spiel-, Hand- und Fußballmannschaften konnte man zufrieden fein. Sodann gab der Vereinsführer die Richtlinien für das kommende Jahr bekannt und versicherte, daß für alle diejenigen, die die Fähigkeiten besitzen und sich nicht aktiv beteiligen, kein Platz mehr im Ver­ein fei. Dem Kassierer wurde nach seinem Kassen­bericht und den Berichten der Rechnungsprüfer Entlastung erteilt. Der Vorstand bleibt auch im kommenden Jahre in feinem Amt bis auf den Kas­sierer, der infolge Krankheit in seiner Familie lei­der nicht mehr für den Verein tätig fein kann. H. Mandler wurde vom Vereinsführer als Kassie­rer vorgeschlagen und von den Mitgliedern be­stätigt. Dem Vereinsführer wurde für seine große Arbeit im Verein ein Diplom überreicht. Für 25- jährige Mitgliedschaft erhielt Turnbruder Wilhelm Forbach ein Ehrendiplom. Da die Ausgaben des Vereins in den letzten Jahren gestiegen sind, kam man zu dem Entschluß, den Beitrag zu erhöhen. Der Dietwart, Turnbruder Z o tz m a n n , gab einen Bericht über den Kreisturntag in Gießen und sprach zur Versammlung als Dietwart, wobei ihm besonderer Beifall zuteil wurde. Zu PunktVer­schiedenes" gab es noch eine rege Aussprache über manches, was noch einer Besserung bedarf. Dem Vorschlag des Vereinsführers, eine Reisekasse zu gründen, wurde stattgegeben. Der Vereinsführer schloß die Versammlung mit einemGut Heil" auf den Führer und die DT. Anschließend verblieb man noch einige Stunden bei Gesang und fröhlicher Unterhaltung.

* Rodheim an der Bieber, 6. Febr. Am morgigen Donnerstag, 7. Februar, kann der 211t» bürgermeifter Jakob Bechtold III. von hier das seltene Fest der diamantenen Hochzeit in voller körperlicher und geistiger Frische mit seiner Gattin feiern. Fast 20 Jahre, seit 1900, hat er unserer großen Gemeinde in hingebender Treue und mit offenem Blick für ihre Bedürfnisse tatkräf­tig vorgestanden. In dieser Zeit erstand unsere stattliche neue Schule, ausgestattet mit Zentral­heizung und Schulbad. Vorher schon war eine groß­zügige Wasserleitung angelegt worden. Ihr folgte noch vor dem Kriege die 2Iusftattung der Gemeinde mit einem elektrischen Lichtnetz. Die Bemühungen des Kirchenvorstandes um Errichtung einer Schwe- fternftation für Gemeindekrankenpflege und eine Kleinkinderschule wurden seitens des Bürgermeisters -wohlwollend gefördert. So blühte das Gemeinde- wesen unter feiner Leitung nach allen Seiten fegen» spendend auf. Die Kriegszeit stellte an ihn die här­testen Anforderungen: ihm und seiner treuen Le­bensgefährtin wurde der herbe Schmerz nicht er­spart, einen begabten, hoffnungsvollen Sohn als eines der ersten Blutopfer im September 1914 für die Verteidigung des Vaterlandes hingeben zu müssen. Die unendlichen wirtschaftlichen und Ver- waltungsschwierigkeiten während des Weltkriegs an der Spitze des großen Gemeinwesens gingen fast über Menfchenkraft, fo daß er es als Befreiung empfand, das Amt jüngeren Kräften überlassen zu können. Allgemein verehrt, darf er nun in unserer Mitte einen ruhigen Lebensabend zubringen. Sei­nem Wunsch entsprechend will er mit seiner Gattin öen seltenen Ehrentag im engsten Familienkreis zu­bringen. Doch haben die Behörden es sich nicht neh­men lassen, feiner treuen Dienste ehrend zu geben? ten. Möge ihm und seiner Gattin noch ein langer sonniger Lebensabend beschieden fein!

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

Die Hinte

Frankfurt 0.3JL

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Frankfurt a. M.

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Berlin

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Frankfurt a. M.

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Schluß!. Miitag- börsc

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Mittag«

Odium

6% Deutsche Retchsanleihe v. 192? 6% ef)em.7% Dt.ReichSanl. v. 1929

6V*% Doung-Anleihe von 1930

Deulsche Anl.Ablös.Schuld mit

AuSlos.-Rechten .......

Desgl. ohne Sluslos.-Rechte ...

6% ebem.8% Hess. Volksstaat 1929 trückzahlb. 102%).......

6% Hess. Landesbank Darmstadl Gold R. 12

6'/i% Hess. LandeS-Hypolheken- bank Darmstadt Ligui.

Oberhessen Provinz-Anleihe mit ÄuSlos.-Rechten

Deutsche Komm. Sammelabl. An. leihe Serie 1 mit AuLlvs..Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

W/o ehern. 4ft% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psondbriefe......

6V2% ehern 4tz% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse

6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

8% ehern. 7% Pr. Landespfand briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

Eteuergutlch Verrechnungskurs

4% Oesterreich,schr Gvldrenle.

*-2O% Oestcrretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *%% bedgl. oon 1913 ........

5% abgest. Gvldmexikaner von 93 4% Türkische Zollanleihe von I9n 4% Türkische Bagdaobahn-ütnleihe

Serie 1.....................

4-2.

99.5

101.75

113

98.5

95-75

99-5

114.5

96

96

99.75

99.75

97

97

104 65

1.25

10.5

8.2

5-2

99-25

102

113 25

98

95-75

99.5

114.5

96

96

99.65

99.9

97

97

104 7

27-4 1.25 7.75 7.65 7.55

10.5

8.2

4-2-

99.5

102

113-13

98

114.65

96

100

97

97 104-65

27-7 1-35

8

7.8 8 10.65

5.2-

99 5

102-13

113-13

97.5

95-75

114-75

96

100

97

97 104.7

27.5 1.25 8-05 7-65

7-85 10.75

Datum

4% desgl. »ene ll .. ....

5% Rumön. vereint). Rente v. 1903 *Vr%Runiün.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereint). Rente ..

2 Vfc% Anatolier .....

Hamdurg-Ämertka-Pakel .. o Hamburg-Südam. Dampfschiff . o Hansa-Danipfschiss ... o

Norddeutscher Lloyd .....o

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft . .. 4 Commerz, und Prioat-Bank . 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ 0

Dresdner Bank...............

Reichsbank ........ 12

A.S.G...................... 0

Bekula.................. 0

Elektr. Lieferungsgesellschaft... i; Licht unv straft . 6

Felten & Guilleaume.....0

Gesellst.f.Eleklr.UnrerneHmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5

Schuckert S Co..... 6

Siemens L Halske............ 7

Labmeyer L Lo............. 10

Buderus .................. 0

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener...............

Harpener ............... 0

Hoesch EisenKöln-Neuesseo .. 0 Ilse Bergbau ............. g

Ilse Bergbau Genüsse........e

Klöcknerwerke....... 0

Manneswann-Rohreo.tM q

42-

8-2

4 65 7-1

4 3 35-25

32

34-4 96.25 113.25

81 75

83 34 162-25

29.75 142-5 106-75

119

34.5 U6-5

100 147 119-25

90-9 103-25 70-65

101

-

125

86.5

79.13

5.2

8 2

4.7

7.1

4.3 35-25

32.25

34-25 865 113

81-25

82 75

83.5

165

31 141-5 106-75

119 84-5 116-5

100 144-75 118-25

91.75

103.5

72 102.2

124

79.4

4-2

8.6

4 8

7.13

4.25

35.25

32.13

29 75

34.4

86-75 113-75

81.75

83-5

84-5

162.5

29-9

142-5

107

119

84.25

116-4

109-25

100

144 75 119-25

91.25

103.75

71-5

1015

87-5

146

124 65

86 9

79 i

5-2

4.85 7.13 4.25 35-25

32-4 29-75

34 25

86 5 113-25

81.5

82 5 835 164-75

31 141.75 107.9 119 5

85 116-4 109.25 100-25 144.5

119

92-13 104

72 102-25 87-5

144 124-25

86.5

78.5

Datum

Marisfelder Bergbau.........0

Kokswerke ...............0

Phönix Bergbau............. 0

Rheinische Braunkohlen ..... 10

Rheinstahl 0

Bereinigte Stahlwerke........0

Llavi Minen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3- G. Farben-Jnbustrte....... 7

Schetdeanstalt...............9

Goldschmidt ................0

Rülgerswerke ...............0

Metallgesellschaft.............0

Pb'äipp Holz mann...........0

Zementwerk Heidelberg ......0

Zementwerk Karlstadt......... 0

Schultheis Payen Hofer .......0

Aku tAllgemeine Kunstseide) .. O

Bembera...............0

Zellnoff Waldhos ............ 0

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ............ 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...... 0

Lrenllein L Koppel..........O

Leonhard Tietz .............. 0

Ebade............... .10

Arru mulatoren-Fabrü........O

Conti-Gummi............... 0

Grttzner......... q

Höchst a,M.... 4

Süddeutscher Zucker ......... e(

4-2

92-5

55-75

212

95 5

46 25

12 4 109-13

110

155-5

144

206

93

105

94

85-5 113.75

127

50.9

113

52 25

70-5

50-5

126

38 5

202

154.25

147

32-5

21

5-2

92-5

56.5

211

97-5 47-13 12-25

109

109 5

155

144 205-75

94 105-5

94

86

113 5

126

51

52

70-5

50.5

126

40

159.25

146

32.51

91

1651

4-2

92.5 103-5 56-13 211-65 96-25

46.9

12-4

109

110

155 5

143-9

93 105

94

102.75 51-25

114.5

52 70-5

128

50 13 125-75

85 38.65 201.5

155

147.75

166

5-2

93 103-4 56-65

211 97-25 47-25 12-25

109 109 5 151125

143-65

94 105-65

94

86.25

103.65 51.13 112.5

52

71

128 25 50-5 126-5

85-5

40

159.75 146-5

32-25

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

4. Februar

5-Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notleruna

Geld

Brief

Geld

Bries

Buenos Airer

0-628

0 632

0.628

Brüssel .....

58-17

58 29

58.17

58.29

Rio de Jan.

0-194

0-196

0.194

0 196

cofta ......

3-047

3-053

3.047

3-053

Kopenhagen.

54 48

54-58

54.40

Danzig.....

81-22

81.38

81-22

81.38

London .....

12-20

12-23

12.185

12-215

5 39 16.45

168.59 21 34 0-712 5-661 61-36 49-05 11-08

Helimgfors..

5-385

5-395

5-38

Paris ......

16-41

16-45

16 41

Holland ...

168 28

168 62

168-25

Italien.....

Javan ......

21-30

0-710

21-34 0-712

21 30 0 710

Jugoslawien

5.649

5-661

5-649

Calo..... :

Wien.......

61.32

48.95

61 44 49.05

61.24

48-95

Lissabon ....

11-075

11-095

11 06

-Stockholm...

62-90

63.02

62 82

Schweiz ....

80-72

80.88

80-72

80 88 34-05 10 42

spanten....

34-02

34-08

33-99

'L;rag.......

Budapest ...

10.40

10-42

10-40

Reuyork ...

2-505

2 511

2.498

2.502

Lerlin, 5-Februar

Geld

25riei

Amenlaniiche Auren..............

2-45

2.47

58-20

Belgische Roten..................

57-96

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

54-41

französische Noten..............

16.37

167.83 21-11 61.08

12-19

Holländische Noten...............

16.43

Italienische Noten................

168 51 '

Norwegische Noten .............

21-19

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schillina

61 -32

Rumänische Noten..........

Schwedische Noten..........

62.60

80-44

33.75

Schweizer Noten.................

62.86

80-76

Ungarische Slotta...... .....

33-89