Ausgabe 
6.2.1935
 
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I'/L

Statt besonderer Anzeige.

in sein ewiges Reich.

Kassel-Wilhelmshöhe, Berchtesgaden. Schloß Buseck (Oberhessen), 3. Februar 1935.

Humen- ?

Die Trauerfeier in Schloß Buseck findet statt Donnerstag, 7. Februar, nachm. 2 Uhr.

706 D

Bedachungsmaterialien

0448

Eva Freifrau von Nordeck zur Rabenau, geb. Blume Evamaria Freiin von Nordeck zur Rabenau Götz Eberhard Freiherr von Nordeck zur Rabenau Marietta Freiin von Nordeck zur Rabenau Ernestine Freiin von Nordeck zur Rabenau.

Gott der Herr nahm heute, unerwartet infolge Herzschlages, meinen geliebten Mann, unseren treusorgenden Vater und Bruder

Deutscher und Oester­reich. Alpenverein Sektion Gießen

Oberhessen.

Wir machen un­sere Mitglieder auf den am

Donnerstag, dem 7.d.M.,20Ubr,in derAula der Uni­versität stattfind. Lichtbild.Vortrag des Willi Schnei­der üb. die Nanga- Parbat-Expedltin aufmerksam. 6Md

Donnerstag, den 7. Februar 1935, nachm. 2 Uhr, versteigere ich im Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Sofa, 2 Chaiselongues, 2 Sessel,

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Kraftwagenunglück auf den Kanarischen Inseln.

In der Nähe von Tenerifa auf den Kanarischen Inseln fuhr ein Privatkraftwagen in voller Fahrt gegen einen Baum Von den drei Insassen wurden der Direktor der British Bank in Tenerifa sowie ein englischer Student auf der Stelle g e - tötet, während der Sohn des amerikanischen Ge­neralkonsuls in Paris, Sena, lebensgefährliche Verletzungen davontrug. Man nimmt an, daß das Unglück durch einen Steuerbruch verursacht worden ist.

Meteorologischer Ballon erreicht eine höhe von 23 700 Meter.

Ein unbemannter Ballon zur Erforschung der höheren Luftschichten, eine sog. Radiosonde, der in der Nähe von Leningrad aufgestiegen war, erreichte eine H ö h e v o n 2 3 7 O 0 M e t e r. Die Temperatur in dieser Höhe betrug 33 Grad unter Null.

Der Fall Hauptmann.

In der Pariser Redaktion der ZeitungNew Port Herold" hat sich ein 41jähriger Weißrusse namens Nikolaus Issaeff vorgestellt, der jetzt in Paris wohnt. Er behauptet, zwei Tage nach dem Raub des Lindberghkindes im Stadtviertel Bronx zwei Flaschen Kognak an einen Kunden verkauft zu haben, als den er nachträglich Bruno Hauptmann wieder- erkenne. Bei dem Verkauf, den er damals als Alkohol­schmuggler von Haus zu Haus getätigt habe, habe er in der Wohnung seines Kunden, der angeblich Bruno Hauptmann gewesen sei, ein kleines Kind mit einer verbundenen Kopfwunde bemerkt. Man habe ihn ausdrücklich aufgefordert, sich mög­lichst still zu verhalten, um die Ruhe des Kindes nicht zu stören. Dieses Kind könne nicht der Sohn Hauptmanns gewesen sein, da dieser damals noch nicht geboren gewesen sei. Jssaeff will sein Erlebnis bisher verschwiegen haben, da er als Alkohol­schmuggler seine Verfolgung gefürchtet habe.

Sechs Tage nach der Mordtat zum Tode verurteilt.

Kennzeichnend für die Schnelligkeit und Schlag­fertigkeit, mit der die Strafrechtspflege im neuen Reich arbeitet, ist folgender aus Halle berichtete Fall: Am 26. Januar 1935 nachmittags wurde in einem Vorort von Halle die Leiche eines ^jäh­rigen Mädchens gefunden, deren Schädel durch Schläge mit Feldsteinen vollkommen zertrümmert war. Im tatkräftigen Zusammenarbeiten von Staatsanwaltschaft und Polizei gelang es, noch am gleichen Tage den Täter zu ermitteln und das Verbrechen alsbald aufzuklären, so daß bereits am 28. Januar die Voruntersuchung er­öffnet und am gleichen Tage geschlossen werden konnte. Arn 29. Januar wurde das Hauptverfahren eröffnet. Arn 1. Februar fand die Schwurgerichts­sitzung statt, in der der Täter zum Tode ver­urteilt wurde. So fand das Verbrechen des Mordes innerhalb von sechs Tagen seine Sühne.

Ein Jäger beim Kesseltreiben erschossen.

In den Waldungen der Hunsrückgemeinde Pfaf- fenbeck trug sich auf einer Jagd nach Wildschweinen ein schwerer Unfall zu. Eine größere Jagdgesell­schaft hatte ein Wildschwein eingekesselt, dabei wurde ein Landwirt von einer Kugel tödlich getroffen. Der Schütze konnte nicht festgestellt werden.

Angriff chinesischer Piraten

auf einen englischen Dampfer abgeschlagen.

Der englische Dampfer Tungchow, der seit 24 Stunden überfällig war und auf dem sich 70 eng­lische Schulkinder befanden, welche aus den Ferien in die Schule zurückkehrten, ist auf hoher See von chinesischen Seeräubern überfallen worden. In dem sich entspinnenden Gefecht zwischen den Räubern und der Wachmannschaft des Damp­fers wurde ein russischer Wachmann getötet und ein weiterer verwundet. Es gelang aber schließ­lich, die Seeräuber zum Verlassen des Dampfers zu zwingen. DieTungchow" befindet sich jetzt in Ob­hut englischer Kriegsschiffe, die von der englischen Marinestation in Weihaiwei (Provinz Schäntung) in See geschickt worden waren. Die Schulkinder sind sämtlich unverletzt.

Internationaler Hoteldieb unschädlich gemacht.

Vor der Potsdamer Großen Strafkammer hatte sich der bekannte aus Polen gebürtige 34 Jahre alte internationale Hoteldieb Franz Kowalski, der eine große Reihe raffinierter Diebstähle in Berliner, Kölner, Breslauer und an­deren Hotels begangen hatte und zumeist unter falschem Namen arbeitete, neuerlich zu verant­worten. Kowalski hat bereits viele Gerichte in Deutschland und Polen beschäftigt. Jetzt lautete die

Anklage gegen ihn auf schweren Diebstahl in meh­reren Fällen. Zur Verhandlung mußte em Dol­metscher zugezogen werden, da der 2Ingenagte Die deutsche Sprache nicht genügend beherrschte. Kowalski war im letzten Sommer in Potsdam festgenommen worden, als er gerade in einem Hotel Behältnisse ausraubte. Vor Gericht spielte der Angeklagte den Unschuldigen. Das Gericht hielt ihn aber m allen Punkten der Anklage für überführt und verurteilte ihn wegen mehrfachen vollendeten Diebstahls im strafverschärfenden Rückfall zu fünf Jahren Zu ch t = haus und fünf Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht aus­gesprochen.

Zusammenstoß zweier Petroleumzüge entfesselt ein Flammenmeer.

In der Nähe von Konstanza (Rumänien) ereig­nete sich ein Zusammenstoß z w i s ch e n z w e t Petroleumzügen offenbar infolge falscher Weichenstellung. Der Zusammenstoß war fo heftig, daß mehrere Waggons mit Erdöl aus den Gleisen gehoben wurden und umstürzten. Das Oel fing so­fort Feuer und ergoß sich in flammenden Strömen weit über die Strecke und das Land, so daß ein wahres Flammenmeer entstand. Militär ist mit Hilfe der Bevölkerung im Begriff, durch Schanzarbeiten die Flammen abzudämmen und ein Weitergreifen zu verhindern. Der Geistesgegen­wart des einen Lokomotivführers gelang es, Die nicht beschädigten Tankwagen abzukoppeln und mit größter Geschwindigkeit aus dem Feuerbereich zu fahren, so daß ein noch größerer Umfang Der Feuersbrunst vermieDen werben konnte.

Riesiger Oelbranb in USA.

In Little Ferry (New Jersey) zerstörte ein Groß­feuer vier Tanks mit einem Inhalt von einer halben Million Liter Rohöl im Werte von 35 000 Dollar. Mehrere kleine Häuser sind eingeäschert worden. Die Ursache des Brandes ist unbekannt.

Gegen die Ueberfremdung des Aerzteberufes in Frankreich. Proteststreik der Studenten von Grenoble und Montpellier.

Die Studenten von Grenoble und Montpellier haben gegen d i e Ueberfremdung Des Aerzteberufes in Frankreich für den 31. Januar den Streik beschlossen. Unter den französischen Medizinstudenten machte sich bereits seit einiger Zeit eine Protestbewegung gegen Die Ausübung des Arztberufes durch Ausländer in Frankreich geltend. Während für den Anwaltsberuf und für staatliche Aemter strenge Gesetzesbestim­mungen Die Zulassung von Ausländern begrenzen, besteht für Fremde, die in Frankreich den Arzt- beruf ausüben wollen, eine gewisse Möglichkeit zum Unterkommen. Nach einer Eingabe des Studenten­oerbandes sind vor allem in den Krankenhäusern der Provinz Ausländer als Aerzte eingetreten. So soll sich der Hundertsatz der ausländischen Aerzte in den Krankenhäusern von Montpellier auf 55 bis 60, in Nancy und Tours auf 60 bis 70 belaufen und auch in Grenoble verhältnismäßig hoch fein.

Mittelalterliche

Ausgrabungsfunde bei Bad Dürkheim.

Bei einer Verfuchsgrabung innerhalb der Kloster­kirche der Abtei Limburg, die durch die Stadt Dürk­heim unter wissenschaftlicher Leitung des Histori­schen Museums der Pfalz durchgeführt wird, fand sich in geringer Tiefe eine runde Bleiplatte. Sie zeigt in der Mitte das vertiefte Bildnis des Kaisers Konrad II., des Erbauers der Limburg und Des Speyerer Doms. Im Mittelschiff stieß man auf einen unversehrten Steinsarg. Die Lage innerhalb der Kirche entspricht der Lage der Kaisergräber im Speyerer Dom. Es darf vermutet werden, daß es sich um das Grab der Königin Gunhild handelt, die im Jahre 1038 in Der Limburg beigesetzt rourDe.

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Kunst und Wissenschaft.

Uraufführung des Films Oer alte und der junge König".

Die Uraufführung Des Jannings-FilmsDer alte und der junge König" in Berlin ge­staltete sich zu einem ganz außerordentlichen Erfolg. Der Film dürfte zu den besten Filmwerken des Winters 1934/35 gehören. Der Uraufführung wohn­ten u. a. bei die Reichsminister Darrs und Kerrl, der Reichsführer der SS. Himmler, der Chef der Kanzlei des Führers Reichsleiter Bouh - ler, der Präsident der Reichsfilmkammer Scheu­ermann. Draußen vor dem Ufapalast faßten baumlange Kerle in fridericianifcher Uniform Ehren­posten und auf der Bühne bot die Kapelle der Leib­standarte unter Musikmeister Müller-Johnim blauen Rock und Dreimaster der langen Kerls fride- ricianische Märsche. Die Verfasser des Manuskripts Thea v Harbou und Rolf Lauckner haben den Pflichtbegriff in die Mitte ihres Films gestellt, um den allein der Konflikt zwischen Vater und Sohn entstand, und der Regisseur Steinhoff hat ihn so klar herausgearbeitet, daß der Film zu einem Hohelied preußischer Tugenden geworden ist. Preußentum und Nationalsozialismus sind so in diesem Film verschmolzen zu einer weltanschaulichen Einheit, die die höchsten sittlichen Werte völkischer deutscher Kraft verkörpert.

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Alles überragend und erschütternd ist die Leistung Emil Hannings, der uns einen Friedrich Wil­helm schenkte, der in jeder Phase König und Mensch in des Wortes edelster Bedeutung ist. Werner Hinz als Kronprinz Friedrich ist im zweiten Teil männlich und glaubhaft, zu Beginn oft zu blaß und unpersönlich. Es sind dann weiter u. a. zu nennen Carola Höhne als Kronprinzessin, Marie Louise Claudius als Prinzessin Wilhelmine, Claus Clausen als Katte, Friedrich Kayßler als Kattes Vater. Der Film ist hergestellt worden vom neuen Lichtspielsyndikat. Die Musik schrieb Wolf­gang Zeller. Jcmnings, Hinz, Marie Louise Clau- dius und andere konnten sich nach Schluß der Vor­stellung vielfach dem begeisterten Publikum zeigen.

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Zu der Uraufführung des FilmsDer alte und der junge König" berichtet derVölkische Beobach­ter" ergänzend, daß Reichsminister Dr. G o e b. bels der Vorstellung beigewohnt und dem tftlm mit der Auszeichnungkünstlerisch beson­ders wertvoll" seine Anerkennung ausge­drückt habe.

geschwollen ist, über die Ufer. Die untere Hälfte der Ortschaft wurde überschwemmt. Zu allem Unglück brach auch noch ein Damm, so daß ein Teil der Häuser in ernste Gefahr kam. Das Hochwasser ist bis zur Stunde noch nicht gefallen, so daß erheb­liche Schäden befürchtet werden. In Heidelberg hat das Hochwasser des Neckars ein Todesopfer ge­fordert. Ein Nachen, dessen Insassen das von einem Lagerplatz abgeschwemmte Holz herausfischen woll­ten, zerbrach an der starken Strömung. Während ein Arbeiter und der elfjährige Sohn eines Tün­chermeisters gerettet werden konnten, ertrank der Tünchermeister.

Reichswehrpatrouille in den bayrischen Bergen verunglückt.

Eine Reichswehrpatrouille, bestehend aus dem Unteroffizier Häuf und den Kanonieren Ecker, Zormeier und Jehmlich befand sich in den bayerischen Bergen auf dem Wege EsterbergAlm KrottenkopfWalchensee, sollte anschließend in Landsberg am Lech wieder Dienst antreten, ist aber Dort nicht eingetroffen. Rettungspatrouillen der Artillerieabteilung Landsberg sowie der Deutschen Bergwacht sind sofort zur Hilfeleistung ausgesandt worden. Die vermißten Soldaten wurden unterhalb des Krottenkopfhauses t o t aufgefunden. Die Nachforschungen nach den im Wankgebiet bei Gar­misch-Partenkirchen vermißten Bergwachtmännern Beck und Hillinger sind bisher ergebnislos verlaufen.

Unwetterkatastrophe in Palästina.

Eine Unwetterkatastrophe hat in ganz Palästina schweren Schaden angerichtet. Durch an­haltende Wolkenbrüche ist die Sarona-Ebene vollständig überschwemmt. Insbesondere sind die deutschen Kolonien Sarona und Jerusalem in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Häuser wurden abgedeckt und die Dachziegel vom Sturm kilometerweit geschleudert. Auch die Araberstadt Nablos hat schwer gelitten. 20 Häuser sind dort vollständig zerstört worden. Viele Einwohner muß­ten durch Hilfsmannschaften aus den eingestüzten Häusern befreit werden. Die Zahl der Toten be­läuft sich bis jetzt auf 22. Die Bergströme füh­ren sämtlich Hochwasser. Sie reißen in ihren Fluten Leichen von Menschen und Tieren zu Tal. Auch der Jordan ist über die Ufer getreten. Der britische Resident Ammann hat sein Amtsgebäude räumen müssen. Der Schaden wird auf etwa 50 000 Pfund beziffert. Im Hafen von Haifa konnten die Schiffe nicht einlaufen. Unter den vor dem Hafen wartenden Schiffen befindet sich auch der Hapag- DampferResolute", der unter Führung von Kom­modore Kruse auf der Weltreise ist.

Die Berliner kindertragödie. Die Blutter stellt sich Der Polizei.

Die Kindertragödie, die dieser Tage im Norden von Berlin aufgedeckt wurde, hat jetzt eine vorläufige Aufklärung gefunden. Die entmenschte Mutter, die ihre drei Kinder hilflos in der Woh­nung zurückgelassen hatte, hat sich der Polizei g e ft e 111. Die Mutter, eine Frau Jünemann, hatte ihre Wohnung verlassen, ohne sich um ihre drei Kinder zu kümmern, so daß zwei von ihnen ver­hungert sind, während das dritte noch im letzten Augenblick gerettet werden konnte. Zur Zeit ist die Kriminalpolizei damit beschäftigt, feftzustellen, aus welchem Grunde Frau Jünemann, die ausreichend von den Wohlfahrtsbehörden unterstützt wurde, ihre Kinder Dem Hungertod preisgegeben hat.

Großes schwedisches Touristenhotel eingeäschert.

Das größte Touristenhotel Westschwedens, das Hindas Tourist-Hotel" in der Nähe von Göteborg, ist gänzlich abgeb rannt. Die etwa 30 Gäste konnten nur das nackte Leben retten. Ein dänischer Großkaufmann, der sich aus einem Fenster im Dritten Stock stürzte, wurde so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit ft a r b. Eine Dame wurde schwer verletzt. Das Hotel war mit 865 000 Kronen versichert; der Schaden dürfte aber bedeu­tend großer sein.

Zwei Kinder bei einem Dachstuhlbrand ums Leben gekommen.

Bei einem Dachstuhlbrand in dem Anwesen Engel in Pflugscheid (Saar) kamen die drei- und fünf­jährigen Kinder der Amalie Köhler ums Leben. Nachdem das Feuer gelöscht war, fanden Feuer­wehrleute die völlig verkohlten Leichen der beiden Kinder. Das Unglück ereignete sich in Abwesenheit der Mutter, die aus Veranlassung der Staatsanwalt­schaft mit ihrem Liebhaber vorläufig in Haft ge­nommen wurde.

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Wetterbericht

des Reichs Wetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Von dem Azorenhoch hat sich ein starker Ausläufer noch Skandinavien hin entwickelt, der eine Zufuhr ursprünglich polarer und daher trockener und kälte­rer Luft nach Deutschland bedingt. In ihrem Be­reich ist es in den Küstengebieten Deutschlands be­reits zu Aufheiterung und nächtlichen Strahlungs­frösten gekommen, ihr weiteres Vordringen in west­licher und südlicher Richtung wird durch einen kräf­tigen, zur Zeit über Frankreich liegenden Teilwirbel begünstigt. Im ganzen genommen kann daher mit dem Aufkommen freundlicheren Witterungscharak­ters, wenn auch mit nächtlichen Strahlungsfrösten gerechnet werden.

Aussichten für Donnerstag: llebergang zu mehr heiterem und trocknerem Wetter, nachts Frost, nach Oft drehende Winde.

Aussichten für Freitag: Zunächst noch Fortdauer der vielfach aufheiternden Witterung mit nächtlichen Frösten.

Lufttemperaturen am 5. Februar: mittags 1,7 Grad Celsius, abends 2,4 Grad; am 6. Februar: morgens 1,2 Grad. Maximum 2,9 Grad, Minimum 0,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Februar: abends 1,5 Grad; am 6. Februar: mor­gens 1 Grad Celsius. Niederschläge 2,3 mm.

Wintersport.

Rhön. Wasserkuppe: Nebel,2 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 4 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulver- schnee, Ski und Rodel sehr gut.

Sauerland. Winterberg: Bewölkt,2 Grad, 58 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulver­schnee, Ski und Rodel sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Heiter,7 Grad, 175 cm Gesamtschneehöhe, 25 cm Neuschnee, Pul­verschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12 195. Druck und Verlag: Brühl'lche Universitäts-Buch^ and Steindruckerei

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