Ausgabe 
5.10.1935
 
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wollen in einer

Jugend unterscheiden

Geschichten aus aller Welt

Zunächst: wer wer die Jungen? verbreiteten, von tum ausrotten.

Alter und

Küsse als Finderlohn.

(B) Oslo.

Die hiesige Polizei sucht augenblicklich lebhaft nach einem Mann, der systematisch alle Damen anruft, die in Zeitungsinseraten den Verlust irgendwelcher Gegenstände bekanntgegeben haben. In seinen leie- phöngesprächen verspricht der Unbekannte den Frauen, daß er ihnen die Sachen zurückbringen kann. Allerdings müsse er als Vorschuß einen Kuß bekommen.

Die Empörung der Osloer Damenwelt über diese Belästigung ist gestiegen, nachdem sich herausgestellt hat, daß es dem Mann nur um diesen Vorschuß zu tun ist, und daß er die verlorenen Sachen gar nicht zurückbringt. Unter diesen Umständen war es an­gezeigt, die Polizei um Hilfe gegen den unredlichen . Geschäftsmann" zu bitten.

verstorbenen Generalfeldmarschalls Hindenburg ge- macht: bei Roosevelt schlug die Rute aus, bei Hin­denburg rührte sie sich nicht. Im übrigen hat m der südafrikanischen Union in der letzten Zeit eine ungewöhnlich starke Hitze geherrscht.

Revolver sind in der Garderobe abzugeben."

(ur) Mexiko City.

In den letzten Monaten hat man im mexika­nischen Parlament mehrfach dadurch Aerger gehabt, daß irgend jemand seine gegenteilige Meinung mit Hilfe einiger Revolverschüsse bekräftigen wollte. Der unangenehme Widerhall, der diese Schüsse in der ganzen Welt begleitete, hat das mexikanische Parlament bewogen, nunmehr eine Neuregelung zu treffen, die jedenfalls neuartig für Mexiko ist:

Jeder, der an einer Sitzung im Parlament teil- nehmen will, muß vorher seinen Revolver in der Garderobe abgeben. Für die Besuchergalerien wer­den besondere Untersuchungsposten aufgestellt. Aber auch den Parlamentariern will man hinter die verborgenen Revolver kommen. Man' plant nämlich den Einbau eines Magnetographen, der mit Hilfe von unsichtbaren Strahlen das Vorhandensein einer jeden größeren Metallansammlung in der Tasche eines Menschen unweigerlich anzeigt. Da bislang die Revolver noch immer aus Metall hergestellt werden, dürfte man auf diese Weise wirklich den Pistolen auch in den verborgensten Geheimtaschen auf die Spur kommen.

Man wird also im Parlament von Mexiko City in Zukunft nur noch mit Worten kämpfen können. Die romantischen Zeiten werden mitsamt dem Re­volver in der Garderobe abgegeben...

Welches sind die höchsten Städte der Erde?

(h. k.) La Paz (Bolivien).

Ihr Alten - wir Jungen!

Von Hans Ialk, Gebietsführung Heffen-Aaffau.

Wo sich der Widerstand der Jugend erhebt gestern, heute und morgen, da geschieht es meist weniger aus Verstandesgründen als vielmehr aus Gehorsam gegenüber der unverfälschten Stimme unseres Blutes, die das ewiae Gewissen der Nation ist. Es gab Zeiten und Mächte, die diese Stimme ersticken wollten aber sie würde nur sterben mit dem letzten Menschen deutschen Blutes auf dieser Erde!

Wenn diese neue Jugend vielleicht stolzer und aufrechter ist, als irgendeine andere, dann hat sie sich mit dem Opfer von 21 Kameraden dieses Recht erworben und erwirbt es sich täglich neu mit selbstlosem Einsatz. Keiner von ihnen

bann lest auch bitte weiter!

sind überhaupt dieAlten" und Ich möchte hier sofort einen weit- Verleumdern ausgestreuten Jrr-

Lhasa, der Hauptstadt von Tibet, gehalten, Ne 3549 Meter hoch liegt. k

Um nach La Paz zu kommen, gibt es drei Mog- lichketten. Entweder man kommt über Chile. Hier muß die Eisenbahn 4200 Meter emporklettern. Oder man kommt von Buenos Aires. Hier muß man mit drei bis vier Tagen langweiligster Fahrt rechnen. Die dritte Route aber kommt von Peru. Diese Bahn muß 4500 Meter Höhe überwinden und fährt am höchsten See der Welt, dem Titicaca-See, vorbei.

Wegen dieser außerordentlichen Höhe sind die meisten Waggons, vor allem aber die Speisewagen, mit Sauerstoffbehältern ausgerüstet. Der Sauerstoff wird hier genau so bei Tisch herumge» reicht wie etwa Del und Essig. Er ist vor allem für jene Personen bestimmt, die bet 4500 Meter Hohe luftkrank werden. . .

-Südamerika hat auch sonst noch einige Städte mit erheblicher Höhenlage. So liegt Quito 2800 Meter hoch, Bogotanur" 2570 Meter. In Europa hält Madrid mit 645 Metern den Re­kord und wird nur von Bern mit 555 Metern nahezu erreicht. Berlin liegt 48 Meter hoch, P a r i s 30 Meter und L o n d o n 45 Meter. Athen und Kopenhagen liegen genau auf Meeres­höhe. Aber das nur nebenbei und um den An­spruch der bolivianischen Hauptstädter zu begründen.

Es hat 44 geschlagen!

BLD. London.

Eine Turmuhr verursachte kürzlich in einem Lon­doner Stadtteil beträchtliches Aufsehen. Der riesigen Uhr auf dem Turm der Bakerstreet fiel es eine» Nachmittags ein, statt vier vierundvierzig zu schla- gen. Die Passanten blieben auf der Straße stehen, die Fenster öffneten sich, und alles sah erstaunt und kopfschüttelnd nach der Uhr. Eine Stunde später schlug es vom Turm statt fünf zweiundzwanzig. Jetzt entstand vor dem Uhrturm bereits ein Auf­kauf, und man begann auf den nächsten Glocken­schlag zu wetten. Um sechs Uhr verloren viele Leute ihr Geld, denn sie hatten darauf gesetzt, daß die Uhr immer weniger schlagen werde. Es schlug aber einundfünfzig. Das Wettfieber stieg, und ge­gen sieben Uhr wurde es nahezu dramatisch. Die Menschenmenge hatte sich in zwei ziemlich gleich große Lager geteilt, von denen das eine wettete, ' die Uhr werde mehr als fünfzig, das andere, sie , werde weniger als fünfzig schlagen. DiePessi­misten" behielten Recht, denn um sieben Uhr, als alle aufgeregt die Ohren spitzten, blieb es ganz still.

. Der Uhr war die Puste ausgegangen...

so gewaltigen weltgeschichtlichen Umbruch wie wir. Im Kriege rächten sich an uns die Sunden einer tausendjährigen Zersplitterung deutscher Kraft. Wir vu.v; Generation alles wieder gutmachen und gleichzeitig dem Führer helfen, die Grundlagen zu schaffen für aber tausend Jahre einer deutschen Zukunft der Größe, der Kraft und der Herrlichkeit.

Wer fragt jetzt noch, wer alt, wer jung ist? Hur die Tat entscheidet. Unsere Fahne reißt alle vorwärts, die jungen Herzens sind, damit Deutschland ewig sei durch Deutschlands ewige Jugend!

wir nicht der Zahl der Jahre nach!

Es ist keineswegs so, daß der Mensch von dreißig ' Jahren ab zu denKalkgreisen" oderSpitzklickern" gerechnet wird! Die Hitlerjugend kennt Männer, die 70 oder 80 Jahre alt sind und die ihr geradezu als die Verkörperung eines höheren Begriffs von Jugend erscheinen. Denkt an den alten General Litzmann! Was zählen Jahre, wenn Herz und Geist jung bleiben!

Wir kennen auf der anderen Seite 20jährige Gummikavaliere, Asphaltpflanzen, die trotz ihrer jugendlichen Jahre schon mehr als Greise, nämlich innerlich tot sind!

Darum bekennen wir:

Jugend ist eine Haltung!"

Und es gibt gerade unter den älteren Gene­rationen so unendlich viele, die durchaus jung ge­blieben sind nur haben sie nicht den Mut, sich zu ihrer Jugend zu bekennen, weil dasin unseren Kreisen nicht üblich ist." Hand aufs Herz: welcher Geheimrat hat noch nicht in der Badewanne mit dem ThermometerSchiffchen gespielt" oder heim­lich auf dem Flur den Roller seines Jungen aus­probiert?

"Mehr Mut zum Jungsein, ihr liebenAlten".

Gewiß, es ist heute schwer, weil das ganze gesell­schaftliche Leben noch in die alten erstarrten For­men gepreßt ist. Fiele es Ihnen als erwachsenem Manne morgen ein, auf der Straße ein Stück zu laufen nur mal so aus Freude an der Bewe­gung: ein Weltall würde Ihnen das tiefste Inter­esse widmen! Jedenfalls würde in dem Maße, in dem dieAlten" jünger werden, derberühmte" Gegensatz zwischen den Generationen verschwinden. Wir kommen den Alten dabei sogar entgegen, in­dem wir älter werden.

Dieser Generationsgegensatz wurde gerade vor zwei Jahren dadurch verstärkt, daß man uns vorwarf, die HI. habe überhaupt keine Ehrfurcht und keine Achtung vor in Arbeit und Ehre ergrauten Köpfen.

Nur eine Frage: Halten Sie es für möglich, daß ein Pimpf etwa an einem 80jährigen, verschafften Bauern vorüber ginge, ohne zu grüßen oder ohne das Gefühl einer tiefen Ehrfurcht? Pimpfe haben ein feines Gefühl für wahren Manneswert! Ander­seits kann sich eine Kampfjugend nichts von Män­nern sagen lassen, die vielleicht auch graue Häupter haben aber nur darum, weil sie vergessen hatten, sich begraben zu lassen. Wer von 1918 bis 1933 geschwiegen hat,'zu jedem Unheil geschwie­gen, der sollte dann auch nach dem 3 0. Ja­nuar 33 schweigen! Das ist eine Selbstver­ständlichkeit, die von der Jugend um so schärfer vertreten werden kann, als sie das Glück hat, kompromißlos ihrer Weltanschauung leben zu dürfen.

fühlt sich als einer derkommenden Führer Deutschlands", aber alle wissen, das sie das kommende Deutschland des Führers sind! _ ,

Unsere junge Generation muß andere Maß­stäbe an sich selbst legen als ihre Eltern und Voreltern. Niemals lebte eine Generation in einem

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Einer sucht seine Mutter.

(R.W.) Tokio.

Hier wurde kürzlich folgender Aufruf veröffent- licht:Junger chinesischer Archäologe aus Tientsin namens Li Shiao-mu bittet alle Behörden m Ja­pan, ihn bei der Suche nach seiner Mutter, die er seit 27 Jahren nicht gesehen hat, zu Unterstützern

Vor 33 Jahren heiratete der damalige chinesische Gesandte in Tokio, Li Sheng-tse, eine Japanerin namens Kiku Pokomizu. Sie begleitete ihren Mann auf seinen neuen Posten nach Brüssel, wo der jetzt 30jährige Li Shiao-mu geboren wurde. Als der kleine Li drei Jahre alt war, kehrte seine Mutter nach Japan zurück, und seit dieser Zeit hat man nichts mehr von ihr gehört.

Der Vater wurde nach seiner Rückkehr nach China Präsident des chinesischen Senats. Er lebt jetzt als 78jähriger im Ruhestand. Der junge Li ging nach Japan und studierte an der Kaiserlichen Universi­tät Kyoto Archäologie. Trotz seiner Jugend zahlt er heute bereits zu den besten Archäologen Chinas. Die Sehnsucht nach der Mutter, die er lange Jahre vergeblich suchte, hat ihn nun veranlaßt, sich an die japanischen Polizeibehörden zu wenden, die ihn auf der Suche nach seiner Mutter unterstützen wollen. Das Schicksal des jungen Li und der verschollenen Mutter hat in Japan allgemeines Mitgefühl er­weckt. Aber man glaubt kaum, daß die Mutter noch am Leben ist.

Ein Wünschelrutenspleen.

(ma) Kapstadt.

Ein hier ansässiger Kaufmann, der offenbar viel Zeit hat, überrascht die Welt mit der Mitteilung von hervorragenden Versuchen, die er mit Wünschel­ruten angestellt habe. Danach kann man mittels einer Wünschelrute an Hand der Photographie eines abwesenden Menschen feststellen, ob dieser noch lebt oder schon gestorben ist. (!) Man hält die Rute über das betreffende Bild: gibt sie einen Ausschlag, lebt die dargestellte Person noch, bleibt die Rute still, hat sie sich zu ihren Vätern versammelt. Der Entdecker dieser magischen Eigenart der Wünschel­rute hat die Probe auf das Exempel mit den Bildern des amerikanischen Präsidenten Roosevelt und des

Im Zusammnhang mit dem italienisch-abessini­schen Konflikt wird immer wieder die Behauptung aufgestellt, A d d i s A b e b a , das ja tatsächlich 3227 Meter über dem Meer liegt, sei die höchste Stadt der Erde. Gegen diese Behauptung empört sich das Nationalbewußtsein der Bolivianer, die dar­auf bestehen, daß ihre Hauptstadt mit 3600 Metern den Rekord zu beanspruchen habe. Dieser Rekord wird allerdings nur mit 51 Metern gegenüber

Ihr Alten, zieht die Stirne bitte nicht in Falten! Die Ueberschrift sollte euch nurmittenmang" locken, na, und wenn ihr schon bis hierher gelesen habt,

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