Ausgabe 
5.7.1935
 
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gestellt.

Sportkurse in Lollar.

fängerkurse werden Schläger und Bälle vom Sport­amt gestellt, für Fortgeschrittene werden Balle

und Keating floh voller Angst, ohne jemals zurück- zukehren. Das Gerücht von den Schätzen breitete sich dann immer weiter aus, und große Unterneh­mungen wurden eingeleitet. Ein Schiffskapitän ging mit einer Bemannung von dreihundert Leuten an Land und suchte mehrere Wochen lang. Ein Deut­schen hat etwa dreißig Jahre auf der Insel gelebt, um das Feld systematisch abzusuchen, und wenn er nicht gestorben ist, so sucht er noch heute. 1904 waren zwei große Schatzexpeditionen zur selben Zeit auf der Insel tätig, beide arbeiteten mit großen Dynamitsprengungen, verursachten mächtige Erd­rutsche, gerieten miteinander in Streit und segelten schließlich mit leeren Händen ab. Seitdem sind die Schwierigkeiten, die Schätze aufzufinden, nur noch größer geworden. Denn das beständige Durchwühlen des Bodens und die großen Sprengungen haben das Aussehen der ganzen Jnsellandschaft verändert, und selbst mit den bestenTips" kann man heute nicht mehr die Stelle finden, die auf den alten Karten verzeichnet sind. Nun versucht wieder eins mit allen technischen Neuerungen ausgerüstete eng­lische Expedition ihr Glück.

Ein Andenken an Beethoven.

Als der berühmte Komponist Liszt einmal beim Fürsten Esterhazy zu Gast geladen war, sagte dieser scherzend zu ihm:Sie suchen doch immer nach Andenken von Beethoven. Sehen Sie sich mal diesen Lakaien dort an. Der hat ein Andenken von dem großen Meister." Liszt wollte nun um jeden Preis das Andenken sehen. Aber der Fürst sagte, daß dies leider nicht möglich sei und vor allem nicht jetzt, da Damen an der Tafel weilten. Aber damit gab sich Liszt nicht zufrieden, immer wieder drängte er den Fürsten,ihm doch zu verraten, was es mit jenem Andenken des Lakaien für eine Bewandtnis habe Da nahm ihn Fürst Esterhazy beiseite und er­zählte ihm folgendes Geschichtchen: Beethoven weilte einmal als Gast beim Vater des Fürsten in Eisen­stadt, und dieser lud den Komponisten ein, eine Treibjagd mitzumachen. Bei dieser Gelegenheit habe Beethoven, der ein sehr schlechter Schütze war, einem Treiber eine ganze Ladung Schrotkörner in den rückwärtigen Teil geschossen; dieser Treiber sei der alte Lakei, der also ein unvergeßliches Andenken an den Meister mit sich trage ...

Hochscbulnachrichten.

Der ao. Professor Dr. Wiethold in Kiel ist zum Ordinarius und zum Direktor des Instituts für gerichtliche und soziale Medizin an der Uni­versität Kiel ernannt worden.

Wie schon oben angegeben, laufen in Lollar vor­erst folgende Kurse: Ab 5. Juli Fröhliche Gymnastik und Spiele, Freitags von 20.30 bis 21.30 Uhr, Gasthaus zur Linde. Ab 6. Juli Schwimmen, von 16 bis 17.30 Uhr, im Lahnbad.

Boxen.

Für einen Boxkursus liegen schon Anmeldungen vor, so daß in der nächsten Woche begonnen werden kann. Wer noch teilnehmen will, melde sich baldigst beim Sportamt!

Kurse in Großen-Vuseck. Meseck, Heuchelheim und Grohen-Linden.

In den vorgenannten Orten werden in nächster Zeit KdF.-Spvrtkurse verschiedener Art eingerichtet. Interessenten erhalten Auskunft bei den zuständigen Orts- oder BetriebswartenKraft durch Freude' ober beim Spvrtamt Gießen, Schanzenstraße 18.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag: Amt für Valkswohlfahrt, Kreisleitung Gießen, 20.15 Uhr im Cafö Leib Amtswalterappell. NS.-G.Kraft durch Freude", 20 bis 21.15 Allgemeine Körper­schule im Lyzeum, Dammstraße. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Großreinemachen".

Ga st spiel Otto Gebühr. Am Sams­tag, 6. Juli, abends 20 Uhr, einmaliges Gastspiel des bekannten und beliebten Bühnen- und Film­künstlers Otto Gebühr mit seinem Berliner En­semble in dem SchauspielZwischen Abend und Morgen" von Zdenko von Kraft. Otto Gebühr in der Rolle als Friedrich der Große. Ende 22.15 Uhr. m t

B e l l a ch i n i - G a st s p i e l t n Gießen. Der schweizerische Zauberkünstler Bellachini gibt demnächst im Cafö Leib ein Gastspiel. Der Künstler weilt zum ersten Male in unserer Stadt. Wie aus der heutigen Anzeige hervorgeht, sind Karten bereits im Vorverkauf zu haben.*

** Sterbe fälle vom 16. bis 3 0. Juni: In' der Zeit vom 16. bis 30. Juni verstarben in unserer Stadt: 16. Wilhelm Semmler, Kaufmann, 78 Jahre, Seltersweg 21; 18. Katharine Stroh, geb. Klos, Wwe., 75 Jahre, Schulstr. 4; 20. Louis Löb, Rentner, 78 Jahre, Steinstrahe 53; 21. Hein-

lOOSoüre deutsche Eisenbahn auf neuen Briefmarken.

Die Reichspost hat vier Gedenk­marken zur 100 ° Jahrfeier der deut­schen Eisenbahnen, die am 17. Juli in Nürnberg beginnt, aufgelegt. Die Schaubiloer der neuen Postwertzei­chen zeigen die Entwicklung der Eisenbahntechnik in vier markanten Etappen, von der ersten Lokomotive Der Adler" bis zur neuesten Strom­linienlokomotive.

(Scherl-M)

A r b e i t s -

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zeiten an

Für Frauen und Männer gemeinsam. Für An­fänger, Eintritt nur bei Kursusbeginn möglich. Ab 1. Juli Montags, von 18 bis 19 Uhr; ab 1. Juli Montags, von 19 bis 20 Uhr; ab 2 Juli Dienstags, von 6.30 bis 7.30 Uhr (Tennisplätze am Schützen­haus). Für Fortgeschrittene (Uebungsstunde ohne Lehrer) Eintritt jederzeit möglich Nach Verein­barung. Städtische Tennisplätze am Schützenhaus. Zu den Tenniskursen ist ebenfalls baldige schriftliche Anmeldung mit Angabe der gewünschten Uebungs- das Sportamt erforderlich Für die An-

Arbeitsgemeinschaft Gießen des Reichsbundes der Körperbehinderten.

Versammlung des Sparerbundes Gießen.

Gchahinseln

Die Suche nach Schätzen auf verlaßenen Inseln, aus denen in vergangenen Zeiten Seeräuber aehaust haben, will noch immer nicht aufhören, und erst in letzter Zeit sind wieder einige Expeditionen au - gebrochen. Die Galapagos-Jnseln, die Tortugas, die Drake-Insel, die Insel Hispaniola sind einige solcher Eilande, mit denen die Schatzromantik eng verknüpft ist; die berühmteste unter allen aber ist die Kokos- Jnsel, die in den letzten Jahrzehnten von den Schatz­suchern um und um gewühlt worden ist. Fast jedes Jahr zieht eine Expedition Lahin aus, mit Karten und Schaufeln und Dynamit bewaffnet, und hofft, den ungezählten Millionen auf die Spur zu kommen, die hier vergraben sein sollen. Aber noch keiner hat etwas zurückgebracht, und der Glückspilz muß noch geboren werden, dem die Hebung dieser Reichtümer gelingen soll. Vielleicht zieht die Kokos-Jnsel deshalb die Gemüter so zauberhaft an, weil die Ueberliefe- rung von vergrabenen Schätzen verhältnismäßig jung ist und noch kaum hundert Jahre zurückliegt. Man weiß, daß hier der berühmte Seeräuber Edward Davis seinen Ankerplatz hatte und seine Schätze anhäufte. Das erste Mal kam er nach der Kokos-Jnsel, nachdem er die Stadt Guayaquil über­fallen und Gold und Juwelen im Werte von dreißig Millionen auf seine Schiffe geladen hatte. Als er die Insel bann ließ, waren die Fahrzeuge leer. Auch noch später hat Davis hier Schätze aufgespeichert. Es ist aber sehr zweifelhaft, ob diese Reichtümer auf der Insel geblieben sind, denn Davis hat später ein geruhiges ßeben als großer Landbesitzer geführt und sich wahrscheinlich seine Schätze abgeholt. Um 1818 hauste aber auf der Insel ein anderer erfolgreicher Seeräuber, Benito Bonito. Die Ueberlieferung be­richtet, daß er auf der Kokos-Jnsel alle seine Kost­barkeiten vergrub, darunter vierzig Millionen in Edelsteinen und Goldbarren, die seinem Helfers­helfer, dem Kapitän Thompson, von dem Magistrat von Lima anvertraut worden waren, als die Stadt durch einen Ueberfall Bonitos bedroht war. Thomp­son aber vereinigte sich mit dem Seeräuber, und bald danach erlitt dieser Schiffbruch, wobei er und seine ganze Mannschaft mit Ausnahme Thorn psons zugrunde gingen. Als dieser sechsundzwanzig Jahre später auf dem Totenbette lag, vertraute er einem Mann namens Keating sein Geheimnis an und gab ihm eine Karte, auf der die drei Stellen angegeben waren, an denen Bonitos Schätze vergraben waren. Don dieser Zeit an beginnt die Schatzjagd auf der Kokos-Jnsel. Keating segelte sofort hin und soll einen Schatz gefunden haben, aber seine Mannschaft meuterte, setzte sich in den Besitz der Reichtümer,

In d-r biefer Tag- im .,H-sftIch-n M °bg-' haltenen Monatsversammlung sprach nach irross- nungsworten des Versammlungsleiters H. Lo­renz der Ortsgruppenleiter des Sparerbundev, Ortsgruppe Wetzlar, M. Witt, über das Thema. Elf Jahre erfolgreiche Sparerbundsarbeit und un­sere Aufgaben der Zukunft". Der ,*^^nerererin: crte zunächst daran, daß sich in den nächsten Tarn zum zehnten Male der Tag jähre, an bem bi Deutsche Reichstag in Verblendung und Eifersucht feiner Jnteressentengruppen durch Annahme der log. Aufwertungsgesetze das Verbrechen der Infla­tion gesetzlich sanktionierte und dem deutschen Recht, der wirtschaftlichen und öffentlichen Moral sowie der deutschen Volkswirtschaft einen Schaden zu­fügte, den erst lange Jahrzehnte wieder gutzumachen imstande sein würden. Der Grundsatz der Sparer fei von jeherTreu und Glauben" gewesen. Der Redner gedachte besonders der Verdienste des ver­ewigten Ehrenvorsitzenden Grafen P o f a b o ro | E p sowie des Oberlandsgerichtspräsidenten Dr. B e ft und behandelte eingehend den ununterbrochenen Lauf der Arbeit des Sparerbundes während der elf letzten Jahre. Die vielen von dem Redner auf- gezählten Einzelerfolge bewiesen, daß die Arbeit des Sparerbundes nicht erfolglos gewesen sei. In Unterstützung der Absichten der Regierung, für Recht und Gerechtigkeit einzutreten, werde man weiter für den Schutz und die Rechte der deutschen Sparer kämpfen und damit für das ganze deutsche Volk. Den beifällig aufgenommenen Ausführun­gen schloß sich eine Aussprache an, wobei u. a. die Notwendigkeit der Wiedererlangung der frühe­ren deutschen Kolonien zur völligen Wiedergesun­dung der deutschen Wirtschaft zum Ausdruck kam. Der'Sparerbund, bei** im Laufe des letzten Jahres durch Besuch verschiedener kolonialer Veranstaltun- gen und Abhaltung eigener kolonialer Abende der Kolonialfrage weitgehendstes Verständnis zeigte, werde in naher Zukunft durch engere Zusammen- arbeit mit der Vereinigung für Koloniale Wieder- geroinnung den kolonialen Gedanken zu fördern

versuchen.

Nachdem der Ortsgruppenführer H. Lorenz noch einen eingehenden Bericht über die eindrucks­volle öffentliche Sparerkundgebung am vergan­genen Samstag in Frankfurt a. M. erstattet hatte, wurde die Versammlung in der üblichen Weise ge­schlossen.

Sonntagsrückfahrkarten zum Reichskriegertag in Kassel.

Zum Reichskriegertag in Kassel, der am morgigen Samstag und am Sonntag in Kassel stattfindet, gibt die Reichsbahn von allen Bahnhöfen in einem Um­kreis von 250 km um Kassel Sonntagsrückfahrkarten aus. Die Karten gelten zur Hinfahrt vorn 5. Juli, 0 Uhr, bis 7. Juli, 24 Uhr, zur Rückfahrt vorn 6. Juli, 12 Uhr, bis 9. Juli, 24 Uhr. Bis zu letzterem Zett- punkt muß die Rückfahrt beendet fein.

Schädlingsbekämpfung im Obstbau

In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigen­teil weift die Bürgermeisterei Gießen darauf hin,

In Zusammenarbeit mit dem Rassenpolitischen Amt der NSDAP, wird klar herausgestellt, daß Körperbehinderte nicht minderwertige, sondern vom Schicksal zwar Betroffene, aber trotzdem wertvolle Volksgenossen sind Die Aufgabe der örtlichen Gliederungen des Bundes ist es, allbrengste Zu­sammenarbeit mit den Parteidienst- und Behörden- stellen herbeizuführen, um nach besten Kräften Die sozialen und wirtschaftlichen Belange des einzelnen Körperbehinderten zu vertreten.

Nachdem vor einiger Zeit eine A r v etts- gemeinschast des RBK. in-.Gießen ins Leben gerufen worden ist, haben sich tiefer in­zwischen so viele Körperbehinderte angeschlosfen, daß jetzt zur Gründung einer Ortsgruppe geschritten werben kann. Alle Körperbehinderten, einerlei ob sie dem Bund schon angehören oder nicht werden zu der am Samstag im Hotel Hopfeld stattfindenden Gründungsoersammlung der Ortsgruppe Gießen des RBK. eingeladen.

Kleine Geschichten aus Holland.

Das Kindermädchen mit der guten Aussprache.

Eines unerwarteten Glücks kann sich ein hollän­disches Kindermädchen rühmen, das stellungslos war und sich durch ein Haager Stellenvermittlungsamt um Arbeit beworben hatte. Sie wurde durch diese Vermittlungsstelle mit einigen anderen stellung­suchenden Mädchen eines Tages zu einer Dame aus Belgien geschickt, die vor allem auf eine gute Aus­sprache des Holländischen Wert legte. Das stellungs­lose Mädchen genügte dieser Bedingung, und so wurde sie veranlaßt, nach Brüssel zu kommen, wo über die Bewerbung entschieden werden sollte. In Brüssel wurde das Mädchen mit einer andern Dame bekannt gemacht, die sie denn auch für die Wartung ihrer beiden Kinder in Dienst nahm. Diese Dame, die der Bewerberin vollkommen unbekannt war, entpuppte sich zur Ueberraschung der jungen Hol- länberin als Königin Astrid von Belgien, deren Kinder diesen Sommer in dem holländischen Badeort Noordwijk aan Zee verbringen werden, um bei dieser Gelegenheit einwandfrei holländisch zu lernen.

Wo bleibt die Anschovis?

Es ist jetzt die Zeit, wo sich früher in der riesigen Meeresbucht der Zuidersee die Anschovis melden. Die Anschovis kam aus den Tiefen des Atlantischen Ozeans, um in den holländischen Küsteneinschnitten nach Laichplätzen zu suchen. Bei dieser Gelegenheit wurde sie dann gefangen, in solchen Unmengen ge­fangen, daß die Bevölkerung der kleinen holländi­schen Schifferorte von dem Erlös ein ganzes Jahr leben konnte. Seit fünf Jahren ist vor die Zuidersee gegen die Nordsee hin der Abschluhdeich gelegt, so daß die Fische nicht mehr in die Bucht hinein kön­nen. Sie sind infolgedessen zwar nickt ausgeblieben, doch seit fünf Jahren in lange nicht so großen Men­gen mehr erschienen wie früher. Die Laichplätze liegen jetzt in der Waddensee der Friesischen Inseln. Die Fischer sind über den geringer werdenden Zuzug nicht einmal unglücklich. Denn seit fünf Jahren hat sich ja auch wirtschaftlich das Blatt gewendet. Die Anschovis ist unverkäuflich geworden, die aus­ländischen Abnehmer haben sich von der Ware zu­rückgezogen. Dom Fang der vorigen Jahre sind in Amsterdam noch immer ungeheure Mengen unver­kaufter Ware aufgestapelt. Erst wenn die Vorräte verbraucht sind, kann wieder von einer gebührlichen Preisfestsetzung die Rede sein. Gesetzt also, die An­schovis würde vor der holländischen Küste so massen»

daß nach der Polizeiverordnung vom 6. April 1934 die Besitzer von Obstbäumen zur Schädlingsbekämp­fung im Obstbau verpflichtet sind. Alle pflanz­lichen und tierischen Schädlinge des Obstbaues sind rechtzeitig mit allen erforderlichen Mitteln zu be­kämpfen. Auf die Bekanntmachung sei besonders aufmerksam gemacht.

Fröhliche Gymnastik und Spiele.

Nur für Frauen. Eintritt jederzeit möglich. Ab 4. 7. Donnerstags, von 2021 Uhr, für Jüngere, Lyzeum, Dammstraße; ab 4. 7. Donnerstags, von 2122 Uhr, für Aeltere, Lyzeum, Dammstraße; ab 5. 7. Freitags, von 20,3021,30 Uhr, Lollar, Gast- Haus zur Linde.

Reichssporlabzeichen.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Eintritt nur bei Kursusbeginn möglich. Ab 4. 7. Donners­tags, von 18.3020.30 Uhr, Universitätssportplatz (Kugelberg).

Helten.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Eintritt nur bei Kursusbeginn möglich. Ab 8. 7. Montags, von 2122 Uhr jeweils Reitschule Schömbs, Brand­platz; ab 2. 7 Dienstags, von 2122 Uhr; ab 10. 7. Mittwochs, von 2021 Uhr; ab 5. 7. Frei­tags, von 2021 Uhr.

Zu diesen Kursen werden noch Anmeldungen, schriftlich mit Angabe der gewünschten Uebungs- zeiten, entgegengenommen. Weitere Kurse für Reiten können nach Bedarf als Frühkurse von 6.30 bis 7.30 Uhr und als Abendkurse von 2122 Uhr eingerichtet werden. Auch hierzu ist baldige schrift­liche Anmeldung an das Sportamt erforderlich.

Leichtathletik.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Eintritt jederzeit möglich. Ab 6. 7. Samstags, von 1719 Uhr, Universitätssportplatz (Kugelberg).

Schwimmen.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Ab 3. Juli Mittwochs, von 20 bis 21 Uhr, im Volksbad; ab 3. Juli Mittwochs, von 21 bis 22 Uhr. im Volksbad; ab 1. Juli Montags, von 18 bis 19.30 Uhr, Bade­anstalt des Männerbadevereins; ab 6. Juli Sams­tags, von 16 bis 17.30 Uhr, Lollar, Lahnbadeanstalt.

Tennis.

Gastspiel des Schumann-Theaters im Stadttheater.

Am Donnerstag, 11. Juli, gastiert das von (einer letzten Tournee in bester Erinnerung stehende Schumanntheater aus Frankfurt a. M. mit voll- kommen neuem und großem Varietöprogramm im Gießener Stadttheater. Die Preise der Plätze sind ehr niedrig gehalten, so daß es jedem Volksgenos- en möglich fein wird, diese Vorstellung zu besuchen. Preise der Plätze sind: 0,60, 1, 1,30 und 1,50 Reichsmark Karten sind u. a. zu haben im Vor- verkauf im Mufikhaus C Haiti er, Schokoladen- Haus H u n t e m a n n , auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, bei Ortswart Pg. Fritz Rich­ter, Feuerbachstraße 10, und bei sämtlichen Be- triebsroarten der NS -Gemeinschaft ..Kraft durch Freude"

Sendet Bilder und Berichte vonkraft-durch-Frende-Fahrten".

Alle Volksgenossen, die schon an einer Fahrt Kraft durch Freude" teilgenommen haben und bet dieser Gelegenheit die Schönheit der Landschaft mit ihrem Photoapparat festhielten, bitten wir, solche Bilder für uns zur Verfügug zu stellen. Wir wollen aus dem besten Bildmaterial Diapositive Herstellen, um im Winter allen, die noch keine Gelegenheit hatten, an einerKraft-durch-Freude"°Fahrt teilzu­nehmen, zu zeigen, daß diese Fahrten eine wirklich gute und billige Erholung bedeuten. Es werden auch Stimmungsberichte und Berichte über fröhliche Er­eignisse entgegengenommen

Unterstütze auch du die NS. GemeinschaftKraft durch Freude" und du hilfst mit am Aufbauwerk des Führers

Geschäftsstelle

der NS. GemeinschaftKraft durch Freude- Gießen. Schanzenstraße 18.

Hheinfahrt am 14. 3ulL

Der für den 23. Juni geplante Sonderzug an den Rhein ist, wie schon bekannt, auf den 14. Juli verlegt worden. Die Fahrt mit bem Schiff geht nun, wie ursprünglich vorgesehen, nach Bingen. Es können sich noch einige Volksgenossen melden

Sonderzug an den Mrburgring.

Am 28. Juli findet auf dem Nürburgring das Entscheidungsrennen um den großen Preis von Deutschland statt. Die NS. - GemeinschaftKraft durch Freude" beabsichtigt, einen Sonderzug taufen zu lassen. Die Fahrtkosten einschl. Eintrittspreis betragen nur 5 Mark. Wir bitten die Kameraden, sich umgehend bei den KdF.-Warten zu melden, da- mit wir einen Ueberblicf bekommen.

Sportkurse des Sportamts Gießen Kraft durch Freude".

Mit dem 1. Juli fetzt das neue Vierteljahres- Programm des SportamtsKraft durch Freude'^ ein. Kurse aller Art geben allen Volksgenossen die Möglichkeit, billig und bequem unter Anlei- hing von geprüften Lehrkräften Leibesübung zu treiben Niemand ist zu alt oder zu ungelenk zu den KdF.-Sportkursen! Die Gebühren für die Kurse sind so niedrig gehalten, daß ein Jeder daran teilnehmen kann. Auskunft aller Art er­teilt das Sportamt Gießen, Schanzenstraße 18, Tel. 2919. Sprechstunden täglich von 813 Uhr.

Bisher hat das Sportamt Gießen folgende Kurse aufgestellt:

Allgemeine Körperschule.

Für Frauen und Männer gemeinsam. Eintritt jederzeit möglich. Ab 2. 7. Dienstags von 1921 Uhr, Universitätssportplatz (Kugelberg); ab 4. 7. Donnerstags von 1618 Uhr, Universitätssport, platz (Kugelberg); ab 5. 7. Freitags, von 2021,15 Uhr, Lyzeum, Dammstraße..

haft wie früher erscheinen: die Fischer werden, um die Unkosten zu sparen, sich dieses Jahr nur ver- einzelt der Mühe unterziehen, zum Fang auszu­fahren.

Fliegende Holländer.

Viele Holländer der wohlhabenden Kreise haben begonnen, eine nomadenhafte Existenz zu führen. Dies hat feinen Anfang vor einigen Jahren genom­men, als die geldbedürftige Staatskasse zu einer allgemeinen Erhöhung der Vermögenssteuer über­ging. Es war das Zeichen für viele, ihren Wohnsitz in Holland aufzugeben und nach Belgien, Frank­reich, Italien zu verziehen. Auch hier freilich läßt man sich nicht dauernd nieder. Man bleibt immer so lange im Lande, als dies, ohne Steuern ent- richten zu müssen, gestattet ist. Dann zieht man weiter, und es befindet sich gegenwärtig eine recht erhebliche Anzahl begüterter Holländer dauernd unterwegs. Wie es heißt, sucht Frankreich, das die fliegenden Holländer mit Vorliebe aufsuchen, nach Mitteln, um diese zeitweilig im Lande an- ässigen Fremden auch steuerlich zu erfassen. Der ranzösische Finanzminister hat vorm Finanzaus- chuß der Kammer unlängst dahingehende Vorschläge gemacht und zugleich mitgeteilt, daß Frankreich in der Sache Hand in Hand mit Italien arbeiten wolle. Vermutlich werden die vor der Steuer fliehenden Holländer nunmehr die Länder des nahen Orients bevorzugen.

Das Pech der Schönheitskönigin.

In Holland ist auch in diesem Jahre wieder eine Schönheitskönigin gewählt worden, die das Land auf einer Zusammenkunft internationaler Schön­heiten in Paris vertreten fall. Der auswählenden Jury und der von ihr erwählten jungen Dame ist jedoch bas Pech zugeftoßen, daß die Wahl im Lande keineswegs gebilligt wird. Man findet die Ausgewählte alles andere denn vorbildlich, und die Zeitungen scheuen sich nicht, das abweisende Urteil unter Beigabe einer Photographie der Dame zu be­gründen. Die Wahl sei offenkundiger Fehlgriff, und dies giebt nun den Zeitungen Veranlassung, aegen den Unfug der Schönheitskonkurrenzen überhaupt Einspruch zu erheben. Holland kommt damit zwar ein wenig spät, denn in anderen Ländern hat man sich ja vom Rummel dieser Wettbewerbe längst ab- gewandt. Immerhin verdient es Beachtung, daß es bei den Holländern die Furcht ist, in Paris durch eine zweifelhafte Frauenschönheit vertreten zu wer­den, was sie veranlaßt, von diesen Konkurrenzen in Zukunft lieber überhaupt Abstand nehmen zu wollen.

H.

Die deutsche Rrbcitöfront n.9.=Gemeinf(haftKraft durch kreudc