spiel nach § 396 oder nach § 402 der Reichsabgabenordnung) eine schwerere Strafe verwirkt ist. Außerdem findet, wenn der Verordnung zumider- aehandelt worden ist, eine Schätzung nach § 217 Der Reichsabgabenordnung statt.
Staatssekretär Reinhardt führte auf einer sächwissenschaftlichen Tagung in Dresden hierzu aus:
Diese Verordnung enthält nicht eine Soll- Vorschrift, sondern eine Muß-Vorschrift, sie enthält eine Verpflichtung, deren Nicht-Erfüllung unter die Strafvorschrift des § 413 fällt. Wer der in dieser Verordnung vorgeschriebenen Pflicht zur Führung
des Wareneinyangsbuchs nicht genügt, wird § 413 gemäß mit einer Ordnung s st rafe bis z u 1 0 000 Mark bestraft.
Die Führung des Wareneingangsbuchs in der vorgeschriebenen Weise erfordert keinerlei Buchfüh- rungskenntniffe: denn es wird lediglich verlangt, die Wareneingänge fortlaufend in ein Buch einzutragen. Es werden nicht auch irgendwelche b u ch - technische Dinge, sondern es wird lediglich eine fortlaufende Aufzeichnung der Wareneingänge verlangt.
Wirtschaft.
Oie Lndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
947: Verrechnungszertifikate für die gesamte niederländische Ausfuhr nach Deutschland vorgeschrieben.
948: Bestimmungen über den Transithandel.
949: Bewirtschaftung des deutschen von Frankreich festgesetzten Einfuhrkontingents für genähte Wäschestücke durch deutsche Aus- ftihrstelle.
53630 Genossenschaften in Deutschland.
Die Bestandsentwicklung der deutschen Genossenschaften hat eine weitere Zunahme erfahren. Durch einen Reinzuwachs von 46 Genossenschaften steigerte sich der Gesamtbestand aller deutschen Genossenschaften am 1. Juni 1935 auf 53 630. Erwähnenswert ist die stärkere Entwicklung der Lieserungs- genossenschaften. Auch im Mai wurden wieder 26 Genossenschaften, meist Landeslieferungsgenossenschaften der verschiedenen Handwerksarten, errichtet. Insgesamt stellt sich die Zahl der meist landesbezirklichen Lieferungsgenossenschaften in Deutschland am 1. Juni 1935 auf 188.
Neue Aufträge für die Gteinindustrie in Gicht.
Der Generalinspekteur für das deutsche Straßen- wesen, Dr. Todt, teilte auf einer Tagung der Reichsbetriebsaemeinschaft „Stein und Erde" mit, daß die Abrufe an Pflastersteinen für Reichs- und Landstraßen 1. Ordnung im laufenden Jahre bis Ende Mai 660 000 Tonnen gegenüber einem Gesamtabruf im ganzen Vorjahre von 890 000 Tonnen betrugen. Aus diesem Grunde sei auch in diesem Jahre eine Vermehrung des Auftrages gegenüber dem Vorjahre zu erwarten. Die Auftragserhöhung 1934 gegen 1933 betrug 65 v. H. Außer den z. Z. laufenden Arbeiten ist den Bauverwaltungen ein Betrag von 15 Millionen RM. für zusätzliche Arbeiten zur Verfügung gestellt worden. Die Aufträge hierfür werden in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden.
*
* Die Neue Hessische Beamten-Sterbe- kaffe zu Darmstadt hielt ihre XL Mitgliederversammlung im Bürgerhof zu Mainz ab. Die Versammlung nahm einen würdigen Verlauf, der Geschäftsbericht mit Jahresbericht für das abgelaufene Jahr, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung würbe einstimmig genehmigt. Aus dem Jahresbericht und Bilanz geht hauptsächlich hervor, daß die Kasse 1456 Mitglieder mit einem Dersicherungskapital von 1 467 777 Mark zählt, die Prämienreserve 460 974 Mark, die Sicheryeitsreserve 100 000 Mark und die Gewinnrücklage, die in 1935 übergeht, 74 918 Mark beträgt. Die für das Jahr 1934 auszuschüt- tende Dividende wurde wie im Vorjahre auf 40 v. H. der Jahresprämie festgesetzt. Der seitherige Vorstand wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.
* Vorgriffe in der Wollwirtschaft. Durch eine im Reichsanzeiger vom 3. Juli veröffentlichte Anordnung — W 15 — der Ueber- wachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare vom 1. Juli 1935 wird der Paragraph 15 der Anordnung — W 14 — vom 15. März 1935 wie folgt geändert: Vorgriffe auf spätere Zeiträume sind ohne besondere Genehmigung nicht gestattet. Ausgenommen hiervon ist der Einkauf deutscher Schurwolle. Bei dieser ist ein Vorgriff auf die für die Zeit vom 1. Oktober 1935 bis 31. März 1936 zu erteilenden Einkaufsgenehmigungen bis aum dreifachen Betrag derjenigen Menge gestattet, die vom Käufer in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1934 verarbeitet worden ist. Diese Anordnung tritt am 4. Juli in Kraft. Gleichzeitig tritt Paragraph 15 der Anordnung — W 14 — vom 14. März 1935 außer Kraft.
* Neue Preisfestsetzung für Hühnereier. Nachdem die Eierpeise vier Monate hindurch unverändert den niedrigsten Stand des Jahres gehalten haben, setzt nunmehr nach Beendigung
der Eierschwemme die alljährlich saisonbedingte Angleichung an die Winterpreise ein. Demgemäß sind bei den soeben erfolgten Preisfestsetzungen die Erzeugermindestpreise sowie die Großhandels- Uebernahmepreise für Hühnereier mit Wirkung vom 4. Juli 1935 an um durchschnittlich einen halben Pfennig je Stück höher notiert worden. Nach Räumung seiner Bestände dürfte auch der Kleinhandel dieser Angleichung folgen.
* Chinaauftrag für Henschel & Sohn AG., Kassel. Wie der Fwd. erfährt, hat die Stadtverwaltung Peiping in diesen Tagen der Henschel & Sohn AG., Kassel, einen Auftrag auf vier Dampfstraßenwalzen erteilt.
Nhein-Mainische Börse.
Alitlagsbörse: Tendenz uneinhelllich.
Frankfurt a. M., 4. Juli. Die Börse war bei sehr kleinen Umsätzen Zunächst uneinheitlich und nach den ersten Kursen bröckelte das Niveau allgemein etwas ab. Der Auftragseingang aus der Kundschaft hielt sich in engen Grenzen, wodurch auch die Kulisse in ihrer Unternehmungslust gehemmt wurde. Die Veränderungen hielten sich am Aktienmarkt meist innerhalb eines Prozentes. Am Montanmarkt waren Harpener Bergbau in größeren Beträgen angeboten, so daß der Kurs auf 113,13 (115) nachgab. Die nunmehr veröffentliche Umtauschtransaktion hat in Börsenkreisen etwas verstimmt. Von anderen Bergwerkswerten verloren Klöckner 1 v. H., Rhein. Braunkohlen 0,50 v. H., während im übrigen die ersten Kurse bis 0,65 v. H. höher lagen. Der Chemiemarkt lag geschäftslos, zunächst kamen nur IG.-Farben mit 151,75 (151,65) zur Notiz. Von Elektroaktien lagen Schuckert mit 123,40 (122,25) bemerkenswert fest, auch Mainkraftwerke zogen um 0,75 v. H. an, dagegen waren AEG. angeboten und 0,50 v. H. schwächer, ferner ließen Lahmeyer 0,50 v. H. nach. Zellstoffpapiere kamen gut behauptet zur Notiz. Von Schiffahrtswerten fetzten Hapag 0,40 v. H. und Nordd. Lloyd 0,65 v. H. freundlicher ein, AG. für Verkehrswesen lagen mit 90 v. H. unverändert. Sonst eröffneten Aku 0,75 v. H., Daimler Motoren 0,50 v. H. fester, Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof sowie Löwenbräu München lagen behauptet.
Der Rentenmarkt war im ganzen still. Weiter lebhaftes Geschäft hatten im Anschluß an die Abendbörse nur zertifizierte Preußen-Bonds, die auf wieder auftretende Umtauschgerüchte auf 66 (65,25) anzogen. Die Altbefitzanleihe ließ auf 112,70 (112,90) nach, im Übrigen lagen die Kurse für Schuldbuchforderungen, Zinsvergütungsfcheine und Kommunal-Umfchuldung unverändert. Erneut fester tendierten Reichsbahn-VA. mit 123,65 (123,50), ferner zogen von Industrie-Obligationen Mittelstahl und Hoesch je 0 50 v. H. an, 6proz. Stahlverein blieben zu 101,75 behauptet.
Im Verlaufe war das Geschäft auf allen Marktgebieten sehr klein. Die Kursentwicklung war bei freundlicher Grundstimmung weiterhin uneinheitlich, wobei aber doch meist leichte Befestigungen, insbesondere für Elektro-, Motoren- und Mafchinen- aktien, überwogen. Fest waren Conti Gummi mit 160 (158,50), Metallgesellschaft mit 112,50 (111,75). Montanwerte bröckelten etwas ab, Harpener konnten sich aber leicht erholen auf etwa 114 (113,13). Feinmechanik Setter kamen nach Pause mit 83,25 (l. K. 78,50) zur Notiz. Schwach lagen weiterhin Deutsche Linoleum mit 165 (166,75).
Am Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen von Belang. 6proz. Preußen blieben lebhaft und zogen auf 66,50 an, später gingen sie auf 66,25 zurück. Pfandbriefe waren bei kleiner Nachfrage gut behauptet, dagegen notierten Stadtanleihen bei Veränderungen bis zu 0,50 v. H. uneinheitlich. Der Auslandrentenmarkt lag still. Ungarn Gold notierten geringfügig höher mit 11,55 (11.25).
Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert.
Abendbörse fester.
Frankfurt a. M., 4. Juli. Die Abendborse zeigte im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr eine weiter befestigte Tendenz. Das Geschäft war etwas lebhafter in Montanwerten, wobei die Aus- fuhrfteigerung und die erhöhte Jnlandbefchäftigung in der Röhrenindustrie etwas Anregung bot. Stahlverein mit 85,75, Mannesmann mit 90.75 und Klöcknerwerke mit 102 bis 102,25 lagen bis
zu 1 v. H. hoher, Hoefch Eisen mit 107,25 gewannen 0,40 v. H., dagegen gingen Harpener auf 113,50 (114) zurück. Auf höhere Amsterdamer Meldungen waren außerdem Kunstseide AKU. ziemlich lebhaft mit 66,75 bis 66,50 bis 66,40 bis 66,50 (66,13). Daneben zeigte sich etwas Nachfrage nach JG.-Farben zu 151,75 bis 152 (151,65) und für einige Elektrowerte wie Rheag mit 139 (138,25), RWE. mit 133,25 (133), Lahmeyer mit 133 (132,50) und Siemens mit 180 (179,50). Höher lagen ferner Moenus Maschinen mit 85,75 (85). Auf den übrigen Marktgebieten war das Geschäft bei gut behaupteten Kursen klein. Reichsbank gaben auf 190 (190,50) nach und Conti Gummi waren zu 160 (160) angeboten. Am Einheitsmarkt kamen Der. Ultramarin mit 144 (141,50) und Commerzbank mit 92 (91,75) zur Notiz. Der Rentenmarkt lag sehr still und kursmäßig unverändert. Etwas Interesse erhielt sich für zertif. Preußen zu unv. 66,75 v. H. U. a. notierten: Altbefitz 112,90, Reichsbahn-VA. 123,50, 4proz. Defterr. Gold 33, 4proz. Ungat. Gold 11,50, Commerzbank 92, DD-Bank 93, Reichsbank 190, Buderus 107,75, Harpener 113,50, Klöckner 102 bis 102,25, Mannesmann 90,75, Hoesch 107,25, Rheinstahl 113,50, Stahlver- ein 85,75, AKU. 66,75 bis 66,50 bis 66,40 bis 66,50, BMW. 126,50, Bekula 140,65, Deutsche Erdöl 111,90, Deutsche Linoleum 165
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 4. Juli. Auftrieb: 39 Rinder (gegen 29 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 5 Ochsen, 6 Kühe und 28 Färsen. Zum Schlachthof direkt 2 Ochsen und 1 Kuh. Kälber 786 (769), Schafe 9 (39), Schweine 325 (313). Notiert
wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: KSl- ber a) 57 bis 60 (am 27. Juni 57 bis 60), b) 50 bis 56 (49 bis 56), c) 40 bis 49 (40 bis 48), d) 30 bis 39 (28 bis 39). Hämmel und Schafe wurden wegen des geringen Auftriebs nicht notiert. Schweine al) 48 bis 50, a2) 48 bis 50, b) 48 bis 51 (47 bis 51), c) 47 bis 51 (47 bis 51), d 44 bis 50 (44 bis 50). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine rege, ausverkauft. Ueberftanb: 8 Rinder, darunter 2 Kühe und 6 Färsen.
Rundfunkprogramm.
Samstag, 6. Juli.
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.15: mtlingfs zur Morgenstunde. Nachrichten, ymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 11.30: Sozialdienst. 11.45: Bauernfunk. 12: Buntes Wochenende. Unterhaltungskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. Buntes Wachende. 14: Nachrichten. 14.30: Musikalische Unterhaltung. Zwischen Zwei und Drei. 15: Nachrichten. 15.15: Jugendfunk. 16: Der frohe Samstagnachmittag. 18: Der Stadtschreiber von Burgheim. 18.20: Stegreifsendung. 18.30: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.40: Saar- dienst. 19: Präsentier- und Parademärsche ehemals in Metz garnifonierter deutscher Regimenter. 19.45: Wochenscyau des Zeitfunks. 20: Nachrichten. 20.15: Aus der Stadt der Lieder. Wiener Musik. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30: Tanzmusik zum Wochenende. 24 bis 2: Nachtkonzert.
3m Ried ersteht das erste deutsche Erbhosdorf.
Bereits im September Einzug der Hiedbauern. — Mehrere hundert Erbhöfe tverden gebildet.
LPD. Bürstadt, 4. Juli. In der Nähe von Bürstadt, nicht weitab von der Straße, die nach der Siegfriedsstadt Lorsch führt, entsteht ein neues Dorf, das erste Erbhofdorf des Dritten Reiches im hessischen Ried auf gewonnenem Neuland.
Gewaltig ist das Gesamtarbeitsvorhaben der hessischen Regierung.
Das gesamte rNellorations- und Siedlungs- Programm umfaßt 110 000 Hektar.
In neun Arbeitsgebiete ist das Land Hessen eingeteilt, in sieben Arbeitsgebieten ist die Bodenverbesserungsarbeit ausgenommen, die rasch vorangeht. Vom ersten Arbeitsgebiet, das den Süden des hessischen Landes umfaßt und etwa begrenzt wird von einer Linie, die von Bensheim über Biblis, den Rhein hinauf bis Lampertheim, dann die Landesgrenze im Süden entlang an die Bergstraße führt und über Heppenheim wieder nach Bensheim, kann berichtet werden, daß die Meliorationsarbeit in diesem Herbst noch vollendet sein wird. Die Durchführung des Programms erfolgt im Rahmen der Feldbereinigung gegen eine siebeneinhalbprozentige Landabgabe seitens der Grundeigentümer.
Das aus dem Landabzug sowie aus der Neu- kultivierung gewonnene Land wird auf dem Siedlungswege gegen eyie tragbare Rente in Bauernhand gegeben. Aber auch das bisher unwirtschaftlich genutzte Almenland geht zu etwa 80 v. H. gegen eine Rente in Bauernhand über.
Rund 16 000 morgen stehen nunmehr im ersten Arbeitsgebiet zur Reubesiedlung zur Verfügung.
Im Jahre 1934 wurde mit den Arbeiten begonnen. Aus dem Lorscher Wald wurden 41 Hektar abgeholzt, gerodet und anschließend bestellt. Schon im Herbst des gleichen Jahres konnten weitere 100 Hektar abgeholzt werden. Dieses Waldgebiet wurde dann im Frühjahr 1935 gerodet, gepflügt und' bestellt. Insgesamt mußten 30 000 Festmeter Holz auf dieser Fläche aufgearbeitet werden. Der Frauenarbeitsdienst — Lager Bürstadt — wurde für diese große Aufgabe mit eingesetzt. Die Mädel halfen zum Teil bei den Rodungsarbeiten, 3um Teil bepflanzten sie die neugewonnene Ackerfläche mit Kartoffeln.
Die neugewonnene Fläche aus Waldabtrieb und neugewonnenem Neuland durch Meliorationen gestatten es der hessischen Regierung, auf diesem Boden in der Nähe des Waldrandes ein neues Dorf zu errichten, ohne die im ersten Arbeitsgebiet ansässigen Bauern in ihrer Ackernahrung zu schmälern. Der Planung des neuen Dorfes ging die Siedlungserhebung voraus, die den Zweck hatte, die Aufnahmefähigkeit der alteingesessenen Dauern an landwirtschaftlichem Gelände festzustellen. Dabei wurde ermittelt, daß über die Ausscheidung des Geländes für die neue Ortschaft hinaus genügend Referveland vorhanden ist, um einen möglichen späteren Landbedarf zu befriedigen.
25 neue vauernskellen werden das neue Dorf bilden, jede Stelle zu 30 morgen.
Dazu wird das Dorf vier bäuerliche Handwerkerstellen besitzen mit einer Landzulage von je 15 Morgen. Die Wege auf Feld sind auf das Notwendigste beschränkt.
Schon sind auf der neuen Dorfgemarfung rund 2000 Ob ft bäume gepflanzt worden. Auch ist für jeden Jungbauern ein Spargel stück von 2900 Quadratmeter Größe angelegt. So wird alles vorbereitet, um dem neuen Erbhofbauern möglichst rasch einen Ertrag aus seinem Hof zu sichern.
350 000 Notstandarbeitertagewerke wurden in den beiden ersten Arbeitsgebieten seit Herbst 1933 geleistet. Hand in Hand aber mit diesen Meliorationsarbeiten ging die Feldbereinigung.
So werden in diesem Gebiet außer dem neuen Dorf durch Landzuteitung mehrere hundert Erbhöfe gebildet werden. Darüber hinaus sollen zahlreiche halbbauern durch Landzuleilung die Ackernahrung finden. Außerdem wird es gelingen, den Arbeiter dieses Gebiets wieder restlos bodenständig zu machen, denn allein im ersten Arbeitsgebiet wurden über tausend dort ansässigen Arbeitern bis zu zwei morgen Land zugewiesen, aus denen sie eine zusätzliche Verbesserung ihrer Lebenshaltung ziehen können.
Das neue Dorf ist die Krönung einer zweijährigen Arbeit der hessischen Landesregierung. Mit dem Bauen ist symbolhaft am 1. Mai 1935 begonnen worden. Schon im September d. -I. werden die neuen Niedbauern ihren Einzug halten können. Ihnen stellt die hessische Regierung für das laufende Jahr bis zur Ernte 1936, den Erntebedarf zur Verfügung, und zwar aus der Ernte der zwischen- bewirtschafteten Neulandfläche, die die Regierung in eigener Regie durchführt.
Der neue Erbhof besteht aus einem freistehenden Wohnhaus, aus Viehstall, Schweinestall und Scheune unter einem Dach. Jeder Bauernhof wird einen Kartoffel- und Getreidesilo mit genügendem Rauminhalt erhalten.
Bereits im Herbst des vergangenen Jahres waren 2400 Morgen bereinigt und melioriert worden. Sie konnten schon damals einer Zwischenbewirtschaftung zugeführt werden. Die hessische Landesregierung hat diese gesamte Fläche mit Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Futterpflanzen, Mais, Speisekartoffeln, Zuckerrüben, Dickwurz, Hanf und Oelfrüchten bestellt. Neben dieser Bestellung führte sie noch großzügige Versuche im Anbau von Gemüse durch. Mit dem Beginn der Zwischenbewirtschaftung erhielt der Frauenarbeitsdienst — Lager Bürstadt — eine weitere wichtige Aufgabe. Ihm oblag die Saatenpflege, die Bewirtschaftung der gartenmäßißg angebauten Gemüse, die Unkrautbekämpfung, die Ernte der Gemüse und Kartoffeln. Sie schufen mit ihrer Arbeit die letzte Voraussetzung dazu, daß der hessischen Landesregierung das große Werk gelingen konnte und daß nun bereits in kurzer Zeit die neuen Erb- Hofbauern einziehen können in ihre neue Riedheimat.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Sronffurt a.M.
Berlin
Jranffurt a. M.
Berlin
Devi
3. jun
4. Juli
3.7
47
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117
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A.E.G.
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•1 1901
12,75
Die hinter den Papieren
die
enen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.
7 7
107,75
111,9
93
93
190
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5 O
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47,5
140,5
118,5
133,75
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130
138,25
133
123
179,5
132,9
93
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190,5
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118
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132,5
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106,25
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139
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107,25
160 131,5 102,25 90,75
Schluß- furd
47,5
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118,5
134,25
105,75
129,9
135
132,75
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35,13
33
38,25
89,5
115,75
91,75
96
166,75
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115,75
91,5
38,25
89,5
115,75
92
115
107
159
131
101,75
89
Gritzner
Mainkraftwerke Höchst a.8JL.
Süddeutscher Zucker ......
Schlußk. Mittag- börse
4.7-
Bekula io Elektt. Lieferungsgesellschaft... - Licht und Kraft .........ey.
Felten & Guilleaume o Gesellsch.f.Elcktr. Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Eleltr ß Schuckert LCo. Siemens L Halske. LahmeyerLLo. .,
t®. Farben-Jndustrte
rfieibeanftalt........
Goldschmidt
Rulgerswerke
Metallgesellschafi
. o . 0 . 0 . 0
,. 7 . O . 6 , 0 . 0 . 0
19 . 8
4% Oesterretchtsche Golbrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Golbrente .......
4% Ungarische Slaatsrente v. 1910 4K%> desgl. von 1913 .......
6% abgest. Goldmexikaner von 99 N^dadbahn-Anlethe
Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..
enmarfl Berlin — Frankfurt a. Al.
Hamburg-Amerika-Paket o Hamburg-Slldam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-
Datum
....... 8
.......6
O
12
0 94
B! 119,25 41 135 I
Marisfelder Bergbau .. Kokswerke ...........
Phönix Bergbau......
Rheinitche Braunkohlen Rheinstahl ...........
Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth
Schultheis Patzonhoser Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg Zellstoff Maldhof Zellstoff Aschaffenburg .....
Dessauer GaS Daimler Motoren Deutsche Linoleum.........
Orenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof....... Chade Accum ulaioren-Fabrik Conti-Gummi ............
71 151,65
9 236
0, 106
4 122
4j 111,75
Gesellschaft.. Dresdner Bank Reichsbank ...
Buderus o
Deutsche SrdlU ........... <
Gelsenkirchener o
Harpener...................o
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. O
Ilse Bergbau ............... g
Ilse Bergbau Genüsse 6
Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhrea ....... O
.. O, 17,75
>. 6 127
• 6 124,5
7y3| 186 |
Frankfurt a. M
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag- börfe
Datum
3 7
47
37-
4 7
4% desgl. Serie H ............
8,3 10,25 6,25 39,9
8,3 10,5
6,1 39,4
12,1
7,9
10,5
6,3
40
12,75
8,2
10,5 6,15
39,4
5% Numan, vereinh. Rente V.1903 4^%Rumän.vereinh.Nentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
214% Anatolier ..............
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börsc
Schlußkurs
Schluß!. Mittag- börse
Oafum
3 7
47
37
4-7.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,65
100,5
100,25
100,25
4% Deutsche Reichsanl. von 1984
97,5
97,5
97,25
97,4
6Yi% Doung-Anleihe von 1980 ..
104
104
103,9
Deutsche Anl.-Ablös..Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4x/i% Deutsche Retchspostschatzan-
112,9
112,9
112,9
113
Weisungen von 1934, 1.......
S% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929
100,15
100,25
100,3
100,3
(rückzahlb. 102%) ...........
97,75
97,75
97,5
97,5
4Vi% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
96,25
96,25
_
6Vi% ehem. Hess. Landes-Hypo-
thekenbank Darmstadt Liaut ...
100,5
100,5
_
4y«% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldschuldverschr. R.6
92,5
92,5
_
Oberhessen Provmz.Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
127
127
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
115,9
116,25
116,5
116,25
4'/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,25
6Vi% ehem. 4>/2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
6y,% ehem. 4'/,% Rheinische
100,8
101
—
—
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
101,5
101,4
101,5
101
4ty% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
96,75
96,75
96,75
96,75
*¥>% ehem. 7% Pr. LandeSpfand-
bnefanst., Gold Komm. Lbl.VI
_
Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-39
107
107
107
107
Amtliche Geld
Dotierung »fiel
Amtliche Geld
Notierung
2 rief
Buenos attei
0,658
0,662
0,658
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Brüssel.....
41,885
41,965
41,885
41,965
Rio de Jan.
0,139
0,141
0,139
0,141
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3^053
Kopenhagen.
54,50
54,60
54,75
54,85
Danzig.....
46,89
46,99
46,905
47,005
London .....
12,205
12,235
12,26
12,29
HeliingforS..
5,38
5,39
5,405
5,415
Paris ......
16,40
16,44
16,405
16,445
Holland ....
168,76
169,10
168,71
169,05
Italien.....
20,42
20,46
20,42
20,46
Japan ......
0,717
0,719
0,719
0,721
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
61,35
61,47
61,62
61,74
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49^5
11,15
Lissabon....
11,075
11,095
11,13
Stockholm...
62,94
63,06
63,22
63,34
81,28
34,10
10,36
Schweiz ....
Spanien....
81,11 34,00
81,27
34,06
81,12
34,04
Prag.......
Budapest ...
10,345
10,365
10,34
Neuyork ...
2,472
2,476 Banknoten.
2,480
2,484
117,5
117
126,4
117,75
127,25
229
230
229
113,5
113
113,65
85,75
84,13
85,13
18,4
17,9
18,4
127,5
127,5
127,4
124,25
124,75
124,5
187
186
187
152
151,65
151,65
236
——
—•
106,75
106,25
107
122,75
122
122,5
112,75
111,75
113,25
93,5
93,75
93,9
119,5
135
—
114,75
114,75
66,5
65,4
66,13
120
119,5
119,5
119,75
120,75
120,4
88,4
89,5
88,75
—
142,25
143
96,25.
95,9
96
165
166,5
165
——
91,4
91,25
36,25
36,5
36,65
——
295
294,5
176
175
176
160
158,5
160
42
42
92
-
191
191
192
SerilM Jüil
Geld
■"23rk( "
Amerikanische Roten..............
2,432
2,452
Belgische Noten..................
41,72
41,88
Dänische Noten .................
54,54
54,76
Englische Noten .................
12,225
12,265
Französische Noten...............
16,355
16,415
Holländische Noten ...............
168,29
168,97
Italienische Noten................
Norwegifche Noten ..............
19,86
19,94
61,41
61,65
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
63,00
63,26
Schweizer Noten.................
80,89
81,21
Spanische Notes.................
Ungarische Hott* •••••••• ••••••••
33^68
33,82


