leid) e r
Wie sieht es in der Wirtschast aus?
werbs-
und Rentabilitätslage der Ruhrkohle in
Aus aller Welt
Zehnmal Lebensretter in 14 Tagen.
ia, wobei Landwirt
Brandunglück bet Lille.
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e tJ e auch für das Nationalsozialist l sch e Kraftfahrkorps zur Durchführung. Für den siegenden Motorsturm jeder Motorgruppe oder -brigade stifte ich einen Ehrenpreis. Nähere Ausfuhrungsbestimmungen, insbesondere über eine Ergänzung der Bedingungen vom 22. Juni durch A^ÄPortliche Prüfungen, erläßt der Führer des
Vom Starkstrom getötet.
Auf der Blei- und Silberhütte in Braubach am Rhein ereignete sich ein Unglücks fall. Ein Arbeiter kam mit der elektrischen Leitung in Berührung und wurde auf der Stelle getötet.
Vootsungtück auf der Donau. — Drei Tote.
Autoschlauch umgelegt und konnte etwa 50 Meter unterhalb das Ufer gewinnen.
Beim Heuabladen tödlich verunglückt.
In Volkenrath bei Simmern (Hunsrück) geriet ein junger verheirateter Landwirt beim Abladen
Bei Lille geriet durch eine Fehlzündung ... Motors ein Lastkraftwagen in Brand, der etwa 20 Fässer Benzin geladen hatte. Der Wagenführer erlitt schwere Branüverletzungen. Ein an der Straße gelegenes Wohnhaus, Bauernhof und ein Eafshaus wurden von Flammen ergriffen und stark beschcÜngt.
Linsturzunglück in Italien. — Blutter mit zwei Kindern erschlagen.
In Castellamare am Golf von Neapel st ü r z t e plötzlich ein schon lange baufälliges Gebäude ein.
gationen im Vordergrund, durch das den Aktionären in der Form der Anleihezinsen wenigstens ein gewisses Mindesterträgnis ihrer Kapitalanlage gewährleistet werden soll. Die Har- pener Bergbau A.-G. betonte, daß die völlig veränderte Lage am Weltkohlenmarkt die Wettbe-
einem Ausmaß in Mitleidenschaft gezogen habe, daß die angemessene und stetige Verzinsung des früheren Aktienkapitals von SO Mill. RM. nicht gestattet. Andererseits ist aber das in seiner Substanz und in seinen bergmännischen und industriellen Anlagen unter und über Tage ausgezeichnete Unternehmen durchaus in der Lage, eine bescheidene Mindestverzinsung zu gewährleisten, wie sie in der Garantie von 4,5 v. H. für die Obligationen mit eventuellen Zuschlägen, die von der Aktien- dividende abhängig gemacht werden, gegeben ist. Das Angebot der Harpener Bergbau AG., das den Aktionären am 13. August in einer außerordentlichen Generalversammlung unterbreitet werden soll, ist weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus von großem Interesse für das deutsche Aktienwesen überhaupt, denn Ueberlegun- gen, wie sie hier von der Harpener-Derwaltung angestellt werden, könnten für eine ganze Reihe von deutschen Unternehmungen gelten, und vielleicht wird dieser Fall zu einem Präzedenzfall werden. Damit ist nicht gesagt, daß jede Einzelheit nachgeahmt werden wird und soll — sicher wird dies immer nur vom konkreten Einzelfall aus zu ent« scheiden sein — aber der Grundgedanke, die Aktie mit ihrer Ungewißheit über die Verzinsung durch die Obligation mit festem Zinsanspruch zu ersetzen, verdient als etwas grundsätzlich Neues und in vieler Hinsicht Begrüßenswertes Beachtung.
von Heu in eine elektrische Abladevorrichtung. Plötzlich riß das Seil an der Vorrichtung ' ' das Kabel zurückschlua und dem jungen 1_________
in die Brust drang. Kurze Zeit daraus erlag er seinen schweren Verletzungen.
macht und hofft, in ihm ein Instrument positiver Kulturbetreuung zu gewinnen. Unter Führung von Baurat Dr. Gretsch- Stuttgart wird der Deutsche Werkbund seine Devise, die Veredelung aller wertmäßigen Arbeit, wahrzumachen versuchen. So wie der Nationalsozialismus die Arbeit adelt und die Gleichberechtigung aller Arbeiter anerkennt, will der Werkbund alles Schaffen erfassen in der Absicht, auch die kleinste Leistung zu einer wirtlichen Kul- turleistung zu machen. Sein Kampf gilt der Minderwertigkeit des Wirkens und Gestaltens und für Wie- dergewinnung jenes gesunden Werkgeistes, der gro- ßen Kulturperioden den eigentlichen Nährboden gegeben hat.
Professor Heger
keilender Slaalskapellmelster in Kassel.
Staatskapellmeister Professor Heger von der Berliner Staatsoper wurde beauftragt, an dem Neubau des Staatstheaters in Kassel mitzuwir« ken. Er wird auf die Dauer eines Jahres neben seiner Tätigkeit an der Berliner Staatsoper das Amt eines leitenden Staatskapellmeisters in Kassel wahrnehmen.
Die letzten Junitage pflegen in jedem Jahre eine Hochflut von Generalversammlungen zu bringen, weil zahlreiche Gesellschaften aus mancherlei sachlichen oder auch nur rein arbeitstechnischen Gründen den Termin für die Berichterstattung über das abaelaufene Geschäftsjahr und für die anschließende Versammlung der Aktionäre kurz vor den Ablauf der gesetzlichen Frist verlegen. In das gewohnte Bild der Aktionär-Tagungen kam diesmal ein besonderer Zug durch die an vielen Stellen etwas lebhafter als sonst auftretende Opposition. Unter diesem aktienrechtlichen Begriff treten nun allerdings die verschiedensten Fälle auf, verschieden vor allem in der Beurteilung vom gemeinwirtschaftlichen Standpunkt aus. Soweit es sich um Opposition handelt, die sozusagen als Selbstzweck betrieben wird, wird das.Interesse der Allgemeinheit an den sich daraus ergebenden Diskussionen zwischen Verwaltung und opponierendem Aktionär nicht besonders groß sein. Andererseits gibt es aber Verwaltungen, die durch ihre übergroße Schweigsamkeit oder die Eigenmächtigkeit ihrer Geschäftspolitik eine Kritik der Aktionäre bis zu einem gewissen Grade herausfordern, und wenn in solchen Fällen durch Anfragen in der Generalversammlung die Mitteilsamkeit der Verwaltung etwas angeregt bzw. die Handlungsfreiheit ein wenig einzuschränken versucht wird, so kann das die Allge-* meinheit eigentlich nur begrüßen — vorausgesetzt, daß nicht hinter der opponierenden Gruppe in Wirklichkeit ein Konkurrenzinteresse steht, das diesen Weg gewählt hat, um hinter Betriebsgeheimnisse usw. zu kommen. Aber für derartige Fälle gewährt ja das Gesetz der Verwaltung die Möglichkeit, im Interesse der Gesellschaft die Auskunft zu verweigern. In der Mehrzahl der in den vergangenen Tagen beobachteten Fälle von Opposition, die teilweise später in Protestanmeldungen Ausdruck fand, drehte es sich um die Dividendenfrage. Hier und da war der Wunsch der Aktionäre, eine höhere Ausschüttung zu erhalten, von Erfolg: in anderen Fällen wurde die Dioidendenlosigkeit dem Antrag der Verwaltung entsprechend beschlossen.
tnebsfuhrers zu Protestkundgebungen der Gsfolg- schast, an denen sich Einwohner aus der näheren Umgebung des Betriebes beteiligten. Man warf dem Betriebsführer vor, die Gefolgschaft durch sehr niedrig gehaltene Löhne und durch unangebrachte Ueber stunden auszubeu- ten. Wegen Gefährdung seiner eigenen Person mußte Hayungs sen. in Schutzhaft genom» m e n werden. Hayungs jun. und feine Mutter hatten Bremen bereits verlassen.
Kunst und Wissenschaft.
Wiederaufnahme der Werkbundarbeit.
Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste teilt mit: Der Deutsche Werkbund, dessen Wirken von großen Erfolgen innerhalb und außerhalb unserer Landesgrenzen begleitet war, hat in den Zeiten allgemeiner Verwirrung und des Ueberanfpruchs blutleerer Intellektueller zum Schluß eine lebhaft umstrittene Stellung im deutschen Kunstschaffen eingenommen. Nunmehr hat die Reichskammer der Bildenden Künste den neuen Werkbund zum direkten Mitglied der Kämmer ge-
Reichsbifchof Müller in Kassel.
Lpd. Kassel, 4. Juli. Reichsbischof Müller wohnte einer Andacht in der Martinskirche bei, wo er zu der Gemeinde sprach. In einer Kirchenvorstehertagung der 'Evangelischen Landeskirche von Kurhessen und Waldeck führte Reichsbischof Müller aus, daß es nötig sei, eine äußere Form des Gottesdienstes zu finden, die alle befriedige. Einmal müsse es in Deutschland dahin kommen, daß in unseren Kirchen die gleichen Lieder gesungen werden und der Gottesdienst die gleiche Form habe. Notwendig sei es, daß etwas von der wirklichen Kameradschaft wieder in die Gotteshäuser komme. An die Stelle des Morschen müsse das Gesunde treten. Der vvlksfremde Geist müsse bekämpft werden. Wir alle müßten für das Deutsche kämpfen und für das Christentum: denn deutsch wollten wir alle sein und Christen auch. Den Grund, auf dem wir leben, müßten wir mit neuen Augen sehen. Wir alle seien verpflichtet, für das Neue zu arbeiten. Wir müßten aber dazu kommen, das wahre Christentum sehen zu lernen. Es müsse wieder geben eine wahre Arbeitsgemeinde, eine wahre Arbeitsgemeinschaft. Vertrauen müsse wieder herrschen. Wir müßten eine Kirche aufbauen zu Gottes Ehre und zum Wohle des Vaterlandes. Je treuer wir feien in der Arbeit an diesen Aufgaben, um so treuere Bürger würden wir sein im Reiche Adolf Hitlers. Er schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Abends fand in der Martinskirche, in der Lutherkirche, in der Alten Lutherischen Kirche und in der Brüderkirche eine Feierstunde statt, an der auch der Reichsbischof teilnahm.
Oie Geburtstagsspende der deutschen Beamtenschaft dem Führer übergeben.
Berlin, 4. Juli (DNB.) Der Leiter des Hauptamtes für Beamte der Reichsleitung dek NSDAP, und Reichswalter des Reichsbundes der deutschen Beamten, Hermann Neef, wurde in Begleitung feines persönlichen Referenten, Vogel, am Donnerstag vom Führer und Reichskanzler empfangen. Hermann Neef übergab dem Führer die Geburtstagsspende der deutschen Beamtenschaft im Betrage von 1 Million R M. Der Führer und Reichskanzler nahm die Spende mit dem Ausdruck herzlich ft en Dankes an die Beamtenschaft entgegen. Die Bestimmung über die Verwendung wird der Führer persönlich treffen. In der sich anschließenden längeren Aussprache wurden noch beamtenpolitische und beamtenorganisatorische Fragen erörtert.
Bremer Betriebsführer in Schuhhast genommen.
Bremen, 4. Juli. (DNB.) Die Geheime Staatspolizei teilt mit: Am Mittwoch kam es bei der Großwäs cherei Hayungs in Bremen wegen des asozialen Verhaltens des Be-
Berlin, 5. Juli. (DNB.) Der „Völkische Beob« achter" meldet: Korpsführer Hühnlein hat fol- genden Tagesbefehl an das NSKK. er« lassen:
Der Führer hat am 4. Juli 1935 folgenden Be« fehl erlassen: „Der von mir mit Befehl vom 22.Juni 1935 für die SA. angeordnete Reichswettkampf gelangt in Weise auch für bas nationa
103jähriger Messerstecher.
In der argentinischen Stadt Tucuman e r st a ch ein gewisser Gonzalez Boris im Verlaufe eines Streites in der Trunkenheit den 62jährigen Diklor Plitor. Der Täter steht nach dem Polizeibericht :n dem erstaunlichen Alter von 103 Jahren. Die Angaben über das Alter des Messerstechers werden in Buenos Aires als durchaus glaubwürdig ange« ^hen, da der ganze Norden Argentiniens durch die Langlebigkeit seiner Bewohner bekannt ist.
Wegen Raubmordes zum Tode verurteilt.
Dor dem Altonaer Schwurgericht hatte sich der 19jährige Günther Bull zu verantworten, der beschuldigt wurde, am 12. Juni d. I. den 63jährigen Gastwirt August E ck h o f f in seinem Wirtschaftslokal ermordet und beraubt zu haben. Nach mehrstündiger Beratung verurteilte das Schwurgericht den Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Raub zum Tode. Außer« dem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt.
Steigerung im Rordallanlikverkehr.
Die Steigerung des Verkehrs von Nordamerika nach Deutschland hält weiter an. Allein die Lloyd-Schnelldampfer „Europa ' und „Columbus" bringen gegenwärtig nahezu 3500 Passagiere nach Europa. Die Gesamtzahl der durch die Schiffe des Norddeutschen Lloyd im ersten Halbjahr 1935 in beiden Richtungen über den Nordatlantik beförderten Passagiere beträgt 31370 gegenüber 28 580 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Infolge der Verminderung der Ab- ährten von 26 auf 22 bedeutet das eine Steigerung des Verkehrs um 29,31 v. H. Besonders gün- tig liegen die Verhältnisse in der Fahrtrichtung von Neuyork nach Europa. Hier beträgt die prozentuale Steigerung im ersten Halbjahr 1935 gegenüber 1934 sogar 43,04 v. H., da trotz der Be- chrankuna der Abfahrten von 26 auf 22 die Zahl der beförderten Passagiere von 16 259 (1934) auf 19 685 (1935) gestiegen ist.
brave Tat vollbrachte der Badeanstalts- Ferdinand Böllert aus Ehrenbreitstein. Als dieser Tage ein Paddler zwischen den Pontons der Koblenzer Schiffsbrücke durchfahren wollte, wurde er durch die Gewalt der Strömung gegen die Ankerketten geworfen und mit dem umschla- aenden Boot in die Fluten gerissen. Böllert, der Zeuge des Vorfalls war, eilte dem Ertrinkenden
Mit gewohnter Pünktlichkeit legt auch diesmal wieder die Reichs-Kredit- Gesellschaft AG. unmittelbar nach Semesterfchluß ihren Bericht über Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahre vor. Sein Inhalt beschäftigt sich diesmal besonders ausführlich mit dem Exportproblem, und zwar im Hinblick darauf, daß die Erweiterung der Exportmöglicheiten eine wich- tige Voraussetzung für einen weiteren zweckmäßigen Arbeitseinsatz bildet wie für eine bessere Versorgung der Nationalwirtschaft mit notwendigen auslän« dlschen Rohstoffen und Konsumgütern. In diesem Zusammenhänge drängt sich auch die Erinnerung an die in diesen Tagen vor einem großen Kreise sudwestfalischer Wirtschaftler gehaltenen Rede des Direktors der Deutschen Gold-Diskontbank, Dr. Brinkmann, auf, der über die Notwendigkeit sprach, nunmehr aus der gewerblichen Wirtschaft heraus geeignete und ausreichende Mittel für Zwecke der Exportsteigerung aufzu« bringen, nachdem der Einsatz von Mitteln zur Exporthilfe, wie sie bisher durch Rückkauf von Auslandschuldtiteln gewonnen werben konnten, infolge der geringer gewordenen Bardevisenbestände nicht mehr in dem bisherigen Umfange möglich ist. In- zwischen ist diese Frage auch bereits durch das im Reichsgesetzblatt vom 29. Juni veröffentlichte „Gesetz über Erhebung von Umlagen in der gewerblichen Wirtschaft" in ein akutes Stadium gerückt, wonach die Reichswirt« chaftskammer Anordnungen treffen kann über die Erhebung und Verwendung von Umlagen der Gruppen oder Vereinigungen von Unternehmern und Unternehmungen der gewerblichen Wirtschaft als Organen der Selbstverwaltung.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die Großwetterlage hat heute einen kräftigen Wirbel über Nordosteuropa und ein Hochdruckgebiet im Südwesten entwickelt. Deutschland ist dabei in eine kräftige Westströmung einbezogen, die auch bei uns wechselhaftes Wetter bedingt, wenn sich auch die Niederschlagstätigkeit auf ganz vereinzelt auf- tretende Schauer beschränkt. Eine durchgreifende Verschlechterung des Wetters ist zunächst noch nicht zu erwarten, boch bleibt die ausgekommene Unbeständigkeit erhalten.
Aussichten für Samstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch vereinzelter kurzer Niederschlagstätigkeit, Temperaturen um 20 Grad, westliche Winde.
Aussichten für Sonntag: Bei Luftzufuhr aus Westen wechselnd bewölkt, Niederschlagsneigung voraussichtlich zunehmend.
Lufttemperaturen am 4. Juli: mittags 21,7 Grad Celsius, abends 17,2 Grad: am 5. Juli: morgens 19 Grad. Maximum 22,2 Grad, Minimum 16,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Juli: abends 21,8 Grad: am 5. Juli: morgens 19,8 Grad. — Sonnenscheindauer 3,4 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil i. 23.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10150. Druck und Verlag: Brühl'sche Univerlitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zett ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Zezogen das Leben eines Privatgelehrten. Krieg, Inflation und Rentenverlust haben ihn verarmen lassen. Er schrieb u. a.: „Erinnerungen" (1920) und „Habsburger unter sich — freimütige Aufzeich- ttungen eines ehemaligen Erzherzogs" (1921).
Reichswettkampf desRGKK.
Eine Frau und ihre beiden Kinder, die sich in der Nähe aufhielten, wurden unter den Trümmern begraben. Sie konnten nur als Leichen geborgen werden.
Booksunglück auf dem 7Nl. — 22 lote.
Eine Barke mit etwa 50 Personen, die bei Luxor ben Nil überqueren wollte, schlug mitten auf dem Strom um. 22 Personen ertranken.
Das Explosionsunglück bei Paris. — Delm versuchten Versicherungsbetrug ums Leben gekommen?
Das Dunkel über die Ursache der bereüs gemeldeten Explosion in einem Einfamilienhaus in Le Vösinet bei Paris ist bisher noch nicht erhellt. Die geborgene, schwerverletzte Person, die aus den Trümmern des Hauses heroorgezogen wurde, ist die Besitzerin des Hauses. Sie ist inzwischen geworben. Allem Anschein nach hat sie die Explosion selbst verursacht. Man hat nämlich an der Stelle, wo sie lag, eine Streichholzschachtel gefunden und außerdem festgestellt, daß vier Koffer mit Wäsche und Bekleidungsstücke mit Benzin getränkt waren. Wahrscheinlich wollte die Frau ihr Haus anzünden, um in den Besitz der Versicherungssumme von 1,3 Millionen Franken zu kommen. Bemerkungen, die sie vor ihrem Tode über Mörder gemacht hat, scheinen frei erfunden gewesen zu sein. Nachbarn geben an, daß die Frau ihnen Drohbriefe gezeigt habe. Man glaubt jedoch, daß sie diese selbst verfaßt hat. Eine graphologische Untersuchung der Briefe wird noch durchgeführt werden. Auffällig ist noch, daß die Hausbe- sitzerin ihre Hausangestellte kurz vor der Explosion mit einem Auftrag fortgeschickt hatte.
Schwere Unfälle bei der nordamerikanischen Unabhängigkeilsfeier. —, 54 Todesopfer, Hunderte von Verletzten.
Am amerikanischen Unabhängigkeitsfeiertag haben sich auck in diesem Jahre wieder im ganzen Lande zahlreiche schwere V e r k e h r s u n f ä l l e ereignet Bis jetzt wurden 54 Todesopfer gemeldet. In Pennsylvanien fanden u. a. drei Autorennfahrer Öen Tod. Hunderte von Männern, Frauen und Kindern sind verletzt worden.
Drei Schmuggler
beim Feuergefecht mit der Polizei erschossen.
Beim Ueberschreiten der sächsisch-böhmischen Grenze aus Richtung der Tschechoslowakei wurde Je‘ ®itenberg eine Schmugglerbande von sächsischen Grenzbeamten angerufen. Die Schmuggler flüchteten weiter auf deutsches Gebiet und eröffneten auf die sie verfolgenden Grenzbeamten das Feuer. Bei dem Feuergefecht wurden drei der Schmggler erschossen. Zwei sächsische Grenz- beamte wurden verletzt.
Aus der Donau sank beim berüchtigten Strudel von Grein (Oesterreich) während eines heftigen Gewitters ein Schleppkahn. Bald darauf fuhr ein Boot gegen einen Teil des Wracks an. Seine drei ~ fassen stürzten in den hochgehenden Strom und tranken.
Der Oberste SA.-Führer. Gez.: Adolf Hitler." Das nationalsozialistische Kraftfahrkorps ist stolz und dankbar für die ihm gestellte Aufgabe und wird ferne Ehre darein setzen, sie mit ganzer Kraft 3U erfüllen. Nähere Ausführungsbestimmungen über die zusätzlichen m o t o r s p o r t l i ch e n Prüfungen folgen in den nächsten Tagen.
Der Führer des NSKK.
(gez.) Hühnlein, Korpsführer.
Die Reichsjugendführung ruft znm Landdienst.
-Berlin, 4. Juli. (DNB.) Das Soziale ?fm\öeL Reichsjugendführung erläßt folgenden Aufruf: „Wir rufen Dich, deutsche Ju- mit am Aufbau eines unabhängigen Deutschland. Einen Jeden von Euch Jungen brauchen wir. Die Erzeugungsschlacht muß geschlagen werden. Däzu brauchen wir aber Euren Willen,, Euren Fleiß, Eure Kraft! Vom Juli bis Dezember konntJhrhelfen. Diese Zeit wird, trotzdem Ihr fern der Heimat seid, die schönste Eures Lebens fein! Niemals darf wieder ein Ausländer den deutschen Boden bearbeiten. Euer Ginsatz erfolgt auf Gütern in Gruppengemeinschaften von 10 bis 30 Mann. Das Leben in diesen Gruppen ist soldatisch. Einfachheit, Sauberkeit, frohe Zufriedenheit sollen Euch leiten. Euer Körper wird durch die Landarbeit gestählt. Durch die Pflege des bäuer- lichen Brauchtums gewinnt Ihr Einblick in das _ schöne Dorfleben. Durch Euch soll die Brücke geschlagen werden zwischen Stadt und Land. Die Landteile, in denen Euer Einsatz erfolgt, sind Nord-, Ost- uni) Mitteldeutschland. Die Unterkunft ist ein schlichtes, nettes Heim. Die Verpflegung ist kräftig und reichlich. Die Entlohnung ist volltariflich nach dem Landesarbeitertarif. Der monatliche Verdienst ist 20—40 RM. Er richtet sich nach Alter und Leistung.
Anmelden kann sich jeder deutsche Junge zwischen 18 und 25 Jahren. Für jeden Jungen, der bewiesen hat, daß er ein ganzer Kerl ist, besteht die Möglichkeit, im Winter eine La n d - dienstführerschule oder eine Landwirtschaftliche Schule zu besuchen, um im nächsten Dahr als Unterführer oder als Führer eingesetzt zu werden. Weiter könnt Ihr Bauernschulen besuchen oder im Winter mit einer Spielschar durch das Land ziehen, um das bäuerliche Brauchtum zu fördern. Nach 6 Monaten bekommt Ihr den Landhelferbrief. Anmeldungen sind zu richten an den Deutschen Landdienst der HI., Reichsjugendführung, Soziales Amt, Agrarpolitisches Referat, Berlin NW 40, Kronprinzenufer 10.
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Die weltwirtschaftliche Lage stellt sich nach dem chon erwähnten Bericht der Reichs-Kredit-Gesell- chaft in großen Zügen so dar, daß zwar die in- dustrielle Weltproduktion bei einer Addition überwiegend binnenwirtschaftlicher Konjunkturreihen einen kräftigen und ziemlich stetigen Antje g seit 1932 erkennen läßt, daß dieser Auf- chwung jedoä) ausnahmslos bedingt ist durch die Jndustrieentwicklung in Deutschland, im Bereich der Sterling-Gruppe, in den Vereinigten Staaten und in Japan, während die unverändert im Zustande der Depression befindlichen Gebiete der westeuropäischen Goldblockländer bislang nichts zur Belebung der Weltproduktion beigetragen haben. Weltverkehr und internationaler Warenaustausch verharren jedoch nach wie vor auf einem krisenartigen Tiefstand. Abschließend kommt daher der Bericht zu dem Ergebnis, daß das vordringlichste Problem die Beendigung des Währungs-Chaos ist, da der Welthandel und der auch für die Nationalwirt- chaften notwendige und unentbehrliche Waren- und Leistungsaustausch auf die Dauer nicht mit tändig schwankenden Maßstäben spekulattv disponieren kann, sondern sicherer Kalkulationsgrundlage bedarf.
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In der Erörterung der Fachpresse stand das Angebot der Harpener Bergbau - A.-G. auf Umtausch eines Drittels der Aktien in Obli -
sofort unter Einsatz seines Lebens zu Hilfe und konnte ihn nach hartem Kampf mit den Wellen in letzter Minute retten. Die Tat verdient um so mehr Anerkennung, als dies bereits das zehnte Menschenleben ist, das er in den letzten 14 lagen rettete. Schon mit elf Jahren erhielt Böllert eine öffentliche Belobigung, als er unter Lebensgefahr ein Kinb vor dem Tobe des Ertrinkens rettete.
Der Tod in den Bergen.
Dieser Tage entdeckten Kletterer in der Watz« mann-Ostwand eine stark verweste Leiche. Der Tote konnte zu Tal gebracht und erkannt werden. Es handelt sich um den 20 Jahre alten Wilhelm Junghans aus Gaschwitz bei Leipzig, der sich im Oktober v. I. in Jlsank eingemietet und von dort aus allein eine Bergtour unternommen hatte. Vermutlich stürzte er an der Watzmann-Mittelspitze ab, im Laufe des Winters und Frühjahrs dürfte er bann durch Lawinen zur Fundstelle getragen worden fein.
Zwei Kinder ertrunken.
In Eurasburg (Oberbayern) tummelten sich in dem nicht allzutiefen Wasser drei Mädchen in der Loisach. Plötzlich gerieten sie in reißende Strömung und wurden fartgerissen. Zwei der Mädchen, beide im Alter von acht Jahren, ertranken. Das dritte Kind hatte sich glücklicherweise einen aufgepumpten


