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d
Völker
tonen
von
Lieber welche Kampskrast verfügt Abessinien?
gäbe des Eigentums und die Bewilligung Aufenthaltsrechtes nicht mit einer etwaigen Wi
unangenehme
Leopold Wölfling gestorben
aus dem österreichischen Kaiserhaus
vollzog
tritt
zeit
Die
Aufhebung der Beschlagnahme des Habsbur-
und
des lieber«
er Frage in
>es Hauses Habs-
g e n mit sich bringen würde. Die Wiedererrichtung her österreichisch-ungarischen Monarchie im Donau-
Rückwirkungen auszulösen. In den letzten Monaten hätten die um die Wahrung der öfter»
halbamtliche „Petit Parisien" den Beschluß der österreichischen Regierung. Er werde nicht ver» fehlen, in Mittel- und Osteuropa
lieber die Wider st andsfähigkeit Abessiniens gegen Italien gehen, selbst in Fach- und Kennerkreisen, die Ansichten auseinander. Während einerseits erklärt wird, daß Italiens Luftfahrzeuge, Panzerwagen, Schnellfeuergeschütze jeden Widerstand schnell brechen werden, hält man anderwärts dafür, daß der Angriff an der natürlichen Kampfkraft eines rauhen, abgehärteten Volkes einen Gegner finden dürfte, der in der Ungangbarfeit und im Klima des Landes einen Bundesgenossen besitzt. Die Niederlage Italiens bei Adua 1896, wo Kaiser Menelik II. mit 30 000 Mann die 17 000 Italiener — die sonstigen Streitkräfte kamen nicht zur Schlacht — bis zur Vernichtung schlug, galt als Beweis der Kriegstüchtigkeit eines I^albroilben Volkes, bas sich gegen europäische Taktik unb Waffen zu wehren verstanben hat.
Abessinien ist eine natürliche Felsen- festung bis über 4500 Meter Höhe Fruchtbare Gebiete wechseln mit Wüsten unb Felsengeröll ab, wegelos, wasserarm, zerklüftet, kaum betretbar für europäische Truppen. Seit bem Tage von Abua hat sich Abessiniens Streitmacht gehoben. Das Land zählt zwölf, die Negerstämme im Süden mitgerechnet 14 Millionen Bewohner. Kaiser H a i I e Selassie , der jetzige Oberherr der bunt zusammengewürfelten Stämme, hat sich des Kriegswesens besonders angenommen unb um feine Haupt- ftabt Abbis Abeba eine regelmäßige, ausge- bilbete Solbtruppe in festen Verbänden die. Garde, durch schwedische, belgische und andere europäische Offiziere schulen lassen. Sie wird auf 15 000 Mann geschätzt, ist neuzeitlich bewaffnet, verfügt über Maschinengewehre, gute Artillerie, auch über einige Flugabwehrgeschütze.
Um diesen Kern fügen sich d i e Aufgebote der Provinzial st atthalter, die, wenn sie zum Kaiser halten, als erste Leistung 200 000, als höchste Leistung 800 000 Mann stellen können, dahinter noch weitere Reserven. Der Knabe von 15 Jahren unb ber Greis bis zu 70 Jahren unb mehr finb geborene Solbaten. Der Kampf mit ben Unbilben ber Berge unb Wüsten, bie Jagb auf das allerdings fast ausgerottete Groß- und Raubwild hat sie zu vortrefflichen Schützen von Ausdauer und Anspruchslosigkeit erzogen.
Nur bie Garbe ist soldatisch gekleidet, die
genen Samstag nach Steenockerzeel, dem belgischen Asyl der Kaiserin Zita, begeben, um dort 'eit über einem
Herzog Leopold von Oesterreich wurde 1868 in Salzburg geboren. Er absolvierte das dortige Gymnasium, besuchte die Marine-Akademie in Fiume, studierte am Polytechnikum in Zürich Naturwissenschaften und trieb später in Paris, München und Berlin Privatstudien, die besonders der Botanik galten. Nach seiner Ausmusterung als Seekadett machte er in den Jahren 1887 bis 1889 eine Reise nach dem Fernen Osten, kam als Seeoffizier auf die „Levante" unb machte 1892/93 bie Weltreise bes österreichischen Thronfolgers Franz Ferbinanb mit. Er biente später in Brünn, Przemysl unb Jglau. 1902 vollzog er seinen Austritt aus bem österreichischen Kaiserhaus. Er legte bie Würbe eines Erzherzogs ab unb nahm als eigenwilliger Mensch, bem bie Etikette bes Hofes zuwiber war, ben bürgerlichen Namen Wölfling an. Seine erste Ehe würbe nach vier Jahren, im Jahre 1907, geschieben, 1916 bie zweite Ehe. Im Juni 1933 heiratete er ein brittes Mal. Die Trauung mit Klara Pawlowski fanb in Nieberschöneweibe statt. Er führte in Berlin Jahre hinburch zurück»
Herstellung ber Monarchie zu tun habe, nichtsdestoweniger gebe diese Maßnahme den Habsburgern die materiellen und moralischen Möglichkeiten zur Förderung der monarchistischen Propaganda und zur Wiederherstellung der Monarchie in die Hand. So werde sicher die Angelegenheit in Prag, Bukarest und Belgrad ausgelegt werden. Eine einfache Drohung mit der Wiederherstellung der Monarchie würde genügen, um bei der Kleinen Entente sofortige Mobilmachungsmaßnahmen auszulösen. Man wisse das in Wien, warum also spiele man so unüberlegt mit dem Feuer?
Massen begnügen sich mit Lendenschurz, Tropenhut, Patronengürtel, Dolchmesser, dazu Gewehren, die in den letzten Jahren massenhaft aus Belgien unb ber Tschechoslowakei bezogen unb über bie französische Eisenbahn von Dschibuti, auch auf ben Karawanenstraßen vom Nil her eingeführt worben finb. Neben biefen neuzeitlichen Waffen finb alte Gewehre bis aus ber Zeit nach 1870/71, namentlich französi- sche Gras-, schweizerische Detterli-, österreichisch-ungarische Wernblgewehre mit viel Munition vorhanden. Wem das Gewehr fehlt, der greift zum Bogen, Pfeil, Wurfspeer, Schild.
Abessinien gehört zum Völkerbund, europäische Gesandtschaften wohnen in der Hauptstadt. Fernsprechleitungen durchziehen das Land. Trotzdem ist es von europäischer Kultur unberührt geblieben. Die Widerstandskraft dieses heldischen Herrenvolkes gründet sich auf Nationalstolz. Die Volksbildung steht auf tiefer Stufe, ein Grundzug der Wildheit geht durch alle Stämme. Italien würde einen harten Kampf bestehen müssen, wenn es dieses Bergland erobern wollte. Luft- kampfgeschwader, selbst Giftgase, werden kaum lohnende Ziele finden, Straßenmangel und Wasserlosigkeit die Heeresbewegungen lähmen. Der operative Zugang geht von Massaua über Asmara durch die am besten kultivierten Provinzen nach bem Tanasee, weiter hin nach ber Landeshauptstabt. Auf biesem weiten Wege wirb Italien, selbst wenn es mit 100 000 unb mehr Frontkämpfern auftritt, sehr große Wiberstände in natürlicher Hinsicht wie an ber Kampfkraft eines Volkes finben, bas aller Wahrscheinlichkeit nach bereit unb befähigt ist, seine Unabhängigkeit bis aufs Aeußerfte zu oerteibi^en.
Abessinien will das Rote-Krenz- Abkommen unterzeichnen.
ß o n b o n , 5. Juli (DNB. Funkspruch). „Daily Telegraph" melbet aus Adbis Abeba, baß Abessinien demnächst das Genfer Rote-Kreuz-Ab- kommen von 19 2 9 unterzeichnen werde. Ein abessinischer Rote-Kreuz-Verband werde unter der Schirmherrschaft bes Kaisers unb ber Kaiserin getübet werben Die Prinzessinnen des Herrscherhauses würden sich als Krankenpflegerinnen ausbilden lassen.
die Wiedereinsetzung der Habsburger in Wien das sicherste Bollwerk gegen den Anschluß sein würde, aber diese Schlußfolgerung reiche nicht aus, die Bedenken ber Kleinen Entente aufzuwiegen, bie in ber Wieberaufrichtung einer Monarchie eine Ermutigung nationaler Forderungen erblicken würbe, bie mit ber burch bie Verträge geschaffenen Gebietslage nicht zu vereinbaren sei.
Eine „inoportune Maßnahme" nennt ber
Gäste deutscher Familien am studentischen Leben ihrer deutschen Kameraden teilnehmen werden. Im Monat September werden zwölf deutsche Studenten als Gäste in Paris erwartet. In einem vorn Leiter der französischen Abordnung im „Oeuvre" veröffentlichten Artikel wird als Grund für den Austausch die Notwendigkeit angegeben, s i ch gegenseitig besser kennen und verstehen zu lernen. Als Söhne ehemaliger Gegner leben wir, so heißt es in dem Aufsatz, in einer krassen Unkenntnis voneinander. Wir reisen nicht nach Deutschland in ber Ueberzeugung, baß schon bie Tatsache dieser Reise alles änbern wirb. Wir wollen uns aber mit unseren Karneraben offen unb ehrlich aussprechen. Herriot hat in Lyon beim Empfang beutscher Frontkämpfer gesagt, eine Schwalbe mache noch keinen Sommer. Aber immerhin müsse ber M u t ber er ft en Schwalbe bie anberen nachziehen. Wir haben nur einen Wunsch, zu ben ersten jungen Schwalben zu gehören. Hoffentlich veranlaßt unser Beispiel viele anbere, ben Flug über Vogesen unb Rhein zu wagen.
Wölfling lebte, ist am Donnerstagmorgen in seiner Berliner Wohnung gestorben. Erz-
b e r Habsburger nach Oesterreich ber» unmöglich unb unerwünscht fei. Scharfe Kritik in Paris.
Die Aufhebung der Habsburger Gesetze in Oesterreich.
Annahme im Staatsrat.—Verhandlungen mit Otto von Habsburg.
reichifchen Unabhängigkeit besorgten Mächte sich bemüht, ein kollektives Sicherheitssystem zum Schutze ber kleinen Donaurepublik zu schaffen. Gerabe in bem Augenblick, in bem zu biesem Zweck zwischen Italien unb ber Kleinen Entente Der« yanblungen im Gange seien, gebe bie österreichische Regierung einem bis in ihre eigenen Reihen sich geltenb machenben politischen rrutf nach, um bie Habsburger Frage anzuschneiben. Man könne taufenbmal behaupten, baß bie Zurück-
Keine Entscheidung vor der August-Tagung des
Völkerbundsrats.
ßonbon, 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Mor- ntng Post" hört, baß bei ben Pariser Verhanblun- gen zwischen Großbritannien unb Frankreich keine enbgültigen Vorschläge gemacht worben seien unb baß vor ber Tagung bes Dölkerbunbsrats im 21 u guft auch keine Entfcheibung erfolgen bürfte. Die Politik ber englischen Regierung gehe von bem Grunbsatz aus, baß Großbritannien als Völkerbunbsmitglieb nur jemeinfame unb keine inbiviouellen Verpflichtungen habe unb nichts tun werbe, wozu nicht auch anbere Nationen bereit wären.
„Daily Telegraph- meint, ein Haupthindernis französischer Zusammenarbeit mit Großbritannien bei ber Durchsetzung ber Autorität des Völkerbundes fei ein Protokoll, das
unb andrerseits wegen bes Verhältnisses Frankreichs zum Völkerbunb. Die Diplomatie müsse eine Lösung erstreben, bie mit den Grundsätzen der Völkerbundssatzung vereinbar sei.
Das Argument, daß Großbritannien sich hinsichtlich Oesterreichs nicht habe binden wollen, und daß es daher verfehlt wäre, anzunehmen, daß es wegen eines verhältnismäßig so unwichtigen Teiles der Welt im Hamen des Völkerbundes vorgehen würde, beantwortet „Times- mit einem Hinweis auf Großbritanniens kolonialen Interessen und auf die Tatsache, daß Abessinien seit 1923 Vollmitglied des Völkerbundes fei, und zwar, wie das Blatt hervorhebt, auf Grund des dringenden Ersuchens der italienischen und der französischen Regierung und trotz des Widerspruches des britischen Vertreters. „Times" schließt mit der Feststellung, daß das Programm vom 3, Februar zwar noch aufrechterhalten bleibe, daß aber die Schwierigkeit feiner Durchführung infolge der Bedrohung Abeffiniens durch Italien verzehnfacht worden fei.
der deutsch-polnischen Beziehungen in ben letzten beiben Jahren sei. Das beutsch-polnische Abkommen vom Januar 1934 habe seine Probe alsBei- spiel konstruktiver Politik bestanden. Die Methode der Beruhigung der Beziehungen vor allem dort, wo sie mit Recht oder Unrecht als besonders gespannt angesehen worden seien, die Methode, sich über reale Fragen unmittelbar zwischen den interessierten Staaten zu verständigen, diene dem Frieden besser als das System allgemeiner Aussprachen, das mehr laut als erfolgreich und in seinen letzten Zielen nicht immer klar sei.
„Expreß Poranny" schreibt, die amtliche Mitteilung über den Verlauf des Ministerbesuches zeuge dafür, daß das Ziel des Besuches erreicht worden sei, und daß der Besuch gegeben, was man in Polen erwartet habe. Um sich klar zu machen, in welchem Umfange das deutsch-polnische Abkommen seine Lebenskraft erwiesen habe, müsse man sich daran erinnern, daß noch vor zwei Jahren nicht daran zu denken gewesen wäre, daß ein polnischer Außenminister f o herzlich in Berlin empfangen worden wäre, und daß die Unterredungen eine so weitgehende Übereinstimmung der Ansichten hätte zeigen können, wie das jetzt der Fall gewesen sei. Es gehöre viel schlechter Wille dazu, um den deutsch-polnischen Vertrag vom Standpunkt der Interessen des europäischen Friedens einer abfälligen Kritik zu unterziehen. Diejenigen, die bei seinem Abschluß, an bem Vertrag Kritik geübt hätten, müßten heute ihren Irrtum zugeben.
Das Militärblatt „Polska Zbrojna" schreibt, ber Becksche Besuch in Berlin habe seinen Zweck voll unb ganz erreicht. Er sei ein Beweis für bie guten nachbarlichen Beziehungen zwischen Polen unb bem Reich. Beibe Regierungen hielten auch ben gegenwärtigen Zustanb keineswegs für vorübergehenb, fonbern für bauerhaft In Europa müsse man heute Polen unb Deutschlanb bankbar sein, für ben Beitrag, ben sie zum europäischen Frieben liefern.
„Kurjer Polski" stellt fest, baß bas beutsch-pol- msche Abkommen seine Lebensfähigkeit bewiesen unb bie besten Ergebnisse gebracht habe. „Kurjer Poranny" sagt, ber Ausbruck bes amtlichen Kommunique von ber „weitgehenben Uebereinftimmung ber Ansichten" sei bas wesentliche ber Erklärung.
Deutsch-französischer Studentenaustausch.
Marburg erwartet 12 französischeStudenten
Paris, 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zwöl französische Stubenten begeben sich am Samstag nach Marburg, wo sie drei Wochen als
Will Frankreich den Abessinienstreil als Handelsobjekl benutzen?
Roch keine Antwort Lavals auf die englische Bitte um die Mitwirkung Frankreichs an einer Vermittlungsaktion.
Wien, 4. Juli (DNB.) Der S t a a t s r a t hat I raum würbe auch Italien nicht unberührt bas zustirnmenbe Gutachten zu bem Gesetzentwurf lassen. Man könne zwar mit Recht annehmen, baß ber Regierung über bie Aufhebung ber sog. Habs-.......
burger Gesetze genehmigt. Unmittelbar nach
(Scherl-M.)
seitdem unter dem Namen Leopold
Paris, 5.Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Be- mühungen Englands, Frankreich für die Beilegung des italienisch-abessinischen Streitfalles zu gewinnen, bilden weiter das Gesprächsthema der diplomatischen Kreise, vor allem, nachdem der eng» lische Botschafter am Donnerstag erneut beim Quai d'Orsay vorgesprochen hat. Frankreich scheint sich vorläufig weiter auf eine eher ablehnende Haltung versteifen zu wollen, in der mehr ober weniger deutlich zu erkennenden Absicht, von England positive Vor- chläge für die Behandlung der europäischen Fragen zu erhalten.
naP l'.'.oint, daß Deutschland unb Polen in den europäischen Hauptfragen eine g e - meinf ame Politik fortsetzen bürsten. Das werbe sich vor allem bei bem Dorschlaa eines allgemeinen östlichen Nichtangriffspa k t e s zeigen, ber überbies bie Klausel bes Nicht- beiftanbes für den Angreifer enthalte.
Der Berliner Berichterstatter des „Journal" will die Bedeutung der Verhandlungen weder über- noch unterschätzen. Beck wisse schon, warum er es abgelehnt habe, die französischen Pressevertreter zu empfangen. Deshalb sei auch seine Erklärung absichtlich ungenau gehalten gewesen. Der Berliner Berichterstatter des „Excelsior" schreibt, in den diplomatischen Kreisen habe man den Eindruck, daß kein Komplott gegen Fran k - reich geschmiedet worden fei, da Deutschland und Polen die gleichen, wenn auch auf verschiedene Erwägungen zurückgehenden Gründe hätten, den Faden mit Paris nicht abreißen zu lassen. Im Grunde genommen hätten Die deutsch-polnischen Besprechungen wohl keine seyr positiven Ergebnisse gezeitigt, doch hätten sie -■‘me Gegenüberstellung der Ansichten ovr allem über den Ostpakt ermöglicht, wahrscheinlich zu Dem Zweck, um zu positiven Ergebnissen mit den anderen Mächten zu gelangen.
Das Echo in Warschau.
Warschau, 4. Juli. (DNB.) „Gazeta Polska" sagt, während der mehrstündigen Unterredung zwischen dem Führer unb Minister Beck habe ber Führer unb Kanzler seinem tiefen Bebauern Ausdruck gegeben, baß ber Tob bes Marschalls Pilsubski bas geplante Zusammentreffen zwischen ihm unb bem Führer bes polnischen Volkes unmöglich gemacht habe. Die Reichsregierung halte es für bie beste Hulbigung bes Anben- kcns bes großen Toten, in ben beutsch-polnischen Beziehungen auf bem von i h m bescbritte- nen Wege f o r t z u s ch r e i t e n , ber für beibe Völker vorteilhaft sei. Minister Beck habe erklärt, bie polnische Regierung sei entschlossen, bas politische Testament Pilsubskis auf allen Gebieten burchzu führen unb sehe keinen Anlaß, baß bie jetzigen beutsch-polnischen Beziehungen irgenbeiner Aenberung unterliegen sollten. Hauptziel ber polnischen auswärtigen Politik sei bie Sorge um nachbarliche Beziehungen, die sich auf gegenseitige Kenntnis unb gegenseitiges Vertrauen stützten. Die polnische Regierung begrüße mit Befriedigung bie Entwicklung ber Beziehungen zwischen bem Reich unb Polen, seit in Deutschlanb ber Führer unb Reichskanzler Hitler diese Beziehungen normalisiert habe Die polnische Regierung wünsche aufrichtig, daß bie Beziehungen mit Deutschlanb sich weiter ausbauen unb festigen.
Das Blatt weist ferner auf ben nicht nur freunb- lichen unb liebenswürdigen, sondern herzlichen Ton hin, mit dem die Berliner Presse Minister Beck begrüßt habe. In maßgeblichen deutschen Kreisen unterstreiche man, daß der Besuch Becks in Berlin ein deutlicher Ausdruck der Entwicklung
dem französisch-italienischen Abkommen vomJannar angefügt worben sei, unb in dem es heiße, daß Frankreich außerhalb der E i senbahnzone Dschibuti — Addis-Abeba keine Interessen in Abessinien habe. Mussolini habe daraus den Schluß gezogen, daß Frankreich ihm freie Hand gebe, feine Einflußsphäre in Abessinien unbegrenzt auszudeh- nen. Großbritannien sei trotz seiner dortigen
Interessen nicht zu Rate gezogen worden.
„Times" sucht das bedingte Angebot einer Gebietsabtretung durch Großbritannien zu rechtfertigen, mit dem Hinweis, daß es sich um Frieden oder Krieg und um die ganze Zukunft des Völkerbundes handele. Die britische Regierung vernachlässige die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung nicht, habe aber zu erwägen, welches Verfahren der Völkerbund einschlagen solle. Gens könne sich um die Frage, die ihm die abessinische Regierung formell zur Kentnis gebracht habe, nicht Herumdrücken. Ein weiterer großer Mißerfolg des Völkerbundes bei der Durchsetzung seiner Autorität würde den Wert dieser politischen Einrichtung größten Teils zerstören. Laval befinde sich in einer Zwickmühle einerseits wegen seiner Vereinbarungen mit Italien,
mit Füßen getreten (!). Laval erwarte eine Note der englischen Regierung. England werde in dieser Note nach einer Verständigung mit Frankreich über Abessicken suchen, wofür es seine Unter« tützung in den Frankreich besonders angehenden Fragen garantieren würde. Laval werde sich aber auf keinen Fall von der Mussolini gegenüber eingenommenen Haltung abbringen lassen, die darin bestehe, Italien nicht zu behindern.
„Echo de Paris" meint, daß Frankreich sich nicht von der durch Barthou vorgezeichneten außenpolitischen Richtlinie abbringen lassen dürfe. Das noch in der Kette der Beistandspakte fehlende Glied be» tehe in einem Zusammenschluß zwischen Italien und der Kleinen Entente. Laval habe erklärt, falls ihm eine Anregung für eine angemessene Lösung des italienisch-abessinischen Streitfalles vorgelegt würde, so würde er nicht zögern, sich zum freundschaftlichen Vermittler in Rom zu machen, unter der Bedingung, daß ein derartiger Schritt auf keinen Fall bie engen und vertrauten B e - Ziehungen beeinträchtigen, die jetzt zwi« chen Frankreich und Italien beständen.
bürg und der österreichischen Regierung geführt wurden, mit Otto von Habsburg, dem ältesten Sohn Kaiser Karls und der Kaiserin Zita zu beenden. Wie es heißt, will Oesterreich den Habsburgern das gesamte im Jahre 1919 beschlagnahmte Vermögen bis auf Schönbrunn, die Hofburg, und den Teil des Vermögens, der dem Jnvalidenfonds zugewiesen wurde, ^urücker statten. Gleichzeitig habe Kar« winsky oie Aufgabe, mitzuteilen, daß eine Rückkehr ' " ' ' ' ’' ‘
die Verhandlungen, die j Jahr in der Habsvurg Wien zwischen den Vertretern Di
Wenn England bei seinem Vorgehen vor allem aus die s chw e r e n Rückschläge hinweist, die der Völkerbund durch einen italienisch-abes» inischen Krieg erleiden würde, erklärt man demgegenüber in maßgebenden französischen Kreisen, daß Frankreich den Fall Abessinien nicht mit ~ r f o I g oder dem Mißerfolg der ______bundspolitik gleichsetzen könne. Frankreich könne sich mit Recht darüber wundern, daß England so eifrig die Genfer Einrichtung, den Völkerbundspakt und die Sanktionen verteidige, obwohl gerade England seit 1919 Frankreich stets den Weg verlegt habe, wenn es die Anwendung von Sanktionen gegen Deutschlanb wegen Verletzung des Zersailler Vertrages gefordert habe. Und England elbst habe unlängst Durch die Unterzeichnung des deutsch-englischen Flottenabkommens den Versailler Vertrag
dem Staatsrat wird sich der Bunbeskultur- rat mit dem Gesetzentwurf befassen, so daß das Gesetz bereits am Dienstag nächster Woche im Bundestag endgültig angenommen werden dürfte. Staatssekretär K a r w i n s k y und der Legitimistenführer Baron Wiesner haben sich am vergan-
ger Vermögens veranlaßt den „Temps", die politischen Rückwirkungen zu untersuchen. Der Leitartikel stellt eine sanfte Mahnung an Wien dar, nicht zu weit zu gehen. Es sei ein Irrtum, wenn man in dem Beschluß des österreichischen Kabinetts eine erste Etappe auf dem Wege zur Wiederaufrichtung der Monarchie in Oesterreich erblicken wolle. Die Frage der Restauration der Habsburger könne nur im Einverständnis mit allen am Frieden in Mitteleuropa interessierten Mächten gelöst werden. Man wisse in Wien, daß eine Restauration schwere internationale Verwicklun-
Berlin, 4. Juli. (DNB.) Der vormalige Erzherzog Leopold von Oe st erreich, Erb- großherzog von Toscana, der 1902 seinen Aus-
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