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5.6.1935
 
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Im Rahmen der geselligen Darbietungen beim Gauparteitag in Darmstadt hatte man am vorigen Samstagabend auch Gelegenheit, einer von Georg $) e ß (Leihgestern) aus dem Gedanken­gut des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat zusammengestellten Trachtenveranstaltung beizuwohnen. Georg Heß hatte ^u diesem Zweck eine rechte und schöne oberhessische Dorf- kirmes ausgerichtet, lieber den Verlauf dieser Veranstaltung wird uns aus D a r m st a d t fol­gendes berichtet:

Die Veranstaltung auf dem Schillerplatz unter der Leitung unseres oberhessischen Heimatdichters Pg. Gg. Heß (Leihgestern) trug den Charakter einer echten oberhessischen Dorfkirmes. Mitten auf dem Schillerplatz war ein kleiner Kirmesplatz her- gerichtet, der durch Absperrung für die etwa 100 Mitwirkenden freigehalten wurde. Um einen großen, mit Scheinwerfern beleuchteten Tanzboden herum standen Tische und Bänke für die - Mitwirkenden, aus der Mitte des Platzes ragte ein mächtiger Mast empor, an dem der Kirmeskranz angebracht war (de Kirmesbaam).

Pünktlich um 20.30 Uhr kam aus einer Seiten­straße der Kirmeszug an. An der Spitze zwei Kirmesburschen, die Hüte mit bunten Bändern und Sträußen geschmückt, acht Dorfmusikanten in den historischen blauen Bauernkitteln, dann folgten die verschiedenen Trachtengruppen aus dem Schlitzer- land, dem Odenwald, der Marburger Gegend, eine Landsmannschaftsgruppe des Bayernvereins Darm­stadt und der Darmstädter Dolkstanzkreis, alles Gruppen des LandschaftsbundesVolkstum und Heimat". Mit dem Einzug des Kirmeszuges füllte sich auch schon der große Schillerplatz mit Zu­schauern, und das Sprichwort:Die ersten werden die letzten sein", sollte wahr werden, denjenigen, die in den vordersten Reihen standen, war es, nach­dem der Ortsdiener in seiner historischen Polizei­dieneruniform den Beginn der Kirmes ortsüblich bekanntgemacht hatte, nicht mehr möglich, sich durch

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Lahnkanalisierung - eine dringende Äoiwendigkeil

Die Wissenschaftliche Akademikerhilfe berichtet über ihre Forschungsergebnisse.

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Der Verlauf des Abends hat erneut die Bedeutung der Lahnkanalisierung für unsere en­gere Heimat und für das ganze deutsche Volk klar­gelegt. Man kann jetzt nur hoffen und wünschen, daß unter weiterer Mitwirkung der WAH. und unter Förderung aller Kräfte der deutsche Wie­deraufbau auch auf diesem Teilgebiet in möglichst naher Zeit die positive Tat der Lahnkanalisierung

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Oberhessische Sorfkmnes beim Ganparleiiag

Ein prächtiger Abend der heimatlichen Trachten.

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schätze, die für weite Kreise unseres deutschen Wirt­schaftslebens große Bedeutung haben können, wenn die Vorfrage der günstigen Abtransportmöglichkeit in befriedigender Weise gelöst ist. In diesem Zu­sammenhang führte der Vortragende in klarer Dar­stellung den Nachweis, daß die einzig und allein hohen Eisenbahnfrachten die Ursache für die bis­herige und gegenwärtige beschränkte Verwendungs­möglichkeit der Bodenschätze des Lahngebietes in der deutschen Wirtschaft sind. Ziffernmäßig illu­strierte er die große Tragweite dieser entscheidenden Frage. U. a. teilte er mit, daß z. B. Kalk von den belgischen Werken zu Wasser frei Ruhrhafen 4 Mk. Fracht pro Tonne kostet, mit der Eisenbahn von Weilburg aus befördert 8 Mark Fracht erfordert, auf der fertigkanalisierten Lahn dagegen nur 2,50 Mark pro Tonne kosten würde. Die Eisenbahnfracht für Ton von Limburg nach Duisburg kostet 62 Mk., sie würde auf der fertig kanalisierten Lahn in Wasserfracht nur 16 Mark kosten. Der Transport von Steinen WetzlarNeuwied kostet auf der Eisen­bahn pro 10 Tonnenkilometer 54 Mark, auf der fertiggestellten Lahnstrecke würde der Frachtsatz sich nur auf 15 Mark belaufen, für Sand per Eisen­bahn 43 Mk., auf der fertiggeftettten Lahn 15 Mk. Die Beförderung von Holz auf der Strecke Gießen Köln kostet pro 10 Tonnenkilometer per Eisenbahn 58 Mk., auf der fertigtanalifierten Lahn würde die Fracht nur 22 Mark kosten.

An Hand derartiger Beispiele erbrachte der Vor­tragende den überzeugenden Nachweis, daß die Fracktenfrage geradezu die Existenzfrage der Wirtschaft im Lahngebiet überhaupt ist und daß eine Besserung der Gesamtwirtschaftslage im Lahn­gebiet nur erwartet werden kann von der erheb­lichen Verbilligung der Frachtenrate, die nur durch die Lahnkanalisierung zu erreichen ist. Milliarden­werte von Volksvermögen liegen gegenwärtig in den vorhandenen Bodenschätzen des Lahngebietes unausgenützt brach, zum großen Nachteil der In­dustrie' und der gesamten Wirtschaft aller Zweige im Lahngebiet. Diese Lage kann eine grundlegende Wendung zum Besseren nur durch die Lahnkana­lisierung erfahren, weil allein auf dem Wasserwege die erforderliche starke Senkung der Frachtsätze er­reicht werden kann. Von diesen Erkenntnissen der bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen aus­gehend, bezeichnete der Vortragende die Lahnkana- iifierung bis nach Gießen als eine der dringlichsten Aufgaben beim Wiederaufbau der deutschen Wirt­schaft, und er forderte für diesen Zweck die Bereit­stellung eines Kapitals von 15 Millionen Mark, die im Verhältnis zu den großen wirtschaftlichen Vorteilen, auch hinsichtlich einer besseren Verwer­tungsmöglichkeit der landwirtschaftlichen Erzeug­nisse, nur eine geringe Kapitaleinheit darstellen. Von der Lahnkanalisierung würden alle Gebiete des Wirtschaftslebens im Lahnbecken starken An­trieb und dauernden Erfolg haben, auch der Bauer

und der Arbeiter. Dringendstes Gebot der Stunde fei es jetzt, ohne weitere Verzögerung die Lahn- kanalisierung zu vollenden, aus welchem Fond» auch immer die öffentlichen Mittel zur Finanzie­rung genommen würden.

Das Mitglied der WAH. Dr. Doelke

sprach hierauf über die Bedeutung der statistischen Erhebungen für die Fragen der Wirtschaftsfor­schung überhaupt und für die Lösung der Aus­gaben der WAH. im besonderen. Aus seinen Dar­legungen war zu entnehmen, daß das bisherige Forschungsergebnis der WAH. auch in statistischer Hinsicht gut fundiert ist und diese Statistik in keiner Weise irgendein beliebiges Spiel mit Zahlen zu- läßt. In der gleichen Weise muß nach den Fest- stellunaen des Vortragenden auch die gesamte Wirt­schaftsstatistik durchgeführt werden.

Das Mitglied der WAH. Dr. Froese behandelte in seinem abschließenden Vortrab einige grundsätzliche Fragen der Arbeitsmöglichkeiten bei Forschungen von der Art, wie sie von der WAH. betrieben werden. Die Ausführungen des Redners brachten eine weitere dankenswerte Bereicherung für die weitschichtigen Erkenntnisse des Vortrags­abends, und boten wertvolles Material zur genaue­ren Beurteilung dieses wissenschaftlichen Schaffens.

Eine rege Aussprache

schloß sich an die grundlegenden Vorträge der Mitglieder der WAH. an. In dieser Aussprache, an der sich u. a. auch der seit vielen Jahren als unermüdlicher Vorkämpfer für die Lahnkanalisie- rung tätige Direktor Bansa-Limburg mit sehr beachtenswerten Hinweisen und Empfehlungen beteiligte, wurde allgemein hervorgehoben, daß über die Notwendigkeit und die Dringlichkeit der Lahnkanalisierung bis nach Gießen nur eine Stimme der Bejahung herrscht. Diese Ein­mütigkeit der Auffassung ist der umfassenden und gründlichen Vorarbeit der Forschungen der WAH. zu verdanken. Ferner kam in der Aussprache klar zum Ausdruck, daß die Arbeit der WAH. auch weiterhin die volle Unterstützung aller berufenen

tausch der eigenen Kraft mit den anderen Kräften des ganzen deutschen Volkes wirken kann. Der Rektor bat die versammelten Männer, für diesen künftigen Hochschulkreis die Grundlage mit zu be­reiten durch Fragen, Kritiken, Anregungen, Her­ausforderung von Aussprachen usw., und auf diese Weise zur Lösung einer bestimmten Aufgabe im Interesse der Universität und des ganzen Volkes beizutragen. Mit diesem Wunsche und in der Hoffnung auf Verwirklichung des zweifellos guten Gedankens hieß der Rektor die Versammlung will­kommen.

Der Leiter der WAH. Prof. Dr. Bechtel gab hierauf in großen Zügen einen Ueberblick über die Entstehung und das Aufgabengebiet der WAH. Er wies u. a. auf das grundsätzliche Problem der Beschäftigung von arbeitslosen Akademikern hin, betonte den hohen Wert der kameradschaftlichen Zusammenfassung zum Zwecke der Gemein- schaftsarbeit im Dienste der wissenschaftlichen Forschung, weil auf diese Weise fruchtbarer für den einzelnen und auch für die Gesamtheit gearbeitet werden könne, als wenn sich gewissermaßen ein (Ein» zelgängertum auch auf diesem Gebiete herausbilde. Von diesem Grundgedanken ausgehend hat Prof. Bechtel die in der Notarbeit 157 erstandene Ge­meinschaft der WAH. in Gießen gegründet. Die bisherigen Erfolge der gemeinschaftlichen Forschung dieses Kreises junger Akademiker Ijat dem Gedan­ken Bechtels in bester Weise Recht gegeben. Wenn der Redner auch nur in allgemeinen Zügen über das bisherige Wirken dieses Kreises sprach, so konn­ten die Zuhörer, die zum Teil zum ersten Male mit dieser Gemeinschaftsarbeit in Berührung kamen, zweifellos den Eindruck gewinnen, daß hier in viel­fältiger Weife positiv gearbeitet wird, in dieser Gemeinschaft aber auch ein wirksames Erziehungs­mittel für den Jungakademiker zu erblicken ist, das Prof. Bechtel mit den Worten kennzeichnete: Wir wollen den Soldaten der Wissen- schäft erziehen und den jungen Akademiker zu der wissenschaftlichen und menschlichen Geltung bringen, die es ihm ermöglicht, sich in diese Ge­meinschaft stellen zu lassen/ Der Redner kam dann in grundsätzlichen Darlegungen auf die Lahntal. Forschung der WAH. im Zusammenhang mit der Lahnkanalisierung zu sprechen und hob dabei be­sonders hervor, daß hier nicht etwa eine sog. Lan­desplanung geleistet werden soll, der Gedanke einer Planung als Aufgabe der WAH. überhaupt grund­sätzlich abgelehnt wird, sondern daß der Zweck der Arbeit darin besteht, unter wissenschaftlichen Ge­sichtspunkten das Material zusammenzutragen und das Rüstzeug zu schaffen, das von den zur Planung allein berechtigten behördlichen Stellen benötigt wird. Es soll also durch die WAH. die Beschaffung der Hilfsmittel, die für die Maßnahmen der natio­nalsozialistischen Regierung auf wirtschaftlichem Gebiete im Bereiche des Lahnkanalisierungsprojekts benötigt werden, erfolgen, dabei bewußt ein grund­sätzliches Heraushalten aus der Planungsarbeit ftattfinben. Für diesen Zweck erbat der Redner die weitere Unterstützung aller beruflichen Stellen, ins- besondere auch der maßgebenden Behörden, zum Gelingen des großen Werkes.

Der Organisationsleiter Dr. Maull behandelte sodann in einem kurzen Vortrag einige Fragen, die sich auf die Zusammenfassung der ver­schiedenen notwendigen wirtschaftlichen Forschunas- arbeiten erstrecken. Er wies dabei u. a. auf Die Dringlichkeit der Schaffung einer brauchbaren Oft» West-Wasferstraßenverbindung, ferner auf die Dring­lichkeit der Erschließung aller für unser deutsches Volk notwendigen, im deutschen Boden vorhandenen Stoffe hin. Mit Recht hob er dabei auch die große Selbstlosigkeit der Kameraden der WAH. hervor, die bei ihrer bisherigen Tätigkeit nur auf sehr be­schränkte wirtschaftliche Grundlagen gestellt waren und die bis jetzt erreichten Erfolge ihres Wirkens nur der größten persönlichen Selbstentäußerung und Opferfreudigkeit zuschreiben können. Weiterhin stellte der Redner die Arbeit der WAH. in den großen Rahmen der gesamtdeutschen Wirtschaftsorgamsation auf allen Gebieten der deutschen Rohstoff- und Volksversorgung, damit unserem Volke nicht zum zweiten Male eine Lage erwachsen kann, wie es sie vor rund 20 Jahren schon einmal zu seinem großen Nachteil erleben mußte. Abschließend kenn­zeichnete der Redner den bleibenden Wert und den großen Nutzen der Gemeinschaftsarbeit, wie sie sich in der WAH. darstellt, wenn auch die Organisation der WAH. selbst nur vorübergehend fein wird.

Das Mitglied der WAH. Dr. Danner behandelte anschließend in einem sehr aufschluß­reichen Vortrag die Frage der Lahnkanalisierung vom praktischen Standpunkt aus, nach dem Ergeb- nis der bisherigen Forschungsarbeiten der WAH. Der Redner gab dabei einen klaren Ueberblick über die im Lahngebiet vorhandenen reichen Boden­

Unter der Leitung von Professor Dr. Bechtel vom Institut für Wirtschaftswissenschaft an der Uni­versität Gießen arbeitet bekanntlich seit etwa einem Jahre eine Gemeinschaft von jungen Akademikern als Wissenschaftliche Akademikerhilfe (WAH.) an der Notarbeit 15 7, die dex wissenschaftlichen Erforschung aller wirtschaftlichen Bedingtheiten und Verhältnisse im Lahngebiet im Zusammenhang mit der schon feit langen Jahren erstrebten Lahnkanalisierung gewidmet ist. Es handelt sich dabei um eine der bedeutsamsten wissenschaftlichen Pionierarbeiten für einen außer­ordentlich großen Gedanken, von dessen Verwirk­lichung für unser Volk auf alle Zeiten unermeßbarer Vorteil erwartet werden kann. Mit diesen wissen­schaftlichen Vorarbeiten erwerben sich die in der WAH. zusammengefaßten stellungslosen jungen For­scher mit ihrem Leiter, Professor Dr. Bechtel, an der Spitze ein großes und bleibendes Verdienst nicht nur um unser engeres Heimatgebiet im Lahn­becken, sondern um das deutsche Volk in feiner Gesamtheit überhaupt.

Wir haben die Tätigkeit dieser wissenschaftlichen Akademikerhilfe von ihrem Anfang an aus nächster Nähe beobachten und unseren Lesern wiederholt über ein sehr ersprießliches Fortschreiten der im wahrsten ©inne des Wortes gemeinnützigen Arbeit berichten können. Es muß in diesem Zusammen­hang einmal besonders hervorgehoben werden, daß es sich bei dieser Tätigkeit nicht etwa um ein Werk handelt, bei dem für die Schaffenden irgendwelche große materielle Vorteile zu erringen sind, sondern daß es hier darum geht, auf der einen Seite stel­lungslose junge Akademiker der in den Bereich der Problemstellung einschlagenden Fachgebiete durch diese wissenschaftliche Arbeitsbeschaffung aus der Not der Stellungslosigkeit herauszuheben und ihnen die Fortbildungsmöglichkeit in ihrem Fachgebiet zu erschließen, auf der anderen Seite aber ein Werk des vollendeten Gemeinnutzes für das deutsche Volk zu schaffen. Universitätsprofessor Dr. Bechtel, der in seinem früheren Wirkungskreise in Schlesien ein gleiches Werk nach diesen Grundsätzen mit gutem Erfolg organisierte, hat auch für diesen Gießener Zusammenschluß der jungen Akademiker der WAH. die entscheidenden Grundlinien gegeben, die ganze Sache in Gang gesetzt, und er leitet und betreut sie als Führer dieser Gemeinschaft unter dem gleichen Gesichtspunkt des selbstlosen Schaffens im Dienste einer großen Idee.

Se. Magnifizenz der Rektor der Universität Prof. Dr. Pfähler und Prof. Dr. Bechtel hatten auf gestern abend einen Kreis von Männern des öffent­lichen Lebens in unserer Stadt in das Studenten­haus eingeladen, um dort grundsätzlich und pro­grammatisch über den Einbau der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, wie sie durch die WAH. durch­geführt werden, in die Arbeit der Hochschule und ihre Bedeutung für praktische wirtschaftliche Er­hebungen zu sprechen. Bei dieser Zusammenkunft sah man neben Universitätsprofessoren der verschie­densten Fachgebiete auch zahlreiche Männer der Wirtschaft, Leiter von Behörden, Vertreter von Ver­bänden und anderen interessierten Dienststellen, daneben den Kreis der WAH. Es war eine sehr stattliche Gemeinschaft, die sich aus starkem Interesse an diesem Arbeitsgebiet zusammengefunden hatte.

Se. Magnifizenz

der Rektor Prof. Dr. Pfähler

wies in feiner Einführungsansprache, in der er die Arbeit der WAH. in verdienter Weise wür­digte, u. a. daraufhin, daß geplant sei, für unsere Universität Gießen einen Hochschul- kreis aufzuziehen, der alle Menschen umfaßt, die Interesse an der Arbeit der Universität haben, ganz gleich welche Gebiete dabei in Betracht kom­men. Dabei soll nicht derart verfahren werden, daß man erst ein Haus baut, ohne sich über den Inhalt von vornherein klar.zu fein, sondern man will so arbeiten, daß man erst den Inhalt schafft und dann den Bau errichtet. Infolgedessen kann von diesem Hochschulkreis als vollbrachte Tat erst die Rede fein, wenn eine Reihe von Dingen sich aufeinander eingespielt haben und die Dinge bereits im Gange sind. Als einen wertvollen Baustein für diesen Hochschulkreis bezeichnete der Rektor die Gemeinschaft der Wissenschaftlichen Akademiker­hilfe (WAH.), denn hier werde ernste Arbeit ge­leistet und hier seien auch schon sehr greifbare Ergebnisse erzielt worden. Ein weiterer Baustein für diesen Hochschulkreis fei in den gemeinsam mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" ver­anstalteten VorträgenWissenschaft im Dienste des deutschen Volkes" zu erblicken. Dieser Hochschul­kreis müsse im Vordergrund feines Strebens den Willen haben, noch ganz anders als bisher in dcn Kreisen, die wir das Volk als Ganzes nennen, die Universität zu verwurzeln, damit die Hoch­schule nicht als Fremdkörper im Volke steht, son­dern als strömendes Leben im lebendigsten Aus­

die immer mehr zuströmende Menge nach hinten durchzubewegen. Nach der Bekanntmachung be­grüßte ein DarmstädterHainer" als Nachkomme im 7. Glied des Schneidermeisters Dummbach aus demDatterich" die anwesenden Gäste, dann tan­zen die beiden Kirmesburschen die Kirmes an, und schon drehen sich Burschen und Mädchen aus allen mitwirkenden Gruppen nach demDreivierteltakt" der Dorfmusik, im Walzerschritt. Kaum war der erste Tanz beendet, da erklang auch schon das erste, von der an Tischen sitzenden Dorfjugend begonnen, und dann spontan von den Zuschauern mitgesungene Volkslied:Im schönsten Wiesengrunde". Volks­tänze der verschiedenen Trachtengruppen, Volks­lieder der Bayern und Hessen, Mundartgedichte der verschiedenen hessischen Mundarten, wechselten ein­ander ab, und der Ortsdiener verstand es aus­gezeichnet, den ihm anvertrauten Ansagedienst präch­tig zu versehen und den Zuschauern durch seine Witze und Ulkigkeiten manche Lachsalve abzuringen. Daß es auf dem Kirmesplatz an dem nötigen Bier nicht fehlte, war eine Selbstverständlichkeit, und die Bayerndirndel der Bayerngruppe sorgten für die Bedienung der Kirmesaäste. Es ist begreiflich, daß mit dem Fortfchreiten Der Uhr dem Abläufen des Programms und dem Leerläufen der Bierfässer, die Stimmung der Mitwirkenden immer mehr anwuchs. Daß aber die Zuschauer, die schon 2 Stunden lang dicht gedrängt dastehend, und weder vor- noch rück­wärtskönnend, dem Biertrinken zusehen mußten und ohne selbst vom Alkohol.angeregt zu sein, bis kurz vor 23 Uhr mitfangen und mitschunkelten, war das beste Zeichen dafür, daß es auch Gg. Heß diesmal wieder verstanden hatte, mit echtem boden­ständigem Volkstum, mit reinem, von allen An­stößigkeiten freien oberhessischen Humor die Herzen aller zu erobern, die alsKirmesgäste" auf dem Schillerplatz anwesend waren.

Spren.un^ucn oer Mevattion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Sanistagnach- mittag geschloffen.