Wirtschaft.
Oie Lndustrre- und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft:
603: Anmeldepflicht für Fett - Sulphier - Betriebe. Lerarbeitungsgenehmigung für die Hersteller sulfurierter Oele und Fette.
604: Ausstellung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen seitens der Ueberwachungsstellen in Fällen, in denen beispielsweise Waren nach Deutschland eingeführt werden fallen, ohne daß Zahlungen für diese Waren in das Ausland zu leisten sind.
605: Die Einfuhrzollquittung in Italien, das Hauptdokument für die Beantragung von Importdeoifen.
606: Anmeldung deutscher Forderungen an das Ausland. Alle Firmen und Personen, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, ihren Sitz oder Ort der Leitung haben, haben ihre am 31. März 1935 bestehenden Forderungen an das Ausland spätestens bis 18. April 1935 anzumelden. Die Anmeldung hat sich auch auf ausländische Wertpapiere, die bereits für einen bestimmten Termin verlost oder gekündigt sind, zu erstrecken. Nicht anzumelden ist dagegen der Besitz von sonstigen Wertpapieren und von nicht fälligen Zins- und Gewinnanteilscheinen. Die Anmeldungen sind der Devisenabteilung der Reichshauptbank, Ablieferungskontrolle, Berlin SW 11, Breite Straße 8—9, durch Vermittlung der örtlich zuständigen Reichsbankanstalten einzureichen. Vordrucke sind daselbst erhältlich.
607: Einzelheiten über die luxemburgische Währungsabwertung.
608: Umrechnungskurse in den Güter- und Tier- verkehren mit dem Ausland ab 1. April 1935.
609: Die französischen Einfuhrkontingente für Jn- dustrieerzeugnisse und für landwirtschaftliche Erzeugnisse für das zweite Vierteljahr 1935.
Oie Krastfahrzeugindustrie im Februar.
Ebenso wie^ im Januar liegen auch im Februar Erzeugung und Absqtz von Personenkraftwagen weit über den entsprechenden Monatsergebnissen des Vorjahres. Mit einer Erzeugung von 15 306 Personenkraftwagen ist, laut „Wirtschaft und Statistik", die Produktionszahl vom Januar 1935 um 14 v. H. überschritten worden.
Im Vergleich zum Februar des Vorjahres hat sich die Herstellung von Personenkraftwagen um 126 v. H., d. h. auf über das Zweieinviertelfache, erhöht. Der entsprechende Vorjahresvergleich im Januar ergab eine Zunahme von 85 v. H. Der Steigerungskoeffizient ist somit im Februar erneut stark gewachsen. Außerordentlich günstig gestalteten sich die Absatzverhältnisse im Inland und im Ausland. Insgesamt wurden im Februar 14 750 Personenkraftwagen, davon 13 111 im Inland und 1639 im Ausland abgesetzt. Gegenüber Januar stieg der Absatz um 33 v. H., gegenüber Februar 1934 fast um das Dreifache (175 v. H.).
Auch in Erzeugung und Absatz von Liefer- und Lastkraftwagen überschreitet das Februarergebnis die Monatszahlen früherer Jahre beträchtlich. Gegenüber Februar 1934 liegt die Erzeugung im Berichtsmonat um nahezu die Hälfte, der Absatz um mehr als die Hälfte höher. Die Zahlen des Vormonates wurden gleichfalls überschritten, Die Erzeugung ist um 6 v. H., der Absatz um 13 v. H. gestiegen.
Inder K r a t f a h r r a d p r o d u k t i o n ist die Erzeugung von Keinkrafträdern im Berichtsmonat um 12 v. H. zurückgegangen, hingegen hat sich der Absatz erneut stark gehoben. Der Markt nahm im Februar an Kleinkrafträdern um über die Hälfte mehr auf als im Januar und fast das Dreifache wie im Februar 1934. In dreirädrigen Fahrzeugen waren Produktion und Absatz wiederum rückgängig.
* Die Oefsentliche Bausparkasse für Hessen (Abteilung der Landcskommunalbank - Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 2. April in Anwesenheit einer Anzahl von Bausparern und Vertretern von Sparkassen ihre elfte Baugelbzuteilung vor. Ausgelost und zugeteilt wurden diesmal 47 Verträge über RM. 235 000, so daß numnehr nach fünfeinhalbjährigem Bestehen der Bausparkasse im ganzen 276 Perträge mit RM. 1373 000 ausgelost sind. Alle Öffentlichen Bausparkassen haben bis zum 31. Dezember 1934 rund RM. 107 Millionen dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt. — Die nächste Baugeldzuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich Anfang Oktober mit Stichtag 30. September 1935 statt. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. Juli 1935 (bei Tarif 18 am 1. Juni 1935) beginnen und die mit der Einzahlung nicht im Rückstand sind.
Mein-Mainische Mittagsbörse, lleberwiegend fester.
Frankfurt a. M., 4. April. Die Börse war überwiegend fester, wenn auch bei Eröffnung die Kursentwicklung wieder uneinheitlich war und das Geschäft infolge der leichten Zurückhaltung der Kulisse angesichts des nur kleinen Ordereingangs kein nennenswertes Ausmaß erreichte. Nach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Umsatztätigkeit in manchen Spezialwerten lebhafter, und die Haltung war allgemein etwas fester. Die Börse erhielt einige Anregung von günstigen Nachrichten aus Industrie und Wirtschaft (zu erwähnen sind u. a. die weitere Steigerung der Sparkasseneinlagen im Februar, die steil nach oben anstehende Kurve in der Kraftwagenindustrie und verschiedene Dividendenerklärungen).
Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei Th. Goldschmidt mit 5 v. H. gab dem Chemiemarkt stärkere Anregung. Goldschmidt selbst stiegen um 2 v. H. auf 104,50, Rütgerswerke um 1 v. H. auf 113,50, Deutsche Erdöl um 1 o. H. auf 109. In Erwartung der Dividendenerklärung am Samstag hatten JÄ. Farben mit 149 bis 149,75 (148) lebhaftes Geschäft, Metallgesellschaft lagen behauptet, während Scheideanstalt 1 v. H. verloren. Am Elektromarkt gaben AEG. 0,40 v. H. und Lah- meyer etwas stärker, nämlich 1,50 v. H., nach. Ges- fürel, Licht & Kraft und Betula lagen gut behauptet, etwas fester notierten Siemens mit 155 (154), Schuckert mit 106,25 (105,75) und Felten mit 89 (88,40). Montanwerte lagen verhältnismäßig still und wenig verändert. Buderus gewannen 0,90 v. H., Harpener und Rheinstahl je 0,25 v. H., Stahlverein 0,13 v. H., dagegen gaben Mansfelder 0,90 v. H. und Mannesmann 0,25 v. H/ nach. Sonst eröffneten: Reichsbank 161,65 (161,50), AG. für Verkehr 84 (83,40), Zement Heidelberg 119,25 (119), Holzmann 91 (90,75). Schiffahrtswerte gaben bis 0,50 v. H. nach, ferner verloren Deutsche Linoleum 0,50 v. H., Zellstoffaktien lagen behauptet. Fest waren Chade-Aktien bei Erhöhungen bis zu 4 Mark für A bis C und D.
Am deutschen Rentenmarkt war das Geschäft bei wenig veränderten Kursen klein. Altbesitzanleihe mit 112,13, späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,13 und Kommunal-Umschuldung waren unverändert. Etwas fester lagen Zinsvergütungsscheine mit 89,50 (89,40), 6 v. H. Stahl- oerein mit 99,50 (99,40) und Reichsbahn-DA. mit 121,40 (121,13). Von Ausländern blieben Mexikaner aus dem bekannten Grunde gesucht und fest. 5 v. H. äußere Gold 11,70 (11,40), 5 v. H. Silber 5,15 (5,13), 4,50 v. H. Irrigation 7,90 (7,75), 4 v. H. Gold 7,80 (7,65).
In der zweiten Börsenstunde ließ das Geschäft etwas nach und die Kursentwicklung war wieder uneinheitlich. Fest lagen noch Rheinstahl bis 108,25 nach 107,50, Siemens bis 155,75 nach 155, Rhein- Braunkohlen 210 bis 212 (209), ferner Accumula- toren 161,50 (160,50), AKU. 53,50 bis 53,75 (52,90), Bemberg 116,65 bis 117 (117), andererseits gaben Stahlverein auf 81,50 (81,75), IG. Farben auf 149,50 (149,75) und Kali Aschersleben auf 110,75 (112,40) nach. Am Kassamarkt waren Kraftwerk Altwürttemberg angeboten, Taxe 90 (zuletzt 93,50).
Am Rentenmarkt lagen Altbesitz im Angebot und gingen auf 111,65 (112,13) zurück, Kommunal-Um- schuldung lagen ebenso wie die diversen Stahlverein-Bonds fester. Pfandbriefe zogen bei weiterer Nachfrage der Kundschaft bis 0,25 v. H. an, Kommunal-Öbligationen, Stadt- und Staatsanleihen waren nur wenig verändert. Am Auslandsrentenmarkt waren Schweizer Bahnanleihen auf schwache Kurse aus der Schweiz stark angeboten und mehrere Punkte niedriger,, ferner bröckelten Mexikaner leicht ab. Fester waren noch 5 v. H. Tehuantepec 6,45 (5,60), 4,50 o. H. do. 6,55 (5,85). — Tagesgeld blieb zu 2,50 v. H. unverändert.
Abendbörse: uneinheitlich.
Die Abendbörse eröffnete bei etwas größeren Umsätzen als sonst in uneinheitlicher Haltung, doch ergaben sich nur geringfügige Abweichungen im Vergleich zum Berliner Schluß. Weiter gefragt waren IG. Farben mit 150 (149,50), später bröckelten sie bei stark nachlassendem Geschäft um 0,25 d. H. ab. Etwas fester lagen ferner am Elektromarkt Rheag mit 121,50 (120,75), Siemens mit 156 (155,75) und Lahmeyer mit 123 (122), während Betula um 0,40 auf 136,65, Accumulatoren um 1 v. H. auf 163 und Schuckert um 0,40 v. H. auf 105,75 zurückgingen. Von Montanwerten notierten Harpener mit 106,75 nach 106,25, im übrigen lagen hier die Kurse nur knapp gehalten. Von Pankaktien ließen Reichsbank 0,50 v. H., DD-Bank 0,25 v. H. nach.
Am Rentenmarkt gewannen Altbesitz 0,25 v. H., Kommunal-Umschuldung 0,13 v. H., Reichsbahn- Vorzugsaktien 0,13 v. H., im übrigen zeigten die Kurse keine Veränderung. Schutzgebietsanleihen
lagen mäßig leichter mit 10,30 (10,40). Von fremden Werten bröckelten mexikanische Anleihen weiter ab, Schweizer Anleihen blieben angeboten, kamen aber nicht zur Notiz. Nur 3 v. H. Kanton Bern wurden mit 143 (gestern 154) notiert.
U. a. notierten: Altbesitz 112,13, 6 v. H. Stahl- verein 99,50, 5 v. H. innere Mexikaner 4,80, 4,5 v. H. Irrigation 7,40 bis 7,25, Commerzbank 88, DD-Bank 89,50, Dresdner Bank 89,75, Reichsbank 161, Buderus 96,65, Harpener 106,75, Mannesmann 81,50, Rheinstahl 107,50 Stahlverein 81,40, Accumulatoren 163, KKU. 53,75, Betula 136,65, Deutsche Erdöl 108,50, Deutsche Linoleum 154,25, Eßlingen Maschinen 76,75, IG. Farben 150 bis 149,75, Feinmechanik Setter 78,50, Gessürel 122, Goldschmidt 104, Holzmann 90, Lahmeyer 123, Mainkraft 93,50, Rhein. Elektro 121,50, Schuckert 105,75, Siemens 156, Westdeutscher Kaufhof 34,40, Zellstoff Waldhof 117,50, Südd. Zucker 168, Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,40 bis 121,50, AG. für Verkehr 83,75, Hapag 33,50, Nordd. Lloyd 35.
Schweinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 4. April. Zum heutigen Schweinemarkt waren 225 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt für bis zu sechs Wochen alte Ferkel 17 bis 23 RM., für sechs bis acht Wochen alte Tiere 23 bis 28 NM. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt.
Die Frühjahrs-Belebung des Arbeitseinsatzes hat sich auch für die Angestellten-Berufe günstig ausgewirkt. Nach den Feststellungen der Stellenvermittlung des Amtes für Berufserziehung der Deutschen Arheitsfro.it find gegenüber dem Vormonat zum Teil bis zu 50 Prozent mehr Aufträge auf Besetzung offener Stellen erteilt worden. Damit verbunden war auch eine Steigerung des Vermittlungsergebnisses. Die Vermittlungen erfolgten in der Regel in f e ft e Stellen. Die Metallindustrie war sowohl für kaufmännische, als auch für technische Kräfte gut aufnahmefähig. Auch die Berichte aus dem Saargebiet lassen eine Besserung erkennen. Gut vermittelt wurden Angestellte über 25 Jahre und Arbeitspaß-Jnhaber. Es werden jedoch noch in erheblichem Umfange Kräfte unter 25 Jahren verlangt, die aber nicht vorgemerkt sind. Die Entwicklung des Bewerberbestandes entspricht der des Vormonats.
Die Lehrstellenvermittlung berichtet über ein gutes Vermittlungsergebnis. Die Nachfrage nach Lehrlingen mit höherer Schulbildung Übersteigt das Angebot. Für den Beruf des Verkäufers besteht wenig Neigung, obwohl gerade hier gute Lehrstellen offen sind. Nach weiblichen Lehrlingen besteht weniger Nachfrage.
Für Kaufmannsgehilfen waren die Industrie und der Kleinhandel aufnahmefähig, weniger der Großhandel und die Banken. Die Metall- Industrie suchte Lohnbuchhalter, die nicht immer nachgewiesen werden konnten. Im Lebensmittelhandel bestand Nachfrage nach Verkäufern. Gesucht sind Verkäufer und Geschäftsführer für den Schuhhandel, ebenso geprüfte Drogisten mit Photokenntnissen. Die Persicherung hat Bedarf an Inspektoren und Angestellten für den Außendienst. Gesucht werden weiter Korrespondenten, Kontoristen, Reisende, Expedienten und Stenotypisten.
In der Stellenvermittlung für Büro- und Behördenange st eilte lagen Aufträge von Reichs- und Gemeinde-Behörden und Organisationen vor. Einige Krankenkassen suchen Angestellte für gehobene Stellen.
In der Techniker-St ellenvermitt- l u n g bestand lebhafte Anfrage nach guten Kräften in der Metallindustrie. Hier wurden vornehmlich tüchtige Fachkräfte im Porrichtungs- und Apparatebau angefordert, desgleichen für die leicht- metallverarbeitende Industrie, sowie im Motoren- und Dampfturbinen- und Schiffsmaschinenbau. Im Baugewerbe war ein stärkerer Einsatz an Fachkräften im Hoch- und Tiefbau festzustellen. Stärker gesucht wurden Eisenbetonfachleute mit besonderen' statischen Kenntnissen und Straßenbautechniker. Die Nachfrage nach Wärme-, Gas- und Wasserfachleuten war im allgemeinen gut, desgleichen auch nach staatlich geprüften Kulturbautechnikern und teilweise nach Chemotechnikern.
Die Werkmeister - Stellenvermittlung konnte bei erhöhtem Auftragszugang vor allen Dingen eine Belebung im Maschinen- und Apparatebau, sowie Baugewerbe und teilweise auch in der Textilindustrie feststellen. Mangel bestand teilweise an Baggermeistern, Schachtmeistern, Betonpolieren, guten Fachkräften für die Schweißerei und den Werkzeugbau, sowie an Dreher- meistem. Gesucht wurden auch Spezialisten für Rundschleiferei. Aufträge lagen auch aus dem Nahrungsmittel- und Genußmittelgewerbe vor.
Für weibliche kaufmännische Angestellte war der Arbeitseinsatz günstig. Beson-
$rantfurfer Schlachkviehmarkk.
Frankfurt a. M., 4. April. Auftrieb: Rinder 21 (gegen 76 am letzten Donnerstagmarkt vom 28. März), darunter 2 Ochsen, 15 Bullen, 2 Kühe und 2 Färsen. Kälber 843 (1026), Schafe 67 (113), Schweine 391 (392). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 57 bis 58 (am 28. 3. 51—54), b) 49—56 (43—50), c) 40 bis 48 (36—42), d) 30—39 (26—35). Lämmer und Hammel b2) Weidemasthammel 39—40 (37—38), c) 36—38 (34—36), d) (30—33). Schafe e) beste 36—37 (34—35), f) mittlere 32—35 (30—33), g) geringe 25—30 (25—29). Schweine b) 49—52 (47—52), c) 48—51 (47—52), d) 46—49 (46—50). Marktverkauf: Kälber, Hammel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Schweine ruhig, ausoerkauft.
Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1090 Viertel Rindfleisch, 207 ganze Kälber, 11 ganze Hammel, 686 halbe Schweine. Preise pro 50 kg in RM.: Ochsenfleisch b) 64—70, c) 56—64. Bullenfleisch b) 64—68. Kuhfleisch b) 53—60, c) 38—50. Färsenfleisch b) 64—70, c) 56—64. Kalbfleisch b) 70—78, c) 60—68. Hammelfleisch b) 75—78. Schweinefleisch b) 70—75. Fettwaren: roher Speck unter 7 cm aus hiesiger Schlachtung 68—72, Flomen 80—85. Marktverlauf: rege.
ders gut ist das Vermittlungsergebnis für Angestellte in Haus-, Garten und Landwirtschaft. Wegen Mangel an geeigneten Bewerberinnen konnten leider viele gemeldete Stellen, besonders auf dem Lande, nicht besetzt werden.
Bei Kindergärtnerinnen und Volkspflegerinnen ist eine Zunahme der Bewerberinnen durch Entlassung der Schülerinnen aus den Ausbildungsanstalten festzustellen. In der Mütter- schrklung, die vorzugsweise im Winter gepflegt wird, sind Kräfte frei geworden. Im ganzen ist die Nachfrage nach Berufskräften jedoch erfreulicherweise gestiegen, wenn auch vielfach der Abschluß — so z. B. für die Leitung von Erntekindergärten — noch aussteht.
Preußen.
Polizeipräsident von Heimburg f.
LPD. Wiesbaden, 4. April. Der frühere langjährige Landrat des Kreises Biedenkopf und spätere Polizeipräsident von Wiesbaden, Kammerherr Fritz von Heimburg, ist in Bad Reichenhall im Alter von 75 Jahren g e ft o r b e n. Der Kreisleiter der NSDAP, des Kreises Biedenkopf bezeichnet in einem Nachruf den Verstorbenen als einen der ältesten aktiven Kämpfer Adolf Hitlers, der während der Kampfzeit regen Anteil an der Entwicklung der Bewegung in feinem früheren Wirkungskreis, dem Hinterland, genommen habe. Das ganze Hinterland rufe feinem ehemaligen volkstümlichen Landrat einen letzten Gruß zu, und die Jugend sehe in dem nunmehr in die Ewigkeit abgerufenen Kämpfer fürs Dritte Reich das leuchtende Porbild der Treue und Pflichterfüllung.
Kreis Wetzlar.
* R o d h e i m a. d. B., 4. April. Im Rahmen der DT.-Werdewoche veranstaltete die Turn- und Sportgemeinde im Saale Mank einen Turnabend zum Besten des Winterhilfswerkes. Umgeben von den aufmarfchiei tsn Turnerinnen und Turnern, begrüßte der Pereinsführer Hofmann die Gäste und Turnfreunde. Anschließend gab er einen kurzen Ueberblick über Zweck und Aufgaben der deutschen Turnerei, wobei er betonte, wie gerade die DT. völlig kostenlos durch Geist und Körperschulung viel zur Gesunderhaltung des deutschen Volkes beitrage. Unter Hinweis auf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht hob er hervor, daß von jeher die Turner die besten Soldaten gegeben hätten. Es liege im Interesse jedes einzelnen, feinen Körper frühzeitig zu stählen, um den späteren Anforderungen gewachsen zu fein. Nach kurzer Ehrung der Sieger des vergangenen Jahres wickelte sich das vielseitige Programm, begleitet von den Klängen einer Streichkapelle, ab. Angefangen bei den Vorführungen der Kleinsten, bis zu den vollendetsten Uebungen der Aktiven, ließen alle erkennen, daß sie den Winter über nicht müßig gewesen waren. Auch die Turnerinnen ließen sich nicht hintenanstellen. Zwischendurch aufgeführte Mannschaftskämpfe im Hindernislauf sorgten für den nötigen Humor. Das gesellige Peisammensein nach der Abwicklung des Programms ließ erkennen, daß Stimmung und Geselligkeit ebenfalls nicht Not litten.
<£ Vetzberg, 5. April. Heute feiert der Landwirt Ludwig M ü h l i g feinen 8 0. Geburtstag. Trotz feines hohen Alters ist er noch sehr rüstig und verrichtet heute noch alle landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeiten.
Der Arbeitseinsatz der Angestellten im März.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H.,
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. M
Serlin
Frankfurt a. M.
Serfin
Schlußkurs
Schloßt. Abendbörse
Schlußkurs
Schluß!. Mittag« börse
Schluß- kurs
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6% Deutsche ReichSanIeihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5l/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4‘/,% Deutsche Reichspostschatzanweisungen von 1934, I.......
6% ef)em.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6y2% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
4/t% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
b/2% ehem. 4/i% Franks. Hyp.° Bank-Ligu.-Pfandbriese.......
W/o ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
4/i% ehem. 8% Pr. Landespfand- ' briefanstalt, Psandbriefe R. 19 4/»% ehem. 7% Pr. Landespfand-
oriesanst., Gold Komm. Cßl.VI Steuergutfch.Berrechnungsk. 35-89
4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/t% desgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie I.....................
100,25
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97
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4% desgl. Serie 11 .............
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2^% Anatolier ..............
Hamburg-A mertka-P aket .....o
Hamburg-Slidam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Prioat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto«
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ................12
A.E.G......................0
Vekula.................... 10
Elektr. LteferungSgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6/t
Felten L Guilleaume.........0
Gesellsch.s.EIeklr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert S Co............... 4
Siemens 8 Halske............7
Lahmeyer L Co..............7
Buderus ....... 0
Deutsche Erdöl...............
Gelsenkirchener..............0
harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klo ckn erwecke.............»/,
Mannesmcmn-Röhren ....... 0
8,5
4,3
6,75
4,25
32,3
34
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90,25
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154,4
124
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106,25
97
129,75 . 93
81,5
Mansfelder Bergbau.........8
Kokswerke..................5
Phönix Bergbau......... O
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstahl................S/2
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....1/2
3. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ............ O
Rütgerswerke....... 4
Melallgesellschaft.............4
Philipp Holz mann...........O
Zementwerk Heidelberg ......6
Cementwerk Karlstadt......... 4
Schultheis Pahenhofer .......4
Atu (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................O
Zellstoff Waldhof............O
Zellstoff Aschaffenburg ....... O
Dessauer Gas ........... 7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum........... 6
Orenstein & Koppel ..........O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Chade......................O
Accumulatoren-Fabrik.......12
Conti-Gummi..............8
Grihner................. 0
Matnkrastwerke Höchst 4
' Süddeutscher Zucker.........t
103,25
209
107,25
82
14,13
112,65
113
148
216
102,5
112,5
96,5
90,75
119
130,5
52,9
117
116,9
83,75
93,5
153,5
35,25
231
151
I 37
93,75
I 167
102,13
212
107,5
81,4
14,25
110,75
112
154
149,75
215
104
112,5
96,5
90
119,5
53,75
117
117,5
83,5
93,9
154,25
34,4
236,5
163
153
I 36,5
93,5
I 168
102,25
108,75
209,25
106,75
81,9
14,13
111
112
153,25
148,65
102,75
113
96,5
| ;
109,5
52,65
117,25
116,65
84
129,9
94
153,5
90
35
232
151
I
1 165
102 109,75
212
107,65
81,4
14,5
110,5 112,5
149,5
104 112,13 96,25
90,25
109,75
53,9 117,5 117,13
83,5 129,4 93,25 154,5
89,5 34,25 237,5
164 153,5
36,25
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
3.April
4. April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Geld
Ärles
Buenos Sötte.
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel ...
—
—
—
Rio de Jan.
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
53,25
53,35
53,67
53,77
Danzig...
81,30
81,46
81,30
81,46
London ...
11,925
11,955
12,02
12,05
Helstngfors
5,265
5,275
5,305
5,315
Paris ....
16,42
16,46
16,42
16,46
Holland ..
167,78
168,12
167,73
168,07
Italien...
20,58
20,62
20,58
20,62
Japan....
0,699
0,701
0,702
0,704
Jugoslawien
5,649
3,661
5,649
5,661
Oslo.....
59,94
60,06
60,41
60,53
Wien.....
18,95
49,05
Lissabon..
10,83
10,85
10'91
10,93
Stockholm.
61,50
61,62
61,98
62,10
Schweiz ..
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien..
34,02
34,08
34,02
34,08
Prag.....
10,40
m.49
Budapest .
—
Neuyork...
2,486
2,490
2,488
2,492
Banknoten
Berlin,-.April
Geld
2Jrüf
Amerikanische Noten......
2,44
2,46
Belgische Noten..........
41,92
42,08
TnnHrhp <T?ntPrt ......___
Englische Noten ................
Französische Noten...............
Lwllcindischp Noten .......________
Italienische Noten........
120'36
^20,44
Norwegische Noten ......
60,20
60,44
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten.......
_
_
Schwedische Noten.......
Schweizer Noten................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................
33I55
3L69


