Ausgabe 
5.4.1935
 
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Wirtschaft.

Oie Lndustrre- und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

603: Anmeldepflicht für Fett - Sulphier - Betriebe. Lerarbeitungsgenehmigung für die Hersteller sulfurierter Oele und Fette.

604: Ausstellung von Unbedenklichkeitsbescheinigun­gen seitens der Ueberwachungsstellen in Fäl­len, in denen beispielsweise Waren nach Deutschland eingeführt werden fallen, ohne daß Zahlungen für diese Waren in das Aus­land zu leisten sind.

605: Die Einfuhrzollquittung in Italien, das Hauptdokument für die Beantragung von Importdeoifen.

606: Anmeldung deutscher Forderungen an das Ausland. Alle Firmen und Personen, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, ihren Sitz oder Ort der Leitung haben, haben ihre am 31. März 1935 be­stehenden Forderungen an das Ausland spä­testens bis 18. April 1935 anzumelden. Die Anmeldung hat sich auch auf ausländische Wertpapiere, die bereits für einen bestimmten Termin verlost oder gekündigt sind, zu er­strecken. Nicht anzumelden ist dagegen der Besitz von sonstigen Wertpapieren und von nicht fälligen Zins- und Gewinnanteilscheinen. Die Anmeldungen sind der Devisenabteilung der Reichshauptbank, Ablieferungskontrolle, Berlin SW 11, Breite Straße 89, durch Vermittlung der örtlich zuständigen Reichs­bankanstalten einzureichen. Vordrucke sind da­selbst erhältlich.

607: Einzelheiten über die luxemburgische Wäh­rungsabwertung.

608: Umrechnungskurse in den Güter- und Tier- verkehren mit dem Ausland ab 1. April 1935.

609: Die französischen Einfuhrkontingente für Jn- dustrieerzeugnisse und für landwirtschaftliche Erzeugnisse für das zweite Vierteljahr 1935.

Oie Krastfahrzeugindustrie im Februar.

Ebenso wie^ im Januar liegen auch im Februar Erzeugung und Absqtz von Personenkraftwagen weit über den entsprechenden Monatsergebnissen des Vorjahres. Mit einer Erzeugung von 15 306 Personenkraftwagen ist, lautWirtschaft und Sta­tistik", die Produktionszahl vom Januar 1935 um 14 v. H. überschritten worden.

Im Vergleich zum Februar des Vorjahres hat sich die Herstellung von Personenkraftwagen um 126 v. H., d. h. auf über das Zweieinviertelfache, erhöht. Der entsprechende Vorjahresvergleich im Januar ergab eine Zunahme von 85 v. H. Der Steigerungskoeffizient ist somit im Februar erneut stark gewachsen. Außerordentlich günstig gestalteten sich die Absatzverhältnisse im Inland und im Aus­land. Insgesamt wurden im Februar 14 750 Per­sonenkraftwagen, davon 13 111 im Inland und 1639 im Ausland abgesetzt. Gegenüber Januar stieg der Absatz um 33 v. H., gegenüber Februar 1934 fast um das Dreifache (175 v. H.).

Auch in Erzeugung und Absatz von Liefer- und Lastkraftwagen überschreitet das Fe­bruarergebnis die Monatszahlen früherer Jahre beträchtlich. Gegenüber Februar 1934 liegt die Er­zeugung im Berichtsmonat um nahezu die Hälfte, der Absatz um mehr als die Hälfte höher. Die Zahlen des Vormonates wurden gleichfalls über­schritten, Die Erzeugung ist um 6 v. H., der Absatz um 13 v. H. gestiegen.

Inder K r a t f a h r r a d p r o d u k t i o n ist die Erzeugung von Keinkrafträdern im Berichtsmonat um 12 v. H. zurückgegangen, hingegen hat sich der Absatz erneut stark gehoben. Der Markt nahm im Februar an Kleinkrafträdern um über die Hälfte mehr auf als im Januar und fast das Dreifache wie im Februar 1934. In dreirädrigen Fahrzeugen waren Produktion und Absatz wiederum rückgängig.

* Die Oefsentliche Bausparkasse für Hessen (Abteilung der Landcskommunalbank - Girozentrale für Hessen) in Darmstadt nahm am 2. April in Anwesenheit einer Anzahl von Bau­sparern und Vertretern von Sparkassen ihre elfte Baugelbzuteilung vor. Ausgelost und zugeteilt wur­den diesmal 47 Verträge über RM. 235 000, so daß numnehr nach fünfeinhalbjährigem Bestehen der Bausparkasse im ganzen 276 Perträge mit RM. 1373 000 ausgelost sind. Alle Öffentlichen Bauspar­kassen haben bis zum 31. Dezember 1934 rund RM. 107 Millionen dem Bau- und Hypothekenmarkt zu­geführt. Die nächste Baugeldzuteilung der Oeffent­lichen Bausparkasse für Hessen findet voraussichtlich Anfang Oktober mit Stichtag 30. September 1935 statt. Zuteilungsberechtigt sind alle Bausparer, deren Verträge spätestens am 1. Juli 1935 (bei Tarif 18 am 1. Juni 1935) beginnen und die mit der Ein­zahlung nicht im Rückstand sind.

Mein-Mainische Mittagsbörse, lleberwiegend fester.

Frankfurt a. M., 4. April. Die Börse war überwiegend fester, wenn auch bei Eröffnung die Kursentwicklung wieder uneinheitlich war und das Geschäft infolge der leichten Zurückhaltung der Kulisse angesichts des nur kleinen Ordereingangs kein nennenswertes Ausmaß erreichte. Nach Fest­setzung der ersten Kurse wurde die Umsatztätigkeit in manchen Spezialwerten lebhafter, und die Hal­tung war allgemein etwas fester. Die Börse erhielt einige Anregung von günstigen Nachrichten aus Industrie und Wirtschaft (zu erwähnen sind u. a. die weitere Steigerung der Sparkasseneinlagen im Februar, die steil nach oben anstehende Kurve in der Kraftwagenindustrie und verschiedene Dividen­denerklärungen).

Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei Th. Goldschmidt mit 5 v. H. gab dem Chemiemarkt stärkere Anregung. Goldschmidt selbst stiegen um 2 v. H. auf 104,50, Rütgerswerke um 1 v. H. auf 113,50, Deutsche Erdöl um 1 o. H. auf 109. In Erwartung der Dividendenerklärung am Samstag hatten. Farben mit 149 bis 149,75 (148) leb­haftes Geschäft, Metallgesellschaft lagen behauptet, während Scheideanstalt 1 v. H. verloren. Am Elektromarkt gaben AEG. 0,40 v. H. und Lah- meyer etwas stärker, nämlich 1,50 v. H., nach. Ges- fürel, Licht & Kraft und Betula lagen gut be­hauptet, etwas fester notierten Siemens mit 155 (154), Schuckert mit 106,25 (105,75) und Felten mit 89 (88,40). Montanwerte lagen verhältnis­mäßig still und wenig verändert. Buderus ge­wannen 0,90 v. H., Harpener und Rheinstahl je 0,25 v. H., Stahlverein 0,13 v. H., dagegen gaben Mansfelder 0,90 v. H. und Mannesmann 0,25 v. H/ nach. Sonst eröffneten: Reichsbank 161,65 (161,50), AG. für Verkehr 84 (83,40), Zement Heidelberg 119,25 (119), Holzmann 91 (90,75). Schiffahrtswerte gaben bis 0,50 v. H. nach, ferner verloren Deutsche Linoleum 0,50 v. H., Zellstoff­aktien lagen behauptet. Fest waren Chade-Aktien bei Erhöhungen bis zu 4 Mark für A bis C und D.

Am deutschen Rentenmarkt war das Ge­schäft bei wenig veränderten Kursen klein. Alt­besitzanleihe mit 112,13, späte Reichsschuldbuchforde­rungen mit 96,13 und Kommunal-Umschuldung waren unverändert. Etwas fester lagen Zinsver­gütungsscheine mit 89,50 (89,40), 6 v. H. Stahl- oerein mit 99,50 (99,40) und Reichsbahn-DA. mit 121,40 (121,13). Von Ausländern blieben Mexikaner aus dem bekannten Grunde gesucht und fest. 5 v. H. äußere Gold 11,70 (11,40), 5 v. H. Silber 5,15 (5,13), 4,50 v. H. Irrigation 7,90 (7,75), 4 v. H. Gold 7,80 (7,65).

In der zweiten Börsenstunde ließ das Geschäft etwas nach und die Kursentwicklung war wieder uneinheitlich. Fest lagen noch Rheinstahl bis 108,25 nach 107,50, Siemens bis 155,75 nach 155, Rhein- Braunkohlen 210 bis 212 (209), ferner Accumula- toren 161,50 (160,50), AKU. 53,50 bis 53,75 (52,90), Bemberg 116,65 bis 117 (117), andererseits gaben Stahlverein auf 81,50 (81,75), IG. Farben auf 149,50 (149,75) und Kali Aschersleben auf 110,75 (112,40) nach. Am Kassamarkt waren Kraftwerk Altwürttemberg angeboten, Taxe 90 (zuletzt 93,50).

Am Rentenmarkt lagen Altbesitz im Angebot und gingen auf 111,65 (112,13) zurück, Kommunal-Um- schuldung lagen ebenso wie die diversen Stahl­verein-Bonds fester. Pfandbriefe zogen bei weite­rer Nachfrage der Kundschaft bis 0,25 v. H. an, Kommunal-Öbligationen, Stadt- und Staatsanleihen waren nur wenig verändert. Am Auslandsrenten­markt waren Schweizer Bahnanleihen auf schwache Kurse aus der Schweiz stark angeboten und mehrere Punkte niedriger,, ferner bröckelten Mexikaner leicht ab. Fester waren noch 5 v. H. Tehuantepec 6,45 (5,60), 4,50 o. H. do. 6,55 (5,85). Tagesgeld blieb zu 2,50 v. H. unverändert.

Abendbörse: uneinheitlich.

Die Abendbörse eröffnete bei etwas größeren Umsätzen als sonst in uneinheitlicher Haltung, doch ergaben sich nur geringfügige Abweichungen im Vergleich zum Berliner Schluß. Weiter gefragt waren IG. Farben mit 150 (149,50), später bröckel­ten sie bei stark nachlassendem Geschäft um 0,25 d. H. ab. Etwas fester lagen ferner am Elektromarkt Rheag mit 121,50 (120,75), Siemens mit 156 (155,75) und Lahmeyer mit 123 (122), während Be­tula um 0,40 auf 136,65, Accumulatoren um 1 v. H. auf 163 und Schuckert um 0,40 v. H. auf 105,75 zurückgingen. Von Montanwerten notierten Har­pener mit 106,75 nach 106,25, im übrigen lagen hier die Kurse nur knapp gehalten. Von Pankaktien ließen Reichsbank 0,50 v. H., DD-Bank 0,25 v. H. nach.

Am Rentenmarkt gewannen Altbesitz 0,25 v. H., Kommunal-Umschuldung 0,13 v. H., Reichsbahn- Vorzugsaktien 0,13 v. H., im übrigen zeigten die Kurse keine Veränderung. Schutzgebietsanleihen

lagen mäßig leichter mit 10,30 (10,40). Von fremden Werten bröckelten mexikanische Anleihen weiter ab, Schweizer Anleihen blieben angeboten, kamen aber nicht zur Notiz. Nur 3 v. H. Kanton Bern wurden mit 143 (gestern 154) notiert.

U. a. notierten: Altbesitz 112,13, 6 v. H. Stahl- verein 99,50, 5 v. H. innere Mexikaner 4,80, 4,5 v. H. Irrigation 7,40 bis 7,25, Commerzbank 88, DD-Bank 89,50, Dresdner Bank 89,75, Reichsbank 161, Buderus 96,65, Harpener 106,75, Mannesmann 81,50, Rheinstahl 107,50 Stahlverein 81,40, Accu­mulatoren 163, KKU. 53,75, Betula 136,65, Deutsche Erdöl 108,50, Deutsche Linoleum 154,25, Eßlingen Maschinen 76,75, IG. Farben 150 bis 149,75, Fein­mechanik Setter 78,50, Gessürel 122, Goldschmidt 104, Holzmann 90, Lahmeyer 123, Mainkraft 93,50, Rhein. Elektro 121,50, Schuckert 105,75, Siemens 156, Westdeutscher Kaufhof 34,40, Zellstoff Waldhof 117,50, Südd. Zucker 168, Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,40 bis 121,50, AG. für Verkehr 83,75, Hapag 33,50, Nordd. Lloyd 35.

Schweinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 4. April. Zum heutigen Schweine­markt waren 225 Ferkel aufgetrieben. Es wurden bezahlt für bis zu sechs Wochen alte Ferkel 17 bis 23 RM., für sechs bis acht Wochen alte Tiere 23 bis 28 NM. Der Handel war flott, der Markt wurde geräumt.

Die Frühjahrs-Belebung des Arbeitseinsatzes hat sich auch für die Angestellten-Berufe günstig ausgewirkt. Nach den Feststellungen der Stellen­vermittlung des Amtes für Berufserziehung der Deutschen Arheitsfro.it find gegenüber dem Vor­monat zum Teil bis zu 50 Prozent mehr Auf­träge auf Besetzung offener Stellen erteilt worden. Damit verbunden war auch eine Steigerung des Vermittlungsergebnisses. Die Vermittlungen er­folgten in der Regel in f e ft e Stellen. Die Me­tallindustrie war sowohl für kaufmännische, als auch für technische Kräfte gut aufnahmefähig. Auch die Berichte aus dem Saargebiet lassen eine Besse­rung erkennen. Gut vermittelt wurden Ange­stellte über 25 Jahre und Arbeitspaß-Jnhaber. Es werden jedoch noch in erheblichem Umfange Kräfte unter 25 Jahren verlangt, die aber nicht vorgemerkt sind. Die Entwicklung des Bewerber­bestandes entspricht der des Vormonats.

Die Lehrstellenvermittlung berichtet über ein gutes Vermittlungsergebnis. Die Nach­frage nach Lehrlingen mit höherer Schulbildung Übersteigt das Angebot. Für den Beruf des Ver­käufers besteht wenig Neigung, obwohl gerade hier gute Lehrstellen offen sind. Nach weiblichen Lehrlingen besteht weniger Nachfrage.

Für Kaufmannsgehilfen waren die In­dustrie und der Kleinhandel aufnahmefähig, weni­ger der Großhandel und die Banken. Die Metall- Industrie suchte Lohnbuchhalter, die nicht immer nachgewiesen werden konnten. Im Lebensmittel­handel bestand Nachfrage nach Verkäufern. Ge­sucht sind Verkäufer und Geschäftsführer für den Schuhhandel, ebenso geprüfte Drogisten mit Photokenntnissen. Die Persicherung hat Bedarf an Inspektoren und Angestellten für den Außen­dienst. Gesucht werden weiter Korrespondenten, Kontoristen, Reisende, Expedienten und Stenoty­pisten.

In der Stellenvermittlung für Büro- und Behördenange st eilte lagen Aufträge von Reichs- und Gemeinde-Behörden und Organisatio­nen vor. Einige Krankenkassen suchen Angestellte für gehobene Stellen.

In der Techniker-St ellenvermitt- l u n g bestand lebhafte Anfrage nach guten Kräf­ten in der Metallindustrie. Hier wurden vornehm­lich tüchtige Fachkräfte im Porrichtungs- und Ap­paratebau angefordert, desgleichen für die leicht- metallverarbeitende Industrie, sowie im Motoren- und Dampfturbinen- und Schiffsmaschinenbau. Im Baugewerbe war ein stärkerer Einsatz an Fach­kräften im Hoch- und Tiefbau festzustellen. Stär­ker gesucht wurden Eisenbetonfachleute mit beson­deren' statischen Kenntnissen und Straßenbautech­niker. Die Nachfrage nach Wärme-, Gas- und Wasserfachleuten war im allgemeinen gut, desglei­chen auch nach staatlich geprüften Kulturbautech­nikern und teilweise nach Chemotechnikern.

Die Werkmeister - Stellenvermitt­lung konnte bei erhöhtem Auftragszugang vor allen Dingen eine Belebung im Maschinen- und Apparatebau, sowie Baugewerbe und teilweise auch in der Textilindustrie feststellen. Mangel be­stand teilweise an Baggermeistern, Schachtmeistern, Betonpolieren, guten Fachkräften für die Schwei­ßerei und den Werkzeugbau, sowie an Dreher- meistem. Gesucht wurden auch Spezialisten für Rundschleiferei. Aufträge lagen auch aus dem Nahrungsmittel- und Genußmittelgewerbe vor.

Für weibliche kaufmännische Ange­stellte war der Arbeitseinsatz günstig. Beson-

$rantfurfer Schlachkviehmarkk.

Frankfurt a. M., 4. April. Auftrieb: Rinder 21 (gegen 76 am letzten Donnerstagmarkt vom 28. März), darunter 2 Ochsen, 15 Bullen, 2 Kühe und 2 Färsen. Kälber 843 (1026), Schafe 67 (113), Schweine 391 (392). Notiert wurden pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 57 bis 58 (am 28. 3. 5154), b) 4956 (4350), c) 40 bis 48 (3642), d) 3039 (2635). Lämmer und Hammel b2) Weidemasthammel 3940 (3738), c) 3638 (3436), d) (3033). Schafe e) beste 3637 (3435), f) mittlere 3235 (3033), g) geringe 2530 (2529). Schweine b) 4952 (4752), c) 4851 (4752), d) 4649 (4650). Marktverkauf: Kälber, Hammel und Schafe leb­haft, ausverkauft. Schweine ruhig, ausoerkauft.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung des Fleischgroß­marktes: 1090 Viertel Rindfleisch, 207 ganze Käl­ber, 11 ganze Hammel, 686 halbe Schweine. Preise pro 50 kg in RM.: Ochsenfleisch b) 6470, c) 5664. Bullenfleisch b) 6468. Kuhfleisch b) 5360, c) 3850. Färsenfleisch b) 6470, c) 5664. Kalbfleisch b) 7078, c) 6068. Ham­melfleisch b) 7578. Schweinefleisch b) 7075. Fettwaren: roher Speck unter 7 cm aus hiesiger Schlachtung 6872, Flomen 8085. Marktver­lauf: rege.

ders gut ist das Vermittlungsergebnis für Ange­stellte in Haus-, Garten und Landwirtschaft. We­gen Mangel an geeigneten Bewerberinnen konn­ten leider viele gemeldete Stellen, besonders auf dem Lande, nicht besetzt werden.

Bei Kindergärtnerinnen und Volks­pflegerinnen ist eine Zunahme der Bewerbe­rinnen durch Entlassung der Schülerinnen aus den Ausbildungsanstalten festzustellen. In der Mütter- schrklung, die vorzugsweise im Winter gepflegt wird, sind Kräfte frei geworden. Im ganzen ist die Nachfrage nach Berufskräften jedoch erfreu­licherweise gestiegen, wenn auch vielfach der Ab­schluß so z. B. für die Leitung von Ernte­kindergärten noch aussteht.

Preußen.

Polizeipräsident von Heimburg f.

LPD. Wiesbaden, 4. April. Der frühere langjährige Landrat des Kreises Biedenkopf und spätere Polizeipräsident von Wiesbaden, Kam­merherr Fritz von Heimburg, ist in Bad Reichenhall im Alter von 75 Jahren g e ft o r b e n. Der Kreisleiter der NSDAP, des Kreises Bieden­kopf bezeichnet in einem Nachruf den Verstorbenen als einen der ältesten aktiven Kämpfer Adolf Hitlers, der während der Kampfzeit regen Anteil an der Entwicklung der Bewegung in feinem frü­heren Wirkungskreis, dem Hinterland, genommen habe. Das ganze Hinterland rufe feinem ehemaligen volkstümlichen Landrat einen letzten Gruß zu, und die Jugend sehe in dem nunmehr in die Ewigkeit abgerufenen Kämpfer fürs Dritte Reich das leuch­tende Porbild der Treue und Pflichterfüllung.

Kreis Wetzlar.

* R o d h e i m a. d. B., 4. April. Im Rahmen der DT.-Werdewoche veranstaltete die Turn- und Sportgemeinde im Saale Mank einen Turnabend zum Besten des Winter­hilfswerkes. Umgeben von den aufmarfchiei tsn Turnerinnen und Turnern, begrüßte der Pereins­führer Hofmann die Gäste und Turnfreunde. Anschließend gab er einen kurzen Ueberblick über Zweck und Aufgaben der deutschen Turnerei, wobei er betonte, wie gerade die DT. völlig kostenlos durch Geist und Körperschulung viel zur Gesunderhaltung des deutschen Volkes beitrage. Unter Hinweis auf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht hob er hervor, daß von jeher die Turner die besten Sol­daten gegeben hätten. Es liege im Interesse jedes einzelnen, feinen Körper frühzeitig zu stählen, um den späteren Anforderungen gewachsen zu fein. Nach kurzer Ehrung der Sieger des vergangenen Jahres wickelte sich das vielseitige Programm, begleitet von den Klängen einer Streichkapelle, ab. Angefangen bei den Vorführungen der Kleinsten, bis zu den vollendetsten Uebungen der Aktiven, ließen alle er­kennen, daß sie den Winter über nicht müßig ge­wesen waren. Auch die Turnerinnen ließen sich nicht hintenanstellen. Zwischendurch aufgeführte Mann­schaftskämpfe im Hindernislauf sorgten für den nötigen Humor. Das gesellige Peisammensein nach der Abwicklung des Programms ließ erkennen, daß Stimmung und Geselligkeit ebenfalls nicht Not litten.

<£ Vetzberg, 5. April. Heute feiert der Land­wirt Ludwig M ü h l i g feinen 8 0. Geburtstag. Trotz feines hohen Alters ist er noch sehr rüstig und verrichtet heute noch alle landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeiten.

Der Arbeitseinsatz der Angestellten im März.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H.,

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M

Serlin

Frankfurt a. M.

Serfin

Schluß­kurs

Schloßt. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag« börse

Schluß- kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag, börse

Datum |

3.4.

4.4.

3.4.

4.4.

Datum

3.4.

4.4.

3.4.

4.4.

Datum

3-4

4.4

3.4.

4-4.

6% Deutsche ReichSanIeihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5l/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4/,% Deutsche Reichspostschatzan­weisungen von 1934, I.......

6% ef)em.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6y2% ehem. Hess. Landes-Hypo­thekenbank Darmstadt Liaui ...

4/t% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

b/2% ehem. 4/i% Franks. Hyp.° Bank-Ligu.-Pfandbriese.......

W/o ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

4/i% ehem. 8% Pr. Landespfand- ' briefanstalt, Psandbriefe R. 19 4/»% ehem. 7% Pr. Landespfand-

oriesanst., Gold Komm. Cßl.VI Steuergutfch.Berrechnungsk. 35-89

4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/t% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I.....................

100,25

96,25

112,13

99,65

97

95,5

100,25

92,25

113,9

95,5

100,5

101

96

96

105,9

27,25

1,15

7,25

6,55

6,9

11,4

8,5

96,25

102

112,13

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97

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100,25

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113,9

95,75

100,75

101,25

96

96

105,8

2?:?

7,05

6,5

6,65

11,5

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96,25

102

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97

114,5

101

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96

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27

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6,65

6,65

10,7

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102

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100,6

97

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101,1

96

96

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26,5

7,13

6,55

6,65

11,5

8,7

4% desgl. Serie 11 .............

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2^% Anatolier ..............

Hamburg-A mertka-P aket .....o

Hamburg-Slidam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Prioat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto«

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................12

A.E.G......................0

Vekula.................... 10

Elektr. LteferungSgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6/t

Felten L Guilleaume.........0

Gesellsch.s.EIeklr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert S Co............... 4

Siemens 8 Halske............7

Lahmeyer L Co..............7

Buderus ....... 0

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener..............0

harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klo ckn erwecke.............»/,

Mannesmcmn-Röhren ....... 0

8,5

4,3

6,75

4,25

32,3

34

35

83,75

88

90 90,25 161,5

37,4

137

111

125

88,4

122

119,5

105,75

154 123,5

I 96

| 108

' 106,25

155,5 129,5

93,25 81,65

8,5

6,75

4,2

32,5

33,5

35 83,75 107,5

88

89,5

89,75

161

37,25 136,65 110,75

125

89

122 121,5

105,75

156

123

96,65 108,5

106,75

129,9

93

81,5

8,75

4,65

6,55

4,2 32,65

34,25

27

34,9

83,5

108,5

88

90,25

90,25

161,9

37,13

136,5

111

125,5

88,9

121,65

119,4

105,9

154,4

124

97,4

108,5

107

96,25

156

130

93,25

82

8,7

4,4

6,75

4,25

33

33,65

27

34,75

83,65

108

88

89,75 89,75 161,5

37

137 110,5 125,25

89,25

122 120,75

106,13

155,75

122

97,25

108,9

106,25

97

129,75 . 93

81,5

Mansfelder Bergbau.........8

Kokswerke..................5

Phönix Bergbau......... O

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl................S/2

Vereinigte Stahlwerke........O

Otavi Minen ...............O

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....1/2

3. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ............ O

Rütgerswerke....... 4

Melallgesellschaft.............4

Philipp Holz mann...........O

Zementwerk Heidelberg ......6

Cementwerk Karlstadt......... 4

Schultheis Pahenhofer .......4

Atu (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................O

Zellstoff Waldhof............O

Zellstoff Aschaffenburg ....... O

Dessauer Gas ........... 7

Daimler Motoren............O

Deutsche Linoleum........... 6

Orenstein & Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof.........O

Chade......................O

Accumulatoren-Fabrik.......12

Conti-Gummi..............8

Grihner................. 0

Matnkrastwerke Höchst 4

' Süddeutscher Zucker.........t

103,25

209

107,25

82

14,13

112,65

113

148

216

102,5

112,5

96,5

90,75

119

130,5

52,9

117

116,9

83,75

93,5

153,5

35,25

231

151

I 37

93,75

I 167

102,13

212

107,5

81,4

14,25

110,75

112

154

149,75

215

104

112,5

96,5

90

119,5

53,75

117

117,5

83,5

93,9

154,25

34,4

236,5

163

153

I 36,5

93,5

I 168

102,25

108,75

209,25

106,75

81,9

14,13

111

112

153,25

148,65

102,75

113

96,5

| ;

109,5

52,65

117,25

116,65

84

129,9

94

153,5

90

35

232

151

I

1 165

102 109,75

212

107,65

81,4

14,5

110,5 112,5

149,5

104 112,13 96,25

90,25

109,75

53,9 117,5 117,13

83,5 129,4 93,25 154,5

89,5 34,25 237,5

164 153,5

36,25

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

3.April

4. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Geld

Ärles

Buenos Sötte.

0,658

0,662

0,658

0,662

Brüssel ...

Rio de Jan.

0,201

0,203

0,201

0,203

Sofia ....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

53,25

53,35

53,67

53,77

Danzig...

81,30

81,46

81,30

81,46

London ...

11,925

11,955

12,02

12,05

Helstngfors

5,265

5,275

5,305

5,315

Paris ....

16,42

16,46

16,42

16,46

Holland ..

167,78

168,12

167,73

168,07

Italien...

20,58

20,62

20,58

20,62

Japan....

0,699

0,701

0,702

0,704

Jugoslawien

5,649

3,661

5,649

5,661

Oslo.....

59,94

60,06

60,41

60,53

Wien.....

18,95

49,05

Lissabon..

10,83

10,85

10'91

10,93

Stockholm.

61,50

61,62

61,98

62,10

Schweiz ..

80,72

80,88

80,72

80,88

Spanien..

34,02

34,08

34,02

34,08

Prag.....

10,40

m.49

Budapest .

Neuyork...

2,486

2,490

2,488

2,492

Banknoten

Berlin,-.April

Geld

2Jrüf

Amerikanische Noten......

2,44

2,46

Belgische Noten..........

41,92

42,08

TnnHrhp <T?ntPrt ......___

Englische Noten ................

Französische Noten...............

Lwllcindischp Noten .......________

Italienische Noten........

120'36

^20,44

Norwegische Noten ......

60,20

60,44

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten.......

_

_

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

33I55

3L69