Ausgabe 
5.4.1935
 
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Konferenz am Lago Maggiore

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Gegenüber Stresa im Lago Maggiore liegt die Iso l a bell a", die schöne Insel, wo die Vertreter Englands, Frankreichs und Italiens zur Konferenz zusammenkommen werden.

Nach einer Agenturmeldung aus Mailand sind die Vorbereitungen für die Konferenz von Str es a bereits in vollem Gange. Zum Tagungsort ist der Palazzo Borromeo au: d er Js o la Bella ausersehen worden. Für die Verhandlungen dürfte der Musiksaal gewählt wer­den, der neben dem sogenannten Thronsaal und dem Zimmer liegt, in dem Napoleon I. wohnte. Aus dem Musiksaal wurden alle antiken Musikinstru­mente ausgeräumt und der Raum mit' wertvollen floretinischen Möbeln, mit Genueser Brokatteppi­chen und anderen Kunstschätzen geschmückt. Die be­rühmten Gar tenan lagen auf der Insel werden nachts vollständig erleuchtet sein. Die Stadt wird in blauem und rotem Licht erstrahlen, womit man den Nationalfarben der zu Gast geladenen Nationen ein Kompliment machen will. Auf allen Gebäuden werden die Flaggen der drei Mächte wehen.

Empfang der Partei beim Führer im Hause des Reichspräsidenten.

Berlin, 4. April. (DNB.) Der Führer hatte am Donnerstag im Hause des Reichspräsidenten zu einem Empfang der Partei geladen. Der Stellvertreter des Führers, die Reichsleiter, Gau­leiter, Gruppenführer und eine Reihe weiterer füh­render Persönlichkeiten der Partei waren mit ihren Damen erschienen. Im gesellschaftlichen Beisammen­sein verbrachte der Führer einige Stunden im Kreise seiner in Uniform erschienenen Getreuen und Mitarbeiter. Die historischen Räume des bekann­ten Hauses in der Wilhelmstraße boten an diesem Abend ein festlichesBild nationalsozia- listischer Geselligkeit und auch der ge­sellschaftlichen Verbundenheit des Füh­rers mit seiner Bewegung.

Auf Der Jahrestagung der Autzenhandelsftelle für das Rheinland in Köln ist eine Reihe wichtiger Aus­führungen über die gegenwärtige deutsche Ex- fi o r t l a g e gemacht worden. Der Vorsitzende Frhr. v. Schröder wandte sich insbesondere gegen den Vorwurf der Exportmüdigkeit der deutschen Indu­strie. Wenn auch bisweilen gute Jnlandaufträge die Bemühungen um die Steigerung des Auslandge­schäftes ungünstig beeinflußten, so wüßten doch die meisten industriellen Erzeuger, daß sie mit ihrem Binnenmarktabsatz auf die Dauer nicht auskommen können und darauf angewiesen sind, das Auslandgeschäft zu pflegen. Ferner forderte Frhr. v Schröder eine schärfere Ahndung von Preis­unterbietungen im Exportgeschäft. Entspre­chend der geographischen Lage des Rheinlandes be­schäftigte sich die Kölner Außenhandelstagung be­sonders mit den Handelsbeziehungen zu den Niederlanden und Belgien. Der Präsident der Deutschen Handelskammer in Amster­dam, Franke, ging in seinem Referat von der Tat­sache aus, daß sich das Verhältnis zwischen der deut­schen Ausfuhr nach den Niederlanden und der hol­ländischen Ausfuhr nach Deutschland, das früher 2:1

Der Aufbau des österreichischen Heeres.

Wien, 4. April. (DNB.) Wie bereits kurz gemel­det, hat der Ministerrat am Mittwoch grundsätzlich der allgemeinen Wehrpflicht zugestimmt und beschlossen, Schritte zu unternehmen, um sich die Zustimmungen des Völkerbundes zu sichern. Wie verlautet, wird daran gedacht, ein ständiges Heer von 4000 Offizieren, 4000 Un­teroffizieren und 12 000 Mann aufzustellen, über­dies zwei Jahrgänge von je 35 0 0 0 e i n- zuberufen. Aus dem Schutzkorps sollen 400 Offiziere und 7000 Mann übernommen werden. Ueber die Auflösung der übrigen Bestände des Schutzkorps konnte noch keine Einigung erzielt wer­den. Die Dienstzeit soll zwei Jahre betra­gen. Es werden zwei ständige Armeekom­mandos errichtet, das eine in Wien mit drei Divisionen (Wien, Wiener Neustadt, St. Pölten), das zweite in Salzburg mit vier Divisionen (Salzburg, Graz, Klagenfurt und eine Alpendivision in Innsbruck)

beißt sie auf deutsch, die schönste der drei borro- meischen Inseln im Lago Maggiore, deren Schön­heit i'cbon ein Jean Paul sich in seiner rornan-

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wird zunächst abwarten, welche Wirkungen Die Abwertung der belgischen Währung auf Die Ge­staltung der deutsch-belgischen Handelsbeziehungen haben wird. Deutschland ist der zweitgrößte Liefe­rant und der drittbeste Kunde Belgiens. Die deutsch-belgische Handelsbilanz war bisher zugun­sten Deutschlands aktiv. Es ist aber sehr wohl möglich, daß gleich anderen Ländern auch Deutsch­land sich gezwungen sehen wird, gegenüber einer dumpingartig wirkenden Währungsabwertung Bel­giens Ausgleichmaßnahmen zu treffen. Das gleiche gilt für Luxemburg, das bekanntlich in Zollunion mit Belgien steht und daher seinen Franken eben­falls abwerten mußte, wenn auch zunächst nur um 10 Prozent feines bisherigen Goldwerts.

Minister hätte erwarten müssen. DasOeuvre wirft dem Abgeordneten Taittinger vor, etwas Schönes angerichtet zu haben und wundert sich darüber, daß er noch nicht aus dem Ausschuß für Landesverteidigung ausgewiesen worden ist. Populaire" erklärt, der Ministerpräsident sei wütend gewesen, er begreife nicht, warum der Abgeordnete, besonders unter den augenblick­lichen Umständen, vertrauliche Mitteilungen der Minister der Oefsentlichkeit preisgegeben habe.

Heue Enthüllungen über das französische Mstungsproaramm

Pa r i s, 5. April. (DNB. Funkspruch.) Nach dem Populaire" hat Ministerpräsident Flandin im Fi­nanzausschuß der Kammer gestern erklärt, das Programm für die Landesverteidigung erfordere für die Luftfahrt 800 Millionen Fran- ken (131 Millionen Mark) für 1935 und eine Milliarde (164 Millionen Mark) für 1936. Für die Materialbeschaffung seien jedoch 4,5 Milliarden (738 Millionen Mark) not­wendig, die aber auf drei Jahre verteilt werden könnten. Flandin habe ferner erklärt, daß Frankreich seit 1920 für Heereszwecke 134 Milliarden Franken ausgegeben habe, wovon 15 Milliarden Franken f ü r Neuan­lagen verwendet worden seien. Bemerkenswert ist, daß es sich bei vorstehenden Angaben desPo­pulaire" wieder um Indiskretionen aus den Verhandlungen des Finanzausschusses han­delt, für die Flandin nachdrücklich um Stillschwei­gen erbeten hatte

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Die Gegenüberstellung der Voranschläge und der tatsächlichen Reichssteuererträge in Den Rechnungs­jahren 1930/31 bis 1934-35 läßt ebenfalls sehr ein­dringlich die Wirtschaftsbelebung erken­nen, die sich als Folge der aktiven Konjunktur- unb Steuerpolitik der Reichsregierung durch ge- etzt hat.

Während in den Jahren 1930/32 das tatsäch­liche Aufkommen hinter dem an sich schon von Jahr zu Jahr herabgesetzten Sollbetrag immer wieder weit zurückblieb (von 1817 bis 1366 Millionen Mark ist 1933/34 der Voranschlag erstmalig etwas überschritten worden: im laufenden Rechnungsjahr werden voraus­sichtlich sogar über eine Milliarde Mark mehr an Steuern in die Reichs­kasse fliehen, als in dem gegen das Vorjahr erhöhten voranfchtag vorgesehen war.

Die Besserungssätze bei den einzelnen Steuern, eit 1932/33 zeigen zunächst eine anscheinend ganz verschiedenartige und unübersehbare Entwickelung jeder Steuer. Bei einer Gruppierung der einzelnen Steuern nach konjunkturellen Gesichtspunkten er-

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Die Kölner Tagung I, deutsch-belgischen Wirtschaftsbezie­hungen befaßt, die durch die Abwertung des Belga wesentlich beeinflußt werden dürften, Die neue belgische Regierung wird jetzt ebenfalls £en Weg einer Binnenmarktbelebung und Stärkung der Kaufkraft beschreiten müssen. Man

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Steueraufkommen als Barometer -er Wirtschastsbelebung

Besonderes Hervortreten der Umsatzsteuer.

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zu Deutschlands Gunsten betrug, auf 1,6:1 ver­schlechtert hat, weil sich das System der hol­ländischen Einfuhr-Kontingentierung, ganz besonders aber das von Deutschland nicht ge­wünschte Clearing zuungunsten Deutsch­lands auswirkt. Dadurch sei eine für beide Länder auf die Dauer unerträgliche Lage entstanden. Die Nachteile des C l e a r i n g s y st e rn s werden allge­mein, und durchaus nicht nur in Deutschland, immer mehr erkannt. Der Völkerbundsausschuß, der zum Studium der Clearingverträge eingesetzt wurde, hat auf Grund der Mitteilungen, die 20 Staaten über ihre Erfahrungen mit dem Clearingwesen gemacht haben, davor gewarnt, dem Clearingverfahren da, wo es noch nicht besteht, Eingacktz zu verschaffen. Daraus ist natürlich zu folgern, daß auch be = stehende Clearingverträge, die handels­hemmend wirken, geändert werden müssen. Grundsätzlich empfahl der Völkerbundsausschuß, die Lage der Schuldnerländer durch Vtthrabnahme ihrer Waren zu bessern, um so dllmählich zu einer Ab­schaffung der Kontrolle des Devifenhandels zu ge­langen. Leider find die Aussichten auf eine Ver­wirklichung dieser guten Ratschläge heute so gering, daß man auch dieser Stellungnahme eines Völker-

lahme Dementis.

Ter Ministerpräsident wütend über die Indiskretionen Taittingers.

Paris, 5. April. (DNB.-Funksprucb.) Der fran­zösische Kriegsmini st er und der Luft- fahrtminister haben am Donnerstag die ihnen zugeschriebenen Erklärungen vor Dem Unteraus­schuß für LandesverteiDigung Dementiert, wo­nach zwischen Frankreich, Der Tschechoslowakei, Ita­lien und Sowjetrußland militärische Luft­abkommen beständen, und wonach ferner mit Der belgischen Regierung vereinbart sei, Den französischen Truppen im Falle eines Krieges freien Durchmarsch zu gewähren.

Ohne Die Aufrichtigkeit Der beiden Minister in Zweifel stellen zu wollen, muh jedoch auf eine Erklärung Des Ministerpräsidenten vor dem Finanzausschuß Der Kammer am Don- nerstagoormittag hingewiesen roerDen, Die sämtliche Pariser Morgenblätter roieDergeben. Hiernach sollen sich Der sozialistische AbgeorDnete Vincent Auriol unD einige seiner Kollegen über Die Indiskretionen des rechtsgerichteten Abgeordneten Taittinger be­schwert haben. Ministerpräsident Flandin habe dar­auf geantwortet, daß, wenn sich ähnliche Indiskre­tionen noch einmal wiederholten, er jede Zusammenarbeit mit den parlamentarischen Aus­schüssen e i n st e l l e n würde. Man spricht also nur von Indiskretionen und nicht von der Verbreitung falscher Berichte, wie man es nach Dem Dementi Der beteiligten beiDen

Die Mandelbäume mögen in Baden-Baden frü­her blühen, Die Konturen Des BoDeniees mögen noch zarter und inniger sein, aber die Szenerie der oberitalienischen Seen, Der fantastische Kontrast zwischen ftarrenDen FelDwänden, den ewigen Glet­schern Der greifbar nahen Monte-Rosa-Gruppe im Hintergrund und Dem klaren Tiefgrün und Blau Des Sees mit Den schimmernden Villen und alten Städtchen ist nun einmal unvergleichlich großarti­ger. Alles das, was sich der Deutsche unter süd­lichem Frühling vorstellt, vereinigt sich hier im April zu einem einzigartigen Zauberdild, das in seiner Schönheit beinahe kitschig wirkt. Kein Wunder, wenn vor allem die Engländer seit Jahr­hunderten Die berühmten kleinen Kurorte rings um Den See überfluten. Locarno, Pallanza, Stresa, Baveno, Jntra unD wie sie alle heißen mögen....

Noch im vorigen Jahrhundert pflegten sich Die Souveräne in Baden-Baden oDer in anDeren großen Deutschen BäDern zu treffen, in Denen sich Die Damals herrschende Schicht fürstlicher und adli­ger Familien ein Stelldichein gab. Später siedelte man auf Den internationalen und zugleich neutra­leren BoDen der Schweiz über, und heute ge­nießt neben der Schweiz unzweifelhaft Italien Den Vorzug, ein begehrter Konferenrort zu fein. Das gilt nicht nur für die großen politischen Konfe­renzen, sondern auch für die großen internationalen Tagungen überhaupt. Die Propaganda, Die Italien damit für feine landschaftlichen Schönheiten macht, Darf nicht unterschätzt roerDen. Die Zeit Der ganz großen Massenkonferenzen, wie mir sie noch von London und Lausanne in einem recht zweifelhaften Andenken haben, scheint endgültig vorüber zu sein. Das Gespräch unter zweien, unter dreien und vie­ren beherrscht die politische Welt. Auch ein Zei­chen der Zeit! Aber auch auf diese konzentrierte Form Der Zusammenkunft ist Die Schönheit Der Natur niemals ohne Einfluß geblieben

Die belgisch-luxemburgische Devalvation ist auch nicht ohne Bedeutung für Die Entwicklung in Den internationalen EisenverbänDen. Bekanntlich hat E n g l a n D seine Eisenzölle bereits erhöht. Die VerhanDlungen über einen Beitritt Englands zu Den kontinentalen Exportorganisationen, Die Mitte April roieDer ausgenommen roerDen sollen, roerDen daher unter keinem besonders günstigen Stern stehen. Aber die Eisenverbände haben schon so manche Klippe glücklich umschifft. Soeben erst ist es gelun­gen, die schwierigen Fragen, die infolge der Rück­gliederung des Saargebietes entstanden waren, zu läsen. Die Verbandsquoten der deutschen Eisen­industrie sind entsprechend erhöht worden. An der Aufrechterhaltung der internationalen Eisenfyndi- zierung sind alle Mitgliedsländer so stark interessiert, daß bisher alle inneren Differenzen schließlich bei­gelegt werden konnten. Vielleicht gelingt also auch die seit langem geplante Verständigung der kon­tinentalen Eisenkartelle mit der englischen Eisen­industrie, so daß eine Zusammenarbeit im gesamten Welteisenaeschäst erreicht wird. Eine erhebliche An­zahl von Aktiengesellschaften hat in der letzten Woche günstige Jahresabschlüsse veröffentlicht. Viele Gesellschaften haben teils ihre Dividendenausschüttung wieder aufnehmen, teils ihre Vorjahresdividende erhöhen können. Zu ihnen gehört auch Die Dem Reich gehörige Elektrorverke AG., Deren Stromabsatz sich insbesondere auf Grund eines Mehrverbrauchs der Aluminium- und der Stickstoffindustrie in befrie­digender Weife erhöht hat. Auf Den internationalen Roh ft o ffmärften Überwegen noch immer Die Preisrückgänge. Die Unsicherheit Der Währungs­verhältnisse übt einen ftänbigen Druck aus. Eine wichtige Ausnahme machen aber Die Metallmärkte. Die Einigung Der internationalen Kupferproduzenteit über eine neue Kupferrestriktion hat ein Anziehen Der Kupferpreise zur Folge gehabt. Daneben sind auch Die Preise von Blei, Zink und Silber kräftig gestiegen. Die deutschen Metallrichtpreise sind de» internationalen Marktveränderungen angepaßt unD (mit Ausnahme des Zinnpreises) ebenfalls erhöht worden.

Stresa, April 1935.

Einer der unbeschreiblichen Kontraste, Die uns auf einer europäischen Reise begegnen können, wird wohl immer Die Fahrt im Simplontunnel unD Die Ausfahrt aus Der winterlichen Schweiz in Den oberitalienischen Frühling bleiben. Noch liegt Der Schnee meterDirf auf allen Gebirgspässen, trommelt Der Regen in Der Schweiz gegen Die Fensterscheiben. Im Zug eine seltsame Aufregung, auf Die sich Dann wie Albdruck Die berüchtigte Tunnelluft im Simpion legt, unD Dann plötzlich Das Hineinfahren in Die warme Luft Der Seen, in bas Blütenmeer am Lago Maggiore

Don keinem Ort sieht man diesesWandergebiet, Das alljährlich Die Reisenden aus England, Deutsch­land und Den anDeren großen ReiselänDern zu

und das unbeschreibliche Blau , . . , stellte, lenkt unser Führer den Blick auf die Mitte Des Sees:Iso 1 a Bella"!Schöne Insel"

Während Das stetige Ansteigen Der Linie des Konjunkturoerlaufs durch winterliche Saisoneinflüsse zeitweilig und stellenweise eine Unterbrechung er- ahren hatte, beginnen sich diese Rückschläge durch rühjahrsbedingte belebende Einflüsse allmählich nieder auszugleichen, und der grundsätzlich a n - leigende Kurs der allgemeinwirtschaftlichen Entwicklung tritt wieder klarer hervor. So wird u. a. in dem letzten Monatsbericht Der Reichs­bahn ausdrücklich betont, daß die erneute Ver­kehrssteigerung nicht nur auf Saisoneinflüsse, son­dern darüber hinaus auf die fortschreitende arund- ätzliche Festigung der allgemeinen Wirtschaftslage zurückzuführen ist. Abgesehen von solchen Sym­ptomen, wie die anhaltende Steigerung der Pro­duktion und des Absatzes von Kraftfahrzeu­gen, die neben Der Besserung Der allgemeinen Wirtschaftslage schließlich noch befonbere Ursachen haben, zeigt auch Der soeben herausgekommene Be­richt über Die Umsatzentwicklung Des Ein­zelhandels im Februar eine weitere Umfatz- teigerung, Die für Januar und Februar zusammen gegenüber dem Vorjahre rund 5 v. H. beträgt. Besonders deutlich geht aber die fortschreitende Wirtschaftsbelebung aus der Entwicklung des gesamten R e i ch s st e u e r a u f k o m m e n s her­vor. Während in den Jahren 1930 bis 1932 bas tatsächliche Aufkommen hinter dem an sich schon von Jahr zu Jahr ermäßigenden Sollbetrag immer wieder erheblich zurückblieb, ist 1933/34 der Vor­anschlag erstmalig sogar etwas überschritten wor­den, und im laufenden Rechnungsjahre werden vor­aussichtlich rund eine Milliarde Mark mehr an Steuern in die Reichskassen fließen, als in dem gegen das Vorjahr sogar erhöhten Vor­anschlag vorgesehen war. Nichtsdestoweniger ist im Hinblick auf die fortgesetzte Ankurbelungshilst der öffentlichen Hand für die Wirtschaft der öffentliche Geldbedarf nach wie vor beträchtlich hoch, was u. a. auch daraus hervorgeht, daß der Ermäßi­gungsbetrag aus der 25prozentigen Senkung der Hauszins ft euer ab 1. April nicht dem Haus- besitz zur freien Verfügung überlassen wird, sondern zusammen mit 50 Millionen Mark aus den Mitteln zur Gewährung von Ehestandsdarlehen, zur For­derung des Wohnungsbaues Verwen­dung finden soll, wobei der Hausbesitz den ihm vorenthaltenen Ermäßigungsbetrag dem Reiche als verzinsliche Anleihe zur Verfügung stellt. Besondere Anforderungen hat der 1 April als Quartals­termin an die Öffentlichen Kassen gestellt. An die­sem Termin ergab sich namentlich für das Reich eine Häufung von Fälligkeiten aus der Anleihe - Ablösungsschuld, aus Steuergutscheinen, Schuldbuchsorderungen und Zinsvergütungsscheinen. Dazu kam Der Durch Den Quartalstermin, Der dies­mal noch mit dem Wochenschluß zusammenfiel, be­dingte höhere Kreditbedarf der Wirt­schaft und endlich die Fälligkeiten aus der zwei- prozentigen Bonuszahluna aus der Pfandbrief- konverfion, so daß Die Reichsbank in Der letzten Märzwoche mit insgesamt etwas mehr als einer halben MilliarDe Mark in Anspruch genommen werden mußte. In dem Reichsbankausweis kommt der erhöhte Geldbedarf der öffentlichen Hand be­sonders darin zum Ausdruck, daß deren Guthaben auf Girokonto eine stärkere Abnahme erfuhren, so daß Die per SalDo eingetretene Erhöhung Der ge­samten Guthaben auf Girokonto auf Die entspre­chend höheren Einzahlungen Der privaten Wirtschaft zurückzuführen ist

tisch überschäumenDen Fantasie imTitan" als eines Der großen WunDer Der Welt vor Die Augen zauberte! UnD hier aufJfola Bella" roerDen sich Mussolini, Laval unD Simon treffen im Prunk­schloß Der Grasen Borromei, Die im 17 Jahrhun­dert Dieses ©artenparabies schufen

Die politische Welt der Nachkriegszeit wußte von jeher, wie die Härte Der Auseinandersetzung ver­bunden werden könnte mit Den Schönheiten einer glücklichen Natur und eines auserwählten Klimas. Gens verdankt seine heutige Stellung' nicht zu­letzt Der ungewöhnlichen Schönheit seiner Lage. Die Daten Der große Konferenzen Der Nachkriegszeit gleichen fast einer Aufzählung Der berühmtesten und schönsten Reiseziele in der Schweiz und in Ober­italien: Cannes, Rapallo, Genua, Stresa, Locarno, Lausanne ... Schließ­lich wissen Diplomaten auch zu leben, wissen um die Schönheiten Der europäischen Landschaften und schließlich spielen bei den großen Konferenzen auch die Rücksichten aus die Frauen, Die Schlachtenbumm­ler und die Bequemlichkeiten in den Hotelpalästen eine nicht zu unterschätzende Rolle

Die großen Seen bieten immerhin eine Möglich­keit, sich vom Schwarm der Journalisten und Schlachtenbummler zu isolieren. Die Absperrung fällt leichter. Ein Grund, der nicht zuletzt vermut­lich zur Wahl DerIsola Bella" als Konferenzort jetzt geführt hat. Stresa, Das bereits einmal Die führenden Wirtschaftler Europas xur Beratung über die wirtschaftliche Lösung des 2)onauproblems vereinte, bietet Riesenhotels in Fülle, um Den Troß aufzunehmen. Die Eisenbahnverbindungen sind sel­ten günstig. Die herrlichen Schloßterrassen und 'ver­wunschenen Gärten der Insel werden zu den wun­derbarsten ©artenanlagen- Der Welt gerechnet. Zwei Jahrhunderte hindurch sind keine Kosten gescheut worden, um die seltensten Bäume und Gewächse aus aller Herren Länder hier auf künstlich her­gerichteten Gewölben über Der ursprünglich felsen­starrenden Insel anzupflanzen. Jede Schaufel Erde brachten Die Kühne von Den fetten Ufern hinüber. Ein idealer Konferenzort fürwahr! Die Italiener verstehen zu prunken.

geben sich jedoch durchaus charakteristische Unter­schiede im Verhalten dieser Steuergruppen wahrend des Konjunkturverlaufs.

Die Steuergruppen, Denen Die einzelnen Steuern mehr oder wenig einDeutig zugeordnet werden kön­nen, werden nach Dem Merkmal gebilDet, ob eine Steuer von der Produktion, vom Einkom­men, vom Verbrauch oder vom Vermö­ge n s b e s i tz erhoben wird. Nach dieser Einteilung sind die wichtigsten und in dieser Hinsicht besonders typischen Neichssteuern in Den vier Gruppen: Pro­duktionssteuern, Einkommenssteuern, Verbrauchs­steuern, Vermögensbesitzsteuern zusammengefaßt. Während nun Die konjunkturelle Erholung Der Gruvpe P r o D u f ti o n s ft e u e r n" vom Kriegstiefstand bis zum letzten Stand zwischen 10 0 und 170 v. H. liegt, schwankt sie bei Der GruppeE i n kom­me n st e u e r n" zw is che n 15 unD 50 v. H. und bei DenV e r b r a u ch s st e u e r n" sogar erst zwischen 5 u n d 10 v. H. DieVermög e n s- ft e u e r" schließlich, Die ihren konjunkturellen Tief­stand aüerDings erst im April 1934 erreicht hatte, zeigte bisher nur eine geringe Besserung.

Ganz allgemein kann man also daraus folgern, das die Erträge der einzelnen Steuern um fo früher und stärker auf einen neuen fton- jnnktlurabfchnitt reagieren, je näher ihre Steuerobjekte mit Der Produktion verbunden find. Besonders stark hat der Anteil der Umsatzsteuer zugenommen, die 1929/30 noch mit 11 v. h. an vierter Stelle der großen Reichssteuern gestanden hatte, heute aber mit 23,4 v. H. alle anderen Steuern an

Bedeutung weit überragt.

Berlin, 4. April. (DNB.) Die Erholung Des gesamten Reichs st eueraufkom- mens hat sich bis in Die jüngste Zeit fortge« etzt. Setzt man Den Steuerertrag im letzten K"' enjahr 1932/33 gleich 100, so hat sich nach Dem neuesten Wochenbericht des Instituts für Konjunk­turforschung Das ©esamtaufkomnn n in Den bisyc-i- gen elf Monaten des Rechnungsjahres 1934/35 u m 23 v. H., in den beiden letzten Monaten allein aber schon um 32 v.H. geheuert.