Ausgabe 
5.3.1935
 
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Seit.

Obecheffen

Erben es nicht verkaufen. Das stattliche Gebäude

(14 heizbare Zimmer) wurde für 800 fl. an Keil

$etr.: §

Lieder füllten die Pausen.

Der Dortz^nde dankte zum Schluffe allen Mit­

feld), das ThemaDas deutsche Volkslied". In hu-

22 Fortsetzung

Nachdruck verboten!

morvoller Weise schilderte er schen Volksliedes und stellte

deutsches Volksgut dar, das in ernsten und in hei­teren Tagen zu uns Menschen spricht und treffend

Aufl oember

Stadttheater: 20 bis 23 UhrDer goldene Pierrot". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Jungfrau gegen i

von der Fortbach auf Abbruch verkauft, der diese Arbeit in gründlicher, barbarischer Weise 1808 besorgte, so daß ein Trümmerhaufen übrig blieb. Von der Stadt Staufenberg wurde berichtet, wie sie entstand, ihre frühere bauliche Gestalt (drei Tore)

5) il auf den Führer den schön'verlaufenen Abend.

a. Klein-Linden, 4. März. Am Samstag­abend versammelte die M i l ch a b s a tz g e n o s s e n- s ch a f t ihre Mitglieder in der WirtschaftZum Deutschen Hof" zur diesjährigen Generalversamm­lung, die von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Landwirt Wilhelm V o l t m a n n , geleitet wurde. Der Direktor der Genossenschaft, Landwirt Philipp Fung XX., erstattete den Jahresbericht, aus dem

erntete damit starken Beifall. Lehrer Rau als Lei­ter der örtlichen Volksbildungsarbeit dankte dem Redner für seine vortrefflichen Ausführungen und bat, das Gehörte hinauszutragen in unser Volk. Der Pflege des deutschen Volksliedes sich besonders anzunehmen, sei eine der dankbarsten Aufgaben un­serer Gesangvereine. Ortsgruppenamtswalter R e u-

mit Blut und Boden, Heimat und Erde verwur­zelt sei, verleihe uns Kraft, die unerschöpflich sei. Herr Schmoll zeigte dann mit vielen Lichtbildern Wander-, Soldaten-, Liebes-, Studenten-, Kinder-

Aber die Vögel benutzen die Nisthöhlen nur, wenn sie sauber gehalten werden. Nur selten geht ein Vogel in ein altes Nest. Sind aber erst mehrere Nester übereinander im Kasten angelegt und befin­den sich dort womöglich noch andere Verunreini­gungen, wie etwa eingegangene Bruten, so wird das Nistgerät nicht mehr benutzt. Regelmäßige Rei­nigung, am besten im Herbst, jedenfalls aber bis Anfang April, ist daher dringend erforderlich, wenn die Nistgeräte ihren Zweck erfüllen sollen.

** Tage der Garde-Feldartillerie. Am 4., 5. und 6. Mai findet in Potsdam ein Ar­tilleristentag für die Kameraden des ehemaligen 2. und 4. Garde-Feldartillerie-Regiments statt. Alle, die in Krieg und Frieden in den Reihen der Regi­menter und deren Kriegsformationen gestanden haben, sind eingeladen. Auskunft über die Festfolge usw. erteilt Steuersekretär Liebmann, Berlin- Steglitz, Treitschkestraße 15.

* Wieseck, 4. März. Der Turnverein 18 6 2 Wieseck hielt am Samstag bei Gastwirt Braun unter der Leitung des Vereinsführers Daupert eine außerordentliche Generalversamm-

Karl Klinke! als Frauenturnwark, Wilhelm Weber als Jugendturnwart, Rudolf Jung als Männer- und Volksturnwart, Otto Hahn als Spielwart, Heinrich Lang als Schwimmwart, Ernst W e ig e l als Wanderwart, Heinrich Hoh­bach als Gerätewart und die Turnerin Frl. Gärtner als Führerin der Schülerinnen. Dem neu gebildeten Aeltestenrat gehören nach Berufung durch den Vereinsführer folgende verdiente Ehren­mitglieder an: Adolf Brandenburger, Wil­helm Ufer, Jakob Frey, Friedrich Knapp, Wilhelm Weigel und Wilhelm R e u f ch l i n g. Zu Kassenprüfern wählte die Generalversammlung die Turner Wilhelm Fey und Ludwig Volk Um die enge Verbundenheit mit dem Winterhilfswerk kundzutun, soll am 24. März ein Schauturnen grö­ßeren Stils zum Besten des Winterhilfswerks statt­finden. Nachdem der Ortssachberater für die Olym­pischen Spiele 1935 in Berlin, Turner Karl Klin­ket, noch für dies bedeutungsvolle Werk gewor­ben hatte, schloß der Vereinsführer mit dem Sieg- Heil auf unseren Führer, das deutsche Volk und die Deutsche Turnerschaft die Versammlung.

Volkstum und Heimat eingeladen. Nach Eröffnung durch den Ortsgruvpenomtswalter der Deutsch n Arbüts^ront Neuser begrüßte Kreisamtswalter C h r i st - Gießen von der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" die Besucher und sprach über die Be­deutung des deutschen Volksliedes und seine tiefe Einwirkung auf die Seele des deutschen Menschen. Ein kleines Mädchen grüßte mit einem Vorspruch. Sodann behandelte der NS.-Kulturwart des Kreises Alsfeld, Lehrer Schmoll (Elpenrod, Kreis Als-

mit viel Geschick am Klavier begleitet, zu einigen der Bilder Volkslieder älterer und neuerer Art und

suchen wird. Mit dreifachemSieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler fand die Ansprache ihren Ab­schluß. Sodann wurde mit gutem Erfolg ein The­aterstück aufgeführt. Die Pausen wurden von der Kapelle mit guter Musik ausgefüllt.

* Großen-Buseck, 4. März. Der hiesige, 46 Jahre alte Schmied Wilhelm Mattern erlitt bei seiner Arbeit eine schwere Verbrennung der rechten Hand und mußte sich zur Be­handlung nach Gießen begeben.

Augen geführt, die iährlichen drei Märkte er­wähnt usw. Der Auszug der Gießener Studenten

Letr.: ®e|

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für

nicht mitzumachen. Gibt es hier so etwas wie eine Schlafgelegenheit oder muß man erst auf der Chausseewanze wieder zurück in die Kreisstadt fahren?"

Hopman lachte.

Zwar habe ich eigentlich hier nichts zu sagen, aber bis der Hausherr ankommt, maße ich mir eben Herrenrechte an. Wir werden Sie alle schon unterbringen. Ich selbst habe ein paar Stunden Schlaf wirklich nötig."

*

Bald war alles im Schloß ruhig. Der Kreisarzt war abgefahren, nachdem er keinerlei Besorgnisse mehr für die schlafenden jungen Mädchen zu hegen brauchte.

Fanny hatte es sich nicht ausreden lassen, im Zimmer ihrer Herrin zu wachen. Und Hopman hatte ihren Wunsch erfüllt.

Er fühlte sehr wohl, daß in diesen kleinen Dienst­leistungen für Fanny eine kleine Minderung ihrer Schuld lag. Ohnehin hatte das junge Ding ihren Leichtsinn und ihre Bindung an den Verbrecher Charles, der einer sehr harten Bestrafung entqegen- sah, schwer gebüßt.

23. Kapitel.

Horst von Gernsheim war durch das zweite Attentat, das man auf ihn verübt, vollkommen ver­stört. Seine Nerven versagten. Erst als man ihm die Nachricht von dem Tode des Verbrechers Ba- stieni, der sich ihm als südamerikanischer Verleger genähert, mitteilte, wurde er ruhiger. Nun endlich erzählte er auch dem Hamburger Polizeikommis­sar von dem Wiedersehen mit Helma und der eigentümlichen Veränderung, die mit Helma im Verlauf von wenigen Stunden vor sich gegangen

Ich möchte am liebsten gar nicht mehr nach Gernrode fahren", sagte er heftig,die Erinnerung an die ganze Art, die Helma diesem Verbrecher gegenüber hatte, ist zu abscheulich und abstoßend. Es müssen da irgendwelche Zusammenhänge sein, die ich noch nicht durchschaue; vielleicht war es Überhaupt eine Verabredung zwischen meiner Adoptlvschwester und diesem Bastieni, mich beizei­ten aus dem Wege zu räumen", fügte er leiser hin- ZU' während ein schmerzliches Zucken über sein bleiches Gesicht ging.

Der Hamburger Polizeikommissar lächelte. Auf Bitten Hopmans hatte er diesem die letzte Auf­klärung überlassen.

Die Dinge verhalten sich vollkommen anders, Herr von Gernsheim", begütigte der Polizeimann,

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De Sanzo hat sich in dem Augenblick von seinem Jugend- und Studienfreund getrennt, als er des­sen Neigung zum Verbrecherischen sah."

Und seine Forschungen, oder besser gesagt, seine Spionage hier auf Gernrode?"

Sollte nur so weit gehen, daß er den heiß­ersehnten Schlupfwinkel mit Hilfe des Weihkelches entdeckte. Zu einem Verbrechen hätte er sich nie entschlossen."

Dann hätten also Bastieni und de Sanzo ..."

... zu gleicher Zeit hier gearbeitet, nur daß de Sanzo nicht wußte, daß der famose Diener Charles der Beauftragte und Helfershelfer von Ba­stieni war. Uebrigens Charles war der einzige, der nicht in Hypnose für Bastieni gearbeitet hat, sondern bei vollem Bewußtsein, und daher ist die Geschichte auch schief ausgegangen. Sowie de Sanzo hier spürte, es sind Verbrecher am Werk, bekam er es mit der Angst zu tun. Und als Sie, lieber Hopman, hier begannen, herumzuschnüffeln, da dachte er bei sich: Vorsicht ist die Weisheit des Tapferen. Er hatte wohl so kalkuliert: Wenn er erst das Geheimnis des Schatzes aus den Inschrif­ten des Weihkelches herausgelesen hatte, wollte er Fräulein Helma oder Herrn von Gernsheim eine Partnerschaft vorschlagen: Sage ich euch den Ort, so gebt ihr mir die Hälfte des Schatzes!, war feine Berechnung.

Bastieni war weniger bescheiden. Er hatte, seit­dem er den alten Herrn von Gernsheim von dem Weihkelch hatte reden hören, seinen bestimmten Plan.

Erst mußte der alte Herr ermordet werden, dann sollte Fräulein Helma drankommen und man wollte eine falsche Helma hier unterschieben. Den jungen Herrn von Gernsheim wollte man schon vorher unschädlich machen. Da das nicht gelang, wäre es sicherlich noch einmal und auf die gleiche Weife geschehen, wie man den alten Herrn umge­bracht. De Sanzo sollte durch den Smaragdendieb­stahl verdächtigt und so unschädlich gemacht werden." Gottlob", sagte Hopman aufatmend,so war ich zwar in bezug auf den guten de Sanzo auf falscher Fährte, aber in bezug auf diesen famosen Diener Charles doch nicht. Gut, daß ich meine Kenntnisse über die südamerikanischen Giftbäume gehabt und erweitert habe.

Auf lange Sicht haben die Schurken den Plan angelegt, das kann man wohl sagen."

Unb wenn Sie den Plan haben, mein guter Hopman, noch auf lange Sicht diese Abendunter­haltung fortzusetzen, ich für meine Person denke

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Gießen

wg. Großen-Buseck, 4. März. Am Sams­tag hielt der GesangvereinGermania" im Saale von Heinrich Brück fein 72. Stiftungs­fest ab. Nach dem Erö'fnungsmarfch brachte der Chor des Vereins vier Lieder zu Gehör, die unter Leitung von Musiklehrer Albert K a st e n (Gießen) gesungen wurden und von bester Schulung zeugten. Dann hielt der Vereinsführer Karl B o n a r i u s eine Ansprache, in der er auf den Umbruch im deutschen Gesangswesen hinwies. An Stelle des früheren Gesangswettstreits sei jetzt das Wertungs­singen mit schriftlicher und mündlicher Kritik ge­treten. Der Verein konnte dabei auf Grund seiner jahrelangen Erfahrung gute Erfolge verzeichnen. Der Vereinsführer ehrte sodann sechs Mitglieder für 25jährige Zugehörigkeit zum Verein, und zwar: Heinrich Größer III., Balthasar Dort, Ludwig Gans, Balthasar B u ch t a l e ck , Wilh. H e n ß V.

Helma lächelt.

Kriminalroman von Klothilde von Stegmann.

Urheberrschtsschutz: Fünf-Türrne-Verlag, Halle (S.).

Heimatvsreinigung Staufenberg.

A Staufenberg, 4. März. Gestern abend fand im Saale des Gastwirtes Zecher V. in Ge­meinschaft mit der Ortsgruppe für Volkstum und Heimat, die durch ihren Vorsitzenden vertreten war, ein schön verlaufener Heimatabend statt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Pfarrer G u ß m a n n (Kirchberg), in der er kurz auf die Ziele der Heimatvereinigung hinwies, fang

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Können Sie sich erklären", fragte Hopman, der ganz verstört vom Telephon zurückkam,Dundee, was nun eigentlich dieser rätselhafte de Sanzo mit der ganzen Mordgeschichte zu tun hat? Auf einmal jft der spurlos von der Bildfläche verschwunden unb wer weiß, wo wir seiner habhaft werben."

Dunbee lächelte.

De Sanzo ist nicht so schulbig, wie Sie benfen. Gr ist em alter Bekannter von mir ein ver­bohrter Narr, aber harmlos."

,,3a, ro<e benn? Steht er nicht mit Bastieni in Verbindung? War er nicht ein Helfershelfer unb ift nur aus bisher noch unburchsichtigen Gründen vor ber Zeit hier verschwunben?"

Nein, er steht nicht mit Bastieni in Verbinbung, ober vielmehr nicht mehr. Die ganze Geschichte ist folgenbermafjen zu erklären. Bastieni unb be Sanzo roaren früher Freunbe. Sie haben zusammen auf per Universität Corboba ftubiert. Da haben sie irgenbeine alte Hanbschrift ausgegraben, bie einen H'nweis enthielt auf biefen Weihkelch unb feine Bedeutung. Wer die Inschrift des Weihkelche- cnt- ziffert hatte, der hatte jenen sagenhaften Schatz, non dem in den alten spanischen Handschriften noch aus der Maurenzeit berichtet wurde. Gemeinsam machten sich die beiden auf bie Suche. Später ver­uneinigten sie sich aber, als Bastieni immer mehr ous die schiefe Ebene geriet. Seit er feine hypnoti- fd)en Fähigkeiten entbeckt hatte, benutzte er bie, um re^r Menschen in seinen Bann zu ziehen. Durch feine willenlosen menschlichen Werkzeuge ließ er Verbrechen über Verbrechen begehen, schreckte nicht vor Diebstahl, Raub unb Mord zurück. Er selbst blieb immer im Hintergrund. Er hatte ja die Menschen, bie, ganz in feinem Bann, alles für lhn nach seinen Befehlen erlebigten. Ja, diese Men­schen machten in der Hypnose alles viel besser, als es Verbrecher tun konnten, die mit klarem Be- wu^em arbeiten. Fällt doch bei den Hypnotisierten jebe Angsthemmung unb Kenntnis ber Gefahr weg. ußurben biefe Unglücklichen erwischt nun, bann batten sie auf Befehl Bastienis feinen Namen voll­kommen vergessen unb büßten allein für eine xat, bie man ihnen nur suggeriert hatte unb für die sie eigentlich nicht vor den Richter, sondern zum Arzt gebracht werben mußten.

zu entnehmen war, daß sich die Genossenschaft im verflossenen Jahre gut entwickelt hat. Den Kassen­bericht trug der Genossenschaftsrechner Heinrich Bechtold vor. Die Rechnung schließt mit einem Reingewinn ab, der dem Reservefonds und der Betriebsrücklage je zur Hälfte überschrieben wird. Rechnung sowie Geschäftsführung wurden genehmigt und dem Rechner und dem Vorstand Entlastung erteilt. Der satzungsgemäß ausscheidende Direktor ber Genossenschaft Philipp Jung XX. sowie das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied L. Jung XVI.. wurden einstimmig wiedergewählt. Genossenschafts­rechner Heinrich Bechtold schloß die Versamm­lung in üblicher Weise.

CO Klein-Linden, 4. März. In der Gene­ralversammlung des Turnvereins 1889 Klein-Linden, die am Sonntagnachmittag im Turnerheim stattfand, wurde die Einheitssatzung für die dem Reichsbund für Leibesübungen angefchlof- fenen Vereine einstimmig angenommen; Als Ver­einsführer wurde Sattlermeister Karl Weiß, der schon ein Jahrzehnt die Vereinsgeschäfte leitet, in geheimer Wahl zum Vereinsführer bestimmt. Dieser ernannte zu seinen engeren Mitarbeitern im Ver- einsführerstab Turner Karl E y r i n g (Vereins- führerstellvertreter und Dietwart) und die Turner

Bauern reden aus der Praxis".

** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 28 Februar: 16. Heinrich Balßer, Maurer, 55 Jahre alt, Neustadt 5; 16 Wilhelm Risten, Schneider, 51 Jahre, Sand­gasse 23; 17. Willi Fritz, 7 Jahre, Diezstraße 4; 18. Wilhelm Lenz, Kanalarbeiter, 36 Jahre, Löwen- gasfe 20; 19. Helene Christel, geb. Asch, 61 Jahre, Horst-Wessel-Wall 54; 21. Wilhelm Schneller, In­valide, 72 Jahre, Lindengasse 18; 22. Karl Konrad Kcil, Weißbinder, 33 Jahre, Weidengasse 7; 22. Lina Grün, geb. Ziegler, 67 Jahre, Neue Bäue 15; 25. Heinrich Debus, Rentner, 77 Jahre, Am Kugel- berg 18; 26. Eva Zanger, geb. Dreher, 53 Jahre,

als Sie sich Ihnen darstellen! Die restlose Auf­klärung möchte ich aber meinem Kollegen Hop­man überlassen, dem Sie Ihr Leben und'auch das Leben Fräulein Helma von Bodenbergs verdanken."

Horst fuhr auf:

Wie soll ich das verstehen? War auch Helma gefährdet?"

Mehr als Sie glauben, Herr von Gernsheim! Es ist wirklich nur dem Eingreifen Hopmans zu danken, daß Ihre Adoptivschwester in letzter Mi­nute gerettet wurde. Sie sehen also, daß Ihr Ver­dacht vollkommen abwegig ist. Sie wie Ihre Adop­tivschwester waren als Opfer ausersehen und eine andere vermutlich auch; aber mehr kann und will ich jetzt nicht sagen. Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag: Ich muß in diesen Tagen dienst­lich nach Gernrode, um mit dem Kollegen Hopman die ganze Geschichte durchzusprechen und dem Prä­sidenten hier dann Bericht zu erstatten. Wie wäre es, wenn Sie mit mir reiften sozusagen unter polizeilichem Schutz?"

Am liebsten gleich!" sagte Horst von Gerns­heim stürmisch. Der Gedanke, daß Helma unschul­dig unb durch unglückliche Verkettung von Ver­hängnissen in falschem Licht vor ihm gestanden, gab ihm feine Kräfte wieder.

Als der Arzt zur Visite kam, fand er Horst von Gernsheim wider Erwarten frisch und zuversichtlich. So gestattete er die Reise für die allernächsten Tage allerdings unter allen erdenklichen Vor­sichtsmaßregeln.

*

Es war schon gegen Mittag, als die beiden Patientinnen auf Schloß Gernrode aus ihrem tie­fen Erfchopfungsfchlaf erwachten. Die erste, die die Augen aufschlug, war Helma. Noch etwas be­nommen, sah sie sich um, richtete sich auf da war auch schon Fanny von ihrem Stuhl aufge­sprungen:

Gnädiges Fräulein!" Sie zitterte, Tränen stan­den in ihren Augen. Und nun vergaß sie alles, was Hopman ihr eingeschärft, daß sie Helma nicht auf- rc9*n ivUte, daß sie tun sollte, als wäre nichts geschehen. Alles vergaß sie, fiel vor dem Bett Hel» mas m die Knie, bedeckte ihre Hand mit Küssen. Gnädiges Fräulein", stammelte sie unter Tränen, %P.ei;3ei)en Sie!" Und immer wieder:Verzeihen Sie!

.^un wurde Helma vollkommen munter. Ein leichter Schwindel war noch in ihrem Kopfe, unb eme schwache Uebelkeit im Magen; aber dennoch vermochte sie durchaus klar zu denken.

(Fortsetzung folgt!)

Mittelweg 8; 27. Anna Zeltmann, geb. von Dapper- Saalfels, 40 Jahre, Kaiserallee 66.

** Oeffentliche Bücherhalle. Im Fe­bruar wurden 1705 Bände ausgeliehen. Davon ka­men auf: Zeitschriften 59, Gedichte unb Dramen 7, Erzählenbe Literatur 1001, Jugendschriften 283, Länber- unb Völkerkunbe 100, Kulturgeschichte 9, Geschichte unb Biographien 152, Kunstgeschichte 10, Naturwissenschaft und Technologie 34, Heer- und Seewesen 5, Haus- und Landwirtschaft 3, Gesund­heitslehre 5, Religion und Philosophie 9, Staats­wissenschaft 22, Sport 2, Fremdsprachliches vier Bände. Nach auswärts kamen 3 Bände.

** Nisthöhlen reinigen! Die Singvögel gehören zu den tüchtigsten Helfern bei ber Schäd­lingsbekämpfung im Garten unb im Walb. Dem wirb in erfreulichem Umfange burch bas Aufhän­gen von Nisthöhlen, bas am besten im frühen Früh­jahr ober im Herbst erfolgt, Rechnung getragen.

bische Generalfelbmarschall Alfred Graf von Wal- berfee in Hannover gestorben; 1933: Nationale Erhebung in Deutschland; Reichstagwahl mit natio­naler Mehrheit.

Kurse zur Vernichtung der Wühlmäuse

Die Landesbauernschaft läßt demnächst durch einen geeigneten erfahrenen Wühlmausfänger in vielen Orten im Gebiet der Landesbauernschaft Fangkurse von eintägiger Dauer abhalten. Diese Kurse sollen Baumwärtern, Feldschützen und son­stigen Personen die Möglichkeit geben, sich im Fan­gen der Wühlmäuse mit Fallen aus- bzw. weiter­zubilden. Die zuständigen Obstbaumbeamten bestim­men die Ortschaften in ihrem Kreisgebiet, in wel­chen der Kursus durchgeführt wird. Interessenten haben sich bei den zuständigen Obstbaufachbeamten zu melden. Eine Teilnehmergebühr wird nicht er­hoben.

Giehener Dochenniarktpreise.

* Gießen, 5. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9 bis 10, Wirsing, das Pfund 20 bis 22, Weißkraut 10, Rot­kraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feld­salat 70 bis 90, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 20 bis 25 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 18 bis 20, Endivien 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag:

v . Mu Emst Pfaff, Karl Klein, Wilhelm Germer,

den Wert des deut- Hermann Rau und die Turnerin Tilli Hahn. In es als wertvollstes I den Vereinsführerring berief er noch die Turner

Maskenball i^ Cafä Leib Oberhessischer Kunst- Stadt Staufenberg Aus diesem Vartrag verein, Turmhaus am Brandplatz: IIL Jahresaus-! lf ?u entnehmen: Das schloß ist nach einem leider fteüuna von 16 bis 17 Uhr ! verlorengegangen Wappen 1563 erbaut Der

Fasching erst ins Stadttheater! I ®r&-au-cr 'st historisch nicht festzustellen, aber wahr- Au. dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: ! M^lich prie^rj$ Don Üshausen, her 1564 Unsere diesjährige Karnevals-OperetteDer goldene Hriedelhausen erbaute. Im 18^ Jahrhundert war Pierrot" von Walter W Goetze kpmmt heute abend Emilie von Graß Besitzerin Nach dieser Familie zum letztenmal zur Aufsührustg. Acht lustige Bilder 65 durch Kauf in Besitz des pensionierten mit tollen Einfällen und beschwingtem Faschings- P'^rers Busch und nach seinem Tode konnten dl- trerben unter Führung von Wrede - Euje - n'* ««.»...h.

Rabenau Plank bereiten günstige Stim­mung. Die Vorstellung ist außer Abonnement. An­fang 20 Uhr; Ende 23 Uhr.

** Arbeitsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Ver­gebung von Erd-, Pflaster- und Chaussierungs- am 8. und 9 August 1 6 wurde natürlich nicht arbeiten zum Ausbau von Straßen. Interessenten ' vergessen.

feien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen ; Im weiteren Verlauf des Abends trugen Herr

** Stadttheater - Abonnement Die, Gart nbauarch'tekt Schwarz (Gießen) durch seine Bürgermeisterei fordert in einer Bekanntmachung Aus^üprunge!!, Schw- nie und Lieder, sowie Frau in unserem heutiger! Blatte zur Einlösung des Fuchs, auch ein schöner Vortrag des gemischten 6. Abschnittes des Stadttheater-Abonnements auf. Chores lehr zur Unterhaltung bei. G meinsame Näheres in der Bekanntmachung. Lieder füllten die Pausen.

** Städtische Brennholzoer st eige-- Der Vorsitzende dankte zum Schlüsse allen Mit- rung. Am kommenden Freitagvormittag findet wirkende "nd brachte ein dreimaliges Sieg-Heil eine Brennholzversteigerung der Stadt Gießen aus auf den B 'chüber h^r deutschen Heimat, den Füh- dem Bezirk der Försterei Rödgen statt. Näheres 1 rer, aus.

in der heutigen Bekanntmachung. | Landkreis Gießen

;*^!ern reden aus der Praxis". QO Klein-Linden, 4. März. Am Samstag- Die Landesbauernschaft weift auf einen Vortrag im abend veranstaltete die N S - G e m e i n s ch a f t Reichssender Frankfurt hin, der im Rahmen der tz.K r a f t durch Freude" im Saale des Gast- Erzeugungsschlacht am heutigen Dienstag von 19.50 j HausesZur deutsch n Eiche" ihren zweiten Hei- bis 20 Uhr gehalten wird. Das Thema lautet, j m k t a b e n d. Zu der V"ranstaltung waren auch bie Mitglieder des Ortsringes des Reichsbundes

i e r von der Deutschen Arbeitsfront gedachte in fei­

nem Schlußwort der Rückkehr der deutschen Saar , , ,

und schloß mit dem beifällig aufgenommenenSieg- I und Karl Wagner V. Ferner gab er bekannt, A-, v rr" ' «« c daß ein Verein aus Guntershausen am Rhein in

diesem Jahre den Gesangverein Großen-Buseck be-

der Gesangverein Staufenberg (Leitung Heinrich Müller in Stellvertretung des Dirigenten) zwei gut oorgetragene vaterländische Lieder. und Stimmungslieder, zu denen ein Schülerchor

Darauf fjult der Bors ltzende einen Vortrag >>nserer Volksschule oder die Zuhörer passende Wei- x,uy.u,uMlluDC. ,^um,|tuu j der Hand der K'rchberger Psarrchromk über fen sangen. Musiklehrer Dietrich- Gießen sang Mönch". Spielvereinigung 1900 Gießen: Großer^? Unter bürg oder das S.yloß r-tauienberg seiner vollen Stimm , von Lehrer Justin

und scharf in Wort und Ton sich ausdrückt. Leider Daupert eine außerordentliche Generalversamm- fei es in vergangenen Jahren durch den Schlager,! lung ab. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war oft von übelster Sorte, zurückgedrängt worden, aber die Besprechung der neuen Einheitssatzungen der dank der Tätigkeit unseres Führers habe sich unser | DT., die in ollen Teilen angenommen wurden. Volk wieder gesunden und den Wert unseres Volks- i Nach einer Aussprache über die bevorstehenden Der-- liebes wieder erkannt. Das deutsche Volkslied, das nnftattungen wurde die Versammlung in der übli- . o, . - . v _ chen Werse geschlossen.