Ausgabe 
5.2.1935
 
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weiterhin Walter (Brüters, der Referent der Nachrichtenabteilung des Reichssenders Frankfurt, betraut worden. An Stelle von Dr. Reinhold Merten, der durch feine Tätigkeit als Reicbs- tonmeister nicht mehr in der Lage ist, ständig die Aufgaben eines zweiten Kapellmeisters zu erfüllen, ist nunmehr Josef Felix H e ß in den Dienst des Reichssenders Frankfurt eingetreten. Heß studierte an der Hochschule für Musik in Köln und war Schüler von Generalmusikdirektor Hermann Abend- roth. Als Komponist ist er mit Uraufführungen in Baden-Baden, Stettin und Koburg hervorgetreten.

kleine Erinnerung an große Zahlen.

Der teuerste Tag derInflation war der 23. November 1923. Merkwürdig rasch ist diese un­selige Zeit vergessen, in der sich nur noch Astrono­men und Mathematiker zurecht finden konnten, der gewöhnliche Sterbliche sich aber in diesenHöhen" vollständig verlor. Es kostete z. B. damals ein Liter Bier 520 Milliarden Papiermark und ein Laib Brot 500 Milliarden. Eine Billion Papiermark war gleich einer Goldmark.

Die Gildenhalle von Bristol in Flammen.

Die berühmte Gildenhalle im Herzen von Bristol wurde von- einem verheerenden Groß- feuer heimgesucht. Der Zivilgerichtshof und das Kriminalgericht wurden zum Teil zerstört. Der Brand richtete einen sehr großen Schaden an.

Hochofenunglück in Frankreich. Drei lote, sieben Verletzte.

In einem Stahlwerk in Hennebont bei Lorient in Westfrankreich riß in der Nacht über einem Martinsofen ein Aufzug. Ein Behälter mit flüssi­gem Stahl stürzte zu Boden und spritzte ausein­ander. Bon den Arbeitern wurden drei getötet und sieben weitere erheblich verletzt.

Schneefchmelze, Hochwasser und Ueberschwemmungen.

Die Schneeschmelze, die starken Regengüsse und die überall aufgetretenen Stürme haben dazu geführt, daß dem Rhein und seinen Nebenflüssen gewaltige Wassermassen zuströmen. Don den Voge­sen, vom Schwarzwald und Spessart sowie von den rheinischen Gebirgen einschließlich der weiten Ge­biete des Mains und der Lahn laufen die Meldun­gen über dauerndes Ansteigen des Wassers ein. Die Lahn ist vielfach über die Ufer getreten und erhält von den zahlreichen Bächen des Taunus und Westerwaldes starken Zustrom. Bedenklich stiegen auch die Mosel, Saar und Sauer. Zur Zeit steigt der Rhein bei Koblenz stündlich um 6 Zentimeter.

Sturmschäden in Bielefeld.

Heftiger Sturm hat in Bielefeld erheblichen Schaden angerichtet. An der Oetker-Halle wurde ein beträchtlicher Teil der Bedachung abgerissen. Um die Halle, die nur noch durch eine Zwischen­decke geschützt war, vor Regengüssen zu bewahren, nahm das Städtische Bauamt eine vorläufige Ab­dichtung vor. Zu diesem Zwecke wurden alle er­reichbaren Dachdecker und Zimmerleute herbeigeru­fen, die noch am gleichen Abend bei Scheinwerfer­licht ihre schwierige Aufgabe durchführten.

Drei Personen im hochwassex ertrunken.

Die badische Kinzig ist zu einem reißenden Strom geworden, dessen Hochwasser zu einem schweren Unglück geführt hat. Einige Leute versuch­ten bei Offenburg am großen Teich trotz Ansteigens des Wasserspiegels einige Geräte herauszufischen. Das Boot schlug um und wurde über das Wehr geristen. Drei Personen kamen ums Leben. Ihre Lei­chen konnten noch nicht geborgen werden.

Der sechsfache Raubmord von hinterkaifeck.

Wie kürzlich bereits berichtet, wurde von der Gendarmerie der Einwohner von Daimhausen, Pflegeler, vor einigen Tagen unter dem Ver­dacht verhaftet, vor 13 Jahren sämtliche Bewohner des Einödhofes Hinterkaifeck bei Schrobenhausen (Oberbayern), insgesamt sechs Personen, ums Leben gebracht und beraubt zu haben. Jetzt hat Pflegeler Haftbeschwerde eingelegt und leugnet die Tat. Im Zusammenhang mit dieser Sache rechnet man in den nächsten Tagen mit einer weiteren Verhaftung. Der Verhaftete ist schon mehrfach einem eingehenden Verhör durch den Er­mittlungsrichter unterzogen worden. Er wird dem Untersuchungsrichter von Augsburg vorgeführt wer­den. Vorerst begegnet auch die Behörde der An­zeige der eigenen Tochter noch mit Vorsicht. Pfle­geler ist zwar in seiner Heimatgemeinde schlecht be­leumundet und mehrfach vorbestraft, da er aber in der letzten Zeit mit seinen Angehörigen viel im Streit lag, ist die Möglichkeit eines Racheaktes seitens der Tochter nicht von der Hand zu weifen. Auffallend ist auch, daß die Mutter von allem nichts weiß. Möglich ist allerdings, daß die Mutter mit Rücksicht auf den Mann schweigt.

Explosion eines Sprengstofflagers. Drei Tote, sechs Schwerverletzte.

In der italienischen Provinz Catania auf Sizi­lien, unweit Castiglione, explodierte auf un­geklärte Weise ein Sprengstofflager, wodurch drei Häuser tfi die ßirft flogen. Drei Bewohner fanden den Tod unter den Trümmern, während sechs an­dere schwere Verletzungen davontrugen.

Gesundung

Man sieht in diesem Jahre der Bekanntgabe der Großbankbilanzen mit besonderem Interesse entgegen. Sollen sie doch zeigen, ob und inwieweit die Hcmkenkrise des Jahres 1931 endgültig über­wunden ist. Die Reichsregierung hat in den beiden letzten Jahren außerordentlich viel getan, um die Banken wieder liquide zu machen, damit sie ihre großen volkswirtschaftlichen Aufgaben in vollem Maße erfüllen können. Die Gesundung des Kapitalmarktes, die seit jeher eines der gro­ßen wirtschaftspolitischen Ziele der nationalsozia­listischen Reichsregierung war, hat zweifellos be­deutende Fortschritte gemacht. Sie muß auch dem Bankgewerbe eine wertvolle Erleichterung und Besserung seiner Lage aebracht haben. Das Gesetz über das Kreditwesen stellte die Banken ganz in den Dienst der Erneuerung der inneren Wirtschafts­kräfte und erstrebt vor allem eine Verstärkung ihrer Liquidität. Die Zukunftsaussichten der deutschen Großbanken dürfen unter diesen Gesichtspunkten optimistisch beurteilt werden. Sind aber schon jetzt die Großbanken in ihrer Gesamtheit wieder innerlich gesund, in vollem Maße liquide und ertragsfähig geworden?

Man wird diese Frage an Hand des jetzt ver­öffentlichten ersten Großbankabschlusses, der Jah­resbilanz der Berliner Handels-Gesell­schaft für 1934, nicht erschöpfend beantworten können. Denn diese Bank hat stets eine Sonder'- st e l l u n g gegenüber den anderen Großbanken eingenommen, da sie keine Depositenkassen unterhält. Man wird daher von den Ergebnissen, die die Berliner Handels-Gesellschaft im Jahre 1934 erzielt hat, nicht ohne weiteres Beschlüsse bezüglich der Entwicklung bei den Filialgroßbanken ziehen können. Das gilt namentlich hinsichtlich der Renta- bilitäts- und Dividendenaussichten. Während die Filialgroßbanken in den letzten Jahren Dividenden nicht erarbeitet haben, hat die Berliner Handels- Gesellschaft selbst in den Jahren 1932 und 1933 eine Dividende von 5 v. H. an ihre Aktionäre ausqe- schüttet. Wenn sie jetzt ihre Dividende für das Ge­schäftsjahr 1934 a u f 6 v. H. erhöhen kann, so beweist das eine Verbesserung ihrer Rentabilität. Man wird annehmen dürfen, daß eine solche Wen­dung zum Besseren, also eine Besserung der Er­tragsfähigkeit, auch bei den übrigen Groß­banken eingetreten ist. Die Frage ist nur, ob sie bereits groß genug war, um diese zu einer Wieder­aufnahme der Dividendenausschüttung zu veran­lassen. Da außerdem bekannt geworden ist, daß die Filialgroßbanken eine einheitliche Dividenden- politik treiben, d. h. alle die gleiche Divi­dende oder überhaupt keine ausschütten wollen, so wird wahrscheinlich der Standpunkt der­jenigen Großbankführer durchdringen, die auch in diesem Jahre von einer Dividendenverteilung ab-- sehen und die im letzten Jahre erzielten Ueber- schüsse zur inneren Stärkung der Banken und zur Erhöhung ihrer finanziellen Schlagfertigkeit ver­wenden wollen.

Aber es wäre falsch, die Lage der Großbanken ausschließlich unter dem Gesichtspunkt ihrer Ren-

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

tn. Lana-Göns, 4. Febr. Die N S. - G e - meinschaftKraft durch Freude", Orts­gruppe Lang-Göns, hatte zu ihrem zweiten Unter­haltungsabend in der Turnhalle eingeladen. Die Darbietungen der ersten Veranstaltung waren noch in guter Erinnerung, so konnte es nicht fehlen, daß auch diese zweite Veranstaltung sehr gut besucht war. Nach kurzer Begrüßung durch den Ortsgrup- penwart Faber hatte der Führer der Künstler- gruppe Teddy Heinz mit Witz und Humor den Kontakt zwischen Künstlern und Zuhörern sehr bald hergestellt. In bunter Folge wickelte sich das reich­haltige Programm ab, das fast durchweg von der heiteren Muse bestritten wurde. Die temperament­vollen Tänze derreizenden Tänzerin" M. H o l - st e i n und die neckischen Lieder derStimmungs­soubrette" A n n i Delp fanden tosenden Beifall. Sehr gut gefielen ebenfalls die fein vorgetragenen Lieder desRundfunktenors" Hans Schneider. Erstaunliche Leistungen in körperlicher Gewandt­heit und Mimik zeigten Pumps,der komischste aller Jongleure" und Gummi, derfallende Mann", die die Zuschauer zu regelrechten Lach­salven herausforderten. Gemeinsam gesungene Rhein­lieder und Schlager, flotte Musik und karnevali­stische Kopfbedeckung brachten alles in frohe Fa­schingslaune, die sich bald zum Schunkeln und Tan­zen steigerte Alles in allem ein sehr gelungener heiterer Abend, der allen Teilnehmern in freudiger Erinnerung bleiben wird. Nach Dankesworten an bie Künstler durch Herrn Faber, der einen wei­teren Unterhaltungsabend mehr ernsteren Charak­ters in Aussicht stellte, wurde noch ausgiebig ge­tanzt.

# Grüningen, 4. Febr Die Grippe­epidemie ist nun, nachdem sie gut zwei Wochen besonders unter den Schulkindern umging, abgeflaut. Sie verlief im allgemeinen gutartig, es sind nur zwei ernstere Krankheitsfälle zu verzeichnen. Ein

i>er Banken.

Labilität zu beurteilen. Wenn man die volks­wirtschaftliche Betrachtungsweise in den Vordergrund rückt, und die Bankunternehmun­gen nicht vom Standpunkt ihrer privatwirtschaft­lichen Erfolge zugunsten der eigenen Aktionäre, son­dern von dem ihrer Leistungsfähigkeit im Dien st e d er Gesamtwirtschaft aus be­trachtet, ist bie Frage ihrer ßiquibität weit wichtiger als bie ihrer Rentabilität. Aus der Bilanz der Berliner Handels-Gesellschaft darf man erfreulicherweise den Schluß ziehen, daß sich die Liquidität der Banken auch im letzten Jahre wei - ter erhöht hat. An die Stelle der Aus­landseinlagen, die weiter geschrumpft sind und heute nur noch knapp ein Fünftel der Kreditoren ausmachen, während sie bei der Berliner Handelsgesellschaft einst die Jnlands- kreditoren beträchtlich überstiegen, sind erhöhte Einlagen der Jnlandskund schäft ge­treten. Die diesjährige Bilanz der Berliner Handels- Gesellschaft weist eine Zunahme der Jnlandsein- lagen um 7V2 Millionen Mark auf. Eine Verbesse­rung der Liquidität ist u. a. dadurch eingetreten, daß die Anlagen in Wertpapieren be­trächtlich verstärkt worden sind. Insbeson­dere haben die Banken ihre verfügbaren Gelder mit Vorliebe in festverzinslichen Renten­werten angelegt und dadurch an der von der Reichsregierung erstrebten Gesundung des deutschen Rentenmarktes mitgearbeitet. Ebenso sind ihre Be­stände an Wechseln beträchtlich gestiegen. Durch Hereinnahme von Arbeitsbeschaffungs­wechseln sowie von Schatzanweisungen und Schatz­wechseln des Reichs haben die Banken an dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit erfolgreich teil­genommen,' zugleich aber auch ihre eigene Liquidi­tät gestärkt. Bei der Berliner Handels-Gesellschaft hat sich der Anteil der liquiden Anlagen von 47,7 auf 52,8 Prozent erhöht. Das Kreditgesetz wirkt dauernd in der Richtung einer Verflüssigung der Banken.

Das Bankgeschäft selbst hat sich offenbar im letz­ten Jahre recht befriedigend entwickelt. Die Beleg­schaft der Berliner Handels-Gesellschaft ist um 29 auf 577 Köpfe vermehrt worden. Die Aera der Be­triebsverkleinerungen und der Personalverminde­rungen ist also auch bei den Banken, wo die Ein­schränkungen besonders einschneidend waren, glück­lich überwunden. Obwohl man aus den günstigen Gewinnergebnissen der Berliner Handels-Gesell­schaft noch nicht den Schluß ziehen darf, daß die Rentabilität der Banken im allgemeinen schon wie­derhergestellt sei, belegt sie doch die fortschrei­tende Gesundung des deutschen Bankgewer- bes, das wieder eine befriedigende Liquidität er­langt hat. Wenn die Großbanken, deren Unkosten­etat durch die Unterhaltung der Depositen­kassen stärker als der der Berliner Handels-Gesell­schaft belastet ist, ihre Mittel vorsichtig Zusammen­halten, so bedeutet auch das nichts anderes als eine im Interesse der deutschen Gesamtwirtschaft sehr er­wünschte Stärkung und Festigung des Banken­apparats

Mädchey liegt zur Zeit noch an Mittelohrvereiterung im Krankenhaus. Die Wurst- und Speck­sammlung ergab in unserer Ortsgruppe gut zwei Zentner. Es wurden gespendet: 87 Pfund Speck, 77 Pfund Leber- und Blutwurst und 39 Pfund Zervelatwurst. Grüningen brachte 85 Pfund, Eberstadt und Dorf-Güll je 59 Pfund Räucherwaren auf. Das Ergebnis ist zufriedenstellend.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 4. Febr. Zum Besten des WHW. veranstaltete am Samstagabend die Weidig - Werner-Oberrealschule einen Deut­schen Abend, der sehr gut besucht war. Ober­studiendirektor Dr. Gans begrüßte die Besucher und bat um Verständnis für die Darbietungen der Schüler. Seien es auch noch Kinder, so beseele sie doch alle der Wunsch, mitzuhelfen am WHW. des Vaterlandes. Von vornherein fei bemerkt, daß sämt­liche Darbietungen als wohlgelungen zu bezeichnen sind, sei es nun das flotte Zusammenspiel des Schülerorchesters, oder der gute Vortrag des Sprechchors, als auch der verschiedenen Gedichte, in hochdeutscher Sprache oder Mundart. Von ern­ster Wirkung und bildlich sehr eindrucksvoll war das dramatische Bild:Im Schützengraben", von H. Keßler (Illb), einem Schüler der Oberreal­schule versaßt. Möge dem jungen Verfasser die er­griffene Stille am Schlüsse des Stücks Dank genug und Ansporn für die Zukunft sein. Turnerische Vor­führungen, die reizende Wachtparade bei Heinzel­männchen, ausgeführt von einer VDA.-Gruppe und das MärchenspielDas gläserne Herz", das überall eine belustigte Aufnahme fand, bildeten den Ab­schluß des Abends. Zwischen den verschiedenen Darbietungen trugen Konzertsängerin Frl. Mia Brücke! (Bad-Nauheim), sowie Pfarrer Lic. Laut (Okarben) verschiedene Lieder von Brahms, H. Wolf u. a. vor, die sich eines starken Beifalls erfreuten.

* Butzbach, 2. Febr. Wie die hiesige Gendar­merie mitteilt, sind aus einem Schafpferch in der Gemarkung O st h e i m bei Butzbach 5 Schafe

gestohlen worden, bei denen es sich um gekenn­zeichnete Tiere handelt. Wohin die Tiere geschafft worden sind und ob dabei etwabillige Fleisch- besorger" ihre Hand im 'Spiel haben, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Die Ermittlungen gehen dahin, den Verbleib bzw. den Transport der Tiere fest­zustellen. Zu diesem Zweck erbittet die Gendarmerie Butzbach die Mitwirkung der Bevölkerung.

Kreis Büdingen.

s Lißberg, 4. Febr. Bei der vom Forstamt Konradsdorf in der hiesigen Gastwirtschaft Karl Mies abgehaltenen Holzversteigerung wur­den folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheit 1. Klasse 8,30 Mk., 2. Klasse 6,30 Mk. Eichenscheite 5,50 Mk. Buchenknüppel 5,80 Mk. Hainbuchen- knüppel 5,60 Mk. Eichenknüppel 3,60 Mk. Es kamen etwa 1000 Festmeter Holz, meist aus den Förste­reien Schwickartshausen und Lißberg, zum Angebot, die bei der sehr starken Nachfrage verhältnismäßig hohe Preise brachten.

Kreis Schotten.

ch Groß-Eichen, 4. Febr. Gestern abend ver­anstaltete die H I. im Faustschen Saale einen Unterhaltungsabend. Es wurden einige kleinere Theaterstücke aufgeführt. Anschließend fand Tanz statt. Die Veranstaltung war gut besucht. ch Sellnrod, 4. Febr. Die gestrige Büchsen­sammlung für das WHW. brachte in unse­rer Ortsgruppe 33,70 Mark ein (Sellnrod 9,60, Solms-Ilsdorf 1,60, Groß-Eichen 22,50 Mark).

Kreis Alsfeld.

* Deckenbach, 5. Februar. Am morgigen Mitt­woch feiert einer der beiden in unserem Orte noch lebenden Veteranen von 1870/71, Heinrich Sohl II., seinen 8 6. Geburtstag. Der hochbetagte Mann diente beim 25. Artillerie-Regiment in Darmstadt. Der andere Veteran, Georg Kornmann, ist etwa drei Jahre älter. Ebenfalls am morgigen Mitt­woch begeht unser Mitbürger Wilhelm Paulus seinen 72. Geburtstag. Heinrich Scholl III. und seine Ehefrau Louise, geb. Metz, begehen morgen das Fest der silbernen Hochzeit. Bdi dem heftigen Sturm in der Nacht zum Sonntag wurden in den Rabenauschen Waldungen zahlreiche Bäume entwurzelt. Der Verkehr zwischen hier und Rüd- dingshausen war empfindlich gestört. Die Post mußte über Höingen nach Rühdingshausen fahren.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Luftdruckgegensätze über Europa gleichen sich aus. Dementsprechend finden nur noch schwache Luftversetzungen statt, so daß die Temperaturen wieder stärker von der Bewölkung abhängen wer­den. Eine ausgesprochene Kalt- oder Warmluftzu­fuhr ist dagegen vorerst unwahrscheinlich. Der Wit­terungscharakter bleibt unbeständig, doch wird sich gelegentlich auch Aufheiterung einstellen.

Aussichten für Mittwoch: Vielfach neblig, sonst veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch noch einzelne Niederschläge (in den höhe­ren Lagen Schnee) bei schwachen, meist westlichen Winden wenig geändert.

Aussichten für Donnerstag: Vielfach dunstig ober nebliges Wetter mit einzelnen Nieder­schlägen, aber auch zeitweilig Aufheiterung, nachts stellenweise leichter Frost.

Lufttemperaturen am 4. Februar: mittags 4,3 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 5. Februar: morgens 0,5 Grad. Maximum 4,8 Grad, Minimum 0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 4. Februar: abends 2,2 Grad; am 5. Februar: morgens 1,3 Grad Celsius. Niederschläge 1,3 mm. Sonnenscheindauer 0,3 Stunden.

Wintersport.

Rhön. Wasserkuppe: Nebel,4 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Rodel gut.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 4 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Schneefall, 2 Grad, 160 cm GSsamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.

Sauerland. Winterberg: Nebel,4 Grad, 56 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verharscht, Ski und Rodel gut.

Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Be­wölkt, 1 Grad, 25 cm Gesamtschneehöhe, vereist, nur Rodel möglich.

Harz. Schierke: Heiter, 7 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.____________________________________________________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12195. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- and Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

im 74. Lebensjahre.

In tiefem Schmerz:

abzusehen.

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Dorothea Wacker, geb. Hammel nebst Hinterbliebenen.

Wieseck, Launsbach, Frankfurt am Main und Gießen, den 4. Februar 1935.

Die Einäscherung findet auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt Von Blumenspenden bittet man

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Hmte verschied nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel

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Der Wald ist der Gesundbrunnen unseres Volkes, ist die Stätte, wo jedermann nach des Alltags Mühen und Sorgen Ruhe und Erholung findet. Seine große Lunge spendet dem erschlafften Körper neue Kraft und Frische. Sein geheimes Weben und sein stiller Zauber erheben die Seele zu Reinheit, Schönheit und Lebensfreude. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf die Gaben des Waldes, die sich dem Naturfreund in einer unvergleichlich vielgestaltigen Lebensgemeinschaft bie­ten. Der Wald ist nicht nur eine Ansammlung von Bäumen, ein Stück Landschaft schlechthin. Er ist die Einheit eines mannigfaltigen Lebens und Webens. Jedes der ungezählten Wesen, vom stolzen Hirsch bis zum kleinsten Waldvöglein, von der ragenden Tanne bis zum taufrischen Pfeifengras, bietet dem offenen Auge und Ohr eine Fülle von Schönheit. Man muß sie nur erschauen und erlauschen. Zu solchem Schauen und Lauschen führt dieses wunderbare Buch, das jedem Menschen mit gesundem Sinn viel Freude bereiten wird und deshalb vor allem in der Bibliothek eines jeden Natur­freundes nicht fehlen darf.

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