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Beamter
AmlA.Fanuar beginnt ein neues Kapitel an -erGaar
Was wird mit den Anhängern des Status guo? — Eine Aufgabe für den Völkerbund, Msvem-aitung geeigneten F°kuitä?zuweist. ö 1 Diese veranstaltet zunächst eine dreistündige, auf
der ge-
Fü r b i tt e n g e b e t für die Volksgenos sen an der Saar angeordnet.
Kunst und Wissenschaft.
Line Liliencron-Gedenktafel in Frankfurt.
haben, sich feder Einmischung in die inneren Verhältnisse der anderen vertragschließenden Staaten zu enthalten. Wir hoffen, daß dieser Pakt noch weitergehen und den vertragschließenden Teilen auch verbieten wird, umstürzlerische Bewegung e n, die sich gegen die anderen Vertragsstaaten richten, irgendwie zu fördern, zu begünstigen oder überhaupt zu dulden. Wir können nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß alle unsere Nachbarn, die guten Willens sind, ebenso freudig wie wir einem solchen Pakt beitreten werden.
drei Angaben befindet sich ein Kreis, der in üblichen Weise bei der Wahl durch ein Kreuz kennzeichnet wird.
Vier memelländische Abgeordnete verhaftet.
Mit Polizeigewalt der memelländische Landtag beschlußunfähig gemacht.
Saarbrücken, 4. Jan. (DNB.) Die Abstimmungskommission hat eine Bekanntmachung erlassen, durch die die Durchführung der Abstimmung im einzelnen geregelt wird. Danach sind die Wahlbüros am 13. Januar von 8 Uhr 30 bi- 20 Uhr geöffnet. Um die Geheimhaltung der Wahl zu gewährleisten, ist es dem Abstimmungsberechtigten nach Erhalt des Stimmzettels strengstens untersagt, mit irgendwelchen Personen zu sprechen. Nach erfolgter Stimmabgabe muß der Abstimmungsberechtigte das Wahllokal sofort verlassen. Es ist ihm bei schwerer Strafe untersagt, im Abstimmungslokal auf irgendeine Weise die Wahl, die er treffen wird, oder bereits getroffen hat, bekannt zu geben. Wenn er noch nicht gestimmt hat, wird er in diesem Falle nicht mehr zur Abstimmung zugelassen. Wer den erhaltenen Umschlag und Stimmzettel dem Vorsitzenden nicht zurückgibt, macht sich ebenfalls strafbar und kann sofort verhaftet werden.
Der Stimmzettel, der in der Bekanntmachung abgebildet wird, trägt als Kopf die französische und englische Bezeichnung „Society des Nations" und ,Ligue of Nations", darunter auch deutsch: Abstimmungskommission des Völkerbundes. Es folgen die Bezeichnungen der drei Abstimmungsmöglichkeiten: Beibehaltung der gegenwärtigen Rechtsordnung (Status quo), Vereinigung mit Frankreich und Vereinigung mit Deutschland, in der angegebenen Reihenfolge. Rechts neben jeder der
Kowno, 5. Jan. (DNB.) Im Memelländer. Prozeß wurden die Angeklagten der Jugend- gruppen befragt, die in der Anklage als militärische Organisationen hingestellt werden. Alle Angeklagten verneinen entschieden, daß ihre Ju- gendvereinigungen auch nur im geringsten ein mi- litärahnliches Gebilde gewesen seien. Sodann erschien vor dem Gericht ein Schwerkriegs, beschädigter auf Krücken, ein Lehrer, dem der rechte Fuß abgenommen und der linke ver- wundet worden ist, der ferner einen Lungenschuß erhalten und später einen Rippenbruch erlitten
Hamburg, 4. Jan. (DNB.) Mit dem Hapag- dampfer „Deutschland" sind am Freitagmittag 358 Saarländer in Cuxhaven eingetroffen. Nach der ersten Begrüßung auf deutschem Boden m Cuxhaven fuhren sie mit dem Sonderzug der Hamburg-Amerika-Linie weiter nach Hamburg, wo sich auf dem Bahnsteig Vertreter des Staats und der Partei, sowie Verwandte, Freunde und Bekannte der Heimgekehrten zum Empfange eingefunden hatten. Außerdem füllten Tausende von Volksgenossen die weite Halle. Als der Zug in die Halle rollte, spielte die Polizeikapelle das Saarlied, in das die Menge spontan einstimmte, während tausend Arme sich zum deutschen Gruß erhoben. Nachdem die Ueberseedeutschen das erste Wiedersehen mit den Daheimgebliebenen gefeiert hatten, wurden sie unter den Klängen flotter Marfchweisen durch ein Spalier politischer Leiter nach dem vor dem Gewerbemuseum als Winterhilfsmal aufgebauten Stein- t o r geleitet, von dem die Fahnen des neuen Reiches, das amerikanische Sternenbanner und das Banner des Saaroereins grüßten. Im Namen des Nelchsstatthalters hieß Gauinspektor Staatsrat St an i k dort die Saardeutschen mit herzlichen Worten willkommen.
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Zu Beginn des neuen Jahres trafen in Frei- b u r g drei katholische Missionare aus Yokohama, Manila und den Philippinen, so-
vergeblich versuchte, die Worte mit der Glocke des Präsidententisches zu übertönen. Man verstand von dem Protest, daß sich sämtliche Abgeordnete der Parteien bis auf die Litauer gegen d i e Maßnahme des Gouverneurs wandten, die verhinderte, daß der Landtag zu der Regierung Bruvelaitis Stellung nehmen und damit seinen Pflichten nachkommen könnte.
Dann stellte der Alterspräsident des Landtages fest, daß mit dem Abgeordneten und Direktoriumsmitglied Buttgereit, der sich diesmal mit dem gesamten Direktorium Bruvelaitis zur
liegt. Der Alterspräsident stellte fest, daß m i t d e n vier nicht zugelassenen Abgeordneten die zur Beschlußfähigkeit notwendige Zahl von 20 Abgeordneten vorhanden gewesen wäre. Er forderte nochmals die Zulassung dieser Abge. ordneten und vertagte die Sitzung um zehn Minuten.
Der Gouverneur erklärte, daß er keine weitere Sitzung zulassen werde. Trotzdem be- stand der Alterspräsident auf der Vertagung von zehn Minuten. Nach Ablauf dieser Frist wollten die Abgeordneten sich wieder in den Sitzungssaal begeben, fanden ihn aber wie am 29. Dezember ver- schlossen. Sämtliche Abgeordnete begaben sich darauf in das Landtagsbüro. Bald darauf erschien der Leiter der litauischen politischen Po l i z e i und verlangte die Herausgabe der vier Abgeordneten, die aufgrund der Bestimmungen des Wahlgesetzes für ausgeschiedene Abgeordnete nachgerückt waren. Der amtierende Schriftführer wies dieses Ansinnen unter Hinweis auf die Immunität der Abgeordneten zurück, worauf der Polizeibeamte drohte, Gewalt a n- wenden zu müssen. Unter Protest mußte der Schriftführer der Gewalt weichen, und es wurden die vier Abgeordneten durch die Polizei abgeführt. Die zurückgebliebenen Abgeordneten haben daraufhin einen scharfen Protest gegen die Vergewaltigung des Landtages unter Anwendung von Polizeigewalt an den Gouverneur gerichtet.
Vor dem Kownoer Gericht.
EinSchwerkrieqsbeschädigtcrderTeilnahme
an militärischen Uebungen bezichtigt.
Querschnitt durch die gesamte Juristenschaft des Reiches wird. Das soll sich in erster Linie in der landsmannschaftlichen Zusammensetzung offenbaren. Aus der Uebernahme der Landesjustizverwaltung auf das Reich darf und wird keinerlei Nachteil für die Beamtenschaft der jetzigen Zentralbehörde der bayerischen Justizverwaltung entstehen. Auch die Übrigen Beamten der Justiz haben keinerlei Grund zu irgend einer Beunruhigung. Die Befürchtung, es könnte zu Massenverschiebungen von Beamten im Reich kommen, ist völlig unbegründet; wohl aber denke ich daran, den Nachwuchs der Juristen so zu wechseln, wie es früher im Handwerk der Zünfte geschehen ist, wo einer, der den Meistertitel haben wollte, eine Anzahl von Wandersah r e n durchmachen mußte. In Bayern hat man jetzt schon die Möglichkeit, die jungen Juristen außerhalb der engsten Heimat zu verwenden. Hat ein Beamter später den Wunsch, wieder in die Heimat zurückzukehren, so soll dieser Wunsch, wenn irgend möglich, erfüllt werden. Das Zusammenfassen des deutschen Volkes zu einer Einheit kann gerade dadurch wesentlich gefördert werden, daß wir alle Deutschland zu kennen lernen versuchen.
Oie heutige Iührertagung der westdeutschen HZ. in Mainz.
Auf der Führertagung des Gebietes Hessen-Nassau heute in Mainz spricht der Stellvertreter des Reichsjugendführers und Stabsführer der RIF., Hartmann Lauterbacher, zu über 6000 Führern und Führerinnen. Am Nachmittag vereint eine Sondertagung alle Führer im Stadtheater, auf der Gebietsführer Kramer und der Schulungsleiter des Gebietes, Bannführer Handwerk, über „Neugestaltung des Lebens" sprechen werden. Die eigentliche Führertagung — eine Feierstunde — beginnt um 19 Uhr' in' der
ein Aufständischer er sein konnte. Die Anklage beschuldigte ihn, an mi-
Berlin, 4. Jan. (DNB.) Im Saargebiet wird das Gerücht verbreitet, daß nach der Rückgliederung die Eisenbahnverwaltung des Saargebietes der Reichsbahndirektion Trier übertragen und die Beamtenschaft von Saarbrücken nach Trier versetzt werden solle. Dies trifft nicht zu. Vielmehr ist beabsichtigt, nach der Rückgliederung des Saargebietes d i e Reichsbahndirektion von Trier nach Saarbrücken zu verlegen, wo auch früher bis zum Jahre 1920 die für den größten Teil des Saargebietes und des jetzigen Bezirks Trier zuständige preußische Eisenbahndirektion ihren Sitz hatte. Die Reichsbahn wird durch Zuweisung anderer Geschäftsstellen dafür sorgen, daß die Stadt Trier für den Verlust der Reichsbahndirektton nach Möglichkeit entschädigt wird.
Fürbitte der Evangelischen Kirche für die Gaardeutschen.
Berlin, 4. Jan. (DNB.) Der R e i ch s b i s ch o f hat für den kommenden Sonntag, 6. Januar, e i n
lens Saarkantate wird am Sonntag, 6. Januar, 19.15 Uhr, vorn Reichssender Hamburg für alle deutschen Sender aufgeführt. Das Saar- l i e d von Hanns Maria L u x bildet den Kern des Werkes, das ein Bekenntnis zur deutschen Saar darstellt. Der Hamburger Arbeiter Alfred Thieme schuf den Text zur Saarkantate in schlichten gebundenen Versen. Die Musik Erdlens verliert niemals den Zusammenhang mit der eindringlichen, volk- baften Melodie des Saarliedes. Der Inhalt jeder Liedstrophe wurde zu einem Kantatensatz erweitert, dessen Gipfel jedesmal der gemeinsame Volksgesang ist. In diesen Volksgesang stimmen alleHörer im ganzen Deutschen Reich mit ein, so daß hierdurch erstmalig in einem größeren Chor- und Orchesterwerk „Die singende Gemeinschaft des deutschen Volkes" zur Wirklichkeit geworden ist. Die bisher Hörer und Ausführende trennende Rampe wird dadurch überbrückt, daß die Hörer mitwirkend in das Werk eingeschlossen werden. Mutter und Kinder, Schwestern und Brüder, Bergarbeiter und Werkleute finden sich immer wieder in dem Bekenntnis: Deutsch ist die S a a r". Durch diese neue Form der Kantate bringt das ganze Deutschland dem deutschen Saarland singend seinen Gruß.
Um unseren Lesern die Möglichkeit zu geben, sich an diesem gemeinsamen Gesang zu beteiligen, geben wir im folgenden den Wortlaut des Saarliedes:
Deutsch ist die Saar, deutsch immerdar, und deutsch ist unsres Flusses Strand, und ewig deutsch mein Heimatland, mein Heimatland. :,:
Deutsch schlägt das Herz stets fonnenwärts, deutsch schlugs, als uns das Glück gelacht. Deutsch schlägt es auch in Leid und Nacht, in Leid und Nacht. :,:
Deutsch bis zum Grab, Mägdlein und Knab'! Deutsch ist das Lied und deutsch das Wort, deutsch ist der Berge schwarzer Hort, :,: der Berge Hort!
Reicht euch die Hand, schlinget ein Band um junges Volk, das deutsch sich nennt, in dem die deutsche Sehnsucht brennt, :,: Mutter, nach dir! :,:
Der Himmel hört's! Jung Saarvolk schwört's!
Laßt uns es in den Himmel schrein.
Wir wollen niemals Knechte sein!
Nie Knechte sein! :,:
Saardeutsche aus Lebersee eilen zur Abstimmung.
Mainzer Stadthalle, der die 6000 Führer und Führerinnen der Hitlerjugend, des Jungvolks und des Bundes deutscher Mädel beiwohnen. Ein Vorspiel „Kolonnen marschiert" von W. M. Mund, umrahmt den Fahneneinmarsch und leitet über zum Schicksalsspiel deutschen Führertums, „Der Orden der Zucht", das vom gleichen Verfasser für die Tagung geschrieben und von Hans Knab, Mainz, mit Kompositionen ausgestattet wurde. Anschließend spricht Stabsführer Hartmann Lauterbacher, um den Weg des Jahres 1935 aufzuzeigen, den die Hitlerjugend in gleicher Geschlossenheit und mit derselben unerbittlichen und kompromißlosen Energie wie im vergangenen Jahr als Bannerträger ’ erwachenden Deutschland gehen wird.
Eine Reichhabilitationsordnung.
Ser l in, 4. Jan. (DNB.) Der Reichsminister ■ für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat eine Habilitationsordnung ausgearbeitet, die für das ganze Reich einheitlich und maßgeblich ist und bereits am 13. Dezember m Kraft getreten ist. Das Wesentliche an dieser neuen Verordnung ist die Beseitigung der freien Privatdozentur. Dafür'wird'jedoch ein neuer akademischer Grad geschaffen, der jedem Doktor und jedem Lizentiaten 'offensteht, aber mit keiner Lehrberechtigung verbunden ist. Außerdem wird ein geschlossener Kreis von Lehramtsträgern geschaffen, die nicht Beamte sind, die vom Minister nach Maßgabe des Bedürfnisses ernannt, versetzt und abgesetzt werden können, und die „Dozenten" nicht mehr „P r i o a t d o z e n t e n" heißen.
Die Reichshabilitationsordnung zerfällt in zwei Teile: der erste handelt von der Habilitation, der zweite von der „Dozentur". „Habilitation" setzt den Doktor- oder Lizentiatengrad voraus und findet frühestens im dritten Jahr nach Studienabschluß statt. Sie erfolgt ohne Rücksicht auf den Bedarf an Lehrkräften. Sie erfordert eine Habilitationsschrift (von dxr ausnahmsweise bei besonderen wissenschaftlichen Leistungen anderer Art dispensiert werden kann) und eine wissenschaftliche Aussprache vor der Fakultät (Colloquium). Die Habilitationsschrift muß binnen Jahresfrist gedruckt werden. Zum Colloquium ist der Rektor zu laden; stimmt er mit der Fakultät überein, daß „der Bewerber sich über Fragen seines Fachs befriedigend auszusprechen vermag", so berichtet er an die Unter« richtsverwaltung, und wenn diese dem Urteil von Rektor und Fakultät zustimmt, so ermächtigt sie die Fakultät, die Habilitation auszusprechen. Der Bewerber erhält damit den Grad eines habilitierten Doktors, des „Dr. habil".
Dozent kann nur werden, wer.........
werden kann, d. h., wer alle die persönlichen Anforderungen des heutigen Staates erfüllt. Er muß habilitiert fein. Die Bewerber melden sich beim Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung
Unterredung mit dem Saarbevollmächtigten.
London, 4. Jan. (DNB.) Der Saarbevollrnäch- tlgte des Reichskanzlers, Gauleiter B ü r ck e l, erklärte einem Korrespondenten von Reuter zu der das Ausland besonders interessierenden Frage, was mit den Verteidigern d e s Status quo lm. Saargebiet nach dem 13. Januar geschehen wurde, daß das in Nom abgeschlossene Abkom - men selbstverständlich strikt befolgt würde, und daß die Vertreter des Status quo, die in den vergangenen drei Jahren im Saargebiet gelebt hatten, ob abstimmungsberechtigt oder nicht, d e n versprochenen staatlichen Schutz erhalten würden. „Wir haben auf jeden Fall", erklärte Bürckel, „nicht die leiseste Absicht, internationale Komplikationen um eines Matz Brauns willen heraufzubeschwören" Bürckel betonte anderseits, daß Leute wie der frühere Reichstagsabgeordnete »Jmbusch, die weder seit drei Jahren tm Saargebiet gelebt hätten, noch abstimmungsberechtigt seien, aber trotzdem gegen Deutschland gehetzt hätten, erwarten müßten, wegen Landesverrat a n g e f I a g t zu werden, wenn sie es nicht verzogen, nach dem 13. Januar dem Saargebiet den Rücken zu kehren. „Es war nicht unser Fehler, daß das Saargebiet eine Arena für politische Desperados wurde. Unglücklicherweise hatte der Völkerbund nichts dagegen, daß Leute sich in die Abstimmung einmischten, die gar ^/chts mit i h r zu tun hatten. Es ist nun auch Aufgabe des Völkerbundes, für diese Leute, die nach dem 13. Januar das Saargebiet zu verlassen wünschen, ein Unterkommen zu finden.
Die deutsche Regierung lege Wert darauf, ein neues Kapitel an der Saar zu beginnen und Die Vergangenheit als abgeschlossen zu betrachten. Deutschlands Gesetze würden stufenweise im Saar- gebiet eingeführt werden und zwar als erstes die sozialen Ar beitsge setze. Scharf wandte sich Bürckel gegen die Unterstellung, als erfüllte em Teil der saarländischen Polizei nicht neutral ihre Pflichten. Als ordentliche Deutsche fühlten sie natürlich deutsch, ebenso wie ein englischer Polizist englisch fühlt. Aber die Tatsache, daß als Poli- Zei Offiziere im Saargebiet Emigranten tätig seien, fei eine gefährliche Herausforderung der Einwohnerschaft. Die Propaganda der Separatistenfront sei unehrlich- denn sie verschweige die Tatsache, daß, abgesehen von der vagen Möglichkeit einer wer weiß wann stattfindenden zweiten Abstimmung, ganz andere Lösungen vorbereitet werden könnten, welche die Gefahren für den Frieden erhöhen müßten. „Wie das ganze deutsche Volk, so wollen auch die Saarländer nach so vielen Jahren endlich Frieden, und zwar einen dauerhaften Frieden.
Die Durchführung der Saarabstimmung.
Der Eindruck der Treuekundgebung.
Britische Pressestimmen.
London, 5. Ian. (DNB.-Funkspruch.) „Daily Mail" gibt einen längeren Auszug aus der amtlichen Verlautbarung über die Führerkundgebung in Berlin am Donnerstag wieder und schreibt, diese Versammlung sei in der Tat ein Triumph für die nationalfozialistische Partei. Der Berliner Berichterstatter der „Times" meint, im ganzen genommen dürfte die Veranstaltung eine heilsame Wirkung auf die außenpolitische Lage ausgeübk haben zu einer Zeit vor der Saarabstimmung, wo ein wirklich achtunggebietender Eindruck der Solidarität unter den Führern des neuen Deutschlands sehr wichtig sei. Der Einfluß dieser Kundgebung könne sich wohl noch lange über den 13. Januar hinaus auswirken.
Die Lebernahme der bayerischen Justiz durch das Reich.
München, 4. Jan. (DNB.) Mit einem feier» lichen Staatsakt wurde am Freitagmittag d i e Uebernahme der bayerischen Justiz durch das Reich vollzogen. Bei dem feierlichen Akt im festlich geschmückten Repräsentationssaal des Justizpalastes in München bat Reichsminister Dr. Frank den Reichsjustizminister in den bayerischen Juristen nicht Persönlichkeiten sehen zu wollen, die nur kraft des Zwanges eines Reichsgesetzes in den Bereich des Reiches eintreten, sondern treue Diener und Träger des Reichsgedankens und treue Repräsentanten der einheitlichen Rechtsseele des deutschen Volkes. Reichsjustizminister Dr. G ü r t n e r führte dann u. a. aus: Die Uebernahme bedeutet nichtdie Zentralisation der Justizverwal- tungsgeschäfte aufdie ober st e Reichsbehörde. Die Uebernahme bedeutet auch keine Lockerung der vertrauensvollen Zusammenarbeit der Landesjustizbehörden mit den politischen und parteimäßigenRe- präsentanten im Lande. Die Zusammenfassung der Länderjustizverwaltungen fall dazu führen, daß das künftige Reichsjustizministerium ein!
Aeuer Rechtsbruch des litauischen Gouverneurs. M e m e l, 4. Jan. (DNB.) In eingeweihten Kreisen war man sich klar darüber, daß die Litauer auch diesmal wieder die auf den heutigen Freitag anberaumte Sitzung des Memelländischen Landtages unter allen Umständen verhindern wollten, um b i e Regierung Bruvelaitis, die sich lediglich auf die kleine Minderheit von fünf litauischen Abgeordneten stützen kann, vor dem sicheren Mißtrauensvotum zu bewahren.
Der l i t a u i s ch e Gouverneur selbst eröffnete die Sitzung und griff mehrfach ein, obwohl er 'da z u nicht befugt ist. Auf die Frage des Gouverneurs, ob der Landtag beschlußfähig sei, erhob sich ein Abgeordneter der Landwirtschaftspartei und bat um das Work zur Geschäftsordnung. Während der Abgeordnete sprach, ergriff der Gouverneur die Präsidentenklingel und versuchte unter gewaltiger Anstrengung den Redner zu übertönen. Trotzdem konnte mau verstehen, daß der Abgeordnete Einspruch dagegen erhob, daß der Gouverneur mit Polizeigewalt die vier nachrückenden gA Ordneten am Betreten des Saa - les verhindert habe, obwohl nach dem Landtagswahlgesetz auf Grund der Listenverbindung der Landwirtschaftspartei diese vier, die an der vorgeschriebenen Zahl von 29 Abgeordneten fehlen, genau so gut Abgeordnete seien wie alle übrigen.
Ein Abgeordneter der Volkspartei verlas bann eine Erklärung, währenb ber Gouverneur erneut
2Ius Mitteln ber Frankfurter Künstlerförberung ift am Haufe ber Frankfurter Gewerbekasse in der , । Kalbächergasse, in dem der damalige Premierleutnant Detlev von Liliencron im Jahre 1871 wohnte, eine Gedenktafel angebracht worden. I Das Werk stammt von dem Bildhauer Karl Stock.
. t ,, ..., _ . . J drei Tage einer Woche verteilte Lehrprobe, der
wie zwei katholische Ordensschwestern aus her Rektor und Vertreter von Dozenten- und Stu- Ostafrika em. Es handelt sich um Saarlän - dentenschast beiwohnen. Der Rektor berichtet dar» der, die die wetten Neste nicht gescheut haben, um über an die Unterrichtsverwaltung. Der Bewerber ihrer vaterländischen Pflicht zu genügen. Die drei meldet sich zum Dienst im © em e i n f d) a f t s • faires mären vier Wochen, die Ordensschwestern lager und in der Dozentenakademie. drei Wochen unterwegs. lieber seine Bewährung daselbst wird von dem
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Srier nach Saarbrücken. Erteilung und Versagung ber Lehrbefähigung. Der Frage, ob ein Bedarf an Nachwuchs für Hochschullehrer besteht, kommt dabei ausschlaggebende Bedeutung zu. Die Lehrbefugnis gilt für sämtliche Hochschulen Deutschlands. Ein Wechsel der Hochschule ist aber nur mit Zustimmung des Reichsministers möglich. Er kann von diesem auch gegen den Willen des Dozenten angeordnet werden. Der Reichsminister kann die Lehrbefugnis jederzeit ent» Ziehen oder beschränken, wenn es im Universitätsinteresse geboten ist.
Die neue Habilitationsordnung ist am 13. Dezember in Kraft getreten. Sie ersetzt alle älteren Vorschriften und findet auf alle schwebenden Verfahren Anwendung, jedoch nicht für Bewerber, die nach den alten Vorschriften ihre Habilitationsschrift eingereicht und Gelänbesport und Dozentenakademie absolviert haben. Auch für sie aber und ebenso für alle schon Habilitierten gilt sinngemäß die neue Ordnung.
Stand eingebunden hatte, 18 Abgeordnete anwe. f)atte 6r fteUte'bem ®e anheim 3u beurteilen" send waren. Em Abgeordneter der Landwirtschaft-- w a s für - - - ------- ■ - • ' 'S“ oeurteuen,
partei fehlte, da er im Krankenhause darnieder
Die „Saarkantate" als Reichssendung.
Hamburg, 4. Jan. (DNB.) Hermann Erd-


