Ausgabe 
4.12.1935
 
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Mittwoch, 4-Dezember 1955

185. Jahrgang

Ur. 285 Erster Blatt

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5ranWam mai« 11688 Druck und Verlag: vrühl'sche llniverfitäts vuch- und Ztemdruckerei H. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel ö

Sietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

HaiZialien seine Ölversorgung sicherstellen können?

Gerüchte von einem Monopolvertrag mit der Standard Oil Company os IlewIersey, der bei Ausdehnung der Sanktionen in Krast freien sott.

Olympische Reise.

Die modernen Staaten haben wenigstens i n sportlicherBeziehu na dem zerrissenen Volke der Hellenen nachgestrebt. Wie sich in den olympi­schen Spielen die Griechen aller Stämme versam­melten, um fern der Politik dem friedlichen Kampf der Ringer und Springer, der Schnelläufer und der Pferde zuzusehen, wie der Olympione, der Sieger in diesem Wettstreit, in ganz Griechenland gefeiert wurde, und für diese Zeit die Waffen ruhten, ob­gleich sonst der Kampf aller gegen alle herrschte, so sind die modernen Völker seit der Wieder­erweckung der olympischen Spiele übereingekommen, alle nationalen Gehässigkeiten dem Sport fernzuhal­ten. Es soll nicht vergessen werden, daß gerade Deutsche wie Prof. D ö r p f e l d das alte Olympia ausgruben und sich hervorragend um die Wieder­erweckung der olympischen Spiele bemüht haben. Wenn wir auch nicht unsere Zeitrechnung nach Olympiaden gestalten wie die alten Griechen, die die Wiederkehr der Spiele, die alle vier Jahre er­folgte, ihrer Zeitrechnung zugrunde legten, so ist doch in allen Ländern das Jahr der olympischen Spiele ein Jahr großer Vorbereitungen. Ueberall werden die Ausscheidungskämpfe vorgenommen und nur die Vesten nehmen an diesem Kampf teil.

Zum erstenmal finden die olympischen Spiele i n Berlin statt. Unter dem Willen, das Volk ohne Unterschied des Standes und des Geldbeutels sportlich zu ertüchtigen, ist ganz Deutschland eine Sportnation geworden. Die Turner und Sportler, die jetzt zu einer Gruppe vereinigt sind und die Sportbewegung der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" haben in uns das Gefühl geweckt, daß nur eine körperlich durchtrainierte Nation sich siegreich im Kampf um die Arbeit und ihre Selbstbehauptung zu erweisen vermag. Wenn die Olmypiker der gan­zen Welt im nächsten Jahre nach Berlin kommen, werden sie staunen über die großzügigen Vorberei­tungen, die des Reiches Hauptstadt zur Olympiade machte. Ein ganzes olympisches Dorf ist entstanden, in dem die Kämpfer umgeben von Grün und Wasser sind. Gewaltige Anstrengungen wurden gemacht, um ihre Ernährung je nach den Lebensgewohnheiten der verschiedenen Länder zu sichern. Und die Hundert­tausende, die die Kämpfer begleiten, werden sehen, daß in Deutschland nicht nur Zucht und Ordnung herrscht, sondern auch der Wille, das gesamte Bild freundlich zu gestalten, und daß alle Teilnehmer an den olympischen Spielen mit reiner Herzlichkeit aus­genommen werden.

Der Haß und das Mißtrauen, diese häßlichen und vergiftenden Gefühle, durch die oft die Völker von­einander getrennt sind, schweigen im Sport. Der Reichssportführer v. Tschammer und Osten hat sich nicht nur bemüht, die deutsche Nation in sportlicher Beziehung zu einigen und kräftig zu halten, sondern er hat den olympischen Gedanken der Versöhnung weitergetragen. Er ist n a ch G r le­chen l a n d gereift und hat die Stätte des alten Olympia besucht, er fuhr nach Paris, um die deutschen und französischen Sportler aufzurufen, sich auch über ihre sportliche Betätigung hinaus zu ver­ständigen und er weilt gegenwärtig in London, um in diesem Geiste weiterzuwirken. Daß die Der- ständigungsbewegung zwischen den großen Natio­nen Europas erstarkt, dafür sind Beweise die Grün­dung des Comite France-Allemagne und der Anglo- German Fellowship. Diese deutsch-französischen und deutsch-englischen Gemeinschaften umfassen Per­sönlichkeiten, deren Namen einen guten Klang haben und die sich bemühen, den Ausgleich der ver­schiedenen Auffassungen zu pflegen und das gegen­seitige Mißtrauen zu beseitigen. Der französische Botschafter in Berlin, Francois Poncet, sagte kürzlich, es unterliege keinem Zweifel, daß ein Deutschland, das keine intellektuellen Beziehungen mehr zu Frankreich hätte, und ein Frankreich, das sich nicht mehr kümmert um das, was in Deutsch­land gedacht, geträumt, geschrieben und gedichtet werde, vermindert und verarmt dastehen würden. Eine geistige Autarkie eines Landes ist unmöglich. Wir stehen, aufnahmefähig für alle Aeußerungen fremden Geisteslebens, der Literatur und Kultur in aller Welt seit jeher besonders offen und haben geradezu den oft falsch verstandenen BegriffWelt­literatur" erfunden.

Diefe geistigen Bestrebungen, so umfangreich sie auch sein mögen, finden jedoch ihre beste Ergän­zung durch jene Männer, die auch in anderen Regionen als denen des Geistes den friedlichen Wettbewerb der Völker aufnehmen. Das sind die Scharen, die sich zu den olympischen Spielen ver­sammeln. Zu der geistigen Verständigung tritt dann die sportliche. Dieser Krieg um die höchstmögliche Vollkommenheit bringt die Nationen einander näher. So sind die olympischen Spiele des Jahres 1936, zu deren Vorbereitung sich auch die neuge­gründeten deutsch-englischen und deutsch-französischen Gesellschaften zur Verfügung gestellt haben, ein Ausdruck für den Verständigungswillen der Na­tionen.

Der Reichssportführer hat im Gegensatz zu den marxistischen Bestrebungen, den Sport zu politi­sieren, betont, daß in Deutschland der sport­liche Gedanke alle vereint habe und daß der Zweck dieser Leibesübungen darin bestehe, die Gesundheit, die Schönheit, den Kampfesmut und den Gemeinschaftsgeist der Deutschen zu stärken. Aehnliches meinte der Präsident des Comite France- Allemagne, Kommandant L'Hopital, als er sagte, die Vaterlandsliebe habe nicht ein Mißver­stehen anderer Länder zur Folge, sondern das Gegenteil. Die Reifen des Reichssportführers haben bei allen denen Beifall gefunden, die auch jenseits unserer Grenzen die Beseitigung des Dölkerhasses und die Herstellung eines echten Friedens erstreben. Das ist der schönste Lohn und Erfolg dieser olym- pischen Reise.

N e u y o r k, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Universal Service" meldet aus angeblich völlig zuverlässiger römischer Quelle, daß sich die Stan­dard Oil Company of New Jersey von der italienischen Regierung ein Monopol für Italiens Oeloersorgung während der nächsten 30 Jahre gesichert habe. Das Abkom­men solle in Kraft treten, sobald der Völkerbund gegen Italien das Oelausfuhrverbot be­schließt. Das Monopol fei von Mussolini persönlich gutgeheißen worden. Die Verhandlungen seien von W. B. H a w k i n s aus Genf, dem amerikanischen Vertreter der italienischen Tochtergesellschaft der Standard Oil geführt worden.

In dem Abkommen verpflichte sich die Standard Oil, die Oelbedürsnisse Italiens über d i e be­schränkten Mengen hinaus zu befriedigen, die aus Amerika unter Berücksichtigung der von Roosevelt verfolgten Oelpolitik, die Ausfuhr auf der Höhe von 19 3 4 z u halten, eingeführt werden können. Der Vertrag sehe ferner einen Kredit in Höhe von 300 Millionen Dollar an die Jtalo-American Oil Company, die Tochtergesellschaft der Standard Oil, und an die von der italienischen Regierung kontrollierten Oel- gesellschaftAgip" vor.

Der Vertrag sei ohne Wissen der ameri­kanischen Regierung abgeschlossen worden, und schließe nicht nur fremde sondern auch ameri­kanische Firmen vom italienischen Markte aus. Die Verhandlungen über die Form der italienischen Ent­schädigung für die Kreditgewährung seien angeblich noch in der Schwebe. Die Neutralitätspoli­tik der Vereinigten Staaten werde durch dcn neuen Vertrag n i ch t v e r l e tz t, da dieAgip" die von Amerika zugestandene Oelmenge nicht über­schreiten, sondern die zusätzlichen Oelmengen aus anderen Quellen beziehen will (Standard Oil- Konzessionen in Öftesten).

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Der Präsident der Standard Oil Company of New Jersey, Walter Teagle, bezeichnete obige Meldung alswidersinniges Propa- gandaslück" und erklärte, die Konzession wäre für seine Gesellschaft unannehmbar, selbst wenn die angeblichen Bedingungen erfüllbar seien.

Hoares pariser Besuch.

London, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ueber die n Paris im Gange befindlichen Friedensbemühungen agt der Pariser Berichterstatter derTimes", vieles )eute darauf hin, daß Laval Mussolini gegenüber feine Hoffnung aufirgend einen fran­zösischen Schritt gemacht habe, der die O e l- perre verhindern würde, falls nicht eine zlenberung der italienischen Haltung eintrete. Es sei noch nicht sicher, ob Laval und Hoare bei ihren Zu- ammentreffen in Paris eine von ihren Sachver- tänbigen, St. Quentin und Peterson, vereinbarte Verhandlungsgrundlage vorfinden wür­den. Man dürfe annehmen, daß England keine Vorschläge unterstützen werde, die Italien größere Vorrechte bieten, als der Kompromißplan der Pariser Dreimächte-Konferenz. Die britische Regierung begünstigte eine Regelung, die einen Gebietsaustausch zwischen Italien und Abessinien vorsehe. Italien würde einige nicht- amharische Gebiete vermutlich im N o r d o st e n er­halten und Abessinien einen Zugang zum Meer. Eine Abtretung abessinischen Gebietes, die eine Verbindung zwischen Eritrea und Jtalienisch-Somaliland Herstellen würde, habe keine Aussicht auf britische Zu­stimmung.

Daily Telegraph" erklärt, Pariser Meldungen, wonach zwischen dem britischen und dem französi­schen Sachverständigen eine Vereinbarung über die Grundlage eines Friedensplanes für Abes­sinien erreicht worden fei, der jetzt Mussolini unter­breitet werden solle, werden in London als ver­früht bezeichnet. Es heiße, daß die Sachverständi­gen mindestens noch eine Zusammenkunft haben müßten. Man hoffe jedoch, sie Erörterungen vor dem Eintreffen des britischen Außenministers be­endet zu haben. Bisher sei britischerseits nicht be­schlossen worden, sich an französischen Vorschlägen für Mussolini zu beteiligen. Dies bedeute aber noch nicht, daß es nicht im Laufe der nächsten Woche zu getrennten ober gemeinsamen Bemühungen der beiden Regierungen um die Beendigung der Feind­seligkeiten kommen werde.

Abessinien meldet Erfolge bei Makalle.

Italienische Abteilung zum Rückzug gezwungen.

Addis Abeba, 4. Dez. (DNB. Funkspr.) Wie von abessinischer Seite erst jetzt bekanntgegeben wird hat sich am 30. November in der Provinz lembien bei Salama, nordwestlich von Makalle, ein erbitterter Kampf Zwischen etwa 500 italienischen Soldaten und starken abessi­nischen Einheiten abgespielt. Die Italiener befanden sich auf dem Marsch in Richtung Carnae, als sie unvermutet von den in den Gebirgsschluchten versteckten Abessiniern unter Feuer genom­men wurden. Es entwickele sich ein stundenlan­

ges Gefecht, bei dem etwa 50 Italiener ge­fallen sein sollen. Die Italiener sollen bann schließlich zum Rückzug gezwungen worben sein. Auf abessinischer Seite will man nur 15 Tote festgestellt haben.

An ben Fronten im Narben unb Süben hat eine regere G e f e ch t s t ä t i g k e i t begonnen. Am Dienstagabend tarn es bereits zu einigen kleineren Vorpostengefechten vor Makalle. Die Abessinier zogen sich schnell zurück. Es kann mit ziemlicher Sicherheit behauptet werden, daß die Abessinier nicht nur a u f Makalle anrücken, sondern auch einen geeigneten Weg für einen Vorstoß überben Takazze-Fluß suchen.

ßonbon, 4. Dez. (DNB. Funkspr.) Die beutsche unb bie englische Fußballmannschaft wohnte am Dienstagabend einer V a r i e t e - V o r st e l - l u n g im Pallabium-Theater bei. Die erste Gruppe beutscher Fußballgäste traf heute früh um 5.30 Uhr auf ber Victoria-Station ein. Trotz ber frühen Morgenstunbe hatte sich eine Anzahl Perso­nen zur Begrüßung eingefunben. Um 4 Uhr mor­gens kam m Folkestone ein Dampfer mit ZOO Personen aus Köln, Düsseldorf und Krefeld an. Ein anderer Dampfer, der eine Gruppe aus dem Saargebiet brachte, traf aus Dünkirchen mit einftünoiger Verspätung um 6.30 Uhr in Folkestone ein. Er brachte auch zahlreiche französische Besucher mit.

Eine weitere Gruppe der insgesamt zehntausend Sportfreunde, die dem heutigen Fußballkampf bei­wohnen wollen, traf um 3 Uhr früh an Bord des DampfersPrinz Charles" aus Ostende ein. Fünf weitere Dampfer mit über 7000 Fahrgästen werden noch in Dover erwartet. Die Londoner Polizei hat umfassende Maßregeln für die Zu­sammenziehung der 350 Autobusse getroffen, die die deutschen Besucher nach der Ankunft aufnehmen werden, um ihnen vor dem Spiel eine kurze Be­sichtigung Londons zu ermöglichen.

Noch vor Tagesanbruch legte der DampferC o - lumbus" mit 1600 deutschen Fußballgästen an Bord am K a i von Southampton an. Das erste, was die Besucher erblickten, war ein 9 Me­ter langes Flaggentuch, das, mit einem Scheinwerfer beleuchtet, die Inschrift zeigte:Die Fußballfreunde Southamptons heißen die deutschen Fußballfreunde willkommen." Die englische Musik­kapelle an Land spielte das Deutschland-Lied und die englische Nationalhymne. Eine Gruppe von eng-

Englischer Flottenstützpunkt auf Lemnos?

Kairo, 3. Dez. (DNB.) Gerüchtweise verlautet, daß England den Hafen Mudros auf der griechi­schen Insel Lemnos im Aegäischen Meer a l s Flotten st ützpunkt übernommen habe. Damit hätte England nach Gibraltar und dem Suezkanal auch den dritten Ausgang aus dem Mittelmeer an den Dardanellen unter Kon­trolle, was für die sowjetrussische und rumänische Petroleumausfuhr durch die Dardanellen besonders bedeutsam wäre.

lischen Sportfreunden und Vertretern von Fußball­verbänden begab sich an Bord, um die Gäste zu be­grüßen. Die Gäste, unter denen sich 150 Frauen befinden, traten dann in drei Sonderzügen die Fahrt nach London an.

Während in London der Länderkampf ausge­fochten wird, soll in Southampton einin­ternationales Seemannswettfpiel" veranstaltet werden. An ihm wird die Besat­zung desColumbus" teilnehmen, der mehr als 1600 Besucher gebracht hat. Die andere Seite wird aus Seeleuten von Southampton gebildet. Die Fußballmannschaft desColumbus" ist bisher noch niemals geschlagen worden. Das Interesse in der Hafenstadt ist außerordentlich groß, der Bürgermeister selbst wird den Ball ins Feld stoßen.

In derDaily Mail" wird ein neuerlicher Protest bes Gewerkschaftskongresses mit Schärfe verurteilt. Das Blatt sagt:Die briti­sche Oeffentlichkeit begrüßt die deutsche Fußballmannschaft von Herzen und wünscht ihr ein ausgezeichnetes Spiel. Dieser Kamps erhält ein besonderes Interesse wegen des plumpen Versuches des Gewerkschaftskongresses, sein Zu­standekommen zu verhindern. Wer sind die Gewerk- schaftsleiter, bie sich so dumm und geschmack- l o s aufführen? Sie haben immer von ihrem groß­zügigen Kameradschaftsgefühl und ihrer internatio­nalen Stimmung geschwätzt. Aber wenn es sich um einen internationalen Fußballkampf handelt, wollen sie anscheinend nur Marxisten erlauben, auf britischen Sportplätzen zu spielen. Ihr Versuch, Sport und Politik miteinander zu vermengen, ist überall verurteilt worden."

Der Beamte im nationalsozialistischen Staat.

Eine Astede des Gauleiters in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 3. Dez. (DNB.) In einer großen Kundgebung des Amtes für Beamte fetzte sich Reichsftatthalter Gauleiter Sprenger mit dem Verhältnis der Beamten zu Partei und Staat auseinander. Der Beamte sei der Vertrauens­mann des Führers ebenfowohlwieder des Volkes. Jeder Beamte habe die Gelegen­heit, in die nationalsozialistische Gegenwart hinein­zuwachsen. Er dürfe sich niemals ausschliehen und müsse auch dafür sorgen, daß feine Kinder in der Hitlerjugend zum Nationalfozialismus erzogen wür­den. Beamter könne in Zukunft nur werden, der die Hitlerjugend vorbildlich durchlaufen habe. Die Partei behalte sich das Zustimmungsrecht bei Be­amtenernennungen vor. Dies fei bei der Justizver­waltung bereits durchgeführt, andere Ressorts wür­den folgen. Damit fei sichergestellt, daß künftig nur der Beamter werden könne, der willens fei, Natio­nalsozialist zu sein. Der Marsch der Partei und der Marsch der Staatsverwaltung seien eins. Alle Volks­genossen sollen Nationalsozialisten sein, also denen nachstreben, die als Kämpfer bewiesen haben, daß sie für das Volk sind. Die B eft e n der Volksge­nossen sollen, so will es der Führer, Parteige­nossen werden. Das kann immer nur eine Minderheit fein. Die Besten dieser Minderheit aber sollen zur Führung des Staates in feinen Aemtern berufen fein.

Anschließend behandelte er die Frage der Er­nährung des deutschen Volkes. Es fei kein Ge­danke daran, daß wir etwa einer Hungersnot ent­gegengingen. Mehl für schwarzes und weißes Brot und ebenso Kartoffeln feien im Ueber« flufj vorhanden, und das feien die Haupt­nährmittel, auf die es ankomme. Was fehle, fei nur ein gewisser Prozentsatz Fett. Aber hier sei die Frage zu stellen, ob wir lieber einen Ueber- f [u6 an Fett haben wollten oder die Sicher- stellung der Arbeitsmöglichkeiten durch Beschaffung der Rohstoffe, die für die Devisen gekauft würden, die man für das Fett nicht opfere. Jrn übrigen sei genügend Fett im Lande, daß die deutsche Hausfrau sich

so einrichten könne, daß die ausreichende Ernäh­rung der Familie gesichert fei. In einem Rückblick auf die Entwicklung Deutschlands und seine Neu­ordnung wies der Gauleiter auf die geniale Hand des Führers hin, die in alle dem Geschehen zu spüren und zu erblicken sei.

Erste Tagung des Landeskirchen- ausschuffes Kurheffen-Waldeck.

LPD. Kassel, 3. Dez. Montag oormittaa trat der vom Reichsminister K e r r I ernannte Lan­deskirchenausschuß für die Landes­kirche Kurheffen-Waldeck zu seiner ersten Tagung im Sitzungssaal des Landeskirchenamts zu­sammen. Nach einleitenden Worten des Oberlandes­kirchenrats Dr. Mahrenholz, des stellvertre­tenden Vorsitzenden des Reichskirchenausschuffes, hat der Landeskirchenausschuß zum Vorsitzenden Pfarrer D. Happich bestellt. Stellvertretender Vorsitzender ist Landgerichtsrat Dr. Fricke, Schriftführer Pfarrer Haupt.

Sv wie Gauleiter Sprenger am kommenden Samstag, 7. Dezember, 16.00 bis 19.30 llhr, an der Sauptwache in Frankfurt a. Al. für un­verschuldet darbende Volksgenoffen sammelt, sind im ganzen Gau zur selben Zeit führende persSnltchkeiten der AEDAP. und all ihrer Gliederungen, Beamte des Staates und der Gemeinden, die Vertreter der AeichSkultur- kammer (fiünflkr des Theaters, Sauptschrtfi- leiter, Musiker, Sänger usw.) als Sammler tätig und bekunden ihren Willen, das unselige Srbe der früheren Politik überwinden zu helfen

StarkesInteresse für den Fußballkampf Deutschland-England.

Tausende von Zuschauern vom Kontinent eingetroffen.-Internattonales See- mannswettspiel in Southampton. - Marxistischer Protest scharf zurückgewiesen.