Fußball der heimischen Mannschaften.
Fußball-Meisterschaftsspiele der Gauliga Nordhessen.
Das wichtigste Treffen der sonntäglichen Fußball-Meisterschaftsspiele im Gau Nordhessen war die Begegnung zwischen dem Gaumeister Hanau 93 und dem Altmeister Borussia Fulda, das die Hanauer zu Hause knapp mit 3:2 (3:1) für sich entschieden. Beide Vereine stehen nunmehr punktgleich in der Tabelle hinter Hessen Hersfeld und Germania Fulda auf dem dritten bzw. vierten Platz. VfB. Friedberg konnte durch einen neuen 3:0 (2:0)» Sieg über Spielverein Kassel feine Position weiter verbessern. Im Kasseler Lokalkampf kam 03 bei Kurhessen zu einem knappen 2:1 (2:0)-Erfolg, durch den 03 einen Rang nach oben rückte, während Kur- hessen Kassel auf den 7. Platz zurückfiel.
Der Stand der Fußballspiele in der Bezirkskiaffe.
1900 Gießen — Niedergirmes 2:0. Watzenborn-Steinberg — Dillenburg 3:3. Sinn — Frohnhausen 3:1.
Bissenberg — DfB.-R. Gießen 4:1.
In Watzenborn-Steinberg gelang es den Dillenburgern einen Punkt in einem sehr harten Spiele zu erringen.
Ueberraschend ist der klare Sieg der ©inner gegen Orohnhausen. Man hatte nicht erwartet, daß die rohnhäuser sich so eindeutig schlagen lassen würden. In Gießen sah man ein ausgeglichenes Spiel, Bissenberg setzte seinen Siegeszug fort.
Sp»elvereinigung 1900 gewinnt gegen Wetzlar-Niedergirmes 2:0 (2:0).
Dor einer stattlichen Anzahl Zuschauer wurde gestern auf dem Platz an der Liebigshöhe das Spiel der Liga der Spielvereinigung gegen die Mannschaft von Niedergirmes ausgetragen. Das Spiel endete mit einem glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Sieg der Gastgeber, der, genau besehen, Lippert zu verdanken ist. Die Gäste hätten mindestens ein Tor als Ergebnis ihrer Bemühungen erzielen müssen. Sie hätten es bei weitem verdient. Für die Spieloereinigung bedeutet der Sieg zwei sehr wertvolle Punkte.
Die Platzbesitzer traten mit folgender Mannschaft an: Fischer; Schäfer, Lippert; Herf, Heilmann, Mank; Dörr, Hammer, Jäger, Schalch, Henkelmann. Die Gäste hatten ihre stärkste Vertretung zur Stelle.
Im Spielverlauf mußten die Blauweißen schon in den ersten Minuten erkennen, daß gegen diese Elf nicht im Handgalopp zu siegen war. Die Nieder- airmeser spielten in den ersten 20 Minuten feldüber- fegen, trugen manchen gefährlich aussehenden Angriff vor das Tor der Gastgeber, vermochten sich aber in den entscheidenden Situationen nicht durchzusetzen. Obwohl die Gäste überlegen spielten, war es den Blauweißen vergönnt, in der 15. Minute den ersten Erfolg zu erringen. Nach einem kurzen Geplänkel, unmittelbar vor dem Tor der Gäste, konnte Henkelmann den Ball eindrücken. Die Gäste kämpften forsch und unentmutigt weiter. Immer wieder warfen sie ihre Stürmer nach vorne. Fischer bekam einige Male gefährliche Bälle zu halten. Er hielt mit großer Sicherheit. Andererseits griff Lppert verschiedene Male in einer geradezu blendenden Manier ein. Allgemein fiel die Ruhe auf, mit der er arbeitete. Die Gäste vergaben dann zwei zwingende Chancen. Die Unsicherheit des Gästesturmes war offenbar. Die Blauweißen gewannen in der Folge durch die Initiative Heilmanns, der den Sturm mit guten Vorlagen immer wieder nach vorne riß, an Boden, und der gegnerische Tormann mußte eingreifen. Einige Male stand ihm das Glück zur Seite. Andererseits war auch die Verteidigung Der Gäste sehr auf dem Posten und entledigte sich geschickt ihrer Aufgaben. Weitere Erfolge biteben en Platzbesitzern unter diesen Umständen zunächst auch versagt. In einem prächtigen Feldspiel wurden die Zuschauer Zeugen guter Kombinationszüge auf beiden Seiten Erst wenige Minuten vor Halbzeit konnte Dörr das zweite Tor für 1900 schießen. Bei 2:0 sollte es bleiben.
War der Kampf schon während der ganzen ersten Hälfte in einem- schnellen Tempo geführt worden, so hielten beide Mannschaften das Tempo auch nach der Pause durch. Der Kampf nach der Pause gestaltete sich aber sehr ausgeglichen. Auf beiden Seiten wurden immer wieder Torchancen heraus- gearbeitet, aber — nicht verwertet. Die aufopfernd
arbeitenden Verteidigungen wußten jeden Erfolg zu verhindern. Allerdings, die Gäste hätten in der zweiten Halbzeit zwei Tore schießen können, wenn nicht beide Male Lippert den schußbereiten Stürmern im letzten Sekundenbruchteil den Ball von den Füßen geschlagen hätte. Sein rascher entschlossener Start in beiden Fällen rettete den Gießenern die Punkte. So blieb es denn beim 2:0 und beim Sieg der Platzmannschaft.
Der Kampf wurde erfreulich fair ausgetragen. Die Gäste überraschten mit ihrem sorgfältigen Kombinationsspiel, mit ihren flachen Ballabgaben, die jeweils sehr genau an den Mann kamen. Hier waren die Gäste fast etwas besser wie die Einheimischen. Einen ausgezeichneten Mann hatten sie in ihrem Mittelläufer zur Verfügung. Der Sturm zeigte allerdings nicht die geschlossene Leistung, die genügt hätte, um die Verteidigung der Gießener zu überwinden.
Bei den Blauweißen überragte, wie schon erwähnt, Lippert. Er mar der beste Mann auf dem Platze. Schäfer, an Zeilers Stelle, ließ sich sehr gut an. Fischer im Tor war sehr sicher. Die Läuferreihe arbeitete gut zusammen. Im Sturm herrschte nicht das völlige Einverständnis untereinander. Gleichwohl waren sie alle auf dem Posten.
Wenn auch die Gäste sehr guten Fußball zeigten, so entscheiden doch die Tore — der Sieg der Spielvereinigung war deshalb nicht unverdient. Man hätte dem Spiel eine bessere Leitung gewünscht.
28f8.=2R. verliert in Biffenberg.
Die erste Mannschaft wurde in Bissenberg mit 4:1 Toren geschlagen. Dieses Spiel war nur in der ersten Halbzeit interessant. Die Bissenberger spielten den Fußball, den man von ihnen erwartete. Sie waren sehr schnell und auch wuchtig und verrieten auch im Nahkampf eine große Härte, ohne unfair zu sein. Die Gießener Mannschaft hatte ihre besten Leute in der Läuferreihe und in der Hintermannschaft. Ein großes Spiel lieferte auch der erstmalig wieder mitwirkende Lehrmund. Große Schwächen verriet diesmal wieder der Sturm.
Bissenberg hatte Platzwahl und spielte erst auf dem abfallenden Platze bergauf. Beide Mannschaften fanden sich sofort. In der 25. Spielminute fiel das Tor für die Gäste. Lehrmund wehrte einen Angriff des rechten Flügels ab, gab den Ball zu Knauß, der steil durch die Verteidigung den Ball Heß vorlegte. Diesem gelang es, den Ball von der Linie schräg bis zu Szpomck zu flanken, der, vor dem Tore stehend, den Ball entschlossen eindrückte. Das Spiel wurde zusehends härter. Kurz vor Halbzeit wehrte Haas einen scharf geschossenen Ball ab. Der startende Bissenberger Mittelstürmer trat aus nächster Entfernung Haas vor den Kopf, so daß dieser besinnungslos vom Platze getragen werden muhte. Leutheuser I. ging ins Tor, und es gelang ihm bis zur Halbzeit weitere Erfolge des Gastgebers zu verhindern.
Nach Wiederbeginn sah man verteiltes Spiel im Mittelfeld. Die Gastgeber versuchten mit allen Mitteln, den Ausgleich zu erzwingen. Ein plötzlicher Angriff der Bissenberger, der Mittelstürmer schoß aufs Tor, Haas faustete den Ball an die Latte und fing ihn wieder. Der Schiedsrichter entschied Tor. Ein erneuter Angriff der Bissenberger von links folgte, der Ball kam zu dem klar in Abseits stehenden Halbrechten, der aufs Tor schoß. Hauptfeld wehrte den Ball mit der Hand, und als der Schiedsrichter Elfmeter entschied, muhte Hauptfeld, der sich hiermit nicht einverstanden erklärte, vom Platze. Der Elfmeter wurde verwandelt. Die Gießener drehten noch einmal mächtig auf, mußten sich aber, nachdem Szponick bei einem Zusammenprall sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte, endgültig geschlagen bekennen. Trotz oer zahlenmäßigen Ueberlegenheit drückten sie noch einmal mit aller Kraft. Ein plötzlicher Vorstoß des Gastgebers und es stand 3:1. Einen verwirkten Strafstoß nutzten die Bissenberger zum vierten Tore aus.
VfV.R. III — Watzenborn-Steinberg II 2:0.
Die Gießener siegten in einem schönen und auch fairen Spiel über Die guten Steinberger verdient.
Biffenberg 1. Jugend — VfB.-R. 1. Jugend 1:3.
Die erste Jugend lieferte in Bissenberg gegen den Tabellenführer der Gruppe Wetzlar ein großes Spiel. Sie waren den Gastgebern sowohl an Schnelligkeit als auch an Spielauffassung überlegen. Wenn sie nur mit 3:1 siegten, so lag bas daran, daß man gezwungen war, nur 2 mal 20 Minuten zu spielen.
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Vornan von Frank F. Braun.
2 Fortsetzung Nachdruck verboten!
Bassenberg zuckte die Achseln. „Gegen diese Gartendiebe gibt es keinen Schutz. Hat man einen Hund, so vergiften sie ihn und stehlen die Blumen doch. Der Kerl macht heute nacht wahrscheinlich in Sankt Pauli ein gutes Geschäft mit meinen Rosen. Die hellen Bengalen waren gerade aufgegangen."
Farrenkorn meinte schnaufend: „Der Mann, den ich beobachtete, wollte keine Blumen, das sage ich dir."
„Was wollte er?"
„Da fragen Sie mich zuviel, Herr Zerni". Farrenkorn stand wieder auf. „Gute Nacht", sagte er. „Äann ich gleich durch den Garten gehen?"
Zerny öffnet ihm die Tür zur Veranda. Farrenkorn stand noch einen Augenblick bei Bassenberg. ,/fiena ist schon zur Ruhe gegangen?"
„Ja, vor kurzem". Der Rechtsanwalt ging. „Das ist gut", sagte er, ,dann ist wenigstens nach hinten heraus in eurem Schlafzimmer auch Licht. Wenn wirklich jemand einbrechen wollte, wird es ihn verscheuchen."
„Du siehst Gespenster!"
Farrenkorn drehte sich in der Tür nochmals um. „Der Mann war aus Fleisch und Knochen", sagte er trocken. Zerny schloß mit einer Verbeugung die Tür hinter ihm.
„Soll man etwas unternehmen?", meinte der Konsul zögernd.
Der Sekretär lächelte und schüttelte den Kopf. „Das Personal ist noch auf, Herr Konsul. In das Haus wird sich niemand wagen. Wenn Sie wünschen, gehe ich einmal durch den Garten."
Der Konsul wehrte ab. „Das tut ja nun Doktor Farrenkorn schon. Spielen mir unsere Partie erstmal zu Ende".
Sie nahmen wieder Platz. „Gardez , sagte Zer» ni), Ihre Dame ist sehr bedroht, Herr Konsul. Ja, Ich glaube fast, sie ist verloren." Er lächelte erfreut. Er hatte keine Ahnung von der unheilvollen Prophetie seiner Worte.
In dieser Minute geschah es.
Basilius und Jolly waren schon seit Einbruch der Dunkelheit auf der Lauer. Sie beobachteten durch das Fenster — selbst im Dunkel und gedeckt —, wie Frau Lena Bassenberg sich von den Männern verabschiedete.
Jolly behielt den Beobachtungsposten im Vordergarten bei. Er hatte dafür zu sorgen, daß der Konsul seiner Gattin nicht zu bald in das Schlafzimmer folgte. Zur Not mußte er die Männer in den Garten locken und aufhalten.
Basilius entfernte sich. Er hatte das Haus gut ausgekundschaftet. Bestimmt würde er hineinkommen. Das Schlafzimmer des Ehepaares lag nach hinten heraus im ersten Stock. Er umschlich das Haus. Das matte Licht der verhängten Fenster gab ihm die Richtung.
Hier im Garten war er ganz sicher. Von der Straße aus konnte ihn niemand beobachten. Trotzdem näherte er sich vorsichtig, auf Überraschungen gefaßt, dem Haus.
Alles blieb still.
Würde diese Hintertür ihm Schwierigkeiten bereiten? Er war seiner Sache nicht ganz gewiß. Aber sein Material war erstklassig. Die Tür öffnete sich, als sei sie soeben geölt worden. Basilius trat ein. Er stand im Korridor zur ebenen Erde.
Aus dem Kellergeschoß klang Stimmengewirr. Zwei, drei Hausangestellte und der Diener waren noch beschäftigt. Er brauchte nicht einmal besonders leise aufzutreten. Kein Fußboden knarrte. Den Flur deckten Steinsliesen, auf die seine Gummisohlen lautlos wie Katzenpfoten traten. Sichernd stieg er die Treppe in den ersten Stock. Er war sich klar: wurde er jetzt auf dem Wege zu Lena noch erwischt, war er ein Einbrecher. Diese Überlegung beschleunigte seine Schritte. Oben angelangt wußte er sofort die richtige Tür zu finden. Dies mußte das Schlafzimmer fein.
Er pochte nicht an, sondern drückte einfach die Klinke herab; sie gab nach, und er trat ein. Rasch zog er die Tür hinter sich wieder zu.
„Guten Abend" sagte er, und seine Stimme klang ganz ruhig.
Die Frau fuhr herum. Sie hatte vor dem Frisierspiegel gesessen. Ihr Kimono flatterte. Mit fassungslosem Gesicht starrte sie den Eindringling an. Ihr Mund öffnete sich zu einem Schrei, aber der Ton
Die brüte Jugend verlor gegen Launsbach verdient. Die Gäste waren hier den nur mit zehn Mann spielenden Gießenern überlegen.
Die Schülermannschaft spielte gegen Garbenteich unentschieden 2:2.
Daubringeu 1 — Rüddingshausen I 6:3.
Am Sonntag weilte die erste Mannschaft Rüd- dingshausens, begleitet von einer großen Anzahl Anhänger zum fälligen Verbandsspiel in Daub- ringen. Beide Mannschaften führten bisher ungeschlagen die Tabelle an, so daß die Vorentscheidung zur Meisterschaft fallen mußte. Daubringen blieb mit 6:3 Sieger
Nach dem Anpfiff Drängte sofort Rüddingshausen und suchte anfangs schon die Entscheidung zu erreichen. Die Verteidigung und die Läuferreihe von Daubringen wehrten jedoch sehr gut ab Nach zehn Minuten kam jedoch der Angriff der Gastgeber in Schwung und schoß innerhalb weniger Minuten zwei Tore. Rüddingshausen kämpfte unverdrossen weiter, mußte sich jedoch bis zur Halbzeit noch zwei weitere Tore gefallen lassen. Erst nach einer Verletzung des Tormanns von Daubringen holte der Sturm ein Tor auf. Nach der Pause war der Tormann der Gastgeber nur noch Statist und konnte nur unter Aufbietung aller Kräfte das Tor hüten. Rüddingshausen kam' dadurch zu zwei Toren. Die Platzbesitzer verteidigten nun stärker und konnten im Endspurt trotzdem noch zwei Tore schießen. Das Spiel begeisterte alle Zuschauer.
Die Zwischenrunde um den Bundes-Fußballpokal.
Die drei Zwischenrundenspiele um den Fußball- Bundespokal am ersten November-Sonntag brachten einen sicheren 5:2- (1:2=) Sieg des Gaues Südwest über Niedersachsen, einen 3:0-Erfolg Der Bayern über Den Gau Mittelrhein unD eine hohe 3:7- Schlappe Des Gaues BaDen bei den Sachsen in Dresden.
Handball für die Winterhilfe.
Die Ergebnisse der Spiele im kreis 8 (Lahn-Dill).
Dorlar — W.-Niedergirmes 5:13 (1:6); Dutenhofen — Allendorf (Lahn)-Münchholzhaufen 9:11 (6:5); Heuchelheim — Atzbach 6:12 (3:4); Lützellinden — 1900 Gießen 7:13 (2:6); Holzheim gegen Hausen-Garbenteich 7:8 (5:4); ©rüningen — Hau- sen-Garbenteich-Lich 6:3 (3:2); Hochelheim — Horns- heim-Groß-Rechtenbach 9:5 (2:2); Dutenhofen Jgd. gegen Allendorf (Lahn) Jgd. 14:3 (8:2); Katzen- furt I — Katzenfurt AH. 14:5 (5:3); Katzenfurt Jgd. gegen Herbornseelbach Jgd. 7:2 (4:0).
Hauptversammlung des Gießener Eisvereins.
Die heute abend ftattfinDenDe Versammlung ist gegenüber den in früheren Jahren von besonderer Bedeutung, weil durch die Umgestaltung der Platzanlage völlig neue Gesichtspunkte zur Verhandlung stehen. Sie reiht sich insofern an die Versammlung von vor vier Jahren an, in Der Der Bau Des Sport-
Die Jagd in
Novemberjagd! Der Wald trägt sein schönstes Kleid. Wie lauteres Gold leuchtet das Herbstlaub Der Buchen im Lichte Der Mittagssonne, ernst unD Dunkel stehen Fichten unD Kiefern Daneben. Büchsenschuß und Flintenknall, Das Geläut Der HunDe unD der Ruf des Jagdhornes, die schönste Melodie für das Weidmannsohr, die den Jäger wünschen läßt: „O könnt' es Herbst im ganzen Jahre bleiben, bas wär' es, was mein Herz begehrt!"
Im R o t w i l d r e v i e r ist der Abschuß Der starken Hirsche, soweit er in Diesem Jahre überhaupt gestattet war, beenDet. Abschußhirsche unD vor allem Kahlwild bilDen Den GegenstanD Des Jagens. Wer Den eDlen Hirsch Der deutschen Wildbahn erhalten will, der muß mit allen Mitteln danach streben, den Bestand an KahlwilD entsprechen!) seinem Abschußplan herabzusetzen. Nur so werben RotwilD unD Forst- unD Landwirtschaft auf Die Dauer neben» einanDer bestehen können. ,
Die Brunft Des DamwilDes, für Dessen Jagd ähnliche GrunDsätze gelten wie für Die Des Rot- roilDes, ging zu Ende.
Der R e h b o ck hat Schonzeit/ starke Bocke werfen ab. Zur Jagd freigegeben sind nur weibliche Stücke und Kitze beiderlei Geschlechtes. Der Jäger wird gut tun, die noch bevorstehenden acht Wochen
Häuschens beschlossen wurde. Wie Der Verein mit diesem Bau Der Gießener Bevölkerung einen angenehmen Aufenthalt an Der Eisbahn schaffen wollte, so mirD er auch jetzt bemüht sein, Die neue Anlage in einwandfreier Herrichtung den Eissport- treibenden zugänglich zu machen. Auch dem Rollschuhsport wird eine eingehende Aussprache gewidmet sein, Da nunmehr Der Verein während des ganzen Jahres seinen Mitgliedern sportliche Betätigung bieten kann. Neben diesen, Die Sporttreibenden besonders angehenden, Punkten der Tagesordnung werden natürlich noch die üblichen Berichte, Wahlen und dergleichen erfolgen.
Kurze Sportnotizen.
Das Schweizer Olympische Komitee fc-’aann nm Freitaaabend in Zürich feine Herbstsitzung. Nach Exz. Lewald, Der über Den Vormarsch uvd uii)mpi|O)en Gedankens besonders in Deutschland und über Die technischen Vorbereitungen für Die Spiele sprach, hielt Der GrünDer Des moDernen Olympia, Baron de Coubertin, eine bedeutungsvolle Ansprache. Nach einem Rückblick auf das Werden Des modernen Olympia gab er unter starkem Beifall seiner Meinung über Olympia 1936 Dahin AusDruck, Daß sowohl in Garmisch-Partenkirchen als auch in Berlin Die Olympischen Spiele einen grandiosen, durchschlagenden Erfolg haben würden, *
I m Kampf um den Vereins-Pokal spielten in Mannheim vor 8000 Zuschauern der AfR. Mannheim und VfL. Benrath. Die Benrather errangen einen knappen 3:2-Sieg und qualifizierten sich Damit als achter Verein für Die nächste Runde.
Bei einem RaDball-Turnier in Zürich, Das eine sehr gute internationale Besetzung aufzuweisen hatte, ging Das Weltmeisterschaftspaar Schreiber-Blersch (Frankfurt a. M.) als Sieger hervor. Auf Dem zweiten Platz endeten Die bekannten Schweizer OsterwalDer-Gabler (St. Gallen).
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I n Karlshorst fanben am Sonntag Die letzten PserDerennen Der diesjährigen Karlshorster Saison statt. Im Mittelpunkt stand ein Parforce- JagDrennen, Das von Oblt. von Both auf Jubel vor Horos unD Inga gewonnen wurde.
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Sin Hallen-Handball-Turnier fand am Samstagabend in Mainz statt. Im Beisein von 2000 Zuschauern wurde die Frankfurter Sportgemeinde Eintracht Turniersieger. Im Endspiel schlugen die Frankfurter die TSG. Sprendlingen mit 9:1 Toren.
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I n Berlin siegte eine Städtemannschaft Der Reichshauptstadt vor 20 000 Zuschauern über eine Vertretung Oslos mü 2:1 (0:0) Toren.
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Schweiz unD Norwegen ftanDen sich in Zürich vor 25 000 Zuschauern in einem Fußball- Länderkampf gegenüber. Die Schweizer zeigten Die etwas bessere Gesamt-Mannschaftsleiftung unD siegten oerDient mit 2:0 (0:0) Toren.
i November.
balD zum Abschuß Des weiblichen WilDes im Rahmen seines Beschußplanes zu benutzen. Schlechtes Wetter unD kurze Tage, Dazu die Inanspruchnahme durch Treibjagden können ihm sonst Schwierigkeiten bereiten. Es wird aber von feiten Der oberen Jagd- behörDen mit allem NachDruck verlangt, Daß Der vorgesehene Abschuß auch erfüllt wirb. SchulDhafte Nichterfüllung kann für Die betreffenDen Revierinhaber unangenehme Folgen haben.
Das SchwarzwilD ist feist. Seine Durch Die schneelosen Winter Der letzten Jahre beDingte stärkere Vermehrung unD Ausbreitung läßt seine Be- jagung bei jeDer sich bietenDen Gelegenheit, vor allem bei Schneefall, zur Notwendigkeit werben.
Des Hasen gute Zeit ist vorüber, benn nun setzen bie Walbtreiben ein, bei benen Mümmelmann Das HauptwilD bilDet.
Die Zierde Der WalDstrecke aber ist immer wieder der Fuchs, der rote Freibeuter, dessen Balg
Schlecht gelaunt, nervös ?
. .auf Kaffee Hag umstellen!
kam nicht heraus. Entsetzt preßte sie Die Faust vor Die Zähne.
Hatte sie Den Mann erkannt oDer hielt sie ihn einfach für einen Einbrecher? Ihre Augen weiteten sich unnatürlich. Sicherlich war ihr jeder Weg zu einer Flucht abgeschnitten, aber sie tat nicht einmal eine Beweaung danach.
Um Basilius' Mund legte sich ein Lächeln, Das nicht in sein Gesicht paßte. „Ich brauche mich wohl nicht mehr vorzustellen, Frau Konsul Bassenberg?" meinte er, spöttelnD Die AnreDe hervorhebenD. „Alte Liebe rostet nicht. Du hast mich gleich erkannt? Das ist gut; es vereinfacht Den Fall wesentlich."
Sie versuchte sich zu beherrschen. Ihr Herz saß im Halse unD pochte hämmernD. Sie mußte sich hinsetzen. Die Knie versagten Den Dienst.
„Um Gottes willen", sagte sie, unD noch einmal ganz zwecklos: „Um Gottes willen ..." Sie nahm Die HanD vom Gesicht, aber ihr Körper bebte so, daß sie Die Fäuste ballen mußte, mit beiben Händen einen imaginären Halt packend.
Basilius' Lächeln breitete sich aus. „Ich begreife Deine Ueberraschung. Wir haben uns zwölf Jahre nicht gesehen." Er trat einen Schritt näher. Sein Blick überprüfte sie abschätzend. „Du hast dich zu deinem Vorteil verändert, wirklich; wer hätte das damals gedacht. Damals warft du zu mager."
Die Frau kam zu sich. Diese Worte, anmaßend und zynisch, empfand sie wie eine geistige Besitzergreifung. Sofort wehrte sie sich. Er rührte an ihren Stolz.
Ein fremder Mensch, fremd geworden, seit langem und längst vergessen, wollte wie selbstverständlich eine Beziehung neu knüpfen, an die sie sich kaum jemals noch erinnert hatte. Ihr lag eine knappe Hinausweisung auf der Zunge, sie war bereit, die Bewegung nach der Klingel zu tun und Hilfe herbeizurufen, — da sah sie fein Gesicht.
Es war noch dasselbe Gesicht, das sie gekannt hatte. Die gleichen kalten und harten Züge, der böse Blick. Und noch etwas kam hinzu: ein Zug von Entschlossenheit stand um feinen Mund, der sie erschreckte und warnte.
Sie verstand ganz plötzlich. Ihre Lage wurde ihr klar. Ein neuer Schreck überfiel sie. Der dort war nicht gekommen, um' alte Verbindungen aufzugreifen, weil es sich just so fügte. Der dort wollte etwas von ihr; und daß es nichts Gutes fein würde, was
fein Auftauchen für sie brachte, bewies ihr die Art feines Eindringens. Basilius scheute den geraden Weg durch eine Tür, die ein Diener geöffnet haben würde. Er kam nachts, er schlich sich ein.
„Was willst du von mir?", stieß sie heraus. Ihre Stimme klang heiser. „Du kannst hier nicht bleiben. Jeden Augenblick muß mein Mann kommen. Wie kamst Du herein?"
Er tat eine Gebärde, die sie beruhigen sollte. Selber schien er vollkommen erregungslos. „Viele Fragen. Zunächst, sei ohne Sorge; Der Konsul kommt vorläufig nicht heraus."
Dabei verzog'sich sein MunD höhnisch. „Du könntest ihn ja auch einfach roieDer hinausschicken. Da Dein Mann bei Dir ist."
Sie spürte, wie sie zusammensank, aber mit einer Willensanstrengung hielt sie sich aufrecht. „Was sprichst Du! Du bist nicht mein Mann! Weißt Du nicht, Daß ich roieDer geheiratet habe!"
„Doch", sagte er. Sonst nichts. Aber sie begriff.
„Was willst Du von mir?" fragte sie nochmals. „Mich erpressen? Das roürDe Dir ähnlich sehen!"
„Du machst Da einen Vorschlag", sagte er und beenDefe Den Satz nicht, sah sie nur finnenD an.
Sie stanD vor ihm. „Geh jetzt!", rief sie. „Laß mich in FrieDen. Ich habe nichts mehr mit Dir zu schaffen."
Er rührte sich nicht von Der Stelle. UnoerroanDt fa^ pr siv an.
Der Blick brachte sie mehr unD mehr auf. „Ich war Deine Frau, ja! Ich muß verrückt gewesen fein. Daß ich Damals einwilligte. Du hast mich überrumpelt. Das war immer Deine Art!"
Ruhig unterbrach er ihre Hast. „Es war eine Kriegstrauung", sagte er, „aber es ist alles orDent- lief) unD nach Dem Gesetz vor sich gegangen. Das streitest Du wohl nicht ab? Ich hätte sonst natürlich alle Beweise bereit."
Sie fuhr auf. „Beweise? Gar nichts nützen sie Dir! Warum kamst Du 1918 nicht zurück, als alle anDeren SolDaten heimkamen? Ich habe zwei volle Jahre gewartet. Man hat Dich für verschollen erklärt."
„Sieh an." Er pfiff Dünn durch die Zähne. „So klug warst du. Hast du auch meine Briefe vor» gelegt, die ich dir in der Zeit aus Rußland schrieb?*
„Ich habe keine Briefe von dir bekommen." (Fortsetzung folgt!)


