Ausgabe 
4.11.1935
 
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Nr. 258 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen)

Montag, 4-November [935

SA., SS. und NSKK sammeln für das WHW.

Rund 20000 Abzeichen verkauft.

Die Wehrmacht opfert ihre Spende. (Ausn. [4p. Photo-Pfaff, Gießen.)

Standartenführer (rechts) und Sturmbannführer (links) beim Sammeln.

Die Mädels vom BDM. fehlen nicht bei der Spende.

Gemeinsam wird das Opfer-Zeichen angesteckt.

Aus der Provinzialhauptstadt

Die erste Straßenschlacht im Dienste des Winter­hilfswerks ist geschlagen Wie bei der bekannten Opferfreudigkeit unserer Gießener Bevölkerung nicht anders zu erwarten war, ist die Geldsammlung zu einem schönen und starken Erfolg für das WHW. geworden. Träger dieses friedlichen Kampfes gegen hunger und Kälte mit den Sammelbüchsen und den Spendeplaketten waren die Männer unserer Gieße­ner SA., SS. und NSKK. In vorbildlichem, opfer­bereitem Einsatz erfüllten sie ihre Aufgabe mit einer Unermüdlichkeit und mit einer Umsicht, die der Größe ihres Auftrages würdig waren

Deutsche Arbeitsfront.

Abteilung für Arbeitsführung und Verufserzlehung in der kreiswaltung Gießen.

Die neuen Winterübungspläne der Ab­teilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der DAF. sind erschienen und können von den Angehörigen aller Berufsgruppen in der Ge­schäftsstelle Gießen, Lonystrahe 18, Zimmer 10, oder Schanzenstraße 18, Vorderbau, Zimmer 7, ein­gesehen bzw. in Empfang genommen werden.

Am gestrigen Sonntag wurde schon vom zeitigen Vormittag ab der Sammelfeldzug fortgesetzt. Bis weit in den Nachmittag, ja gegen Abend hinein erstreckte sich diese vorbildliche Tätigkeit unserer SA.-, SS.- und NSKK.-Männer. Unermüdlich ging es auch jetzt wieder in allen Straßen zu. Wo nur irgend eine Aussicht zur Erlangung einer Opfergabe sich bot, wurde bereitwilligst die Sammelbüchse hingehalten, mit freundlichem' Wort und nicht minder freund­lichem Lächeln der Anreiz zum Spenden erhöht, und wenn man Kameraden, Freunde oder Bekannte traf, so wurde nicht gezögert, ihnen zu dem be­reits erworbenen Spendeabzeichen ruhig noch ein zweites oder ein drittes zu verkaufen, damit unter allen Umständen der Vorrat abgesetzt und der Er­trag der Sammlung gesteigert werde.

Der flotte Absatz hatte zur Folge, daß bei zahl­reichen Sammlern die Spendeplaketten nebenbei bemerkt, sehr schöne Abzeichen aus Majolika in Form eines Wikkinger- bzw. eines Segelschiffes verhältnismäßig schnell ausverkauft waren und nun­mehr als Ersatz Spitzenrosetten, wie sie bei einem früheren Abzeichen-Verkauf gegeben wurden und zum Teil noch vorrätig waren, zur Ausgabe ge­langten. Insgesamt war natürlich der Absatz in den Sonntagsstunden etwas langsamer, da sich der größte Teil der Volksgenossen schon im Verlaufe des Samstagnachmittags und -abends mit den Abzeichen versehen hatte; dennoch wurde auch gestern in an­sehnlichem Maße gespendet

Der Musikzug der SA.-Standarte 116 erfreute auch am gestrigen Sonntag wieder durch ein Platz­konzert am Vormittag an der Plockstraße und ein weiteres Konzert am Nachmittag auf dem Bahn- hofsplatz; bei beiden Veranstaltungen lauschte eine große Menschenmenge mit Freude den bekannten guten Darbietungen des vortrefflichen Klangkörpers.

Hervorgehoben fei noch, daß das Dienstauto des Standartenführers an der Karosserie eine aus Pappdeckeln hergestellte Attrappe einer Riesensam­

melbüchse trug, mit der es unermüdlich durch die Straßen fuhr und dergestalt immer, wieder an die Pflicht jedes einzelnen Volksgenossen für das WHW. erinnerte.

Die für unseren Stadtbezirk gelieferten Abzeichen (Wikingerschifs und Segelschiff) wurden restlos ver­kauft. Es handelte sich dabei um 15 2 0 0 A b - zeichen. Um die Sammlung weiter durchführen zu können, wurden Abzeichen, die aus früheren Sammlungen zurückgeblieben waren (Spitzenroset- ten, Emaille-Veilchen und Austern) eingesetzt. Auch von diesen Abzeichen wurden noch etwa 4500 Stück verkauft.

Zusammenfassend kann man wohl sagen: der große Tag der SA., der SS. und des NSKK. im Dienste des WHW. war ein voller Erfolg für das Hilfswerk und einer der schönsten Diensttage der braunen und der schwarzen Uniformträger der politischen Streiter des Führers.

gegen den Bescheid der Bürgermeisterei Bad-Nau­heim vom 7. Juni 1935 die nachgesuchte Milc^ Handelserlaubnis unter der Bedingung erteilt, daß der Ehemann Max Ruhland, dem durch Urteil bei Provinzialausschusfes vom 3. Mai 1935 die Milch« Handelserlaubnis versagt worden war, an der Aus­übung des Gewerbebetriebs in keiner Weife be­teiligt ober im Gewerbebetrieb beschäftigt wird. Die Kosten bes Verfahrens sind von der Beschwerde­führerin unter Zugrundelegung eines Streitwertes von 500 Mark zu tragen.

2. Die Klage des Reisevertreters Paul Kühner in Bad-Nauheim gegen den Bescheid des Kreis­amts Friedberg vom 8. Juli 1935 wegen Ver­sagung der Legitimationskarte wurde als unbe­gründet kostenpflichtig abgewiesen.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag.

NSG.Kraft durch Freude": 20.15 Uhr im Taft Leib Gastspiel des Großvarietös. Stadttheater, Ring Deutsche Bühne: 20 bis 23 UhrCosi fan tutte. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Werft zum grauen Hecht". Gießener Eisverem e. 23.: 20.15 Uhr im Eissporthaus Generalversamm­lung.

OasZnstitut für Wirtschaftswissenschaft in Gießen.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird

Das Sammelwerk nahm bereits am Samstag­nachmittag seinen Anfang. Die alte Erfahrung, daß ' in den späten Nachmittagsstunden des Samstags der Straßenbetrieb immer erheblich größer ist als an den Sonntagen und infolgedessen auch die Ge­legenheit zur Erlangung ansehnlicher Geldspenden in erhöhtem Maße besteht, war maßgebend für diesen Beginn des Sammelwerks. In langen Marsch­kolonnen strebten daher am Samstag gegen 17 Uhr die Stürme nach dem Platz vor dem Standarten- gebäube, wo sie auf die einzelnen Ortsgruppen^ Bezirke bes Stadtbereichs verteilt wurden. Rasch war diese Einteilung vollendet. Dann gings hinaus in die Diensträume der SA.-Standarte 116, wo die Sammler die Pappkästchen mit der abgezählten Plakettenzahl und die Sammelbüchsen in Empfang nahmen. Von hier zog man hinaus in die Straßen der Stadt zum Kamps für das gute Hilfswerk.

Da ah man denn unsere SA.-, SS.- und NSKK.- Männer aus allen Berufsschichten in eifriger Weise der Sammeltätigkeit obliegen. Der Mann der geisti­gen Arbeit, sei er nun Universitätsprofessor, Regie- rungsrat, ober stäbtischer Beamter, ober auch Pri­vatangestellter, wirkte hier wieberum, wie.es ini ber SA. selbstverständlich ist, in bester Kameradschaft­lichkeit gemeinsam mit dem SA.-Kameraden aus dem Stande des handarbeitenden Menschen, des Arbeiters der Faust. Und überall gab es von An­beginn an in reicher Weise zu tun. Vielfach genügte allein schon das Vorzeigen der Sammelbüchien, um die Volksgenossen und Volksgenossinnen zum Zucken ihres Geldbeutels und zur Opferspende zu veran­lassen. Oft wurde durch ein freundliches Scherzwort und ein gewinnendes Lächeln die Spendetätigkeit Kfür die Sammler, wie auch für die Opfern- rschönt. In kurzer Zeit konnte man schon die Feststellung machen, daß der Inhalt der Sammel­büchsen ganzanständig rappelte", ein Zeichen da­für, daß die Spenden in guter Weise flössen.

Und so ging es bis weit in den Abend hinein in allen Straßen je nach der Stärke des Verkehrs unermüdlich weiter. Dabei setzten sich die SA.-Ka­meraden, von dem Führer der Standarte, Standar­tenführer Lutter, über die Sturmbann- und die Sturmführer, die Trupp- und die Scharführer bis zum letzten und jüngsten SA.-Mann, mit aller Kraft ein, um für das gute Werk den größtmög­lichen Erfolg herauszuholen. Damit aber auch die spendenden Straßenpassanten eine besondere Freude erfuhren, hatte sich ber Musikzug ber SA.-Stan- barte 116 unter Leitung bes Musikzugfuhrers Herrmann freubig in ben Dienst der Sache ge­stellt: er bereitete durch ein vortreffliches Platzkon­zert auf dem Kreuzplatz den vielen Männern und Frauen, die mit froher Miene zuhörten, einen schö­nen Wochenendgenuß. Währenddessen wurden na­türlich unermüdlich die Sammelbüchsen herumge- reickt und überall gab es in bereitwilligster Weise Spenden für den guten Zweck des WHW. Selbst- verständlich waren di- Hauptpunkte des Verkehrs, . B Seltersweg, Kreuzplatz, Marktplatz, Bahnhos- strahe, Bahnhof und die enaere Umgegend unlerer aroheren Gaststätten, von den Sammlern bewnders aufs Korn genommen, damit überall das Bestmög­lichste geschehen konnte, um den Inhalt der Sam­melbüchsen soweit wie irgendmoglich zu eftigern. In dieser unermüdlichen Sammelarbeit ging es Stunde um Stunde weiter, so daß man noch gegen 22 Uhr zahlreiche Sammler die Straßen abparrouil- lieren sehen konnte, die trotz der vorgerückten Abend­stunde immer noch manchen schönen Erfolg hatten.

uns mitgeteilt:

Die neuen Räume des Instituts für Wlrtfchafts- Wissenschaft an der Universität Gießen, die bereit« im vorigen Semester teilweise bezogen werden konnten, sind jetzt fertiggestellt worden.

Bei der Einrichtung des Instituts kam es dar­auf an, auch mit verhältnismäßig bescheidenen Mit­teln nicht allein die Aufteilung der vorgesehenen Räume denkbar zweckmäßig zu gestalten, sondern auch schöne, in freundlichem Tone gehaltene Arbeits­plätze zu schaffen, die einerseits den vorgeschrittenen Semestern Gelegenheit zu ungestörter Arbeit und geistiger Konzentration geben, anderseits aber auch die unbehinderte Gemeinschaftsarbeit, fei es im Rah­men der Fachschaft, sei es im Rahmen der Arbeit mehrerer sich zu einer besonderen Untersuchung zu­sammenfindender Studenten, ermöglichen. Der heu­tige staatswissenschaftliche Student soll ja nicht nur individuell gefördert werden, um sich im Laufe sei­nes Studiums einen mehr ober minder großen Wissensstoff anzueignen, er soll in erster Linie in Gemeinschaft mit seinen Studienkameraden an prak­tische Untersuchungen und Probleme, z. B. an Pla­nungen und raumwissenschaftliche Forschungen her­angeführt werden, die engfte Zusammenarbeit auch mit den Schwesterwissenschaften wie Geographie, Geologie, Technik, Forstwissenschaft usw. erfordern. Gerade auf dem Gebiete der Planungswissenschaft und Raumforschung liegen beim Gießener Institut für Wirtschaftswissenschaft schon erhebliche Erfah­rungen vor, so daß diesen Arbeiten in Zukunft be­sondere Aufmerksamkeit zugewandt werden kann. Von anderen Zweigen der Staatswissenschaft, die bei der Neueinrichtung des Instituts für Wirtschafts­wissenschaft neben den bisher vertretenen vorzugs­weise berücksichtigt wurden, mögen noch Soziologie und Dersicherungstechnik genannt fein.

Programm der Dinlerfahrten.

Das Progralnm der Winterferienfahrten ist ein« getroffen und 3um Preise von 10 Pf. auf unserer Dienststelle, Schanzenstraße 18, erhältlich.

Vortrag über Abessinien.

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde in Gießen hat uns für den Vortrag über Abessinien am 7. November verbilligte Eintrittskarten zur Ver­fügung gestellt. Die Karten kosten 0,40 RM. und sind auf unserer Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, erhältlich.

Sprechstunden des BDM.

in Gesundheitsfragen jeden er st en Montag im Monat von 11 bis 12 Uhr Goethe« straße 63.

Die Aerztin des BDM.-Untergaues Gießen. Dr. Frieda Feulgen.

Für die Jungmädel jeden ersten Mitt- woch im Monat, abends von 18 bis 19 Uhr, in der Universitäts-Kinderklinik.

Die Aerztin des JM.-Untergaues Gießen.

Ruth Heid.

Sitzung des Provinz alauSschuffes.

Gießener Militärmusik in Frankfurt.

Am Samstag und am gestrigen Sonntag spielte das Musikkorps des Infanterie-Regiments 36 Gie­ßen zum Besten des Winterhilfswerkes in Frank­furt a. M.

Am Samstagabend fand im Hippodrom, veran­staltet von der Kreisleitung Groß-Frankfurt der NSDAP., eine große musikalische Veranstaltung statt, die ausgeführt wurde von dem Musikkorps des Gießener Regiments und der Kapelle der Landes- polizei. Dieses Großkonzert, das in zwei Teilen Blas- und Streichmusik zu Gehör brachte, wurde ein außerordentlich großer Erfolg. Werke von Wag­ner, wie Kriegsmarsch, Schlachthymne und Gebet aus Rienzi, Teile der Meistersinger, Einzug der Gäste auf der Wartburg aus Tannhäuser, die Ouvertüre aus Rienzi oder die 1 Ungar. Rapsodis von Liszt, zusammen mit einer Reihe schöner Mili­tärmärsche, hierunterHistorische Märsche euro­päischer Staaten" brachten den Ausführenden von dem gut besuchten Hause großen Beifall ein.

Im gleichen Rahmen stand dann am gestrigen Sonntag ein Militärkonzert im Palmengarten zu Frankfurt, wo sich die Gießener Militärmusiker unter der Stabführung von Obermusikmeister Ernst K r a u ß e wiederum durch ihr exaktes Auftreten, sowie hervorragendes musikalisches Können einzig dastehender Beliebtheit erfreuten.

In diesem Zusammenhang dürfte es vielleicht all­gemein interessieren, daß in der zweiten Oktober­hälfte in den Städten des unteren Lahntales, wie Limburg, Freiendiez, Nassau, Bad Ems, Nieder­lahnstein und ferner am Rhein in Mainz, Nieder- Ingelheim, Bingen, St. Goarshausen und noch in Wiesbaden große Militärkonzerte stattfanden, die ebenfalls von der Gießener Militärmusik ausge­führt und von der NS.-GemeinschaftKrast durch Freude" veranstaltet wurden. Alle diese Konzerte waren volle Erfolge für unsere Gießener Militär­musik.

Oie Gerichte für den zweiten Eintopf­sonntag in den Gaststätten.

Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe hat für den zweiten Eintopssonntag am 10. November die folgenden Eintopfgerichte in den deutschen Gast­stätten bestimmt:

Erbsensuppe mit Wurst,

Fischeintopfgericht, Zusammenstellung nach Wahl, Gemüsetopf vegetarisch oder mit Fleischeinlage.

In den deutschen Gast- und Schankwirlschaften dürfen in der Zeit von 10 bis 17 Uhr am zweiten Eintopssonntag keine anderen Gerichte abgegeben werden.

** Seinen 76. Geburtstag kann am mor­gigen 5. November der langjährige Schuldiener ber Stadtknabenschule Wilhelm Dechert, Lahnstr. 3 wohnhaft, begehen. Herr D e ch e r t ist seit über 50 Jahren treuer Bezieher desGießener An­zeigers".

** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Gleisauswechslungsarbeiten in der Bahnhof­straße (Hotel Schütz) wird die Bahnhofstraße

In der öffentlichen Sitzung des Provinzialaus­schusses der Provinz Oberhessen am Samstag kamen folgende Verwaltungsstreitsachen zur Verhandlung:

zwischen Horst-Wessel-Wall und Alicenstraße von Montag, 4. November, ab auf die Dauer von drei Tagen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitung«- schilder sind zu beachten.

_____ ~ ________o. ** Oef fentliche Bücherhalle. Im Okto- 1. Der Therese Ruh land in Bad-Nauheim, ber wurden 1749 Bände ausgeliehen. Davon tarne*

Iohannesstraße 17, wurde auf ihre Beschwerde I auf: Zeitschriften 32, Gedicht« und Dramen ö» Er»

Oie militärische Feier am kommenden Donnerstag.

Die Vereidigung der Rekruten des Standortes Gießen findet am Donnerstag, 7. November, auf dem Platz zwischen der neuen Artillerie-Kaserne und der Dolkshalle statt. Um 8 Uhr wird vor der dort angetretenen Garnison die neue Reichskriegsflagge gehißt werden.

Nach kurzen Ansprachen der Geistlichen beider Konfessionen und des Standortältesten wird die eigentliche Vereidigung durch den Regiments-Adju­tanten des Infanterie-Regiments 36 vorgenommen.

Der vollzogenen Vereidigung wird sich die Be­kanntgabe eines Erlasses des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht durch den Standortältesten anschlie­ßen. Danach Vorbeimarsch der Truppen.

Für die Einwohnerschaft der Stadt bietet sich an ber Grünberger Straße unb auf bem Trieb hinter ber Absperrung Gelegenheit, ber Feier beizuwohnen.

General von Lettow-Vorbeck spricht in Gießen.

De» Frauenbunb der Deutschen Kolonialgesell­schaft schreibt uns: Der italienisch-abessinische Streit rollt die Kolonialfrage von neuem auf. Wir empfin­den immer tiefer, wie hart uns das Versailler Dik­tat getroffen hat, und weich' großes Unrecht dem ganzen deutschen Volke durch den Raub seiner Ko­lonien angetan wurde. Mit Stolz und Dankbar­keit denken wir an den großen Helden und Streiter für Ostafrika, General von Lettow-Vorbeck. Paul Rohrbach sagte einmal:Noch heute ift es größte Ehre für einen Schwarzen oon Oftafrifa, [sagen zu können, er hat unter Lettow-Vorbeck ge­kämpft." Zäher Siegeswille, Heldenmut und Hin­gabe gaben unserer Schutztruppe unter ihrem gro­ßen Anführer die Kraft, im Weltkrieg unbesiegt einer mehr als zwanzigfachen Uebermacht zu trotzen. Der mit deutschem Blut getränkte Boden unserer verlorenen Kolonien ist für uns heiliges Land! Die Kolonialfrage ist brennend für uns und geht jeden Volksgenossen an, der deutsch denkt und deutsch fühlt.'

Lettow-Vorbeck spricht am 9. Dezember , in Gießen.

Die beutfche Arbeitsfront

? n.3.=Gemeinfchaftfiraft durch frcudc"