(Scherl-Bilderdienst-M.)
Saarbrücken, 2. Nov. (DNB.) Auf einer Besichtigungsfahrt durch das Saarland fuhr Ministerpräsident General Göring über Dudweiler, Fried- richsthal, Sulzbach nach Grube Reden. Das Saarvolk jubelte dem Getreuen des Führers aus vollem Herzen zu. Auf der Grube Reden fuhr der Ministerpräsident zusammen mit Reichskommissar B ü r ck e l in die Grube ein. Ministerpräsident Göring verfolgte mit großem Anteil die technischen Aufbauarbeiten und nahm vor allem Gelegenheit, sich auch mit den Bergleuten im Schacht zu unter
Asmara, 4. Nov. (DNB. Funkspruch.) Eine am Sonntagabend ausgegebene amtliche Mitteilung bestätigt die Wiederaufnahme des Vormarsches an der Nordfront und kündigt gleichzeitig an, daß die Truppen auch an der S o m a l i f r o n t wieder weiter vormarschieren. Das eingeborene Armeekorps an der Nordfront stand am Sonntagabend bei H a u s i e n. Nach italienischen Berichten wurden die Truppen beim Einmarsch in neubesetzte Ortschaften von der Bevölkerung freudig begrüßt. De Bono begab sich mit seinem Stab in die Gegend südlich von Adigrat, um dem Abmarsch der Truppen zum weiteren Vorgehen beizuwohnen. Die abessinischen Streitkräfte sollen sich beim Herannahmen der Italiener weiter zurückgezogen haben, scheinen sich aber jetzt südlich Makalle zu sammeln. Es ist aufgefallen, daß die Italiener am S e ti t-Ab sch n itt, der den Zugang nach (Bonbar und nach dem Tana-See bildet, vorläufig noch eine abwartende Haltung einzunehmen scheinen. Dabei sollen gerade
der Hauptstadt der Bewegung München wurde die Vereidigung der Gauarbeitskammern zuerst vorgenommen. Dabei führte Dr. Ley u. a. folgendes aus:
„Unser oberster Grundsatz muß immer die Gemeinschaft sein. Es genügt nicht, sie nur zu predigen, sondern wir müssen Institutionen bilden, in denen die Gemeinschaft geübt wird. Nationalsozialismus ist immer Streben nach Vollendung. Es gibt nur einen Nationalsozialisten, der vollkommen ist, und das ist unser Führer. Die Aufgabe der DAF. ist es, den Volksgenossen zu stärken in seinem Kampf um das Schicksal. Wir können ihm diesen
auf diesem Abschnitt starke abessinische Abteilungen zusammengezogen werden. Italienische Flugzeuge konnten in der Gegend von Orn Agar an der Su- dan-Grenze eine Ansammlung von tausenden von Kamelen beobachten. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß man mit einem starken abessinischen Vorstoß aus dieser Gegend zu rechnen haben wir, der gleichzeitig mit einem Gegenangriff der Abessinier in Richtung Makalle erfolgen dürfte.
Mit der Besitznahme von Makalle würden sich die Italiener in den Besitz der alten Karawanenstraße, die nach dem Innern Abessiniens führt, gebracht haben. Makalle selbst ist ein wirtschaftlich hochentwickeltes Gebiet. Wichtig vor allem ist hier der Salzhandel. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die sich den Italienern mit der Besetzung Nordabessiniens eröffnen, sind sehr groß. Es sind bereits italienische Sachverständige eingetroffen, die metallurgische Vorkommen, vor allem goldhaltiges Gestein, unter-
Neuer Bormarsch derZtaliener
Makalle ist das nächste Ziel.
Deutschlands Aufrüstung eineLeistung für den Frieden
Ministerpräsident Görings Rede in Saarbrücken.
Ministerpräsident General Göring auf der Grube Reden im Bergmannsanzug. — (Weltbild-M.)
halten, was bei den Bergleuten ganz besondere Freude auslöste. Nach Beendigung der Grubenfahrt fand im Zechensaal ein Betriebsappell statt. Auch hier wurde der Ministerpräsident mit lauten Heilrufen begrüßt. Dann fuhr Ministerpräsiden Göring über Neunkirchen, Spiesen, St. Ingbert nach Saarbrücken, wo er auf einer großen Kundgebung in der Wartburg sprach.
Er erinnerte an jene schweren Stunden, wo das ganze deutsche Volk aus die Stimme des Volkstums an der Saar lauschte, an jenen Kampf um die völkische Freiheit des Saaroolkes, der in einem gewaltigen Bekenntnis zum Deutschtum gipfelte.
Wenn man geglaubt hatte, mit dem Versailler Diktat über den deutschen Menschen einfach zur Tagesordnung übergehen, deutsche Teile herausreißen zu können, um sie vielleicht bei anderen Völkern anzugliedern oder durch besondere ideelle oder materielle Vorteile untreu am eigenen Volkstum machen zu können, dann hat man hier an der Saar und dort an der Memel erkennen müssen: Was deutsch ist, bleibt deutsch ! (Stürmischer Beifall.) Wenn man glaubte, vielleicht leichter einen Teil des deutschen Volkes abspenstig machen zu können, wenn man das Heimatland unter besonders schweren Druck sehen würde oder wenn NotüberNotim Heimat
land herrschte, so wurde auch hier wieder bewiesen, daß all diese Imponderabilien hier nicht mitsprechen, wenn das Blut betroffen wird und Blut zu Blut zurückzuströmen beginnt. Das Bekenntnis der Saar war nicht nur das Bekenntnis zu Deutschland; es war auch das für Adolf Hiller. (Stürmischer Beifall unterbricht minutenlang den Redner.) Denn Deutschland ist Hitler, und Hitler ist Deutschland.
Das Reich bot keine goldenen Schüsseln, das Reich forderte Opfer. Und doch kehrte die Saar zurück, nicht weil man Speck und Schinken erwartete, sondern weil das Blut zum Deutschtum hinwies. Es ist selbstverständlich, daß nicht jede Generation für sich allein da ist. Wenn wir heute unser Volk wieder so hoch emporsteigen sehen, so nur deshalb, weil unsere Väter und Vorfahren für uns gearbeitet und gekämpft haben. Jede Generation ist nur ein Glied in der großen Kette, die Geschichte heißt. Unsere Generation hat darum die Pflicht, sich ihrer Vorfahren und Ahnen würdig zu zeigen, ein würdiges Glied in dieser Kette zu bilden, die wieder der nachkommenden Generaton den Anschluß geben soll. Das ist der wahre Inhalt der Lehre von Blut und Boden, die nichts zu tun hat mit einer romantischen Vorstellung von germanischem Gotteskult und Wotansglauben. Wir verstehen unter Blut und Boden als Grundlage unseres Volkstums die Rückkehr zu einer heroisch-germanischen Geistes- Haltung, deren Tugenden wir wieder zur all- aemeinen charakterlichen Haltung des deutschen Volkes machen wollen.
Man müsse den Deuschen an der Saar dankbar sein, daß sie durch ihre Entscheidung dazu beitrugen, die Bahn für d i e Erhaltung des Friedens zu ebnen. Von Frankreich wollen wir nichts anderes als den Frieden. Mögen die Franzosen endlich von jener wahnwitzigen Vorstellung abkommen, als lauerten wir nur darauf, eines Tages Frankreich zu überfallen. Wir haben uns im großen Völkerringen kennengelernt, und wir haben Achtung voreinander. Wir brauchen unsere Kräfte nicht mehr in einem Waffengang zu messen. Wir wollen unseren Wettstreit lieber in friedlicher Arbeit austragen. Ich bin überzeugt, so wie das deutsche Volk den Frieden wünscht, wünscht auch das französische Volk nichts sehnlicher als den Frieden. Es sind noch niemals die Völker gewesen, die den Krieg wollten. Denn die Völker haben die Lasten und Opfer jedes Krieges zu tragen. Aber dieser Friede hängt nicht allein von uns ab. Und deshalb haben wir uns die Sicherung geschaffen, daß dieser Friede uns nicht so leicht gestört wird. Die A u f r ü st u n g Deutschlands ist deshalb ein positiver Beitrag zum Frieden gewesen; denn ein wehrloses Land ist für seinen Nachbarn immer ein großer Anreiz.
Nun aber, nachdem Adolf Hitler dem deutschen Volk das Schwert wiedergegeben hat, können wir ruhig sein, denn das ist es gerade, weshalb das Volk mit einer grandiosen Hingabe an ihm hängt. Es ist selbstverständlich, daß wir ihm alles geben, was wir hab en, und wenn er ruft, kommen wir, und was er will, wird ihm gegeben. Denn er verlangt nichts für sich, sondern alles nur für sein Deutschland, und deshalb, meine deutschen Volksgenossen, steht hinter dem Führer wie bisher! Solange ihr ihm folgt, folgt ihr ihm auf dem Pfade, der Deutschland zu Glück und Größe führt. (Lang anhaltender brausender Beifall.)
Vereidigung der Gauarbeiis- kammer München.
München, 2. Nov. (DNB.) In diesen Tagen finden im ganzen Reich die Vereidigungen der Gauarbeitskammern statt, die der Reichsleiter der DAF., Dr. L e y, persönlich vornahm. In
Kampf nicht abnehmen, er muß ihn allein führen. Wir aber müssen ihm das R ü st z e u g in die Hand geben, daß er diesen Kampf leichter besteht. Menschen, die zwar in der Gemeinschaft leben wollen, aber sich nicht an den Gemeinschaftsleistunaen beteiligen, gehören ausgemerzt. Vertrauensrat, Arbeitsausschuß, Arbeitskammer und Arbeits- und Wirtschaftsrat, sie alle dienen dem einen Gedanken, das Vertrauen im Betrieb zu hüten. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, daß der Betriebsführer nicht als Partner des Vertrauensrates gilt, sondern a l s Mitglied im Vertrauensrat. Alle diese Männer kommen aus der Art, ob Betriebsführer ob Arbeiter. Sie sollen mit ihrem gesunden Menschenverstand zu den schwebenden Fragen em Urteil ab» geben. Sie sollen auf dem Boden der Gemeinschaft sich einigen mit dem Grundsatz „Nur was meinem Volke nutzt, ist richtig „Und über all ihrem Handeln soll immer stehen das eine Wort: „Deutschland".
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