Die Wersabe des Hauses der deutschen Aerzte.
Als vierte im Kranze der Münchener Feiern folgte die Einweihung des Hauses der deutschen Aerzte. Punkt 15 Uhr fuhr der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß vor, von Reichsärzteführer Dr. Wagner begrüßt. Amtsleiter Dr. Scholten kennzeichnete die Weihe des Aerztehauses als Mark- stein in der Geschichte der deutschen Aerzteschaft und betonte, daß das Haus bestimmt sei als Pflege
stätte nationalsozialistischen Denkens und Arbeitens und als Wirkungsstätte im Dienste der Volksgesundheit. Der Stellvertreter des Führers übergab sodann den Neubau seiner Bestimmung mit dem Ruf: „Möge dieses Haus beitragen zum erfolgreichen Wirken der deutschen Aerzteschaft zum Wohle des deutschen Volkes!" Alsbald danach fuhr der Führer vor, abermals von herzlichsten Kundgebungen der Liebe und Treue begrüßt. Er wurde vom Hauptamtsleiter Dr. Wagner empfangen und durch die Räume geführt.
Deutschland soll wieder schön,stark und reich werden
Oer Führer spricht auf dem Kameradschastsfest der Werkleute.
An den Richtakt der Glaspalastanlagen schloß sich ein kameradschaftliches Zusammensein der an diesem Werk beteiligten Unternehmer und Arbeiter im Festsaal der Mathäfer-Bierhallen. Kaum eine andere Gelegenheit konnte besser zeigen, wie die Führer des Staates und der Partei mit dem Volk, die Unternehmer mit den Arbeitern im neuen Reich verbunden find. Der Stellvertreter des Führers saß mitten unter den Zimmerleuten, die in ihrer Freude ein dreifaches „Holz her!" ausbrachten. Zn einer kurzen Ansprache wies er darauf hin, wie in München und überall in Deutschland durch das Zusammenwirken aller schaffenden Volksgenossen Neues und Bleibendes entstehe. Dank dafür gebühre dem Baumeister, der an der Spitze des deutschen Baues steht und dafür sorgt, daß in Ruhe und Sicherheit geschafft werden kann, der eine Armee gegründet hat, in der alle dienen, gleichgültig ob arm oder reich.
Die am Königsplatz beschäftigten Arbeiter und Angestellten versammelten sich zu einem gemeinsamen Mittagessen in dem großen Saal des Löwenbräukellers. Mit ihnen hatten Mitglieder der Reichsleitung, Männer des Staates und der Wehrmacht der Einladung Folge geleistet. Das Beisammensein wurde zu einem herzerhebenden Akkord der Volksgemeinschaft. Unmittelbar vor der mit Hakenkreuzfahnen ausgeschlagenen Bühne nahm der Führer Platz, zu seiner Rechten Frau Professor T r o o st, zu seiner Linken Reichsschatzmeister Schwarz. Stolz und Freude leuchteten aus den Augen der Arbeiter. Während sie bewirtet wurden, wanderte ihr Blick immer wieder hinüber, dorthin, wo der Führer mitten unter seinen Arbeitern saß. Eine große Auszeichnung wurde den vielen Hunderten von Arbeitern, Handwerkern, Meistern und Gesellen dadurch zuteil, daß jeder dieser Volksgenossen ein Bildnis des Führers in silbernem Rahmen mit der eigenhändigen Unterschrift Adolf Hitlers erhielt.
Den Höhepunkt der Veranstaltung aber bildete die Rede des Führers. Der Führer ging davon aus, wie ungewöhnlich es im alten Staat gewesen wäre, ein Richtfest wie das heutige in seiner Geschlossenheit und seiner Volksgemeinschaft zu feiern. Nur aus der Kraft und Gemeinschaft des neuen Reiches konnte ein solches Werk geschaffen werden.
Wenn man frage: Warum so groß? so antworte er: Weil die Bewegung so groß ist, die es verherrlichen sollt Warum aus Stein? Weil die Partei so hart ist wie Steint Wir haben diese Bauten so schön gemacht, weit sie nicht einzelnen von uns gehören, weil sie allen gehören! Weil sie das ganze deutsche Bolk verherrlichen sollen! Das große Werk wird ein Denkmal deutscher Kunst sein, jener Kunst, die wieder Monumente des wahrhaft künstlerischen Sehens und Erlebens geschaffen hat.
Der Führer sprach von dem Stolz, der alle erfüllen könne, die an einem solchen Werk Mitarbeiten durften: Jeder einzelne, der mithelfe, baue sich dadurch sein eigenes Denkmal.
Ein wunderbares Kunstwerk, das für die spreche, die es erdacht haben und dann erstehen ließen, an- aefangen von unserem großen Baumeister bis zum letzten Steinträger. Sie bauen es für Jahrhunderte und Jahrhunderte. Heute stünden wir e r ft a m Ende des zweiten Baues. Andere würden folgen und versuchen, den früheren an Schönheit gleichzukommen. Er sehe im Werden dieses Werkes das Symbol des Willens im neuen Reich. Der Führer sprach von der Hauptstadt der Bewegung als einem Eckpfeiler des Reiches, von einer neuen Blüte des deutschen Kun st Handwerks, das sich in solchen Bauten entfalte, von der Wiederbelebung' der deutschen Steinindustrie und der Beschäftigung ihrer deutschen Arbeiter.
Und so wie der Nationalsozialismus hier am Werke sei, wirke er für das ganze Reich. Deutschland solle wieder schön, stark und reich werden. Schön in seinem Anblick! Stark in seiner Geschlossenheit! Reich an all den Gütern und Tugenden, die notwendig sind, um in diesem Leben zu bestehen.
Der Führer gab seinen Empfindungen Ausdruck, roje glücklich es ihn mache, seine Arbeitskameraden hier begrüßen zu können. Er sei ja s e l b st vom Bau, und immer ziehe es ihn dorthin zurück, woher er gekommen sei. Er komme daher sehr oft in diese Stadt und sei glücklich, wenn er ihre Bauplätze besuchen könne. Im Anblick dieser Bauten lebe er auf und sehe in ihnen symbolisch das Werk des neuen Reiches und seiner Gemeinschaft. Für diese Volksgemeinschaft bauen wir die Häuser! Wenn er heute inmitten seiner Arbeitskameraden weile, dann empfinde er diesen Tag als einen besonders glücklichen in seinem Leben. „Es ist wunderbar, was wir hier schaffen. Politiker, Handwerker und Baumeister, alle an einem einzigen Werk tätig. Lernen wir aus dem heutigen Bau: E i n Auftraggeber, e i n Bauherr, e i n Plan, e i n Wille. Alle arbeiten gemeinsam an dem großen Werk, am Bau des heiligen Deutschen Reiches."
Als der Führer geendet hatte, wollten die Heil- Rufe kein Ende nehmen. Immer wieder ging brausender Jubel durch den Saal, immer wieder mußte der Führer danken für die ihm bereiteten Huldigungen. Eine Viertelstunde weilte der Führer noch im Saal, von allen Seiten um Unterschriften bestürmt, die er bereitwillig gab. Dann schritt der Führer unter den Klängen des Badenweiler Marsches zum Ausgang. Da und dort schüttelte er die schwielige Hand eines der Arbeiter und nahm mit herzlicher Freude Abschied von dieser denkwürdigen Stätte. Dieselbe Begeisterung, derselbe Jubel, die den Führer empfangen hatten, begleiteten ihn auch aus dem Saal.
Wald und Weidwerk im Dienst des deutschen Volkes.
Veichsjägermeister Hermann Göring spricht in Braunschweig zu den Jägern.
Braunschweig, 4. Nov. (DNB.) Der Reichsjägermeister Hermann Göring traf am Sonntagabend hier ein, um an der Tagung der Landes- und Gaujägermeister im Reichsjägerhof Hermann Göring teilzunehmen. Im historischen Rittersaal der Burg Dankwarderode hatten sich die Landes- und Gaujägermeister Deutschlands mit ihren Stäben eingefunden, unter ihnen auch Reichs- ftatthalter Ritter o. Epp als Landesjägermeister von Bayern, Reichsstatthalter Sprenger als Landesjägermeister von Hessen, außerdem zahlreiche Offiziere der Wehrmacht. Auch SA., SS. und die übrigen Gliederungen der Bewegung waren gekommen, um den alten Kampfgefährten zu bemühen. Hermann Göring begab sich aus den vom Scheinwerferlicht hell erleuchteten und mit den Farben des jungen Reiches geschmückten Altan ber Burg. Als die brausenden Heilrufe der den Platz dicht umsäumenden Menge verhallt waren, ergriff der Reichsjägermeister das Wort zu einer Ansprache, in der er Aufgaben und Zielsetzung der deutschen Jäger- schäft umriß.
In den Jahren seit der Machtergreifung, so führte er u. a. aus, ist auch für den deutschen Wald und das deutsche Wild viel getan worden. Unter der festen Führung des Staates find Gesetze geschaffen worden, die nun der weiteren Arterhaltung unseres Wildes und auch der Erhaltung unseres Waldes dienen. Wald und Flur und die dort von Gott eingesetzten Kreaturen sind G e - samtgut des deutschen Volkes. Wir wollen in den Geschöpfen den Schöpfer ehren. Unser herrliches Deutschland soll und muß seine Vielgestaltigkeit in der Natur behalten, denn sie gibt dem schwerarbeitenden deutschen Volksgenossen Lust und Liebe zur Heimat und die Möglichkeit zur Erholung und Sammlung. Es ist kostbares Volksgut auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, das uns hier anvertraut ist. Ich glaube, allein der gewaltige Beitrag der deutschen Jägerschaft zum vorjährigen Win ter - hilfswerk hat dem Volke blitzartig gezeigt, welchen wichtigen Faktor das Wild auch in der Ernährung des gesamten deutschen Volkes darstellt. Ich weiß, daß, wenn ich die deutsche Jägerschaft in diesem Jahre wieder aufrufe, sie sich auchdiesmal nock überbieten wird. Wenn die deutsche Jägerschaft aber ihrerseits ihre Pflicht erfüllt, so darf sie auch erwarten, daß der einzelne Volksgenosse das ©einige dazu tut, um diese Arbeit zu ermöglichen. Auch hier gilt der Satz, daß der Gemeinnutz vor Eigennutz geht. Es darf nicht sein, daß jemand dem deutschen Wild im deutschen Wald jedes Recht auf Aesung abspricht. Auch das
Wild hatein Rechtzum Leben, denn Gott hat es geschaffen. Die Jaadhaltung darf nicht durch übertriebene Ansprüche gegen Wildschaden unmöglich gemacht werden. Wir erwarten von den Organisationen und Ständen und von den einzelnen Volksgenossen die Anerkennung des deutschen Weidwerkes. Der Reichsjägermeister wandte sich dann dagegen, alles zu kultivieren, was in Deutschland an Boden vorhanden sei. Wir zerstören damit die Naturquellen, die uns nun einmal als Schönheit gegeben worden seien. An alle Volksgenossen richtete der Reichsjägermeister den dringenden Appell, den Wald als ein von Gott gegebenes Geschenk zu achten. Er solle uns eine Stätte der inneren Sammlung und Erbauung sein. Die Jäger müßten sich der hohen ethischen Verpflichtungen, die mit dem Weidwerk verbunden seien, stets bewußt sein. Wir brauchen Jäger, so schloß er, die die innere Verpflichtung in sich fühlen, d i e Hegerei der Jägerei voranzustellen. Ich verlange deshalb, daß die deutsche Jägerschaft das sittliche Ideal des Nationalsozialismus in sich aufnimmt: Nichts für die eigene Person, alles f ü r unser deutsches Volk. Weidmannsheil!
Indienststellung des Kreuzers „Nürnberg".
Kiel, 2. Nov. (DNB.) Als gegen 9.30 Uhr ein flinkes Chefboot der Kriegsmarine mit blitzendem Messingschornstein von der Reventlow-Brücke im Kieler Hafen anlegt, liegt ein hauchzarter grauer Schleier über Hafen und Förde. Fast silhouetten- haft wirkt der graue Leib des Kreuzers „Königs- b e r g", der bei der Boje am Signalturm liegt. Gespenstisch ragen die schwarzen Schatten der vierten Torpedoboots-Halbflottille an der Blücher-Brücke in den Dunst. In rascher Fahrt schäumt unser Boot quer durch den Hafen. Aus einem Gewirr von Werft- und Arsenalgebäuden und Kränen hebt sich allmählich die Nürnberg heraus, die am Artilleriekai des Marinearsenals an dem Ostufer des Kieler Hafens liegt. Ueber das Fallreep geht es a n B o rd. Auf der Schanz unter den Drillingstürmen tritt ein Teil der Besatzung des Kreuzers „Nürnberg" gemeinsam mit den Arbeitern und Angestellten aller Abteilungen der Bauwerft, der Deutschen Werke, an, während der Rest der Besatzung auf dem Kai dicht neben dem Schiff divisionsweise Aufstellung nimmt.
Um 9.45 Uhr treffen die Ehrengäste, Gauleiter Streicher und der Nürnberger Oberbürgermeister
Die
eihe der neuen Meinbrücke.
Die neue Brücke ist deshalb von so großer wirtschaftlicher Bedeutung, weil bisher auf der 150 Kilometer langen Strecke zwischen Bonn und Mainz nur eine feste Straßenbrücke bei Koblenz vorhanden war. Die Brücke hat eine Länge von insgesamt 496 Meter. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
LPD. Neuwied, 3. Nov. Bei herrlichem Herbstwetter fand die feierliche Einweihung der neuen Rheinbrücke bei Neuwied, die den Namen „Her- mann-Göring-Brücke" erhielt, durch den preußischen Ministerpräsident statt. Die Fahrt des Ministerpräsidenten durch die Straßen von Neuwied glich einem Triumphzug. An der Rampe der neuen Brücke schritt der Ministerpräsident dann die Fronten der Ehrenstürme ab.
Unter nicht endenwollenden Heil!-Rufen wies dann der Ministerpräsident darauf hin, daß der Bau dieser Brücke wieder einen Beweis des Aufbauwillens des deutschen Volkes geliefert habe. Es fei ein herrliches Gefühl, überall, wohin man komme, die sehen, wie neues geschaffen werde. Wenn auch heute noch hier und dort Schwierigkeiten beständen, wenn Rohstoff- und Devisenmangel uns noch zwängen, von manchem abzusehen, so sei das nicht das Entscheidende. „Das Entscheidende", so rief der Ministerpräsident aus, „ist der l e i = denschaftliche Wille zum Leden unseres Volkes, zum Aufbau unserer Nation. Dieser Wille geht vom Führer selbst aus. Der unerschütterliche Tatwille unseres Führers hat schon größere Schwierigkeiten überwunden. Solange das Volk in blindem Vertrauen zum Führer stehe und von einem unbeugsamen Willen zur Tat erfüllt sei, werde das deutsche Volk vorwärtsgehen, alle Schwierigkeiten überwinden und sich den Platz an
der Sonne sichern, der ihm für seine Arbeit, seinen Fleiß und seine Tüchtigkeit gebührt. Mein Wunsch ist, daß diese Brücke immer und zu allen Zeiten ein Werk des Friedens, der friedlichen Ver- binbung von Ufer zu Ufer, aber auch von Volk zu Volk fein soll. Ich übernehme die Brücke im Sinne der Pflichterfüllung jedes einzelnen. Wenn sie den Namen „Hermann Göring" trägt, bann trägt sie ben Namen eines Mannes, ber über alle Ehren unb Titel hinweg leidenschaftlich nur eins sein will: Nationalsozialist!"
Nach bem Sieg-Heil auf ben Führer schritt ber Ministerpräsident mit ben Ehrengästen über bie neue Brücke nach bem linksrheinischen Weißenthurm, wo ihn bie Bevölkerung herzlich bewillkommnete. Der Ministerprädent verbrachte bann gemeinsam mit ber Gefolgschaft bes Brückenbaues eine Fest- ftunbe. Am Brückenkopf ber neuen Brücke auf ber Neuwieber Seite ist eine Tafel mit folgenber Inschrift eingelassen:
„Hermann-Göring-Brücke. Erbaut 1934/35. Wo Julius Cäsar einst "bie erste Rheinbrücke schlug, um seine Hanb nach unserer Freiheit auszustrecken, hat deutscher Wille unter bem Führer unb Reichskanzler Adolf Hitler diese Brücke errichtet. Ihr Bau half die Arbeitsnot des Volkes wenden, ihr Name dankt den Männern, die dem Führer im Kampf um das Reich zur Seite standen."
Weiter Sprenger weiht die Ängmäde!- Führerinnenschnw Hessen-Nassau in Wiesbaden.
LPD. Wiesbaden, 2. Nov. Die neu eingerichtete, inmitten der Taunuswaldungen an der Platter Straße gelegene Jungmädel-Führerinnen- schule des Obergaues Hessen-Nassau, die 15. im Reich, ist durch Gauleiter Sprenger ihrer Bestimmung übergeben worden. Nach der Begrüßung durch die Ob^rgauführerin Else Riese und einer trefflichen Darbietung der Obergau-Spielschar um- riß die Reichsreferentin des BDM. Trude Mohr Zweck und Ziele dieser Führerinnenschulen. Die Führerinnen der Jüngsten sollen hier geschult und geformt werden zu treuen Einsatzbereitschaft für die hohen Ziele des Führers. Alle Arbeit gelte ber großen Pflicht, die getarnte deutsche Jugend zu erfassen, damit sie geschlossen auf den Befehl bes Führers antrete unb nach ben Gesetzen hanble, unter beneW ber BDM. heute schon steht. Es gelte bie Ha111ung vorzubereiten, baß bie Jungmädchen später als Mädchen und als Frau das nationalsozialistische Gedankengut für ihren Umkreis spürbar werden lassen. Solcher Geist müsse in den Führerinnenschulen stets heimisch sein.
Gauleiter Sprenger wies bie Iugeuo darauf hin, daß ihr durch die Schaffung dieser Schule neue Wege gewiesen worden seien. Schon die freie Lage dieser Schule inmitten der schönen Landschaft beute barauf hin, baß hier jebes Mädchen sich in Freiheit gemäß seinen Anlagen entwickeln
soll. Der Gauleiter versicherte, baß von ihm alles getan werbe, um bie Bestrebungen der Jugend zu unterstützen und zu fördern. Hier sollten die ausgesucht werden, die sich zur Führerin eignen. Wenn der deutsche Mensch seinem Blute folge und auch der Verstand dieser Stimme Gefolgschaft leiste, dann sei er auf dem rechten Wege. Diese Schuld müsse verhindern, daß je wieder fremder Geist und damit Gift in die Herzen der Jugend einziehe. Wer in der Jugend den Nationalsozialismus erlebt habe, der könne nicht mehr wankend werden.
Der Gauleiter weihte hierauf die Schule und übergab sie der deutschen Jugend, die im G e i st e des Führers erzogen werden solle. Nach ber Flaggenhissung erfolgte ein Runbgang burch bas Haus, ber baoon überzeugte, daß sich die deutsche Jugend hier eine Stätte froher Arbeit geschaffen hat. Der Schulungsplan jeden Kurses, ber 14. Tage bauert, sieht jeben Tag zwei bis brei Stunben Sport unb Volkstanz, eine Stunbe Ge» länbe- und Fahrtenkunde, Sanitätsübungen usw., sowie zwei Stunden Werkarbeit und Basteln vor. Es sprechen u. a. über das Thema „Die Deutsche Landschaft" Professor Dr. Roedemeyer, über „Der Deutsche Bauer" Landesbauernführer Dr. Wagner über „Unsere Weltanschauung" Gau- schulungsleiter Ruder und über „Unsere Deutsche Kunst" Dr. Weh n.
Liebel, ein. Der Kommandant Kapitän zur See Schwund t ergreift das Wort. Als fein Kommando: „Heißt Flagge unb Wimpel" ertönt, steigt langsam unter ben Klängen bes Präsentiermarsches bie ^riegsflagge am Heck empor. Am Schluß ber Ansprache ertönt das Kommando: „Besatzung still- aeftanben!" Bei präsentiertem Gewehr der Sicherheitswache braust bann ein dreifaches Sieg-Heil aus kräftigen Kehlen. Leuchtenden Auges stimmen die an der Kaimauer stehenden Arbeiter des Marinearsenals kräftig mit ein. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied klingen feierlich über bas Wasser. Die Indienststellung ist beendet. Die Mannschaft tritt ab.
Da bittet (Bauleiter Streicher bie zur Besatzung gehörenden Franken auf bie Schanz. 19 Mann sinb angetreten. Er ermahnt sie, den Namen „Nürnberg" stets in Ehren zu halten und allzeit als ganze Männer für Volksgemeinschaft unb Vater- lanb einzutreten. Oberbürgermeister Liebel weist besonders darauf hin, daß die Stabt Nürnberg stets mit dem Kreuzer „Nürnberg" und besonders den auf ihm befindlichen Landsleuten in enger Verbindung bleiben werde.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generaloberst v. Blomberg besichtigt vom 4. bis 6. November verschiedene Standorte des Heeres und der Luftwaffe im Bereich des V. Armeekorps.
In Krakau stellte ein Ausschuß unter Vorsitz bes höchsten polnischen Militärarztes, bes Generals Rouppert, fest, daß bie Balsamierung ber Leiche Pilsudskis einwandfrei ist. Jedoch wurde die Uniform gewechselt, die durch das Eindringen von Luft in ben Sarg Beschädigungen erlitten hatte. Weiter wurde beschlossen, einen neuen
Sarg in Auftrag zu geben, in Öen ber jetzige Metallsarg hineingesetzt werben soll. Etwa vom 15. Dezember an wirb bann bie sterbliche Hülle bes Marschalls nicht mehr für bas Publikum sichtbar sein. ♦
Der bisherige Inspektor des bulgarischen Artilleriewesens General Saimoff, ber vorige Woche vom Hohen Militärrat in ben Ruhestanb versetzt worben war, ist verhaftet, da er in den Um- sturzplan des Obersten a. D. Weitscheff verwickelt gewesen ist, mit dem er sich zusammen mit weiteren 26 Verschwörern vor dem Militärgericht zu verantworten haben wird.
Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. November 1935 befördert zum General der Panzertruppe: Generalleutnant Lutz, Kommandierender General der Panzertruppen, zugleich Inspekteur der Krastfahr- karnpftruppen und der Heeresmotorisierung.
i
Z
<>


