Achtung Bückebergfahrer!
Die den Sonderzug benutzenden Vückebergfahrer wollen nach Möglichkeit selbst eine wollene Decke für die Uebernachtung mitnehmen. Außerdem wird empfohlen, sich mit Verpflegung für etwa einen halben Tag e i n z u d e ck e n. Die Geschäfte in der Umgebung des Vückebergs werden am Sonntag geöffnet fein. Auherdem wird noch der Hilfszug Bayern für reichliche warme Verpflegung sorgen.
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Am Erntedanktag ist in der katholischen Pfarrkirche St. Augustinus in Hameln Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch nach folgendem Plan: 5 bis 9 Uhr alle halbe Stunde eine heilige Messe; 9.30 Uhr ist letzter Gottesdienst, und zwar Hochamt mit Predigt.
Die Gesamtversorgung -er Bevölkerung mitLebensmitteln
Berlin, 3. Okt. (DNB.) Auf Anregung des Reichspropagandaministers Dr. Goebbels fanden am Donnerstag, den 3. Oktober, im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und im Reichsernährungsministerium unter Führung der Herren Reichsminister Dr. Goebbels und R. Walther Darre Besprechungen über die Gesamtversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, insbesondere über die Lebensmittelversorgung Berlins statt. An den Verhandlungen, die dazu dienen sollten, der Bevölkerung über die augenblickliche Versorgungslage am Lebensmittelmarkt und die Maßnahmen der Reichsregierung einzöllig klares Bild zu verschaffen, nahmen neben den maßgebenden Vertretern der beiden Ministerien und des Reichsnährstandes die Herren Staatskommissar Dr. Lippert, stellvertretender Gauleiter G ö r l i tz e r und Polizeipräsident Graf Helldorf teil.
Es wurde festgestellt, daß die Versorgung der Bevölkerung mit Brot, Kartoffeln, Rind-, Kalb- und Hammelfleisch, Fischen, Milch, Eier, Zucker und vielen anderen Lebensmitteln unbedingt gesichert ist. Eine gewisse Verknappung zeigt sich nur bei Butter und in geringem Maße auch bei Schweinefleisch.
In Berlin ist bei Butter die augenblickliche Lage in der Hauptsache auf A n g st k ä u f e zurückzuführen, da die Reichsfettstelle gerade in den letzten Tagen ungewöhnlich große Sonderzuweisungen an Butter für Berlin vorgenommen hat. Im übrigen würden die zur Verfügung stehenden Buttervorrate ausreichen, wenn die Bevölkerung sich eine durch die Sachlage gebotene Beschränkung im Verbrauch von Butter auferlegen und sich in größerem Umfange dem Bezug anderer Fett- ftoffe zuwenden würde. Eine solche verständige Mitarbeit der Bevölkerung bei der Ueberwindung der augenblicklichen Schwierigkeiten in der Butterversorgung kann um so mehr erwartet werden, als der Reichsernährungsminister angeordnet hat, daß
mit sofortiger Wirkung zusätzliche Mengen an Schmalz und Margarine zur Verfügung gestellt werden.
Der geregelten Versorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch soll eine Reihe weiterer Maßnahmen des Reichsernährungsministers dienen. Diese zielen u. a. darauf ab, daß der planlose und u n k o n t r o l l i e r b a r e Aufkauf von Vieh außerhalb der amtlich zugelassenen Märkte
unterbunden und das im Jnlande erzeugte und aus dem Ausland eingeführte Vieh auf die Bedarfsgebiete gerecht verteilt wird. Die jetzt in Angriff genommenen Maßnahmen des Reichsernährungsministers bedürfen zu ihrer vollen Auswirkung einer gewissen Anlaufzeit. Sie werden sich aber alsbald zugunsten der gesamtenVer- braucherschaft auswirken.
Aus aller Well.
Aljechin gewinnt die erste Partie im Schachweltmeisterschaftskampf.
Vor einer sehr großen Zuschauermenge begann in Amsterdam die erste Partie des S ch a ch w e l t - meisterschastskampses zwischen dem Titelverteidiger Dr. Aljechin und dem holländischen Herausforderer Dr. E u w e, die nach 30 Zügen von Dr. Aljechin gewonnen wurde, da sein Gegner sich zum Aufgeben entschloß.
1. Deutscher Zahnärzte-Tag.
In Berlin wurde der 7. Deutsche Zahn- ärztetag, der in Verbindung mit der 72. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde stattfindet, vom Reichszahnärzteführer Dr. Stuck feierlich eröffnet. An der Tagung nahmen rund 1400 reichdeutsche Zahnärzte teil, ferner 200 Wissenschaftlicher und Zahnärzte des Auslandes. An den Führer wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt. Reichszahnärzteführer Dr. Stuck teilte mit, daß in der vorausgegangenen Hauptversammlung des Reichsoerbandes der Zahnärzte Deutschlands wesentliche Aenderun- gen der alten Satzungen genehmigt worden sind. Abgesehen davon, daß der Name des Reichsverbandes in „Deutsche Z a h n ä r z t e s ch a f t" umgewandelt worden ist, wurde der Beschluß gefaßt, daß von nun an nur noch arische Zahnärzte ordentliche Mitglieder der Deutschen Zahnärzteschaft sein können. Den nichtarischen Zahnärzten ist es gestattet, als außerordentliche Mitglieder in der Körperschaft zu verbleiben, allerdings unter Ausschluß von Versammlungen und Veranstaltungen der Zahnärzteschaft. Sechs Zahnärzten, die das stolze Erinnerungszeichen am Band vom 9. November 1923 tragen, und 62 Zahnärzten, die Träger des Goldenen Parteiabzeichens sind, wurden in Anerkennung ihrer politischen Aufgeschlossenheit und Opferbereitschaft unter lebhaften Beifall der Versammlung die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Zahnärzteschaft verliehen.
Der Reichsärzteführer Dr. Wagner wünschte der Tagung namens der Reichsleitung dex NSDAP, den besten Erfolg. Gesundheitspflege im nationalsozialistischen Deutschland könne nur aus artbewußter Gesinnung heraus getrieben werden. Die Zusammenführung der Zahnärzte mit den Dentisten zu einem einheitlichen Berufskörper bleibe nach wie vor das Ziel, weil der jetzige Zustand den Inter
essen einer wirksamen Volksgesundheitspflege abträglich sei. Ministerialdirektor Dr. G ü t t betonte, daß alles, was auf dem Gebiete der Gesundheitspflege in Deutschland geschehe, eine rein innerpolitische Angelegenheit fei. Mit besonderem Nachdruck wies Dr. Gütt darauf hin, daß das Grundgesetz für den Wiederaufbau unseres Volkes das eiserne Gesetz der Ungleichheit der Menschen sei.
Fernlastzug rast in ein Backhaus.
In der Nähe der Domäne Fahre bei Melsungen ereignete sich ein V e r k e h r s u n s a l l. Ein von Bebra kommender Fernlastwagen mit Anhänger kam ins Schleudern, so daF der Wagen beim Einbiegen in die 8-Kurve aus der Fahrbahn geworfen wurde. Dabei überschlug sich der Anhänger; der Kraftwagen riß einen an der Böschung stehenden Baum um und durchfuhr dann die Mauer eines Backhauses, in dem er stecken blieb. Der Kraftwagenführer kam mit verhältnismäßig leichten Verletzungen davon, der entstandene Sachschaden ist dagegen erheblich.
Gebietsführer Rodah über das Jugendherbergswesen.
Dieser Tage fand auf der Iugendburg Stahleck bei Bacharach am Rhein eine Tagung aller Gauführer des Jugendherbergsverbandes statt. In einer programmatischen Schlußrede faßte der Führer des Jugendherbergsoerbandes, Gebietsführer Rodatz- Berlin, die Ergebnisse der Besprechungen zusammen und gab damit das' Ziel für die Arbeiten im deutschen Jugendherbergswesen im kommenden Jahr an. Rodatz führte u. a. aus, daß Partei und Staat sich nur behaupten könnten, wenn Disziplin herrsche; das gelte auch in der Herbergselternfrage. Noch oft werde die Hitlerjugend durch einzelne Herbergseltern, die das Wesen der neuen Jugend nicht verständen, nicht richtig behandelt. Bei der HI. sei die Fahrt kein Vergnügen, sondern ein wichtiges Erziehungsmittel. „Ich werde für die Zukunft anordnen, daß der Streifendienst nicht mehr diejenigen, die in Uniform auf Fahrt gehen, kontrolliert, sondern die in Zivil. Durch die vielen Kontrollen wurde das Gefühl bei den Hitlerjungen immer stärker, in Zivil zu wandern, damit sie ungeschoren an den Kontrollen vorbeikommen." Die Uniform aber trage wesentlich zu einer disziplinierten und aufrechten Haltung beim Wandern bei. Für die Zukunft müsse jeder ein- zelne Herbergsvater überprüft werden, ob er für
uns tragbar sei. Der hündische Typ des Herbergs« vaters müsse verschwinden. Die Herbergseltern hätten eine erzieherische Aufgabe zu erfüllen. Schlechte Herbergen seien zu schließen, denn sie könnten mehr schaden als nützen. Der Reichsverband werde einen Revisor einstellen, der alles aufs fchärffte kontrolliere und die richtige Anwendung der Finanzen überwache.
Großes Schadenfeuer im Dom von Como.
In der großen Kuppel des aus dem Ende des 14. Jahrhunderts stammenden Domes von Como, an der Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden, entstand ein Brand, der sehr großen Scha- den anrichtete. Der Dom gehört mit zu den bedeutendsten Kunstwerken der Lombardei.
Zwölf Todesopfer eines Grubenunglücks in Serbien.
Im Steinkohlenbergwerk Rtanj in Serbien ereignete sich eine Methangasexplosion. Zwölf Arbeiter wurden getötet und 26 verletzt. Die Rettungsarbeiten wurden sofort in Angriff Genommen. Vorn Bergwerksministerium wurde eine Kommission zur genauen Feststellung der Ursachen des Unglücks* an Ort und Stelle entsandt.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Der ausgedehnte, mit seinem Kern im Kanalgebiet liegende Tiefdruckwirbel füllt sich langsam auf. An seiner Vorderseite sind feucht-milde Luftmassen subtropischen Ursprungs über das Rheingebiet hinweg nach Deutschland vorgestoßen und bringen auch bei uns etwas wärmeres, zeitweise aber auch regnerisches Wetter. Trotz gelegentlicher Aufheiterung wird der Gesamtcharakter des Wetters auch weiterhin noch recht unbeständig bleiben.
Aussichten für Samstag: Vielfach dunstig, sonst gelegentlich aufheiternd, doch im ganzen noch unbeständig und zeitweise auch Regen, Mittagstemperaturen um 15 Grad, meist östliche und südliche Winde.
Aussichten für Sonntag: Noch immer unbeständig und zeitweise Regen, etwas kühler.
Lufttemperaturen am 3. Oktober: mittags HL Grad Celsius, abends 11,5 Grad; am 4. Oktober: morgens 12,2 Grad. Maximum 12,3 Grad, Minimum 7,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Oktober: abends 11,1 Grad; am 4. Oktober: morgens 11,1 Grad Celsius. — Niederschläge 1,1 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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