Ausgabe 
4.9.1935
 
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geklagte

5.

Großhandel,

13.

son-

Oberheffen

ganze Geld abg hielt sich dafür

Am Tage do

2.

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9.

LPD. Frankfurt a. M., 3. Sept. Dieser Tage erschien, wie der Polizeibericht meldet, bei einem- dischen Ehepaar ein gewisser Hermann 5). und bat umEssen. Er erhielt auch Mittagessen, Kaffee und Brot, zog dann aber beim Weggehen die Schlüssel von der Zimmertüre ab und erklärte unter dem RufeHeil Hitler", daß er einKriminal- s p i tz e l" sei. Gleichzeitig machte er darauf aufmerk­sam, daß er von der Schußwaffe Gebrauch mache, falls er an seinen weiteren Handlungen gehindert werde, denn er tue nur seine Pflicht. Nun durchsuchte er alle Behältnisse und fand unter der Wäsche die Geldbörse der Hausfrau mit einem Be­trage von 7 Mark, die er an sich nahm. Aus der Handtasche der Frau nahm er dann noch den Be­trag von 1,80 Mark. Von einer Festnahme des Ehe­paars nahm er schließlich großmütig Abstand, ver­langte aberweitere fünf Mark. Dies war dem Ehepaar jedoch unmöglich, da man ihm das ganze Geld abgenommen hatte. DerKriminalspitzel" hielt sich dafür an einem goldenen Ring schadlos.

Am Tage daraus erschien er wieder bei dem Ehe­paar und verlangte zehn Mark, denn er habe einen Rüffel bekommen, weil er sie beide nicht mitgenom­men habe. Nun sei er nach Stettin strafversetzt wor­den. Da er jedoch nur 21 Mark zur Fahrt habe, aber 31 Mark benötige, müßten sie ihm unbe­dingt den Restbetrag geben.

Den Ermittlungen der Kriminalpolizei gelang es, diesen gefährlichen Erpresser und Provokateur festzu­nehmen und der Staatsanwaltschaft vorzuführen, die ihn gleich in Hast behielt. H. gehört weder der NSDAP., noch irgendeiner Formation der Par-

Auch die deutsche Frau

ist lustschuhdienstpflichtig

11. Kautschuk, und Asbest-Industrie,

12. Baugewerbe und Baunebengewerbe,

waren, Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau (auch mit Gießerei), Elektrotechnische Industrie, Optische und feinmechanische Industrie, Chemische Industrie,

Vom Arbeitsamt Gießen wird uns mit­geteilt:

Das Arbeitsamt hat wiederholt um die betriebs­weise Einreichung der Anträge auf Ausstellung eines Arbeitsbuches für folgende Betriebsgruppen nach-

Arbeitsbücher anfordern!

Mehr Sorgfalt bei der Einreichung!

adio Photo

4630 D

Seltersweg 61 Telephon 31/0

_. Papierindustrie,

10. Leder- und Linoleum-Industrie,

rin war im Nu von vielen Menschen umstarülen. Ueber die Schuldsrage begann em eifriges Dispu­tieren, das ziemlich heftige Formen annahim ^m übrigen verlief der Verkehrsunfall sehr gllmpstrch, denn es wurde nur das Hinterrad des Fahrrades

beschädigt.

OberhesMeS Schwurgericht.

Vor den Schranken des Gerichts stand gestern der 34jährige. Heinrich Beck aus Gelnhaar wegen ^D°r"AngeIl°gt- betrieb in Gelnhaar ein Geschäft. Die Spar, und Darlehnskafse in Wenings gewahrte ibm im Jahre 1924 einen Kredit von 500 RM. oeaen einen Bürgschein und im ^hre 1925 emen weiteren Kredit in Höhe von 15 000 RM., gesichert burA eine Höchstbetragshypothek. Im Jahre 1930 war der Kredit um 2000 RM überschritten In dieser Zeit befand sich der Angeschuldigte in äußerst chlechter Vermögenslage. Auf Antrag mehrerer Firmen wurde er zum Offenbarunaseid geladen. Im Termin vom 22. August 1930 leistete er vor dem Amtsgericht Ortenberg den Offenbarunaseid. In dem beschworenen Vermägensverzeichnis hat der An- weder mehr Bargeld als 6,30 Mark, noch

recht gut werden.

* Lich, 3. Sept. Der großzügige Autostraßen­bau, der auf Anregung des Führers durch ganz Deutschland vorgenommen wird, gibt den einzel­nen Kreisverwaltungen Veranlassung, auch ihrer­seits Verbesserungen schon vorhandener Straßen: Verbreiterungen, Kurvenerhöhungen, Neudeckungen der Fahrbahn u. a. ausführen zu lassen, um so dem Nah- und Fernverkehr ,chie Wege zu ebnen". An der Rampe des hiesigen Staatsbahnhofes ist eine Mischmaschine aufgestellt. Hunderte von Fässern mit Bindemittel lagern dort, jedes über 4 Zentner schwer, von denen täglich etwa 40 zur Verarbei­tung entleert werden. Damit können bei günstigem Wetter jeden Tag ungefähr 200 Meter Straße fer­tiggestellt werden. War das Bindemittel anfangs flüssig, das aus den Fässern in die Bottiche gegossen wurde, so befindet es sich jetzt in festem Zustande und die Tonnen werden mit Aexten aufgehauen. Die Straßenbaugesellschaft Königswinter a. Rh. ist seit Mitte Juli hier tätig. Bisher wurde die Verbindung Hungen Langsdorf und die Ortsdurchfahrt des genannten Dorfes einer gründ­lichen Ausbesserung unterzogen und gegenwärtig wird an der Kreisstraße L i ch Langsdorf ge­arbeitet, die deshalb für den Durchgangsverkehr ge­sperrt ist, so daß eine Umleitung über Nieder­bessingenZigeunerstraße nach dem Nachbardorfe und weiterhin stattfinden muß. Steinsplitt aus Basalt, liefert für unsere Gegend der Steinbruch Nickel in Oberwiddersheim bei Nidda, in dem durch diese und andere Bauausführungen Dutzende von Volksgenossen Beschäftigung und Brot finden. Den Flußsand, der der Mischung beigegeben wird, för- dern fleißige Mainschiffer und Arbeiter der Ge­meinde Wieseck schaffen den ebenfalls notwendigen weißen Grubensand herbei. An der Straße Lich Steinbach ist dieselbe Firma damit beschäftigt, die Neuherstellung im Kaltverfahren auszuführen. Das vollständig fertige Material dazu wird von Frickhofen im Tale des Elbbaches, einem vom Westerwald kommenden rechten Zufkuß der Lahn, hierhergesandt und dann mit Wagen an die Ar­beitsstelle gebracht.

csd Bettenhausen, 3. Sept. Im Zuge des Straßenbauprogramms erfuhr auch unsere Orts- durch fahrt eine wesentliche Verbesserung. Die Dorfstraße weist im Unterdorf eine fast rechtwink­lige, unübersichtliche Biegung auf. An dieser Stelle wurde die Straße etwas gehoben und wesentlich verbreitert, so daß ein Derkehrshemmnis beseitigt I wurde. Unsere Schule ist z. Zt. für zwei Mo­nate verwaist, da Lehrer A r ch zu einer militari- 1 schen Uebung einberufen wurde. Schulamtskandidat 1 Fay aus Langsdorf versieht den Dienst. Unsere : Kirche erhält gegenwärtig im Innern ein neues Gewand, Sie hatte m 40 Jahren leine Erneuerung

tei an.

Oie Marmorgewinnung im Lahntal.

Seil Jahrhunderten ein bodenständiges Gewerbe.

LPD. Wetzlar, 3. Sept. Im schönen Lahntal, zwischen Wetzlar und Balduinstein, finden sich Ge­steinsmussen, die sich in Urzeiten aus den A b - lagerungen kleiner M u s ch e l t i e r ch e n gebildet haben. Dieser Stein, der hier in einer schönen Farbenpracht, von hellgrau über rotbraun und dunkelrot bis schwarz vorkommt, ist unter der BezeichnungNassauer Marmor" seit Jahr­hunderten bekannt. Im alten Märchenschloß zu Weilburg finden wir ihn ebenso wie im größten Gebäude der Welt, imEmpire-State-Building Neuyork".

Der graue Stein, besonders im Wirbelcmer Bruch vorkommend, wird wegen seines geringen Eisen­gehaltes gerne au technischen Zwecken, wie Schalt­tafeln, Isolierplatten usw., verwendet, aber auch zu Türfüllungen, Fensterbänken, Waschtischen, Bade­wannen usw. findet er häufig Benutzung.

Die Gewinnung selbst erfolgt im Tagebau, doch müssen häufig viele Meter Oberschicht abgehoben werden, bis der Marmor zutage tritt. Ist die Ge- steinsmasse erst einmal freigelegt, dann bieten sich dem Auge Blöcke von mehreren hundert Zentnern Gewicht. Die ältere Art der Loslösung ist nun das Abteilen, aber in modern eingerichteten Brüchen wird der Stein gleich in der benötigten Größe aus dem Felsblock geschnitten, d. h. ein Drahtseil, das über Rollen läuft, wird an der zu teilenden Stelle an den Stein gepreßt. Durch ständiges Zurieseln von einem Gemisch aus Flußsand und Wasser voll­zieht sich an den Reibungspunkten nun ein Mahl­prozeß, durch den der Block nach und nach zersägt wird. Je nach der Größe rechnet man hier 1 bis 2 Zentimeter pro Stunde.

Nach der Freilegung wandert der Marmorblock in die Derarbeitungswerkstätten, wo er je nach dem Verwendungszweck mittels Gatter ähnlich wie in einer Holzschneiderei in Platten geteilt oder vom Steinmetz in die gewünschte Form gebracht wird. Der Beruf des Marmorarbeiters ist seit Jahrhunderten im Lahntal bodenständig, und es dürfte kaum ein Marmorwerk der Erde geben, in dem nicht ein Sohn des Nassauer Landes auf Grund seiner guten Kenntnisse tätig ist.

Die Marmorindustrie hat erfreulicherweise in letzter Zeit wieder einen Aufschwung zu verzeich­nen, der zahlreichen Marmorarbeitern Lohn und Brot geben wird und somit zum Gelingen der großen Werkes des Führers beiträgt.

mehrstündigen Rundgang die große Ausstellung Die Rhein-Mainische Wirtschaft" auf dem Fest­hallengelände zu Frankfurt a. M. unter Führung der Herren Dr. N i e c z und Dr. S ch n o r r. Die Herren äußerten sich wiederholt sehr anerkennend über den Aufbau der Ausstellung und das Gebotene.

Einem Provokateur das Handwerk gelegt.

triebsführer, auch an die Handwerksmeister und Einzelhändler, die ihrer Verpflichtung bisher nicht nachgekommen sind, die Aufforderung, sofort An­tragsformulare für ihren Betrieb beim Arbeitsamt Gießen, Bahnhofstraße 90/92, Abteilung Arbeits­buch, anzufordern.

Weiter stellt das Arbeitsamt fest, daß bei den bis­her eingereichten Anträgen in vielen Fällen die not­wendige Genauigkeit und Vollständigkeit der An­träge gefehlt hat. Es weist nochmals darauf hin, daß die Betriebsführer die Verpflichtung haben, darauf zu achten, daß die Ausfüllung der Anträge ord­nungsgemäß geschieht. Bei unleserlicher Handschrift ist der Vor- und Zuname, bei Frauen auch der Ge- burtsname mit Maschinenschrift einzusetzen. Es müs­sen weiterhin die Angaben über die Person des An­tragstellers, über seine berufliche Ausbildung und die bisherige Beschäftigung mit den in der Hand des Betriebsführers befindlichen Unterlagen übereinstim- men.

ein Sparkonto, noch Vermögen seiner Frau, an dem er Nutzungen hatte, angegeben. Tatsächlich hatte je­doch die Ehefrau des Angeklagten bereits im Jahre 1930 800 RM. auf die Spar- und Darlehnskafse nach Wenings gebracht. p .

Der Angeklagte bestritt in der gestrigen Haupt­verhandlung, sich strafbar gemacht zu haben. Das Geld habe seiner Frau gehört. Die Beweisaufnahme ergab jedoch eindeutig die Schuld des Angeklagten. Das Gericht verurteilte ihn demgemäß zu einem JahrunddreiMonatenZuchthaus unter Anrechnung von fünf Monaten erlittener Unter­suchungshaft. Dem Angeklagten wurden außerdem die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von vier Jahren aberkannt, und er für dauernd unfähig er­klärt, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich ver­nommen zu werden.

Amtsgericht Gießen.

Drei junge Leute aus Treis erhielten Straf­befehle von je 2 RM., weil sie von einem Nuß­baum Nüsse entwendeten. Gegen die Strafbefehle verfolgten die Angeklagten Einspruch, den sie jedoch vor Eintritt in die gestrige Hauptverhandlung Zurück­nahmen.

vorgebracht hat, legte der Redner vor allem dar, welche Hunde unter allen Umständen bei der Prü­fung zu verwerfen seien. Dahin gehören alle nach- weißlich feigen Hunde, die im Jagdgebrauch nicht geduldet werden können, ferner Hunde, die keinerlei Neigung zu Spur- und Schweißarbeit zeigen und das krankgeschossene Wild nicht vor dem Ludertode bewahren. Hunde, die nicht vorstehen, oder die ge­schossenes Wild vergraben oder anschneiden, sind ebensowenig als brauchbare Waidgesellen des deut­schen Jägers zu bezeichnen. Es wird sich nun darum handeln, diese Auslese zu treffen. Die seitherigen Vorführungen wollten aber auch Arbeit am Jäger

. selbst leisten. Denn der Hund muß von seinem Be­sitzer selbst vorgeführt werden, und viele Jäger höben leider von der richtigen Führung des Hundes recht wenig Ahnung. Nunmehr findet am 27. und 28. September das Hauptereignis im Vereinsjahre desHubertus" statt, die diesjährige (12.) Derbands- gebrauchsprüfung, die in Revieren um Gießen ab­gehalten wird. Jäger, die ihre Kenntnis über den deutschen Gebrauchshund und seine Führung ver­tiefen wollen, finden dort Gelegenheit dazu.

** Oeffentliche Bücherhalle. Im August wurden 1623 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 15, Gedichte und Dramen 7, Erzählende Literatur 1101, Jugendschrif­ten 224, Länder- und Völkerkunde 50, Kulturge­schichte 1, Geschichte und Biographien 121, Kunstge­schichte 3, Naturwissenschaft und Technologie 41, Heer- und Seewesen 13, Haus- und Landwirtschaft 9, Gesundheitslehre 7, Religion und Philosophie 9, Staatswissenschaft 18, Sport 2 Bände.

** Rückständige Strom-.und Gasgel - der vom Monat Juli können bis zum 15. Sep­tember noch ohne weitere Kosten bezahlt werden. Nach diesem Termin folgen Zwangsmaßnahmen. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Di­rektion der städtischen Betriebe.

** Verkehrsunsall. Gestern nachmittag kam es an der Ecke Sonnenstrahe und Schulstraße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kraft­wagen und einer Frau, die mit dem Fahrrad unterwegs war. Glücklicherweise erlitt sie keinerlei Verletzung. Der Vorfall Kraftwagen und Radfahrs«

Allendorf a. d. Lda.; Bezirk Grünberg: Rektor Weisel, Grünberg-, Bezirk Lich: Lehrer Schon, Lich: Bezirk Hungen: Lehrer Sommerlad, Rod­heim bei Hungen.

Es wird noch einmal darauf hingewiefen, datz die Teilnahme an den Wettspielrunden für jede Schule verbindlich ist.

Gemeindetag der Matthäusgemeinde.

In unserem heutigen Anzeigenteil lädt der Ver­einsführer der Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde au dem Familientag am kom­menden Sonntag, 8. September, nachmittags auf dem Schisfenberg ein. Diese Stätte des Familien­tages wurde gewählt, weil andere räumlich ausrei­chende Plätze für die Durchführung dieser Feier nicht zur Verfügung standen. Außerdem soll mit dieser Veranstaltung erprobt werden, ob sich der Schiffen­berg als ständige Stätte für den Matthäus-Gemeinde­tag eignen wird. Ausreichende Fahrgelegenheiten für die Hin- und Rückfahrt sind vorgesehen. Näheres in der heutigen Anzeige.

Sippenforschung im Standesamt.

Die Benutzung des Standesamtsregisters zu Ahnenaufitellungen für Dritte und zu ähnlichen Nachforschungen soll nur solchen Personen erlaubt werden, die von der Reichsstelle für Sippenforschung als dazu geeignet anerkannt sind. Schriftliche Aus­kunft aus dem Standesamtsregister kann niemand für private Zwecke verlangen. Erteilt sie der Stan­desbeamte, so kann er außer den Portokosten auch die für Einsicht angesetzte Gebühr fordern.

Steuerermäßigung

für alte Personenkraftwagen.

In den vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will in Gießen herausgegebenenAktuellen Steuerfra­gen" (Rundschreiben Nr. 9) lesen wir folgendes:

Für alte Personenkraftwagen mit Antrieb durch Verbrennungsmaschinen und nicht mehr als 3500 ccm Hubraum bestand bereits auf Grund der Ver­ordnung vom 27.3.1931 eine Ermäßigungsmoglich- feit, wenn der Steuerpflichtige nachwies, daß das Fahrzeug bereits vor mehr als fünf Jahren vor Beginn der Gültigkeitsdauer der beantragten Steuer­karte erstmalig im Deutschen Reich nach den ver- kehrspolizeilichen Bestimmunaen zugelassen war. Diese Vergünstigung ist durch die Durchführungs­bestimmungen vom 5.7.1935 in der Weise erweitert worden, daß sie künftig auch Anwendung findet auf solche Kraftwagen, die einen Hubraum von mehr als 2400 ccm haben; Voraussetzung ist dabei, daß der Personenkraftwagen mit flüssigen Brennstoffen angetrieben wird, daß es sich nicht um Kraft­omnibusse und Personenkraftwagen handelt, die nach dem Eigengewicht versteuert werden, und schließlich, daß das Fahrzeug bereits vor mehr als fünf Jahren vor Beginn der Gültigkeitsdauer der Steuerkarte erstmalig im deutschen Zulassungsoer­fahren zugelassen war. Die Ermäßigung tritt nur auf Antrag ein, und zwar ermäßigt sich die Kraft­fahrzeugsteuer um ein Drittel; jedoch ist mindestens die Steuer für einen Personenkraftwagen mit einem Hubraum von 2400 ccm zu entrichten.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch: DAF., Ortsgruppe Gießen-Nord: Zellenversamm­lung der Zellen 1 und 2 imAquarium", Walltor- strahe. NSG.Kraft durch Freude": 20 bis 22 Uhr Schwimmen im Dolksbad; 20 bis 21. Uhr Rei­ten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. Lichtspiel­haus, BahnhofstraßePetterson & Bendel".

** DerHubertus" Gießen (im R D H.) beendete am vergangenen Samstag seine Sommer­arbeit. Nachdem im Juni Kreisdirektor i. R. Dr. Michel dieStubendressur" des Jagdhundes prak­tisch vorgeführt hatte, zeigte er im Juli zusammen mit Oberst a. D Kock im Revier Dutenhofen Schweißarbeit" des Hundes in den verschiedenen Formen der reinen Riemenarbeit, des Totoerweisens und Totoerbellens und anschließendWasserarbeit". Nunmehr sprach abschließend der Vereinsführer August Pascoe, zugleich als Fachberater des Gau- jägermeisters für die Provinz Oberhessen, an Hand zahlreicher Lichtbilder über denDeutschen Ge­brauchshund". Dem Vortrag kam deswegen erhöhte Bedeutung zu, weil sämtliche Kreisjägermeister und zahlreiche Hegeringleiter des Jagdgaues Oberhessen anwesend waren. Denn es galt, mit dem Vortrag die verständnisvolle Grundlage für die Hundeprüfungen au schaffen, denen sämtliche auf der Jagd verwen­dete Hunde im Besitz von Jagdpächtern, Eigenjagd­besitzern, Forstschutzbeamten und Jagdaufsehern im Oktober unterworfen werden müssen. Es handelt sich darum, daß nur jagdlich wirklich brauchbare Hunde geführt werden. Nach einer Darstellung der vielsei­tigen Leistungen des Gebrauchshundes, den in her bei uns vorhandenen Form kein anderes Land her-

Canbfreis Gießen.

wg. Großen-Buseck, ß. Sept. Mit dem ver­gangenen Sonntag schied unsere Krankenschwester Ischen aus dem Krankenpflegedienst unserer Ge­meinde aus. Ihre Nachfolgerin ist Krankenschwester Hopfenmüller. Die Grummeternte in unserer Gemarkung ist bis auf wenige Ausnahmen vollendet. In diesem Jahre gaben freilich nur die feuchten Wiesen einen einigermaßen befriedigenden Ertrag. An den Hängen und auf trockenen Gras­flächen lohnte sich kaum das Mähen. Der ergiebige Regen der letzten Tage kam für das Gras zu spät. Bei den übrigen Futterpflanzen wirkte er Wunder. Der Mais hat sich wieder aufgerollt, und der Klee, auch der junge, der mit dem Getreide ge­sät wurde, zeigt wieder neues Grün. Trotzdem ist Die Futterknappheit noch lange nicht behoben. Recht gut hat sich in diesem Sommer wieder der sog. Ewige Klee" bewährt. Der Regen hat den Spät­kartoffeln In guten Lagen noch viel genützt. Verhältnismäßig gut entwickeln sich die D i ckw ur z. Kohlrabi und auch das Spätgemüse können noch

gesucht:

1. Industrie der Steine und Erden,

" Eisen- und Stahlgewinnung, Metallhütten- und Metallhalbaeugwerke, Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metall-

Das Arbeitsamt weist ferner darauf hin, daß von einem Zeitpunkt, der vom Reichsarbeitsminister be­stimmt wird, in den oben angeführten 16 Betriebs­gruppen niemand mehr ohne Arbeitsbuch beschäf­tigt werden darf. Es liegt daher im Interesse des . Betriebsführers und der Gefolgschaft, dafür zu sor- , gen, daß die Anträge sofort und sorgfältig einge- e- reicht werden.

abhalten.

* Hungen, 3. Sept. Am vergangenen Sonntag weilten viele Kirchenvorsteher und Gemeindeglieder von hier und der Umgebung in unserer Stadt, um am Bischofstag teilzunehmen. Viele der Erschie­nenen hörten den Landesbischof Lic. Dr. Dietrich zum ersten Male. Seine Predigt über Kap. 2, Vers 1 bis 5, aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther nJar geeignet, die christliche Erkenntnis darüber zu vertiefen, worauf es unserem Heiland ankommt, wenn er uns frohe Botschaft ver­kündigen ließ. Nach dem Gottesdienst fand noch ein Aufklärungsvortrag statt, den ebenfalls der Landes­bischof hielt.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 3. Sept. Schon seit einigen Jahren ist Homberg mit Umgebung in postali- cher Hinsicht dem Po st amt Grünberg-Land zugeteilt. Ein Postauto verkehrt hier täglich zwei­mal, wobei es bei seiner Her- und Rückfahrt die Dörfer der Umgegend mit versieht. Personen, Pa­kete, Briefe, Zeitungen usw. werden dabei abgelie­fert bzw. mitgenommen. Mit dem 1. September ver­kehrt nun von Kirchhain aus noch ein zwei­tes P o st a u t o hierher. Nieder-Ofleiden war schon die Jahre her dem Postamt Schweinsberg zugeteilt, also einem preußischen Postamt. Diese Tatsache wird weiter ausgedehnt durch Erfassung der Orte Ober- Ofleiden, Gontershausen und Haarhausen. Auch das Kirchhainer Postauto verkehrt zweimal täglich und trifft zu derselben Zeit wie das Grünberger Auto ein. Diese Maßnahme bedeutet unstreitig eine Ver­besserung im Verkehrswesen auf dem Gebiete der Z u st e l l u n g. Während bisher alle Postsachen erst nach Grünberg gebracht wurden, werden jetzt solche, die über Kirchhain einen kürze­ren Weg zurückzulegen haben, dorthin geleitet. Viele Pakete, Briefe und Zeitungen erreichen ihren Be­stimmungsort infolgedessen früher, was im allge­meinen Interesse, besonders des Kaufmanns, sehr zu begrüßen ist.

Kreis Lauterbach.

* Lauterbach, 3. Sept. An der Straßen­kreuzung Steinweg-Kanalstrahe ereignete sich ein schwerer Zusammen st zwischen ei­nem Lastkraftwagen und einem Per­sonenauto. Der schwer beladene Lastkraftwagen fuhr dem Privatauto in hie Flanke. Der Lenker des Personenwagens wurde gegen die Windschutz­scheibe geschleudert und erlitt Kopfverletzun­gen, die seine Uebersührung in das Krankenhaus notwendig machten. Das Personenauto muhte schwer beschädigt abgeschleppt werden.

Preußen.

14 Nationen bei der S3-

Ausländerbesuch Im HJ.-Zelklager Obersotzbach.

LPD. Frankfurt a. M., 3. Sept. Auf An­regung der Kurdirektion Bad-Nauheim besuchten heute 300 Kurgäste, die 14 verschiedenen Nationen angehörten, das Zeltlager des Bannes 81/186 (Frankfurt a. M.) bei Obersotzbach. Acht große Reiseomnibusse und einige Privatwagen star­teten um 15 Uhr in Bad-Nauheim. Um 13 Uhr war bereits ein Lastwagen mit Geschirr, Kaffee, Kuchen und sonstigen guten Sachen vorausgesahren. Die Kurdirektiön hatte sowohl die Kurgäste als auch die Lagermannschaft eingeladen, was auf beiden Seiten ; eine wahrhaftinternational«" Freude auslöfte. 3m

erlebt und war durch eine verfehlte Heizungsanlage in weitgehendem Maße verräuchert. Es zeigt sich jetzt, daß viel mehr Bauschäden vorhanden sind, als man wußte. Weißbinder, Schreiner und Elektro- monteure sind daoei, das künstlerisch sehr bedeut­same Baudenkmal wieder in einen würdigen Zu­stand zu versetzen. Die Kirchengemeinde muß wäh­rend der Bauzeit ihre Gottesdienste im Schulsaal

Lager empfingen Gebietsführer Potthoff und SannfüDrer di- Säfte. Sprachgewandte

Hitlerjimgen geleiteten sie bann truppweise als Fuh- rer und Dolmetscher durch das Lager, was banfbar anerkannt wurde. Dann stieg die gemeinsame Kaf­feetafel. Zwanglos saßen Ausländer und Hitlenun- aen Zusammen und unterhielten sich lebhaft, wech- stlten Fragen und Antworten. Einladungen und Anschriften hagelten nur so. Für Photographen war Hochbetrieb; fast alle Ausländer ließen sich mit ihren" Hitlerjungen photographieren.

Nur zu schnell folgte der Abschied; allem gegen Kurvorschriften kämpfen Götter selbst vergeben^ Die jungen Kameraden gaben den Gasten das Geleit zu ihren Wagen, und es war eine Freude zu sehen, wie sich die Ausländer fast alle mit dem deut­schen Gruß verabschiedeten. Sie hatten keine Rede gehört, keine Potemkinschen Dörfer gesehen aber die Wahrheit über Deutschlands 3ugend. Da sich auch hohe Persönlichkeiten unter den Gasten befan­den Minister und Parlamentsmitglieder frem­der Nationen ist der Wert dieser lebendigen Auf­klärung doppelt zu schätzen. Im nächsten Jahr wird wahrscheinlich in erhöhtem Maße durch die Kur­gäste von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht werden.

Staatssekretär Posse

in der Wirtschafts-Ausstellung.

* Frankfurt a. M., 3. Sept. Staatssekretär Posse besuchte am Dienstag in Begleitung von Ministerialrat Freiherr von Maas in einem

14. Einzelhandel,

15. Verlagsgewerbe, Handelsvermittlung und fttge Hittsgewerbe des Handels,

16. Geld-, Bank-, Börsen- und Versicherungswesen.

Trotz dieser Aufforderung haben noch nicht alle Bettiebsführer Anträge für ihre Gefolgschaft ange­fordert. Es ergeht deshalb nochmals an alle Bk