Wirtschaft
männl, weibl.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Frankfurt a.M.
Berlin
«jy AL börse
kurs
börse
3 4
2-4
114,5
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Banknoten.
99,5
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102 j
112,75 |
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100,5
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96
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105,9
27
1,2
7,25
6,65
6,65
10,7
Die Liste lautet:
Gruppe
Kaufmanns- und Bürogehilfen sowie Techniker (einschließlich 6 Kindergärtnerinnen)
Metallarbeiter
Holzarbeiter
Friseure
Gaststätten, Hotel und Haus
Derkehrsarbeiter
Lebensmittel- und Tabakberufe Nährstand
Druck- und Papierarbeiter
Chemiearbeiter
Stein- und Erdarbeiter
Bergleute
Lederarbeiter
Bauarbeiter
Textilarbeiter
Bekleidungsberufe
27,25
1,15
7,25
6,55
6,9
11,4
8,5
sich auf den Bummel in der engen Via Tomacelli. Dort am Ende lockt der Tiber, die Bienen haben vielleicht Durst, wer kann das wissen, jedenfalls biegen sie plötzlich in eine noch schmälere Seitengasse ab und stürmen auf einen Brunnen los. An dem Brunnen saß ahnungslos ein alter, weißbärtiger Blumenhändler und gab eben seinen duftenden Narzissen und Nelken frisches Wasser. Das sehen und sich den Mann hernehmen, war für den Schwarm eins.
Die Bienen umschwärmten ihn, sie tanzten eine Tarantella, der Alte schrie Mord und Zeter, schlug
Oer Neichsberufswetttampf in Heffen-Naffau.
Das Ergebnis:
LPD. Frankfurt, 3. April. Der Gau-Prü- fungsausschuß für den Reichsberufswettkamp f i n H e s s e n - N a s s a u hat nunmehr seine Arbeiten beendet und als Ergebnis 512 Gaubeste festgestellt, wovon 346 auf männliche und 166 auf weibliche Teilnehmer entfallen, die nunmehr für die Tage vom 4. bis 7. April zum Gau-Entschoidungs- kampf nach Frankfurt a. M. einberufen worden sind.
Abgesandte der sechs großen Indianer-Stämme Kanadas zu einer Beratung zusammengefunden, um über die Art ihrer Huldigung zu beschließen und den Ueberbringer ihrer Botschaft zu wählen. Vermutlich wird der „Großes Ent e" dieser ehrenvolle und schwierige Auftrag zuteil, denn dieser Häuptling weiß unverbrüchliche Stammestreue mit modernem Wissen und Leben zu vereinen. Die alten Medizinmänner der Stämme erkennen vorbehaltlos an, daß der junge Häuptling die Sitten und Gebräuche der Rothäute nicht verleugnet, obwohl er eine Universität der Blaßgesichter besucht und dort sogar einen akademischen Grad erworben hat. Er bürgt dafür, daß die Gaben, die von den kanadischen Indianern dem „Großen weißen Häuptling" in London überbracht werden, würdevoll und alter Sitte entsprechend überreicht werden, zugleich aber wird er es zu verhindern wissen, daß man in dem „Großen Wigwam" London etwa über die Rothäute lacht. Die Indianer Kanadas sind weitgehend mit den Errungenschaften der Zivilisation vertraut und wissen sich ihrer zu bedienen, ohne darum ihr höchstes Gut, ihr eigenes Volkstum, aufzugeben. Während ihre Rassegenossen in den Vereinigten Staaten sich nur mühsam gegen die Blaßgesichter behaupten, sind die Indianer Kanadas durchaus lebenskräftig; nach den Berichten der kanadischen Regierung ist nicht nur der Geburtenrückgang der Rothäute zum Stillstand gekommen, sondern sie vermehren sich wieder und werden bald ein beachtlicher Faktor im kanadischen Volks- und Wirtschaftsleben sein. Da sie loyal an allen gemeinsamen Aufgaben Mitwirken, gibt es keine Reibungsflächen mehr zwischen Rothäuten und Blaßgesichtern, und dank ihrer klugen Führung durch die „Große Ente" und einige andere Häuptlinge, die ebenfalls eine sorgfältige Erziehung unter Weißen erhalten haben, gönnen sie den Beweis erbringen, daß die roten Söhne des Britischen Weltreiches nicht die schlechtesten sind. Die „Große Ente" darf darum auf einen freundlichen Empfang in London gefaßt sein; der Häuptling wird von seiner Squaw und einigen seiner Brüder als Vertreter der anderen fünf Stämme begleitet werden.
peinliche Schiffstaufe.
mit den Armen um sich. Die Honigarbeiter fanden eine solche Behandlung taktlos und antworteten auf ihre Weife. Mit Tränen in den Augen rief der Greis um Hilfe, worauf sich auch im Nu ein Rudel von Gassenbuben einstellte und in ein Jndianer- geheul ausbrach, als sich die Bienen nun häuslich in dem schönen langen weißen Bart niederließen. Mühsam mußten sie von der Polizei herausgeholt werden, eine nach der andern, und dann brachte man das Opfer eines unerhörten Buben- oder Bienenstreichs ins Krankenhaus. eb.
Oie Indusirie- und Handelskammer Gießen , gibt Auskunft:
534: Neuausgabe des Reichskursbuchs und des ( Kraftpostkursbuchs. Bestellungen werden schon , jetzt entgegengenommen.
535: Rumänische Einfuhrbewilligungen für Korn- ; pensationen — Bestimmung der Zusatzein- ' fuhren.
536: Der Wortlaut der belgischen Abwertungsverordnung. Durchführungsbestimmungen zur । Devisenregelung.
537: Bestimmungen über die Einfuhr ohne Devisenbescheinigung.
538: Neue Bestimmungen für die Erteilung von niederländischen Verrechnungszertifikaten im Handel mit Deutschland.
539: Neue Fassung der Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Papier.
Die Deutsche Reichsbahn im Februar.
Die Betriebseinnahmen des Berichtsmonats Februar stellen sich auf insgesamt 245,04 gegenüber 253,88 Millionen RM. im Januar. Gegenüber dem Februar 1934 waren die Gesamteinnahmen um 13,1 Millionen RM. höher. Die Gesamtausgaben erforderten 271,96 (283,63) Millionen RM., wovon 247,43 (258,93) Millionen RM. auf die reine Betriebsrechnung entfallen. Der Personalbestand betrug im Februar 632 444 Köpfe gegen 634 948 im Januar.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 3. April. Infolge des Fehlens besonderer Anregungen eröffnete die heutige Börse im Anschluß an die gestrige Abendbörse in stiller und uneinheitlicher Haltung. Ein freundlicher Grundton war aber weiterhin nicht zu verkennen. Von der Kundschaft lagen nur wenige Aufträge vor, während die Kulisse zumeist noch etwas realisierte. Nach den ersten Kursen wurde die Haltung eher etwas fester, ein Teil der eingetretenen Abschwächungen wurde wieder ausgeglichen.
Am Aktienmarkt hatten IG. Farmen in Erwartung der am Wochenende stattfindenden Bilanzsitzung lebhafteres Geschäft mit 147,90 bis 148,50 (147,75). Don sonstigen chemischen Werten lagen Deutsche Erdöl 0,50 v. H. fester, während Metallgesellschaft 0,50 v. H. nachgaben. Am Elektromarkt überwogen Abschwächungen bis zu 0,50 v. H., so bei AEG., Bekula, Felten, Lechwerke Augsburg und Siemens; gut bebeauptet lagen Schuckert mit 105,50, etwas fester notierten Gesfürel mit 121,50 (121,25) und Lahmeyer 123,25 (122,50). Am Montanmarkt blieben Mansfelder Bergbau aus dem bekannten Grund weiter gefragt und zogen auf 103,13 (102) an, leicht befestigt waren außerdem Rheinstahl mit 106,65 (106,13) und Klöckner mit 93 (92,50). Andererseits gingen Buderus 0,75 v. H., Mannesmann um 1,25 v. H. auf 80,75, Stahlverein 0,13 v. H. und Otavi Minen auf 14,13 (15) zurück. Harpener blieben mit 105,75 behauptet, Mannesmann waren später auf 81,25 erholt. Auf Gerüchte über eine evtl. Dividendenaufnahme zeigte sich einige Nachfrage nach Daimler Motoren zu 94,13 (93,25). Von Verkehrswerten eröffneten AG. für Verkehr 0,25 v. H. fester, dagegen Allg. Lokal & Kraft 0,13 v. H., Hapag bei nur kleinem Angebot 0,25 v. H. und Norddeutsche Lloyd 0,50 v. H. niedriger. Reichsbankanteile lagen mit 161,50 unverändert, Zellstoff Waldhof ließen auf 117 (117,25) nach.
Am Rentenmarkt bestand nach Pfandbriefen etwas Nachfrage. Von den variablen Werten büßten Altbesitzanleihe 0,40 v. H., 6prozentige Stahlverein 0,13 o. H. und späte Reichsschuldbuchforderungen 0,13 d. H. ein, wogegen Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine gut behauptet blieben.
Im Verlaufe war die Tendenz überwiegend fest und die Umsatztätigkeit vermochte sich etwas zu beleben, wobei neben IG. Farben, die bis 149 anzogen, einige Montanaktien stärker hervortraten, speziell Harpener mit 108 nach 105,75, ferner gewannen Rheinstahl 0,65 v. H., Mannesmann erneut
4% CefterreidHiche Golorente.... 4,20% Österreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente
4% Ungarische S'-aatSrente v. 1910 4*2% 'X-V-. DOR 1913 .....
5% abgeft. Golomexikaner van 99
4% Türkische Bagoadbahn-Anleihe Serie .....................
6!
7,4 !
6,65 ।
6,25 !
10,5
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100
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26,751
1,15 |
7,3 1 b.65
6,9 |
10,2
8.s!
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
G. St V. Sie können Verwandte und Freunde auf Besuch aufnehmen, da dies zur ordnungsmäßigen Benutzung des Zimmets gehört. Der Ueber- nehmer des Wohnhauses kann diesen Personen den Zutritt nicht verwehren. Sie können im Klagewege gegen den Uebernehmer vorgehen.
variablen Werte lagen unverändert. Lebhafter gefragt waren Liquidationspfandbriefe bei Erhöhung bis 0,50 v. H., ferner zogen einige Goldpfandbriefe bis 0,25 v. H. an. Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen lagen im ganzen behauptet, Franks. Stadtanleihen etwa 1 v. H. fester. Staatsanleihen waren gleichfalls teilweise etwas höher. Von fremden Werten gewannen Mexikaner bis 0,25 v. H., auch Anatolier und Schweizer Bundesbahn-Anleihen waren weiter erholt. — Im Freiverkehr zogen Ufaaktien auf 67,50 (65) an. — Tagesgeld war zu 2,5 (2,75) v. H. sehr leicht.
Abendbörfe: behauptet.
Bei kleinen Umsätzen lagen die Kurse an der Abendbörse wenig verändert. Im Vergleich zu den teilweise ermäßigten Berliner Schlußkursen ergaben sich bei einigen Werten geringfügige Besserungen, Montan- und Elektroaktien bröckelten aber zumeist leicht ab. Etwas fester lagen Scheideanstalt mit 216 (215), Holzmann mit 90,75 (90) und Rhein. Elektro Mannheim mit 119,50 (118,50). Großbankaktien notierten uneinheitlich: Commerzbank 88 (87,75), DD- Bank 90 (90,25), Dresdner Bank unv. 90,25. Am Rentenmarkt konnten sich Altbesitz mäßig erholen, im übrigen lagen deutsche Renten sehr still und unverändert. Auf Meldungen aus Paris, wonach neue Vorschläge zur Schuldenregelung gemacht werden sollen, setzten mexikanische Anleihen ihre Befestigung bei größeren Umsätzen fort, allerdings nur 5prozentige innere mit 5,13 (5) und 3 v. H. do. mit 4,13 (4), wogegen 5 v. H. äußere Gold zu 11,40 (11,50) an geboten wurden. 4,5 v. H. Irrigation lagen mit 7,75 behauptet.
11. a. notierten: Altbesitz 112,13, 6 v. H. Stahlverein 99,40, 4,5 v. H. Frank. Hyp. Gold 95,50, 4,5 v. H. Rhein. Hyp. Gold 95,75, 5,5 do. Liquidation 101, Reichsbank 161,50, Pfälz. Hyp. Bank 92,75, Buderus 96, Harpener 106,25, Mannesmann 81,65, Rheinstahl 107,25, Stahlverein 81,75 bis 81,50 bis 81,65, AKU. 52,90, Bekula 137, Daimler 93,50, Dt. Erdöl 108, Scheideanstalt 216, Licht & Kraft 125, IG. Farben 148,25 — 148, Gesfürel 122, Holzmann 90,75, Rheag 119,50, Rütgerswerke 112,50, Schuckert 105,75, Siemens 154, Südd. Zucker 167, Reichsbahn-Vorzugsaktien 121,13, AG. für Verkehr 83,75, Hapag 34.
Frankfurter Pferdemarkt.
Frankfurt a. M., 3. April. Der Auftrieb war gering und entsprach nicht der Nachfrage. Die Preise zogen durchweg an. Schwere Pferde belgischen Schlages erzielten 1300 bis 1500 Mark, gute Mittelpferde norddeutschen Schlages 900 bis 1100 Mark und leichtere Tiere 500 bis 700 Mark. Schlachttiere waren ebenfalls knapp zugeführt und erbrachten für 1. Qualität 30 bis 32 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. April. In Brotgetreide lag weiterhin reichliches Angebot vor, während die Mühlen im Hinblick auf ihre noch vorhandenen Bestände keine Aufnahmeneigung bekunden. Weizen in besten Qualitäten findet zu später Lieferung einiges Interesse. Am Futtermittelmarkt hielt die bereits in der Vorwoche eingetretene Entspannung an, da seitens der RfG. Futterweizen und -roggen verteilt und infolgedessen mehr angeboten wird. Futtergerste und Hafer blieben jedoch ebenso wie ölhaltige Futtermittel und Mühlenabfälle sehr knapp angeboten, die Nachfrage hielt an. Das Mehlgeschäft liegt sehr still, insbesondere ist Roggenmehl schwer abzusetzen, öa die Mntünbigung einer neuen Type Zurückhaltung auslöste. Weizenbrotmehl ist besser verkäuflich.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W IX 209, WXIII 213, WXVI 217; Roggen RIX 169, R XIII : 173, R XV 177; Futtergerste ö IX 171, 0X1 174,
100,13 I 100,13 96,25 !
Schöffengericht Gießen. ;
Der P. C. aus Büdingen wurde wegen Beleidigung eines Oberamtsrichters zu 50 RM. Geldstrafe evtl. 10 Tage Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte den Oberamtsrichter in Büdingen dadurch beleidigt, daß er abfällige Bemerkungen bezüglich eines von diesem erlassenen Gerichtsbeschlusses machte und dem Oberamtsrichter Klassenjustiz vorwarf.
Freigesprochen wurde der in Gießen wohnhafte W. T. Der Angeklagte sollte anläßlich einer nächtlichen Ruhestörung und groben Unfugs auf dem Neuenweg das Dritte Reich beschimpft haben. Das Gericht konnte jedoch in der Aeuße- rung des Angeklagten eine grobe Beleidigung nicht erblicken, und es mußte Freisprechung erfolgen.
Das Gericht hatte sich sodann mit den Eheleuten I. F. aus Ruhlkirchen zu beschäftigen. Die Angeklagten hatten von 1930 bis 1934 nach einem Unfall des angeklagten Ehemanns dem Oberversicherungsamt Darmstadt und dem Reichsversicherungsamt Berlin verschwiegen, daß der Ehemann vor dem fraglichen Unfall an epileptischen Anfällen litt.' Im Oktober und November 1933 sollten sie außerdem einen Zeugen wider die Wahrheit veranlaßt haben, anzugeben, daß ihm von epileptischen Anfällen des Angeklagten nichts bekannt sei. Die Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Hessen wurde dadurch zur Zahlung einer Unfallrente an den Angeklagten verurteilt, wodurch die Genossenschaft einen Schaden von 2631,77 RM. erlitt. Wegen der versuchten Verleitung zum Meineid wurden die Angeklagten freigesprochen, während das Verfahren wegen Petrugs auf Grund der Amnestie eingestellt wurde.
s&t
Das Fest der Taufe eines der neuesten englischen Schlachtschulschiffe wurde durch einen peinlichen Zwischenfall gestört. Es war zu diesem Feste eine königliche Prinzessin geladen, so berichtet der „Manchester Guardian". Die Prinzessin verfehlte indessen den riesigen Bug des Schlachtschiffes und traf statt dessen mit der schweren Champagnerflasche einen unglücklichen Zuschauer, der bewußtlos zu Boden stürzte. Dieser verklagte dann die Admiralität auf Schadenersatz und erhielt tatsächlich eine angemessene Summe zugesprochen, denn er konnte das Recht seiner Anwesenheit bei dem Taufakt durch eine für fünf Schillinge erworbene Eintrittskarte nachweisen.
Die Sitte, Schiffe zu taufen, datiert in England bis in die Zeiten der Tudors zurück. Damals gab es in Bristol die „Honorable Guilde of Pirates“, die ehrenwerte Gilde der Piraten — sie existiert bis auf den heutigen Tag — der Sir Francis Drake, Sir Walter R a l e i g h und viele andere Seehelden, Vorkämpfer der britischen Weltgeltung zur See, entstammen. Diese Seehelden, die der damaligen Seemacht Spanien soviel zu schaffen machten, waren die ersten, die ihre Schiffe regelrecht nach vorgeschriebenen Zeremonien tauften. Die Krone war dabei stets durch den sog. Königsleutnant vertreten. Damals pflegte man auf dem Verdeck eine Art von Altar zu errichten, auf dem ein großer silberner Pokal voll des besten Weines stand. War das Schiff vom Stapel gelassen, so tat der Königsleutnant einen tiefen Schluck aus dem Becher, goß dann den Rest nach allen Windrichtungen auf dem Verdeck aus und warf zum Schluß den Pokal als Opfer für Neptun über Bord. Dieser Brauch wurde aber eingestellt, als man merkte, daß die Kapitäne unter Wasser Netze ausgespannt hatten, um den silbernen Becher aufzufangen, und so entwickelte sich schließlich der heutige Brauch der Schiffstaufen.
Bubenstreich e nes Bienenschwarms.
Honigtag in Rom. Aus allen Landesteilen strömen die Imker herbei, um sich von ihrer süßesten Seite zu zeigen. In sachlichen Gläsern und künstlerischer Keramik, in Schachteln und Kisten ist die nahrhafte Blüte der Campagna zu bewundern, um mit den Tagespoeten zu sprechen, und um zu zeigen, daß der Honig so echt und rein ist wie eine anima purissima, eine reine Seele, werden Bienenvölker wie Fahnen vorausgetragen. In modernen Bienenkörben, versteht sich, in zweckmäßigen Staatshäusern mit richtigen Fenstern, so daß jedermann hineinschauen und beobachten kann, wie es in einem solchen Königreich zugeht.
Der Andrang von Neugierigen ist groß, etwa zu groß, die Schwäre, Stämme, Völker, Staaten kommen samt ihren Fundamenten ins Wackeln, eines der modernen Häuser fällt gar von der Bank herunter, ein Fenster zerbricht und — das Volk zieht aus. Unter Ah und Oh und Ach und Schreck der Römer bricht es sich Bahn, schwärmt aus und begibt
99,65
97
95,5
100,25
92,25
____________Serl i n, Z. April AmerikanischeKoten.........
Belgische Noten..................
Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten Schweizer Noten
Spanische Noten
Ungarische Noten
G XII 176; Hafer H XIII 169, HXIV 171; Som- merqerste für Brauzwecke 200; Weizenmehl W XIII 27,60, W XVI 28,05; Roggenmehl R XIII 23,70, R XV 24,10; Weizennachmehl 17,50, Weizenfutter- mehl 13,75; Weizenkleie W XIII 10,87, W XVI 11,08; Roggenkleie R XIII 10,14, R XV 10,38; Sosaschrot 13; Palmkuchen 13,30; Erdnußkuchen 14,50; Trockenschnitzel 9,65; Heu 10,50; Weizen- und Roggenstroh 5 bis 5,40.
Frankfurter Schlachwiehmarkt.
Frankfurt a. M., 4. April. Um 10 Uhr war folgende Marktlage. Auftrieb: 21 Rinder, darunter 2 Ochsen, 15 Bullen, 2 Kühe, 2 Färsen; 863 Kalber, 67 Schafe, 391 Schweine. Es kosteten: Kalber 28 bis 56, Hämmel 33 bis 38, Schafe 25 bis 33, Schweine 46 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Bei allen Gattungen mittelmäßig.
0,75 v. H., Stahlverein 0,25 v. H., Mansfelder 0,25 v. H. Ilse Genuß kamen mit 130,50 (127,50) zur Notiz. Am Elektromarkt erhöhten sich die Kurse um 0,25 bis 0,50 v. H., Gesfürel plus 0,75 v. H., Rheag plus 1 v. H. Etwas fester lagen außerdem wieder Hapag mit 34,25. Sonst lagen noch u. a. fest: Rütgerswerke 112 (110), Südd. Zucker 167 bis 167,50 (164,25), Eßlingen Maschinen 75,50 bis 76,25 (75).
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft klein, die
24 | 3-4
100,5 100,25
96,25 96,25
103,13 I —
112,75 i 112,13
Oafum
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Netchsanl. von 1934 ö1/2% Voung-Anleihe von 1930 Deutsche Anl.°'Ablös..Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4‘/i% Deutsche Reichspostschatzan- weisungen von 1934, l.......
6% ehein.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
4Vt% ehern. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
5/2% ehem. Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Liaui ...
4/2% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Olm leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6/2% ehem. 4/t'% Franks. Hyp.-
Bank-Liqu.-Pfandbriese......
6/2% ehem. 4*/2% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse
4/2% ehern. 8% Pr. Lanbespsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4/2% ehern. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komin. £61.VI
Steuerautsch.Verrechnungsk. 35-39
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
103
57
46
97
97
—
12
11
1
10
6
4
29
4
25
3
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—
53
35
18
70
45
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14
10
15
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4
4
—*
2
2
—
31
19
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24
24
—
12
6
6
23
9
14
Frankfurt a. M
Serlin
Frankfurt a. M. |
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß« Iure
Schluß!. Mittag- börse
Schluß« kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß« turei
Schluß!. Mittag« börse
Datum
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3 4
2 4
3.4
£)atum
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4% desgl. Serie 11 ............
5% Ruiuän. vereinh. Rente v. 1903 4/2%Rnmän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2*4% Anatolier.............
Hamburg-Amerila-Pakel .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz, und Prioal-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ................ 1'2
A.E.G......................o
Bekula.................... 10
(Sielte. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... 6/i
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5
Ryein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co........ 4
Siemens L Halske............7
LahmenerLCo.............. 7
Buderus ......... 0
Deutsche Erdöl ............. 4
8,5
4,3
6,75
4,2
32,25
34
35,75
82,75
110 88
90
90
161,5
37,4
137
110,5
124,5
88,5
121,25
119
105,5 153,5
122,5
96,5 107
8,5
4,3
6,75 4,25
32,3
34
35 83,75
88
90 90,25 161,5
37,4
137
111
125
88,4
122 119,5
105,75
154 123,5
96
108
4,35
6,5 4,25
32,25
34
28 35,13 82,65
109
88
90,5
90,5
161 4
37,25
137
111,5 125,75
88,5
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105 153,75 122,65
96 106,75
8,75
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4,2
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34,25
27
34,9
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90,25
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37,13
136,5
111
125,5
88,9
121,65
119,4
105,9
154,4
124
97,4
108,5
Mansfelder Bergbau.........8
Kokswerke..................6
Phönix Bergbau.............0
Rheinische Braunkohlen .....12
Nheinstahl ................ 8%
Vereinigte Stahlwerke........0
Otavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....7/2
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Schetdeanstalt...............9
Goldschmidt ........ 0
Rütgerswerke ...............4
Metallgesellschaft.............4
Philipp Holzmann...........0
Zementwerk Heidelberg ..... 6
Gementroer! Karlstadt.........4
Schultheis Patzenhoser ....... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas ............... 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...... 6
Lrenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........4
Chade......................C
Accumulatoren-Fabrü....... 12
Contt-Gumnn .............8
i Gritzuer....................(
Matnkrastwerke Höchst a.M«... <
i Süddeutscher Zucker ... .. .. 8
102
211
106,13
81,75
15
112,5
113
154
147,9
214,5
102,5
110
93,5
89,75
119,4
52,5 117,25 117,25
83,75
93,25
150,5
34,5
232
160,5
I 37,25
93,75
1 164,25
103,25
209
107,25
82
14,13
112,65
113
148
216
102,5
112,5
96,5
90,75
119
130,5
52,9
117
116,9
83,75
93,5
153,5
35,25
231
151
I 37
93,75
I 167
101,75
211,65
106.75
81,75
14,25
113,25
112
153,75
147,75
102,65
110,4
96,75
107,5
52,65
117
117
84,25
128,25
93
151
89,75
34,75
230
161,5
151,5
I 36,75
I 164
102,25
108,75
209,25
106,75
81,9
14,13
111
112
153,25
148,65
102,75
113
96,5
90
109,5
52,65
117,25
116,65
84
129,9
94
153,5
90
35
232
151
37,4
I 165
Gelsenkirchener..............0
Harpener...................0
Hoejch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
Ilse Bergbau ........ 6
Ilie Bergbau Genüsse........ 6
Klöcknerwerke .............2 yt
Mannesmann-Röhren........0
105,75
156 , 127,5
92,5
82
106,25
155,5
129,5
93,25
81,65
105,9
95
156
129
93
82
107
96,25
156
130
93,25
82
2.April
3-April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Dries
Geld |
Bries
Buenos Atre
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
—
—
—
—
Rio de Jan. .
0,201
0,203
0,201
0,203
Sofia ......
<,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
53,72
53,82
53,25
53,35
Danzig.....
81,30
81,46
81,30
81,46
London .....
12,03
12,06
11,925
11,955
Helsingförs..
5,315
5,325
5,265
5,275
Paris ......
16,42
16,46
16,42
16,46
Holland ....
168,09
168,43
167,78
168,12
Italien.....
20,58
20.62
20,58
• 20,62
Javan ......
0,702
0,704
0,699
0,701
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
60,47
60,59
59,94
60,06
48,95
49,05
48,95
49 f)5
Lissabon ....
10,92
10,94
10,83
10,85
Stockholm...
62,04
62,16
61.50
61,62
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien....
33,97
34,03
34,02
34,08
Prag.......
10,40
10,42
10,40
10,42
Budapest
——
—
Neuyork ...
2,492
2,496
2,486
2,490
Geld
Brief
2,438
2,458
41,92
42,08
53,04
53,26
11,89
11,93
16,36
16,42
167,36
168,04
20,26
20.34
59,73
59,97
——
——
—
—
61,29
61,53
80,34
80,66
33,55
33,69
—
—


