Ausgabe 
4.4.1935
 
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Nr.80 Erstes Blatt

185. Jahrgang

Donnerstag, 4. April 1955

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Deutschlands Sieg über Hunger und Kälte.

Berlin, 3. April. (DRB.) Wie das vorläufige Ergebnis des Winterhilfswerkes 1934/35 zeigt, konnten in fünf Monaten 362 Millionen Mark aufgebracht werden, wahrend im Winter 1933/34 in sechs Monaten das Gesamtergebnis 358 Millionen Mark betrug. Das Endergebnis für 1934/35 dürfte sich noch um einige Millionen Mark erhöhen.

Sin einig Volk von Stübern.

Die sprichwörtliche U n e i n i g k e i t der Deutschen, oft genug in der Vergangenheit bespöttelt und be­witzelt, hat durch Adolf Hitler, durch sein Werk und sein Beispiel ein Ende gefunden, nachdem sie sich lange genug immer wieder und wieder zum Schaden des Deutschtums und jedes einzelnen deutschen Volksgenossen ausgewirkt hatte. Das lebendig st e Zeugnis aber für diese Einigung, für die Aufhebung aller verderblichen trennenden Schranken ist die Tatsache, daß alle Deutschen gelernt haben, sich einander, ins­besondere in Not und Elend, beizustehen. Wenn wir den zahlenmäßigen Erfolg betrachten, der sich im Abschluß des zweiten Winterhilfs­werkes offenbart, so können wir, das ist in keiner Weise eine Ueberheblichkeit, vor der ganzen Welt stolz sein auf dieses einzigartige Zeugnis herr­lichsten Gemeinschaftssinnes eines ganzen Volkes!

Denken wir einmal ein wenig zurück! Was ist nicht alles in der Welt schon geschrieben und gere­det worden überSolidarität", nationale und internationale, was ist an Arbeit und Mühe und Kosten vergeudet worden anHilfskomitees" und Aktionsausschüssen" und anderen ähnlichen blut­leeren Einrichtungen, die, mit viel Geschrei be­gonnen, meistens 'hoffnungslos kapitulieren muß­ten, ohne auch nur den Bruchteil ihres Vorhabens je erfüllt zu haben! Wie oft hieß es, ja, die Not ist eben zu groß, wir können es nicht schaffen. Ge­wiß, der gute Wille war hier und da sehr wohl vorhanden, auch die nötige Opferfreu­digkeit, aber hier zeigt' sich an einem lebendigen Beispiel, daß der einzelne machtlos ist: in der Gemeinschaft, in der Geschlossenheit und Einigkeit liegt die Stärke! Das deutsche Winter­hilfswerk ist ein unvergängliches Denkmal für die Tatsache, daß ein Volk, das einig und eines Sinnes innerer Gemeinschaft ist, eine Macht darstellt, die Berge versetzen kann. Wir wollen das nicht vergessen!

Deutschland ist durch Versailles arm geworden. Nach einem halben Menschalter der Ausplünderung baut es sich sein Haus aufs neue. Arbeitsbeschaf­fung und Landesverteidigung nehmen seine schwa­chen geldlichen Kräfte gewaltig in Anspruch. Aber trotzdem ging man nicht, wie man das früher selbst in reichen Zeiten, nur zu leicht tat, über die Not der Armen und Aermsten mit einem Achselzucken hinweg, sondern das deutsche Volk hat, dem Rufe feines Führers folgend, bewiesen, daß es ihn und feinen Willen verstanden hat: es hat seinen Führer nicht enttäuscht! So ist der Erfolg des zweiten deutschen Winterhilfswerkes ein unaus­löschlicher Beweis dafür, daß das deutsche Völk nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich eine Schicksalsgemeinschaft geworden ist, die auch in der Zukunft durch nichts mehr zu zer­stören sein wird!

Das zweite Winterhilfswerk hat nur fünf Mo­nate umfaßt, während für das erste Winterhilfs­werk sechs zur Verfügung standen. Und trotzdem ist fein Erfolg bedeutend größer als der des ersten. Die Zahl der zu Betreuenden ist dank der Verbesserung der allgemeinen wirtschaft­lichen Lage gesunken, so konnte dem einzelnen mehr zugewendet werden als im vergangen Fahre. Das find Dinge, die naturgemäß als besonders be­achtenswert ins Gewicht fallen.

Wir wissen es ganz genau und brauchen kein Hehl daraus zu machen, es hat genug Leute ge­geben, die haben bei den Sammlungen gemault die haben dieses oder jenes auszusetzen gehabt und sind mit diesem oder jenem unzufrieden gewesen.. Wer aber bas große Werk unb feine Bedeutung betrachtet, muß zugeben, baß alle Kleinigkeiten ge­gen bas Ganze verblassen! Ja, mir können besten sicher sein, daß angesickts dieses Holges so man­cher von denen, die sich aus irgend welchen Grün­den abseits gestellt haben, nunmehr im Innern schämt. So ist das Winterhilfswerk gleichzeitig ein Erziehungswerk...

Weil es ein Werk des ganzen deutschen -Volkes war, ein Werk, bei dem jeder nach dem Ivlllen des Führers nicht geben, sondern opfern sollte, hält es schwer, das am Winterhilfswerk augu zählen ober hervorzuheben, was besonderes Lob verdient. Seine Verwaltung hat mit wenigen Hilfskräften und kleinen Verwaltungskosten ge­arbeitet, sie hat es verstanden, ahne Bürokratis­mus den Strom der Opfer den Bedürftigen rasch und ohne Hemmung zuzuleiten. Das Milllonen- heer der freiwilligen Helfer hat immer und immer wieder feine Pflicht getan, bei Wind und Wetter, bei guter oder bei schlechter Laune. Es hat sich nicht einschüchtern lassen durch Men­schen, denen das Verständnis für die Sache erst aufgehen mußte, es hat immer wieder den Auf­ruf des Führers vor Augen gehalten und stumm oder mit warmen Worten um die Opfer gebeten.

Wir erinnern uns an den Tag der natio­nalen Solidarität und die prächtige Stim­mung auf den Straßen, als sich die Opferwilligen zu den Sammelbüchsen drängten, wir erinnern uns ebensogern an den Tag der P o l i z e i, der das

gleiche Bild brachte. Wir erinnern uns an das große Volksweihnachten des letzten Jahres, an welchem jedem Volksgenossen Freude bereitet wurde. Wir erinnern uns daran, daß zahllose Ver­anstaltungen der Künstler und Sportler sich in den Dienst der guten Sache stellten und an i)em großen Werk mithalfen. Es ist unmöglich, im einzelnen aufzuzählen, was und wie geholfen wurde. Wie viele haben gegeben und immer wie- de r gegeben, denen es selbst schwer fiel, die aber immer eingedenk waren dessen, daß Hunger und Kälte weh tun! Alle haben eben damit be­wiesen, daß sie von wahrem Gemeinschaftsgeist er­füllt sind, der die stärkste und wichtigste Kraftquelle einer Nation ist.

Wenn sich das deutsche Volk von einigen unvor­sichtigen Schreibern im Auslande vorhalten lassen muß, daß es kein reiches Volk mehr sei, so. bedeutet zunächst nicht Reichtum das, was in Gold und Goldeswert vorhanden ist. Der Reich­tum eines Volkes bemißt sich auch danach, was es

leisten kann und will, was es bereit ist zu opfern, wenn es um Sein oder Nichtsein geht. Der Reichtum eines Volkes offenbart sich aber auch darin, daß es nicht Stätten des Elends und des Grauens gibt, daß nicht große Teile des Volkes dumpf dahinleben, sondern in allen Teilen leben­dig fühlen, denken und handeln. Nur ein solches Volk kann eine soziale Tat leisten, wie es das Winterhilfswerk ist, denn dieses Hilfswerk hat irgendwie alle Volksgenossen erfaßt, sei es als Spender oder Sammler, sei es schließlich als Volksgenosse, den das ganze Volk mit sorgender Hilfe umgab. Wir sind heute wirklich ein einig Volk von Brüdern, das sich in keiner Not und Gefahr trennen will Es wäre gut für die Menschheit, wenn der soziale Geist des deutschen Winterhilfswerkes alle Völker erfüllte, denn dann würde es mit der Not und dem Elend, dann würde es mit der Arbeitslosigkeit, dann würde es aber auch mit dem Krieg und Kriegsgefchrei ein Ende haben.

Der Rechenschaftsbericht des Winterhilsswerks.

Oer Führer empfängt Heichswaiter und Gauamtsleiter der NSV.

Da; zweite Winterhilfswerk des deutschen Volkes ist mit dem 31. März 1935 abgeschlossen. Damit hat' wiederum eine Aktion ihr Ende gefunden, deren Ausmaß so ungeheuer ist, daß es kein Bei­spiel für sie in der Geschichte des deut- s ch e n Volkes gibt. 13,5 Millionen Men­schen konnten im Winter 1934/35 yon der NS.° Dolkswohlsahrt betreut und vor Hunger ünd Kälte geschützt werden, und Sach- und Geldspenden in Höhe von 362 Millio­nen Mark wurden nach der vorläufigen Berech­nung in dieser Zeit aufgebracht und an die Be­dürftigen verteilt. Die Hauptträger der un­geheuren Arbeitslast des Winterhilfswerkes waren die Gauamtsleiter der NS. - Volks­wohl f a h r t in den Gauen der NSDAP. Sie haben mit außerordentlicher Hingabe und in vor­bildlicher Arbeitskameradschaft mit ihren vielen Tausenden von Mitarbeitern auch das Winterhilfs­werk 1934/35 möglich gemacht.

Der Führer hat daher nach Abschluß des Winterhilfswerkes 1934/35 Gelegenheit genommen, am Mittwoch 13.30 Uhr in der Reichskanzlei den Reichswalter der NSV., Hauptamtsleiter Hil- g e n f e l d t, und feine Gauamtsleiter zu empfan­gen und ihnen seinen Dank und seine An­erkennung für die geleistete Arbeit auszu­sprechen.

Reichsminister Dr. Goebbels, unter dessen Gesamtleitung und Oberaufsicht das Winterhilfswerk stand, stellte bei diesem Empfang die Gauamtsleiter dem Führer vor und gab dann in einer Ansprache die Leistungen des Winterhilfswer­kes 1934/35 bekannt. Die Männer des Winterhilfs­werkes, so betonte der Reichsminister in seiner An­sprache, sind wie im vergangenen Jahre auch heute bei Beendigung dieses großen sozialen Hilfwerkes vor Ihnen erschienen, um Rechenschaft abzulegen. Diese Männer haben im vergangenen Winter nicht nur mit großer Freude, sondern auch mit großem Stolz die Sorge getragen, die Sie, mein Führer, ihnen aufgebürdet haben. Ich habe nun die Freude,

Ihnen die vorläufigen Zahlen des dies­jährigen Winterhilfswerkes vortragen zu dürfen und

ich kann dabei mit Stolz und Befriedigung fest­stellen, daß das Winterhilfswerk des ersten Jah­res durch die Ergebnisse des zweiten Winter­hilfswerkes, obbwohl nur ein Monat zur Vor­bereitung zur Verfügung stand, noch weit­aus übertroffen worden ist. Das Win­terhilfswerk 1933/34 hatte ein Gesamtaufkommen von 358 Millionen Mark nachgewiesen, wäh­rend das Winterhilsswerk von 1934/35 nach der vorläufigen Berechnung, die noch bedeu­tend überschritten werden wird, bereits ein Gesamtaufkommen von 362 Millionen Mark er­geben hat, obwohl es einen Monat spä­ter einfehle als das Winterhilfswerk 1933/34. Das deutsche Volk hat sich abermals übertroffen und im zweiten Jahre des Winterhilfswerkes eine noch größere Opferbereitfchafl bewiesen als Jahre vorher.

Von dem errechneten Aufkommen entfallen auf Sachspenden 96 882 000 Mark, auf Geld­spenden 265 136 000 Mark. Diese Summen wer­den sich voraussichtlich sogar noch um Millio­nen Mark erhöhen. Neber die verausgabten Werte liegen bisher endgültige Zahlen erst bis zum 31. Januar 1935 vor. Es fehlen also noch zwei sehr wichtige Monate. Bis zum 31. Januar sind ausgegeben worden für: rund 56 Millionen Mk. Brennmaterialien, rund 59 Millionen Mk. Kartoffeln, fast 17 Millionen Mk. Brot und Mehl,

11 Millionen Mk. Fleisch und Fleischkonserven, 21 Millionen Mk. Lebensmittelgutscheine, 35 Millionen Mk. Kleidungsstücke,

6 Millionen Mk. Fische.

Ein neuer Beweis für die Wirtschaftsbelebung im neuen Deutschland und das Absinken der Ar­beitslosigkeit ist die Tatsache, daß im Winter 1933 noch 16 617 681 Menschen betreut werden mußten,

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Unter Bild zeigt den Führer mit Reichsminister Dr. G o e b b e l s und den Leitern und Mitarbeitern des WHW. im Hofe der Reichskanzlei. Hinter dem Führer steht der Reichsleiter der RSD. Erich Hilgen f eldt.

während im Jahre 1934/35 durchschnittlich nur 13486000 Menschen z u unterstützen waren.

Neben der unmittelbaren Wirkung des Winter­hilfswerkes sind weiterhin die indirekten Auswir­kungen nicht zu unterschätzen. So wurde z. B. u. a. der Absatzmarkt der Fischereihäfen -Städte günstig beeinflußt; allein in einem Mo­nat wurden über 31 v. H. der gesamten Anlandun­gen an Seefischen vom Winterhilsswerk ausgenom­men. 76 Millionen Plaketten und Ab­zeichen mit einem Gesamtherstellungspreis von fast vier Millionen Mark wurden in deutschen Notstandsgebieten hergestellt und sind hilfsbedürftigen Heimarbeitern zu­gute gekommen.

Neben diesem statistisch erfaßbaren materiellen Opfer des deutschen Volkes ist auch die innere Anteilnahme aller Bevölkerungs­kreise an dem hohen Gedanken dieses sozialen Hilfswerkes bei weitem größer als im Vorjahr ge­wesen. Aus der Fülle der vielfältigen Mühen unb Arbeiten, die ganze Berufskreise, Verbände und Or­ganisationen zugunsten des Winterhilfswerkes auf sich genommen haben, fei nur derlag der na­tionalen Solidarität" erwähnt, der alle führenden Persönlichkeiten des politischen und kul­turellen Lebens Deutschlands mit der Sammelbüchse auf der Straße sah und einen Rekorderfolg dar­stellte. Es sei ferner an dasVolksweihnach- t e n" auf den Straßen und Plätzen der Städte er­innert, das im ganzen deutschen Volke begeisterten Widerhall gefunden hat. Schließlich sei auch die Patenschaftsarbeit nicht vergessen, die mit ihrer persönlichen Liebestätigkeit von Mensch zu Mensch einer Verinnerlichung und einer wahrhaft nationalsozialistischen Durchdringung des Winter- hilfsgedankens die Wege bahnt.

Das deutsche Volk hat mit dem diesjährigen Winterhilfswerk, das trotz der immer noch nicht überwundenen Wirtfchaflsnol, trotz der Be­lastung Deutschlands mit gewaltigen und kost­spieligen Aufgaben abermals einen überwäl­tigenden Erfolg gegeben hat, der Welt wieder ein Beispiel von innerer Geschlossenheit und politischer Willenskraft gegeben, auf das es stolz fein kann. Wein Führer, die Wänner, die hier vor ihnen stehen, vertreten und reprä­sentieren Willionen von unbekann­ten Helfern, die sich fünf Wonate lang meistens die ganzen Sonntage und bis in die späten Nachtstunden hinein für das Winterhilfs- werk zur Verfügung gestellt haben. Sie möchten im Namen dieser vielen Willionen Ihnen, mein Führer, den Dank aussprechen, daß Sie ihnen eine so schöne und so stolze Aufgabe anvertraut haben. Sie sind aber auch stolz darauf, zu gleicher Zeit das ganze deutsche Volk repräsen­tieren zu können, das sich in diesem so­zialen Hilfswerk selb st ein Denk­mal gesetzt hat, das härter und dauernder sein wird als Stein und Erz.

Der Dank des Führers.

In einer Ansprache dankte bann ber Führer allen für bie große Arbeit, bie sie geleistet haben, unb bat sie, auch ben Dank auszubrücken all ben Millionen, bie mitgeholfen haben, unb barüber hin­aus bem ganzen beutfcfjen Volke, bas durch feine Opferwilligkeit dieses Werk gelingen ließ. So groß die soziale Leistung gewesen sei, so groß sei auch praktisch damit die politische Leistung. Diese Arbeit des Winterhilfswerkes habe dem nationalsozialistischen Deutschland vor der ganzen Welt zur Ehre gereicht. Es sei eine s o - zialistische Demonstration des heuti­gen Regimes und es wirke als soziale Demon­stration weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Mit dem Ausdruck des Dankes verband ber Füh­rer bie Bitte an die Amtswalter des WHW., s i ch auch im nächsten Herbst mieber mit ihrer ganzen Kraft zur Verfügung zu stellen. Denn das Winterhilfswerk werbe auch in Zukunft die große Aufgabe haben, die deutsche Volksgemeinschaft zu vertiefen. Es- wäre auch mög­lich gewesen, einfach auf dem Wege der Steuergesetzgebung einen Betrag von 300 ober 400 Millionen Mark einzuziehen unb biesen Betrag dann irgendwie zu verteilen. Aber ber m o - ralische, seelische und'geistige Erfolg würde nicht ein Zehntel von dem jetzigen sein. Es sei ein Untevschied, ob man 350 Millionen Mark als Steuer einbringe ober ob man biesen Be­trag einbringen lasse durch das soziale Ge­wissen ber Nation, durch das Gefühl und das Herz des Volkes. Aber gerade diese Haltung sei charakteristisch für das nationalsozialistische Deutschland.

Das Winterhilfswerk fei das sicherste Zeichen dafür, daß die nationalfozialistifche Revolution schon jetzt auch zu einer inneren geistigen Revolutionierung unseres Volkes geführt habe. Das fei mit ein Grund dafür, daß wir in alle Zukunft auf das Winter­hilfswerk nicht verzichten dürfen. Der Führer sprach die Hoffnung aus, bah das Er­gebnis des Winterhilfswerkes sich immer mehr steigere. Willionen von Wenschen würden er­kennen, daß es nicht nur ein Glück sei, be­schenkt zu werden, sondern ein viel grö­ßeres Glück, selb st zu schenken. Schon heute werde es im Gegensatz zur Zeit vor wenigen Jahren immer mehr als eine Ehre angesehen, für die notleidenden Volksgenossen