Ausgabe 
4.3.1935
 
Einzelbild herunterladen

Handball im Gau XII.

Im Gau Nordhessen führte das wichtigste Treffen des Tages die beiden Kasseler Spitzenreiter zu­sammen. Durch einen Sieg mit 9:7 (7:4) konnte Tuspo. 86/09 den knappen Vorsprung der Turn- gemeinde aufholen, und beide Mannschaften stehen nun mit je 22:6 Punkten und einem fast gleichen Torverhältnis an der Spitze. Die übrigen Mannschaften auf den vorderen Plätzen sind weiter zurückgefallen, da der Sonntag sonst im Zeichen von Erfolgen der am Ende stehenden Vereine stand. Tuspo Bettenhausen, noch vor drei Wochen ernsthaftester Anwärter auf dem Meistertitel, unter­lag auf eigenem Platze dem vorjährigen Gaumeister Tv. Wetzlar 4:6 (2:1), Kurhessen Kassel erreichte gegen die an letzter Stelle stehende Kasse­ler iura nur ein 4:4 (2:1) und Gießen 1900 wurde auf eigenem Platze mit dem sensationellen Ergebnis von 15:7 (8:2) von den E s ch w e g e r Turnern überfahren.

Die Ergebnisse des Sonntags. Bezirksklasse.

Pflichtspiel: Kurhessen Marburg Tv. Goßfelden'7:7 (0:2).

Freundschaftsspiele:

Tv. Lützellinden I Tv. Hochelheim I 8:5 (4:1); To. Lüetzelinden II Tv. Hochelheim II 11:4(2:0); To. Garbenheim Tv. Groß-Rechtenbach 2:6 (1:3); Tv. Dorlar Tv. Münchholzhausen komb. 11:3 (3:1); Tv. Dorlar Jgd. Tv. MünchholzhausenJgd. 8:3 (3:1).

1900 verliert gegen TV. 61 Efchwege 7:15 (2:8).

Wer geglaubt hatte, die 1900er könnten auf eige­nem Platz gegen TV. 61 Efchwege einen Sieg lan­den, wurde bitter enttäuscht. Die Gäste warteten mit einer geschlossenen Leistung auf, denen eine ebenso uneinheitliche der Platzbesitzer gegenüberstand. Aller­dings muß zugutegehalten werden, daß die Gie­ßener Mannschaft stark mit Ersatz durchsetzt war. Es spielten: Enders; Birkenstock, Funke; Koch I., Schott I., Johannesmeier; Schüler, Wlodarek, Stei­nes, Schott II., Herbert. Anfangs waren die Nollen verteilt. Efchwege ging durch einen Strafwurf in Führung, doch glich Schüler bald durch einen schö­nen Schrägwurf aus. Kurz darauf hieß es wieder 2:1 für die Turner. Jetzt holte Steines auf 2:2 auf. Der Kampf wogte immer noch hin und her, all­mählich kristallisierte sich jedoch eine leichte Ueber- legenheit der Gastmannschaft heraus, die mit einem sotten Spiel aufwartete. Diese Ueberlegenheit wäre aber bis zur Pause nicht in weiteren sechs Toren zum Ausdruck gekommen, wenn in 1900s Hinter­mannschaft nicht einige grobe Deckungsfehler ge­macht worden wären.

Nach dem Wechsel erschienen die Spielervereini­gungsleute mit umgestellter Mannschaft. Schüler nahm den Mittelstürmerposten und Funke später den Mittelläuferposten ein. Es wurde da­durch insofern eine kleine Besserung erzielt, als der Sturm seine Angriffe nicht mehr ganz so zusam­mengeballt wie in der ersten Halbzeit vortrug. Den sieben weiteren, zum Teil aus Prachtwürfen resul­tierenden Toren der Eschweger konnten wenigstens noch fünf (Wlodarek, Steines, Funke) entgegenge­setzt werden.

Zur Mannschaftskritik ist zu sagen, daß Eschwege ohne jeden Zweifel verdient gewann. Die besten Leute waren Torwart, linker Verteidiger und das Jnnentrio des Sturmes.

Bei 1900 wollte wieder nichts klappen. Die Mann­schaft muß wieder von Grund auf anfangen, ein System zu spielen. Enders im Tor tat vollauf seine Schuldigkeit. Er hielt, was zu halten war. Bei dem Verteidigerpaar BirkenstockFunke haperte es am notwendigen Verständnis untereinander. In der Läuferreihe konnte Schott I. den Mittelläufer Cre­mers nicht voll ersetzen. Die beiden Außenläufer Johannesmeier und Koch I. waren eminent fleißig und hielten sich tapfer. Jrn Sturm sah man nur selten Ansätze zu erfolgversprechenden Kombinatio­nen. Verschiedene gute Einzelleistungen wurden von Schüler, Wlodarek, Schott II. und Steines gezeigt. Herbert fiel jedoch ziemlich aus. Schiedsrichter D r o l s b a ch amtierte korrekt.

Sport Kassel steigt ab.

Fußball-Punkiespiele im Gau Nordhesfen.

Am Sonntag wurde bei den Fußball-Meister­schaftsspielen im Gau Nordhessen der erste Verein ermittelt, der in die zweite Klasse absteigt: Sport Kassel. Der Altmeister Kurhessen Kassel, der der Abstiegsgefahr auch noch nicht ganz entronnen ist, schlugSport" in überzeugendem Stil glatt 6:0 (1:0). Trotz ihres 3:2-(l:2)-Sieges über SC. 03 Kassel dürste die in der Tabelle an vorletzter Stelle stehende Spvgg. Langenselbold die Kasseler in die Bezirksklasse begleiten, dSnn Langenselbold hat nur noch ein Spiel auszutragen und kann höchstenfalls noch auf 12 Punkte kommen, während das auch noch nicht ganz gerettete Kurhessen Kassel bereits elf Punkte aufweisen kann und noch zwei Spiele ausstehen hat. Zudem hatKurhessen" ein weit­aus besseres Torverhältnis wie Langenselbold. Das dritte Treffen des Sonntags, Hessen Hersfeld gegen Spielverein Kassel 2:4 (0:2), war weder für den Abstieg noch für die Meisterschaft von Bedeutung.

Nur ein Fußball-Meisterschastsspiel im Gau Südwest

Das einzige Gauligcrspiel im Gau Südwest, das Treffen FK. Pirmasens FSV. Frank­furt, war für die Meisterschaft insofern von Be­deutung, als der FK. Pirmasens noch die einzige Mannschaft ist, die den führenden Ludwigshafener Phönix noch einholen oder überholen kann. Die an sich schon geringen Chancen der Pirmasenser find amBornheimer Hang" weiter geschmälert worden, da in einem torlosen Spiel nur ein Punkt gerettet werden konnte.

Pflichtspiel: Dillenburg1900 4:4.

Das einzige Punktespiel in der Bezirksklasse der Gruppe Oberhessen, das am gestrigen Sonntag ausgetragen wurde, fand in Dillenburg statt und führte die ersten Mannschaften der Spiewereinigung 1900 Gießen und des Reichsbahn-Turn- und Sport­vereins Dillenburg zusammen. Der Kampf endete mit einem Unentschieden. Das Ergebnis lautete 4:4.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

vfV.-Reichsbahn I Frohnhausen I 1:4 (0:3).

Die Mannschaft des VfB.-Reichsbahn, die zu dem gestrigen Kampf gegen Frohnhausen mit mehr­fachem Ersatz antreten mußte, bereitete den Zu­schauern eine Enttäuschung. Die Elf schwamm fast

während der ganzen Spielzeit, raffte sich zu keiner einheitlichen Leistung auf. Der ersten Torchancen für die Hiesigen waren in der ersten Halbzeit wenige, und in der zweiten fast keine. Das Spiel war im übrigen ein typisches Freundschaftsspiel, das wohltemperiert verlief.

Der Spielverlauf sah die Gäste fast stets den Ton angeben. Sie operierten mit einer außerordent­lichen Fixigkeit und während der ersten 15 Minu­ten. mit einem Eifer, der geradezu vorbildlich zu nennen war. Sie gaben auch das Tempo an und forderten die Gastgeber heftig heraus. Das Tempo wurde zwar nicht das ganze Spiel über durchgehal­ten, bis zur Halbzeit konnte man aber feine helle Freude an dem Spiel der Landmannschaft haben. Böllig verdient fiel in der 15. Minute das erste Tor durch den Halbrechten der Gäste. Der Tor­mann der Grünweißen mußte den Ball, der ihm über die Hand entglitt, passieren lassen. In leben­digem Wechsel ging das Spiel weiter. Die Grün­weißen gingen nun etwas mehr ins Zeug, brachten einige Angriffe gut vor das Tor der Gäste, fetzten einige Male zu aussichtsreichen Torschüssen an, aber die Verteidigung von Frohnhausen wußte die Erfolge immer im letzten Bruchteil der Sekunden zu verhindern. Die VsBer mußten in der 25. Minute das zweite Tor hinnehmen. Der Rechtsaußen der Gäste setzte den Ball tadellos und unhaltbar dicht unter die Querlatte. Der Kampf ließ nun etwas nach, die Gäste waren aber immer noch eifriger, als die Platzbesitzer. Bei den Hiesigen ließ die Ar­beit der Läuferreihe zu wünschen übrig, die den Sturm, der auch seinerseits wenig glücklich ope­rierte, zu wenig unterstützte. In der 40. Minute fiel das dritte Tor, das wiederum der Halbrechte der Gäste mit einem ausgezeichnet placierten Schuß in die rechte untere Ecke erzielte. Nach der Pause gab es einen ohne besonderen Anlaß vom Schieds­richter verhängten Elfmeterball, den die Gießener aber absichtlich nicht verwandelten. Fast die ganze zweite Spielhälfte verlief in ziemlich ruhiger Kamp- eshandlung. Man sah auf beiden Seiten keine großen Aktionen mehr. In der 35. Minute fiel das Ehrentor für die Grünweißen, das fast ein Selbst­tor (durch den Torwart der Frohnhäuser) zu nen­nen war. Wenige Minuten später fiel dann das vierte Tor des Tages. Die Gäste hatten das Tor

Der erste Märzfonntag brachte den deutschen Fuß­ballern die beiden Vorschlußrunden-Spiele um den Fußballpvkal. Man hatte sich dabei schon auf die Sensation gefreut, daß die beiden Außenseiter Ba­den und Mitte, die zweiNationalmannschaften" auf dem Gewissen haben, auch die letzten Hürden nehmen würden. Dem Gau Mitte gelang dies durch einen kaum glaublichen 4:2 Sieg in Hamburg gegen Nordmark, und das, obwohl Nordmark bei Halbzeit 2:0 führte! Die Badener dagegen strauchelten in Berlin. Sie verloren nach gleichwerttgem Kampf 1:0. Demnach werden Gau Brandenburg und Gau Mitte das Endspiel am 23. Juni bestreiten.

Brandenburg Vaden 1:0 (1:0).

Der Sieg der Berliner war glücklich, denn die badische Mannschaft stand ihrem Gegner in nichts nach. Die Badener spielten von der ersten Minute an sehr gut. Das einzige Tor fiel in der 37. Mi­nute durch Ballendat, der einen Paßball Daudas aus kürzester Entfernung unhaltbar einlenkte. Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Berli­ner dominieren, gar bald wieder nahm Baden das Heft in die Hand; die letzten 20 Minuten dürften den bangenden Berlinern noch geraume Zeit in Er­innerung bleiben. Nach dem siegbringenden Treffer wurde die Verteidigung noch mehr verstärkt. Gegen dieses Bollwerk rannten die Badener vergebens an.

Korbmarf Mitte 2:4 (2:0).

Der Sieg des Gaues Mitte kann als die lieber» raschung des Tages angesprochen werden. Er brachte es fertig, die mit vier Nationalspielern antretende Nordmark klar auszuschalten, obwohl er selbst nicht einen einzigen Mann in seinen Reihen besitzt, der als Einzelspieler überragend wäre. Die Elf des Gaues Mitte bewies es wieder einmal, daß Kön­nen allein nicht maßgebend ist, sie zeigte, daß der Geist sehr oft allein den Ausschlag zu geben vermag.

10 000 Zuschauer wohnten dem Spiel in Ham-

der Hiesigen heftig bedrängt, ein guter Torschuß war abgewehrt worden, im Nachschuß aber wurde der Gießener Torhüter doch überrascht und die Nie­derlage klar besiegelt.

Es war interessant festzustellen, daß sich die Gäste in ihrer Technik wesentlich verbessert haben und ein schönes flüssiges und flaches Kombinationsspiel zeigten. Die Gießener Elf litt, wie schon erwähnt, unter dem mangelnden gegenseitigen Verständnis. Schiedsrichter Miller- Wetzlar korrekt.

Die 2. Mannschaft konnte, trotzdem sie gezwungen war, da ein Mann unentschuldigt ausblieb, mit zehn Mann anzutreten, ein Unentschieden in Krof­dorf erzielen. Nach anfänglicher Führung der Gie­ßener glich Krofdorf aus. Alle weiteren An­strengungen beider Mannschaften waren vergeblich.

Die dritte Mannschaft kehrte mit einem ll:l-Sieg aus Langgöns heim. Das ganze Spiel stand im Zeichen einer eindeutigen Ueberlegenheit der Gäste, die, nachdem sie die Widerstandskraft der Gastgeber durch ihr Kombinationsspiel zermürbt hatten, ein Tor nach dem andern erzielten.

Fußballabteilung des Tumvereins Wieseck.

Lollar I Wieseck I 6:1.

Zu einem Freundschaftsspiele sollten sich diese Mannschaften am Sonntag in Lollar gegenübertre­ten. Der Beginn des Spieles verzögerte sich sehr. Lollar war komplett, während Wieseck nur sechs Mann zur Stelle hatte, die sich noch durch drei anwesende Spieler der zweiten Mannschaft ergänz­ten und mit neun Mann das Spiel durchführten. Wieseck hielt sich trotzdem sehr gut und konnte auch durch einen Elfmeter in Führung gehen. Lange dauerte es, bis Lollar zum Ausgleichstor (kurz vor Halbzeit) kam. In dieser Zeit zeigte der Ersatzhüter der Gäste sehr gute Leistungen.

Nach dem Seitenwechsel drückte Lollar mehr und kam auch bald zum Führungstor. Das harte Spiel der Gastgeber brachte Wieseck mehr in die Defen­sive. Die wenigen gefährlichen Durchbrüche der Gäste fielen den Entscheidungen des Unparteiischen zum Opfer. Lollar kam dann noch zu vier weiteren Treffern, die der Ersatzhüter nicht verhindern konnte. So kam Lollar zu einem eindeutigen Siege, der dem Spielverläufe allerdings nicht ganz ent­spricht. Das vorgesehene Spiel der zweiten Mann­schaften kam nicht zum Austrag, da Lollar nur mit sechs und Wieseck nur mit acht Mann zur Stelle war.

bürg bei, die mit Begeisterung der ersten Halbzeit folgten, in der die Einheimischen in jeder Beziehung dominierten und einen verdienten 2:0 Vorsprung durch Rohwodder und Panse herausholten. Nach dem Seitenwechsel gab es jedoch immer längere Gesichter. Rohde-Eimsbüttel, Verteidiger in der Nordmark- Mannschaft, schied verletzt aus, der Torhüter Kath beging einige Fehler und schon hatten die stark auf- tommenben Vertreter des Gaues Mitte den Aus­gleich erzielt. Schlag und Reinmann waren die Torschützen. Die Stimmung sank bei den Zuschauern noch mehr, als Reinmann gar noch der Führungs­treffer glückte. Mit feiner 2:3-Führung beherrschte der Gau Mitte das Feld und konnte durch Schlag sogar noch einen vierten Treffer buchen.

Westdeutschland-Ostholland 1 :l(O:l)

10 000 Zuschauer erlebten in Düsseldorf einen recht unglücklichen Kampf ihrer westdeutschen Elf. Sie war den Holländern überlegen, hatte aber das Pech, dem Gegner ein Tor zu schenken und brachte dann gegen die raffinierte Verteidigung nicht mehr die Energie für den Siegestreffer auf. Das Spiel be­gann wenig erfreulich. Auf beiben Seiten vermißte man die Durchschlagskraft, die Angriffe blieben meist schon bei den gegnerischen Läufern hängen. Die Hol­länder operierten wieder sehr geschickt mit ihrer Ab­seitsfalle. Zuerst erholten sich die Westdeutschen. .Zahlreiche Gelegenheiten wurden verpaßt. Ein Eigentor verhalf dann den Holländern kurz vor der Pause zum Führungstreffer. Nach der Pause wurde die Ueberlegenheit des Westens noch deut­licher. In der 20. Minute fiel dann durch Graf der Ausgleichstreffer.

Die westdeutsche Elf erwies sich zwar den Hol­ländern überlegen, ihr Spiel enttäuschte aber den­noch in gar mancher Beziehung. Auf beiden Seiten entpuppten sich die Hintermannschaften als sehr gut.

18. August: 25jährlges Bestehen vonNassovia Limburg. 50-Kilometer-Straßenrennen in Lim­burg. Veranstalter: Nassovia Limburg.

25. August: Wanderfahrt (Kreis Wetterau-Taunus) nach Griedel. Wanderfahrt (Kreis Rhein-Lahn) nach Hohlenfels.

1. September: Großer Jubiläumspreis über 210 Kilometer und Bahnrennen in Gießen. Veranstalter: 1885 Gießen.

8. September: Wanderfahrt (Kreis Gießen) nach dem Schiffenberg.

15. September: Bezirksjugendfest in Wieseck. 22. September: Bergmeisterschaft in Crcmsderg-Ts. Drei neue Rekorde beim Schwimmfest

in Magdeburg.

Am Samstag begann das große nationale Schwimmfest von Magdeburg 96, in dessen Mittel­punkt der Klubkampf zwischen Berlin 89, Bremischer SV. und Magdeburg 96 steht. In der 4X200-M- Kraulstaffel stellten die Magdeburger mit 9:22,2 einen neuen Europarekord auf und unterboten die alte Bestleistung der Ungarn ganz beträchtlich. Der veranstaltende Verein konnte außerdem noch zwei weitere deutsche Staffelbestleistungen erzielen. In der 4X50-m-Kraulstaffel schlugen die Magdeburger zusammen mit dem Bremischen SV. in der neuen Rekordzeit von 1:48,7 (alte Bestleistung 1:48,8) und in der 10X50-m-Kraulstaffel erzielten die 96er mit 4:41,2 (bisher 4:43,3) ebenfalls eine neue deutsche Höchstleistung. Die 4X200-m-Bruststaffel gewann der 1. Frankfurter SC. sicher gegen Hellas Magde­burg. Ueber 100-m-Kraul war Fischer (Bremen) in 59,2 der Schnellste. Auch die 10X200-m-Kraul- staffel gewann Bremen. Deiters (Magdeburg) 96 war über 850-m-Kraul der Beste. Im Schwimm- Dreiklubkampf führt Magdeburg 96 am ersten Tage mit 51 Punkten vor Bremen mit 46 und Berlin mit 33 Punkten.

12=km=£ang(äufe in Holmenkollen.

Bogner im Kombinattonslauf auf dem 9. Platz.

Zehntausende von Zuschauern hatten sich am Samstag beim Holmenkollen-17-km-Langlauf für Einzel- und Kombinationswertung eingefunoen. Auch hier waren die Norweger wieder ganz eindeutig überlegen. Im Spezial-Langlauf, den Arne Rud- ftabftuen mit drei Minuten Vorsprung in 1:15:04 Std. von Arne Larsen gewann, belegten die Nor­weger die ersten vier Plätze. Der Finne M. Lähds als schnellster Ausländer wurde Fünfter. Die Deut­schen hatten großes Pech, denn drei Mann gaben auf. Leupold und Ponn kamen auf einen Zatschen Weg und verloren wertvolle Minuten, so daß sie aufgaben. Ebenso streckte Dr. Ziegler die Waffen. Bester Deutscher war so Friedl D ä u - der in 1:26:35 ungefähr auf dem 55. Platz. .Zellev kam zwischen den 70. und 80. Rang und Rieke, der ich einen Ski brach, das Rennen aber tapfer zu Ende lief, war nicht unter den ersten Hundert. Da­gegen schnitten wir im Kombinationslauf weit besser ab. Der ausgezeichnete Willi Bogner (München) war in der guten Zeit von 1:22:24 Std. bester Ausländer und belegte einen sehr schönen 9. Platz. Schnellster war der FIS=Sieger O. Hagen mit 1:18:10 Std. vor O. Hoffsbakken und S. Brodahl. Alle anderen Deutschen, mit Ausnahme von Walter Motz, der, sehr günstig im Rennen liegend, einen schweren Sturz tat und aufgeben mußte, waren unter den ersten Fünfzig zu finden.

OIympia-Fechter-KurS abgeschlossen.

Der achttägige Olympia-Kurs der Fechter unter Leitung des Führers der deutschen Fechter, Erwin C a s m i r (Frankfurt a. M.), wurde am Sonntag zu Enhe geführt. Am letzten Tage mußten sich die Teilnehmer den Prüfungen im Degenfechten unter­ziehen. Der Frankfurter Rosenbauer erwies sich hier als der Beste mit 14 Punkten, nachdem er im Stichkampf Röthig (Hamburg) besiegt hatte. Po­lizei-Oberleutnant Lerdon kam auf den dritten Platz vor Adam (Wiesbaden).

Kurze Sporinoiizen.

Der bisherige Preffereferent des Reichssportführers Herbert Obscherningkat ist einer Berufung an den deutschen Kurzwellensender gefolgt. An seiner Stelle wurde Guido von M e n g- den, der Pressereferent des DFB., mit der Leitung der Pressestelle des Reichssportführers beauftragt« *

Beim Tennisturnier in Monte Carlo schlug in der Vorschlußrunde der Italiener Pal­mieri Gottfried von Cramm überraschend' in fünf Sätzen 6:4, 0:6, 2:6, 7:5, 8:6.

*

D i eletzten Vier" im Kampf um den eng­lischen Fußball-Pokal sind: Bolton Wanderers, Westbromwich-Albion, Sheffield-Wednesday und Burnley. Ausgeschieden sind: Everton, Preston- Northend, Arsenal und Birmingham.

*

Zum Schwell ng-Hamas = Kampf am 10. März in Hamburg liegt jetzt die genaue Kampf­folge fest. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr mit dem Kampf Heuser - Carvill (England), bann folgt -die Begegnung Witt-Simons (England). An­schließend steigt der Hauptkampf Schmeling - Hamas und zum Schluß stehen sich Bälck und der Englän­der Moody gegenüber. Die Arbeiten in der Halls sind soweit gediehen, daß der Bau am Freitag, 8. März, den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden kann.

Eine Eishockey - Sensation gab es in London. Der unvergleichliche Siegeszug des Well­meisters wurde dort gestoppt. Die Winnipeg-Mo­narchs schlugen zwar noch Streatham mit 14:3, von den Wembley Lions wurden sie aber mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) geschlagen.

*

In Hamar wurde bas internationale Turnier! im Eisschnelläufen bei starker Kälte beenbet. Unsere beiden Vertreter waren auch diesmal der norwegi­schen Klasse nicht gewachsen. Ueber 1500 und 3000 Meter konnte sich wieder der Berliner Sarnes vor dem deutschen Meister Sandtner (München) pla­cieren. lieber 1500 Meter kam Sarnes auf den 11., Sandtner auf den 16. Platz; über 3000 Meter wurdS Sarnes Zehnter, Sandtner Fünfzehnter.

Gegen spröde Haut

Leo krem

mit Sonnen - Vitamin

Sportprogramm 1935 der Radfahrer im Bezirk Gießen.

Der Bezirk Gießen im Gau XII des Deutschen Radfahrerbundes hat nunmehr fein (Sportprogramm für das Jahr 1935 zusammengestellt. Das Pro­gramm bringt eine Reihe von Veranstaltungen, die von den Freunden des Radsportes mit besonderem Interesse verfolgt werden dürften. Für Gießen sind neben großen Streckenrennen auch wieder verschie­dene Bahnveranstaltungen vorgesehen, die der Rad­fahrerverein 1885 trägt und damit eine Hebung fortsetzt, die sich in unserer Stadt schon zahlreiche Freunde erworben hat. Das nachstehende Programm ist dem Studium der Sportfreunde in allen Lagern empfohlen.

10. März: Opfer tag in Gießen. Querfeldein­rennen in Gießen. (Start 9 Uhr Karlsruhe.)

24. März: Punktespiele im Sechser-Rasenradball in Wieseck. Beginn 9 Uhr. 85 GießenKrofdorf, 85 Gießen Wieseck, Wieseck Krofdorf.

31. März: Bezirksmeifterschaften im Saalfahren in Niedergirmes.

7. April: Punktespiele im Rasenradball in Aßlar. 14. April: 50 - Kilometer - Bezirksrennen, 30 - Kilo­meter-Jugendrennen, 100 Kilometer Unbekann­ter Sportsmann in Gießen, 50 Kilometer Erster Schritt in Gießen, Limburg, Alsfeld.

22. April: Eröffnungsbahnrennen in Gie­ßen. (Veranstalter 1885 Gießen.) Punktespiele im Rasenradball in Gießen. Aßlar Wieseck; Krofdorf Aßlar.

5. Mai: Gaumeisterschaften im Saalfahren in Kas­sel. Wanderfahrt (Kreis Vogelsberg) nach Hom­berg (Ohm). Wanderfahrt (Kreis Rhein/Lahn) nach Schaumburg.

12. Mai: Bahnrennen in Gießen. (Veran­stalter 1885.)

19. Mai: Wanderfahrt '(Kreis Gießen) nach Nieder­girmes. Punktspiele im Rasenradball in Nieder­girmes. 1885 Gießen Niedergirmes, 1885 Gie­ßen Aßlar.

26. Mai: Waldesluftpokal im Zweier-Radball in Wieseck. Sternbezirkswanderfahrt zur Waldeslust.

30. Mai: Wanderfahrt (Kreis Wetterau/Taunus) nach Anspach (Taunus).

2. Juni: Rund um Alsfeld. 240 Kilometer. (Reichs­offen.) Veranstalter: 1890 Alsfeld. Punktespiele im Rasenradball in Krofdorf. Krofdorf Nie­dergirmes, Krofdorf Wieseck.

8. bis 10. Juni: Pfingstwandersahrt der Jugend nach der Herchenhainer Höhe mit Abstecher nach Hohe- rodskopf usw.

16. Juni:Rund um Cransberg". 125 Kilometer. (Gauoffen.) Wanderfahrt (Kreis Vogelsberg) nach dem Herzberg.

23. Juni: Erster Schritt Zwischenlauf in Kassel.

29. Juni: 50jähriges Bestehen von 1885 Gießen.

30.Juni: Bahnrennen in Gießen. (Veran­stalter 1885 Gießen.)

6. Juli: 25jähriges Bestehen in Krofdorf.

7. Juli: 100 Kilometer Bezirksrennen um die Mei­sterschaft, in Krofdorf. 30 Kilometer Jugendren­nen in Krofdorf.

14. Juli: 100-Kilometer-Gaurennen um die Meister­schaft in Kassel. Wanderfahrt (Kreis Gießen) ins Salzbödetal (Wißmar). Wanderfahrt (Kreis Wet- terau-Taunus) nach Oberroßbach.

21. Juli: Bezirksmeisterschaften im Vierer - Mann­schaftsfahren in Wölfersheim. Wanderfahrt (Kreis Rhein-Lahn) nach (Samberg. Wander­fahrt (Kreis Vogelsberg) nach Schloß Eisenbach.

4. August: ©aufportfeft des R f L. in Gie­ßen. Bahnrennen in Gießen. Veranstalter: 1885 Gießen.

11. August: 150-Kilometer-Bezirksrennen (gauoffen) in Alsfeld. 30-Kilometer-Jugendrennen in Als­feld.

tim den deutschen Fußballpvkal.

Brandenburg und Mitte qualifizieren sich für das Endspiel.