Handball im Gau XII.
Im Gau Nordhessen führte das wichtigste Treffen des Tages die beiden Kasseler Spitzenreiter zusammen. Durch einen Sieg mit 9:7 (7:4) konnte Tuspo. 86/09 den knappen Vorsprung der Turn- gemeinde aufholen, und beide Mannschaften stehen nun mit je 22:6 Punkten und einem fast gleichen Torverhältnis an der Spitze. Die übrigen Mannschaften auf den vorderen Plätzen sind weiter zurückgefallen, da der Sonntag sonst im Zeichen von Erfolgen der am Ende stehenden Vereine stand. Tuspo Bettenhausen, noch vor drei Wochen ernsthaftester Anwärter auf dem Meistertitel, unterlag auf eigenem Platze dem vorjährigen Gaumeister Tv. Wetzlar 4:6 (2:1), Kurhessen Kassel erreichte gegen die an letzter Stelle stehende Kasseler iura nur ein 4:4 (2:1) und Gießen 1900 wurde auf eigenem Platze mit dem sensationellen Ergebnis von 15:7 (8:2) von den E s ch w e g e r Turnern überfahren.
Die Ergebnisse des Sonntags. Bezirksklasse.
Pflichtspiel: Kurhessen Marburg — Tv. Goßfelden'7:7 (0:2).
Freundschaftsspiele:
Tv. Lützellinden I — Tv. Hochelheim I 8:5 (4:1); To. Lüetzelinden II — Tv. Hochelheim II 11:4(2:0); To. Garbenheim — Tv. Groß-Rechtenbach 2:6 (1:3); Tv. Dorlar — Tv. Münchholzhausen komb. 11:3 (3:1); Tv. Dorlar Jgd.— Tv. MünchholzhausenJgd. 8:3 (3:1).
1900 verliert gegen TV. 61 Efchwege 7:15 (2:8).
Wer geglaubt hatte, die 1900er könnten auf eigenem Platz gegen TV. 61 Efchwege einen Sieg landen, wurde bitter enttäuscht. Die Gäste warteten mit einer geschlossenen Leistung auf, denen eine ebenso uneinheitliche der Platzbesitzer gegenüberstand. Allerdings muß zugutegehalten werden, daß die Gießener Mannschaft stark mit Ersatz durchsetzt war. Es spielten: Enders; Birkenstock, Funke; Koch I., Schott I., Johannesmeier; Schüler, Wlodarek, Steines, Schott II., Herbert. Anfangs waren die Nollen verteilt. Efchwege ging durch einen Strafwurf in Führung, doch glich Schüler bald durch einen schönen Schrägwurf aus. Kurz darauf hieß es wieder 2:1 für die Turner. Jetzt holte Steines auf 2:2 auf. Der Kampf wogte immer noch hin und her, allmählich kristallisierte sich jedoch eine leichte Ueber- legenheit der Gastmannschaft heraus, die mit einem sotten Spiel aufwartete. Diese Ueberlegenheit wäre aber bis zur Pause nicht in weiteren sechs Toren zum Ausdruck gekommen, wenn in 1900s Hintermannschaft nicht einige grobe Deckungsfehler gemacht worden wären.
Nach dem Wechsel erschienen die Spielervereinigungsleute mit umgestellter Mannschaft. Schüler nahm den Mittelstürmerposten und Funke später den Mittelläuferposten ein. Es wurde dadurch insofern eine kleine Besserung erzielt, als der Sturm seine Angriffe nicht mehr ganz so zusammengeballt wie in der ersten Halbzeit vortrug. Den sieben weiteren, zum Teil aus Prachtwürfen resultierenden Toren der Eschweger konnten wenigstens noch fünf (Wlodarek, Steines, Funke) entgegengesetzt werden.
Zur Mannschaftskritik ist zu sagen, daß Eschwege ohne jeden Zweifel verdient gewann. Die besten Leute waren Torwart, linker Verteidiger und das Jnnentrio des Sturmes.
Bei 1900 wollte wieder nichts klappen. Die Mannschaft muß wieder von Grund auf anfangen, ein System zu spielen. Enders im Tor tat vollauf seine Schuldigkeit. Er hielt, was zu halten war. Bei dem Verteidigerpaar Birkenstock—Funke haperte es am notwendigen Verständnis untereinander. In der Läuferreihe konnte Schott I. den Mittelläufer Cremers nicht voll ersetzen. Die beiden Außenläufer Johannesmeier und Koch I. waren eminent fleißig und hielten sich tapfer. Jrn Sturm sah man nur selten Ansätze zu erfolgversprechenden Kombinationen. Verschiedene gute Einzelleistungen wurden von Schüler, Wlodarek, Schott II. und Steines gezeigt. Herbert fiel jedoch ziemlich aus. Schiedsrichter D r o l s b a ch amtierte korrekt.
Sport Kassel steigt ab.
Fußball-Punkiespiele im Gau Nordhesfen.
Am Sonntag wurde bei den Fußball-Meisterschaftsspielen im Gau Nordhessen der erste Verein ermittelt, der in die zweite Klasse absteigt: Sport Kassel. Der Altmeister Kurhessen Kassel, der der Abstiegsgefahr auch noch nicht ganz entronnen ist, schlug „Sport" in überzeugendem Stil glatt 6:0 (1:0). Trotz ihres 3:2-(l:2)-Sieges über SC. 03 Kassel dürste die in der Tabelle an vorletzter Stelle stehende Spvgg. Langenselbold die Kasseler in die Bezirksklasse begleiten, dSnn Langenselbold hat nur noch ein Spiel auszutragen und kann höchstenfalls noch auf 12 Punkte kommen, während das auch noch nicht ganz gerettete Kurhessen Kassel bereits elf Punkte aufweisen kann und noch zwei Spiele ausstehen hat. Zudem hat „Kurhessen" ein weitaus besseres Torverhältnis wie Langenselbold. Das dritte Treffen des Sonntags, Hessen Hersfeld gegen Spielverein Kassel 2:4 (0:2), war weder für den Abstieg noch für die Meisterschaft von Bedeutung.
Nur ein Fußball-Meisterschastsspiel im Gau Südwest
Das einzige Gauligcrspiel im Gau Südwest, das Treffen FK. Pirmasens — FSV. Frankfurt, war für die Meisterschaft insofern von Bedeutung, als der FK. Pirmasens noch die einzige Mannschaft ist, die den führenden Ludwigshafener Phönix noch einholen oder überholen kann. Die an sich schon geringen Chancen der Pirmasenser find am „Bornheimer Hang" weiter geschmälert worden, da in einem torlosen Spiel nur ein Punkt gerettet werden konnte.
Pflichtspiel: Dillenburg—1900 4:4.
Das einzige Punktespiel in der Bezirksklasse der Gruppe Oberhessen, das am gestrigen Sonntag ausgetragen wurde, fand in Dillenburg statt und führte die ersten Mannschaften der Spiewereinigung 1900 Gießen und des Reichsbahn-Turn- und Sportvereins Dillenburg zusammen. Der Kampf endete mit einem Unentschieden. Das Ergebnis lautete 4:4.
VfB.-Reichsbahn Gießen.
vfV.-Reichsbahn I — Frohnhausen I 1:4 (0:3).
Die Mannschaft des VfB.-Reichsbahn, die zu dem gestrigen Kampf gegen Frohnhausen mit mehrfachem Ersatz antreten mußte, bereitete den Zuschauern eine Enttäuschung. Die Elf schwamm fast
während der ganzen Spielzeit, raffte sich zu keiner einheitlichen Leistung auf. Der ersten Torchancen für die Hiesigen waren in der ersten Halbzeit wenige, und in der zweiten fast keine. Das Spiel war im übrigen ein typisches Freundschaftsspiel, das wohltemperiert verlief.
Der Spielverlauf sah die Gäste fast stets den Ton angeben. Sie operierten mit einer außerordentlichen Fixigkeit und während der ersten 15 Minuten. mit einem Eifer, der geradezu vorbildlich zu nennen war. Sie gaben auch das Tempo an und forderten die Gastgeber heftig heraus. Das Tempo wurde zwar nicht das ganze Spiel über durchgehalten, bis zur Halbzeit konnte man aber feine helle Freude an dem Spiel der Landmannschaft haben. Böllig verdient fiel in der 15. Minute das erste Tor durch den Halbrechten der Gäste. Der Tormann der Grünweißen mußte den Ball, der ihm über die Hand entglitt, passieren lassen. In lebendigem Wechsel ging das Spiel weiter. Die Grünweißen gingen nun etwas mehr ins Zeug, brachten einige Angriffe gut vor das Tor der Gäste, fetzten einige Male zu aussichtsreichen Torschüssen an, aber die Verteidigung von Frohnhausen wußte die Erfolge immer im letzten Bruchteil der Sekunden zu verhindern. Die VsBer mußten in der 25. Minute das zweite Tor hinnehmen. Der Rechtsaußen der Gäste setzte den Ball tadellos und unhaltbar dicht unter die Querlatte. Der Kampf ließ nun etwas nach, die Gäste waren aber immer noch eifriger, als die Platzbesitzer. Bei den Hiesigen ließ die Arbeit der Läuferreihe zu wünschen übrig, die den Sturm, der auch seinerseits wenig glücklich operierte, zu wenig unterstützte. In der 40. Minute fiel das dritte Tor, das wiederum der Halbrechte der Gäste mit einem ausgezeichnet placierten Schuß in die rechte untere Ecke erzielte. Nach der Pause gab es einen ohne besonderen Anlaß vom Schiedsrichter verhängten Elfmeterball, den die Gießener aber absichtlich nicht verwandelten. Fast die ganze zweite Spielhälfte verlief in ziemlich ruhiger Kamp- eshandlung. Man sah auf beiden Seiten keine großen Aktionen mehr. In der 35. Minute fiel das Ehrentor für die Grünweißen, das fast ein Selbsttor (durch den Torwart der Frohnhäuser) zu nennen war. Wenige Minuten später fiel dann das vierte Tor des Tages. Die Gäste hatten das Tor
Der erste Märzfonntag brachte den deutschen Fußballern die beiden Vorschlußrunden-Spiele um den Fußballpvkal. Man hatte sich dabei schon auf die Sensation gefreut, daß die beiden Außenseiter Baden und Mitte, die zwei „Nationalmannschaften" auf dem Gewissen haben, auch die letzten Hürden nehmen würden. Dem Gau Mitte gelang dies durch einen kaum glaublichen 4:2 Sieg in Hamburg gegen Nordmark, und das, obwohl Nordmark bei Halbzeit 2:0 führte! Die Badener dagegen strauchelten in Berlin. Sie verloren nach gleichwerttgem Kampf 1:0. Demnach werden Gau Brandenburg und Gau Mitte das Endspiel am 23. Juni bestreiten.
Brandenburg — Vaden 1:0 (1:0).
Der Sieg der Berliner war glücklich, denn die badische Mannschaft stand ihrem Gegner in nichts nach. Die Badener spielten von der ersten Minute an sehr gut. Das einzige Tor fiel in der 37. Minute durch Ballendat, der einen Paßball Daudas aus kürzester Entfernung unhaltbar einlenkte. Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Berliner dominieren, gar bald wieder nahm Baden das Heft in die Hand; die letzten 20 Minuten dürften den bangenden Berlinern noch geraume Zeit in Erinnerung bleiben. Nach dem siegbringenden Treffer wurde die Verteidigung noch mehr verstärkt. Gegen dieses Bollwerk rannten die Badener vergebens an.
Korbmarf — Mitte 2:4 (2:0).
Der Sieg des Gaues Mitte kann als die lieber» raschung des Tages angesprochen werden. Er brachte es fertig, die mit vier Nationalspielern antretende Nordmark klar auszuschalten, obwohl er selbst nicht einen einzigen Mann in seinen Reihen besitzt, der als Einzelspieler überragend wäre. Die Elf des Gaues Mitte bewies es wieder einmal, daß Können allein nicht maßgebend ist, sie zeigte, daß der Geist sehr oft allein den Ausschlag zu geben vermag.
10 000 Zuschauer wohnten dem Spiel in Ham-
der Hiesigen heftig bedrängt, ein guter Torschuß war abgewehrt worden, im Nachschuß aber wurde der Gießener Torhüter doch überrascht und die Niederlage klar besiegelt.
Es war interessant festzustellen, daß sich die Gäste in ihrer Technik wesentlich verbessert haben und ein schönes flüssiges und flaches Kombinationsspiel zeigten. Die Gießener Elf litt, wie schon erwähnt, unter dem mangelnden gegenseitigen Verständnis. — Schiedsrichter Miller- Wetzlar korrekt.
Die 2. Mannschaft konnte, trotzdem sie gezwungen war, da ein Mann unentschuldigt ausblieb, mit zehn Mann anzutreten, ein Unentschieden in Krofdorf erzielen. Nach anfänglicher Führung der Gießener glich Krofdorf aus. Alle weiteren Anstrengungen beider Mannschaften waren vergeblich.
Die dritte Mannschaft kehrte mit einem ll:l-Sieg aus Langgöns heim. Das ganze Spiel stand im Zeichen einer eindeutigen Ueberlegenheit der Gäste, die, nachdem sie die Widerstandskraft der Gastgeber durch ihr Kombinationsspiel zermürbt hatten, ein Tor nach dem andern erzielten.
Fußballabteilung des Tumvereins Wieseck.
Lollar I — Wieseck I 6:1.
Zu einem Freundschaftsspiele sollten sich diese Mannschaften am Sonntag in Lollar gegenübertreten. Der Beginn des Spieles verzögerte sich sehr. Lollar war komplett, während Wieseck nur sechs Mann zur Stelle hatte, die sich noch durch drei anwesende Spieler der zweiten Mannschaft ergänzten und mit neun Mann das Spiel durchführten. Wieseck hielt sich trotzdem sehr gut und konnte auch durch einen Elfmeter in Führung gehen. Lange dauerte es, bis Lollar zum Ausgleichstor (kurz vor Halbzeit) kam. In dieser Zeit zeigte der Ersatzhüter der Gäste sehr gute Leistungen.
Nach dem Seitenwechsel drückte Lollar mehr und kam auch bald zum Führungstor. Das harte Spiel der Gastgeber brachte Wieseck mehr in die Defensive. Die wenigen gefährlichen Durchbrüche der Gäste fielen den Entscheidungen des Unparteiischen zum Opfer. Lollar kam dann noch zu vier weiteren Treffern, die der Ersatzhüter nicht verhindern konnte. So kam Lollar zu einem eindeutigen Siege, der dem Spielverläufe allerdings nicht ganz entspricht. Das vorgesehene Spiel der zweiten Mannschaften kam nicht zum Austrag, da Lollar nur mit sechs und Wieseck nur mit acht Mann zur Stelle war.
bürg bei, die mit Begeisterung der ersten Halbzeit folgten, in der die Einheimischen in jeder Beziehung dominierten und einen verdienten 2:0 Vorsprung durch Rohwodder und Panse herausholten. Nach dem Seitenwechsel gab es jedoch immer längere Gesichter. Rohde-Eimsbüttel, Verteidiger in der Nordmark- Mannschaft, schied verletzt aus, der Torhüter Kath beging einige Fehler und schon hatten die stark auf- tommenben Vertreter des Gaues Mitte den Ausgleich erzielt. Schlag und Reinmann waren die Torschützen. Die Stimmung sank bei den Zuschauern noch mehr, als Reinmann gar noch der Führungstreffer glückte. Mit feiner 2:3-Führung beherrschte der Gau Mitte das Feld und konnte durch Schlag sogar noch einen vierten Treffer buchen.
Westdeutschland-Ostholland 1 :l(O:l)
10 000 Zuschauer erlebten in Düsseldorf einen recht unglücklichen Kampf ihrer westdeutschen Elf. Sie war den Holländern überlegen, hatte aber das Pech, dem Gegner ein Tor zu schenken und brachte dann gegen die raffinierte Verteidigung nicht mehr die Energie für den Siegestreffer auf. Das Spiel begann wenig erfreulich. Auf beiben Seiten vermißte man die Durchschlagskraft, die Angriffe blieben meist schon bei den gegnerischen Läufern hängen. Die Holländer operierten wieder sehr geschickt mit ihrer Abseitsfalle. Zuerst erholten sich die Westdeutschen. .Zahlreiche Gelegenheiten wurden verpaßt. Ein Eigentor verhalf dann den Holländern kurz vor der Pause zum Führungstreffer. Nach der Pause wurde die Ueberlegenheit des Westens noch deutlicher. In der 20. Minute fiel dann durch Graf der Ausgleichstreffer.
Die westdeutsche Elf erwies sich zwar den Holländern überlegen, ihr Spiel enttäuschte aber dennoch in gar mancher Beziehung. Auf beiden Seiten entpuppten sich die Hintermannschaften als sehr gut.
18. August: 25jährlges Bestehen von „Nassovia Limburg. 50-Kilometer-Straßenrennen in Limburg. Veranstalter: Nassovia Limburg.
25. August: Wanderfahrt (Kreis Wetterau-Taunus) nach Griedel. Wanderfahrt (Kreis Rhein-Lahn) nach Hohlenfels.
1. September: Großer Jubiläumspreis über 210 Kilometer und Bahnrennen in Gießen. Veranstalter: 1885 Gießen.
8. September: Wanderfahrt (Kreis Gießen) nach dem Schiffenberg.
15. September: Bezirksjugendfest in Wieseck. 22. September: Bergmeisterschaft in Crcmsderg-Ts. Drei neue Rekorde beim Schwimmfest
in Magdeburg.
Am Samstag begann das große nationale Schwimmfest von Magdeburg 96, in dessen Mittelpunkt der Klubkampf zwischen Berlin 89, Bremischer SV. und Magdeburg 96 steht. In der 4X200-M- Kraulstaffel stellten die Magdeburger mit 9:22,2 einen neuen Europarekord auf und unterboten die alte Bestleistung der Ungarn ganz beträchtlich. Der veranstaltende Verein konnte außerdem noch zwei weitere deutsche Staffelbestleistungen erzielen. In der 4X50-m-Kraulstaffel schlugen die Magdeburger zusammen mit dem Bremischen SV. in der neuen Rekordzeit von 1:48,7 (alte Bestleistung 1:48,8) und in der 10X50-m-Kraulstaffel erzielten die 96er mit 4:41,2 (bisher 4:43,3) ebenfalls eine neue deutsche Höchstleistung. Die 4X200-m-Bruststaffel gewann der 1. Frankfurter SC. sicher gegen Hellas Magdeburg. Ueber 100-m-Kraul war Fischer (Bremen) in 59,2 der Schnellste. Auch die 10X200-m-Kraul- staffel gewann Bremen. Deiters (Magdeburg) 96 war über 850-m-Kraul der Beste. Im Schwimm- Dreiklubkampf führt Magdeburg 96 am ersten Tage mit 51 Punkten vor Bremen mit 46 und Berlin mit 33 Punkten.
12=km=£ang(äufe in Holmenkollen.
Bogner im Kombinattonslauf auf dem 9. Platz.
Zehntausende von Zuschauern hatten sich am Samstag beim Holmenkollen-17-km-Langlauf für Einzel- und Kombinationswertung eingefunoen. Auch hier waren die Norweger wieder ganz eindeutig überlegen. Im Spezial-Langlauf, den Arne Rud- ftabftuen mit drei Minuten Vorsprung in 1:15:04 Std. von Arne Larsen gewann, belegten die Norweger die ersten vier Plätze. Der Finne M. Lähds als schnellster Ausländer wurde Fünfter. Die Deutschen hatten großes Pech, denn drei Mann gaben auf. Leupold und Ponn kamen auf einen Zatschen Weg und verloren wertvolle Minuten, so daß sie aufgaben. Ebenso streckte Dr. Ziegler die Waffen. Bester Deutscher war so Friedl D ä u - der in 1:26:35 ungefähr auf dem 55. Platz. .Zellev kam zwischen den 70. und 80. Rang und Rieke, der ich einen Ski brach, das Rennen aber tapfer zu Ende lief, war nicht unter den ersten Hundert. Dagegen schnitten wir im Kombinationslauf weit besser ab. Der ausgezeichnete Willi Bogner (München) war in der guten Zeit von 1:22:24 Std. bester Ausländer und belegte einen sehr schönen 9. Platz. Schnellster war der FIS=Sieger O. Hagen mit 1:18:10 Std. vor O. Hoffsbakken und S. Brodahl. Alle anderen Deutschen, mit Ausnahme von Walter Motz, der, sehr günstig im Rennen liegend, einen schweren Sturz tat und aufgeben mußte, waren unter den ersten Fünfzig zu finden.
OIympia-Fechter-KurS abgeschlossen.
Der achttägige Olympia-Kurs der Fechter unter Leitung des Führers der deutschen Fechter, Erwin C a s m i r (Frankfurt a. M.), wurde am Sonntag zu Enhe geführt. Am letzten Tage mußten sich die Teilnehmer den Prüfungen im Degenfechten unterziehen. Der Frankfurter Rosenbauer erwies sich hier als der Beste mit 14 Punkten, nachdem er im Stichkampf Röthig (Hamburg) besiegt hatte. Polizei-Oberleutnant Lerdon kam auf den dritten Platz vor Adam (Wiesbaden).
Kurze Sporinoiizen.
Der bisherige Preffereferent des Reichssportführers Herbert Obscherningkat ist einer Berufung an den deutschen Kurzwellensender gefolgt. An seiner Stelle wurde Guido von M e n g- den, der Pressereferent des DFB., mit der Leitung der Pressestelle des Reichssportführers beauftragt« *
Beim Tennisturnier in Monte Carlo schlug in der Vorschlußrunde der Italiener Palmieri Gottfried von Cramm überraschend' in fünf Sätzen 6:4, 0:6, 2:6, 7:5, 8:6.
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D i e „letzten Vier" im Kampf um den englischen Fußball-Pokal sind: Bolton Wanderers, Westbromwich-Albion, Sheffield-Wednesday und Burnley. Ausgeschieden sind: Everton, Preston- Northend, Arsenal und Birmingham.
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Zum Schwell ng-Hamas = Kampf am 10. März in Hamburg liegt jetzt die genaue Kampffolge fest. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr mit dem Kampf Heuser - Carvill (England), bann folgt -die Begegnung Witt-Simons (England). Anschließend steigt der Hauptkampf Schmeling - Hamas und zum Schluß stehen sich Bälck und der Engländer Moody gegenüber. Die Arbeiten in der Halls sind soweit gediehen, daß der Bau am Freitag, 8. März, den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden kann.
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Eine Eishockey - Sensation gab es in London. Der unvergleichliche Siegeszug des Wellmeisters wurde dort gestoppt. Die Winnipeg-Monarchs schlugen zwar noch Streatham mit 14:3, von den Wembley Lions wurden sie aber mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) geschlagen.
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In Hamar wurde bas internationale Turnier! im Eisschnelläufen bei starker Kälte beenbet. Unsere beiden Vertreter waren auch diesmal der norwegischen Klasse nicht gewachsen. Ueber 1500 und 3000 Meter konnte sich wieder der Berliner Sarnes vor dem deutschen Meister Sandtner (München) placieren. lieber 1500 Meter kam Sarnes auf den 11., Sandtner auf den 16. Platz; über 3000 Meter wurdS Sarnes Zehnter, Sandtner Fünfzehnter.
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Sportprogramm 1935 der Radfahrer im Bezirk Gießen.
Der Bezirk Gießen im Gau XII des Deutschen Radfahrerbundes hat nunmehr fein (Sportprogramm für das Jahr 1935 zusammengestellt. Das Programm bringt eine Reihe von Veranstaltungen, die von den Freunden des Radsportes mit besonderem Interesse verfolgt werden dürften. Für Gießen sind neben großen Streckenrennen auch wieder verschiedene Bahnveranstaltungen vorgesehen, die der Radfahrerverein 1885 trägt und damit eine Hebung fortsetzt, die sich in unserer Stadt schon zahlreiche Freunde erworben hat. Das nachstehende Programm ist dem Studium der Sportfreunde in allen Lagern empfohlen.
10. März: Opfer tag in Gießen. Querfeldeinrennen in Gießen. (Start 9 Uhr Karlsruhe.)
24. März: Punktespiele im Sechser-Rasenradball in Wieseck. Beginn 9 Uhr. 85 Gießen—Krofdorf, 85 Gießen — Wieseck, Wieseck — Krofdorf.
31. März: Bezirksmeifterschaften im Saalfahren in Niedergirmes.
7. April: Punktespiele im Rasenradball in Aßlar. 14. April: 50 - Kilometer - Bezirksrennen, 30 - Kilometer-Jugendrennen, 100 Kilometer Unbekannter Sportsmann in Gießen, 50 Kilometer Erster Schritt in Gießen, Limburg, Alsfeld.
22. April: Eröffnungsbahnrennen in Gießen. (Veranstalter 1885 Gießen.) Punktespiele im Rasenradball in Gießen. Aßlar — Wieseck; Krofdorf — Aßlar.
5. Mai: Gaumeisterschaften im Saalfahren in Kassel. Wanderfahrt (Kreis Vogelsberg) nach Homberg (Ohm). Wanderfahrt (Kreis Rhein/Lahn) nach Schaumburg.
12. Mai: Bahnrennen in Gießen. (Veranstalter 1885.)
19. Mai: Wanderfahrt '(Kreis Gießen) nach Niedergirmes. Punktspiele im Rasenradball in Niedergirmes. 1885 Gießen — Niedergirmes, 1885 Gießen — Aßlar.
26. Mai: Waldesluftpokal im Zweier-Radball in Wieseck. Sternbezirkswanderfahrt zur Waldeslust.
30. Mai: Wanderfahrt (Kreis Wetterau/Taunus) nach Anspach (Taunus).
2. Juni: Rund um Alsfeld. 240 Kilometer. (Reichsoffen.) Veranstalter: 1890 Alsfeld. Punktespiele im Rasenradball in Krofdorf. Krofdorf — Niedergirmes, Krofdorf — Wieseck.
8. bis 10. Juni: Pfingstwandersahrt der Jugend nach der Herchenhainer Höhe mit Abstecher nach Hohe- rodskopf usw.
16. Juni: „Rund um Cransberg". 125 Kilometer. (Gauoffen.) Wanderfahrt (Kreis Vogelsberg) nach dem Herzberg.
23. Juni: Erster Schritt Zwischenlauf in Kassel.
29. Juni: 50jähriges Bestehen von 1885 Gießen.
30.Juni: Bahnrennen in Gießen. (Veranstalter 1885 Gießen.)
6. Juli: 25jähriges Bestehen in Krofdorf.
7. Juli: 100 Kilometer Bezirksrennen um die Meisterschaft, in Krofdorf. 30 Kilometer Jugendrennen in Krofdorf.
14. Juli: 100-Kilometer-Gaurennen um die Meisterschaft in Kassel. Wanderfahrt (Kreis Gießen) ins Salzbödetal (Wißmar). Wanderfahrt (Kreis Wet- terau-Taunus) nach Oberroßbach.
21. Juli: Bezirksmeisterschaften im Vierer - Mannschaftsfahren in Wölfersheim. Wanderfahrt (Kreis Rhein-Lahn) nach (Samberg. Wanderfahrt (Kreis Vogelsberg) nach Schloß Eisenbach.
4. August: ©aufportfeft des R f L. in Gießen. Bahnrennen in Gießen. Veranstalter: 1885 Gießen.
11. August: 150-Kilometer-Bezirksrennen (gauoffen) in Alsfeld. 30-Kilometer-Jugendrennen in Alsfeld.
tim den deutschen Fußballpvkal.
Brandenburg und Mitte qualifizieren sich für das Endspiel.


