Ausgabe 
4.3.1935
 
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AHe Mitglieder des Reichsluftschutzbundes, lns-

geleisteter stetiger

verschiedenen Konstellationen

stenographischen Leistungsschreiben der Welt unter

21. Fortsetzung

Nachdruck verboten!

und Fortbildung der Schreiber auf der Schreib­maschine gelegt. Daß die Leistungen auf diesem Ge­biet mit der kurzschristlichen Schritt halten, wird

Beweis gestellt werden

Aus der Erkenntnis, daß zu der Kurzschrift die

I. A.: gez.: Sch u ch ardt.

Fahrpreisermäßigung zur Lustschutzausst^Nung

gibt die Reichsbahnverwaltung in der Zeit vom 2. bis 25. März Sonntagsrückfahrkarten aus.

Gültigkeit: Samstags von 0 Uhr bis Sonntags um 24 Uhr zur Hinfahrt; Rückfahrt: Samstags bis Montags 12 Uhr (spätestens Antritt der Rückreise). Mittwochs von 0 Uhr bis 24 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt).

Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 2. Klaffe 5,20 Mark; 3. Klasse 3,60 Mark. Bei Benutzung von Eil­und Schnellzügen ist der tarifmäßige Zuschlag zu zahlen.

In der gleichen Nacht hatte Schwester Martha im Hamburger Krankenhaus die Nachtwache. Sie wurde gegen sechs Uhr abgelöst.

Als sie durch die Gänge, die von der Nachtbe­leuchtung nur schwach erhellt waren, dem Schwe- sternzimmer zuging, kam ihr eine Schwester ent­gegen.

Wie sehen Sie denn aus, Schwester Frieda?" fragte Schwester Martha erstaunt und sah auf dos Gesicht der Schwester, das fast völlig von einer großen Binde verhüllt war.

Die Schwester deutete stumm auf ihre Wange.

Zahngeschwür!" sagte sie undeutlich und wollte schon an der Schwester Martha vorbei.

Schwester Martha sah ihr erstaunt nach. Warum legte sich denn Schwester Frieda nicht auf die Kran­kenstation, wenn sie krank war? Mit so einem ver­bundenen Gesicht war man doch nicht die Richtige für die Pflege von Kranken. Aber als sie Schwe­ster Frieda nachrief:Melden Sie sich doch krank!", da machte die nur eine abwehrende Bewegung und war mit auffälliger Hast schon um die Ecke des Ganges verschwunden.

Schwester Martha stand einen Augenblick still, strich sich über die müden Augen.

Komisch hatte die Schwester Frieda ausgesehen. Das war nicht nur das verhüllende Tuch. War denn die Form der Stirn und der Nase, soweit man sie hatte sehen können, nicht anders, größer, als sie es bei Schwester Frieda kannte? Eigentümlich, daß die Oberin eine Schwester in diesem Zustande über­haupt an die Arbeit ließ. Man kannte doch die übergroße Akkuratesse der Oberin in diesen Dingen.

In Schwester Martha war so ein unruhiges Ge­fühl. War es die Uebcrmüdung nach der Nacht­wache oder etwas anderes? Sie konnte sich keine Rechenschaft darüber geben. Aber anstatt von der- Station weg in das Mutterhaus zu gehen, drehte sie sich plötzlich um und lief wie gesagt der Schwe­ster Frieda nach. Sie schaute in Saal I und II. Alles war still und ruhig. Die Patienten schliefen noch.

Da auf einmal griff es ihr wie eine eisige Hand ans Herz. Sie konnte nichts mehr denken, sie wußte

** D i e SA.- und SS.-Männer in der Ortsgruppe Gießen-Ost seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie sich am 7. oder 13. oder 14. März von 20 bis 23 Uhr in derGermania", Kaiserallee 141, zur Hilfskasse unter Vorlegung der gelben Quittungskarte anzumelden haben.

** Sonntagskarten zum Frankfurter Karneval. Vom Bahnhof Gießen werden zum Frankfurter Karneval Sonntagsrückfahrten aus­gegeben. Diese gelten zur Hinfahrt bis Dienstag, 5. März, 24 Uhr, und zur Rückfahrt bis Mittwoch, 6. März, 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt).

nutzt wie dieser Bastieni gegenüber dieser kleinen Myra van Horsten."

Der Kreisarzt erhob sich.

Aber nun will ich doch wieder einmal nach Meinen Patienten sehen. Vorhin lagen ja beide in einem wunderschönen Schlaf. Und Schlaf ist die beste Medizin, wie Sie wissen. Aber jedenfalls will ich bei der Hand sein, falls Fräulein von Boden­berg oder ihre kleine Doppelgängerin erwacht."

Mehr als 15 000 Kurzschriftler werden sich zur Heerschau der deutschen Stenogra­phen in Frankfurt a. M. zusammenfinden, nicht um den Rahmen abzugeben für mehr oder weniger programmatische Reden, sondern jeder kommt, um im Wettkampf das eigene Können zu prüfen und zu messen, aber auch, um mit der Ge­samtheit des Geleisteten zu beweisen, daß die Kurz­schrift allein d i e Schrift ist, geeignet und würdig, in der Zeit der erstrebten Höchstleistungen auf allen Gebieten Helfer zu sein. 15 000 junge Menschen werden mit ihren Leistungen diese Brauchbarkeit demonstrieren im Namen der Millionen deutscher

das gleichzeitig mit dem stenographischen Leistungs­schreiben stattfindende Maschinenwettschreiben zeigen.

Die Bedeutung des Stenographentages wird durch den zur gleichen Zeit in Frankfurt durchgeführten Internationalen S t e n o g r a p h e n k o n - greß, zu dem zahlreiche ausländische Gäste ein­treffen, und durch eine große Ausstellung Die Kurzschrift in Vergangenheit und Gegenwart" noch unterstrichen. Der vor­jährige internationale Kongreß war in Amsterdam.

Die Tagung wird mit einem Presseempfang in der Ausstellung eröffnet. Tags darauf schließen sich Sitzungen der Fachgruppen der Eisenbahn-, Post- und Lehrerstenographen an. Am Festabend bringen die einzelnen Gaue eigene, dem Charakter ihrer Heimat entnommene Darbietungen. Der Sonntag steht dann im Zeichen einer großen öffent­lichen Werbekundgebung, abends sollen die Gäste in einer geschlossenen Vorstellung den Römerberg-Fest­spielen beiwohnen. Kultusminister Sch e mm, der Schirmherr der Deutschen Stenographenschaft, sowie der Vertreter des Reichsministeriums für Unterricht und Erziehung sind als Ehrengäste bei der Tagung zugegen. Die Hauptanziehungskraft wird wohl das große stenographische und das Maschinenwettschrei- ben ausüben, zu dem mehrere Dutzend Schreibma­schinen als Preise zur Verfügung stehen. Zum Wett­bewerb erhalten jedoch nur diejenigen die Zulassung, die sich in ihrer Ortsgruppe und im Kreis in den im März und Mai veranstalteten Leistungsschreiben qualifiziert haben.

Wie überall in Deutschland wird auch in der Ortsgruppe Gießen eifrig an den Vorbereitungen für diese Riesenprüfung gearbeitet. Mehr als 300 Lehrgangsteilnehmer sind mit Begeisterung bei der Sache, üben und arbeiten, um ihr Bestmögliches zu leisten. Br.

Der Leiftuilgswettbewerb der Kurzschriftler.

Deutscher Stenographentag und Internationaler Stenographen-Kongreß in Frankfurt am Main.

halb Deutschlands und 724 außerhalb des Vater­landes, zu betreuen. Es werde das Ziel erstrebt, daß sich die Diaspora in Deutschland selbst erhalte, denn die Auslandarbeit solle das Hauptbetätigungs­gebiet sein. Enge Zusammenarbeit bestehe zwischen dem Gustav-Adolf-Verein und dem VDA., denn man sei sich dessen bewußt, daß deutsche, evange­lische Menschen draußen in der Welt Deutschlands Vorposten seien.

Nachdem der Redner noch die einzelnen Vorträge gestreift hatte, ging er zu den Lichtbildern über. In einer lebendigen Fülle der Darstellung in Wort und Bild erstand vor den Zuhörern Ostpreußen mit seinen mannigfachen und schönen Erscheinungen der Natur und der Baukunst. Die Zuhörer folgten mit großem Interesse.

Der Vortrag war umrahmt von verschiedenen mukalischen Darbietungen, um die sich Frl. Waltraut und Martha Schüttler (Violinen) und an der Orgel Stadtorganist Simon verdient machten. Man hörte nach dem Eingangslied das Andante aus der Sonate in 6-Moll für zwei Violinen und Orgel von Händel, in einer Vertragspause das An­dante aus dem Violinkonzert in A-Moll mit Orgel von Bach und schließlichSarabanda" von Corelli undArioso" von Händel.

Dos gemeinsam gesungene LiedErhalt uns, Herr, bei deinem Wort" und eine eindringliche Mahnung zur Unterstützung der Arbeit des Gustav-Adolf-Ver­eins beschloß den Abend.

Einheitliche Lehrverträge und Lehrlingsrollen im Rhein-Mainischen

Wirtschaffsgebiet.

Vom Hauptausschuß für Berufser­ziehung beim Rhein - Moinischen In­dustrie- und Handelstag, Sitz Frankfurt am Main, wird uns geschrieben:

Für alle Kaufmannslehrlinge sowie für die Facharbeiterlehrlinge in der Metallverar-

Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet können für den Abschluß neuer Lehrverhältnisse in diesen Berufen nur noch diese Lehrvertragsmuster zugrunde gelegt werden. Alle in der Zeit vom 1. Oktober 193 4 bis heute abgeschlossenen Lehrverträge dieser Berufs- gruppen sind ebenfalls auf die neuen Dertrags- muster umzustellen. Mit diesen Lehrverträgen wird für diese Berufsgruppen zugleich bei den 13 In­dustrie- und Handelskammern unseres Wirtschafts­gebietes die Lehrlingsrolle eingeführt. Die unterschriebenen Lehrverträge sind danach vom Lehrherrn in zweifacher Ausfertigung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer zum Einträgen in die Lehrlingsrolle vorzulegen. Nach den Bestimmungen der Lehr­verträge können Lehrlinge, die nicht in die Lehr­lingsrolle eingetragen wurden, in Zukunft nicht mehr zur Gehilfen- und Gesellenprüfung zugelassen werden. Wir bitten daher darauf zu achten, daß alle Lehrverträge ab 1. Oktober 1934 zur Eintra­gung in die Lehrlingsrolle vorgelegt werden!

Die neuen Vordrucke sind bei jedem Papier- und Schreibwarenhändler zu haben. Um eine rasche Erfassung aller Lehrlinge in den Lehrlingsrollen zu ermöglichen, werden die Vordrucke im ersten Jahre auch von den Industrie- und Handelskammern aus-

i nichts mehr. Sie zog plötzlich ihre Schuhe aus und lief auf Strümpfen den Gang entlang bis zu den Zimmern der Privatpatienten.

Leise öffnete sie die Tür zu dem Zimmer Horst von Gernsheims. Bitzschnell richtete sich die Gestalt Schwester Friedas auf, die sich über das Bett des Patienten gebeugt hatte.

Ein schreckensblasses Gesicht sah Schwester Martha entgegen. Ein Glas und eine Spritze klirrten zu Boden. Schwester Martha konnte gerade noch die Klingelschnur fassen. Sie hörte noch das gellende Lauten, das durch das Krankenhaus tönte. Dann sah sie noch, wie eine Gestalt in rasenden Sprüngen an ihr vorüberlief und das Freie zu gewinnen suchte. Und dann wußte sie nichts mehr.

Als Schwester Martha aus ihrer Ohnmacht er­wachte, erfuhr sie, daß durch ihr Dazwischenkom­men ein Mordanschlag auf Horst von Gernsheim verhindert worden war. Die Täterin, die sich unter der Maske einer Schwester eingeschlichen hatte, war verhaftet worden.

Horst von Gernsheim hatte infolge des furcht­baren Schrecks einen Rückfall erlitten. Seine Ent­lassung aus dem Krankenhaus hatte sich dadurch noch verzögert. Man hielt es für geraten, ihn von nun an außerdem unter ständiger polizeilicher Be­wachung zu belassen, bis weitere Nachrichten von Kommissar Hopman eintreffen würden.

Aber schon am Vormittag desselben Tages, der das Krankenhaus in höchste Aufregung versetzt hatte, kam ein Anruf Hopmans an das Hambur­ger Polizeikommifsariat.

Alles in Ordnung!" sagte Hopman zu dem Kom­missar vom Dienst.Herr von Gernsheim braucht keine Sorge mehr zu haben. Der ist ein für alle­mal vor den Anschlägen dieses Schurken Bastieni und feiner Helfershelfer geschützt."

Aber als er vom Hamburger Kommissar erfuhr was sich in der heutigen Nacht abgespielt hatte, erschrak er.

Offenbar hat Bastieni mit einem Mißlingen seines Planes überhaupt nicht gerechnet", sagte er erregt,und sein Helfershelfer in Hamburg hat den Mordplan befehlsgemäß ausführen wollen, in der sicheren Annahme, daß auf Schloß Gernrode alles klappte."

Ich habe Order vom Präsidenten", gab der Hamburger Kollege zur Antwort,zu Ihnen her­überzukommen, damit wir gemeinsam den Fall bis in die letzten Einzelheiten klären. Denn ich nehme an, Sie sind in Gernrode noch nicht abkömmlich." Nein, das bin ich nicht! Also werden Sie sich schon zu mir bemühen müssen." Damit schloß Hop­man das Telephongespräch. (Forts, folgt.)

Schreibmaschine gehört, wurde besonders im letzten zct Jahr in ganz Deutschland durch Einrichtung von elluna --Ergangen durch die Ortsgruppen der Deutschen g ' Stenographenschaft besonderer Wert auf die Aus-

Zu der bis 24. Mürz in Frankfurt a. M. ( , Hallengelände) stattfindenden Lustschutzausstellung

Kurz nach ihnen traf auch der Kreisarzt ein. Die Männer saßen bald in ernstem Gespräch unten im Herrenzimmer versammelt.

Die Wirtschafterin, Frau Klujans, die man end­lich gleich den anderen Angestellten aus der Finsternis erlöst, hatte ein paar Flaschen guten Wein hereingebracht und einen starken Kaffee ge­braut. Und während man beisammen saß, besprach man die Ereignisse dieser Tage.

Sie werden jetzt zwei Patienten haben, Herr Doktor", wandte sich Hopman an den freundlichen, weißhaarigen Arzt.Fräulein Helma zwar, glaube ich, wird mit dem Schrecken und der leichten Be­täubung davongekommen fein. Mehr Sorge habe ich um die kleine van Horsten. Deren Nervensystem scheint mir reichlich zerrüttet zu sein. Den Teufel von Bastieni, der sie in seinem Bann gehalten und für feine finsteren Pläne mißbraucht hat, haben wir zwar unschädlich gemacht. Aber wer bürgt uns dafür, daß Fräulein Myra bei ihrer Veran­lagung zum Medium nicht wieder einmal einer sol­chen gewalttätigen Persönlichkeit in die Hände ge­rät?"

Sanitätsrat Löhning schüttelle mit dem Kopfe.

Aus meiner ärztlichen Praxis heraus muß ich sagen, daß diese Gefahr nicht allzu groß ist. Ge­wöhnlich reagieren solche übersensiblen Menschen nur auf eine bestimmte Persönlichkeit und lassen sich nicht von jedem anderen Willen hypnotisch beein­flussen. Ich würde vorschlagen, Fräulein Myra einmal auf ein paar Wochen in die Behandlung eines tüchtigen Seelenarztes zu geben. Wenn er nidjt auf andere Weise ihre Selbstbehauptung stärken kann, so doch auf dem Umweg über die ro prnole" Mari treibt da sozusagen den Teufel mit Beelzebub aus. Man suggeriert den willensschwa­chen Patienten in der Hypnose, daß er niemals roieöer der Willensbeeinflussung durch einen an- oeren unterliege. Ich habe selbst mit dieser Behand­lungsart schon sehr schöne Resultate erzielen sehen. Lider die Frage ist natürlich: Wer übernimmt über­haupt die Sorge für Fräulein Myra und die Kosten einer solchen Behandlung?

, Die sind natürlich nicht gering. Nachdem der des armen Mädchens, dieser Verbrecher Bastieni, gestorben ist, wird das Mäd- stehen^ fman3,en vollkommen ohne Hilfe da- frf^rrl^T mid) sorgen!" war Hopmans

ftcI ."Mir tut das arme Ding viel zu

p N vl Änt Ein so feiner, lieber Kerl zu en'iw lld) bafY Mittel und Wege finden mus- mtU& ^nem ja weh tun, daß jemand feine Stellung als Vormund einer Waise so aus»

Helma lächelt.

Kriminalroman von Klothilde von Stegmann. Urheberrschtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).

Sie sind nicht Helma von Bodenberg, Fräulein Myra. Ader Sie tun jetzt, als ob Sie Fräulein von Bodenberg wären. Sie legen sich jetzt hin und schlafen wunderschön. Ich sehe, hier ist eine kleine Hausapotheke." Er sah nach.Aha! Hier haben wir schon ein Schlafmittel. Wasser steht auch be­reit, wie ich sehe. Nun nehmen Sie hier das Pul­ver und verschlafen die Ereignisse dieser Nacht. Morgen am Tage sieht alles anders aus. Ich ver­spreche Ihnen, Sie sind außer jeder Gefahr Nie­mand wird Ihnen etwas tun. Im Gegenteil, wir alle werden bemüht sein, Sie die furchtbaren Er- machen""?" an die Vergangenheit vergessen zu

Hopman wachte noch eine halbe Stunde lang am 23ett Myras. Das Schlafmittel, das er absichtlich ftarf genügt hatte sehr schnell seine Wirkung aus- geübt. Und die tiefe Nervenerschöpfung des zarten Wesens hatte das übrige getan. Myra von Horsten lag im tiefsten Schlaf.

Noch einmal betrachtete Hopman die im Schlum­mer gelosten, kindlichen Züge. Jetzt, da er sie ge­nauer anschaute, war der Unterschied zwischen Myra und Helma doch erkennbar. Sie glichen sich beide wie zwei Schwestern sich gleichen mochten.

Aber Myras Züge waren unendlich weich, nach­giebig und wie ein Buch, in das jeder seine Hand­schrift empragen konnte. Die durchsichtigen Schläfen und der unentschlossene, weiche Mund zeigten: Dies Mädchen war einem verbrecherischen Willen der durch Hypnose allzu leicht übertragen wurde,'aus­geliefert. Sie selbst war keine Verbrecherin, wie Hopman zuerst glaubte. Sie war ein armes, un­glückliches Werkzeug in der Hand eines Teufels ge­wesen.

22. Kapitel.

Nun endlich konnte Hopman sich anderen Din­gen zuwenden. Er ging zum Telephon und rief den Kreisarzt an. Dann ließ er einen der Beamten in das Dorf fahren, in dem Martins wartete. Er wollte den treuen Freund nicht länger ohne Nach­richt lassen.

Schon nach einer Stunde kam Martins auf seinem Motorrad angefauft und hatte auf dem So­ziussitz Dundee, den der Iagdeifer hierher getrieben hatte.

besondere die Amtsträger und ausgebildeten Luft- - Kurzschreiber.

schutzhauswarte, werden zur Teilnahme an der Ge- $gQ5 jn aften Stenographenverbänden und /Vifn ra wu I dem Deutschen Stenographenbund in jahrzehntelan- Fahrprelseinschl. Eintritt 2,40 Mk. Genaue, Ab- gCr ;n aller Stille und ungeachtet aller politisch fahrt- und Ruckfahrtzeiten, sowie Zeit und Ort des verschiedenen Konstellationen L ' 7' ' 7

Antretens werden in der Presse noch bekannt- praktischer Arbeit aufgebaut worden ist, war ein 9b9eoen. , , verläßlicher Grund, auf den das große Gebäude

Perbind iche Anmeldungen zur Teilnahme haben Rutschen Stenographenschaft, Le Zusammen- bis Dienstag, 5. Marz, 18 Uhr, zu erfolgen, ent- f^ssung aller deutschen Kurzschriftler, gesetzt wurde, weder an die Ortsgruppen der NSDAP., oder an $je Fortschritte sowohl in Beziehung auf Breiten­de Revierfuhrer des RLB., also für die Einwohner ^beit, als auch allgemeine Erhöhung des Geschwin- IP1 ?0Ü3elrevler I an Revierfuhrer Elotz, Wiesen-1 bigfeitsnioeaus. die unter der vereinheitlichten Sei» ^rafee 2, für die Anwohner im Polizeirevrer II an t gefördert durch Regierung und Behörden, qe= Revierfuhrer North, Ebelstraße 17. macht worden sind, werden bei diesem größten

Ortsgruppe Gießen des RLB. ftenoaraübifchen Leistunasscbreiben her Welt unter

satz zu den bereits in der Presse besprochenen Reichsmustern für Lehrverträge. Alle wesentlichen Bestimmungen der Reichsmuster sind in den beiden Verträgen enthallen. Mit diesen beiden Verträgen wird in unserem Wirtschaftsgebiet vielmehr auf Grund der eineinhalbjährigen Vorarbeit des Haupt- ausschufses für Berufserziehung praktisch mit einer grundlegenden Erneuerungsarbeit der Berufser­ziehung vom Lehrlingswesen her begonnen. Weiters auf triefen Verträgen aufbauende Maßnahmen wer­den von der Abteilung des Berufsgruppenamtes der Deutschen Arbeitsfront, Gau Hessen - Nassau (Sitz beim Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag) demnächst bekanntgegeben. Die Erfahrungen mit diesen Verträgen werden nutzbar gemacht für eine nationalsozialistische Gestaltung des gesamten Lehrlingswesens und dienen letztlich der praktischen Vorbereitung des Berufsausbildungsgesetzes.

Der DDA. sammelt für das Wmterhilfswerk.

Abzeichen-Verkauf am 9. März.

Die zweite Sammlung des VDA. für das Winter­hilfswerk findet am 9. März statt. Der Opfertag wird diesmal im Zeichen verschiedener künstlerischer Sinnbilder stehen, die von den Mitgliedern des VDA. verkauft werden. In Stadt und Land sollen drei verschiedene Arten von Abzeichen von der Volksdeutschen Gesinnung Zeugnis legen: Bernstein­nadeln, Bildnisse von Kindern mit Sammelbüchsen, wertvolle holzgeschnitzte Bauernköpfe, mit bereit Herstellung verschiedene deutsche Grenzgebiete, wie etwa Ostpreußen und das Erzgebirge, betraut wur­den. Jeder erwerbe und trage solch ein Abzeichen als Bekenntnis der Gemeinschaft, die sich in Not und Härte ebenso bewähren muß, wie in Glück und Freude. Er erwirbt damit zugleich ein gefälliges kleines Kunstwerk, das ihm an sich schon Freuds bereiten wird.

Die Eierpreise.

LPD. Der Eierverwertungsverband Hessen teilt mit: Die durch die Presse und den Rundfunk ver­breitete Meldung über die Senkung der Eierpreise von Donnerstag, 28. Februar, ab ist vielfach miß­verstanden worden. Die genannten Preise sind Einkaufspreise des Großhandels bei waggonweisem Bezug. Sie stellen sich, wie erwähnt, für 8-Sonderklasse auf 9V2 Pf., A 9 Pf., B 8V2 Pf., C 8 Pf. und D 7V2 Pf. Hinzu kommen also noch die Aufschläge für Abfuhr, Bearbeitung und Verteilung, die großhandessüblich find.

Die Erzeugermindestpreise für Hühner­eier werden mit Wirkung vom 28. Februar 1935 auf Grund der 2. Verordnung über die Regelung des Eiermarktes vom 3. Mai 1934 im Einver­nehmen mit dem Reichskommissariat für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft für das Wirtschaftsgebiet Hessen auf 1,20 Mark je Kilo festgesetzt. Der fest­gesetzte Preis ist Erzeugermindestpreis und darf seitens der Aufkäufer nicht unterboten, wohl aber überboten werden. Stückweises Aufkäufen ist nicht statthaft. Die Preisfestsetzung vom 18. Februar dieses Jahres wird durch diese Anordnung aufge­hoben. Ab 28. Februar 1935 ist die Neuerrichtung, die Wiederaufnahme zur Zeit stilliegender oder die Erweiterung von Eierhandelsbetrieben jeglicher Art nur mit Genehmigung des Eierverwertungsverban- des Hessen zulässig. Diesbezügliche Anträge sind an die Anschrift: Eierverwertungsverband Hessen, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 55, zu richten.

geneben.

Unter den Lehrvertrag für den Kaufmanns- beruf fallen alle Lehrverhällnisse, die in den Wirt­schaftsgruppen: Großhandel, Einzelhandel, Indu­strie, Banken und Sparkassen, Versicherungs- und Verkehrsgewerbe, abgeschlossen werden. Unter den Lehrvertrag für die Metallverarbeitende Industrie 'fallen die Facharbeiterlehrverhältnisse in der Haupt­gruppe 2 (Maschinenbau, Elektrotechnik, Optik und Feinmechanik) und Hauptgruppe 3 der deutschen Wirtschaft (Eisen, Blech und Metallwaren).

Diese beiben Lehrverträge wurden bereits im Herbst vorigen Jahres vom Hauptausschuß für Be­rufserziehung im Einvernehmen mit der Deutschen Arbeitsfront, den Wirtschaftsgruppen, den Industrie- und Handelskammern und der Gebietsführung der

Abendfeierstunde

des Sustav-Adolf-Dereins Gießen.

Der Gustav-Adolf-Verein Gießen vereinigte am aeftrigen Sonntagabend die Mitglieder und Freunde feiner Sache zu einer Versammlung in der Stadt­kirche. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und nahm einen eindrucksvollen Verlauf. Das gemein­sam gesungene LiedKomm, heiliger Geist" leitete den Abend ein.

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Pfarrer Becker, der über die Tagung des Gustav-Adolf-Vereins in Königsberg (Ostpreußen) berichtete. Die Arbeit des Gustav-Adolf-Vereins fei aber nicht nur kirchliche, sondern in hohem Maße auch Dolkstumsarboit. 35 Millionen deutsche, meist evangelische Menschen wohnten im Ausland, also in einer kirchlichen und völkischen Diaspora. Ostpreußen .sei Grenzland, Land des Kampfes um Volkstum und Glauben, also so recht die Umgebung für eine Tagung des Gustav-Adolf-Vereins.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner kurz mit der Geschichte Ostpreußens, mit den Taten der Deutschordensritter, und schil­derte dann die Taguna in ihrem Verlauf, bei der immer wieder zum Ausdruck gekommen sei, daß Evangelisch gleich Deutsch bedeute. Gustav-Adolf- Arbeit bedeute nicht politische Arbeit, sondern brü­derliche christliche Arbeit, um Geist und Kraft aus dem Evangelium zu gewinnen.

Die wirtschaftliche Lage des Gustav-Adolf-Vereins habe sich im oerganenen Jahre leider wesentlich ver­schlechtert. Die Einnahmen seien von 1,8 auf 1,3 Millionen gesunken. Im Gegensatz hierzu fei die wirtschaftliche und kulturelle Not der betreuten Ge­meinden immer mehr gestiegen. Der Gustav-Adolf- Derem habe insgesamt 1449 Gemeinden, 725 inner-

Amt für Dolkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Eüd.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine am Dienstag, 5. Mär^, zwischen 15 bis 18 Uhr, auf unserem Geschäftszimmer, Credner- straße 24, einzureichen. Später eingereichte Gut­scheine werden nicht mehr angenommen.

Die Pfundsammlung in der Ortsgruppe Gießen-Süd wird am Montag, 4., und Diens­tag, 5. März, von der NS.-Frauenschaft durch­geführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pa­kete bereitzustellen und auf den Umhüllungen Ge­wicht und Inhalt zu verzeichnen, da für jede Spende eine Quittung erteilt wird.

Isteichslustschutzbund,

Ortsgruppe Gießen.

beitenden Industrie liegen nunmehr zwei 1 _ ____________________ ____ ____

einheitliche Lehrvertragsmuster vor. Im gesamten Hitlerjugend geschaffen. Sie stehen nicht im Gegen-

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