Ausgabe 
4.3.1935
 
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General prastrras aus Cannes abgereist?

Die Vorgänge in Athen.

Eine Regierungsdarstellung über den Ausbruch des Aufruhrs.

Die Regierungsstugzeugemeldenschwere Verluste der aufständischen Marine.

Nacht, in der der Putsch unternommen wurde, wurden von der D e n i z e l o s gehörenden Villa in Athen Lichtsignale beobachtet, auf die ein anderes Haus antwortete. In der Villa wurde bei einer Haussuchung ein wahres Waffen­lager entdeckt. Bei der Beerdigung eines Todesopfers der Athener Kämpfe spielten sich erregte Szenen ab. Die wütende Menge forderte durch laute Rufe den Tod am Galgen für die Meuterer.

Ihre gesamte Kraft zur Verfügung zu stellen. Ich bin davon überzeugt, daß Sie auch in der Zu­kunft Ihre Pflicht erfüllen und daß Sie dem leuchtenden Vorbild, das Ihnen der Füh­rer gibt, nacheifern werden.

gez. Jung, Staatsminister."

Thronentsagung des Königs von Giam

Athen, 4. März. (DRV. Funkspruch.) Die Ver­handlungen, die Admiral Typaldos im Auftrage der Regierung mit den bei der Insel Milos ankern- den Aufständischen eingeleilet hatte, sind ge­scheitert. Die Kriegsschiffe der Aufständischen wur­den von den zur Verfolgung ausgefandten Regie­gierungsflugzeugen mit insgesamt 25 Kilo Bom­ben belegt. Auf den Schiffen wurde großer Schaden angerichtet, und unter der Besatzung brach eine Panik aus. Die Schiffe trennten sich voneinander, um den Fliegern den Angriff zu er­schweren. Außer der schweren Beschädigung des PanzerkreuzersGeorgios Awer off in der Suda-Bucht (Kreta) melden die nach Athen zurück­gekehrten Flugzeuge, daß in der Nähe von Kythera ein Zerstörer und bei der Insel Antkythera ein Torpedoboot durch Flug­bomben schwer beschädigt worden sei. Fer­ner wird bereichtet, daß ein Torpedoboot von dem KreuzerGeorgios Aweroff" geschleppt worden sei, ein Torpedoboot habe angeblich ein sinkendes Unterseeboot von psara nach Kanea ge­schleppt.

Sieben Marinefahrzeuge, die von den Empörern im Arsenal von Salamis zurückgelassen wurden, werden in aller Eile a u s g e b e s f e r t. Sie schei­nen also von den Aufrührern beschädigt wor­den zu sein. Ferner spricht der amtliche Bericht davon, daß in Ost Mazedonien die Rebellen durch Regierungstruppen angegrif- f e n wurden und sich in östlicher Richtung zurück- Ziehen. Bisher war von dem Auftreten größerer |

,,-ß a ri,s'4' M^z. (DNB. Funkspruch.) Der grie­chische General P l a st i r a s hat Cannes am Sonntagfrüh in Begleitung von Freunden ver­lassen und sich im Laufe des Tages nicht wieder gezeigt. Da der General aber seine Koffer 'm. tel zurückgelassen hat. besteht die Möglichkeit, daß er nur vorübergehend Can­nes verlassen hat. Er hat einem Pressevertreter er­klärt daß er über die Ereignisse in seiner Heimat u J ö u r d) d i e Presse unterrichtet sei. Er lei durch die Bewegung, die jetzt ausgebrochen sei, durchaus nicht überrascht und sei bereit, sich denjenigen, die sich an ihn wenden sollten, zur Verfügung zu stellen. Er wolle mit niemanden die Autorität teilen. Nach einer Meldung des Mo­tin" soll sich die Zahl der Toten in Athen auf 62 belaufen, aber auch in anderen Städten seien Tote zu beklagen.

DieLleberuahme der Regierung in Hessen durch Reichsstatthalter Sprenger.

Slaattmimfler 3ung Regie- rungspäsi-ent desSaargebieles.

Darmstadt, 2. März. (LPD.) Der Reichs­innenminister hat auf Vorschlag des Saarbevoll- mächtigten Gauleiter B ü r ck e l den hessischen Staatsminister Iung zum Regierungsprä­sidenten des Saargebietes mit dem Sitz in Saarbrücken ernannt. Regierungspräsident Iung ist der erste Regierungspräsident. Er wird sein Amt am kommenden Montag antreten.

13 verschiedenen veniselistischen Offiziere gelang es zusammen mit zivilen Mitgliedern der republika- mschen Liga sich der Kriegsschule zu bemäch­tigen. Nach kurzer Zeit wurden sie jedoch gezwun- gen sich zu ergeben. Plastiras-Anhänger be­mächtigten sich ferner auch der Kaserne eines Le ibgarde-Bataillons, sie wurden zur Waffenstreckung aufgefordert. Als das verweigert wurde, eröffnete die Regierungsartillerie das Feuer. Um 1.30 Uhr morgens verzichteten die Auf­ruhrer auf weiteren Widerstand, nachdem die Kämpfe bis dahin drei Tote und etwa zehn Verwundete gekostet hatten. Gegen 7 Uhr mor­dens gelang es den Regierungstruppen, sich auch des Arsenals wieder zu bemächtigen. Die fünf von den Aufrührern besetzten Kriegsschiffe yatten jedoch die hohe See gewinnen können. Sie werden von Fliegern verfolgt. Die Luftstreitkräfte stehen wie das gesamte Landheer restlos auf feiten der Regierung.

Bemelos schließt sich den Aufständischen an.

A l h e n, 3. März. (DNB.) Der Aufstand in Grie­chenland Hal entgegen den beruhigenden Erklärun­gen der Regierung eine Verschärfung er­fahren. Der alte Gegner der jetzigen griechischen Regierung, Venizelos, der sich zur Zeit auf Kreta aufhält, ist offen zu den Aufstän­dischen übergegangen und hat bei einer großen Kundgebung eine aufrührerische Rede ge­palten. In der Athener Wohnung von Venize- los wurde eine Haussuchung vorgenommen. Man fand mehrere Gewehre, 200 Schutz Munition unb niete Handgranaten. Außerdem aber fielen den Behörden zahlreiche wichtige Briefe und andere be­lastende Dokumente in die Hände. In Athen, Pi­räus und Saloniki wurden zahlreiche Militärperso- Säften verhaftet, die unter dem Erdacht stehen, an dem Aufstand beteilig! zu sein.

"Achtete man in Saloniki u. a. fast sämt­liche Abgeordnete und Senatoren der Opposition. In A k h e n sucht man die Führer der Oppositions- partel sowie den Senatspräsidenten, die anscheinend gefluchtet sind.

Umbesetzung des Kabinetts.

In der Zusammensetzung der Regie, r u n g wurden einige Veränderungen vorgenom- ? ?lt Schlagkraft des Kabinetts ver- starkt und fein Ansehen im Volke erhöht werden ^ll Der Mmisterrat beschloß, den Führer der Regierungspartei, General Metaxas, als Mi­nister ohne Geschäftsbereich in das Kabinett aufzu­nehmen und Metaxas hat dieses Angebot bereits angenommen. Seine Mitarbeit hat die Stellung der Regierung wesentlich verstärkt. Ferner hat die Re- glerung das bereits vor zwei Monaten eingereichte Rucktrlttsgefuch des Außenministers M a x , m o s a n g e n o m m e n. Der bisherige Ma- r.nemm.ster H ads ch i k y r i a k o s ist zurückgetre­ten. An seiner Stelle übernahm Admiral D u s - manis, der während der Balkankriege Chef des Generalstabs der griechischen Marine war, das Ma- rinemmifterium. Für das Luftfahrtmini st e- rium, das bisher von Ministerpräsident Tsal- d a r i s mitverwaltet wurde, wurde S ch i n a s zum Minister bestellt, der bisher Unterstaatssekretär in diesem Ministerium war.

Ueber den Kampf gegen das meuternde Gardereglment der Efzonen in Athen werden folgende Einzelheiten bekannt: Ein Tank der regierungstreuen Truppen, der

in das Tor der Kaserne einfuhr, sah sich gegen das Kasernentor gerichteten Kanonen gegenüber, die den Tank durch ihr Feuer ziemlich schwer beschä­digten. Daraufhin wurden nach einigen Schreck­schüssen gegen die Kaserne scharfe" Schüsse abgegeben, die eine Bresche in die Um­fassungsmauer legten. Die Meuterer, die i n den Keller geflüchtet waren, ergaben s i ch nunmehr den Truppen der Regierung. In der

fischen Staatsministerium, um dann im September 1933 zum hessischen Staatsminister ernannt zu werden. Unter seiner Leistung ist die hessische Verwaltung den Erfordernissen der Zeit angepaßt und das Finanzwesen wieder auf eine gesunde Grundlage gestellt worden. 1

n»?,ÜL^I?6r.feiner Berufung nach Saarbrücken verabschledete sich der bisherige Staatsminister von den Beamten, Angestellten und Arbeitern des Lan- npm Egendem Schreiben:Bei mei-

cK «~?!rc$e.i?en aus den Diensten des Landes

'"h e lch mich verpflichtet, den Beamten, 2In= AEen und Arbeitern des Landes Hessen m e i - Dnnp^"^'^?en und aufrichtigsten ®°nrnu r tue treue Mitarbeit in Denner. R,.,?*.' T1"!1 Tätigkeit auszusprechen, äbtonu h " 141 diesem entscheidenden

waren, an dem Werk mitzuarbeiten und

Außenminister Laval feierte die Bedeutung der römischen Abkommen und die Waffentaten der Garibaldiner in Frankreich. Unsere beiden Völker haben als Wächter des alten Rom unsere alte Zivi- isation verteidigen wollen. Mussolini und ich Ita­lien und Frankreich, waren bemüht, gemeinsam für die Versöhnung der Völker zu arbeiten H?nsichtüch des S a a r p r ob le m s dürfe nichts zwischen den beiden großen Volkern, die sich sooft im Laute der Jahrhunderte gemessen hätten, Vorfällen. Ebenso- wenlg dürfe m Mitteleuropa Unordnung ein- teeten, denn eine Gefahr auf irgend einem Punkte Europas bedeute eine allgemeine Gefahr. Nach den römischen Abkommen, fuhr Laval fort, ist das Vertrauen großer geworden. Ich fühle mich weniger allem. Ich fühle, daß wir mit Hilfe Italiens, mit Hilfe des guten Willens und mit Hilfe des Mutes unserer lateinischen Nation sicherer auf dem Wege des Friedens marschieren können. 7er Friede ist noch nicht fest begründet. Noch gibt es zuviel Vtißtrauen, aber die Völker wollen den Frieden. Man muß den Frieden in Europa o r g a- nrnnl-6 hCn" 3?rei Pakte sind in diesem Sinne ge-

» ^^^"^päische Pakt und der Ostpakt, ho« c? das Jahr 1935 ein großes Jahr für dnk nr,fben uln mirö- Diejenigen, die da wollen

le ^uHur weiterbesteht, müssen sich zusammenschließen. Die Söhne des alten Rom versagen. Ich werde für Frank! reich, Mussolini wird für Italien arbeiten. Gemein« sam werden wir für den Frieden wirken.

Laval feiert den Pakt von Rom

Poris 3. März (DNB.) Dem von Mussolini und Laval unterzeichneten Abkommen galt ein Festessen m Pans unter dem Vorsitz des franzö« Ischen Außenministers. Hauptmann Marabini oer Führer der in Frankreich wohnenden Gari-

Erklärte dabei u. a.: Mussolini und Laval sind und bleiben für uns immer die großen Staatsmänner die zwischen dem Frankreich Fr°""ampfer unb dem Italien Sjontfamp^r die Bande wieder- »r &e?C P Oaben, die in einem Augenblick der Blindheit und des Wahnsinns nachdem Kriege 3 e r i s f e n worden waren. Wir sind Italiener durch oas ererbte, Franzosen durch das vergossene Blut, veneral Ezio Garibaldi unterstrich die gemein- amen geschichtlichen, geistigen und kulturellen Schick- sale beider Völker.

Streitkräfte der Regierungsgegner auf dem grie­chischen Festland außer den Vorfällen in Athen nichts bekannt. Ilm die Ruhe schnellstens wie­derherzustellen, hat die Regierung zwei I a h - resklassen der Marine zu denFahuen gerufen. Im Heer und in der Marine wurden fer­ner erhebliche Umbesetzungen in den Kommando stellen vorgenommen. Auch zwei Iahresklassen der heeresreserve in Alt-Grie­chenland sollen wahrscheinlich einberufen werden, um heeresableilungen, deren Gesinnung zweifelhaft ist, mit

Zinssenkung und Gemeinden.

Berlin, 2.März. (DNB.) Der Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages, Ober­bürgermeister F i eh le r (München), hat zu den Zinssenkungsmaßnahmen der Reichs­regierung folgende Erklärung abgegeben:

Die Zinsermäßigungsgesetze vom 24. Januar und 27. Februar 1935 sind auch für die deutschen Ge- wkinden von hervorragender Bedeutung. Die folge­richtige und geschickte Kapitalmarktpolitik der Reichs­regierung hat es mit sich gebracht, daß die Zins- jenkung bei den Kreditanstalten in einem noch bei feiner in- und ausländischen Konversion erreichten Vusrnaß das Einverständnis der Gläu­biger gefunden hat. Ich habe keinen Zweifel, daß die nunmehr emgeleitete Zinssenkung bei den öffent­lichen Anleihen zu einem großen Erfolge uhren wird.

Die Zinssenkung hat die Gemeinden, Kreise und Provinzen in den Stand gesetzt, in kommenden Dohren ihren großen Aufgaben auf sozialem, kul­turellem und wirtschaftlichem Gebiete mit er-, h ö h t er Leistungsfähigkeit gegenüberzu- treten. Sie wird dazu beitragen, das Ziel des ausgeglichenen Haushaltes auch da zu erreichen, wo das bisher trotz aller Anstren­gungen noch nicht möglich gewesen ist. Sie wird so die gesamte Wirtschaftspolitik der Reichs­regierung in wirksamster Weise unterstützen.

Miliiä'rausstand in Griechenland.

Venizelistische Empörer haben sich der Flotte bemächtigt. Regierungsfluazeuge bombardieren die Kriegsschiffe. Kämpfe in Offmazedonien

Die Wetterführung der Aeichsresorm.

Berlin, 2. März. (DNB.) Das am 30. Januar 1935 ergangene Reichs st atthaltergesetz er­möglicht die Beauftragung der Reichs­statthalter mit der Führung einer Landesregierung. Von dieser Möglichkeit hat der Führer und Reichskanzler Gebrauch ge­macht, indem er den Reichsstatthalter Mutsch- mann in Sachsen mit der Führung der sächsi­schen Landesregierung und den Reichsstatthalter S p r e n g e r in Hessen mit der Führung der hes- s 11 ch e n Landesregierung beauftragt hat. Den bisherigen Ministerpräsidenten von K i l l i n - ger in Sachsen und den bisherigen Staatsminister I u n g in Hessen hat der Führer und Reichskanzler mit dem Ausdruck des Dankes für die geleisteten Dienste aus ihren Aemtern entlassen.

Ein Erlaß des Gauleiters.

An die Beamten, Angestellten und Arbeiter des Landes Hessen!

An den bisherigen Staatsmini st er in Hessen!

Der Führer hat mich am 1. März 1935 mit der Führung der Landesregierung beauf­tragt. Die Beamten, Angestellten und Arbeiter der hessischen Staaksregierung waren seither

!n ^"ohnt, die Anweisungen, die ich als Gau- .Mw "und Reichsstan Haller über die hef- S gegeben habe, getreu im

«elfte bes Fahrers Adolf Hiller auszuführen Sa 7°*.hCs,aal5fi>f)rung in ihrer Liu- gütHg'* anb Sparsamkeit muffet- len BtHnn J i -bem>. 1S,alsminifter und dem gefam- " Personal f ur d ie hi n ge b uu g svo l le Ar- ""b. ,b,n, »ew'b, daß jeder an seiner Stelle " m ®ienffe ber nationalsozialistischen tos f"i*ntUB9fH*(afl5 ®e,0'gsmann Adots Hit- r9 ' e>ne Pflicht tun wird.

Dem scheidenden Staats mi nister wünsche ich für seine neue Tätigkeit vollen Lrfolg.

Frankfurt a. l.INärz 1935.

gez. Sprenger.

ßonöon, 3. Marz. (DNB.) Nach einer amt- - lichen Mitteilung hat der seit vielen Monaten a u f i einem englischen Landsitz lebende und Er- I holung suchende König Prajadhipok von Siam in aller Form dem Throne entsagt. 1 Der in der siamesischen Gesandtschaft weilende Präsident der siamesischen National- Versammlung erhielt die Abdankungs- urkunde am Nachmittag ausgehändigt. Der König wird den Titel Fürst von Sukhodaya an­nehmen.

Die ausführliche Erklärung, die der König anläßlich feines Rücktritts abgefaßt hat, schildert u. a. die Entwicklung der politischen Lage seit 1932 und betont, seine (des Königs) Forderung nach einer Verfassungsänderung im wahren d e - rnokratischen Gei st sei von der Regierung und der Regierungspartei verworfen worden. Ueberdies habe die Regierung ein Gesetz für politische Vergehen erlassen, das den allge­meinen geltenden Rechtsgrundsätzen widerspreche. Dieses Gesetz habe keine Möglichkeit geboten, einen solchen Fall vor Gericht auszutragen, denn es habe geheime Verhandlung vor einem be­sonderen Ausschuß vorgesehen, ein Versah- ren, das er selbst, als er die absolute Herrschaft be- saß, niemals angewandt habe. Er sei der Meinung, daß die Regierung und ihre Partei mit Methoden bas Land verwalteten, die unvereinbar mit der persönlichen Freiheit der Einzel­person und mit den Grundsätzen der Billig­keit seien. Er sei bereit, seine früheren Machtlie- ugmsse zugunsten des Volkes aufzugeben, nicht aber für eine Einzelperson oder eine einzelne Partei, die von der Macht in autokratischer Weise Gebrauch zu machen entschlossen sei. Da er einfehe, daß ihm keine Möglichkeit mehr gegeben sei, künftig für den Schutz eines Volkes zu sorgen, v e r z i ch t e e r a u f olle seine Rechte. Er wünsche, von seinem Recht einen Nachfolger zu ernennen, keinen Ge- brauij zu machen. Er wünsche ferner nicht, daß irgenö jemanö in seinem Namen in Siam Unruhen verursache.

Ueber seine Zukunftspläne befragt, erklärte der König, er werde bis Ende Juni auf feinem Land- Ntz bleiben und dann vielleicht eine Reise nach dem europäischen Festland unternehmen. Im übrigen habe er noch keine bestimmten Pläne gefaßt. Pra» ladhipok wurde 1893 in Bangkok geboren Er be- stieg den Thron im Februar 1926.

Athen, 2. März (DNB.) Ministerpräsident Tsaldaris hat folgenden Aufruf an das griechische Volk gerichtet:

Eine Anzahl von Wirrköpfen im Marinearsenal, in zwei Gardekompanien und in der Kadettenschule haben sich gegen die rechtmäßige Regie­rung des Landes erhoben. Die Regierung hat den landesfeindlichen Aufstand mit ihrer be­waffneten Macht, die mit Treue und Hingabe den Kampf aufnahm, unterdrückt und ist völlig Herr der Lage. Das griechische Volk kann vollkommen ruhig sein. Die Regierung, die in den vergangenen zwei Jahren alle Anstrengungen ge­macht hat, die Reaktion niederzuhalten, hat sich letzt gezwungen gesehen, mit aller Schärfe d u r chzugreifen gegen Agitatoren, um die Ordnung und die Ruhe der griechischen Bürger für alle Zeit sicherzustellen. Wir schulden den Toten und Verwundeten dieses Kampfes tiefen Dank, ebenso wie der ganzen bewaffneten Macht des Landes.

Die griechische Telegraphenagentur veröffentlicht einen Rückblick auf den Umsturzversuch. Die Dar­stellung besagt u. a.: Schon seit zwei Monaten war es der Regierung bekannt, daß gewisse verab­schiedete Offiziere aus dem Lager der V e n i f e l i st e n einen Aufstand vorbereiteten. Sie gehorchten dabei Anweisungen des früheren Generals P l a ft i r a s. Zeitungsmeldungen be­haupten, daß Plaftiras sich in aller Heimlichkeit an der griechisch-bulgarischen Grenze aufhalte, um die Bewegung zu leiten. Erst als er einsehen mußte, daß die Aufstandsoorbereitungen unzulänglich waren, soll er seinen bisherigen Wohnsitz in C a n - nes an der Riviera wieder aufgesucht haben. In den, letzten Tagen betätigten sich oeniselistische Kreise auch lebhaft an der Börse, wo sie be­strebt waren, eine Baissebewegung hervorzurufen.

Der Umsturzversuch begann am Freitag­abend im Arsenal von Salamis. Dreißig Aimee- und Marineoffizieren gelang es nach kurzem Kampf, die Wachen zu überwältigen und sich i n öen Besitz von fünf Kriegsschiffen zu setzen. Das Kriegsministerium ließ nun einen dem Arsenal gegenüber liegenden Hügel besetzen, zwei Batterien machten sich bereit, sofort das Feuer zu eröffnen. Ein Ministerrat beschloß, den Be- lagerungszustandüberganzGriechen- l and zu verhängen. Gleichzeitig trafen Nachrichten em, wonach sämtliche Garnisonen in der Provinz der Regierung treu geblie­ben seien.

^lipp Wilhelm Jung wurde 1884 in Nieder- Florsheim bei «Worms als Sohn eines Bolksschul- !ehrers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Worms studierte er in Heidelberg, München und Gießen Rechtswissenschaft. 1912 ließ er sich als Rechtsanwalt in Worms nieder. Nach dem Krieg, den er zuletzt als Batterieführer im Landwehr-Feldartillerieregiment 13 mitmachte, trat er wahrend der Besatzungszeit im Kampfe gegen die Separatisten hervor. Der na­tionalsozialistischen Bewegung hat Jung seit einer ganzen Reihe von Jahren treue Dienste geleistet. Am Aufbau der Partei in Hessen war er führend beteiligt. Auch alsVerteidiger von Nationalsozialisten hat er sich inzahl- relchen Prozessen zur Verfügung gestellt. Im März 1933 wurde er Staatskommissar der Stadt -Ui a i n 3, im Mai Staatssekretär