Ausgabe 
4.2.1935
 
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geschichte. Hindenburgs geniale Feldherrnkunst hatte abermals auf der ganzen Linie triumphiert. Unsterblich das Berdienst der tapferen deutschen Kämpfer! Sie kämpften bis zur Erschöpfung für ihre deutsche Heimat, sie ließen ihr Leben für das eine Wort: Ostpreußen.

Der Heeresbericht.

In der neuntägigen Winterschlacht in Masuren", so meldete die Oberste Heeresleitung vom 16. Febr. 1915,wurde die russische 10. Armee, die aus min­destens elf Infanterie- und mehreren Kaoallerie- divisionen bestand, nicht nur aus ihren stark ver­schanzten Stellungen östlich der Masurischen Seen­platte vertrieben, sondern auch über die Grenze geworfen und schließlich in nahezu völliger Ein­kreisung vernichtend geschlagen. Nur Reste können in die Wälder östlich von Suwalki und von Augu- stowo entkommen fein, wo ihnen die Verfolger auf den Fersen sind. Die blutigen Verluste des Feindes sind sehr stark, die Zahl der Gefangenen steht noch nicht fest, beträgt aber sicher weit über 50 000. Mehr als 40 Geschütze und 60 Maschinengewehre sind genommen, unübersehbares Kriegsmaterial ist erbeutet. Der Sieg wurde durcb Teile der alten Osttruppe und durch junge, für diese Aufgabe her­

angeführte Verbände, die sich den altbewährten Kameraden ebenbürtig erwiesen haben, errungen. Die Leistungen der Truppen bei Ueberwindung widrigster Witterungs- und Wegeverhältnisse im Tag und Nacht fortgesetzten Marsch und Gefecht gegen einen zähen Gegner sind über jedes Lob er­haben. Generalfeldmarschall von Hindenburg leitete die Operationen, die von Generaloberst von Eich­horn und General der Infanterie von Below in glänzender Weise durchgeführt wurden, mit alter Meisterschaft."

.Die Verfolgung der Russen nach der Winterschlacht in Masuren brachte reiche Beute. Bei der Säuberung der Wälder nordwestlich von Grodno und bei den Gefechten im Bobr- und Narewgebiet wurden ein kommandierender General, zwei Divisionskommandeure, vier andere Generale und annähernd 40 000 Mann gefangen, 75 Geschütze, eine Anzahl von Maschinengewehren und viel Kriegsgerät erbeutet. Die Gesamtbeute aus der Winterschlacht stieg damit auf sieben Generale, über 100 000 Mann, über 150 Geschütze und un­übersehbares Gerät aller Art.

Die Masurenschlacht war gewonnen, die 10. Armee des Generals Baron Sievers völlig ver­nichtet!

Der Ausbau der Zagdbehörden in Hessen.

LPD. Darmstadt, 3. Febr. Der Landes- jägermeister für das Land Hessen, Reichsstatt­halter und Gauleiter Sprenger, hat am 30. Jan. 1935 folgende Ernennungen ausgesprochen:

Stellvertreter und Stabsleiter: Oberforstmeister Karl Schlich zu Darmstadt, Hes­sisches Staatsministerium;

Kommissarischer Gaujägermeister für die Provinz Oberhessen: Ober­forstmeister Karl Nicolaus zu Gießen;

Kommissarischer Gaujägermeister für die Provinzen Starkenburg und Rheinhessen: Oberforstrat Reinhold Maul zu Darmstadt, Hessisches Staatsministerium.

Zu kommissarischen Kreisjägermeistern wurden bestellt für die Kreise:

I. Provinz Oberhessen:

Alsfeld: Förster Peter N i ch t b e r g zu Strebendorf (Oberhessen);

Büdingen: Landwirt Otto Koch zu Aulen- diebach (Kreis Büdingen);

Friedberg: Apotheker Wilhelm S a m e s zu Friedberg (Hessen);

Gießen: Oberforstmeister Karl Nicolaus zu Gießen, Stephanstraße 4;

Lauterbach: Forstassessor Gerhard Münch zu Alsfeld (Oberhessen);

Schotten: Oberforstmeister Karl D e u st e r zu Schotten (Forstamt).

II. Provinz Starkenburg:

Bensheim: Forstrat Albert Bechtel zu Jugenheim a. d. B- (Forstamt):

D a r m st a d t: Oberlandesgerichtsrat Otto Hil­debrand zu Darmstadt, Heinrichstraße 90;

Dieburg: Forstmeister Emil Vogt zu Groß- Bieberau (Forstamt);

Erbach: Forstdirektor Otto Westermacher zu Beerfelden i. £).;

Groß-Gerau: Landwirt Karl R o t h m a n n zu Erfelden (Ried);

Heppenheim: Forstmeister Rudolf Klump zu Waldmichelbach i. O. (Forstamt);

Offenbach: Forstrat Emil Brill zu Offen­bach, Geleitstraße 225.

III. Provinz Rheinhessen:

Alzey: Forstmeister Wilhelm Nebel zu Bibel? (Forstamt);

Bingen: Forstrat Adolf Klamm zu Bingen (Forstamt);

Mainz und Oppenheim: Oberregierungsrat Eugen Blümers zu Mainz (Provinzialdirektion);

Worms: Bürgermeister Georg Stamm zu Hohensülzen (Rheinhessen).

irtschast.

Oie Einzelhandelsumsätze im Dezember.

Nach den jetzt vorliegenden Berechnungen der Forschungsstelle für den Handel waren infolge vor­weggenommener Verkäufe in den vorhergehenden Monaten die Dezemberumsätze nur um 6 v. H. höher als 1933. Im Durchschnitt des 4. Vierteljahres 1934 waren die Umsatzsteigerungen genau so groß, wie in den ersten neun Monaten (12 v. H.). Von der 6proz. Steigerung seit 1933 entfällt anscheinend knapp ein Drittel auf Preiserhöhungen, gut zwei Drittel aus Mengen- und Qualitätssteigerungen.

Von den einzelnen Handelszweigen hatte der Lebensmittelfachhandel eine Umsatzzunahme von 3,5 v. H. (Preissteigerung 1 v. H.). Im Textilfach­handel betrug die Zunahme knapp 9 v. H. bei reich­lich 7 v. H. Preissteigerung, was zum Teil auf die milde Witterung zurückzuführen sein dürfte.'Das zeigt auch der Verlauf der Umsätze in Sportartikeln und -bekleidung, die nicht über das Vorjahresniveau hinausgingen und nach den vorliegenden Teil­ergebnissen der Schuhhandel mit einem Umsatz­rückgang um ein Neuntel gegenüber Dezember 1933. Im Hausrathandel sind die Veränderungen der Um­satzzunahme, soweit bisher übersehbar, geringer, nur bei Haus- und Küchengeräten ging die Umsatzsteige­rung auf 4,5 v. H. zurück. Der Handel mit Uhren, Gold- und Sildermaren hatte ein aünstiges Weih­nachtsgeschäft (Umsatzzunahme ein Viertel).

Im Durchschnitt des Gesamtjahres beträgt die Um­satzzunahme 12 v. H., gegenüber 1933. Am stärksten war der Umsatzzuwachs bei Kraftfahrzeugen (45 v.H.). Es folgen die verschiedenen Zweige des Hausrat­handels (rund 20 bis 40 v. H.) und der Uhrenhandel (20 v. H ). Im Textilfachhandel beträgt die Steige­rung für das Gesamtjahr knapp 18 v. H. (Viertel Preissteigerung). Lebensmittel- und Schuhwaren­geschäfte hatten nur eine Steigerung von rund 5 v.H. zu verzeichnen. Im Vergleich mit 1930 hat gleich­

wohl der Lebensmittelfachhandel von seinen Um­sätzen noch etwas weniger eingebüßt (20,6 v. H.) als der Bekleidungshandel (22,9 v. H.). Der Möbelhandel liegt wertmäßig um ein Achtel, Glas- und Porzellan­geschäfte und Drogerien fast noch um ein Drittel unter dem Umsatzstand von 1930. Die Kaufhaus­umsätze blieben 1934 um etwa 35 v. H., die Waren­hausumsätze um mehr als 40 v. H. hinter dem Wert von 1930 zurück.

Günstiger Verlauf der Zinskonversion.

Ein Zwischenbericht der Emissionsinstitute über das bisherige Ergebnis der Zinsermäßigung bei mit 6 v. H. und mehr verzinslichen Pfandbriefen, Kommunal-Obligationen und verwandten Schuld­verschreibungen zeigt, daß bisher nur in verschwin­dendem Maße Proteste eingegangen sind, was bei der günstigen Ausstattung des Umtauschangebotes nicht anders zu erwarten war.

Aprilkupon wird noch voll honoriert.

In Kreisen der Besitzer von Pfandbriefen, Kom­munalobligationen und verwandten Schuldverschrei­bungen besteht vielfach die Ansicht, die Zinssenkung der bisher mit 6 o. H. und mehr verzinslichen Werte auf 41/2 v. H. erstrecke sich bereits auf den am 1. April fälligen Zinskupon. Es ist darauf hinzu­weisen, daß dieser Kupon noch voll zu dem alten Zinssatz von jährlich 6 0. H. honoriert wird und daß ihm außerdem der Umtauschbonus von 2 v. H. anhaftet. Dadurch verzinst sich praktisch auch das konvertierte Papier bis zum Herbst 1936 mit dem bisherigen Zinssatz von 6 v. H.

Neuregelung der Mehlpreise

Wie dieLandware" mitteilt, geben die Getreide­wirtschaftsverbände eine Anordnung bekannt, wo­nach die Festsetzung der Mehlgroßhandelspreise, die bisher von den Getreidegroßmärkten erfolgte, in Zu­kunft von den Getreidewirtschaftsverbänden vorge­

nommen wird. An die Einhaltung dieser Mehlgroß­handelspreise sind die Mühlen geounden, wobei hin­sichtlich der zulässigen Unterschreitung, der Auf- bzw. Abschläge für andere Typen und der Verkaufsbe­dingungen die bisherigen Vorschriften der Wirt­schaftlichen Vereinigung der Roggen- und Weizen­mühlen maßgebend sind. Wenn auch der Wortlaut der Anordnung der Getreidewirtschaftsverbände Ba­den, Bayern und Württemberg noch nicht veröffent­licht ist, so teilt das amtliche Organ des Reichs­nährstandes doch mit, daß die Roggenmehlpreise hier unverändert, die Weizenmehlpreise im Südwesten dagegen etwas stärker erhöht werden bzw. ab 1. 2. 1935 wurden. Die neue Mehlpreisregelung bringt außerdem den notwendigen Ausgleich der Mehl­preise, immer unter dem Gesichtspunkt, daß eine Steigerung der Brotpreise unter keinen Umständen eintreten darf. Die Härten, die sich durch das Fest­balten der Brotpreise in manchen Gegenden für das Bäckergewerbe ergeben haben, sollen durch einen Mehl- Preisausgleichsfonds ausgeglichen werden, aus dem in geeigneten Fällen Zuschüsse zur Verbilligung der j Mehlpreise für das Bäckergewerbe gewährt werden.

Es sei wohl anzunehmen, daß in Kürze im Anschluß an die jetzige Neuregelung der Mehlpreise auch eine Neuregelung der Äusgleichsabgaben der Mühlen erfolgt, worüber Einzelheiten jedoch noch nicht be­kannt find.

Der neue Llmon-Dertrag zwischen HapagundRorddeutscherLloyd

Die Aufsichtsräte von Hapag und Lloyd haben in ihrer in Hamburg abqehaltenen Sitzung am 1. Februar 1935 dem Zwischen den beiderseitigen Vorständen vereinbarten neuen Union-Vertrag ihre Zustimmung erteilt. Der neue Vertrag übernimmt die Bestimmungen des alten Unionvertrages, so­weit sie sich auf den Ausschluß ungesunden Wett­bewerbes durch Fahrplan-, Schiffseinsatz- sowie Passage- und Frachtwerbungsverständigung und die gegenseitige Förderung der Hafeninteressen Ham­burgs und Bremens beziehen. Die gemeinschaftliche Betätigung beider Linien wird sich jedoch auf die großen Verkehrsgebiete beschränken, während die kleineren Dienste zwischen beiden Gesellschaften als Einzeldienste aufgeteilt sind, die von jedem der bei­den Unternehmen selbständig betrieben werden. Der Vertrag sieht noch eine Bereinigung der aus dem bisherigen Poolabrechnungsverhältnis entstandenen Verpflichtungen der Hapag vor. Die Vorstände bei­der Gesellschaften werden wiederum getrennt wer­den, indem die wechselseitige Zugehörigkeit, sowie sie noch besteht, aufgehoben wird. Dagegen wird als gemeinsames Bindeglied der Aufsichtsrat per­sonengleich bleiben. Die Vertragsdauer ist auf 15 Jahre, beginnend mit dem 1. Januar 1935, bemessen.

Mein-Mainische Mittagsbörse.

Tendenz freundlich.

Frankfurt a. M., 2. Febr. Unter dem Ein­druck günstiger Jndustrienachrichten blieb die Grund­tendenz auch an der Wochenschlußbörse fest. So­wohl der Abschluß der Reichskredit-Gesellschaft mit 6 (i. V. 5 v. H.) Dividende, als auch die erhebliche Absatzsteigerung bei Ruhrgasindustrie und die Er­höhung der Eisenausfuhr fanden Beachtung, da­neben sieht man den in der nächsten Woche be­ginnenden Stillhalteverhandlungen zuversichtlich entgegen. Einen guten Eindruck machten auch die Basler Saarverhandlungen. Trotzdem war eine ge­wisse Ermüdungserscheinung innerhalb der Börsen- kreise nach den lebhaften Vortagen nicht zu ver­kennen, zumal der Auftragseingang aus der Kund­schaft nicht sehr groß war. Die Kursgestaltung war etwas uneinheitlich, wobei sich aber die Verände­rungen nach beiden Seiten in engen Grenzen hielten.

Am Aktienmarkt eröffneten von chemischen Werten IG.-Farben 0,25 und Rütgerswerke 0,50 v. H. leichter, Scheideanstalt blieben behauptet. Von Elektroaktien setzten AEG. 0,13 v. H. höher ein, während Vekula 0,13 und Gesfürel 0,25 v. H. nach­ließen, Lahmeyer lagen mit 120,50 unverändert. Am Montanmarkt lagen die Kurse meist noch etwas höher, so Buderus mit plus 0,40, Harpener plus 0,25, Rheinstahl mit plus 0,75 und Mannesmann mit plus 0,50 v. H., anderseits gingen Gelsenkir­chen, Phönix und Stahlverein bis 0,40 v. H. zurück. Schiffahrtsaktien lagen wesentlich stiller und nur knapp gehalten, Hapag 32 (32,25), Nordd, Lloyd 34,90 (35,40). Von Zellstoffwerten lagen Waldhof 0,50 v. H. höher, Aschaffenburger mit 72,13 nur knapp gehalten. Etwas Interesse erhielt sich für Westdeutsche Kaufhof mit 40.40 (40,25), Reichs­bank mit 165,75 (165) sowie für Moenus Maschi­nen mit plus 0,75 v. H.

Der Renten markt hatte durchweg freundliche Haltung und etwas festere Kurse, alleroinigs blieb das Geschäft noch klein. Es eröffneten Altbesitz mit 113,90 (113,50), späte Reichsschuldbuchforderungen mit 99,40 (99,13), Stahlverein-Bonds mit 96,75 (96 65), und Komrnunal-Urnschuldung mit plus 0,13 ü. H., während Zinsvergütungsscheine etwas nach­gaben. Von fremden Werten waren Mexikaner bis

0,25 v.H. fester, auch Warschau-Wiener waren im Freiverkehr gefragt.

Im Verlaufe blieb die Grundtendenz weiter fest, doch war die Kursentwicklung weiterhin uneinheit­lich. Die Umsatztätigkeit war im ganzen etwas leb­hafter. Rückläufig waren u. a. JG.-Farben, West­deutsche Kaufhof, Gement Heidelberg, Mannesmann und Reichsbank, anderseits zogen Siemens 1,25, Harpener auf 101,40 bis 103,25 (102,50) an, ferner waren Schiffahrtswerte wieder mäßig höher und Allg. Lokal und Kraft notierten mit 121,50 (120). Der Kassamarkt lag weiter fest. Mit Plus-Zeichen erschienen u. a. Dürrwerke T. 61 bis 63 (l. T. 58, l. K. 50,50), Schriftg. Stempel T. 80 (l. K. 75), Faber & Schleicher kamen mit 68 (64) zur Notiz. Gesucht waren außerdem Chem. Albert, Andreae- Noris Zahn, Feinmech. Jetter usw.

Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz und Kom- munal-Umschuldung geringfügig ab, sonst blieben die variablen Werte gut behauptet, etwas fester nochmals Stahlverein-Bonds mit 97 (96,75). Gold­pfandbriefe und Kommunal-Obligationen sowie Stadtanleihen lagen still und gut behauptet. Liqui­dationspfandbriefe waren stärker gesucht und durch­weg 0,50 v. H. fester.

Tagesgeld unv. 3 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k f u r t a. M., 3. Februar. (Norbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1083 Rinder (350 Ochsen, 94 Bullen, 336 Kühe, 303 Fär­sen), 509 Kälber, 60 Schafe und 3466 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 22 bis 39 Mark, Bullen 24 bis 36, Kühe 14 bis 33, Kalbinnen 22 bis 39, Kälber 22 bis 50, Hämmel 31 bis 36, Schweine 38 bis 53 Mark. Marktverkauf: Rinder, Kälber, Hämmel, Schafe ruhig, Schweine mittelmäßig.

Um ein Glas Bier erstochen.

LPD. Wetzlar, 3. Febr. In der Nacht zum Sonntag entstand gegen 2 Uhr in der Gastwirt­schaftZum Haferkasten" ein Streit zwischen dem 49jährigen Heinrich Rehm und dem 24jährigen Willi Bertges, beide aus Wetzlar, um ein Glas Bier, das Rehm bestellt und Bertges ge­trunken haben sollte. Die Auseinandersetzung setzte sich in der dunklen Toreinfahrt fort. Dabei stach Rehm mit einem Taschenmesser auf Bertges ein und verletzte ihn so schwer oberhalb der Leisten­gegend, daß er sich innerhalb weniger Minuten verblutete und auf dem Transport zum Kran­kenhaus starb. Der Täter wurde eine Stunde später in seiner Wohnung fe st genommen. Erst nach stundenlangen Vernehmungen und nach einer Gegenüberstellung mit der Leiche legte er am Sonn­tag ein Geständnis ab. Die Polizei hatte ihn im Bett liegend angetroffen. Das blutbefleckte Messer stak noch in der rechten Tasche des Mantels.

Runvfunkprogramm.

Dienstag, 5. Februar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.45: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9.15: Oberbadische Kompo­nisten. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt­schaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18: Italienischer Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.30: Blumen draußen im Winter. Eine naturkundliche Plauderei. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.50: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.10: Kammermusik. 20.45: Schweize­rische Musik. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Funkbericht aus dem Kitschmuseum. 23: Fröhliche Tanzunterhaltung. 24 bis 2: Nachtmusik.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Sdiriftleitunq.)

h. HL Eine derartige Kasse besteht nicht. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem Anliegen an die Hessische Beamtenbank in Darmstadt zu wenden.

E. R. in L. Es l-andelt sich in Ihrer Sache nicht um einen Umtausch im üblichen Sinne, sondern um eine besondere Mängelabrede. Der Verkäufer war nach dieser Abrede verpflichtet, an Stelle des fehler­haften einen einwandfreien Gegenstand zu liefern. Da ihm diese Lieferung unmöglich geworden ist, können Sie nach den Bestimmungen des BGB. den gezahlten Kaufpreis zurückoerlangen.

6. St in B. Ihre Anfrage läßt sich aus den unter­breiteten Angaben nicht beantworten. Es kommt hierbei auf die örtlichen Verhältnisse und auch darauf an, seit wann und wie lange die fraglichen Grund­stücke von Ihnen ober Ihrem Vorgänger derart be­nutzt worden sind. Da die Frage einer evtl, ersessenen Grunddienstbarkeit sehr schwierig ist, bedienen Sie j sich in dieser Angelegenheit am besten des Rates seines Rechtsanwalts.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag« börle

Oatum

1.2-

2.2

1-2.

2-2-

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

99.5

99.5

99.5

99.5

6% eöem.7% Dt.Reichsanl.v. 1929

5y2% Nvung-Anleihe von 1930 ..

102.2

101.75

101.75

101.75

Deutsche Ant.-Ablbs.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............

113.5

113.75

113.4

113.75

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

<

6% ehem.8% Hess. Dolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............

98.5

_

98.5

_

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12.................

96

96

6%% Hess. Landes-Hypotheken­bank Darmstadt Ltgui.........

99

99.75

_

_

Oberh-ssen Provinz-Anleihe mit

Auc-los.-Rechten .......

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

114.5

114

114.65

114-13

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

96-25

96-25

95.75

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

96.25

96.25

_

6Vz% ehem. 4%% Franks. Hyp.-

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

99.5

99 8

6y2% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ..

99.25

99.75

99.25

99-75

6% ehem. 8% Pr. Landespfand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

6% ehem. 7% Pr. Landespfand» . brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10

97

97

97

97

tzteuergutsch. Verrechnungskurs.

104 5

104.5

104.5

104.5

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oesterreichische Silberrente

28

28.25

28-5

29

1.25

-

1.25

4% Ungarische Goldrente .......

8

8.4

8.2

8.6

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8

8-4

8.3

8.3

414°/-» desgl. von 1913 .......'..

8

8-25

8

8

6% abgest. Goldmexikaner von 99

10.5

10.75

10.8

10.65

4% Türkische Zollanleihe von 1911

-

4% Türkische Bagdavbahn-Anieihe Serie i.....................

8

8.1

8.5

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börsc

Schluß« lurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

1.2.

2-2

1.2

2-2

4% desgl. Sene 11 ..........

5% Numän. vereinh. Rente v. 1903

8

4.65

8.1

4.75

4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

7

7.1

7.3

7.35

4% Rumäntslbe vereinh. Rente

4-3

4-4

4-4

4.4

2^% Anatolier .........

35-25

35-25

35.75

Hamburg-Amertka-Paket .....

0

32.25

32-25

32-25

32-13

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

27.5

28

Hanja-Dampfschifs ...........

0

Norddeutscher Lloyd .........

0

35.4

35

35

34 5

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

87.5

87-5

87.75

87.9

Berliner Handelsgesellschaft ...

4

113

113-5

112.5

113

Commerz- und Privat-Bank ..

0

8175

81-9

81

82-25

Deutsche Bank und Disconto«

Gesellschaft................

0

84.25

84.75

84.25

84.75

Dresdner Bank..............

0

85-25

85-75

85-25

85-75

Reichsbank ................

12

165

165-75

165.4

165

A.E.G......................

0

31-25

30-9

31

30.5

Bekula.....................

0

144

143.9

143-75

143 5

Eleklr. Lieferungsgesellschaft...

6

107.25

108

108

108-25

Licht und.Kraft .....

6

119-25

119.5

119.5

120

Felten & Guilleaume........

0

86.4

86

87

86

Äesellsch.f.Elektr.Unlecnehmung

5

118

117-75

117-75

117-5

Rheinische Elektrizität .......

5

109 5

Schuckert LCo..............

6

100-5

100-5

100.75

100-75

SiemensL Halske............

7

146-25

147-5

146-5

146.5

Lahmeyer LLo.............

10

120-5

120.5

120-5

120

Buderus ...................

0

92-5

92.9

92 25

92-13

Deutsche Erdöl ..............

4

104-5

105

104.5

105 25

Gelsenkirchener..............

0

74.5

73.75

74-13

73 4

Harpener...................

0

102-5

103

102.75

102

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

0

89

88.9

Ilse Bergbau ...............

6

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

6

124

125.13

124.5

125-25

0

88

87.75

88-5

87-5

ManneSmann-Röhreu........

0

81.25

81.25

81

80.65

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

1-2

2-2

1.2

2-2-

Mansselder Bergbau.......

.. 0

93

93

93.5

93.25

Kokswerke ................

.. 0

105-4

104.5

Phönix Bergbau...........

.. 0

58-25

57.5

58-5

57-5

Rheinische Braunkohlen ....

. 10

213

21265

212

2125

Rheinstahl ................

.. 0

97 5

98

97.75

97.65

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

48.9

48

48.75

47-75

Otavi Minen .............

.. 0

12 4

12.75

12-5

12-65

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

111-13

111-25

111

111

Kaliwerke Westeregeln ......

.. 5

111

110-5

111.25

110-75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

IVi

155

155 5

156-25

I G. Farben-Jndustrie.....

.. 7

145-75

145

145-65

145

Scheideanstalt.............

.. 9

206

206

Goldschmidt ..............

.. 0

96-5

95-5

96

95-5

Rütgerswerke.............

.. 0

108

107

108-25

107

Metallgelellschafl...........

.. 0

94-5

94-25

94.5

94

Philipp Holzmann.........

Zementwerk Heidelberg ....

Cementwerk Karlstadt.......

.. 0

87

87

87

87-25

.. 0

.. 0

113.5

127

113.25

Schultheis Payenhofer .....

.. 0

_

104-75

104-25

Aku lAllgemeine Kunstseide)

.. 0

51

51-25

51

51-13

Bemberg................

.. 0

116-5

115 5

115.75

115-5

Zellstoff Waldhos ..........

.. 0

52.75

53

52 65

52-9

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

72-5

72-5

71-75

72

Dessauer Gas............

.. 7

130

130

Daimler Motoren..........

.. 0

51

51

51

50.75

Deutsche Linoleum.........

.. 0

63-5

63.5

63.25

64 25

Oren stein & Koppel........

.. 0

85 13

85

Leonhard Tietz ............

.. 0

40-25

40

40

39-65

Cbade....................

,.1U

202

201

Aeeumulatoren-Fabrik......

.. 0

160

160

Eonti-Gumml..............

.. 0

147-5

146.25

147.5

147.5

Grttzner..................

.. 0

32-5

33.75

32.75

33.4

Mainkraftwerke Höchst a.M>.

.. 4

90.75

91.5

Süddeutscher Zulker ......... 8

171

H69J5

171

171

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2TI.

Banknoten.

I.Febmar

2-Februar

Amtliche Dotierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

1 Brief

Buenos Aire.

0-628

0.632

0.628

0-632

Brüssel .....

58-17

58 29

58-17

58-29

Jiio de Jan. .

0-194

0-196

0.194

0.196

Sofia ......

3-047

3-053

3-047

3-053

Kopenhagen.

54 36

54-46

54.43

54-53

Danzig.....

81-22

8J38

81-22

81-38

London .....

12-17

12-20

12.19

12-22

HeljingforS..

Paris ......

5-375

5-385

5.382

5-392

16-41

16-45

16 41

16 45

Holland ....

168-34

168 68

168-34

168-68

31 alten.....

21-30

21-34

21.30

21 34

Japan ......

0-709

0-711

0.709

0.711

Jugoslawien

5-649

5-661

5-649

5-661

Oslo..... :

61-19

61.31

61.26

61-38

Wien.......

48-95

49-05

48-95

49-05

Lissabon ....

11-05

11-07

11 065

11-085

Stockholm...

62-76

62-88

62.84

62-96

Schweiz ....

80.72

80.88

80.72

80.88

Spanien....

34-00

34-06

34.04

34.10

Prag.......

10-40

10-42

1040

1042

Budapest ...

Neuyork...

2.500

2.506

2.502

2 508

Berlin, 2.Februar

Geld

Brief

Amerilantjche Roten..............

2.455

2.475

Belgische Noten..................

57.96

Dänische Noten .................

54-22

54-44

Englische Noten .................

12-155

12-195

Französische Noten...............

16.37

16.43

Holländische Noten...............

167.92

168-60

Italienische Noten................

21-19

61.34

Norwegische Noten ..............

61.10

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten

80-76

Ungarische Note»................

33.94