Ausgabe 
4.1.1935
 
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Die Ereignisse im Wintersport 1935

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Eine besondere Erwähnung verdienen noch das Wintersportfest des Deutschen Ostens in Schreiber- Hau, das für den 8. bis 12. Februar geplant ist, sowie die Großveranstaltung der Eissegler, die im Rahmen der 7. Deutschen Eissegelwoche vom 19. bis 24. Februar in Angerburg (Ostpreußen) ihre Meisterschaften austragen.

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Würzburg: Bayern Baden, Köln: Mittelrhein Nordmark, Elberfeld: Niederrhein Württemberg, Fulda: Nordhessen Brandenburg, Danzig: Ostpreußen Niedersachsen, Gelsenkirchen: Westfalen Pommern, Chemnitz: Sachsen Schlesien.

Leichtathletik ist in das Winterprogramm ein Mann­schafts-Querfeldeinlauf aufzunehmen. Dieser findet für das Kreisgebiet Gießen (umfassend die politi­schen Kreise Gießen, Alsfeld, Schotten und Wetzlar) am Sonntag, 13. Januar 1935, vormittags 10.30 Uhr vom Sportplatz der Spielvereinigung 1900 Gießen aus statt. Es wird gelaufen in einer 5 = k m = Klaffe, einer 3 - km - Klafse sowie einer Ju­gendklasse (Jahrgänge 1917/18) über 2 km. Es findet nur Mannschaftswertung statt, und zwar müssen jeweils mindestens vier Läufer geschloffen das Ziel passieren.

Meldungen (unter namentlicher Aufführung der Läufer) bis zum 10. Januar 1935 an Kreisfachamts­leiter Georg R i ch t b e r g , Gießen, Mühlstraße 32. Handball im Lahn-Oillkreiö (Gau XII) Tv. Heuchelheim I Spvg. 1900 Gießen komb. 6:7.

Obige Mannschaften standen sich am Neujahrstage in Heuchelheim im Gesellschaftsspiel gegenüber und lieferten sich einen spannenden Kampf, der, mit etwas Glück, in der gleichen Höhe auch von den Ein­heimischen hätte gewonnen werden können.

Eine Faltbootfahrt ins neue Jahr.

Der Werbewarl der Paddlergilde erzählt...

Es war so um die Mitte November, als man bei einer Monatsversammlung der Paddlergilde be­schloß, zu Neujahr eine gemeinsame Skifahrt auf den Hoherodskopf zu veranstalten. Allein der Mensch denkt und Gott lenkt also drehte man die Bretter auf die andere Seite um und ergab sich dem Schicksal.

Urplötzlich erschien aber am Tag vor Silvester im G. A. eine Anzeige, daß die geplante Skifahrt in eine Faltbootfahrt Gießen Braunfels umge­wandelt sei. So etwas Ungewöhnliches war für die Paddler noch nicht da. Eine Fahrt zur Baden­burg, dort Kaffee trinken und dann heim zu Mut­tern wäre noch denkbar gewesen, aber eine richtige Tagesfahrt mit Selbstoerpflegung, Eisenbahnfahrt diesen Gedanken schrieb man zunächst einer ver­frühten Silvesterfeier zu. Immerhin war es eine einzigartige Gelegenheit zur Eröffnung des 10. Ver­einsjahres der Paddlergilde.

Am Neujahrsmorgen in der Frühe ging es tat­sächlich los. Petrus zeigte sich auch mit dem Vor­haben einverstanden und machte ein freundliches Gesicht. Durch den vorhergehenden Regen war das Wassergut". Nach den ersten Schlägen saß man wieder im Sattel, das Uebertragen war an beiden Gießener Wehren schnell wieder gelernt. Dann ging es hinaus in den ersten Morgen des neuen Jahres. Wie anders gibt sich doch die Lahn im Winter! Das menschliche Leben an ihr ist fast erstorben, unwill­kürlich widmet man deshalb seine ganze Aufmerk­samkeit der Tierwelt. Wir glaubten, so viel Enten und Reiher vorher noch nie angetroffen zu haben. Vor Dutenhofen zählten wir über 40 Wildenten und sahen einen Zug von 8 Reihern. Hinter Naun­heim, wo die Lahn den rechten großen Bogen macht, gab uns Petrus nochmals seine Sympathie zu erkennen. In einigen hundert Meter Entfernung zog eine finstere, fast undurchsichtige Regenwand vorüber, ohne uns auch nur mit einem Tropfen zu belästigen. In Wetzlar ging es durch die Schleuse und bald waren wir in dem kurzen Stück Lahn­kanal, das aus Anlaß der Regulierung der Dill- Mündung bereits in Angriff genommen ist. Hinter der Eisenbahnbrücke der Koblenzer Strecke schneidet das neue Flußbett den riesigen Linksbogen ab und mit wenigen Schlägen schwimmt man vor dem

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natürliche Felsenschnelle, die eine eigene Schleuss besitzt, durchfahren und nach vier Kilometer ging es in Braunfels ans ßanh..

Einen schöneren Jahresanfang hätten wir uns alle nicht denken können. Etwas gefroren haben wir ja manchmal, aber das Fahrtenjahr 1935 und das 10. Vereinsjahr der Paddlergilde war verheißungs» voll eröffnet.

bringt der kommende Sonntag die Vorrunde den DFB.-Pokal. Die sieben Spiele führen gende Gaue zusammen:

Freundschaftsspiel Epielvgg.1900 - Spielverein Kassel.

Am kommenden Sonntag gelangt auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 ein Spiel zum Austrag, das außerhalb des üblichen Spielprogrammes steht. Die 1. Mannschaft des Spielvereins Kassel tritt hier gegen die Elf der Spieloereinigung 1900 im Freund- sck)aftsspiel an. Spielverein Kassel steht in der Ta­belle der Gauliga mit Borussia Fulda punktgleich an zweiter Stelle. Lippert, der in der Gau­mannschaft Nordhessen gegen Gau Brandenburg in Fulda spielt, wird voraussichtlich durch einen neuen Mann ersetzt.

Die Vorrunde um den OFA.-Pokal.

Bis auf das Treffen der Gaue Mitte und Süd­west, das erst am 13. Januar ausgetragen wird.

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Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Am vorigen Sonntag empfing die erste Mann­schaft der Spielvereinigung Leihgestern die Reserve von 1900 Gießen zum Verbandsspiel. Die Gäste gingen gleich mächtig aus sich heraus. Bald aber fanden sich die Leihgesterner und durch den Halb­linken Funk kamen die Einheimischen zum Füh­rungstor. Einige Minuten später verursachten die Gäste einen Elfmeter, den derselbe Spieler zur 2:0-Führung einschoß. Nachdem der Linksaußen durch einen schönen Schuß das 3:0 fertig gemacht hatte, ging es in die Pause. Nach der Pause war das Spiel ausgeglichener und nicht mehr so schnell wie in der ersten Halbzeit. 1900 drängte verschiedene Male, aber ihr ehemaliger Vereinskamerad Fischer konnte sämtliche gutgemeinten Schüsse bannen. Leih­gestern siegte verdient. Der Schiedsrichter leitete einwandfrei. Vor diesem Spiel trafen sich die zweiten Mannschaften von Leihgestern und Wieseck. Das Spiel endete 1:1. Die Jugend, die auf dem besten Wege zur Meisterschaft ist, fuhr nach Großen- Buseck, um auf dem gefürchteten Platz des FC. Großen-Buseck das fällige Verbandsspiel auszu­tragen. Das Spiel endete torlos. Ein Treffer, den der kleine Mittelstürmer der Leihgesterner schoß, wurde nicht gegeben.

*

Wißmar I Allen-Buseck I 2:4 (1:1).

Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft von Alten- Buseck zum fälligen Verbandsspiel in Wißmar. Beide Mannschaften traten in stärkster Aufstellung an. Nach kurzer Zeit konnte der Halblinke der Gäste seine Mannschaft in Führung bringen. Die Freude dauerte aber nicht lange, denn bald hieß es 1:1. Nach der Pause trugen die Gäste Angriff auf Angriff vor des Gegners Tor und konnten zwei Tore vorlegen. Die Einheimischen ließen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und verkürzten auf 2:3. Kurz vor Schluß fiel dann der vierte Treffer für die Gäste.

Finnland

will die Olympischen Spiele 1940.

In der finnischen Oeffentlichkeit wird lebhaft für den Gedanken geworben, die nächsten Olympischen Spiele im Land der tausend Seen auszutragen. Finnland erwartet von den Mitbewerbern Japan und Italien, daß sie als sportliche Gentlemen handeln und ihre eigenen Wünsche zurückstellen gegenüber einer Nation, die zwar klein ist, aber im sportlichen

Altenburger Wehr. In Altenburg überreichte uns die Lahn ihr Neujahrsgeschenk. Der Wasserstand ließ gerade noch ein Befahren des Wehres zu und mit Juchhe ging es darüber hinweg. Sogar der versammelten Dorfjugend gefiel dieser Spaß so gut, daß sie im Sprechchor verlangte,Dasselbe noch einmal!" Eine Viertelstunde später wurde das Ober­bieler Wehr übertragen, dieKatarakte", eine

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teiligen können. Auch die Eisfchützen haben sich neue Meisterschaften zugelegt, nämlich solche für Frauen. Mit einer besonders starken Beteiligung rechnet man diesmal im Eishockeyturnier. Titel­verteidiger ist hier der VfL. Brandenburg-Berlin, der bei den Deutschen Kampfspiel-Meisterschaften Ende Januar in Schierke (Harz) zusammen mit dem Titel des Kampfspielsiegers auch den eines Deutschen Meisters im Eishockey errang. Die deutsche Nationalmannschaft hat ihrerseits in Davos den Europatitel zu verteidigen, eine zweifellos außerordentlich schwierige Aufgabe angesichts der Hebung der Spielstärke, die in fast allen Ländern zu verzeichnen ist. Für die Kunstläufer sind als Termine wichtig die Europameisterschaften in St. Moritz, die dort vom 24. bis 26. Januar sowohl für Herren, Damen als auch Paare ausgeträgen werden, während die Weltmeisterschaften für Damen am 8. und 9. Februar in Wien, die für Herren und Paare acht Tage darauf, am 16. und 17. Februar in Budapest stattfinden. Die Schnelläufer treffen sich diesmal im Kampf um die Europatitel am 2. und 3. Februar in Helsingfors und zu den Welt­meisterschaften am 23. und 24. Februar in Oslo. Erstmalig tragen wir im Eisschnelläufen mit Polen einen Länderkampf aus, und zwar in Zakopane, wo sich Deutschland und Polen auch im Eishockey gegenüberstehen sollen, während zu gleicher Zeit im polnischen Wintersportplatz Krynica die Europa­meisterschaften im Rodeln ausgetragen werden, bei denen Deutschland sowohl den Titel im Herrenein­sitzer wie im Zweisitzer für Herren zu verteidigen hat.

Das grötzke Programm haben die Skiläufer.

Die Deutschen Skimeisterschaften sollen in diesem Jahr zum letztenmal international ausgetragen werden. Der Ort der Wettkämpfe, Garmisch-Parten­kirchen, reizt natürlich die meisten Länder zur Teil­nahme, um sich früh genug mit dem Gelände der Olympischen Winterspiele vertraut zu machen. So werden wir voraussichtlich eine Überaus starke internationale Besetzung zu verzeichnen haben, und die Deutschen Skimeisterschaften werden in diesem Jahr nach den PIS-Rennen das wichtigste Ereignis im Schneelaufsport sein. Der Deutsche Skiverband wird eine starke Expedition zu den Holmenkol- rennen schicken. Die vorjährige Teilnahme an den PIS-Rennen, die diesmal in der Tatra, dort jedoch nur mit den sogenannten nordischen Disziplinen, im Slalom und Äbfahrtslaufen dagegen vom 22. bis 25. Februar in Mürren durch den veranstaltenden englischen Skiverband stattfinden, brachte uns außer­ordentliche Erfolge. Franz P f n ü r gewann den Slalomlauf für Herren, Christel Cranz wurde Siegerin in der Kombination des Damen-Abfahrts- und Slalom-Rennens, und Deutschland gewann durch seine Damen außerdem beide Mannschafts- Wettbewerbe. Auch Auslandtitel haben wir im Skilauf zu verteidigen, wurde doch Alfred Stoll ungarischer Skimeister, der Schlesier L e u p 0 l d jugoslawischer Titelträger und Franz Pfnür (Schellenberg) französischer Meister im Abfahrtslauf und Kombination.

Sehr gut hat sich die Wintersaison 1934/35 nicht eingeführt, denn mit Ausnahme der Schweiz und einiger Teile Skandinaviens hat es noch nirgends rechten Schnee gegeben, so daß die Skiläufer bis­her zum größten Teil zur Untätigkeit verurteilt waren und so manches schöne Vorhaben ins Wasser fiel. Nicht einmal der Neujahrstag konnte mit einer sausenden Abfahrt begangen werden, und alle noch inbrünstig zu Petrus hinaufgeschickten Schnee-Ge­bete haben bisher wenig genutzt. Ein wenig besser haben es die Eissportler gehabt, aber nur deshalb, weil menschliche Kunst hier die Natur schon etwas korrigieren kann und die künstlichen Eisbahnen im Freien wie in der Halle wenigstens denen Gelegen­heit zu Training und Wettkampf geben konnten, denen räumlich günstige Lage oder der Geldbeutel das Aufsuchen dieser Sportstätten ermöglicht. So haben wir denn im zu Ende gegangenen Jahr schon eine Reihe feiner Eishockeyspiele gehabt. Die wert­vollsten davon waren die um den Europapokal, an denen mit Ausnahme der Schweizer Mannschaften alle im Eishockey in Europa führenden Clubs teil­nehmen: Das andere belebende Element waren die Winnipeg Monarchs, die kanadische Mannschaft, die bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz den Titel für ihr Land verteidigen soll und wohl auch erfolg­reich verteidigen wird.

Der Winter 1935, von dem allein man also jetzt noch sprechen bracht, bringt zusammengedrängt auf etwa 10 Wochen eine Fülle von Großereignifsen, die eine besondere Bedeutung dadurch gewinnen, daß es der letzte Winter vor den Olym­pischen Spielen 19 3 6 ist, daß also jedes Land eine Art Generalmusterung und Generalprobe für seine Auserwählten abhalten will, um möglichst gut gerüstet zu sein, wenn es nun in den Kampf um die Medaillen geht. Unter diesem Gesichtswin­kel wird man also die meisten Großveranstaltungen zu betrachten haben und aus den Ergebnissen ge­wisse Schlußfolgerungen für Garmisch-Partenkir­chen, die Schaustätte der Olympischen Winterspiele, ziehen.

Die Dobfahrer.

Das Programm hatte eigentlich mit der Harzer Zweier-Bobmeisterschaft in Schierke anfangen und durch die Deutsche Junior-Meisterschaft in Schrei- berhau am 5. und 6. Januar fortgesetzt werden sollen, aber damit ist es nichts, denn gerade zur Ausübung des Bobsports bedarf es einer längeren Kälteperiode, um brauchbare Bahnen zu haben. Im Rahmen der Deutschen Wintersport-Woche, die in der zweiten Januarhälfte in Garmisch-Parten­kirchen stattfindet, geht es um die Deutsche Zweier­und Viererbob-Meisterschaft, die gleichzeitig die Ausscheidungsrennen bilden für die Entsendung unserer Vertreter zu der Weltmeisterschaft im Zweierbob, die am 2. und 3. Februar in Jgls (Tirol) stattfindet, und für die Weltmeisterschaft im Viererbob, die 14 Tage darauf in St. Moritz aus­getragen wird. Hier "hat Kilian (Garmisch) den Titel zu verteidigen, den er sich Ende Januar 1934 auf der Olympiabahn in Garmisch mit BobDeutsch­land I" holte.

Die Eisläufer.

Die Deutsche Wintersportwoche in Garmisch ist auch für die Eisläufer Termin und Ort ihrer Meisterschaften. Kunstlaufen, Schnellaufen, Eis* schießen und Eishockey ermitteln dort ihre neuen Meister, und die gezeigten Leistungen werden dafür ausschlaggebend sein, ob und in welchem Umfang wir uns an Veranstaltungen des Auslandes be-

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Schriftliche Bewerbungen unt. Beifügung von Lichtbild und Zeugnis-Abschriften unter 36D an den Gießener Anzeiger.

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Sonntag. 6. Januar 1935, 17 Uhr, Universitäts-Aula 2. Solistenkonzert.

Adelheid Armhold v (Sopran) aus Berlin Albert Hofmann

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