Ausgabe 
4.1.1935
 
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Gchiffsuntergang mitten in Tteuyork

Aus aller Welt

Buntes Allerlei

Line amerikanische TNodehochfchule.

Richtlinien für den Kraftfahrzeug-Grenzverkehr ins Saargebiet während der Abstimmung.

Todesstrafe im Hauptmann-Prozeß beantragt.

Die in Klammern eingesetzten Zahlen entsprechen den Nummern der Streckenkarten, die der DDAC. den Abstimmungsberechtigten auf Wunsch kosten­los überläßt.

Geschäftsstelle des Gaues 3 des DDAC. Frank­furt a. M., Goetheplatz 5, Telephon 24 516 Ge­schäftsstelle in Saarbrücken, Königin-Luisen- Straße 23, Telephon 20738/39.

der Partei erklärt und wurde wieder in Gnaden ausgenommen. Nunmehr ist er zum .zweiten­mal aus der Partei ausgeschlossen worden.

Kunst und Wissenschast.

Slaatsschauspieler Paul Hartmann kommt nach Berlin.

Die Verwaltung des Wiener Burgtheaters hat den Vertrag mit dem Burgschauspieler Paul Hart­mann in beiderseitigem Einverständnis gelöst. Hartmann, der wie erinnerlich vor einiger Zeit vom Ministerpräsidenten Göring zum Staats­schauspieler ernannt worden ist, geht nach Berlin.

Heidelberger Reichsfestspiele

unter der Schirmherrschaft von Dr. Goebbels.

Reichsminister Dr. Goebbels hat für die in Heidelberg stattfindenden Reichsfestspiele 19 35 die Schirmherrschaft übernommen. Die Durch­führung liegt bei dem Reichsbund der deutschen Freilicht- und Dolksschauspiele. 1934 hatten die Reichsfestspiele in Heidelberg einen außerordent­lichen Erfolg.

Das Schachturnier In Hastings.

Die letzten Ergebnisse des internationalen Schach- turniers in Hastings lauten: Euwe gegen Mi l - ner-Barry: Euwe gewinnt. Botwinn > k gegen Lilienthal: Unentschieden. Capa- b l a n c a gegen Michell: Eapablanca gewinnt. Sir George Thomas gegen Fräulein Men. schick: Thomas gewinnt. Flohr gegen Nor- man : Flohr gewinnt. Das vertagte Spiel Tho­mas gegen Flohr endete Unentschieden. Bisheriges Gesamtergebnis: Thomas und Euwe je 4V2 Punkte, Lilienthal' 4, Capablanca und Flohr je 3'/r Punkte.

dürfte.

Zwanzig eftländifche Fischer auf treibender Eisscholle.

Als dieser Tage über 200 Fischer in der Nähe von Pernau auf dem zugefrorenen Rigaischen Meerbusen fischten, setzte plötzlich ein Nordost­sturm ein, der die Eisdecke vom Lande abloste. Die Fischer wurden in die offene See hin­an s g e t r i e b en . Etwa 180 Fischer konnten ge­rettet werden. 20 Fischer blieben jedoch verschol­len da der Sturm weitere Rettungsmaßnahmen unmöglich machte. Estländische Eisbrecher suchen die vermißten Fischer, die wahrscheinlich noch auf Eis­schollen treiben.

Fünf Kinder auf dem Life eingebrochen. Drei Todesopfer.

meter gemeldet. Die Schneekoppe meldet 11 Grad Kälte. Es ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen.

Starker Lrdstoh im Ruhrrevier.

Ein ziemlich kräftiger Erdstoß von zwei Sekunden Dauer wurde am Freitag, etwa um 5.07 Uhr, im Gebiet des Ruhrbergbaues verspürt. Feststehende Gegenstände wurden nicht erschüttert. Es handelt sich offenbar um ein Nahbeben, das durch den Einsturz von hohlräumen in einem stillgelegten Bergwerk verursacht sem

Geständnis eines Vatermörders.

Zu dem bereits gemeldeten Mord an dem ^jäh­rigen Geschäftsinhaber Adolf Wegner in Ham­burg teilt die Polizeibehörde mit: Der Sohn des Toten, der 32jährige Alfred Wegner, den die Kri­minalpolizei bereits wegen dringenden Tatverdach­tes festgenommen hatte, hat jetzt nach stundenlangem Verhör ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Täter ist danach in der Mordnacht in die ge­meinschaftliche Wohnung gekommen und hat mit seinem im Bett liegenden Vater Streit angefangen. Im Verlauf der Streitigkeiten hat der alte Mann durch Fausthiebe ins Gesicht und gegen die Brust schwere Verletzungen erlitten, die feinen Tod zur Folge hatten. Nach der Tat hat Alfred Wegner das Haus verlassen und bei einer Bekannten er­zählt, fein Vater sei an einem Herzschlag gestorben.

Beiträge der Arbeitsfront unterschlagen. 1% Jahre Zuchthaus.

Par der Großen Strafkammer in Kassel hatte sich wegen Untreue und Unterschlagung der 50jährige Karl Grebe aus Kassel zu verantworten. Grebe war für die Deutsche Arbeitsfront mit der Einziehung von Beiträgen beauftragt worden. In dieser ehrenamtlichen Stellung veruntreute er etwa 200 Mark. Vor dem Gericht gestand er feine Xat ein. Das Gericht hob den großen Vertrauensbruch hervor und führte an, daß hier ein schwerer Fall der Schädigung des Volkes vorliege. Es ging über die Mindeftftrafe erheblich hinaus und verurteilte Grebe wegen Untreue in Tateinheit mit Unter­schlagung zu einem Jahr sechs Monaten Z u ch t - h a u s und drei Jahre Ehrverlust. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Jeder Amerikaner oder jede Amerikanerin aus der Modebranche kennt dieAmos parrisd"-Mode- I klinik in Neuyork. Sie hat mit einer Klinik nichts : zu tun, sondern stellt eine Hochschule für die Mode dar, zu deren Studientagungen, die zweimal im Jahr stattfinden, dieStudierenden" aus den ent­ferntesten Teilen der Union nach Neuyork eilen. Jede Tagung dauert nur einige Stunden, kostet aber 500 Mark. Kein Kaufhaus in den Vereinigten Staaten, das etwas auf sich hält, wird es ver- fäumen, einen Vertreter zu jeder Tagung zu ent- enden, denn die Kosten werden reichlich durch die dort gesammelten Kenntnisse und Tips eingebracht. Die große Bedeutung der Modehochschule besteht darin, daß sie ihren Teilnehmern sehr eingehende Angaben über die Mode der nächsten Saison machen kann, da dieKlinik" mit den maßgebend­sten Modeinstituten der Welt in laufender Ver­bindung steht. Nicht nur die neuen Modeformen werden in den Vorträgen ausgiebig erörtert, son­dern auch die Stoffe und Zutaten für die nächste Mode finden stärkste Beachtung. Durch die Ver­mittlung dieser Hochschule ist jedes Kaufhaus der USA. imstande, feine Kunden stets mit der modern­sten Garderobe zu versorgen, rechtzeitig seine Kal­kulationen zu treffen und der Kundschaft in allen Modeangelegenheiten ein kompetenter Berater zu fein. Es wird den Kursusteilnehmern ferner aus­einandergesetzt, in welcher Weise für die neue Mode am besten Propaganda zu machen ist, wie man den jugendlichen und den reiferen Kunden die Mode schmackhaft machen kann. Eine der wichtig­sten Vorlesungen ist die über Verkaufspsychologie, die Kunst, jeden Kunden nach seiner Eigenheit zu behandeln und ihn so zu bedienen, daß er zum Dauerkunden wird. Der amerikanische Kunde, der meistens von Modesachen nichts oder nur wenig versteht, vertraut sich sorglos seinem Kaufhaus an, in der Ueberzeugung, dort nicht nur nach der Mode eingekleidet zu werden, sondern auch in einer Weise, die seine Persönlichkeit am gefälligsten zum Aus­druck bringt. Die Modehochschule erfüllt somit in der amerikanischen Bekleidungsindustrie eine sehr wichtige Aufgabe und ist für alle modischen An­gelegenheiten maßgebend.

Zustand geistiger Verwirrung die Frau erschlug. Das Ehepaar hatte fünf Kinder im Alter bis zu echs Jahren.

Drei Jahre Zuchthaus für einen Heiratsschwindler.

Das Heidelberger Schöffengericht verurteilte d"n mit mehreren Jahren Gefängnis vorbestraften 29 Jahre alten Walter M. aus Heidelberg zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte, Vater von fast einem halben Dutzend unehelicher Kinder, machte sich an weibliche Hausangestellte heran, nannte sich von Bülow und betrog feine Opfer auf jede Weife. Nach Verbüßung der Freiheitsstrafe wird M. in eine heil- und Pflegeanstalt verbracht.

t i k s ober Carnet bes Pasiages finb, können diese Papieren, für die Einreise nach dem Saargebiet benutzen.

Die Regierungskommission des Saargebietes hat genehmigt, daß die zur Abstimmung berechtigten Kraftfahrer den sonst vorgeschriebenen Inter­nationalen Führer- und internationalen Zulassungsschein nicht benötigen. Selbst­verständlich muß jeder Kraftfahrer den deut­schen Führerschein und den deutschen Zulassungs­schein (Kraftfahrzeugschein) für das benutzte Fahr­zeug bei sich führen. .

In jedem Falle muß an der Rückseite des Fahr­zeugs vorschriftgemäß das deutsche Natio­nalitätsabzeichenD" geführt werden. Das NationalitätsabzeichenD" und das polizeiliche Kennzeichen müssen bei eintretender Dunkelheit be­leuchtet sein. Die Erleichterung gilt nur für die Ab­stimmungsberechtigten für die Fahrt innerhalb des Saargebietes; auf französischem Gebiet müssen In­ternationaler Führer- und Internationaler Zulas­sungsschein vorhanden sein.

Nachstehend -eine Uebersicht über die nach dem Saargebiet führenden sieben h a u p t st r a ß e n:

Strecke 1: Kaiserslautern Saarbrücken: Ueber- gang Bruchhof-Homburg (114).

Strecke 2: Karlsruhe Zweibrücken Hom­burg: Uebergang Kaplaneihof-Einöd (115).

Strecke 3: Bingen Oberstein Saarbrücken: Uebergang: Selbach-Tholey (120).

Strecke 4: Bingen Homburg Saarbrücken: Uebergang: Waldmohr- Jägersburg (120a)

Strecke 5: Trier Saarburg Saarbrücken: Uebergang: Weiten-Keuchingen (129).

Strecke 6: Trier Zerf Saarbrücken: Ueber- ganq: Michelbach-Bettingen (484)

Strecke 7: Kreuznach Turkismuhle Hir­stein St. Wendel: Uebergang: Hirftern-St. Wen-

General W e y g a n d , wird sich nach Korsika begeben, um die dortigen Truppen und Befestigun­gen zu besichtigen. *

In Tunis kam es bei einem Besuch des Beys in der Moschee zu konimunistischen Radauszenen, um von dem Herrscher die Aufhebung der Ver­bannung einiger Agitatoren zu erlangen, die nach den blutigen Erhebungen im letzten Sommer nach Südtunis abgeschoben worden waren. Der franzö­sische Generalresident hat zehn tunesische Einge­borene Rechtsanwälte und Kaufleute mit Aufenthaltsverbot bestraft.

*

Im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Opposition in Sowjetrußland wurde Smirnow aus d e r Kommuni st ischen Partei aus­geschlossen. Smirnow war früher Sekretär der Partei und Volkskommissar für Landwirtschaft; er gehörte der rechtsgerichteten Opposition an, wurde seinerzeit nach Frunse (Kirgisien) verbannt und aus der Partei ausgeschlossen, da er die Be­kämpfung der Großbauern (Kulaken) sabotiert ha­ben sollte. Er hatte damals Treue zur Generallinie

Dreister Raubüberfall auf eine englische Bank.

In Manchester wurde ein Ueberfall a u f eine Bank verübt. Der Leiter und ein Ange­stellter wurden kurz vor Geschäftsschluß von zwei maskierten, mit Revolvern bewaffneten Mannern angegriffen, gebunden und geknebelt. Die Verbre­cher nahmen dann ungefähr 600 Pfund Sterling an sich und entkamen in einem Kraftwagen.

Schwere Bluttat eines Betrunkenen.

Eine schwere Bluttat ereignete sich in Oppeln in einer der letzten Nächte. Auf der Falkenberger Straße wollte der Kriegsinvalide Grötz dem be­trunkenen Walther König behilflich fein. König schlug ohne irgendeine Veranlassung mit einem stumpfen Gegenstand auf den Invaliden ein, bis dieser blutüberströmt zusammenbrach. Der auf der andern Straßenseite wohnende Fleischer Josef Ledwig bemerkte den Vorfall und ei-Ite dem Grötz zu Hilfe. König zog ein großes feststehendes Messer und stach auf Ledwig ein. Ledwig erhielt u. a. einen Stich ins Herz, der seinen sofortigen T o d zur Folge hatte. Der Kriegsinvalide Grotz hat schwere Schädelverletzungen davonge- tragen. König wurde verhaftet.

Erdstöße in Westindien.

Auf der britischen Insel Montserrat (Kleine An­tillen) ereigneten sich mehrere heftige Erdstöße. Eine Anzahl öffentlicher und privater Gebäude, darunter das Gericht und eine Kirche, wurden leicht beschädigt. Das Haus der königlichen Bank von Kanada wurde dagegen so schwer mitgenom­men, daß die Regierung einen dreitägigen Bank- feiertag anordnete', um die Ueberführung der Bu- eher, Dokumente, des Geldes usw. nach einem an- deren Gebäude zu erleichtern. Es sind noch immer leichte Erderschütterungen zu spüren.

In Heidelberg erschien der dreißigjährige Ernst Böhm auf der Polizei und gab an seine vier­undzwanzigjährige Frau ermordet zu ^beu. Man schenkte den Angaben des Mannes zunächst keinen Glauben, trotzdem begaben sich mehrere Be­amte in die Wohnung des Bohm. Dort fand man die Frau mit zerschmettertem Schädel tot in ihrem Bett liegen. Was den Mann zu der ungluckse igen Tat veranlaßt hat, steht noch nicht fest. Er selbst gibt an, aus Eifersucht gehandelt zu haben. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, daß er m einem

In der kleinen Ortschaft Ptakowitz, Kreis Beu­chen, ereignete sich ein furchtbares Unglück. Auf dem Dorfteich, der nur eine dünne Eisdecke trug, vergnügten sich fünf Kinder mit ihren Rodelschlit­ten Plötzlich brach das Eis, und die Kinder stur z- ten ins Wasser. Auf ihre Hilferufe eilten eine 67jährige Frau Köhler und der 15jahrige hitler- junge Kremer herbei und versuchten die Kinder aus dem Wasser zu ziehen Die beiden Retter brachen dabei selbst ein. Wahrend der Hitler,unge mit einem Kind das Ufer erreichen konnte, ging Die fVrau unter Der Bergmann Keintoch und em anderer Mann, die an der Unglücksstelle vorüber kamen, setzten das Rettungswerk fort. Kemtoch konnte die Frau und die Kinder aus dem Wasser ziehen. Die alte Frau und zwei vier- und funsiah- riae Kinder waren bereits tot. Die anderen Kin­der wurden nach stundenlangen Bemühungen wie­der ins Leben zurückgerufen.

Familiendrama in Heidelberg. - Die eigene Frau erschlagen.

Aufenthalt rechnen.

Die Triptiks sind rnitdern2 0. Janua r 1935 befriftet, daher müssen die Fahrzeuge bis zu diesem Zeitpunkt nach Deutschland z u ruck­befördert fein. Die Triptiks sind vom franzö­sischen Grenzzollbeamten endgültig löschen zu lassen und schnellstens dem DDAC. zurückzusenden. Diejenigen Abstimmungsberechtigten, die am 13. und 14. Januar 1935 zurückkehren, haben die Trip­tiks endgültig gelöscht dem Beamten des DDAC. am deutschen Grenzzollamt abzullefern. Für Last­autos, Lieferautos, Omnibusse, Taxameter oder son­stige Geschäftsfahrzeuge können französische Trip­tiks nach dem Saargebiet grundsätzlich nicht aus­gestellt werden. Mitglieder des DDAC., die bereits im Besitz eines gültigen französischen Trip-

Was wird 1935 bringen?

So lange es eine Geschichte der Menschheit gibt, so lange ist der Mensch nachweislich bemüht ge­wesen, in die Zukunft zu blicken, und die Zunft der S t e r n e n d e u t e r ist gewiß die älteste aller Zünfte. Noch immer gelten die alten Regeln der Lehre der Astrologie trotz der gewaltigen Erweite­rung unserer Kenntnisse von der Sternenwelt. Noch immer erscheinen jahraus, jahrein die a st r o l o - gischen Kalender, von denen das Wort Mephistos gilt:Am besten ists auch hier, wenn ihr nur Einen hört, Und auf des Meisters Worte schwört." So oft ist schon das Experiment gemacht worden, die verschiedenen Kalender miteinander zu vergleichen, und da ergab es sich, daß der Inhalt, also die Prophezeiungen stark auseinander­gingen. Es mag daran liegen, daß es verschiedene modernisierte Systeme der Astrologie gibt, da tue Astrologen glaubten, der Zeit einige Konzessionen machen zu müssen. Unterhaltsam ist es auch, zu prüfen, inwieweit die Prophezeiungen für das abgelaufene Jahr eingetroffen finb. Es wird sich dabei zeigen, daß sie zum Teil tatsächlich sich verwirklicht haben, eben weil gewisse Ereignisse sich alljährlich einzustellen pflegen. So wird es auch 1935 nicht an Naturkatastrophen fehlen, Eisenbahn-, Flugzeug- und Schiffsunfalle werden sich nicht vermeiden lassen, die Weltwirt­schaft wirb sich weiter von ber schweren Krise er­holen, es werben große Erfinbungen gemacht wer­den um all bas zu prophezeien, braucht man fein Prophet zu fein. Auch politische Prophezeiun­gen finb keineswegs für ben politisch gut Infor­mierten überaus schwierig, unb in ber Tat gehören die politischen Prophezeiungen zu benjemgen, Die noch am ehesten zutreffen. So hat eine ber be­rühmten Pariser Prophetinnen für Frankreich vor­ausgesagt, es werbe im nächsten Jahre eine Dikta­tur erhalten unb ber Diktator werbe ein noch vor- hältnismäßig junger Mann sein. Kriegsgefahr . drohe, doch werde sie noch in letzter Stunde be- : feitiqt. Daß die astrologischen Kalender für bas eigene Lanb unb Volk weiteren Ausstieg proppe- zeien ist alte unb bewährte Trabition. Der tüchtige - Mensch bebarf keiner Prophezeiungen, er wird.

was auch kommen mag, feinen Mann stehen; Den

ffnff Winer ber bie Neuyorker Stabtteile Manhattan unb Brooklyn trennt, war ber Schauplatz einer Schiffskatastrophe. Ein Personendampfer würbe im Nebel von einem Frachtbampser gerammt un sank innerhalb weniger Minuten.

Am zweiten Verhandlungstag im Haupt­mann - Prozeß wurde die Wahl ber Geschwo­renen beenbet. Insgesamt würben zwölf Geschwo­rene, unter ihnen vier Frauen, bestellt. Lind- b e r a h war mit seiner Frau unb dem Kinderfrau- lein erschienen. Nach kurzer Unterbrechung ber Sit­zung begann ber Staatsanwalt Wielentz mit ber Verlesung ber Anklageschrift. Dann heißt es, Hauptmann habe am 1. März 1932 nach liger Erkunbung bes Geländes mit einer .selbstver­fertigten Leiter einen Einbruch in bas im ersten Stock gelegene Kinderzimmer ber Wohnung Lind- berghs verübt unb bas Kind geraubt. Die ßeiter f bann beim Herabsteigen unter der schweren Last zusammengebrochen. Dabei sei bas Kind durch Her- abfallen getötet worben. Hauptmann habe Die Leiter unb bas Kinb mitgenommen. Die Leiter habe er nach kurzer Zeit zurückgelassen. Das tote- Kinb sei vvn ihm in einer Entfernung von ^Kilometer verscharrt worben, nachbem er ihm feine Kseibungs ftüde ausgezogen hatte. Die Kleidungsstücke habe Hauptmann zur Erpressung des Lösegeldes verwen­det Abschließend beantragte der Staatsanwalt b i e Tvbesstrafe für Hauptmann.

ftrau ßinbbergl) faate über Einzelheiten bes Tages aus an bem ihr Kinb entführt worben war

d°r Entführungsnacht um 2125 Uh 6nb

gekommen unb \a) löerte oi 99 $ erklärte, bedang ber Entführung um 22! W. ur vor ber Entdeckung. habe " em Geraus das sich anhorte wie das m^ er entdeckte, rnenbrechen einer ßeiter. © b Polizei

daß das Kind verschwunden waroson +> benachrichtigt, ein Gewehr 9 ft , jedoch die dunkle Landstraße hlnausgeeilt, .^vyne ÄS-. IS?:

die Post zugegangen war. Dann w Handlung vertagt.

Dinierweiter in den schlesischen Q 3m Saufe ber 8um «taj.

ti che Kaltlustmassen in Sch s Niederschläge in Auch im Flachland M die Temperaturen Schnee Überlangen unb bi e X

"rmer7en bis zu 2° Ä-ntlmet-r Neuschnee unb Gesamt,chneehahe bis zu 40 Senti

Berlin, 3. Jan. (DNB.) Der Deutsche A u - tornobil-Club (DDAC.) stellt jedem Abstim­mungsberechtigten, der mit seinem eige­nen Kraftfahrzeug zur Abstimmung nach dem Saargebiet reisen will, das Triptlk ge­bührenfrei aus. Die gesamten Unkosten sowie Rückversicherungsgebühren werden vvn DDAC. ge­meinsam mit derAgrippina" als Rückversiche­rungsgesellschaft übernommen. Nachstehende Richt­linien sind besonders zu beachten:

Die Triptiks gelten nur für bie Reise zur Abstimmung ins Saargebiet, keinesfalls aber für eine Einreise nach Frankreich. Abstim­mungsberechtigte haben bis zum 10. ^unuar 1935 Triptiks bet ber Hauptgefch a f t s - stelle bes DDAC., Abteilung Grenzverkehr, Mün­chen, Koniginstraße 11a, sowie bei ben Gauge­schäftsstellen zu beantragen. Die Beantragung mutz auf einem vom DDAC. vorgeschriebenen Formular erfolgen; außerbem muß ber Nachweis erbracht werben, baß ber Antragsteller abstimmungsberech­tigt ist. Wo eine rechtzeitige Beantragung nicht er­folgen konnte, besteht bie Möglichkeit, bie Triptiks an ben b e u t f d) e n Grenzzollämtern durch Beamte des DDAC. ausgestellt zu erhalten Der DDAC. wird am 11., 12. bis 14. Januar 1935 bei nachstehend bezeichneten deutschen Grenzzoll­ämtern vertreten sein: Bruchhof Kaplaneihof Selbach Waldmohr Weiten Michelbach Hirstein. Der Kraftfahrer, der sich das Triptik erst an der Grenze ausstellen läßt, muß mit einigem