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gez.: Dr. Ley.
Laval nach Rom abgereist
Hochgespannte Erwartungen der pariser preffe.
Paris, 3. Jan. (DNB.) Außenminister Laval ist am Donnerstag um 20.20 Uhr mit dem Rorn- expreß nach Italien abgereist. Auf dem Bahnhof hatten sich eine große Anzahl französischer Minister, der apostolische Nuntius und zahlreiche ausländische Vertreter der Frankreich befreundeten Machte eingefunden. Der italienische Botschafter in Paris begibt sich mit demselben Zuge nach Rom. Laval erklärte kurz vor der Abfahrt des Zuges, er fei glücklich, nach Rom zu fahren, um einen dauerhaften Frieden zwischen Frankreich und Italien zu besiegeln und mit Mussolini an dem mehr denn je notwendigen Werk der Wieder- aussohnung der Völker arbeiten zu können.
Wenn es gelingt, mit Hilfe einer erweiterten Reichsgarantie privates Kapital für den zweitstel- ligen Realkredit in ausreichendem Umfange heranzuholen, so wird die Finanzierungsfrage für das Wohnungsbauprogramm des Jahres 1935 in der Hauptsache gelöst sein. Dann wird das kommende Baujahr in keiner Weise hinter seinem Vorgänger Zurückbleiben. Welche Bedeutung diese Sicherung ausreichender Bautätigkeit für den deutschen Arbeitsmarkt und den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat, braucht heute nicht mehr auseinandergefetzt zu werden. Die Zusammenhänge zwischen dem Wohnungsneubau und dem Arbeitsmarkt liegen ebenso klar zutage wie die zwischen Wohnungsbau und Kapitalmarkt. Von diesem aus soll und wird die Arbeitsschlacht auch durch Finanzierung des Wohnungsbaus zu einem erfolgreichen Ausgang geführt werden.
® ‘ r U n, 4. Ian. (DNB.) Unter der Heben m riP "®lne geschichtliche Stunde" würdigt Alfred Rosenberg im „V. B." die Kundgebung der Deutschen Führerschaft in der Staatsoper. In dem 2lufsatz Rosenbergs heißt es u. a.: Keiner von denen. Die am 3. Januar 1935 die Rede des Führers in der Staatsoper zu Berlin miterleben durften, wird diese Stunde jemals vergessen. Alles, was deutsche Führun ' " ' -
versammelt, um ein
Pflichterfüllung und Mitarbeit meinen Weidmannsdank und Weidmannsheil für die gesteigerten Aufgaben des Jahres 1935 in unerschütterlicher Treue zu unserem geliebten Führer. Heil Hitler! Her- "sann Göring, Reichsforstmeister und preußischer Ministerpräsident."
Arbeitseinsatz der Metallfacharbeiter.
Berlin, 3. Jan. (DNB.) Die Wirtschaftsbelebung hat in mehreren Bezirken zu einem Mangel an guten Fachkräften geführt. Dadurch ist in einzelnen Gewerben eine starke Wander- bewegung der Arbeitskräfte eingetreten, der im Interesse eines einheitlichen planvollen Arbeitseinsatzes entgegengetreten werden muß, da sie zu einer Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit der Betriebe wie zu einer sozial und beruflich unerwünschten Störung der Zusammensetzung der Be- tnebsgefolgschaften sowie endlich zu einer Belastung der beteiligten Gemeinden führt. Deshalb hat der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung angeordnet, daß in privaten und öffentlichen Betrieben und Verwaltungen aller Art gelernte Metallarbeiter, die am 15. Januar 1935 nicht im Bezirk des für den Betrieb zuständigen Arbeitsamtes ihren Wohnort haben, nur eingestellt werden dürfen, wenn eine
der Möglichkeit Erträge auf Grund von
Das neue Wohnungsbaujahr wird sich vor die schwierige Aufgabe gestellt sehen, die Erstellung fD-'Ü* ??!^ouwohnungen ohne nennenswerte staat- üche Zu chusse im bisherigen Rahmen fortzuführen. Bekanntlich sind im Jahre 1934 etwa um die Hälfte mehr Wohnungen dem Markt zugeführt worden als im vorangegangenen. Das war aber m erster Linie der außerordentlich lebhaften, durch Relchsmittel systematisch und zielbewußt geförder- ten Wo hnungsbautätigkeit zu verdanken. Man darf nicht damit rechnen, daß dieser Umbau von Altwohnungen und namentlich die Erstellung von Wohnungen durch Teilung von Altwohnunqen beliebig fortgesetzt werden kann. Im Gegenteil: es ist sogar wahrscheinlich, daß die Umbautätigkeit im wesentlichen durchgeführt ist oder wenigstens sehr bald so wett durchgeführt sein wird, daß eine Befriedigung des steigenden Umsatzbedarfs auf dem Wege des Wohnungsumbaus und der Wohnunqs- teuung nicht mehr erhofft werden kann.
Auf der anderen Seite darf man nicht außer acht lassen, daß die erfreuliche Zunahme der Eheschließungen einen vermehrten Mehrbedarf an Neuwohnungen erzeugt. Alle Berechnungen, durch die bewiesen werden soll, daß der Wohnungsbedarf m Deutschland im wesentlichen befriedigt sei oder sich zum mindesten sehr stark vermindert habe, sind falsch, weil sie die Erfordernisse der neuen natio-
a Bevölkerungspolitik nicht berück- ftchtigen. Man wird sicher nicht fehlgehen, wenn man den Wohnungsbedarf, der im Jahre 1935 vor-
Die Wahlvorsteher im Saargebiet.
Saarbrücken, 3. Jan. (DNB.) Die neu- traten Wahlvorsteher für die etwa 860 Wahlbüros im Saargebiet sind nunmehr endgültig ernannt. Es sind dafür 364 Holländer, 300 Schwei- 3er, 220 Luxemburger, 3 Dänen, 4 Engländer, 2 Amerikaner, 3 Italiener, 1 Schwede und 1 Portugiese in Aussicht genommen worden. Die Herren haben als Vorsitzende die gesamte Wahlhandlung am 13. Januar 12 Stunden lang ununterbrochen zu überwachen und für d e n Abtransport der Urne jedes einzelnen Lokals nach der nächstgelegenen Sammelstelle zu sor- gen. Als Entschädigung für ihre hiesige Tätigkeit erhalten sie 1000 französische Franken. Außerdem werden ihnen ihre Reiseunkosten ersetzt.
Bereitet Gandhi einen neuen,/Feldzug des bürgerlichen Widerstands" vor?
schriftliche Z u st! m m ü n g V e s A r ö e k k s ä m k e 's vorliegt. Gelernte Metallarbeiter im Sinne dieser Anordnung sind Arbeiter, Betriebsbeamte, Werkmeister und Techniker, soweit sie eine ordnungs- mäßige Lehre als Fachkräfte der Me- tallindustrie abgeschlossen haben. Die Zustimmung ist von dem Arbeitsamt zu erteilen, in dessen Bezirk der gelernte Metallarbeiter bisher seinen Wohnort hatte. Die Anordnung tritt mit dem 15. Januar 1935 in Kraft.
Die Rechtsberatungsstelle der OAF.
DNB. Berlin, 3. Jan. Das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront teilt mit, daß in der Angestelltenversicherung d i e Einrichtung der Vertrauensmänner sofort f o r t f ä l l t. Ihr Aufgabengebiet, das sich insbesondere auf die Beratung der Versicherten über ihre Rentenansprüche und Entgegennahme von Rentenantragen erstreckte, ist auf die Rechtsberatungsstellen der Deutschen Arbeitsfront übergegangen. Angestellte, die Auskünfte über ihre Rechte und Pflichten in der Angestelltenoersicherung einziehen oder Anträge auf Gewährung von Ruhegeld stellen wollen, haben sich daher mit der örtlich zuständigen Rechtsberatungsstelle der DAF. in Verbindung zu setzen.
k a n n t werden müßten.Die auf Revision der Vertrage abgestellte Politik würde damit ihrer aggressiven Eigenschaften entkleidet, gleichzeitig sei damit aber auch eine für Ungarn annehmbare Zwischenlösung auf der Grundlage der bestehenden Zustände gefunden. Gömbös sei bereit zuzustimmen. Er stelle nur zwei Bedingungen- 1. eine Art Bestätigung der Möglichkeit
Revision der Verträge auf Grund von Artikel 19 des Völkerbundsstatuts und 2. die praktische Anwendung des Genfer Minderheitenoertrages.
Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und Reichsminister Pg. Göring gaben in ihren Worten das wieder, was alle beseelte und was dem ganzen deutschen Volke jene unerschöpfliche Kruft gegeben hat, ein scheinbar unbesiegbares Schicksal doch durch Arbeit und Opfer zu zwingen. Die B r u d e r a n d e r S a a r, die sich am 13. Januar zu Deutschland bekennen, werden wissen, daß sie sich zu einem würdigen und kraftvollen Deutschen Reich b e f e nn en und ihrer Pflicht !° J?erL E"^egen allen schädigenden Zersetzungsver- suchen werden sie ihre Einheit mit dem gesamten deutschen Volk dokumentieren.
Der Führer hat keinen Zweifel gelassen, daß dieses wieder erstarkende und gesunde Deutschland nicht etwa nur Freunde hat, sondern daß viele nun erst redjt bemüht fein werden, dieses arbeitsame und friedliebende deutsche Volk einzukreisen. In der Verteidigung aller erschaffenen Werte und ihrer Frei- ^e..,.Q)*rb die ganze deutsche Nation aber heute ein= mutig dastehen, stolz, in dieser geschichtlichen Stunde einen Führer zu kennen, der das Notwendige unserer Zelt mit dem unbändigen Glauben an das deutsche Volk und mit der unbezwingbaren Energie emes Menschen vollbringt, der weiß, daß diese Mission seines Lebens auch die Sendung seines ganzen Volkes ist. So grüßt die Bewegung so grüßt ganz Deutschland heute in unverbrüchlicher Gefolgschaftstreue Adolf Hitler a l s Den Herzog feines Reiches, als den wahrhaftigen Führer Deutschlands.
Die englische preffe würdigt Dr. Goebbels.
Der Hausarchitekt der deutschen Revolution.
Inanspruchnahme nicht möglich ist, die Glückwünsche einzeln zu beantworten, läßt er aus diesem Wege allen, die seiner in Treue gedacht haben, seinen herzlichen Dank übermitteln.
„Sine geschichtliche Stunde".
Eine Betrachtung Alfred Rosenbergs zu der Kundgebung in der Staatsoper.
Die Reise wird von der Presse unter den hoffnungsfreudigsten Vorzeichen behandelt. Die Presse eilt den Ereignissen voraus. Sie spricht nicht nur von Annäherung, sondern von Einigung nicht nur von Sympathie, sondern von F r e u n d s ch a f t und von der E r f ü l l u n g einer a l t e n S e h n- sucht. „Matin" will wissen, daß bei den Vorverhandlungen Wien hinsichtlich der praktischen Anwendung der für Oesterreich bestimmten Garantie verlangt habe, daß Frankreich und Italien in jedem ü-au sich darüber verständigen müssen, ob ein Eingreifen zum Schutz Oesterreichs angebracht erscheine und in welcher Form. Der Schutz Oesterreichs wurde damit ausschließlich den Großmächten anvertraut werden. Wenn die Unterzeichner des geplanten Paktes sich zur Achtung der gegenseitigen Grenzen verpflichten sollen, so sei dies so zu verstehen, dgß sie gehalten find, feine gewaltsamen Grenzver- anöerungen zu versuchen. Keineswegs soll damit gemeint sein, daß die durch die Friedensvertrage gezogenen Grenzen für immer aner-
Kleine politische Nachrichten.
Außer dem bereits bekanntgegebenen Austausch von Neujahrswünschen mit fremden Staatsoberhäuptern hat ein gleicher Telegrammwechsel zwischen dem Führer und Reichskanzler und dem König von Rumänien stattgefunden.
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Hm Zusammenhang mit den Veränderungen in der Zusammensetzung des Danziger Senats wird die Danziger Regierung am 7. Januar e ,l " ! ,n offiziellen Besuch in Warschau abftatten. ÖelegenHicf) dieses Besuches wird sich die Möglichkeit ergeben, verschiedene schwebende Anqe- legenheiten zu besprechen. Es wird im Frühjahr ein Gegenbesuch der polnischen Regierung in Danzig stattfinden.
Höchstes Ziel der deutschen Wirtschaft und der deutschen Sozialpolitik im neuen Jahre ist es, alle noch arbeitslosen Deutschen wieder z u A r b e i t und Brot zu bringen. Aus der eteüung, Die der Kampf des abgelaufenen Jahres erringen ließ nnrb ber Angriff gegen bie k - k tslosigkelt bis zur letzten Ent- Icheidung vorgetragen werben. Die neue Orbnung ber Gemeinschaft aller Schaf- senben, Die bas vergangene Jahr uns brachte, möge sich auch im fommenben Jahre bewähren S'e mit echtem Gemeinschaftsgeist zu erfüllen, ist die große Aufgabe aller, der Führer und der Gefolgschaften der Arbeit. Wenn jeder an dem Platz auf den er gestellt ist, feine Pflicht erfüllt, wenn leder aber auch in jedem Volksgenossen seinen Nächsten und Bruder sieht, dann wachsen die Gemeinschaftskräfte, die unser Vaterland weiter auf- fteigen lassen.
gez.: Dr. Krohn, Staatssekretär des Reichsarbeitsministeriums.
Die deutsche Wirtschaft amIahresbeginn
Kundgebungen von Dr. Ley und Staatssefretär Krohn.
Der Wohnungsbau im Jahre 1935
Don unserer Berliner Redaktion.
Der polnische Außenminister, Oberst Beck, hat Stockholm in Begleitung feiner Gemahlin mit bem Berliner Zug verlassen. Währenb seines viertägigen Aufenthaltes in ber schwebifchen Hauptstabt würbe ber Minister vom König empfangen. Ferner fanb ein Essen beim Außenminister Sandler unö em Empfang beim polnischen Gesandten statt.
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Unter dem Vorsitz des Sekretärs der Faschist!. Ken Partei trat in Turin der Faschistische R a t zusammen. Der Rat nahm zwei Entschließun- gen an, von denen die erste alle im Ausland faschistischen Italiener be- grüßt. In der zweiten Entschließung wird die innere Stärke des korporativen Sy. tems betont, das ein hohes Maß sozialer Ge- rechtigkeit bedeute: besonders hervorgehoben wird der Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit und ferner die Bemühungen, eine bessere Verteilung ber Arbeit zu erreichen.
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?erm^eÖD- Vorsitzende des Obersten Kriegsrates und Generalinspekteur des französischen Heeres,
es eines Anlassers, um ihn wieder in Gang zu ^'"gen-Das Wirtschaftsleben Deutschlands stand bis zur Machtübernahme Adolf Hitlers restlos still Die Regierung des Führers ergriff tatkräftige Maßnahmen, um diese stillstehende Wirtschaft
'N Gang zu setzen. Großzügige Arbeit ten und Projekte wie das gewaltige Werk der Autobahn, Straßenausbesserungen usw. wurden in Zlngrtff genommen. Die Feinde des neuen Deutschlands höhnten und erklärten, dieses Anlassen wird verpuffen! Der Wirtschaftsmotor Deutschlands wird nicht wieder m Gang kommen, die breiten Mallen Kjen teilnahmslos, bestenfalls neugierig, zu. Wir ledoch wußten, es wirb und muß gelinqen und es gelang tatsächlich. Die Wirtschaft
C rff 1 n ® a.ng; Schornsteine rauchten ? ? ^Ueb(?!-aU toar eme gesunde Konjunktur zu beobachten. Heute hoffen und glauben wir nicht mehr, sondern mit uns weiß es das ganze Deutsch- land und auch die übrige Welt: Deutschland '" " b erben Berg. Neue Devisen- und Roh- stofffchwiengkeiten können höchstens noch als Nach-
Händen fern wird, auf 250 000 bis 300 000 Wohnungen veranschlagt. Und dieser Bedarf wird, nachdem die Wohnungsumbautätigkeit im wesentlichen erschöpft ist, fast ausschließlich durch Neubau- t e n befriedigt werden müssen.
Der Wohnungsbau ist heute vor allem eine Frage der Aufbringung des erforder- l i ch e n B a u k r e d i t s. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Bautätigkeit und der Hohe des Landeszinsfußes. Natürlich sind auch die Baukosten von erheblicher Bedeutung. Denn wenn man die Gesamtkosten des Baues von 250 000 bis 300 000 neuen Wohnungen auf 1,7 bis 2 Milliarden Mark beziffert, so bedeutet eine fünf- prozentige Erhöhung der Baukosten, wie sie seit einem Jahre aus verschiedenen Gründen eingetreten sein Dürfte, schon einen Mehrbedarf von 90 bis 100 Millionen Mark Baukapital. Vom -Standpunkt der künftigen Mietpreisbildung aus liegt hierin keine Gefahr; denn den Mehrerforber- rnffen an Baukapital steht ja eine Ermäßigung ? e. rn 3 1 n s f ä fce gegenüber, so daß eine Mehrbelastung der Mieter nicht eintreten wird. Dagegen muß die Frage aufgeworfen werden, ob der ohnehin zu schmale deutsche Kapitalmarkt überhaupt eme so große Belastung durch die Wohnungs- neubautatigfeit wird tragen können, ohne daß etwa in dem Prozeß der fortschreitenden Zinsver- bllligung em Stillstand ober gar eine Rückbildung emtritt. Dies muß aber natürlich unter allen Umständen fortgeführt werden. Die Aufgabe, die gelöst
Genf in Verlegenheit über den Schritt Abessiniens.
London 4 Ian. (DNB. Funkspruch). Der „Mornmg Post teilt ihr Genfer Berichterstatter mit, es herrsche am Sitz des Völkerbundes, seit Abessimen in den Streit mit Italien unter Bezugnahme auf Artikel 11 der Völkerbundssatzung öen Völkerbund an gerufen habe, ein allgemeines Gefühl der Unruhe. Artikel 11 erflare, daß ein Krieg ober eine Kriegsgefahr Sache des ganzen Völkerbundes fei und daß der Völkerbund jeden Schritt unternehmen soll, der zur Er- haltung des Friedens geeignet erscheine. Der Bericht- erstatter findet es bedauerlich, daß ein internationaler Streit in dieser Art an den Völkerbund ver- wiejen werde in einem Augenblick, wo der Völkerbund m l t der Saar-Abstimmung alle ?Qn j11 tun habe. Die Schwierigkeit
sei vielleicht auf Fehler der Leute an Ort und Stelle zuruckzu Uhren, aber bas SelbftgefÜhl der italienischen Regierung werde es ihr praktisch unmöglich machen, die von ihr eingenommene Stellung aufzugeben, selbft wenn sie sachlich unhaltbar sei.
; werden soll, besteht also darin genügend p r!» ' oate Mittel für den Wohnungsneubau flüssig ; zu machen, ohne daß etwa fühlbare Störungen : am deutschen Kapitalmarkt hervorgerufen werden.
Nun stehen der öffentlichen Hand heute bereit» nicht unerhebliche Mittel aus der Verzinsung und Rückzahlung von Hauszins st euer» hypotheken zur Verfügung. Sie werden im nächsten Jahre voraussichtlich noch zunehmen. Man schätzt den Gesamtbetrag der Forderungen, der der öffentlichen Hand aus der Vergebung von Haus- unssteuerdarlehen zusteht, auf mindestens 5 Mil- liaröen Mark. Natürlich hat diese Ziffer nur theo- retische Bedeutung. Aber wenn auch der Ertrag aus diesen Forderungen, der den Ländern und Kommunen zusteht, zunächst noch recht gering ist, so besteht doch die Möglichkeit, die Hauszinssteuer- Hypotheken zur Grundlage eines erwei- tert en Realkredits zu machen, der zur Finanzierung des Wohnungsneubaues verwendet werden könnte. Ob hierzu die Gründung eines neuen Realkreditinstituts notwendig wäre, wird mit Recht angezweifelt. Wohl aber wird für Die Heranziehung neuer privater Mittel zur Finanzierung des Wohnungsbaues eine Erweiterung der R e i ch s g grantien erforderlich sein, die bisher bekanntlich auf den Kleinwohnungsbau und auf einen Höchstbetrag von 100 Millionen Mark beschränkt waren. Es wird vor allem darauf ankommen, für die zweit st eiligen Hypotheken auf Neubauhäuser private Kapitalgeber zu gewinnen. Das wird wohl ohne eine hinter diesen Hypotheken stehende Reichsgarantie nicht möglich sein. Aber die Einkünfte der öffentlichen Hand aus den Zins- und Rückzahlungen der Hauszinssteuerhypotheken, die zu gering sind, um unmittelbar für Die Finanzierung des Wohnungsneubaues mit wesentlichem Nutzen herangezogen zu werden, könnten ausreichen, um einer Reichsausfallbürgschaft für zweitstellige Neubauhypotheken die erforderliche finanzielle Grundlage zu geben.
ßonbon 4. Jan. (DNB.-Funkspruch.) „Daily Herald meldet aus Bombay, die indische Regierung habe den Provinzialregierunqen mitgeteilt, ba^ Gandhi, obwohl er sich öffentlich von der Politik losgesagt habe, tatsächlich mit Geschicklichkeit und insgeheim die Volksmassen organisiere, um einen neuen „Feldzug d e s bürger- lichen Widerstandes" zu eröffnen. Es werde behauptet, daß Gandhi harmlos erscheinende i n b u >
i eile Dorfverbände gründe, die in Wirk- uchkeit Organisationen für die eben erwähnte poli- tstche Bewegung seien. Die Bezirksbeamten sollen von der Regierung angewiesen worden fein, Aandhis Schritte sorgfältig zu beobachten und die Dorfbewohner durch Gründung von Konkurrenzverbänden dem Einfluß des Nationalkongresses zu entziehen. Den Provinzialregierungen sei auch Auf- trag gegeben worden, das Strafgesetz zur Unter« drückung ber Kongreßpropaganda rücksichtslos zur Anwendung zu bringen.
London, 4. Ion. (DNB.-Funkfpruch.) In der Morgenpresse wird die heute unter dem Titel „Tie m Anteil an Deutschlands Kampf" erscheinende U ebersetzung des Tagebuchs e bb e l s besprochen. In der „Daily Mail schreibt Ward Price, Geschichtsschreiber der Zukunft wurden besonders von der Gestalt des Dr. Goebbels angezogen werden. Unter der kleinen die jetzt das deutsche Volk beherrschen, sei seine Arbeit und feine Persönlich- feU eben unentbehrlich. Einzigartig als 3 a "de r k u n ft I e r des gesprochenen W o r- tes stunden er und Herr Hitler allein und neben ferner glanzenden Rednergabe sei Goebbels auch ein Meist er ber Publizität und Pro - Än ber Morning Post" wird gesagt, Cr -1? ""rd Dr. Goebbels in ber Geschichte bezeichnet werden als Hausarchitekt der deutschen Revolution. Es fei vor aUem ber Energie und dem fanatischen Eifer dieses Minijters der Propaganda zu danken, daß die natlonalsoziallstische Bewegung die Schwung- ?at die sie durch das stürmische Jahr 1932 hindurch am Anfang des Jahres 1933 zum Siege geführt hat.
Ein Aufruf des lieichsforstmeisters.
■ Berlin, 3 Ion. (DNB.) Reichoforstmeister und Ministerpräsident Goring hat an Die deutschen Waldbesitzer- Waldarbeiter und Forstbearnten folgenden Aufruf erlassen:
„Große und vielseitige Anforderungen: Arbeitsbeschaffung, gesteigerter Bedarf der Verbraucher veränderte.Wirtschaftsgrunbsätze, brachte bas Jahr 1934 für jeden Pfleger deutschen Waldes. Für
a heißt, war in diesem Saal . ....... Bekenntnis zur deut -
fchen Ehre und Freiheit abzulegen und vom Führer jene entscheidenden Ausführungen zu Horen, die uns r i ch t u n g w e i s e n d sein sollen für dieses und für kommende Jahre. Seinen Kampf wirklich beginnen und durchhalten konnte der Führer in den 15 Jahren nur dank eines unerschütterlichen Glaubens an die deutsche Nation. Dieser Glaube hat dem Führer im vergangenen Hahre vor der ganzen Weltgeschichte Recht gegeben, und das gleiche Bekenntnis zu diesem Glauben horte die gesamte Führerschaft Deutschlands am 3. Januar 1935; das Bekenntnis 3 vm Frieden, aber auch die Forderung ber Verteidigung ber beutfchen Ehre unb Freiheit ber deutschen Nation waren die tragenden Elemente der leidenschaftlichen Rede des Führers, die alle jene Menschen und Organisationen durch diese Worte innerlich zusammenführte und in allen das lebendige Bewußtsein hervorrief, unzertrennbar miteinander verbunden, das gleiche Schicksal tragen und durchkämpfen zu müssen.
Vor allem galt das für die beiden tragenden Säulen des deutschen Hauses: für die Bewegung und die junge deutsche Wehrmacht. Beide haben in diesen fünfzehn Jahren eine riesige Aufgabe geleistet: die Bewegung gründete auf den Trümmern einer alten Welt ein neues Reich und Die Armee gestaltete aus dem zersplitterten Gefüge der Novembertage ein kleines, aber straffes und bewußtes Werkzeug ber beutfchen Volksverteibigung. Die Entwicklung bicfer beiden Gruppen ist in den vergangenen Jahren parallel gegangen; im Zeichen des nationalsozialistischen Staates sind sie unlös- l i ch mitein cvi der verbunden worden: die Bewegung als die unumftritfete politische Herr in, die Wehrmacht als Schutz und Schirm und einzige Sßaffenträgerin der Nation. Sie sind beide aufeinander angewiesen in der Verteidigung der deutschen Arbeit, in der Lösung der schweren wirtschaftlichen und sozialen Fragen unserer Zeit. Was vielleicht noch an Vergangenem und Mißverstandenem übrig geblieben sein mochte, das wurde hier durch die Mäch- tigleit der Rede des Führers hinweggeschmolzen, und die tätige Arbeit in seinem Sinne muB und wird das Ergebnis dieser geschichtlichen Stunde in der Preußischen Staatsoper sein. Die Welt wird angesichts der neuen, immer wieder entfachten Lügenhetze vieler Verleumderzentren doch einmal einsehen müssen, daß sie es in Deutschland "icht mit irgendwie getrennten politischen Gruppen ZU tun hat, sondern mit einer einzigen Einheit von Bewegung, Weltanschauung und Staat.


