Ausgabe 
3.12.1935
 
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185. Jahrgang

Giehener Anzeiger

Hoares Zusammenkunft mit Laval

Biegen oder Brechen?

letzte

d i e

über

Laval Mitteilungen

Wien sammelt Gold

Vaterländische Haltung der italienischen Kirchenfürsten.

wiesen, seine Truppen schleunigst aus der Provinz bruar bis 1. Tembien heranzubringen und sich selbst zur Truppe denen Lehrjahren «Kajjas. frei Arnba Alagi zu begeben. Ururchgesührt, bei

in vier Leistungsklasse^

den ungelernten IungarbeUeM

Fühlungnahme mit Mussolini erhalten.

Reuter teilt mit, man sei sich wohl bewußt, daß nur eine Regelung, die beträchtliche Zuge- itändnlsse an Italien vorsehe, von Erfolg gekrönt sein könne. Andererseits bestehe man aber nach wie vor darauf, daß ein Druck auf den Kaiser von Abessinien zur Annahme einer Regelung n i ch t i n Frage kommen könne. Die

Unklarheiten über die ganze Härte dieser Alter­native können in Rom nicht mehr bestehen, seit Laval auf englisches Drängen, sogar mit einer auffällig schnellen Bereitwilligkeit dort hat wissen lassen, daß ein italienischer Schuß im Mittelmeer das diplomatische französisch-englische Bündnis zu einem Kriegsbündnis machen würde. Es ist kein Ultimatum gestellt worden, mit dem sonst die Frage Krieg oder Frieden gestellt zu werden pflegt, aber die Lage ist so, daß sie ein Ultimatum bedeutet.

Paris hofft aus größere Vollmachten des britischen Außenministers.

würden. Hierfür lägen keine Anzeichen vor. Es sei höchst unwahrscheinlich, daß der Kurs der Bolker- bundsmächte durch die Erklärung Roms, es werde in der Oelsperre eineunfreundliche Haltung er­blicken, geändert werde. Keiner der 50 Staaten hege Feinseligkeit gegenüber Italien, die bereits unter­nommenen Maßnahmen seien durch Italien selbst herbeigeführt worden, das einen sorgfältig vorbe­reiteten gleichzeitigen Bruch mehrerer Verträge be­gangen habe. Da der Achtzehner-Ausschuß in Genf nicht vor dem 12. Dezember zusammentrete, glaub­ten die britischen Minister, daß eine Zwischen­pause zweckmäßig verwandt werden könnte, um nach einer Friedensgrund­lage Ausschau zu halten.

Daily Telegraph" schreibt, die britische Regie­rung werde in Genf den Vorschlag, die wirtschaft­lichen Sühnemaßnahmen gegen Italien durch eine Oelsperre zu verschärfen, vollauf unter- stützen. Die gestrige, beinahe drefftündige Kabi­nettssitzung habe zu einer erneuten Bekräftigung der Politik der Regierung geführt, die auf kol­lektive Maßnahmen durch den Völker­bund mit dem Ziel der Abkürzung des ita­lienisch - abessinischen Krieges hinaus­laufe. Wenn sich der Völkerbundsausschuß für die Oelsperre ausspreche, nachdem er die Folgen dieser Maßnahme für Italien reichlich erwo­gen habe, dann werde es sich zeigen, ob die bri­tische Regierung mit diesem Beschluß völlig überein­stimme. Die Londoner Auffassung sei stets gewesen, daß Sühnemahnahmen, wenn sie erst einmal be­schlossen seien, so wirksam wie möglich sein müssen.

Unruhen und andere Gefahren in den Ländern um Deutschland noch immer nicht die volle deutsche Ar­beitskraft zur Auswirkung kommen lassen, so wird auch der Winter 1936/37 wieder das ganze deutsche Volk in der gegenseitigen Hilfe und Opferbereitschaft einig und geschlossen sehen.

Wir wissen, daß der Tag nicht mehr fern ist, an dem sich die Voraussage des Führers erfüllt, die dieser in seiner berühmten Rede vom 4. Februar 1933 gemacht hat, daß der Nationalsozialismus nicht ruhen und rasten darf, bis alle deutschen Volksgenossen in den Wirtschaftsprozeß wieder em- gegliedert sind. Das Ziel ist nahe, aber der Weg dahin hat uns immer wieder gezeigt, daß der Na­tionalsozialismus im deutschen Volke nicht nur das Gemeinschaftsgefühl wachgerufen und gestärkt hat, sondern auch, daß aus Not und Opfer, daß aus Kampf und Sieg ein neuer sozialer Gei st geboren worden ist. Und dieser Geist wird mit uns gehen, um aus der Volksgemeinschaft heraus die Nation zu gestalten, die für immer frei, groß und stark sein will.

Oer Reichsberufswettkampf im Jahre 1936. Die Teilnahme der Studenten.

London, 2. Dez. (DNB.) Die Nachricht, daß Sir Samuel Hoare in den nächsten Tagen einen längeren Erholungsurlaub an­treten wird, den er in der Schweiz verbringen will, hat hier beträchtliches Aufsehen erregt. Die Blätter sagen, daß Sir Samuel Hoare gerade wäh­rend des Zeitabschnittes abwesend sein wird, der wegen der Frage der Oelsperre gegen Italien kritischen Charakter trage. Es wird iaber darauf hingewiesen, daß der Besuch des englischen Außenmini st ers bei Laval

Standard" meldet, daß von ftanzösi- große Hoffnungen auf den Be-

Äbbröckeln geben wird.

Wenn sich das neue Deutschland and) neue For­men des sozialen Seins schaffen muß, so wird dabei doch immer Wert darauf gelegt werden, daß in die­sen neuen Formen wirklich ein echtes Gemein­schaftsgefühl zum Ausdruck kommt. Wenn unter dem Druck der internationalen Wirtschaft^ krise, wenn infolge der Ausplünderung des deutschen Volkes durch Tribute noch nicht alle deutschen Volks­genossen wieder in Reih und Glied der Arbeitsfront marschieren können, so weiß der Nationalsozialis­mus Mittel und Wege zu finden, um die Krisen-, opfer in die echte und gemeinsame Volksfront ein» zureihen. Das Winterhilfswerk ist eine Schöpfung des Nationalsozialismus, kann also auch in Aufbau und Wirkung ebenso wenig nachgeahmt werden, wie der Natiönalsoziattsmus selbst. Das Winterhilfswerk ist vielmehr dazu berufen und aus­ersehen, daß sich alle Volksgenossen ohne Unterschied für einander einsetzen. Am 7. Dezember, dem Tage der deutschen Gemeinbürgschaft gehen nicht etwa Würdenträger von hohem staatlichen und sozialen Rang auf die Straße, um zu sammeln, sondern an diesem Tage rufen deutsche Volks­genossen zum Opfer auf, zum Bekenntnis für die Volksgemeinschaft.

Das Winterhilfswerk hat schon eine der großen sozialen Fragen gemeistert, vor die sich der Natio- nalsozialismüs bei der Machtübernahme gestellt sah'. Denn heute hat der Winter keine sozialen Schrecken mehr für das deutsche Volk, wie das in der Systemzeit Jahr für Jahr der Fall war. Er­innern wir uns doch, wie die Furcht und die Sorge vor den sozialen und politischen Gefahren eines Winters jede Regierung der Systemzeit hilflos zeigte, weil sie gar nicht wagte und wagen durfte, sich an das ganze deutsche Volk zu wenden. Wer zu gemeinsamem Opfer, wer zu gemeinsamer Leistung aufrufen will, der muß zunächst einmal fest davon überzeugt sein, daß das ganze Volk hinter ihm steht. Wenn das der Fall ist, so ist auch die Sicher­heit gegeben, daß das Winterhilfswerk, immer ge­krönt durch den Tag der deutschen Gemeinbürgschaft, ein überwältigendes Zeugnis für die Volksgemein­schaft ist. Das war im Schicksalswinter 1933/34 der Fall, das wiederholte sich im Winter 1934/35, das 1 wird noch einmal unter Beweis gestellt im Winter 1 1935/36. Und wenn es sein muß, wenn politische

"In der Schärfe und Unentrinnbarkeit der Alter­native liegt zugleich die einzige und Hoffnung. Niemand will im Grunde den Weltkonflikt, weder England, dem eine neue Kraftprobe nach so kurzer Erholungspause gegen den Rhythmus seiner Geschichte gehen würde. Noch Italien, das sehr hoch spielen müßte und kaum Aussicht hätte, zu gewinnen. Dies unterscheidet die heutige Laae von der von 1914, wo es immerhin bei den in a a ...irxr___s.- k htö mtf nnnd m.

such Hoares gesetzt werden. In Paris sei man über die geringen Fortschritte enttäuscht, die bei den Unterhandlungen mit dem englischen Sachverstän­digen Peterson erzielt worden seien. Die Franzo­sen hofften nunmehr, daß Hoare größere Vollmachten als Peterson mitbringen werde. DerStar" schreibt dem französischen Minister­präsidenten Laval einen Vorschlag zu, der darauf hinausläuft, eine Art Waffenstillstand zwischen Italien, Abessinien und dem Völkerbund zu vereinbaren, noch bevor die Genfer Einrichtung am 12. Dezember ein Oelausfuhrverbot in die Tat umsetzen könne. Italien solle sich danach verpflich­ten, nicht über die jetzt erreichten Li­nien in Abessinien vorzurücken, wenn der Völkerbund für die Dauer der Friedens­oerhandlungen die Verwirklichung des Oelausfuhrverbotes vertragen würde. Der Star" bezweifelt jedoch die Zweckmäßigkeit dieses Planes, da er Italien in die Lage versetzen würde, weitere Del d orräte für die Wiederaufnahme des Feldzuges nach dem Zusammenbruch der Frie­densverhandlungen zu sammeln.

erzbischof von Genua hat die Geistlichkeit seiner Erzdiözese aufgefordert, die Bevölkerung zum Spenden von Metall zu er­muntern.

Absallgelüste eines amhanschen Slammessürsten?

Kundgebungen in Kairo.

London, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) In Kairo unternahm am Montagvormittag eine Schar nationalistischer Studenten einen An­griff auf das Haus des Führers der Liberalen Par­tei, Mohamed Pascha und beschädigte es erheb­lich. Am Montagabend sammelten sich im europäi­schen Viertel mehrere hundert Leute, meist Stu­denten, und schrienNieder mit Nassirn! (der Ministerpräsident), hoch die Revolution, hoch lebe Nahas, der Führer der Revolution!" Abgesehen von mehreren zerbrochenen Straßenlaternen wurde jedoch kein Schaden angerichtet.

IeMeGemembiirgschast.

Hinter dem Führer und Reichskanzler steht das ganze deutsche Volk, eine Feststellung, die immer wieder eine Bestätigung an dem Tage erhält, an dem das ganze deutsche Volk sich zu einer Tat erhebt, die im Sinne des Nationalsozialismus die wirkliche und echte Volksgemeinschaft will. Der Nationalsozialismus will nicht nur den Wiederaufbau von Staat und Wirtschaft, der Natio­nalsozialismus will vor allem eine soziale und geiftige Erneuerung, als dessen stärkste Klammer das unbedingte Gemeinschaftsge­fühl zu gelten hat. Im Gleichschritt geht der Na­tionalsozialismus vorwärts, immer von dem leben­digen Bewußtsein getragen, daß nicht nur neue politische Formen, sondern auch neue Formen des sozialen Seins geschaffen werden sollen und müssen. Im Ausland wird oft geraunt, der Natio­nalsozialismus könnte an irgend einer Stelle schwach werden, er könnte von der Unbedingtheit feines Willens an irgendeiner Stelle nachgeben oder gar Zugeständnisse machen. Diesem Geraune hat der Führer und Reichskanzler in der Rede vom 29. November in der Deutschlandhalle ein Ende gemacht, indem er ausdrücklich noch einmal fest­stellte, daß die Bewegung weiter wie bisher un- * beirrt auf ihr Ziel losgehen wird. Das Ziel poli­tisch gesehen die Nation, sozial gesehen die Volksgemeinschaft, die so fest und hart gefügt ist, daß es an keiner Stelle irgendwie em

Abenteuer und für jeden zu Brandstiftungen geneig­ten Staat. Vielleicht würde es ein verzweifeltes Werkzeug der Moskauer Politik werden müssen, wenn es seinFaschoda" nicht vergessen kann. Deutsche Spekulationen auf eine solche Gemutsstim- mung Italiens gibt es nid)L Wir wollen feine Abenteuer weder allein, noch mit Bundesgenossen. Wenn die Lage heute so aussieht, ate ob es nur biegen oder brechen gibt, dann wünschen wir, daß alle Beteiligten sich ihrer Verantwortung für den Frieden und der Tragweite ihrer Entschlüsse be-

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Zum Auftakt der Werbung für den Reichsberufswettkampf 1936 sprach der Leiter des Sozialamtes der RIF. und des Ju» gendamtes der DAF., Obergebietsführer Sljmann, Der Berufswettkampf fei freiwillig und wolls auch niemals die Gesellenprüfung ersetzen. DiS Teilnahme sei auf 1 Million Jugendliche aus 250 verschiedenen Berufszweigen beschränkt. Damit stelle schon die Teilnahme eine gewisse Auslese bar, Der Reichsberufswettkampf wird vom 1. Fe« bruar bis 1. Mai entsprechend den verschieß

London, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reuter-Meldung aus Dschibuti sind hartnäckige Gerüchte im Umlauf, wonach Ras Kassa, ein Vetter des Negus, in seiner Treue zur Re­gierung in Addis Abeba schwankend geworden sei. Händler und Stammeshäuptlinge, die nach Französisch-Somaliland kämen, erzählten alle mit verschiedenen Abweichungen das gleiche. Sie behaupteten, als Großneffe des Negus Menelik habe Ras Kassa ein ebensogutes Anrecht auf d e n Thron wie Heile Se­las sie. Das Verhältnis zwischen beiden sei in letzter Zeit schlecht gewesen. Ras Kassa trage sich mit dem Gedanken, sm ch den Italienern an- zuschließen. Angeblich seien bereits Boten in Amba Alagi eingetroffen, um zu erfahren, unter welchen Bedingungen feine Unterwerfung und die seiner Provinz in Mittelamhara angenom­men werden würde. Der Negus habe Kenntnis von diesen Gerüchten erhalten und Ras S e y u m, der seit 50 Jahren ein alter Feind Italiens sei, ange-

daß die Suche nach neuen wirtschaftlichen Hilfsquellen unb die Unterstützung des Abwehrkampfes gegen die Sühnenmaßnahmen nicht den Krieg verlängere, sondern zum Frie­den beitrage. Es solle ferner nicht vergessen werden darauf hinzuweisen, daß i n D e r Front aeaen Italien auch der Bolschewismus 9 fehle, der unter dem Vorwand eines Kampfes für den Frieden und für die Einheit des PrUtariats in Wahrheit auf die Welt re v o - fufinn fr in arbeite unb bie Grundlagen oder Autorität erfchüttera wolle. Der KarLro-b

Nr 282 Erster Blatt 185. Jahrgang Dienstag, 3. Dezember 1935

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Paris, 3.Dez. (DNB.) In französischen Kreisen mißt man der für Samstag angekündigten Zusam­menkunft zwischen dem französischen Ministerpräsi­denten Laval und dem englischen Außenminister Hoare große Bedeutung bei. Man ist der Ansicht, daß am Vorabend des Zusammentritts des Acht­zehner-Ausschusses in Genf, der sich mit der Frage der Erdölsperre nach Italien zu beschäftigen haben wird, ein weiterer Verständigungsver­such unternommen werden müsse. Die Tragweite der in Aussicht genommenen verschärften Sühne­nmaßnahmen läßt hier die Befürchtung aufkommen, daß die Möglichkeiten einer friedlichen Regelung des italienisch-abessinischen Krieges dadurch s eh r viel schwieriger würden. Man rechnet des­halb schon jetzt damit, daß die Aussprache sich ledig­lich um die abessinische Frage drehen werde. Man werde versuchen, eine Grundlage für eine Einigung zu finden, um sowohl den Feindseligkeiten aap »on oer uuh iuu « ; ,i Abessinien ein Ende zu machen, als auch eine Gegnern Deutschlands einige gab, die mit ganz weitere Verschärfung der Suhnemahnahmen zu ver- feften und lange gehegten Zielen in den Krieg gm- hindern, gen Die Atmosphäre ist vielleicht heute nicht we-Evening Niger geladen, als damals, aber es hegt in ihr scher Seite doch noch die Erinnerung an die schreck­lichen vier Jahre und an das, was nachher kam. Aber bis heute weiß niemand, rote der Aus­weg gefunden werden kann. Die englische Formel.

Befriedigung der berechtigten italientf^en An-1 ~

sprüche, aber unter Zustimmung des Volkerbunoes (DNB.) König Victor Ema-

und Aufrechterhaltung der abessinischer Selbständig' R .'. m>..ssolini eine aroße Spende von G o l d- 5?^ ötrtMlHf fid1 uNdN be^r b> a"r /e"n für die Goldsammlung der

Von dem Ausweg, der vor kurzem allen Seilen Des

zu öffnen schien, Italien anderswo 3" ^tschadlgen Staatsb Berichte über große Erfolge der

?mb o fein Prestige zu fchouen, ist ruckst mehr d.e Laube-, komm°n ^richte Uber gr°8 j Rebe. Ober wirb in ben fehr stillen unb g-hermen n von ^alv. ^"0^ uno^ itwir -

Verhanblungen, bie ber englische Sachbearbeiter m bere Leach 8 7i sN i ch k e i t im ganzen fianbe. Paris führt, b-wan g-fprachen? Das lst wog ich. kun g be r G f Palermo, Venedig,

Jedenfalls war es bisher ber einzige Vorschlag, Die 2 -1 w l Städten haben bem Ba­der um bie sestgefrorene biplomatische Front herum- Triest und v ano > qolbene

führen konnte. Aber bie Zeit beäugt denn wenn tedunbe h r e Bt u s ° j l l ° n u n d

die Oelscmktionen beschlossen find und wirken, ist Kruzifixe, g Kirchen sch atz zur Ber­auch er nicht mehr brauchbar, weil dann em Em- Ketten aus Dem ^^rz bisch of von lenken Italiens die Niederlage bedeutet n9, ^ha ' t>en Klerus einer ErMözese auf-

Niemand hat Ursache, sie und ihre folgen 3U 5 ° r e n 3 Den lem@ e b t% Ä a wünschen. Selbst bei Aufrechterhaltung seiner M- gefordert, dem D lke^den ^6 Gedächtnis gen staatlichen Ordnung würde Italien zu einem Her, m faschistische Regierung große

unruhigen und aufrührerischen Element der euro- ZUg rusem D £ f% es Pflicht Pöstchen Politik, das oon England und dem als Schwier gkeiiten zu Christen, ihr bei-

mitschuldig betrachteten Frankreich unter ständiger ledes guten Burg^L , « angewiesen, dem

Bewachung gehalten werden mußte. Es wäre em zustehen. Die Prieiieriami- « ZlLg°Lsf°"und Helfer für jedes europäische Vchke klar zu machen,^daß

Der Bestand und Zusammenhang der internatio­nalen Beziehungen hat sich wieder einmal zum wievielten Male in den letzten 15 Jahren? so verdichtet und ineinander geschoben, daß er sich als schwere Gemütslast auf die friedensbedürftige Welt legt. Von Deutschland aus kann mit tiefer Be­friedigung festgestellt werden, daß es nicht mehr im Mittelpunkt dieser neuen Kriegspsychose steht; seine Stelle ist sogar betont und nicht, ohne einigen Neid zu erregen, ganz an der Peripherie der ge­fährlichen Fragen, und man könnte fagcn, es Jet u 11

gänzlich unbeteiligt, wenn die politischen und w»rt- 9^ Ny e n y ' großer Bedeutung

schaftlichen Verpflichtungen der modernen Staaten- «n öamsiag mogn^^^ »

roelt eine solche völlige Einsamkeit Endiauna^de"s rungschef von der Kabinettsbesprechung über die Immerhin, zum erstenmal seit Beendigung oes anffionen unterrichten und gleichzeitig von Weltkrieges genießt Deut chland den Vorzug, nicht velsankti^en umerri^re 9 »

Mittelpunkt und Zielscheibe eines internationalen1Mitteilungen über Die legre Konflikts erster Größenordnung zu fein. Er ist im Kreis Der Mächte selbst ausgebrochen, die sich sonst auf Kosten Deutschlands zu verständigen pflegten; Europa hat sich mit Italien, seinen Ansprüchen an die Zukunft und seiner Einfügung in die internationale Machtverteilung auseinander­zusetzen, und im Fernen Osten, auf dem Ge­biet der wirtschaftlichen und politischen Ueberftege- ba^bie* ©äro e°i 3,In Der Hoare seinen

ftaltung ist es Japan, auf das sich bie Pfeile der ^^ub verbringen werde, näher bei Rom diplomatischen Besorgnis und Gegnerschaft von !. 0 v^ $9 q ( a n b , erwecke Aufmerksamkeit.

London, Washington Moskau u^ Varis richteten. tein Grund vorhanden zu sein, die-

Die vom Völkerbund am 12. ®ß^rober 311 oe 1 u irgendeine diplomatische Bedeutung hangende Oelsperre gegen Italien und die 'em ' y Abendblätter melden, daß Sir

am 6. Dezember m London Susamme^^ eigentlich erkrankt sei, daß jedoch

Flotten konf er enz find die äußeren und tat- bauernde Beanspruchung durch die Bearbei- fachlichen Er-rgni fe' 'N denen sich alle Um* ! gnbiengc(e6e7un^ buard) bie au6enpo[itiWe die die Welt erfüllt, zusammenballt. ß eine Erholung wünschenswert er-

Der Druck der Sanktionen, die schon in |cbeinen (a||e. In der Schweiz werde sich Hoare ihrer milderen Form in Italien die Stimmung ver-' hauptsächlich seinem Lieblingssport, dem Schlitt- zweifelter Gegenwehr erzeugt hat, würde sich nut h * u h l a u f e n widmen.

Der AusDehnung auf Die Oelzufuhr nach englischen

Berechnungen, Die wahrscheinlich richtig sind, sol SvCliPKlTi?*

verstärken, Daß Der Augenblick kommen muß, in ^nnksvruck) Die

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Verzicht. Es würde Die faschistische Regierung britische Regierung zu diesem bereit, wenn

vielleicht mit Sicherheit kann man dies nicht em entsprechender Beschluß Der BoU er­jagen in schwere innere Komplikationen stürzen, b und s machte zustande komme Eine ernste V Gewiß aber ist, daß in diesem Falle das Bild der zogerung wurde erst dann Eintreten, wenn die Vol- internationalen, besonders der europäischen Lage kerbundsmachte m ihrer Haltung schwank n Durch ein von Den Gefühlen Der Rache unD Dem Schrei nach Genugtuung beherrschten Italien grunD- legenD unD gefährlich veränDert roürDe. Das zweite wäre Der Krieg im Mittelmeer, vielleicht auch in Aegypten, vielleicht auch auf Dem Konti­nent, Denn wer kann Die Lawine aufhalten oDer lokalisieren", wenn sie sich einmal losgelöst hat?