Ausgabe 
3.10.1935
 
Einzelbild herunterladen

Brahms.

Kreisleitung Gießen der NSDAP.: Schmelz, Kreispropagandaleiter.

Gchöffenqer t Gießen.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit befaßte sich das Gericht mit dem Arthur R u s k e und verurteilte ihn wegen widernatürlicher Unzucht zu feiner G e fängnisstrafe von einem Jahr zwei Monaten und in die Kosten des Verfahrens.

Wegen Beleidigung im Sinne der Paragraphen 185, 47 StGB, wurden der H. R. und der H. W. Z. aus Ostheim zu je 70 RM. Geldstrafe ver­urteilt, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit einem Tag Gefängnis für je 5 RM. zu verbüßen ist. R. schrieb am 23. April einen Brief, in dem er behaup­tete, der Polizeidiener Schäfer aus Heldenbergen habe in der Nacht zum 23. April einen Arbeiter miß­handelt. In einem weiteren Brief warfen beide An­geklagte dem Polizeidiener Freiheitsberaubung, Sachbeschädigung usw. vor. Die Beweisaufnahme ergab, daß die Behauptungen vollkommen unwahr waren.

Der S). S). aus Michelbach und der K. St. aus Dresden wurden zu je 150 R M. Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagten mißhandelten am 20. Fe­bruar in einer Wirtschaft in Schlitz einen Mann, indem H. ihm ein Bierglas auf den Kopf schlug und der andere ihn mit den Fäusten bearbeitete, so daß sich der Verletzte in ärztliche Behandlung be­geben mußte.

Der Erntedanktag i 935 wird das er« neute Bekenntnis der deutschen Volks­gemeinschaft zu Adolf Hitler und seiner Idee sein.

der lange Winter kommt, sind es willkommene Spielsachen für große und kleine Kinder.

Die alten Kastanienbäume scheinen tot zu sein. Aber inwendig in ihnen pulst und schwillt es. An jeder Stelle, an der ein Blatt vom Baum fiel, sitzt schon die neue Knospe für das kommende Jahr. Die Bäume stehen und warten, schlummern ein wenig, lassen sich vom kalten Sturmwind umtosen, aber tief innen fühlen sie, daß sie leben, daß sie wieder Früchte bringen werden, wenn ihre Zeit da ist. Z.

GA.-Gruppenführer pgprinzAugustWilhelm vonpreußen spricht in Gießen in der Volkshalle, am Mittwoch, 9. Oktober, 20 llhr.

Dec Vorverkauf der Eintrittskarten beginnt am Mittwoch, 2. Oktober, ab 14 llhr.

Vorverkaufsfkellen in Gießen: Kreisleitung Gießen der NSDAP., Ludwigstraße. Kreiswaltung der DAA^ Schanzenstraße.

Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Mitte, kaplansgasse.

Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Nord, Dalltorstrahe.

3m Bereich der Ortsgruppen Gießen-Süd und -Ost durch die zuständigen Vlockleiter.

Die Gliederungen werden gebeten, Karten aus der Kreisleitung abzuholen.

Eintritt: 0,20 RM.

Rundfunkprogramm

Freitag, 4. Oktober.

6 Uhr: Choral, Moraenspruch Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9: Funkwerbung und Nachrichten. 9.15: Unterhaltungskonzert. 10.15: Schulfunk. 10.45: Prak- tische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Bau- ernfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten, Wetterbericht der Reichswetter- dienstftellen Frankfurt und Aachen. 14.15: Mitten im Werktag. Sozial- und Wirtschaftsdienst in bunter Folge. 15: Nachrichten. 15.15: Stunde der Frau. Willkommen und Abschied. Eine Funkfolge. 16: Kleines Konzert. 16.30: Kampf um das Reich. Glaubensspaltung und Gegenreformation. 16.45: John Gläser singt. 17: Bunte Musik am Nachmittag. 18.30: Jugendfunk. Jochen findet zur Gemeinschaft. Hörfolge von Walter Uhl. 18.45: Das Leben spricht! 19: Militärkonzert. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation.Die Rose vom Liebesgarten". 1. Akt der romantischen Oper. 21.15: Heitere Kurz­hörspiele. 22: Nachrichten, auch aus dem Sende- bezirk. 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Unter- Haltungskonzert. 23.30: Bild eines Flußlaufes. 24

gönnen. Da der Bedarf an diesen Wohnungen drin­gend ist, sollen die Bauarbeiten mit Beschleunigung durchgeführt werden.

** Eine Betriebsfahrt ins Blaus der Stempelfabrik Kreuter. Man be­richtet uns: Am Samstag unternahm die Gefola- schäft der Fa. Gießener Stempel- und Farbenfabrik Joseph Kreuter eine Fahrt ins Blaue. Nach einem kurzen Appell des Betriebsführers ging die Fahrt dem ersten Ziele, Bad-Nauheim, zu. Nach einem Bummel durch die herrlichen Parkanlagen wurde Vie Reife fortgesetzt und führte zunächst nach Bad Homburg. Im Anschluß an eine tune Besichtigung ging die Fahrt weiter zur Saal- bura; großes Interesse fand dort das Römer­kastell, das einer eingehenden Besichtigung unter­zogen wurde. Bei herrlichem Sonnenschein traf man auf der Weiterfahrt in Usingen ein; dort er­wartete alle Teilnehmer ein kräftiges Mittagsmahl. Nach der Rede des Betriebsführers, in der er den Wert solcher Gemeinschaftsfahrten hervorhob und den Führer ehrte, schlossen sich unterhaltsame Stun­den bei Gesang und Tanz an. Am Spätnachmittag wurde die Fahrt fortgesetzt durch das herrliche Ufa» tal nach Butzbach, wo nochmals eine Rast bei Kaffee und Kuchen gemacht wurde, die die Gefolg­schaft in froher Stimmung bis gegen 20 Uhr zu­sammenhielt. Ein Abschiedswort des Betriebsführers und der Dank des Vertrauensrates ließen den herr­lichen Tag ausklingen, der allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben und ihnen Kraft durch Freude vermitteln wird.

** Unfall bei der Arbeit. Beim Steine­abladen an dem Neubau in der Neuen Bäue fiel gestern nachmittag einem Arbeiter ein Backstein so unglücklich auf den Kopf, daß der bedauernswerte Mann erhebliche Verletzungen davontrug. Nach erster Hilfeleistung durch die Sanitätskolonne wurde der Verunglückte mit dem Sanitätsauto nach der Chirurgischen Klinik verbrämt.

Müller, Wwe., 81 Jahre alt, Walltorstraße 63; 30. Marie Fischer, geb. Pfeffer, Schneiderin, 73 Jahre alt, Asterweg 9.

** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Strahenbauarbeiten wird dieLicher Straße zwischen den StraßenAn der Kaserne" undAm Kugelberg" für die Zeit vom 2. bis 6. Oktober für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Umleitung erfolgt durch Georg-Philipp-Gail-Strahe- Kaiserallee-Am Kugelberg. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten.

** Die Bautätigkeit im Schwarzlach- aebiet. In der Schwarzlachstrahe, zwischen Weser- straße und Schottstraße, werden jetzt die Wasser­leitungsrohre für die Wasserversorgung der im Roh­bau fertiggestellten Wohnungsbauten verlegt. Oestlich der Schottstraße, im Zuge des Schwarzlachweges nach der Marburger Straße führend, hat man mit der Erbauung von Zweiblock-Kleinstwohnungen be-

tennis, Kleinkaliberschießen) gibt das neue Sport­programm Auskunft. Dasselbe ist auf^bem Sport­amt, Schanzenstraße 18, erhältlich und^wird kosten­los ausgegeben.

Gesund und frohdurch Leibesübun» gen mitKraft durch Freude"!

An alle Sporlwerbewarke der Ortsgruppen und Betriebe!

Das neue KdF.-Sportprogvamm für das Viertel­jahr OktoberDezember ist von allen Sportwerbe­warten auf dem Sportamt, Schanzenstraße 18, abzu­holen und in den Ortsgruppen und Betrieben zur Verteilung zu bringen bis spätestens 5. Oktober.

Die baulichen Veränderungen auf dem Hoherodskopf.

Der Führer des Vogelsberger Höhen-Clubs, Dr. Bruchhäuser (Ulrichstein), hat im Namen des Gesamtvorstandes des VHC. eine außerordentliche Hauptversammlung des VHC. auf Samstag, 26. Ok­tober, nach Gießen einberufen, in der die geplanten baulichen Veränderungen auf dem Hoherodskopf auf der Tagesordnung stehen. In dieser außer­ordentlichen Tagung soll bekanntlich die Entschei­dung darüber getroffen werden, ob der VHC. auf dem Hoherodskopf ein völlig neues Klubhaus mit neuzeitlichen Einrichtungen schaffen soll oder nicht, bzw. wie die jetzigen Klubhäuser verwandt werden sollen.

*

** Dienstjubiläum bei der Reichs- bank. Am 2. Oktober konnte der zweite Vorstands­beamte der hiesigen Reichsbankstelle, Direktor bei der Reichsbank, R e h b o ck, auf eine 40jährige Tä­tigkeit im Dienste des Staates zurückblicken. Aus diesem Anlaß ging dem Jubilar ein Dank- und An­

Erntedank!

Jahrtausende alt ist das Bauerntum. Und nicht minder alt der Brauch des Erntedankfestes in deut- schen Landen.

Nur einmal im Jahr erntet der Landmann seiner Mühe Lohn. Dabei ist in keinem anderen Beruf der Erfolg der Arbeit so sehr von höheren Ge­walten abhängig, wie in der Landwirtschaft. Mag der Bauer alles noch so wohl bestellt haben wenn nicht ein gütiges Geschick über seiner Arbeit ruht und seinen Saaten Regen und Sonne im richtigen Maß spendet, ihn vor Unwetter und Schaden be- wahrt, so ist alles umsonst.An Gottes Segen ist alles gelegen" darin liegt der tiefe Sinn der alten Bräuche, daß der Bauer feinem Schöpfer dankt, wenn er feine Ernte glücklich eingebracht hat.

Erntedank und Erntefest gehören zusammen und mußten wieder Gemeingut in unserem Volksleben werden.

Der schöne alte Brauch wird sehr verschieden in den einzelnen Gegenden unseres deutschen Vater­landes gefeiert. Aber gemeinsam die Arbeit, ge­meinsam die Freude, so wird es gehalten seit Ur­väter Zeiten in deutschen Bauernfamilien. Mit Stolz wird das letzte Fuder auf den Hof gefahren. Die Pferde sind mit Blumen und bunten Bändern ge- ichmückt und oben auf dem schwankenden Wagen itzen die fröhlichen Mägde mit der Erntekrone oder em großen Erntekranz. Mit einem Erntespruch an die Familie überreicht die Großmagd oder der Großknecht den Erntekranz.

Inzwischen sind auf der blankgefegten Tenne ober gar im Freien Tische und Bänke aufgeschlagen war- den und beim fröhlichen Erntebier sind Arbeit und Mühe rasch vergessen, vergessen die Sonnenglut und der Hände brennende Schwielen.

Am Sonntag aber rufen die Glocken zum Ernte­dank. Festlich ziehen die Dorfbewohner zur Kirche, die zur Feier des Tages mit den Früchten des Fel­des geschmückt ist. Alle finden sich zusammen, dem Herrgott zu danken. Und wie der Bauer Ernte­dank feiert, so auch der Städter, denn am Ernte­dankfest kommt uns die Wahrheit des Wortes Stadt und Land, Hand in Hand" mehr als je zum Bewußtsein.

In diesem Sinn richten sich aller Augen nach dem Bückeberg, wo der deutsche Bauer ini Mittelpunkt der großen, nationalen Erntedankfeier steht und wo ihm vom Führer und von der gesamten Nation die Ehre zuteil wird, die er durch seine Arbeit für das deutsche Volk, feine Selbstbehauptung und Freiheit, und seine rassische Forterhaltunch verdient!

Ein freier, in Besitz und Existenz gesicherter Bauernstand kann heute wieder frohen Herzens das Erntedankfest feiern. Mit ihm aber feiert ein ganzes Volk, das erkannt hat, wie fein eigenes Wohl und Wehe untrennbar verbunden ist mit dem Sein oder Nichtsein des deutschen Bauern!

Lehrgang für Modellbau und Segelfliegen in Aieder-Ofleiden.

Die Landesregierung Abteilung II hat den Direktionen der höheren Knabenschulen, der gewerb­lichen Unterrichtsanstalten und den Kreis- und Stadtschulämtern folgendes mitgeteilt:

Dom 20. Oktober bis 16. November 1935 ver­anstaltet die hessische Landesregierung in Zusam­menarbeit mit der Luftsport-Landesgruppe 11 Darmstadt einen Lehrgana für Modellbau und Segelfliegen für solche Lehrer, die bereits mit Erfolg an einer derartigen Ausbildung teilgenom­men haben.

Zu diesem Fortgeschrittenen-Lehrgang müssen die Meldungen bis spätestens 12. Oktober 1935 vor- liegen.

Die Teilnahmegebühr beträgt bei freier Verpfle­gung und Unterkunft 10 Mark.

Ein besonderes Einberufungsschreiben, das zur Lösung der Fahrkarte auf der Reichsbahn zum halben Preis berechtigt, geht den Teilnehmern zu.

Der erforderliche Urlaub ist zu bewilligen, wenn keine Dertretungskosten entstehen und der Schul- betrieb keine untragbaren Störungen erfährt. Diese Voraussetzungen müssen bei den Einzelmeldungen vermerkt werden.

Vogelschutz im Herbst.

Man ist gewöhnt, schädliche Insekten in Wald, Feld und Garten mit Giftstoffen und Leimringen zu bekämpfen. Diel billiger und vorteilhafter ist es, ihrer Uebervermehrung durch Vogelschutz vorzubeu- gen. Die Biologische Reichsanstalt hat nachgewiesen, daß beispielsweise ein Meisenpaar mit seiner Nach­kommenschaft im Laufe eines Jahres anderthalb' Zentner lebende Insekten vertilgt. Vogelschutz ist also keine müßige Spielerei, Vogelschutz ist eine . wirksame wirtschaftliche Maßnahme zur Schädlings- bekämpfung. Schon sind unsere Zugvögel in war- mere Lande verstrichen. Nur die winterharten Vögel beleben noch unsere Fluren, so die nützlichen Meisen. Sollen sie tm kommenden Jahr in unseren Gärten nisten, bann müssen wir jetzt schon Nistgeräte be­sorgen und aufhängen, daß sie im Winter Zuflucht nehmen können und sich daran gewöhnen. Aus Nisthöhlen, die im Sommer bewohnt waren, müssen wir das alte Genist entfernen. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß tiefer Schnee die Vögel ihrer natürlichen Nahrung berauot Kerbtierfressende Kleinvögel können aber höchstens einen Tag ohne Nahrung bleiben. Wir sind dann gezwungen, sie , zu füttern. Die Vorbereitungen dazu müssen jetzt ! schon getroffen werden. Man reinigt und füllt die Futtergeräte. Das Meisenfutterholz wird mit Hanf- famen und Rindertalg ausgegossen. Für die Sing­vögel sammelt man Beeren und Sonnenblumen- ! ferne, um sie im Winter getrocknet ausstreuen zu können. Wie nützlich sind derartige Maßnahmen für | jeden Landwirt, wenn sie sachgemäß durchgeführt und wenn erprobte Geräte verwendet werden!

Männer« und Krauenvereinigung der Matthäusgemeinde.

Im Mattbäussaal des Gemeindehauses in der Kirchstraße fand am gestrigen Mittwochabend die Jahresversammluna der Männer- und Frauen­vereinigung der Matthäusgemeinde unter Leitung des Vereinsführers I ö ck e l statt. Der Vereins- führer gab zunächst einen Ueberblicf über die Tätigkeit der Vereinsführung seit der vorigen Hauptversammlung, gedachte der verstorbenen Ge- meinbeglieber, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde, und wies sodann auf das Wirken des früheren Gemeindepfarrers Mahr und des seinerzeit in der Gemeinde wirkenden Pfarrver- walters Balz zum Wohle der Matthäusgemeinde hin. Hierauf begrüßte er den jetzigen Seelsorger der Matthäusgemeinde Propst Knodt, dessen eifriges Wirken und Streben für die Ziele der Matthäus- Vereinigung zum Wohle der Gemeinde er beson­ders hervorhob. Der Rechenschaftsbericht des Ver­einsführers wurde von der Versammlung zustim­mend und mit Dank zur Kenntnis genommen.

Anschließend folgte die Rechnungsablage. Die Rechnung der Männer- und Frauenver­einigung für 1934 schließt in Einnahme mit 1261,50 Mark, in Ausgabe mit 1235,88 Mark, also mit einem Ueberschuß von 25,62 Mark ab. Die Rechnung der Sterbekasse für das Jahr 1934 verzeichnet als Endsumme der Einnahmen und Ausgaben den Betrag von 1457,90 Mark, wobei zu bemerken ist, daß die Ausgabe einen Betrag von 457 Mark als Zuweisung an die Kapitalreserve einschließlich der kapitalisierten Zinsen enthält. Das Kapitalvermögen der Sterbekasse belief sich nach dem Stande von Ende Dezember 1934 auf 10 838,04

Mark. Da die Zinsen des Kapitals seither nicht in Anspruch genommen wurden, hat sich der Ver- möaensoorrat bis zum heutigen Tage weiterhin verstärkt; es ist nun beabsichtigt, die Kapitalisierung der Zinsen vvrzunehmen. Dem Vereinsrechner Kirchner wurde auf Antrag der Rechnungs­prüfer, die beide Rechnungen in bester Ordnung oorfanden, einstimmig Entlastung erteilt.

Der Beitraa zur Sterbekaffe soll nach ein­stimmigem Beschluß der Versammlung in der bis­herigen Höhe von 1,20 Mark jährlich pro Person weiter erhoben werden. Das bisher gezahlte Sterbe­geld von 50 Mark wird ebenfalls vewehalten und kann nach der mittlerweile abgeschlossenen Neuord­nung der ganzen Finanzwirtschaft der Sterbekasse in der Höhe von 50 Mark für alle Mitglieder der Kasse als unbedingt gesichert angesehen werden. Mit dieser klaren und eindeutigen Feststellung des Vereinsführers werden einwandfrei die unzutref­fenden Behauptungen widerlegt, die hinsichtlich des Sterbegeldes in der letzten Zeit hier und da laut geworden waren.

Die Voranschläge für 1935 wurden einstimmig wie folgt gutgeheißen: für die Männer- und Frauenoereinigung in Einnahme und Aus­gabe mit je 1100 Mark, für die S t e r b e k a s s e in Einnahme und Ausgabe mit je 862 Mark. Als Rechnungsprüfer für das neue Geschäftsjahr wurden die Mitglieder Schüllermann und Bender einstimmig wiedergewählt.

Am Schluffe der Versammlung wies der Ge­meindepfarrer, Propst Knodt, dankbar und an- erkennend auf die Unterstützung von hilfsbedürf­tigen Konfirmanden durch die Männer- und Frauen­vereinigung der Matthäusgemeinde, ebenso auf die übrige stete Fürsorgebereitschaft der Vereinigung für charitative Zwecke hin, ferner dankte er dem Dereinssührer Jäckel für die opferfreudige und tatfrohe Führung der Vereinigung, und ermahnte schließlich, die Männer- und Frauenvereinigung stets als lebendiges Gewissen der Gemeinde, als ein Stück guter Werbearbeit für unsere evangelische Kirche anzusehen und wirken zu lassen.

Dereinssührer I ö ck e l machte noch einige kurze Mitteilungen im Hinblick auf die nächstjährige Hauptversammlung, ermahnte die Mitglieder der Vereinigung zu festem Zusammenstehen für die Auf­gaben, denen sie dienen, dankte herzlich dem Ge­meindepfarrer Propst Knodt, den Mitgliedern des Führerrates und den Helfern der Vereinigung für die bisherige treue Mitarbeit, und schloß sodann den Abend mit dreimaligem Sieg-Heil-Gruß an den Führer.

vornollzen.

Tageskalender für Donnerstag: NSG.Kraft durch Freude : 16 bis 18 Uhr: all­gemeine Körperschule, 18.15 bis 19.45 Uhr: Reichs- svortabzeichen auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg; 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr, nur für Frauen: fröhliche Gymnastik und Spiele im

Lyzeum, Dammstraße; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reit­schule Schömbs, Brandplatz. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Episode". Bauwirtring-AG. Bremen: 20.15 Uhr, Lichtbildervortrag im Hotel Schütz.

SportamtKraft durch Freude".

Kostenlose KdF.'Sportkurse in dieser Woche!

Ab 1. Oktober setzt das neue Vierteljahres-Sport­programm des Sportamts Kraft durch Freude ein. Es laufen Kurse aller Art auf fast allen Gebieten der Leibesübungen. Zur Einführung finden in dieser Woche alle offenen Sportkurse kosten- l o s statt. Allen Volksgenossen ist daher in dieser Woche Gelegenheit gegeben, sich die KdF. - Kurse kostenlos anzusehen und in froher Gemeinschaft un­ter Volksgenossen jeglichen Alters zu üben und zu spielen. Folgende Kurse sind in dieser Woche g e» bührenfrei:

AllgemeineKörperschule fürFrauen und Männer: Donnerstag, 3. DEL, von 16 bis 18 Uhr, Universitätssportplatz; Freitag, 4. Okt., von 20.30 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße.

Reichssportabzefchen: Von 18 bis 19.15 Uhr, Universitätssportplatz.

Fröhliche Gymnastik und Spiele: nur für Frauen! Donnerstag, 3. Okt., von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Dammstraße; Donnerstag, 3. Okt., von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße. Freitag, 4. Okt., von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lollar. Kantine der Firma Buderus.

Waldlauf, für Frauen und Männer. Samstag, 5. Okt., von 17 bis 18.30 Uhr, Universitäts­sportplatz.

Heber die weiteren KdF.-Sportkurse (Schwimmen, Reiten, Ski-Gymnastik, Ski-Trockenkursus, Hallen-

erkennungsschreiben des Führers und Reichs­kanzlers für feine treuen Dienste zu. Ebenso hat ihn Reichsbankpräsident Dr. Schacht in einem persönlichen Schreiben warm beglückwünscht. Die beiden Urkunden mürbem dem Jubilar in Gegen­wart der gesamten Beamtenschaft vom Leiter der hiesigen Reichsbankstelle, Direktor A n tz, in einer würdigen Feier überreicht.

** © t e r b f ä I [ e in Gießen. Es verstorben in der Zeit vom 16. bis 30. September in Gießen: 16. Heinrich Mootz, Zugführer, 47 Jahre alt, Bruch- straße 6; 17. Heinrich Ehrhardt, Grenadier, 23 Jahre alt, Eichgärtenweg 40; 17. Ludwig Adoll Haubach, Schlossermeister, 71 Jahre alt, Löberstraße 2; 18. Bernhard Weidenhaus, Reichsbahnschlosser i. R., 72 Jahre alt. Buddestraße 5; 19. Andreas Block, Invalide, 71 Jahre alt, Rodheimer Straße 40; 19. Margarete Morgolf, geb. Wirth, Wwe., 59 Jahre alt, Dammstraße 26; 20. Lina Pitz, geb. Hauff- mann, 53 Jahre alt, Walltorstraße 58; 20. Heinrich Karl Lerch, Steuerassistent, 47 Sabre alt, Schloß- gcisse 16; 24. Philipp Jakobi, Glasermeister, 71 Jahre alt, Liebigstraße 20; 28. Mathilde Flimm, geb. bis 2: Mozart Beethoven

Verlangen Sie stets ausdrücklich

MAGGIS Würze u*d achten Sie genau darauf, daß Ihr Fläschchen aus MAGGI5 großer Original­flasche gefüllt wird. In dieser darf nach dem Gesetz nichts anderes feilgehal/en werden als

7Tto0gi Jh U>wi.

MAGGI* WÜRZE

MAGGI" ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppenwürzen,sondern die gesetzlich geschützte Fabrikmarke für alleMAGGI-Produkte