Ausgabe 
3.8.1935
 
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5amztag, 3. August M5

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesseu)

179 vierter Blatt

Der Hindenburg-Gedenkapyell der Wehrmacht in Gießen

Mißverständnisse.

in, die immer abwehrend und abwartend weit

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in Kloster Arnsburg.

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Ein Kind aus dem Sachsenland. Nach Absolvie» rung der Dresdner und Berliner Musikakademie führte mich der Weg über die Bühnen Weimar, Berlin, Hamburg und zum Reichssender München. Ich hoffe, daß ich mich in die Herzen der Theate^ freunde in Gießen hineinsingen kann und freue mich schon jetzt auf meine kommende Tätigkeit.

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an der Wasser- >rt. Bei läge hat Bienen« nd Bir- je wilde andere cher ge« linghav' lenartig' ihrungs'

rtrauen werster '5 deut- fragte

1 Wahl London sich der n Kurs stark g aller feilte 5 lang-

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Mt dem Mißtrauen ist das eine eigenartige Zsacle. Es ist, als ob wir irgendwo an uns Fühler

Bild oben: Das Regiment angetreten.

Bild unten: Der Standortälteste Oberst B i e -

grüne \ und ringen, den.

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kommt hmen", estätigts te die euhing sch-eng.

hotten.

5- vor rudern un. d und Blicke genen 9 zur über.

schritten 168, Länder- und Völkerkunde 76, Kultur­geschichte 3, Geschichte und Biographien 114, Na­turwissenschaft und Technologie 31. Heer- und See­wesen 3, Haus- und Landwirtschaft 6. Gesundbeits- l»hr" 1. Religion und Philosophie 13. Staatswissen- schast 11, Sport 2 Bände Nach auswärts kam ein Band.

** Kleine Unfälle. Der Maschinenschlosser Koch, Teufelslustgärtchen 8, erlitt bei der Arbeit eine schwere Handverletzung und mußte dem Evan- aelischen Schwesternhaus zugeführt werden. Der Metzger Karl Hißberger wurde mit einer Ge­hirnerschütterung in die Klinik eingeliefert.

Briefkasten der Redaktion.

«Rechtsgutachten sind ohne Perbindlichkei' de, Schriftleilung l

$. C. Es besteht die Möglichkeit, daß die frühere Kriegerwitwe nach ihrer Scheidung wieder Witwen- rente erhält. Es ist ein Antrag an die Stelle er­forderlich, die die frühere Rente bewilligte. Falls die Witwe Rente nicht mehr bekommt, sind ihre Verwandten in gerader Linie zum Unterhalt ver- vslichtet Mohlfahrlsunlerstübung bekommt sie nur, wenn sie den notwendigen Lebensbedarf nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Mitteln beschaffen kann und ihn auch nicht von anderer Seite, ins­besondere von Angehörigen, erhält.

errate' ' »Küche n auch Kressen ten, die i durch- Außen- rsönlich« ng Der« tschaftek 5 Lord »ar dies i House es vor

iführen, itmutigt in Ziel hl ihrer

eutsch. reube" er als 5 UN. schein

Helene Wacker.

Dic jugendlich-dramatische Sängerin für LPcr und Operette am Stadttheater.

Unterbringung üussche'denher So baten in her freien W rtschast.

LPD. Die Pressestelle des Landesarbeitsamtes Hessen teilt mit:

Das Wehrgesetz bestimmt in § 32, daß die in Ehren aus dem aktiven Wehrdienst ausscheidenden Soldaten bei Vermittlung in Arbeitsplätze der freien Wirtschaft bevorzugt zu berücksichtigen sind. Die Unterbringung aller, die im Heeresdienst ihre Pflicht getan haben, muß für die Betriebsführer eine Ehrenpflicht sein.

Die Arbeitsvermittlung der ausscheidenden Sol­daten ist in Verbindung mit den Fürsorgeoffizieren der Wehrmacht nur der Reichsanstalt für Arbeits­vermittlung und Arbeitslosenversicherung und deren Dienststellen, den Arbeitsämtern, übertragen wor­den. Andere Organisationen und Verbände sind bei der Vermittlung der ausscheidenden Wchrmachts- angehörigen nicht zur Mitwirkung vorgesehen. Die Betriebsführer werden aufgefordert, schon jetzt bei den Arbeitsämtern für die im Herbst d. I. zur Wehrmacht Einberufenen die nötigen Ersatzkräfte anzufordern bzw. rechtzeitig sicherstellen zu lassen. Bei den Arbeitsämtern sind bereits Angehörige der Wehrmacht und Landespolizei gemeldet, die nach ehrenvollem, zum Teil mehrjährigen Dienst aus- geschieden sind.

poUzeiberikbt

Eigentümer gesucht.

Am 25. Juli wurde auf der Provinzialstraße FreiensteinauWeidenau ein Säckchen mit etwa 150 Mark gefunden. Das Geld befindet sich bei der Bürgermeisterei Freiensteinau und kann von dem Verlierer oder sonstigen Berechtigten in Empfang genommen werden.

Diebstahl von Quecksilber:

Am 25. Juli wurde einem Gießener Geschäfts­mann von einem Unbekannten eine Flasche mit etwa drei Kilogramm Quecksilber zum Kauf ange­boten. Während der Geschäftsmann die Polizei ver­ständigte, hat der Unbekannte unter Zurücklassung der Flasche Quecksilber das Weite gesucht. Personen, die sachdienliche Mitteilungen machen können, wol­len sich an die nächste Polizeistelle wenden oder die Kriminalpolizeistelle Gießen verständigen

Vornotizen

Tageskalender für Samstag: Licht- spielhaus, Bahnhofstraße:Ein Walzer für dich".

Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 15, Gedichte Dramen 12, Erzählende Literatur 1003, Jugend-

Sovhie Blum. geb. Rühl, Wwe., 79 Jahre Steinstvaße 78.

* Rinder-Nutzviehmarkt findet kommenden Dienstag in Gießen statt.

** Oeffentliche Bücherhalle. Im wurden 1459 Bände ausgelieben. Davon kamen

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Aus der Provinzialhauptstadt

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Gestern morgen sand, wie wir gestern bereits einen Eindruck von der würdigen militärischen Feier, berichteten, auf dem Hofe der Neuen Kaserne ein Bild oben: Das Regiment angetreten., _ , Gedenkappell der Wehrmacht für den vor einem 5----------... -- -- , .

Jahre verstorbenen Generalfeldmarschall und Reichs- row schreitet die Front ab. (Aufnahmen |2J: Präsidenten v. Hindenburg statt. Unsere Bilder geben Photo-Dfaff, Gießen.)

700 Zahre

Marburger St. Elisabeth-Dom.

LPD. Marburg, 2. Aug. Am 14. August jährt sich zum 7 0 0. Male der Tag, an dem der Grund st ein zu einem bedeutenden Bauwerk der reinen Gotik, dem Dom der heiligen Elisabeth in Marburg, gelegt wurde. An­laß dazu war in erster Linie die außerordentliche Zunahme der Wallfahrer, die am Grabe der Heili­gen Heilung von ihren Leiden erhofften. Die Kunde von zahlreichen Wundern hatte schnell die Welt durcheilt, und so sind 126 Wundertaten am Grabe der Heiligen protokollarisch festgelegt worden.

Landgraf Konrad, der Schwager der Heiligen, begann unter Mitwirkung der hessischen Ritterschaft den Bau der Kirche, und zwar wurde zunächst der nördliche Kreuzarm, der das Grad deckt, fertig» gestellt. Das Geld für den Bau der Kirche, die nach heutigem Wert Millionen kosten würde, wurde fast ausschließlich von den Wallfahrern aufgebracht.

Die Steine zum Bau der Kirche wurden aus einem Sandsteinbruch in der Nähe von Marburg gewonnen. Die große Härte des Gesteins beweist am besten die äußere Kirche selbst, an der bisher noch keinerlei Spuren von Verwitterungen zu ent-

Kavallerie-Verein, 20.30 Uhr, imHessischen Hof": Kameradschaftsabend Reichsbund für Lei­besübungen: Gaufest. Austrag der Wettkämpfe, 20.30 Uhr in der Volkshalle FestspielDeutsches Wollen, Deutsche Kraft".

Tageskalender für Sonntag: Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ein Walzer für dich". Reichsbund für Leibesübungen: Gaufest.

*

** Ausbau der Schlageter-Straße. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt in un­serem heutigen Anzeigenteil die Vergebung der Erd-, Pflaster- und Chaussierungsarbeiten zum Ausbau der Schlageter-Straße aus. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewie­sen.

** Sterbefälle In Gießen. Es verstor­ben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 31. Juli: 20. Frieda Bester, Verkäuferin, 39 Jahre alt, Mühl- ftraße 5; 24. Christoph Wetz, Kutscher, 67 Jahre alt, Seltersweg 31; 24. Cyristian Hörster, Lokomo­tivführer i. R., 82 Jahre alt, Crednerstraße 6; 25. Anna Kath. Fackiner, geb. Hebig, Wwe., 56 Jahre alt, Am Riegelpfad 86; 26. Marie Hedwig Wagner, ohne Beruf, 25 Jahre alt, Stephanstraße 38; 27. Dr. med. Rudolf Petsch, Zahnarzt, 53 Jahre alt, Seltersweg 70; 27. Marie Haus, geb. Käs, 68 Jahre alt, Krofdörfer Straße 20; 27. Käthe Curths, geb. Gnad, 61 Jahre alt, Hitlerwall 17; 28. Karl Dö­ring. Polizeiverwaltungssekretär, 42 Jahre alt, Friedensstraße 20; 28. Emmy Sommer, geb. Schä­fer, 68 Jahre alt, Am Steg 12; 29. Peter Haus, Invalide. 71 Jahre alt, Krofdorfer Straße 20; 30.

Sonderzug nach Heidelberg am 25. August.

Vce NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Kreis (liHefien, veranstaltet am Sonntag, 25. August, die Illtti Heidelbergfahrt des Jahres 1935. Der Preis Blelr: gt einschließlich Mittagessen 5 RM. Alle KdF.- 53aitte haben sofort Aushang auf roten KdF.- SIüfcDlagtafeln in den Ortsgruppen und den Betrie­ben Au machen. Die Anmeldungen werden bei den 5W -Warten abgegeben. Meldungen aus den Be- iltieten muffen nachweisen, in welchem Bahnort die Teilnehmer einsteigen, damit wir rechtzeitig für rich­tig Anschlüsse sorgen können. Gesamtteilnehmerzahl 800 Personen also möglichst umgehend anmelden. Mil der Anmeldung ist sofort der Betrag einzu- zsthl n; andere Anmeldungen sind ungültig.

Großes Sommerfest am Sonntag, 11. August,

D-s Leben ist voll von Dingen, die den Menschen äloqnen sie überrumpeln und staunend zurück- Ohrtn. Zufall, Schicksal, Glück, Unglück wie wir bhefi Macht nennen wollen, die uns auf- und ab- njeiim läßt auf den Wellen der dahmrollenden tee.

(3xgen dieses Unsichtbare, Schwebende sind mir chimächtig. Aber das Gute und Bose, das von an» Bieren Menschen zu uns und in uns hmemgetra- wird, können wir erkennen Und je reifer wir Derlen, um so hellhöriger werden wir den Dingen vnd den Menschen gegenüber Das Kind sagt zu jljben Großen du und zeigt ihm seine kleinen Kost- yiirbiten, vertrauensvoll und freudig. Manchmal nut;, garq selten, schmiegt es sich nicht an und vi.rshließt seine Heimlichkeiten vor dem fremden Süicrn, der so anders geartet ist. Aber dieser In» stliM, der zuerst unerklärlich und eindeutig da ist, g|d)t später verloren, weil der Verstand geschärft crirl und mit ihm das Mißtrauen gegen die Welt.

We im Vorjahre', so veranstaltet die NS.-Ge- riieil'schaftKraft durch Freude" auch in diesem GSnnrrner ein großes Sommerfest in Kloster Arns- ßlurt Dabei wird das Gießener Stadttheater uns nitit einem fröhlichen Freilichtspiel erfreuen (Wald- f-ri?hn" von Ludwig Thoma). Der Musikzug der (Star barte 116 (35 Mann) wirkt mit und wird uns cLikds in der Ruine ein kleines Streichkonzert giebn. Dieses Streichkonzert bei Fackelschein in der c jjin ürbigen Kirchenruine hat im Vorjahr so star- flß »Beifall gefunden, daß wir auch diesmal auf Üia Konzert großen Wert legen, ^m übrigen wer- itlep alle Besucher bei Dolksliedersingen, Musik und

, bei Kinderfest und Preisschießen (und hof- Wtsi.ch gutem Wetter) einen wirklich schönen 211er. b verleben.

Der Eintrittspreis zu bem Sommerfest betragt, Mim Vorjahr, 30 Pf., bas Tanzbändchen 50 Pf., di« Preisschießen drei Schuß 10 Pf. Die Preise fit tbie Speisen und Getränke sind sehr niedrig Olsten. Es wird deshalb jedem Volksgenossen rnignd) sein, bas Sommerfest in Arnsburg zu be» filkiM.

Ein großer Abend in der Volkshalle mit Willi Reichert.

5<e Preise sind: 40, 60, 80 Pf. und 1 Mk.

Vnn wirb für bieses Gelb einen Abenb erleben, Ulet hinter ben beiben Abenden des Schumann- Sl^citers und des Kabaretts der Komiker bestimmt nitd)! zurückbleiben wird. Ein Abend des gemein» «Mflichen Besuches für ganze Betriebe. Eine gute LZcifprecheranlage und Helle Bühnenbeleuchtung rinriien dafür sorgen, baß man auch am letzten [<3hr für bas wenige Geld einen wirklich fröhlichen Utter d verleben kann.

Wli Reichert, ber vom Runbfunk her be» filanrfte große Humorist aus Stuttgart, ber Mann, «teilen unbeschreibliches Lachen alles mit in Bann Ml unb alle zu befreienbem Lachen erlöst bie» fei Mann müssen Sie gesehen haben.

k portkurse des Sportamts Gießen

Klungt Der Kursus Leichtathletik auf dem llni- i «Ms-Sportplatz fällt heute wegen des (0au- ßlefe;. aus!

Gießener Wochenmarktpreife

'Gießen, 3. Aug. Auf bem heutigen Wochen- lntrrt kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,50 bis :l,5 Mark, Lanbbutter 1,40 bis 1,42 Mark, Matte ItOtiis 25 Pf., Käse, bas Stück 5 bis 10, Eier (inl.) MDirsing, das Pfund 12 bis 20, Weißkraut 12 bis 15,

Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 dis 15, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 20 bis 25, (gelb) 20 bis 30, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 30 bis 40, Zwiebeln 15 bis 18, Rhabarber 8 bis 10, Pilze 40, Kartoffeln 7 bis 8 Pf., ber Zentner 5,50 bis 6 Mark, Früh­äpfel, bas Pfunb 35 bis 40 Pf., Falläpfel 8 bis 10, Pfirsiche 45 bis 65, Himbeeren 50 bis 60, Brom­beeren 40, Birnen 15 bis 55, Sauerkirschen 45 bis 50, Heibelbeeren 35 bis 45, Stachelbeeren 20 bis 35, Johannisbeeren 20 bis 25, Pflaumen 30 bis 35, Zwetfchen 40 bis 45, Mirabellen 40 bis 45, Reine­clauden 35 bis 40, junge Hähne 1 Mark, Suppen­hühner 80, Enten 90, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 75, Salat 5 bis 12, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 1% bis 5, Enbivien 5 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Suppen­grünes 5 bis 8, Rabieschen, bas Bund 8 bis 10 Pf.

uns gestreckt finb, um, von einem kleinen Stoß ggtreffen, zurückzuzucken unb ben fremben Druck an Sinne weiterzuleiten. Ein Wort an einer fal» ifie Stelle, ein unklarer Blick, ein nervöses Zucken ' Mugenüber, ein anberer Ton in ber Stimme F|> -4 Hon ist bas Mißverstänbnis ba, ohne Grunb, Menten »nt Absicht. Unsere Stimmung ist irgenbroie ge»

beeten finb.

Das Schmuckstück ber Kirche ist der hinter kunst­vollem Gitter und Glas befindliche Sarkophag ber heiligen Elisabeth. Er ist 1,70 Meter lang unb 1 Meter hoch. Aus Eichenholz unb mit vergolbetem Kupferblech überzogen, bildet der Sarg neben dem Heiligen Dreikönigsschrein in Köln das wertvollste Werk deutscher Goldschmiedekunst. Das Dach des Schreins zeigt in acht Reliefs eine ber Bilberreihen aus bem Leben ber Heiligen, eine weitere Reihe von 12 Darstellungen ihrer ßegenbe zeigen bie Glasmalereien eines Fensters im Ostchor. Die Figuren am Schrein finb von Silber unb vergol- bet. An ber einen Längsseite findet man Christus mit sechs Aposteln, an der anderen Längsseite die übrigen sechs Apostel; an ben Kopfseiten Maria mit bem Kinb unb St. Elisabeth. Leiber würbe ein Teil ber Edelsteine 1814 von den Franzosen ge­raubt, und 1920 beschädigten Diebe abermals den Sarg. Die Uebeltäter wurden jedoch später gefaßt, unb bie Steine konnten roieber eingefügt werben. Hierauf ist auch die Verfügung der Kirchenregie­rung zurückzuführen, daß die Kirche nur alle halbe Stunde unter Aufsicht des Küsters geöffnet ist.

Den Arbeitgeber fast an den Bettelstab gebracht.

LPD. Herborn, 2. Aug. Der bereits sieben- mal vorbestrafte 32jährige Barth aus dem Kreis­ort Herbornseelbach hatte in seiner Eigen­schaft als Reisevertreter einer kleinen Druckerei in Herbornseelbach einkassierte Gel­ber unterschlagen, bie eine solche Höhe an­genommen hatten, baß ber Arbeitgeber f a ft an ben Settel ft ab gebracht würbe. Zuerst leugnete ber Angeklagte vor Gericht. Als aber bie Verfehlungen Schritt für Schritt nachgewiesen wer­den konnten, bequemte er sich zu einem vollen Ge­ständnis und bat um Gnade. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Zuchthaus. Als das Urteil ge­sprochen war, fiel der Angeklagte wie vom Blitz getroffen zu Boden, erholte sich aber bald wieder. Er konnte mit dieser Verstellung jedoch keinen Ein­druck auf das Gericht machen, denn der Richter brachte zum Ausdruck, daß sich das Gericht absicht­lich von jeder sentimentalen Regung freigehalten unb im staatlichen Interesse bes wirksamen Volks- schutzes auf bie genannte Strafe erkannte.

Englischer Personenkraftwagen vernngröckt.

Ein Toter.

LPD. Hochheim a. M., 2. Aug. Aus der Chaussee Frankfurt a. MMainz, kurz vor Hoch­heim, ereignete sich am Donnerstagmittag ein folgenschwerer Verkehrsunfall. Ein mit drei Engländern und einem Jungen aus Man­chester besetzter Personenkraftwagen fuhr hier mit großer Geschwindigkeit gegen einen Chausseebaum. Durch den heftigen Anprall wurde ber neben bem Führer bes Kraftwagens sjtzenbe Sibney Robinson burch bas Verbeck und auf bie Straße geschleubert. Die babei erlitte­nen Verletzungen waren so schwer, baß er bereits nach kurzer Zeit v e r ft a r b. Die übriarn Insassen bes Wagens kamen mit teils leichteren, teils schwereren Verletzungen davon. Wie der Führer bes Wagens erklärte, ist ber Unfall -auf fein Ser- schulben zurückzuführen. Obwohl der Wagen mit

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l«M, überfeinert, unb nimmt bie sonderbare Art Ms : nberen Menschen in sich auf wie in einer plötz­lich^ Wallung. Wir fühlen uns getroffen unb wis» fi|l nicht, warum. Gebauten fliegen hin unb her, re®, reimen, beunruhigen unb beschäftigen uns mel M fehr. Denn unter ber Oberfläche bes Se» »ch seins schwelt bieses glimmenbe Etwas weiter und quält uns. In ben Traum schleicht es sich ein. LUnl eines Tages kommt noch ein kleiner Funke wmvußen hinzu roieber eine Nichtigkeit unb m-ffene Flamme schlägt aus uns heraus, sicher­lich m ungeeigneten Augenblick. Unb warum? Weil mir Feige waren, weil wir bie Lippen aufeinanber» Met en, ohne zu sagen, was uns erbitterte.

Cne Aussprache kann so leicht in bie Wege ge- Ml werben. Es gehört nur ein wenig Energie ba- M, »er Wille, bas Unausgesprochene, Quälenbe WMiszuwersen, weil es uns belastet. Der anbere SRlfiFd), ber nichts btrenn ahnt, was er angerichtet hftii, wirb wortlos unb ftaunenb babeistehen unb mich verstehen. Aber enblich, wenn wir beschämt fett igen, wirb er zu lächeln beginnen unb uns bie HsM reichen. Unb alles ist vergessen.

8GV., Ortsgrupve Gießen-Nord.

Lebensmittelopferring.

51m Dienstag, 6. August, unb Mittwoch, 7. August, Mbit bie Einziehung besLebensmittelopfer- mi D0 e 5 statt. Die Hausfrauen werben gebeten, bie ijSfirt bpafete bereitzuhalten unb den Inhalt auf den iWliüllungen anzugeben.

. Die deutsche Arbeitsfront

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