j Wandem und weisen - Bäder und Sommerfrischen.
Wanderfahrten
Ganzleinenband.
.RM.4.80.
Prospekte: Städtisches Verkehrsamt 31140
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Eine Einladung an dieser Stelle z. Besuch Ihres Hauses führt zu Gästen aus
Gießen und Oberhessen.
Höhen die andere Seite einsäumen; von allen Sek ten winken und blinken die Schneegipfel. Ruder- und Dampfboote schaukeln auf den Wellen mit festlich frohen Menschen an Bord. Mein Wanderziel hat sich wirklich gelohnt; alle Anstrengungen der langen Fahrt, alle Müdigkeit und Strapazen sind vergessen im Anblick auf diese Wunderwelt. Tausende arme Volksgenossen können im neuen Deutschland durch die Fahrten mit „Kraft durch Freude" nie geahnte Schönheiten genießen; wir aber als Sportkameraden wollen uns diese Schönheiten unseres Vaterlandes erwandern, darum mit frischem Mut dem lohnenden Ziel entgegen.
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Berlin-Lichterfelde
von Gießen in zwei Tagen zum hoherodskopf. Erster Tag:
Gießen — Albach — Meilbach — Laubach.
Zu dieser Wanderung benutzen wir die vom VHC. Gießen angelegte gelbe Strichmarkierung, die am Alten Friedhof beginnt und auf bekannten Wegen die Wannschneise entlang über die jetzt abgeholzte HoheWartemit schönem Fernblick durch Annerod führt. Bei den letzten Häusern weist uns das Zeichen hinüber zum Fernewald, den wir ein kurzes Stück durchschreiten und auf stillen Waldpfaden zur Rast nach Albach gelangen. Bald hinter dem Ort kommen wir in prächtigen Buchenhochwald, den einsamen Walddistrikt Meilbach, der überaus reizvolle Partien aufzuweisen hat. Beim Austritt aus dem Wald überrascht uns der Blick auf den Hohen Vogelsberg und das hochgelegene Grünberg. Auf der Landstraße gehen wir nun weiter durch M ü n st e r und W e t t e r f e l d und erreichen nach knapp sechsstündiger Wanderung L a u b a ch, wo wir für die Nacht Unterkunft suchen.
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Zweiter Tag:
Laubach —Rudingshain — hoherodskopf — Schotten.
Nach Besichtigung des schmucken Städtchens, vor allem des gräflichen Schlosses mit Park, wandern wir weiter unserem seitherigen Zeichen nach. In un- merklicher Steigung durch schönsten Hochwald und liebliche Wiesengründe, stellenweise hübsche Blicke nach dem Seental und einigen anmutig gelegenen Mühlen gewährend, führt uns die Markierung zur Staatsstraße Schotten—Lauterbach, die wir überschreiten und an dem Schnittpunkt einen prächtigen Blick auf die Höhen des Vogelsberges genießen. Wir steigen nun hinab nach Rudingshain und jenseits des Dorfes in leichtem, schattigen Anstieg durch den Hundsbornwald hinauf zum Hoherodskopf, um uns im Klubhaus des VHC. der wohlverdienten Ruhe hinzugeben. Zum Abstieg wählen wir grüne Ringe, die uns über Breungeshain und Michelbach zum Endziel Schotten bringen. Wanderzeit am zweiten Tag etwa sechs Stunden.
In dem Sommerplan unseres Post-Sportvereins waren drei Rad-Fernfahrten für den Monat Juni angesetzt; die größte davon sollte bis ins Berchtesgadener Land gehen. Zuerst waren es drei Sportkameraden, die sich zur größten Fahrt meldeten, erst fiel einer aus, dann zog der andere seine Meldung zurück, so daß ich allein übrig blieb. Ich hatte vor Jahren fast eine ebenso große Tour in den Schwarzwald gefahren und ließ mich daher durch nichts erschrecken.
Mit einem stabilen Fahrrad, bepackt mit Rucksack, Tasche, Gummimantel und Feldflasche, mit den nötigen Wegekarten versehen, fuhr ich in der Frühe des 13. Juni wohlgemut von Gießen ab.
Der Weg führte durch die Ausläufer des Vogelsberges, durch fruchtbare Ebenen, wo fleißige Menschen mit Feldarbeiten beschäftigt waren, über Hügelland mit großen Wäldern.
Goldner Sonnenschein lag über den Fluren; frei atmete die Brust, weil man den Alltag endlich einmal abschütteln konnte. Schon nach 4^2 Stunden war die erste Etappe, das alte Barbarossastädtchen Gelnhausen erreicht. Die dreitürmige Marienkirche und die alte Kaiserpfalz grüßten den Wanderer, in den steilen engen Straßen pulsierte reges Leben. Eine Stunde Rast, verbunden mit einem ausgiebigen Frühstück, dazu ein Trunk Apfelwein, erfrischte Körper und Geist.
Alsdann setzte ich die Fahrt in der Richtung auf die Mainebene fort. Allerdings versperrten mir die Spessartberge vorerst noch den guten Weg. Doch auch hier gab es kein Zaudern, der einmal festgelegte Plan mußte eingehalten werden. Um weite Umwege zu sparen, mußte ich die gute Asphaltstraße mit schlechteren Seitenstraßen eintauschen.
Zuerst ging es auch noch ganz leidlich vorwärts; bald türmten sich aber die Berge zu beträchtlicher Höhe an, so daß ich absitzen und mein Rad schieben mußte. Inzwischen brannte die Sonne mit voller Kraft, der Schweiß rann von der Stirn, begierig suchte ich die schattigsten Stellen des Weges auf. Fast anderthalb Stunden dauerte der Aufstieg; als endlich das Tal auf der anderen Seite sichtbar wurde, atmete ich erleichtert auf. Steile, ausgefa- rene Wege mußten mit der größen Vorsicht befahren werden. Erst nach geraumer Zeit hatte ich wieder die feste Kreisstraße erreicht.
Hier erst konnte ich mich wieder frei nach allen Seiten umblicken, dabei machte ich die Feststellung, daß es selten so viel zusammenhängenden Wald gibt, wie hier im Spessart. Kein Wunder, daß man hier noch so viel Wild antrifft.
Die Bewohner sind größtenteils sehr arm, sie leben als Klein- sogenannte „Geißenbauern" und gehen zum Holzmachen in den Wald. Trotz ihrer Armut halten sie das Gastrecht hoch.
Den letzten Teil des Weges konnte ich spielend zurücklegen, weil ich ebene Straße hatte, so erreichte ich am Spätnachmittag mein Tagesziel, das Kreisstädtchen Lohr am Main. In der schön gelegenen, neuerbauten Jugendherberge fand ich gute und reinliche Unterkunft und vor allem junge, fröhliche Wanderkameraden.
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Don unserem ständigen st.-Serichierstaiier.
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lische Sprichwort „Men not measures", „Es kommt auf die Männer an und nicht auf die Maßnahmen", hat sich auch in diesem Fall glänzend bestätigt Auch unter Freiherrn von Neurath bildete die deutsche Botschaft in London einen an Bedeutung ständig wachsenden Mittelpunkt der deutsch-englischen Annäherung.
Als Freiherr von Neurath durch das Vertrauen des Feldmarschalls von Hindenburg in schwerster Zeit auf den verantwortungsvollen Posten des deutschen Reichsaußenministers berufen wurde, fragte man sich in London gespannt, auf wen die Wahl für den neuen deutschen Botschafter in London fallen werde. In einem Zeitpunkt, in dem sich der Einfluß der französischen Außenpolitik auf den Kurs des britischen Auswärtigen Amtes besonders stark fühlbar machte, konnte nach Ueberzeugung aller maßgebenden Stellen von deutscher Seite feilte bessere Wahl getroffen werden als die des langjährigen deutschen Botschafters in Paris, Herrn von Ho e sch. In ihm erhielt das Deutsche Reich einen Botschafter in London, der nicht nur durch seine Dorkriegstätigkeit in 9. Carlton House Terrace das Terrain glänzend beherrschte und zahlreiche persönliche Freunde in London besaß, sondern auch in 12jähriger Vertretung der deutschen Interessen in Paris während der schwierigsten Perioden, die wohl je die deutsch-französischen Beziehungen durchgemacht haben, alle Fäden der französischen Außenpolitik gründlich kannte und mit allen Persönlichkeiten des französischen politischen Lebens eng vertraut war. Zu einer Zeit, in der ein Botschafter vom Einfluß und von der Bedeutung des Lord Tyrrell Großbritannien in Paris vertrat, war dies von großem Wert. Wenn heute 9. Carlton House Terrace wieder die Stellung einnimmt, die es vor dem Kriege besaß, so ist dies darauf zurückzuführen, daß seine Insassen 15 Jahre lang, nicht entmutigt durch zeitweilige Rückschläge, stets nur ein Ziel im Auge hatten: den Namen und das Wohl ihres Landes...
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Äm Verlauf einer weiteren Stunde erreichte ich den Chiemsee. Auf der Uferstraße entlangfahrend, bot sich ein herrliches Bild. Zahleiche Boote und Segler kreuzten auf dem See; die Herreninsel mit dem Königsschloß, sowie die Fraueninsel mit dem Massiv des Hochgern boten einen geradezu bezaubernden Anblick. Gegen 14 Uhr kam ich nach Traunstein, einem sauberen Städtchen mit wohlgepflegten Anlagen; in der reinen milden Bergluft erholte sich der Körper schnell von den Strapazen. In der Nacht war ein starker Regen niedergegangen, der auch noch ht der Frühe mit kurzen Unterbrechungen anhielt.
Ich ließ mich trotzdem nicht von der Weiterfahrt zurückhalten, weil ich heute noch mein Endziel er- reichen wollte. Eine gute Asphaltstraße führte mich in kurzer Zeit über Teisendorf nach Bad R e i ch e n ha ll, wo ein lebhafter Verkehr herrschte. Man merkte es dieser bekannten Badestadt an, daß ie Knotenpunkt der Grenzstraßen und Station der Bahn von Salzburg war. An dem nahen Bergmassiv des Predigtstuhl (1614 Meter) machte ich zum ersten Male die nähere Bekanntschaft mit der erhaben schönen Bergwelt. Bergfichten- und Latchenwälder bedeckten die steilen Hänge; eine Drccht- eilbahn, als Wunder der Technik, führt vom Tal auf die höchste Bergkuppe. Die Fahrstraße nach Berchtesgaden geht nun in Windungen steil berg= auf; es gibt wieder eine Radschiebewanderung von einer starken Stunde, dann geht's in prachtvollen Kurven talwärts. Ganz unvermutet taucht das prächtige Städtchen Berchtesgaden auf; der Schneegipfel des Watzmann grüßt herunter.
Nun heißt es zunächst einmal verweilen und sich satt sehen an all dieser Schönheit. Dann geht es in ganz langsamem Tempo dem Königsee zu, wo das Standquartier aufgeschlagen werden soll. Mit jedem Schritt vorwärts erschließen sich neue Wunder, die man vor Ueberraschung kaum fassen kann. Die Sonne hat die Regenwolken nun durchbrochen und im hellsten Glanz erstrahlen Berghänge und Schneegipfel ringsum. Noch ein kurzes Weilchen und der schönste Bergsee Deutschlands, der K ö n i g s e e , ist erreicht. Bunt glitzern die hellgrünen Wogen des See's, schroff senkt sich der Steilabsturz der Watz- mann-Ostwand zum See, während waldbedeckte
„Von der Lahn zu den bayrischen Alpen." Eine Urlaubs-^adwandersahrt. Von F. 3- Mohr, Gießen.
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Am nächsten Morgen pünktlich 6 Uhr war Abfahrt; auch heute hatte ich noch einen ansehnlichen Berg zu überwinden, der aber insofern geringe Mühe machte, weil er nur allmählich anstieg und die breite, glatte Straße eine schöne Abfahrt bot. Auch die Gegend änderte sich vollständig; am Main- strom entlang kamen an Stelle der bewaldeten Berge mehr und mehr Weinberge und Gärten in Sicht. Hier und da grüßte eine Burg oder ein Kloster von den Höhen. Bunte Bilder wechselten auf der Straße; neben zahlreichen Privatautos und Fuhrwerken kam eine größere Militär-Kraftfahr- kolonne angefahren. Ein ganz außergewöhnliches Bild boten etwa 50 Handwerker auf festlich geschmückten Rädern, die der Stadt Frankfurt a. M. zum Reichshandwerkertag zustrebten. In der alten Bischofsstadt Würzburg gab es kurze Rast mit Frühstück; dann ging es im flotten Tempo weiter nach K i tz i n g e n.
Die Sonne meinte es wieder so gut, daß ich die Mittagszeit zu einem erfrischenden Flußbad im Main ausnutzte und erst nach zwei Stunden weiter- fuhr. Das Gelände blieb fast gleichmäßig wellen- ftrmig bis zur Stadt des Reichsparteitages Nürnberg. Die große Ringmauer im Innern oer Stadt erinnerte stark an das Mittelalter. In der Jugendherberge herrschte Großbetrieb, der große Schlafsaal mit seinen 200 Betten war fast bis auf den letzten Platz belegt. Neu gestärkt ging es am nächsten Morgen weiter; das etwa 60 Kilometer entfernte Weißenburg in Mittelfranken ward um die Mittagszeit erreicht. Bei der notwendigen
Rast wurde auch das Mittagsmahl eingenommen. Von hier aus ging es steil bergauf in einen mächtigen Hochwald. Der Himmel hatte sich inzwischen mit schwarzen Wolken überzogen und bald entlud sich ein Gewitter mit furchtbarem Sturm und Regen. Unter einem, mit Baumstämmen beladenen Wagen wartete ich das stärkste Toben des Unwetters ab und setzte darauf, mit dem Regenmantel versehen, meinen Wea fort. Nach etwa 21/» Stunden bot sich mir bei der Talfahrt auf einer steilen Serpentinstraße ein unvergleichlich schönes Bild. Von den gegenüberliegenden Felsen winkte ein großes schloßartiges Gebäude, während tief im Tale an einem Flüßchen die Stadt Eichstätt im Glanze der Nachmittagssonne auftauchte. Eine breite Straße führte am Flusse (Altmühl) entlang und verschwand bald wieder im dichten Laubwald.
Es fing nun wieder stärker zu regnen an, dazu blies ein heftiger Seitenwind, so daß ich froh war, als ich gegen Abend die Stadt und Festung I n - golstaot an der Donau erreichte. Im „Fort de Pappenheim" inmitten des alten Festungsgürtels war die Jugendherberge untergebracht. Uns alten Soldaten waren diese riesigen Bollwerke vergangener Jahrhunderte nichts neues; dagegen bestaunten die Jungen die mächtigen Wälle, Mauern und Bastionen. Es schlief sich aber recht gut in den Feldbetten und frohgemut fuhren wir zu dreien in den jungen Morgen. Der anfangs nur leicht ansteigende Weg wurde bald von höheren, teils steilen Höhenzügen unterbrochen, so daß man oft schieben mußte. Mich hielt eine Reparatur meines Fahrrades in dem Städtchen Pfaffenhofen eine Zeitlang auf, so daß meine Gefährten allein weiterfuhren. Ich konnte später die Verwüstungen des gestrigen Unwetters feststellen; lagen doch auf einer Strecke von etwa zwei Kilometer 14 umgeriffene und zersplitterte starke Bäume.
Gegen 15 Uhr erreichte ich die Hauptstadt Bayerns — München. Es war hier nicht ganz leicht im Großstadtverkehr die Jugendherberge zu erreichen. Auf der Suche darnach hatte ich Gelegenheit, einige bedeutende Gebäude, wie Frauenkirche, Feldherrnhalle, Rathaus usw. kennenzulernen und konnte mir ein Bild von der Schönheit Münchens machen. Nachdem ich mich in der Jugendherberge erfrischt und umgezogen hatte, besichtigte ich die Stadt noch etwas eingehender. Dabei wurde auch das weltberühmte Hofbräuhaus aufgesucht und bei einem Maß Bier und einer Portion Würstchen mit Kraut die Lebensgeister aufgefrischt. Bei der Weiterfahrt am nächsten Vormittag hatte ich noch Gelegenheit, den Museums-Neubau an der Isar zu bestaunen.
In flotter Fahrt ging es nun dem Städtchen Rosenheim zu; bald grüßten die Alpen aus der Ferne und das schmucke Städtchen am Inn war gegen 13 Uhr erreicht. In der Landwirtschqftsschule fand ich Unterkunft; es herrschte gerade Hochbetrieb hier, weil die schmucken Jungen des bayerischen Berglandes zur Musterung angetreten waren; Freude und Stolz leuchtete von ihren Gesichtern, galt es doch dem Vaterland zu dienen. Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen kam ich schon nach einer knappen Stunde zum S i m s e e. Bäume und Schilf säumten den sechs Kilometer langen und zwei Kilometer breiten See ein; am Strande tummelten sich die Menschen int kühlenden Nah.
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II.
Die deutsche Botschaft in London.
London, im Sommer 1935.
Seit Anfang der vierziger Jahre ist allen Preußen und später allen Deutschen in London „9. Carlton House Terrace" der Begriff der amtlichen Vertretung ihres Landes. An dem herrlichen breiten Mall gelegen, der am St.-James-Park entlang vom Trafalgar-Platz zum Buckinghampalast, der Residenz des Königs, führt, überblickt die deutsche Botschaft ganz White Hall vom Admiralitätsgebäude Über das britische Auswärtige Amt bis zum Parlament von Westminster. Keine andere Botschaft einer fremden Macht im Herzen des Britischen Reichs kann sich einer derartigen Lage rühmen. Im Stil des britischen Empire vom Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut, war 9. Carlton House Terrace zunächst das Heim des damaligen preußischen Gesandten von Bunsen. Nach der Gründung des Deutschen Reichs wurde die preußische Gesandtschaft zur deutschen Botschaft erhoben und bildete, vor allem in den Jahrzehnten vor dem Weltkrieg einen wichtigen Mittelpunkt der deutsch-englischen Politik.
Während des Weltkrieges stand das große weiße Eckhaus an der Säule des Herzogs von York verwaist da, und wohl selten hat ein Botschafter ein schwereres Amt übernommen als der verstorbene erste deutsche Nachkriegsbotschafter in London, der hamburgische Senator Dr. Sthamer, dem die erste Pflicht oblag, die durch den Krieg völlig zerrissenen Bande der deutsch-englischen Beziehungen wieder zusammenzuknüpfen. Seiner Würde, feinem Taktgefühl und seiner hanseatischen Zurückhaltung ist es zum großen Teil zu verdanken gewesen, daß die in der ersten Zeit nach dem Krieg durch deutschfeindliche Propaganda während vier Kriegsjahren verhetzte Stimmung in 9, Carlton House Terrace nicht mehr ein Sinnbild des Feindes erblickte, der bis zur Vernichtung zu bekämpfen fei, sondern das Sinnbild einer Nation, mit der England im Frieden leben muß, wenn es nicht selbst schwersten Schaden in seinem Handel und in seiner Industrie davontragen soll.
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2lls der zweite deutsche Nachkricgsbotschafter in London, der jetzige deutsche Reichsaußenminister Freiherr von Neurath, in der inzwischen durch den Ankauf von 8, Carlton House Terrace erweiterten deutschen Botschaft eintraf, konnten er und Freifrau von Neurath durch die persönlichen Beziehungen, die sie aus ihrer württembergischen Heimat mit dem englischen Königshaus verbanden, einen neuen wertvollen Beitrag zur deutsch-englischen Entspannung und zur Festigung der Freund- schaft zwischen beiden Ländern leisten. “
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