In Berlin beginnt die Gommerspielzeit.
Theaterbrief aus der Neichshauptftadt.
In einem der letzten Theaterbriefe wurde bereits angebeutet, wie sich in der zweiten Hälfte der Spielzeit, nämlich seit Beginn dieses Jahres, eine allgemeine Lähmung über die Theater legte, die sich in der verantwortungslosen Unentschlossenheit der Direktoren und in einem Spiel» plan ausdrückte, der immer unzeitgemäßer wurde, weil er sich von den „Erfolgen" der letzten Jahrzehnte nährte. Dieser Zustand hält an, denn das Plakat „S o m m e r s p i e l z e i t" kann nun erst recht allem Mangel an Wagemut zum Vorwand dienen. Da ist das Renaissance-Theater. Es hat vom Septemberanfang bis jetzt nur eine Aufführung gebraucht („Lady Windermeres Fächer" von Wilde) und eine solche Erfolgsserie sollte dazu verpflichten, auch einmal etwas zu wagen und einen jungen deutschen Autor aufzuführen? Keineswegs. Man sucht die alte „Pension S ch ö l l e r" aus der Mottenkiste, einen bewährten Schwank, dessen „Handlung" darin besteht, daß ein abenteuerlustiger Prooinzonkel die Bewohner des harmlosen Pensionats für eine Schar von Irren hält, dessen „Geist" sich darin erschöpft, daß
Im Kurfürstendamm-Theater taucht eine Art Volksstück auf: „Die elf Teufel" von Georg Fraser. Das sind die Elf einer Fußballmannschaft, an ihrer Spitze der Mittelläufer Franz Vogl, der Führer im kommenden Olympiaspiel. Wenn nun dargestellt wird, wie sich die Tochter des Sportkantinenpächters und Franz lieben, wie sich Franz verlassen glaubt und daher seine Mannschaft verläßt, um im letzten Augenblick doch wiederzukommen und das große Spiel zu retten, so mischt sich in das sportlich-frische Element des Stücks noch allerlei Alt-Heidelberg-Sentimentalität, so kommen noch Töne vor, die dem Geist des Sportplatzes und des Kampffeldes sehr fremd sind. Der Beifall gilt dem Spielleiter Jürgen von Alten und den Darstellern Hans Brausewetter und Maria P a u d l e r.
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Einen ebenso ernsthaften wie mutigen Vorstoß in das Reich zeitgenössischer Dramatik unternahm wenige Tage vor Schluß seiner Spielzeit nur das Staatstheater. Die Uraufführung des Schau
spiels „Stimme km Stürm" von Friedrich W i f ch m a n n ist in ihrem dichterischen Ergebnis gewiß kein großer Gewinn für das deutsche Drama; aber das Bekenntnis der besten Sprechbühne des Reiches zum ehrlichen Ringen der jungen Dramatiker ist allein schon Tat, Verdienst und Beispiel. — Wischmanns dramatischer Erstling stellt den Versuch dar, Theodor Storms „Schimmelreiter" aus den epischen Bezirken ins Drama hinaufzusteigern. Das mißlingt. Die Bauern aber, die fünf Akte lang ihre sturmflutbedrohte Hallig verlassen wollen, dann doch bleiben, weil der knorrige Deichvogt durch Selbstmord die Insel entsühnt hat und damit erreichte, was seine Ueberredungskünste in vier Akten nicht durchsetzten: auszuharren im gefährlichen Leben auf der angestammten Scholle — sie haben alle echte Farbe, ihre Welt ist atmosphärisck dicht. Der Autor entgeht auch der ideologischen Behandlung des Themas von Blut und Boden, wie sie heute Mode ist. Wenn die Aufführung trotz der dramatischen Schwächen und der bühnenmäßigen Unerfahrenheit des Dichters zu einem Achtungserfolg für ehrliches Bemühen wird, fo darf fick der Autor vor allem bei dem Deichvogt Friedrich K a y ß l e r s bedanken, der aus feiner schauspielerischen Substanz der Rolle alles gibt, was der Dichter in Andeutungen stecken bleiben läßt. Jac.
ein Schauspieleleve einen Sprachfehler hat, dessen Höhepunkt erreicht ist, wenn zwei in Leopardenfelle gehüllte Hunde auf die Bühne gebracht werden. Es gibt bekanntlich Theaterabend, an denen nicht der Autor durchfällt, sondern das Publikum: das war ein solcher.
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Auch das Theater in der Behren st raße unter der Leitung des filmbekannten Ralph Archur Roberts ist mit einem einzigen Stück („Ehe in Dosen"), über den Winter gekommen, aber auch hier denkt man nicht an Erneuerung und Auffrischung, sondern fährt im ausgeleierten Gleise weiter. Dabei entsteht denn ein so zweideutiger Schwank wie „Meine Tochter — deine Tochter" von Leo Lenz und R. A. R o b e r t s , eine jener Don-Juan- und Schwerenöterkomödien, die schon 1914 keinen Zusammenhang mit der Zeit hatten, die heute vollends unter jeder Kritik liegen. Diese Posse erreicht ihren Gipfel, wenn am Ende des zweiten Aktes auf der Bühne ein Dutzend Vasen zerschmettert wird. Auch dort ist das Publikum durchgefallen.
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Ganz anders steht es im Theater des Volkes. Hier wird „Frau Luna" neu herausgebracht, die Operette von Paul L i n ck e, deren Melodien. einst die Schlager des Berlin von 1900 waren, und die auch heute noch nicht vergessen sind, wie sich denn „Frau Luna" immer als der Begriff der fast schon klassisch gewordenen Berliner Operette erhalten hat. Wenn sie jetzt unter der Leitung des Komponisten und unter der theatralisch glänzenden Verwaltung Walther Brügmanns aufersteht, wenn sie sich als große Revue vorstellt mit prunkenden Auszügen, farbenprächtigen Tänzen und sprühenden Bühnenbildern, so kehrt sie in ein Dasein zurück, aus dem sie niemals geschieden war, und ihre Wiedergeburt wird mit berechtigtem Jubel begrüßt, an dem auch die Mitwirkenden ihren Teil haben: Friedel Schuster, Hans Brausewetter, Lotte Werkmeister, Friedel P i s e 11 a, Curt Vespermann.
Gewagter ist schon der Versuch des Deutschen Theaters, Restroys alte Zauberposse „L u m- pacivagabundus" wieder aufzuführen, wenn auch die Bühne einen neuen Vorhang erhalten hat, der mit einem Motiv aus Restroys Zauberwelt bemalt ist, wenn auch die Musiker Biedermeierfräcke tragen, wenn sich auch die liebenswürdige Spielleitung Hans Hilperts bemüht uns in das Wiener Zaubergötterreich von 1830 einzuführen — der Versuch gelingt nur kraft einer komödiantisch beschwingten Darstellung: Heinz Rühmann, den man vom Film kennt, Otto Wernicke, der sich nach seinem Michael Kohlhaas als saftiger Komiker erweist, und Günter Langenbeck bilden ein treffliches liederliches Kleeblatt.
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Im Komödienhaus sehen wir ein Schauspiel, dessen Handlung durch den gleichnamigen Film bekannt wurde: „Die Insel" von Harald B r a 11. Mit der Insel ist die Washingtoner Botschaft eines europäischen Staates gemeint, deren Mitglieder im fremden Lande als geschlossenes Ganzes dazustehen und das Ansehen ihres Volkes zu verkörpern haben; wer das nicht vermag, hat sich aus dieser Gesellschaft selbst auszuschließen. Fünf spannende Akte, deren Unwahrscheinlichkeiten freilich im Film besser verdeckt werden als im Bühnenspiel, aber dennoch ein gepflegtes Theaterstück mit gehaltvollen Dialogen und scharf umrittenen Gestalten, die durch Theodor Loos, Alexander Go Hing und Heinz von Cleve dargestellt werden — in der Wüstenei dieser Sommerspielzeit immerhin eine Oase.
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Wirtschaft.
* Anbietung der 4,5 v. H. rumänischen Konsolidierungs-Anleihe von 193 4. Wie die Reichsbank mitteilt, brauchen die gegen den unbezahlt gebliebenen Teil der 4,5 v. H. Rumänen-Rente von 1913 (Schroederstücke) eingetauschten Stücke der obengenannten Anleihe nicht angeboten zu werden.
* Der Zementabsatz im April. Der Absatz der gesamten deutschen Zementindustrie stellte sich im April auf 716 000 Tonnen, gegenüber 606 000 Tonnen im März, 365 000 Tonnen im Februar und 277 000 Tonnen im Januar. Die vorgenannten Zahlen sind mit früheren Versandmeldungen nicht vergleichbar, da diese nur den Absatz der verbandsmäßig zusammengeschlvssenen Zementindustrie umfaßten.
Nhein-Mainische Mittagsbörse.
Aktien fest.
Frankfurt a. M., 1. Juni. Die Wochenschluß- börfe war nach etwas uneinheitlichem Beginn nach den ersten Kursen auf den Aktienmärkten weiter befestigt. Von der Kundschaft lagen in größerem Umfange Aufträge vor, denen sich auch die Kulisse, die zunächst etwa realisiert hatte, mit neuen Käufen anschloß. Das Geschäft war recht lebhaft, und in einzelnen Spezialwerten war die Umsatz- tätigteit sehr beachtlich. Aus der Wirtschaft lagen einige günstige Nachrichten vor, so die Dividenden- wiederaufnahme bei Voltohm mit 4 v. H. Die schwache Haltung der Goldvaluten und die erneute holländische Diskonterhöhung wurden viel beachtet. Sehr lebhaftes Geschäft wiesen am Elektromarkt AEG. mit 40,25 (39,50) auf, ferner gewannen Gef- fürel und Schuckert je 1,50 v. H. Lahmeyer eröffneten mit unverändert 132. Don Montanwerten setzten Harpener 1 v. H., Mannesmann und Buderus bis 0,75 v. H. höher, Stahlverein und Klöcknerwerke behauptet ein. Otavi-Minen gaben 0,50 RM. auf 18,50 nach. Größeres Geschäft hatten IG. Farben
mit 151,25 bis 152,25 (151,75), Deutsche Erdöl lagen 2,25 v. H. niedriger, waren aber bald wieder 1 o. H. höher. Fest lagen Zement Heidelberg mit 121,50 (119,90), außerdem eröffneten Zellstoff- und Papier- aktien bis 0,75 v. H. fester. Sonst kamen zunächst zur Notiz: Eßlingen-Maschinen 86 (85,25), Westdeutsche Kaufhof 37,65 (37,50), Reichsbank 179,90 (180,75), Kunstseide AKU. 58,75 (59,40) und Schifffahrtswerte mit Rückgängen bis 0,65 v. H.
Der deutsche Rentenmarkt lag weiterhin stark vernachlässigt und kursmäßig kaum verändert. Altbesitz incl. Ziehung nannte man mit 115,25, excl. Ziehung mit 114. Kommunal - Umschuldung mit 89,35, Zinsvergütungsscheine mit 90,10 und späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,25 lagen ebenfalls unverändert. Am Auslandsrentenmarkt setzten Ungarn bei lebhaften Umsätzen ihre Steigerung fort, vierprozentige Goldrente 13,50 (12,25), auch mexikanische und rumänische Anleihen notierten bis 0,40 v. H. fester.
Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark zusammen und die Kurse lagen infolge von einigen Gewinnmitnahmen etwas leichter. Die Grundtendenz blieb aber fest, und das Niveau lag zumeist über gestern Abend. Recht fest zur Notiz kamen noch Siemens mit 173,25 (170,75), RWE. mit 129 bis 128,25 (126,65), außerdem zogen Hanfwerke Füssen, Gebr. Junghans und Ilse Genuß je 1,50 v. H. an. Niedriger lagen Holzmann mit 97 (99). JG.-Farben gingen auf 151,50 nach 152,25 zurück, ferner brök- felten einige Montanaktien leicht ab. Höher waren noch AEG., Gesfürel und Deutsche Erdöl. Am Kassamarkt war die Haltung fest.
Renten blieben sehr ruhig. Am Pfandbriefmarkt bröckelten einzelne Gold- und Liquidationspfandbriefe sowie Kommunal-Obligationen bis 0,25 v. H. ab. Stadtanleihen notierten bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Von fremden Werten lagen Ungarn später etwas leichter. — Tagesgeld unverändert 3 v. H.
S.A.-'SpoTt
VfN.-N. Gießen siegt mit allen Mannschaften.
vsS.-R. I — Sportfreunde Wehlar I 3:2 (1:0).
Die für Gießener Verhältnisse zahlreich erschienenen Zuschauer erlebten am Samstagabend einen rassigen und sehr spannenden Kampf zweier fast gleichwertigen Mannschaften. Die Wetzlarer Sportfreunde spielten den Fußball, den man von ihnen erwartet hatte, und bewiesen, daß sie in der Spielkultur keiner Bezirksklassenmannschaft nachstehen. Die Ballbehandlung, besonders das Stoppen und die Körpertäuschung, trat bei ihnen sehr stark in Erscheinung und zeigte deutlich die Mängel der Gießener in dieser Beziehung. Die Gießener Mannschaft war bis auf Erben in gewohnter Aufstellung erschienen und zeigte besonders in der ersten Halbzeit guten Fußball. Bei größerer Entschlossenheit des Sturms hätte dieses Spiel schon in der ersten Halbzeit entschieden sein müssen. Man sah immer wieder gut vorgetragene Angriffe. Die Kunst des Gießener Jnnensturms hörte aber im Strafraum auf. Der Schiedsrichter fand mit feinen Entscheidungen nicht immer Anklang bei dem Publikum.
Spielverlauf: Die Gießener haben Anstoß
und spielen zuetst gegen die tiefstehende Sonne. Beide Mannschaften beginnen das Spiel mit einem ungeheuren Tempo. Hierdurch wechseln die Kampfbilder ständig, aber vorerst können die beiden Hintermannschaften ihren Strafraum noch erfolgreich verteidigen. Ein plötzlicher Vorstoß des rechten Wetzlarer Flügels bringt ihren schußgewaltigen Halblinken in Schußstellung. Sein direkter Schuß prallt aber von der Latte ins Aus. Gleich darauf erzielen beide Mannschaften je eine Ecke, die aber ergebnislos verlaufen. Ein Zusammenspiel zwischen Wlv- d a r e ck und Szpvnik, Heß eilt dazwischen und sein Schrägschutz landet unhaltbar in der rechten Ecke. Die Gießener sind jetzt im Angriff. Ein Schuß von Erben und ein Kopfstoß von Heß hält der Wetzlarer Tormann glänzend. Die Gießener erzielen zwei weitere Ecken, die aber nicht verwertet werden. Dann rettet Hechler durch energisches Fausten in letzter Sekunde. Nachdem Leutheuser zur Ecke abgewehrt hat, ist Halbzeit. Sofort nach Wiederbeginn läuft Szpo - n i k durch, seine Flanke kommt zu Erb, der den Ball wuchtig an die Latte schießt. Den zurück- springenden Ball lenkt W l o d a r e ck zur 2:0-Füh- rung ein. Bei beiden Mannschaften macht sich das
Tempo der ersten Halbzeit stark bemerkbar und das Spiel verliert für kurze Zeit an Niveau. Aber als die Wetzlarer nach guter Vorarbeit des Rechtsaußen und einer mißglückten Abwehr der Gießener Verteidigung auf 2:1 herankommen, ändert sich das Kampfbild vollkommen. In dem Maße, wie dis Gießener abfallen, kommen die Wetzlarer auf. Angriff auf Angriff rollt jetzt auf das Tor der Hiesigen, und der Mittelstürmer der Wetzlarer schießt zum Ausgleich ein. Die Führung der Wetzlarer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Und wie lange die Gießener Hintermannschaft dem Druck der Wetzlarer standhalten könnte. Es war bitter für die Gäste, daß gerade in ihrer Drangperiode die Gießener überraschend das Siegestor schossen. Eine Vorlage des Mittelstürmers nahm Erb in vollem Lauf auf und schoß von 15 Meter auf das Tor der Gäste. Der scharfgeschossene Ball sprang von dem Fuße eines Verteidigers an dem verdutzten Tormann vorbei ins Netz. An diesem Ergebnis wurde bis xum Schlüsse nichts mehr geändert. Beide Mannschaften spielten sehr fair und blieben, trotzdem sie mit letztem Einsatz kämpften in den Grenzen des Erlaubten.
VfB.R. Liga — DL. Wallau 4:2 (2:1).
Die Wallauer haben in diesem Spiele gezeigt, daß sie von ihrer früheren Spielstärke nichts eingebüßt haben. In manchen Spielphasen konnte man feststellen, daß die Mannschaft in technischer Beziehung seit ihrem letzten Auftreten in Gießen noch vieles dazugelernt hat. Die Stärke von iynen lag in der einheitlichen Mannschaftsleistung. Besonders stark ausgeprägt war das Flügelspiel und die Schußfertigkeit eines jeden Stürmers.
Zu Beginn des Spieles standen die Gießener mit: Hechler; Leutheuser I., Leutheuser II.; Lehrmund, Mund, Hauptfeld; Gräber, Szponick, Knaus, Erb, Heß. Hechler erledigte seine Aufgabe in gewohnt sicherer Weise. Die Verteidigung dürfte durch die Mitwirkung von Leutheuser I. erheblich gewonnen haben. Mund als Mittelläufer fehlt noch die nötige Spielübersicht, um diesen wichtigen Posten voll ausfüllen zu können. Die Außerläufer waren gut. Wenn auch durch die Umgruppierung des Sturmes das Verständnis untereinander öfter mangelte, so war er doch äußerst gefährlich. Dem Schiedsrichter unterliefen einige Fehler, die doch feine gute Leistung nicht beeinträchtigen können.
Spielverlauf: Vom Anstoß an finden sich die Gäste überraschend schnell zusammen und können sofort eine Ecke erzielen. Der Halbrechte spielt den Rechtsaußen frei, dessen Schuß kann jedoch Hechler halten. Auf der Gegenseite schießt Szponick wider die Latte. Ein plötzlicher Flänkenwechsel der Gäste von rechts nach links, und der Linksaußen schießt in vollem Lauf unhaltbar in die äußerste rechte Ecke. Wallau führt mit 1:0. Jetzt werden die Gießener aggressiver. Aber vorerst können sie den gegnerischen Torhüter nicht überwinden. Als der Halblinke überraschend aufs Tor schießt, hält H e ch- l e r diesen Ball in großer Manier. Dann geht Erb allein durch, sein Schuß ist aber zu schwach und wird gehalten. Einen schonen Kombinationszug des Sturmes schließt Heß mit Kopfball ab, der aber über die Latte streift. Im Wallauer Strafraum setzt sich Heß gegen zwei Gegner durch, und gegen seinen Schuß ist der Tormann machtlos. Gießen hat ausgeglichen. Dann eilt Szponick auf halbrechts und erzielt die 2:1-Führung. Der Halbzeitpfiff unterbricht das Spiel im Mittelfeld. Nach Wiederbeginn spielt Lehrmund Mittelläufer, eine Maßnahme, durch die die Hiesigen an Spielstärke gewinnen. Wieder ist es Heß, der durch Kopfball ein weiteres Tor erzielt. Aber schon im Gegenangriff verkürzen die Gäste durch ihren Halblinken auf 3:2. In der letzten Viertelstunde setzt sich K n a u ß erfolgreich durch und stellt das Endergebnis 4:2 her. Weitere Torchancen werden von beiden Parteien nicht ausgenutzt. Mit dem Schlußpfiff ging ein Spiel zu Ende, das sowohl in seinen Leistungen, als auch in der Art der Austragung befriedigen konnte.
VfB.R. Ila — Londorf I 5:2 (4:1).
Die Gießener konnten sich mit der hohen Spiel- weise der Gäste nicht abfinden und hatten zeitweise schwer zu kämpfen, um der stürmischen Angriffe der Gäste Herr zu werden. Das Endergebnis entspricht dem Spielverlauf. Die Hiesigen verschossen einen Elfmeter.
VfB.'R. Ilb — Mendorf I 8:2 (2:1).
Die Allendorfer, Meister ihrer Klasse, wurden von den Hiesigen regelrecht überfahren. Sie konnten während des ganzen Spieles nie, zur Entfaltung kommen und wurden, nachdem sie durch das flache Spiel der Hiesigen zermürbt worden waren, auch in dieser Hohe verdient geschlagen.
VfB.-R. I. 3gb. — Leihgestern I. 3gb. 3:1 (0:0).
Die Gastgeber stellten auch in diesem Spiel den verdienten Sieger. Das Gegentor der Gäste fiel durch einen Elfmeter. Die Hiesigen spielten nicht in gewohnter Form.
Die neuaufgestellte 3. Mannschaft errang gegen Vetzberg ein Unentschieden. Ein guter Anfang für die Gießener.
Datum
6% Deutsche Reichsanleihe V. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6,/z% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
4l/«% Deutsche Reichspostschatzanweisungen von 1934, I.......
6% ehem.8°/<, Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............
V/i% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6/t% ehem. Hess. Landes-Hypo- lhekenbank Darmstadt Lioui ...
* y2% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.»Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. tov leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
4y2% ehem.8% Franks. Hyp.°Bank
Golvpse. 15 unkündbar bis 1985 t»y2% ehem. 4y2% Franks. Hyp..
Bank'Ligu.'Psandbriese.......
ey2% ehem. 4y2% Rheinische
Hyp.'Bank'Ligu.-Goldpfe.....
< y2% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
< y2% ehem. 7% Pr.Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
Steuergutsch.Verrechnungsk. 35-39
4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913..........
6% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie ......................
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Berlin
Frankfurt a.M.
tur* börse
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1-6.
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M;75
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die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Die hinter den
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Schluß!. Abend« börse
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131 128,25 120,25 173,25 132,25
Schluß« kurs
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14,5
Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert L Co.......
Siemens L Halske... LahmeyerLCo......
Schultheis Patzenhoser .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
. 33,75
1,5
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13
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14,5
99 I 119,9
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
s
33
1,6 12,25
12,4 12,5 14,65
Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cemantwerk Karlstadt..
A.E.G......................0
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschast... 5
Licht und Krast ........... 6y2
Felten & Guilleaume.........O
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Bemberg...........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas .......
Daimler Motoren ... Deutsche Linoleum... Orenstein & Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chade ..............
Accumulatoren-Fabrik Conti-Gumml.......
Grttzner....................01
Mainkraftwerke Höchst a-M.... 4
Süddeutscher Zucker.........91
Buderus .................
Deutsche Erdöl ............
Gelsenkirchener............
Harpener.................
Hoesch Eisen—Köln^leuesseo Ilse Bergbau .............
Ilse Bergbau Genüsse......
Klöcknerwerke .............
Mannesmann-Röhrea •••••«
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börse
Schluß« kurs
Schlußk. Abend- börte
Schlußkurs
Scblußk. Mittag« börse
Datum
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6,13
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Datum
Mansselder Bergbau......... 8
31 5
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5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . - 01/0/ Dlnntolier ...............
Kokswerke ............••••.. 6 —
Phönix Bergbau.............O —
Rheinische Braunkohlen ..... 12 229
Rheinstahl................3 y2 114,75
Hamburg-Amerika-Paket ..... O Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz- und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto»
Gesellschaft................O
Dresdner Bank..............O
Reichsbank ................12
Vereinigte Stahlwerke........o
Ltavt Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth.....iy2
I. G. Färben-Industrie....... 7
Scheideanstalt............ 9
Goldschmidt ............. O
Rütgerswerke........ 4
MetaUgelellschaft.......... 4
85,75 19
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127
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151,75
224 106,75 123,5 108,5
31.Mai
1 .Funi
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos SHtre--
0,658
0,662
0,658
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Brüssel ....
41,98
42,06
41,98
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Rio de Jan.
0,149
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0,149
0,151
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
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Danzig.....
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46,75
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London .....
12,265
12,295
12,185
12,215
HelstngsorS..
5,41
5,42
5,375
5,385
Paris ......
16,35
16,39
16,325
16,365
Holland ....
166,93
167,27
166,98
167,32
Italien.....
20,51
20,55
20,51
20,55
Javan ......
0,722
0,724
0,717
0,719
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... :
61,65
61,77
61,25
61,37
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,135
11,155
1L06
1LÖ8
Stockholm...
63,25
63,37
62,84
62,96
Schweiz ....
80,05
80,21
80,12
80,28
Spanien....
33,76
33,82
33,83
33,89
Prag.......
10,325
10,34
10,36
Budapest ...
Neuyork...
2,479
2,483
2,475
2,479
59,4 124
58,65
123
110,25
59,4
123,25
111,5
58
123
Banknoten.
Berlin, 1 .Juns
Geld
Brief
121,75
122,5
122,13
122
Amerikanische Noten..............
2,427
2,447
90
90,75
90,75
90,5
Belgische Noten..................
41,82
41,98
—
—
133,9
136,5
Dänische Noten .................
54,20
54,42
12,19
93
92,75
93,4
93
Englische Noten .................
12,15
167,5
169,5
168
170,5
Französische Noten...............
16,265
16,325
—
—
91,25
90,25
Holländische Noten...............
166,57
167,23
37,5
37,75
36,13
38
Italienische Noten................
19,92
20,00
298
295,5
298
292,5
Norwegische Noten ..............
61,04
61,28
175
174
174
173,5
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
——
—
157,25
158
159
157
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
62-,62
62,88
44,75
46
45,5
Schweizer Noten.................
79,89
80,21
94,5
-
Spanische Noten.................
33,36
33,50
180
-
180
Ungarische Noten................
—
—


