Ausgabe 
3.6.1935
 
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ttM27 Erster Blatt

185. Jahrgang

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AwölsWre nattonalsozialiMchen Kampfes im Gau Kessen-Aaffau

Der Nechenschastsbencht des Gauleiters auf -em Darmstä-ter Gautag.

In Darmstadt, das mit Fahnen und frischem Grün außerordentlich reich geschmückt war, sand am Samstag und am gestrigen Sonntag der G a u - Parteitag 1935 der NSDAP, des Gaues Hessen-Nassau statt. Aus allen Tei­len des Gaugebietes waren zu dieser Tagung mit den planmäßigen Zügen, mit zahlreichen Sonder­zügen, aber auch mit Kraftfahrzeugen aller Art und aus der Nähe von Darmstadt zu Fuß unendlich große Menschenmassen zusammengeströmt, die Zeuge dieses gewaltigen Geschehens sein wollten. Vorweg sei betont, daß der Gauparteitag in allen Teilen ein überragendes Ereignis für das Gaugebiet Hes­sen-Nassau und ein erneutes wuchtiges Bekenntnis der Liebe und Treue zu dem Führer Adolf Hitler und das von ihm geschaffene nationalsozialistische Deutschland war, zugleich auch alle Erwartungen der Tagungsteilnehmer in vollstem Ausmaße er­füllte, ja noch übertraf.

Die Sonntagstagung

vor dem Großappell vereinigte in der Festhalle sämtliche politischen Leiter des Gaues mit den Ehrengästen des Gautages zu einer grundsätzlichen Betrachtung der Gegenwartsaufgaben der Partei durch den Gauleiter. Die Stärke dieser Ta­gung lag nicht nur in den grundlegenden Worten des höchsten politischen Leiters unseres Gaues, son­dern nicht minder im Schulter-an-Schulter der Aktivisten und Unterführer sämtlicher Gliederungen, wie sie das große Gefüge eines Parteigaues heute umschließt. Hier kam die im täglichen Dienst nicht immer sichtbar zu machende feste Verbundenheit und Weltanschauungsgemeinschaft aller Formationen und Gliederungen der Bewegung zugleich mit der, Größe der Kraft und Zahl der für die national­sozialistische Idee tätigen Männer stärkstens zum Ausdruck. Jeder aus der den Riesenraum völlig füllenden großen Männerkameradschaft sah hier einmal das in unmittelbarer Wirklichkeit, was er sonst draußen auf seinem Posten nur fühlen und ahnen kann: Die in innerlich gleicher Richtung wirkende und das Reich bauende Kraft der großen Gemeinschaft aller unbekannten Amtsträger der Bewegung.

Der Groß-Appell

ans b.em Festhallengelande.

Mitlerweile erfolgte auf allen zum Festhallen­gelände führenden Straßen der Anmarsch der rie­sigen Kolonnen, die sich zu dem Großappell vor der Festhalle versammelten. Ueberall herrschte bei den Marschierenden, wie auch bei den großen Menschenmassen in den Straßen ausgezeichnete Stimmung, die auch durch einen kurze Zeit anhal­tenden leichten Regen nicht beeinträchtigt werden tonnte. Mit schneidiger Marschmusik zogen die unübersehbar langen Kolonnen daher und bauten sich in großen Säulen auf dem Aufmarschgelände auf. Es war ein überwältigend eindrucksvolles Bild, wenn man den Blick über diese riesenhafte Menschenmenge schweifen ließ. Zum Glück hörte der Regen bald wieder auf, so daß die Kund­gebung, zu der rund 75 000 Uniformierte und da­neben noch weitere 30 000 Parteigenossen, insge­samt also rurb 100 000 Menschen, angetreten waren, in bester Weise vor sich gehen konnte.

Balo nachdem der Aufmarsch in allen Teilen ab­geschlossen war, erschien der Gauleiter Reichsstatt­halter Sprenger, der von der Riesenversamm- lung mit aller Aufmerksamkeit und von einem Mu- sikzug mit dem Präfentiermarsch begrüßt wurde. Nachdem der Gauleiter die Front der Standarten und Fahnen abqeschritten hatte, begab er sich auf die hohe Rednertribüne, wo ihm der Aufmarsch der Hunderttausend gemeldet wurde. Unter größter Spannung hörte die Versammlung dann die Rede des Gauleiters.

Der Gauleiter spricht zu den Hunderttausend.

Parteigenossen, Volksgenossen!

Der erste Ruf des Führers wandte sich nicht an eine Allgemeinheit, sondern an wenige, und zwar an Die Wenigen, von denen er von Beginn an die höchsten Opfer fordern konnte. Diese opfer- mutige Kämpferschar zog immer aufs neue Men­schen bester Qualität in ihren Kreis. So waren es naturgemäß auch im Gau Hessen-NassauZunächst nur wenige, die sich schon im Jahre 192-/1.3 m die Kämpferschar einreihten und die es stchZUr Aufgabe gestellt hatten, die nationalsozialistische Weltanschauung zum Siege zu führen.

Damals gab es noch keine scharfen Abgrenzun­gen von Gauen und Kreisen, sondern die Bewe­gung faßte überall da Fuß, wo sich kampfbe­reite, opferwillige Menschen fanden, Die bereit waren, das Letzte für die Bewegung zu geben. . ..

In Frankfurt entstand zu jener Zeit die erste Gruppe der NSDAP., die der Ortsgruppe Mün­chen angeschlossen war. Von hier aus trugen mir den Kampf hinaus ins Land. .

Zuerst faßten wir in Darmstadt Fuß; in Worms fanden sich mutige Kameraden. Neue Kraft gaben uns immer und immer wieder die neuen Männer, die Öen Glauben an d a s ewige Deutschland in sich trugen unb Die begeistert waren, als die nationalsozialistische Welle an sie herangetragen wurde.

1924 zu den Mai-Wahlen des Reichs­tags fanden sich bereits soviel Anhänger im Wahl­kreis Hessen-Nassau, daß ein Abgeordneter in den Reichstag einziehen konnte. Es fanden sich aber auch bereits soviele Kämpfer in der Partei zu­sammen, daß während des Wahlkampfes zahlreiche Ortsgruppen gegründet werden konnten. Auf dem Westerwald und in Rheinhessen, in Starkenburg, wie im Kinzigtal gegen Fulda zu, im Nassauerland, kurz überall im Rahmen des heutigen Gaues konnten Stützpunkte und Ortsgruppen gebildet werden. Vielfach Drangen wir damals schon in die Gemeindevertretungen ein und auch der Rückschlag der Dezember-Wahlen 1924 konnte den Kern der Partei nicht mehr zerstören.

Die politische Organisation in der Verbotszeit, getarnt unter dem NamenDeutsche P ar­te i" und in den Sportgruppen aufgeteilt, die SA. unter den verschiedensten Bezeichnun­gen. hielten allen Verfolgungen stand. Der Glaube an die Wiederaufrichtung des deutschen Volkes und die Treue zum Führer waren der kitt, der jene zu allem entschlossenen Wanner zusammenhielt. Waren es auch in jenen schwe­ren Zeiten manchmal nur kleine Scharen, häufig nur wenige Kämpfer, sie hielten allen Anfechtungen stand. Ich danke heute besonders denen, die in jenen schwersten Tagen mit mir zum Führer standen und drücke ihnen die Hand.

Bei der Wiedergründung der Partei stand dem Führer im gesamten Gau der Sauerteig zur Ver­fügung, der notwendig war, jene Gärung hervor­zurufen, die der Widerspiegel des ungeheuren Kampfes gewesen ist. Der Einzelkampf wurde zähe geführt; ohne Rücksicht auf politische Konjunk­tur wurden immer wieder in neuen Ortschaften Einzelperfönlichkeiten gesucht, die bereit waren, den Kampf aufzunehmen. Wir suchten und sanden sie in den Betrieben, in den Amtsstuben, auf der Straße, überall, wo wir gingen und standen. Und so oft das damalige System im Rahmen des Parlamentarismus das Volk zu Wahlen auf = rief, gingen wir mit der Welle und nutzten sie aus. Jeder Wahlkampf war von nun an ein neuer Erfolg. Es war eben in dieser Zeit der po­litischen Aufwallung der deutsche Mensch am empfänglichsten auch für neue, für unsere Gedan- tengänge, unsere Weltanschauung.

In Abständen wurden damals schon die Unter- führer zu Tagungen z u s a m m e n g e z o- qen, die zum Austausch der Erfahrungen dienten, und die dazu benutzt wurden, die einzelnen Kämpfer, die meist auf sich allein gestellt waren, in nationalsozialistischer Weltanschauung zu schulen und ihnen den Rücken zu stärken für die schweren Zeiten, in denen sie draußen wieder allein auf sich angewiesen waren die ersten Gautage.

Freilich waren diese Tagungen nach außen hin kaum sichtbar. Vielfach wußte von einer solchen Tagung außer der Kriminalpolizei und Den wenigen Mitkämpfern kaum jemand etwas. Wenn die Presse uns entdeckte, überhäufte sie uns mit Schmähungen. Immer größer wurde trotz­dem der Kreis. Es kam die Zeit, da wir uns aus eigener Kraft eine Presse geschaffen hatten: unseren Frankfurter Beobachter. Mochte man uns nun totzuschweigen versuchen, mundtot waren wir nicht mehr. .

In Frankfurt war es uns 1924 gelungen, 4 Stadtverordnete ins Rathaus zu bringen. Auch von dieser Zelle aus verstanden wir es immer wie­der dem Volk zu zeigen, daß unser Kampfeswille unerbittlich, unfer Glaube unübertrefflich und un­sere Treue zum Führer unerschütterlich war.

Ich verspreche, die Partei mit allen meinen Kräften zu fördern." Diese Verpflichtung, die die alten Parteigenossen auf der Ausnahmeerklarung unterschrieben haben, haben sie auch treulich gehal­ten In jenen schweren Zeiten war jeder Par­teigenosse wirklich ein Kamvf ge­führte und nur Kampfgenossen konnten Partei­genossen bleiben, denn die Lauen spuckten wir aus. So wuchs und wuchs die braune Front. Bei der Reichstagswahl 1930 hatte diese entschlossene Kamp­ferschar der alten Parteigenossen entgegen unseren eigenen Erwartungen soviel Anhänger in tue Front Adolf Hitlers hineingezogen, daß wir für alle Zeiten stolz auf jenen Wahlsieg blicken können

Hessen-Nassau marschierte mit an der Spitze im ganzen Reich.

Den Höhepunkt bildete bann jener Gautag, an bem im Oktober 1930 ber Führer zum zweiten­mal in unserem Gau unter uns weilte, jener erste Sübwestdeutsche Hitlertag in ber Frankfurter Fest- holle. Der Ruf des Führers an das deutsche Volk wurde nach jeder Welle vervielfältigt weitergetra­gen. Jeder Gautag brachte neue Form und grö­ßere Massen. Kurz vor der Machtübernahme, im November 1932 war die riesige Kuppel der Frank­furter Festhalle angefüllt mit kampfentschlossenen Braunhemdenträgern: Politische Leiter, SA. und

SS. Im gesamten Kampf, das erwähne ich hier mit besonderem Stolz, haben alle Parteigenos- sen jederzeit in treuer Kameradschaft ohne Sonderegoismus zufammenge- standen. Die Grundlage unseres Kampfes war der Glaube an die Sendung Adolf Hitlers, der Glaube an die Sendung der nationalsozialistischen Weltanschauung; Grundlage unseres Kampfes war Disziplin, die uns freiwillig zusammenstehen ließ, in unverbrücklichem Gehorsam zu Adolf Hit­ler, dem Führer der Partei. So stand denn bei der Machtübernahme am 30. Januar 1933, dem Führer eine Kämpferschar zur Verfügung, die in der Lage war, allen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Führer sagte gelegentlich auf einer Führer­tagung von Der Partei:Wenn Die Partei ihre Pflicht erfüllen soll, muß sie jeDerzeit in Der Lage fein, nach Dem Willen Des Führers zu marschieren unD zu schwenken; sie muß sein ein willen­loses Werkzeug in seiner Hand". Alle Zeit habe ich es mir zur Pflicht gemacht, die Par- teigenossenschaft des Gaues so zu erziehen unb zu formen, daß sie dieses Höchstmaß an S e l b st l o s i g k e i t und D i s z i p l i n , das der Führer forderte, freudig auf sich nehmen konnte. So war es denn nach den Marzwahlen 1933, in denen der größte Teil des deutschen Volkes ver­trauensvoll sein Schicksal in die Hände des Führers legte, gerade in unserem Gau möglich, rasch die Welle Der nationalsozialistischen Revolution weiter- zutragen oDer festzuhalten, immer noch Dem Willen Adolf Hitlers.

Diese Revolution war auch in unserem Gau ein Triumph ber Disziplin. Nachdem uns am 6. Wärz 1933 bereits die Polizeigewalt in Hessen durch den Reichsinnenminister übergeben war, nahm ich am 13. Würz mit jener Sicher­heit aber auch mit jener Entschlossenheit und jenem Geist, mit dem wir den Wahlkampf ge­führt hatten, die hessische Regierung an mich und übertrug sie Parteigenossen: im preußischen Teil des Gaues folgten wir Zug um Zug der Linie, die durch den Ministerpräsidenten Pg.

Göring vorgezeichnet wurde.

Die Schaffung einer starken Zentral- gemalt des Reiches war des Führers erste Tat. Verordnungen und Gesetze zur Durchführung dieses Programmpunktes Der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei folgten nun den Erforder­nissen, Die Der Führer erkannte unD Den Männern seiner Regierung zur Erledigung auftrug. Neben der Verordnung zum Schutze des Deut­schen Volkes und der zum Schutz von Volk und Staat, sind am markantesten Die Verordnung gegen Verrat am Deut­schen Volk und gegen Hochverrate rische Umtriebe. Das Gesetz zur Gleichschal­tung der Länder mit dem Reich gewähr­leistete eine vorläufige Sicherung der einheitlichen Führung. Einschneidend war das Reichsstatt- h a l t e r g e s e tz , das die absolute einheitliche Staatsführung über alle noch bestehenden Länder­regierungen hinweg gewährleistete. In Hessen begann mit seiner Auswirkung eine Verein­fachung ber Staatsverwaltung in ihrer Spitze, deren Ausstrahlungen auch heute noch fort- Dauern und nach nicht abgeschlossen sind. Allen denen, die in treuer Selbstaufopferung ohne jeden Eigennutz und Eigendünkel an diesem Werk mit­gearbeitet haben unb tätig finb, gebührt der Dank des Volkes.

IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIW

Das Äeuegelöbnis des Gaues Hesseu-Aaffau.

Ein Telegramm des Gauleiters an den Führer.

Gauleiter Sprenger hat vom Gautag in Darmstadt folgendes Telegramm an den Führer gesandt:

Mein Führer! Die aus Anlaß des Gautages Hessen-Aassau in Darmstadt angetretenen politischen Leiter und Führer a 1er Gliederungen der Bewegung geloben, stets einsatzbereit, treue Gefolgschaft ihrem Führer.

Heü!

Sprenger.

Illllllllllllllllillllllllllllllllw

Das Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat vom 1. Dezember 1933 schuf die Grundlage zur organischen Wei­terentwicklung des Staatsaufbaues. Der Glaube des deutschen Volkes an seine Neugeburl, der Glaube der Parteigenossen an ihre Weltanschau­ung, der Glaube an den Führer Adolf Hitler halten gesiegt. Der unerbittliche Wille des Füh­rers wirkte weiter, er blieb wie ehedem der Wotor der NSDAP, und damit der des Staates.

Die Staatsfeinde mußten nieöergerungen werden und wurden in der Zwischenzeit niedergerungen. Das war die Voraussetzung zum Aufbau Wenn man bedenkt, daß es damals 7,5 Millionen gezählte Erwerbslose gab und 36000 Selbst- morde jährlich, daß der Verwaltungsapp a- rat vielfach angefault und korrupt war; wenn man bedenkt, daß wir zu jener Zeit eine Jugend hatten, die niemals arbeiten ge­lernt hatte, wenn man bedenkt, daß das deutsche Volk ohne Wehr war und das ganze Volk unter Dem wirtschaftlichen unD Dem Machtterror Des Aus- lanDes ftanD, Dann wirD jeDer einsehen, welch übermen schlichen Willens es beDurfte, Diese Probleme erst aufzuzeigen unD Dann aufzu­bauen.

Wir forbern, daß sich ber Staat verpflichtet, f ü r bie Lebensbedürfnisse der Staats­bürger zu sorgen, so sagt Punkt 7 des Partei­programms. Getreu dieser Forderung mar die Pro­grammgestaltung der nationalsozialistischen Regie­rung. Die Schaffung der Arbeitsmöglichkei-- t e n der öffentlichen Hand zog die Arbeits­möglichkeiten in der freien Wirtschaft nach sich. Dabei war die Sorge um Die Erhaltung Der äußeren ßebensbeDingungen wie der Wohnungen und dergleichen ebenso wichtig m'-e die Sorge um die Erhaltung Der Kauf­kraft. Dieser ganze Auftrieb wprde planmäßig durch die Gesetze und Verordnungen der Reichs­regierung in die Wege geleitet und Durchgeführt.

Auch Die Fortsetzung Des Lebens Derer, Die nicht mehr arbeiten können, rourDe getreu Dem Punkt 15 des Parteiprogramms, Der eine großzügige Altersversorgung vorsieht, sichergestellt, ob­wohl Die Kassen aller Versicherungen leer unD ihre Reserven geplünDert waren. Von Der Verordnung zur Milderung von Härten in der Sozialversicherung über das Gesetz zur Erhaltung der Leistungsfähig­keit der Invaliden- und Knappschaftsversicherungeu führt ein einheitlicher Weg zum Gesetz über die Kleinrentnerhilfe.

Der Bauernstand wurde gesichert. Der land­wirtschaftliche Vollstreckungsschutz mar Dabei zunächst ein Anfang. Die NeubilDung Des Deutschen Bauern­tums, Das Reichsnährstandsgesttz sind Marksteine in Der Entwicklung Des deutschen Bauern. Den Eckstein bildet nach wie vor das Erbhofgesetz, dessen weittragende Bedeutung nicht unter Dem Gesichts­winkel zeitlichen persönlichen Vor- unD Nachteils be­trachtet werden Darf, Dessen Wirken vielmehr erst fnmmenDe Geschlechter zu würdigen wissen mcrDen. Der Bauer muß mit Der Scholle verbun­den bleiben, wenn er der Quell ewig jungen Volks- tums bleiben will, als der er sich in der Geschichte bewährt hat.

Handwerk, Gewerbe und Mittel st and blühen auf. Wenn es dem Volke in seiner Gesamt­heit gut geht, geht es jedem einzelnen, der tätig schaffend am Werk ist, gut.

Die Masse des schassenden deutschen Volkes, Das deutsche Arbeitertum findet sich in der deutschen Arbeitsfront. Der Kamps aller aegen alle von früher ist verschwunden. Alle schassenden Men­schen stehen in einer Front, genullt und bereit, den Nationalsozialismus nach Den Wegzeichen des Füh­rer zu verwirklichen: in der deutschen Arbeitsfront.

Deutsches Recht wird neu geschaffen.

Die deutsche Kultur, zurückgeführt auf ihre mähren Werte, findet ihre Weiterentwicklung im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung.

Dieses neue Werden von Volk und 5faaf un­terlag einer ständigen Vedrobung. W"s nußte alles Werken, was nutzte alles Schaffen tmb Tun, wenn wir jederzeit fremder Will­kür preisgeaeben schienen. Darum d«?nkt das yanie deutsche Volk dem Führer, daß er ihm wieder eine Wehr, das Valksbeer gegeben hat. Jeder junge Deutsche. dem hie Natur die Kraft dazu gegeben bat, darf wied-r has Recht für sich in Anlvrnch nehmen, für fein Volk in Tagen der Not m't Leib "nd Leben -inzuftehen. Vieles Recht ist in die TiflidbL die Wehrpflicht umaewandelt und ieder junge Deutsche zieht freiwillig ein in diese b e fi e Hochschule für Ordnung, Zucht unb Sauberkeit. Um so freudiger aber ist dies-s (tzesek, insbesondere bei uns ausgenommen wor­ben, bie wir in den Jahren ber Besatzung, be Schmach unb die Knechtschaft Manheim zu füh­len bekamen. Die beste deutsche We^- ist -,uol"ich auch der beste Garant des Friedens. Die Forderung ber Gleichberechtigung des deut- schen Volkes allen anberen Nationen gegenüber ist nicht mehr ein Traum, sonbern eine Selbst­verständlichkeit geworben. Wieberum ein

Triumph des Willens unseres Führers.