Ausgabe 
3.5.1935
 
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Der die

fache. Ein Aschmaleiden, das ihm die Ausübung seines Amtes oft schwer machte, hat diesem arbeits­reichen Leben innerhalb weniger Tage ein Ende gesetzt.Ein treuer Mann wird viel gesegnet". Sprüche XXVIII 20 waren die Worte, die ihm tn der Trauerfeier als letzter Abschiedsgruß nachge­rufen wurden.

* L i ch, 3. Mai. Aus Anlaß des Nationalen Feier­tags des Deutschen Volkes wurde der Holzhauer Johannes Arnold aus Steinbach, der feit dreißig Jahren im Dienste der Stadt L i ch steht, besonders geehrt. Dem Jubilar wurde eine Ehrenurkunde und ein Geldgeschenk übermittelt.

Kreis Friedberg.

* Bad-Nauheim, 3. Mai. Am heutigen Frei­tage gelangt hier die zweiaktige OperDie Zauber­flöte" von W. A. Mozart in einem Gastspiel des MainzerStadttheaters zur Aufführung. Auf die gest­rige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.

Kreis Alsfeld.

1* Ruppertenrod, 2.Mai. Heute fand un-

Märkten; es standen 136 Ferkel zum Verkauf. Die Nachfrage war sehr rege, der Absatz flott. Geringe Tiere bezahlte man mit 20 bis 22 Mark, die Mit­telsorte erbrachte 23 bis 25 Mark, während die stärksten bis zu 30 Mark im Preise standen. Auch der Krämermarkt zeigte bei gutem Frühlings­wetter regen Besuch und flottes Geschäft.

# Ober-Ohmen, 2. Mai. Dieser Tage ereig­nete sich hier ein Unylücksfall. Einem jungen Arbeiter, der an einer Holzschneidemaschine be­schäftigt war, geriet beim Hantieren mit der Löt­lampe die Lampe in Brand. Der bedauerns­werte Mann erlitt st arte Brandwunden im Gesicht und an den Händen und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. In die hiesige Schule wurden in diesem Jahre 15 Kinder, 7 Knaben und 8 Mädchen, eingeführt. Der Auf­nahme in die Schule ging ein Gottesdienst für El­tern und Kinder voraus.

ss Grebenau, 2. Mai. Am vergangenen Sonntag wurden in unserer Kirche 29 Kinder konfirmiert, und zwar aus Grebenau 9 Mäd­chen und 4 Knaben, aus Wallersdorf 4 Mädchen und 1 Knabe, aus Eulersdorf 1 Mädchen und 4 Knaben, aus Bieben 2 Knaben und aus Reimen­rod 4 Mädchen. Pfarrer Müller nahm die Ein­segnung vor. Die Feier wurde durch einige von den Konfirmanden mehrstimmig vorgetragene Chöre verschönt. Nachdem die von der Bürger­meisterei beantragten Notstandsarbeiten vom Arbeitsamt Gießen genehmigt worden sind, konnte nun mit den Arbeiten begonnen werden. Es handelt sich ausschließlich um Wegebauten, und zwar um die Chaussierung zweier öffentlicher Wege im Ort und um die Chaussierung eines Feld­weges. Genehmigt sind rund 2000 Tagewerke mit einer 48stündigen Arbeitswoche. Die Bauaufsicht über sämtliche Arbeiten führt das Forstamt. Gre­benau.

fer diesjähriger Frühjahrsmarkt statt. Auftrieb auf den Ferkelmarkt war gering, Preise lagen bedeutend höher als auf den früheren

KoninilmalpMsche Tagung in Alsfeld.

A Alsfeld, 2. Mai. Hier hielt die Kreis- abteilung Alsfeld des Deutschen Ge­meindetages unter dem Vorsitz von Bürger­meister Dr. Völsing wieder eine Arbeitstagung ab, an der fast alle Bürgermeister des Kreises teilnahmen.

Die Tagung wurde eröffnet mit der Verlei­hung einer Ehrenurkunde an Bürger­meister Meß- Schwabenrod für feine 25jährige Tätigkeit als Bürgermeister. Im Auftrage des Deutschen Gemeindetages übermittelte Bürgermei­ster Dr. Völsing dem Jubilar die Glückwünsche des Deutschen Gemeindetages und die Anerkennung für fein fegensreiches Wirken zum Wohl der ihm anvertrauten Gemeinde.

Kreisarzt Medizinalrat Dr. G ö r i f ch erstattete hierauf ein Referat über das Gesetz zur Ver­hütung erbkranken Nachwuchses. Der Vortragende trat der Ansicht entgegen, als ob jede Person, die unter das Gesetz falle, innerhalb der menschlichen Gesellschaft als minderwertig anzu- sehen sei. Dies brauche nicht notwendig der Fall zu sein. Medizinalrat Dr. Görisch gab sodann einen Ueberblick über die im Gesetz aufgeführten Krankheiten, die ausschließlich als positive Erb­krankheiten gelten. Personen, die nicht unter diese Krankheitsarten fallen, kommen für dieses Gesetz nicht in Betracht. Der Vortragende erläuterte an­schließend den Gang des Verfahrens an Hand ein­zelner Beispiele und wies am Schlüsse seiner Aus­führungen auf die große Bedeutung des Gesetzes zur Verhütung eines erbkranken Nachwuchses für die Verbesserung der Rasse hin.

lieber die Jagdverpachtungen sprach Kreisjägermeister R i ch t b e r g. Dieser gab auf zahlreiche Einzelfragen Auskunft. Von Interesse war dabei die Mitteilung, daß in dem neuen Ver­pachtungsprotokoll eine Bestimmung in Aussicht ge­nommen sei, wonach die vereinbarte Jagdpacht für

die 'ganze Jagdzeit gelten soll und das Pachteini­gungsamt nicht angerufen werden darf. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß die Wildschadens­regelung eine Aenderung erfahren werde, wobei auch eine Mitwirkung der Bürgermeister vorge­sehen fei. Es werde für mehrere Jagdbezirke ein Schätzer bestimmt werden. Beachtlich war auch die Mitteilung, daß künftig die Jagdpachtprotokolle 14 Tage offen liegen müssen.

Unter Mitteilungen gab der Kreisobmann verschiedene Erlasse des Deutschen Gemeindetages bekannt, darunter auch die Anordnung über die «Schulung der Kommunalpolitiker und über richtung des Hauptamtes für Kom- m u n a l p o l i t i k. In einem Werbeschreiben des Deutschen Gemeindetages über die Hitler- Freiplatz-Spende für das Jahr 1935 wird an alle Gemeinden die dringende Bitte gerichtet, der Hitler-Freiplatz-Spende als Erholungswerk des deutschen Volkes besonderes Interesse zuzuwenden und, wie im vergangenen Jahre, Freiplätze in mög­lichst großem Umfange zur Verfügung zu stellen.

Hierauf folgte durch die verschiedenen Sachbear­beiter des Kreisamtes die Bekanntgabe der allge­meinen Verfügungen auf den verschiedenen Ver­waltungsgebieten, worunter besonders zu erwäh­nen wäre die neue Flaggenordnung, so­wie das Verbot der Hiffung von Haken­kreuzfahnen durch Juden. Zur Bespre­chung gelangten ferner die Bestimmungen über die Bekämpfung des Plakatunwefens, über die Förderung des Kleinwohnung s- b o u e s und über die Aenderung des Gemein- deumfchuldungsgefetzes.

Kreisobmann Bürgermeister Dr. Völsing schloß die anregend verlaufene Tagung mit Dan- kesworten an die Erschienenen und mit einem Treugelöbnis an den Führer.

S.Jl.-fpOTt

Um die Zugendmeisterschast des OFB. im Kreise Gießen.

Der bevorstehende Sonntag bringt nun die erste Begegnung der beiden Jugendmannschaften der Spieloereinigung 1900 Gießen und des Sportver­eins 05 Wetzlar. Das Vorspiel um die Meisterschaft der Jugend unseres Sportkreises Gießen findet in Wetzlar statt, das Rückspiel und somit die end­gültige Ermittlung des Jugendmeisters erfolgt in Gießen am 12. Mai. 1900 Gießen hat am ver­gangenen Sonntag vor einer großen Zuschauer­menge seine derzeitige gute Form bewiesen und gegen eine aus Jungligisten ^usammengestellte Mannschaft in Hanau ehrenvoll abgeschnitten. Auch Wetzlar spielt gegenwärtig in großer Form, so daß man diesen beiden Begegnungen alles Interesse entgegenbringen dürfte. Der Meister aus diesen Spielen muß unsere engere Heimat weiterhin ver­treten.

Gerätemannschaft in Großen-Linden.

Zum dritten Male wird am Sonntag in Gro- ßen-Linden ein Gerätewettkampf von je acht Tur­nern der Turn-Vereine Lollar, Wieseck und Großen- Linden ausgetragen. Die erste Begegnung dieser Mannschaften in Lollar sah die Turner van Gro- hen-Linden siegreich vor Wieseck und Lollar, bei der zweiten Austragung in Wieseck siegte Wieseck vor Großen-Linden und Lollar. Wer der Sieger am kommenden Sonntag sein wird, läßt sich nicht voraussagen. Ein äußerst spannender Kampf, bei dem hervorragende Leistungen gezeigt werden, ist zu erwarten.

Die Mannschaften treten in folgender Ausstel­lung an:

Lollar: Hch. Bodes, W. Moos, A. Drescher, W. Grote, E. Deibel, O. Müller, L. Hettche, W. Bierau.

Wieseck: Hans Mank, Willi Werner, Otto Krei­ling, Heinrich Römer, Alfred Oswald, Adolf Krei­ling, Karl Lettin, Ernst Schöffmann.

Großen-Linden: Kurt Faber, Otto Weiß, Fritz Weitershaus, Albert Leun, Heinrich Jung, Karl Keßler, Karl Seipp, Richard Seth.

Das Kampfgericht fetzt sich zusammen aus dem Kreisoberturnwart Schüler- Wetzlar als Obmann, sowie den Herren S i n n w e l l - Bad-Nauheim und Jansen- Sinn als Kampfrichter.

Fußballabteilung des 2fo.l 846 Gießen.

Tv. 1846 FL. Großen-Vuseck.

Am Sonntag empfängt die Fußballabteilung des Tv. 1846 Gießen auf dem Universitätssportplatz die 1. und 2. Mannschaft des FC. Großen-Buseck zu Freundschaftsspielen. Die 2. Mannschaft der Turner, die ihr zweites Spiel absolviert, dürfte wohl kaum gegen die gleiche ihres Gegners, die weit mehr Spielerfahrung besitzt, bestehen können. Dagegen sollte die 1. Elf, wenn sie vollzählig an­tritt und etwas lebhafter kämpft als am vergan­genen Sonntag gegen 1900, gewinnen können. Die Großen-Bufecker stellen eine kampferprobte und gut eingespielte Mannschaft ins Feld.

Fußballabteilung des Tv. Kinzenbach.

Tv. Kinzenbach VfB.-R. Gießen.

Am kommenden Sonntag weilt die erste Mann­schaft sowie die Jugend zu Gesellschaftsspielen in Gießen beim VfB.-Reichsbahn zu Gast. Während die Jugendmannschaft bereits morgens gegen die 2. Jugend des Platzvereins antreten muß, spielt die erste Mannschaft mittags gegen die 3. Mann­schaft der Gastgeber. In beiden Spielen sind Vor­aussagen schwer zu treffen, da es sich um die erste Begegnung handelt. Trotzdem kann man mit einem ehrenvollen Abschneiden der beiden Mannschaften rechnen, zumal die Erste erstmals wieder komplett antritt.

Oie Nationalmannschaft der Straße.

Nach zwei Prüfungen der Nationalmannschaft der Straße des Deutschen Radfahrer-Verbandes lautet die Punktliste: 1. Weiß (Berlin), 23 P.; 2. Reichel (Chemnitz), 21 P.; 3. Krückl (München), 20 P.; 4. Schultenjohann (Dortmund), 20 P.; 5. R. Wölkert (Schweinfurt), 15 P.; 6. A. Blankenburg (Berlin), 15 P.; 7. Wendel (Schweinfurt), 15 P.; 8. Scheller (Bielefeld), 14 P.; 9. E. Meier (Berlin), 11 P.; 10. O. Figay (Bielefeld), 10 P.; 11. Böhm (Berlin), 10 P.; 12. K. Gänßler (Frankfurt a. M.), 10 P.

Der erste Schritt 1935.

Suche nach dem unbekannten Radfahrer.-

Der Deutsche Radfahrerverband führt auch in diesem Jahre wieder eine Prüfung auf der Landstraße zum Zwecke der Suche nach demun­bekannten Radfahrer" durch. Ausrichter der Ver- anstaltung sind die Bezirke und Vereine des DRV. Gefahren wird in zwei Gruppen, und zwar in der Gruppe A, in der jugendliche Fahrer bis zu 18 Jah­ren starten und in der Gruppe B, die für Fahrer über 18 Jahre alt vorgesehen ist. Die Veranstaltun­gen der Gruppe A und b finden zu gleicher Zeit und jeweils auch am gleichen Orte statt. Teilnahme­berechtigt sind alle Radfahrer arischer Abstammung und deutscher Nationalität ohne Rücksicht auf die Zugehörigkeit zum Deutschen Radfahreroerband, so­fern sie nicht schon an früheren Rennen teilgenom­men haben. Die Art der Kleidung und des Fahr­rades sind nicht vorgeschrieben.

In jeder Gruppe erfolgt Massenstart, und nur bei sehr starker Beetiligung kann der Gruppenstart vor­gesehen werden. Die Teilnehmer auf Fahrrädern mit Wulstbereifung erhalten 30 Sekunden Vorgabe, und die Fahrer mit Drahtreifen 15 Sekunden für je zehn Kilometer, gegenüber den Fahrern mit Schlauchreifenrädern. Dem Sieger jeder Vorentschei­dung werden Blumengebinde mit gestickter Schleife und Ehrenurkunde überreicht. Gefahren wird nach den Wettfahrbestimmungen des DRV. Jeder Teilneh­mer fährt auf eigene Rechnung und Gefahr. Die Einhaltung polizeilicher Bestimmungen des Verkehrs wird natürlich tiUen Teilnehmern zur Pflicht ge­macht.

In Gießen findet derErste Schritt" am kom­menden Sonntag, 5. Mai, statt. Startplatz ist an der Grünberger Straße, am Schützenhaus. Der Start der Gruppe B erfolgt um 7 Uhr, für die Gruppe A um 8 Uhr. Die Fahrtstrecke führt über Kaiserallee, Moltkestraße, Marburger Straße, über Saubringen, Mainzlar, Trais, Allendorf, Londorf, Geilshausen, Grünberg, Lindenstruth und Reis­kirchen nach Gießen zurück. Die Gruppe B hat die Strecke zweimal, die Gruppe A (Jugend) ein­

mal zu fahren. Die Meldungen zur Teilnahme sind an den Bezirksstraßenfahrwart August Deibel, Gießen, Neuenweg 50, zu richten.

Die Gruppe B hat damit 100 Kilometer, die Gruppe A 50 Kilometer zurückzulegen.

Kurze Sportnotizen.

Das internationale Wiesbadener Tennisturnier nahm am Donnerstag seinen Anfang. Der erste Tag brachte durchweg Favoriten­siege. Der deutscke Meister Gottfried von (Tramm schlug den Wiesbadener Crones 6:0, 6:2; Heinrich Henkel schaltete den Frankfurter Dohnal 6:3, 6:2 aus; Denker schlug Beutner 6:3, 6:1; der Ameri­kaner Hines besiegte Dr. Kleinschroth 6:3, 6:2, und sein Landsmann Culley warf den Berliner Harth mit 6:4, 6:3 aus dem Rennen.

Jean Földeak (Hamburg), der Welter­gewichts-Europameister im Freistilringen, hat von der Führung des polnischen Ringer-Verbandes ein Angebot erhalten, in Polen als Trainer tätig zu fein. Der Abschluß der Verhandlungen soll bereits dicht bevorstehen.

Potsdam Berlin", der traditionelle Groß-Staffellauf, wird am 16. Juni zum 28. Male abgewickelt. Verteidiger des wertvollen, vom Reichs­sportführer gestifteten Wanderpreises ist der Polizei­sportverein Berlin.

Die deutsche JachtElisabeth" wird sich unter der Führung von Kapitän Schlimbach an der Hochsee - Segelwettfahrt USA. Norwegen, die am 8. Juni im Hafen von Newport beginnt, beteiligen. Außer ihr nehmen an der Fahrt noch acht Jachten aus USA., Norwegen und England teil.

Ueber 100 Meldungen wurden für das am Sonntag stattfindende Straßen - Radrennen Rund um Frankfurt" über 160 Kilometer ab­gegeben. Neben den besten Frankfurter Amateuren erscheinen in der A-Klasse gute Fahrer aus Nürn­berg, Schweinfurt und München am Start.

Eine wichtige Etappe im Luftverkehr.

Eröffnung der Fluglinie AmsterdamFrankfurtMailand.

LPD. Frankfurt a. M., 2. Mai. In Anwesen­heit der am internationalen Luftverkehr interessier­ten deutschen, holländischen und italienischen Be­hörden und Verwaltungen wurde am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes die neue Flug­linie Arnsterda mF r a n f u r tM ailand eröffnet. Es war ein großer Tag für die Deut- che Lufthansa, die Holländische Luftverkehrsgesell- chaft (KLM.) und nicht zuletzt auch für Frank- urt und das gesamte Rhein-Maingebiet. Der Wichtigkeit des Ereignisses entsprechend, hatten sich staatliche und private Vertreter aus den drei Ländern auf dem Flugplatz eingefunden. Das Neichsminifterium für Volksaufklärung und Pro­paganda war vertreten durch den Leiter der Lan- desstelle, Müller-Scheld, die Stadt Frank­furt durch Bürgermeister Linder, von der Deut­schen Lufthansa war aus Berlin erschienen Direktor von Gablenz, von holländischer Seite nahmen an dem großen Verkehrsereignis u. a. teil Direktor d e Vries von der Koninklijke Luchtvaart My., für Italien der Frankfurter Generalkonsul Pas­cale, sowie von der Deutsch-Italienischen Handels­kammer Herr von Weinberg und Geschäfts­führer I v i g l i a. Mit flugplanmäßiger Pünktlich­keit setzte etwa um 14 Uhr das Sonderflugzeug der Deutschen Lufthansa auf, das die Gäste aus Berlin

zur Eröffnung der neuen Linie brachte. Kurze Zei danach wurde von den Sirenen der Luftaufsicht oa; aus Amsterdam kommende Verkehrsflugzeug der KLM. angekündigt. Der große fluggescbichtliche Augenblick der Landung und Begrüßung Der hol­ländischen Gäste und damit der Eröffnung der Linie spielte sich in Minutenkürze ab. Bürgermeister L i n- der hieß für die Stadt Frankfurt die holländischen und italienischen Gäste herzlich willkommen; ein neuer Abschnitt der Zusammenarbeit der Völker sei damit gekommen. Von besonderer Bedeutung sei die Stellung Frankfurts als weiterer internatio­naler Knotenpunkt. Man dürfe hoffen, daß die Be­ziehungen unter den Völkern damit weiter gefördert würden. Direktor von Gab lenz-Berlin von der Deutschen Lufthansa wies darauf hin, daß die neue Linie nach der bisherigen österreichischen und italie­nischen die dritte Alpenüberquerung für die Luft­hansa bringe. Direktor de Vries von der KLM. dankte für die herzliche Begrüßung in Frankfurt und machte daraus aufmerksam, daß die Lufthansa und die KLM. die ältesten Luftbeziehungen euro­päischer Länder miteinander unterhielten. Dann wurde der Weiterflug nach Mailand angetreten, das in einer Flugdauer von 2V- Stunden erreicht wurde.

Preußen.

Englische Schüler als Gäste der Hitlerjugend.

Frankfurt a. TO., 2. Mai. (LPD.) Fünfzig Schüler einer südenglischen Schule sind unter Führung von vier Lehrern auf einer Ferienfahrt durch den Westen Deutschlands begrif­fen. Ein Student der Akademischen Auslandstelle ist ihnen als deutscher Reisebegleiter zugestellt wor­den. Köln war die erste deutsche Stadt, die sie ant 29. April besichtigten. Die von der HI. betreuten deutschen Jugendherbergen mit ihren vorbildlichen und zweckmäßigen Einrichtungen und ihrer schönen Lage haben es ihnen besonders angetan. Sie waren begeistert von Burg Stahleck, die als Jugendher­berge seiner Zeit durch den Stabsführer der Reichs­jugendführung, Hartmann Lauterbacher, der deutschen Jugend übergeben wurde. Eine Woche lang sind sie nun Gäste der hessen-nassauischen Hitlerjugend. In Rüdesheim verlebten sie mit der dortigen HI. einen Kameradschafts­abend, der seinen Eindruck auf die wißbegierigen englischen Schüler nicht verfehlte. Die Führerschulen der Hitlerjugend in Niedernhausen (Taunus) und bei Eltville überraschten sie durch ihren für sie neu­artigen kameradschaftlichen Lehrbetrieb, ihre land­schaftlich schöne Lage und ihre praktische Einrich­tung. Im Anschluß daran weilten die Gäste in Wiesbaden, dem Sitz der Gebietsführung der HI. Den Tag der Nationalen Arbeit begingen sie in Darmstadt, wo sie Zeugen der gewaltigen Kund­gebung im Beisein des Gauleiters waren. Hier be­grüßte sie der Gebietsführer der HI., Oberbann­führer P o 11 h o f f. Ein kurzer Marsch brachte sie an die Reichsautobahn, die sie staunend bewunder­ten. In Zwingenberg a. d. B. verbrachten sie dann einen Ruhetag. Am Freitag geht es quer durch den Odenwald mit Auerbach als Ziel. In Bensheim werden sie am Samstag die Arbeitsdienstlager auf­suchen, über deren Bedeutung sie sich schon ein­gehend unterrichten ließen. Den Sonntag werden sie in Heidelberg verbringen und am Montag dann in Frankfurt zu einer ausgiebigen Stadtbesichti-

gung eintreffen. Ein Kameradschaftsabend in Ge­meinschaft mit der Frankfurter HI. wird den Ab­schluß ihrer Deutschlandfahrt bilden.

Einbrecherpaar verhaftet.

LPD. Frankfurt a. M., 2. Mai. Während der letzten sechs Wochen wurden in Frankfurt eine Anzahl größere Mansarden- und Büro­einbrüche ausgeführt? Don dem Täter fehlte zunächst jede Spur. Es ist nunmehr der Frank­furter Kriminalpolizei gelungen, den Täter fest» zunehmen und ihn zu überführen. Bei dem yeftgenommenen handelt es sich um den E. F a - b i a n aus Nordenburg, der bei der Kriminal­polizei kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Fabian konnten im Jahre 1929 über 100 Einbrüche nachgewiesen werden; er wurde zu einer lang­jährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Er hat aber bald nach dem Verlassen der Zuchthausmauern seine Tätigkeit zunächst in Königsberg, wahrscheinlich auch in anderen Städten und insbesondere in Frankfurt a. M. wieder aufgenommen. Auf sein Konto kommen alle größeren Büro- und Mansardeneinbrüche in der letzten Zeit, insbesondere die Einbrüche in Krankenhäuser und andere öffentliche An st alten. Die Poli­zei nimmt an, daß das Schuldkonto des Festgenom­menen noch nicht feststeht und daß noch weitere größere Einbruchsdiebstähle geklärt werden. Fabian und auch seine Geliebte B. Adorf wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen das Paar Haftbefehl erlassen hat.

Unter Mordverdacht verhaftet.

LPD. Frankfurt a. M., 2. Mai. Am 27. April verschwand in Marktkraitz in Oberfran­ken die ledige 27jähriae Elisabeth G e ß l e i n. Gleichzeitig wurde auch Der 36 Jahre alte Rudolf Brand, der mit der G. ein Verhältnis unter­hielt, vermißt. Nach umfangreichen Ermittlungen der Frankfurter Kriminalpolizei gelang es, Brand schon am 28. April in der Frankfurter Altstadt aufzusvüren und fest zunehmen. Bei feiner Verneymung gab Brand an, daß er von dem Ver-

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