Ausgabe 
2.12.1935
 
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seine Mannschaft in Führung zu bringen. Nur um ein Haar geht sein Schuß neben den Pfosten. Da­mit sind die hauptsächlichsten Ereignisse des farb­losen Spieles geschildert.

Eine Kritik der Spieler wollen wir uns ver­tagen, da durch den äußerst glatten Boden fast jeder in seiner Entwicklungsmöglichkeit gehindert

Borussia Fulda ein schönes Unentschieden von 2:2 (2:1) und damit auch einen Punkt rettete. Die an­deren beiden Spiele gingen eigentlich nur darum, das schon jetzt zu ahnendeAbstiegsgespenst" zu bannen. Die beiden Tabellenletzten SV. Bad-Nau- heim und Spielverein Kassel trennten sich in der Bäderstadt ebenfalls unentschieden 1:1 (0:1), wah­

rend der Gauliga-Neuling Kurhessen Marburg zu Hause über seinen Namensvetter aus Kassel zu einem überraschend sicheren 4:1 (0:l)=Sieg fam.

Gau Bayern : FC. München-1. FC. Nürn­berg 0:1; Wacker München L ^Z§Euth2:1, Spvgg. Fürth - BC. Augsburg 2:0; ASB. Nürn­berg FC. 05 Schweinfurt 1:1.

Gießener Ringersieg gegen Fulda.

Gießen 93-ASB. 08 Fulda 12:9.

war.

DfB.Iieichsbahn in Frohnhausen knapp geschlagen.

Durch die Absage von Ritter und dadurch, daß Anthes, durch einen Autounfall verletzt, nicht mit­fahren konnte, waren die Hoffnungen der Gießener auf einen Punktgewinn gesunken. Trotzdem kam es wieder ganz anders, als man erwartet hatte. Die Gießener hätten in der zweiten Halbzeit den Aus­gleich erzielen müssen. Die Frohnhäuser traten komplett an und hatten im linken Flügel über­ragende Leute. Bei den Gießenern arbeitete die Hintermannschaft wieder hervorragend. Auch die Läuferreihe befriedigte. Im Sturm fielen diesmal Heß und Erben aus. Hechler und Schmidt zeigten mehrmals gute Ansätze. Szponick legte sich noch Reserve auf. Dem Unparteiischen Ruspeler (Gleiberg), der seine Sache sehr gut machte, stellten sich beide Mannschaften auf einem Platze, der mehr einem Morast, als einem Spielfelde glich.

Die Gießener haben Anstoß und sinden sich rasch und können auch mehrmals das Frohnhäuser Tor gefährden. Auf der Gegenseite ist es der Halblinke, der immer wieder gute Angriffe einleitet. In der 16. Spielminute hatte der Linksaußen der Gast­geber sich durchgespielt, seine Flanke schoß der Halbrechte unhaltbar ein. Born Mittelanstoß an spielen sich jetzt die Gießener durch, eine Flanke von links und Schmidt erzielt den Ausgleich. Jetzt drücken die Frohnhäuser. Wieder ist es der Halb­rechte, der durch einen Stellungsfehler des linken Gießener Verteidigers das zweite Tor erzielen kann. Kurze Zeit später erhöht der Rechtsaußen auf 3:1. Die Gießener gestalten jetzt das Spiel wieder offe­ner und Heß hatte Gelegenheit, zu verkürzen, aber fein Schuß blieb buchstäblich im Schlamm stecken.

Ohne Pause ging es bei strömendem Regen weiter. Die Gießener spielen jetzt bergab und drücken leicht. Bei einem Gedränge erwischt Erben das Leder und es heißt 3:2. Jetzt schon ziehen die Frohnhäuser ihre Halbstürmer zurück und spielen auf Halten. Die Gießener schicken noch Lehrmund in den Sturm, aber es will ihm nichts gelingen. Beide Mannschaften waren froh, als der Kampf zu Ende war.

Das Spiel der zweiten Mannschaft mußte wegen Spielunfähigkeit des Platzes ausfallen.

Fußball der Gauliga-Mannschasten.

Die Spitzengruppe der nordhefsischen Fußball- Gauliga, Hessen Bad Hersfeld, Germania Fulda und Hanau 93, hatte am Sonntag spielfrei. Das einzige Treffen, das für die Ermittlung des Mei­sters vielleicht noch Bedeutung hatte, war der Kampf in Kassel, wo 03 gegen den Altmeister'

Die Gießener Ringermannschaft konnte am Sams­tagabend ihren ersten Sieg in dieser Serie erringen. Leider war die Veranstaltung schlecht besucht, aber trotzalledem kam eine prächtige Stimmung ms Haus, als Gießen bereits nach dem Leichtgewicht 9:0 führte. Die Gießener Mannschaft konnte vier schöne Schultersiege erringen, aber auch den drei unter­legenen Ringern muß höchstes Lob gezollt werden, denn sie gaben sich erst nach härtester Gegenwehr dem jeweils stärkeren Gegner geschlagen. Vor dem Mannschaftskampf traten die Jüngsten des Vereins in Aktion. Sie zeigten bereits schönes Können und der Verein braucht um Nachwuchs nicht besorgt zu sein. Besonders der Jugendkampf zwischen dem schon mehrmals in der aktiven Mannschaft tätigen Leichtgewichtler Becker und dem starken Dreß- (e r konnte gut gefallen. Becker hatte gegen den stärkeren Dreßler einen schweren Stand, aber zum Schluß setzte sich doch die bessere Technik Beckers durch. Becker wurde Sieger in sechs Minuten durch Schleudergriff.

Der Kampf qeqen Hulda

Bantamgewicht: Alfred Walther gelingt es, für feine Fuldaer Niederlage Revanche zu nehmen. Er war dem Fuldaer Kollmann jederzeit überlegen

und siegte in drei Minuten durch Armschlüssel nut nachgefaßtem Nackenhebel. 3:0 für Gießen!

Federgewicht: Götz hat in dem wendigen Bifchof-Fulda einen schweren Gegner. Doch gelingt es ihm schon in 2 Minuten, durch abgefangenen Schulterzug zum Sieg zu kommen. Durch Ver­sehen des Kampfleiters wird der Kampf fortgesetzt. Jedoch in der Bodenrunde gelingt es Götz, durch Schlüssel seinen Gegner auf die Schultern zu legen. 6 0 für Gießen.

Leichtgewicht: Auch diese Klasse bringt für Gießen einen schönen Sieg. Klotz greift Höhle-Fulda beherzt an und bringt ihn sofort durch Ueberdrehen aus der Brücke der Niederlage nahe. Noch rettet der Mattenrand. In der Mitte faßt Klotz verschränk- ten Ausheber und bringt Höhle damit auf die Schul­tern 9:0 für Gießen.

Weltergewicht: Funk ist mit 124 Pfund ins Weltergewicht gegangen und hat in Artmann den besten Mann der Fuldaer zum Gegner, der zudem auch noch 20 Pfund schwerer ist wie Funk. Beide liefern sich einen Kampf auf Biegen und Brechen. Artmann kann vermöge feiner Kraft die schnellen Angriffe Funks zu feinen Gunsten aus­werten. In der letzten Minute geht Funk aufs Ganze und zieht Schleudergriff. Jedoch fängt der

Die siegreiche Gießener Ringermannschaft.

Von links nach rechts: Bantamgewicht: Alfred Walther; Fe­dergewicht: Götz; Leicht­gewicht: Klotz; Welter­gewicht: Funk; Mittel­gewicht: Ernst Wal- t h e r; Halbschwergewicht: S ch e e r e r ; Schwer­gewicht: Emmerich. Unser ^Bild zeigt die Mannschaft vor dem Kampf am vergangenen Samstag. (Aufnahme: Neuner, Gieß. Anzeiger.)

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Fuldaer ab und Funk legt sich selbst. 9:3 ffo elgewicht: Ernst Walther greift Ruh­bach-Fulda sofort stark an und schon in der ersten Minute gelingt ihm ein Nackenhebel, wodurch der Fuldaer auf die Schultern kommt. 12:3 für Gie­ßen. Damit steht der Endsieg für Gießen bereits fest.

Halbschwergewicht: Mit viel Krastauf- wand wird dieser Kampf geführt. Scheerer hat in Schmidtke (Fulda) einen starken Gegner, dem er nicht recht beikommen konnte. Schmidtke siegt durch Untergriff. 12:6 für Gießen.

Schwergewicht: Emmerich (Gießen) und Schüfsele (Fulda) sind sich Ziemlich gleichwertig Beide erzielen einige Wertungen. Schussele fuhrt in der zehnten Minuten plötzlich Schleuder griff aus, durch diesen kommt Emmerich dann auf die Schul­tern. Schlußergebnis 12:9 für Gießen.

Der Kampfleiter Jungk (Alsfeld) konnte nicht immer gefallen.

Der Fuldaer Schwergewichtler Schüfsele, der bei der Gießener Artillerie als Unteroffizier be­dienstet ist, wird im kommenden Jahr für Gießen starten. Die Gießener Mannschaft wird dadurch sehr verstärkt werden.

Handball-Länderkampf Deutschland-Luxemburg ausgefallen.

Der 1. Handball-Länderkampf zwischen Deutsch­land und Luxemburg, der an diesem Sonntag in Luxemburg stattfinden sollte, fiel der schlechten Wit­terung zum Opfer. Da außerdem keine Zuschauer erschienen waren das Spiel aber in erster Linie Propaganda für den Handballsport in Luxemburg machen sollte entschloß man sich, den Kampf ausfallen zu lassen.

Gauliga-Handbatt-Ergebnisse

CT. Kassel Spielverein Kassel 9:6.

Kurhessen Kassel Tusp. Bettenhausen 8:4. TV. Kirchbauna Gießen 1900 14:14.

Prüfungstermin für das Iieichs-Turn« und Sportabzeichen.

Schwimmen (300 Meter): Mittwoch, den 4. Dezember 1935, 20 Uhr, im städtischen Volksbad.

Leichtathletik: Dienstag, den 3. Dezember 1935, 14.30 Uhr, auf dem Universitätssportplatz, Am Kugelberg 80.

Gepäckmarsch (bei genügender Beteiligung): Samstag, den 7. Dezember 1935, 15 Uhr, auf dem Universitätssportplatz, Am Kugelberg 80.

KK. - Schießen: Samstag, den 7. Dezember 1935, 10 Uhr, Schützenhaus.

Meldung bis zum Dienstag, den 3. Dezember 1935, 12 Uhr, im Geschäftszimmer des Instituts für Leibesübungen, Ludwigstraße 34 II oder zu Be­ginn der Prüfungen an Ort und Stelle.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim- Sange unseres lieben Entschlafenen und für die vielen ranz- und Blumenspenden unseren herzlichsten Dank.

Besonders danken wir Herrn Pfarrer König für die trost­reichen Worte am Grabe, sowie dem Männergesangver­einArion und den Arbeitskameraden der Reichsbahn.

Im Namen der Hinterbliebenen:

Marie Jung Wwe., geb. Schüler.

Klein-Linden, den 2. Dezember 1935.

Ab heute Montag:

Gießen, den 30. November 1935.

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