Ausgabe 
2.11.1935
 
Einzelbild herunterladen

Samstag, 2. November M5

185. Jahrgang

Ur. 257 Erstes Blatt

Gießener Anzeiger

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Attentäter nicht ein japanischer Journalist,

[tatter. Der Beweggrund seiner Tat soll Erbitte-

ein-

mit

Für

wird gebeten, um diese Zeit die Plätze genommen zu haben.

Programm 20 Pfennig. Garderobe frei.

Das anschließende gesellige Verweilen Tanz findet in einkachstem Rahmen statt.

sehr preiswerte Speisen und Getränke ist gesorgt.

ührt.

Die französische Regierung beabsichtige, sich in London nach den Gründen für diese Maßnah­men zu erkundigen. Sie werde zweifellos die eng­lische Regierung daran erinnern, daß die französische Unterstützung nur im Rahmen des Völker- bundsgeistes gewährt werden könnte, d. h. nur im Hinblick auf eine friedliche Regelung des Streitfalles. Die britische Admiralität fordere , jetzt von Frankreich Maßnahmen, die eine Mobili­ier u n g der französischen Militärkräfte notwen­dig machen würden. Die Engländer hätten bereits

in seiner letzten Rede vor der Internationalen Frie­densgesellschaft gesprochen hat. Rur so wird man Kriegsursachen und zwischenstaatliche Störungs­momente rechtzeitig beseitigen können. Denn die Idee der Revision ist ein Bestandteil des Völker- lebens, der nicht ungestraft vernachlässigt werden kann. Die wirkliche konstruktive Politik hat die Aus­gabe, solche Störungsfaktoren, mögen sie aus der Vergangenheit übernommen oder für die Zukunft zu erwarten sein, zu beheben und aufzulösen. Das ist der Sinn derRevision unanwendbar geworde­ner Verträge". Die Politik der ehemaligen Sieger­mächte war so unfruchtbar, weil sie in diesem Reoi- sionsgedanken nur ein Mittel der nationalen Poli- fif sehen wollte. Wann wird man endlich begriffen haben, daß es hier um mehr geht, daß der Revi- sionsqedanke für die Gesamtheit wichtig und nütz­lich ist, nämlich als die Methode der Vermeidung von Konflikten?

R a n k i n g, 2. Rov. (DRB. Funkspruch.) Wie sich bei der polizeilichen Untersuchung des Mordanschlags auf den chinesischen Ministerpräsidenten Wang- t s ch u n g w e i, dessen Befinden zu ernften B e - s o r g n i s f e n Anlaß gibt, herausgestellt hat, ist der

Großer Abend der Reichskulturkammer im Opernhaus, Frankfurt a. M., heute abend vünktlich um 20 Nhr. Entgegen verschiedenen anderen Meldungen beginnt der Abend pünktlich um 20 Uhr. Ls

Paris, 2. Rov. (DRV. Funkspruch.) Der erste Tag der diplomatischen Verhandlungen in Genf zwischen Laval und Aloifi und zwischen Laval und Sir Samuel Hoare hat nach den übereinstimmenden Berichten der pariser Presse keinen Fortschritt in den Bemühungen um eine Lösung des italienisch-abessinischen Streitfalles gebracht. Es wird festgestellt, daß England die von den englischen und den französischen Sachver­ständigen in Paris ausgearbeiteten Vorschläge ab- gelehnt und daß Atoisi nicht minder deutlich zu verstehen gegeben habe, Italien werde weder diese Vorschläge noch die ihm am Frei­tag von Laval gemachten Anregungen a n n e h m e n. Die französischen Berichterstatter vermerken weiter eine gewisse Versteifung des italienisch-englischen Verhältnisses, nachdem England nunmehr die Zurückziehung nicht einer, sondern dreier Divisio­nen aus Libyen zu fordern scheine, obgleich es sich zu einer Verminderung der Flot­ten streitkräfte im Mittelmeer nicht be - reitfinden wolle.

Die Pflicht der Zeit.

23on Dr Hans von Malottki

Die Diplomatie der Westmächte ist, je näher der Termin des Inkrafttretens der Genfer Sanktions-

Oie Schüsse von Nanking.

Oer Mordanschiag auf den chinesischen Ministerpräsidenten.

ein doppelter Fehler begangen wurde. Einmal ver­fiel man dem demokratischen Irrwahn, im Völker- [eben jenen nivellierenden, gleichmacherischen Geist zur Geltung zu bringen, der eine Vergewaltigung der natürlichen Rangordnung der Rationen bedeu­tete: zum anderen machte krasser machtpolitischer Mißbrauch aus dieser ohnehin falschen Konstruk­tion eine Farce.

Soll nicht der Rückfall in das Dorkriegssystem der Alliancen und Gegenalliancen die Folge sein, dann ist vor allem eines unumgänglich: die Organisierung wirklich kollektiver Zusammenarbeit der Rationen auf einer anderen, besser e n Grundlage, als sie Genf zu geben vermochte. Wie ein falscher Universa- Iismus nur zur Zerstörung des europäischen Gernein- gefühls geführt hat, so wird auch die Idee des glei­chen Rechtes nicht im Nebelreich demokratischer ! Theorien fruchtbar werden können, vielmehr jeweils die Kraft und geistig-wirtschaftliche Stärke der Na­tionen zu berücksichtigen haben. Was jetzt in Gestalt d-r italienisch-abessinischen Auseinandersetzung die Welt in Unruhe stürzt, ist nichts anderes als das Versagen des formalen zwischenstaatlichen Rechts, und nicht darin kann die wahre Pflicht der Zeit be­stehen, auf diesem Recht für alle Zukunft zu be­harren, sondern einzig in dem Bemühen, neues Recht zu schaffen. .

Wenn dieTimes" dieser Tage schrieb, der Völ­kerbund habe nicht nur die Aufgabe, einem Krieg ein Ende zu machen, sondern auch rechtzeitig zu handeln, um K r i e g s u r s a ch e n zu beseitigen, so ist das zukunftweisend, zugleich aber auch bezeich­nend für die schweren Versäumnisse der Vergangen­heit Denn der Gedanke der kollektiven Zusammen­arbeit wird erst dann fruchtbar werden können, wenn er das Gesetz der lebendigen Ent­wickln n g als wesentlichen Faktor berücksichtigt und in R^ckmma stellt, von dem a"M H-rr Bald­win allerdings unter mancherlei Einschränkungen

Kein Fortschritt in Genf.

England lehnt alle Gachverstandigenvorschlage ab und fordert Zurückziehung dreier italienischer Divisionen aus Libyen.

Mitteln dieser Genfer Politik nicht die Probleme zu bewältigen und produktiv und zukunftsträchtig zu lösen sind, die Italien von seinem Ausdehnungs- drang und Ausdehnungsbedürfnis her aufgeworfen hat. Das englische Ziel, die Verbindungswege zum britischen Weltreich zu sichern, ist berechtigt. Aber auch der Anspruch der italienischen Nation auf Raum und Entfaltung entspringt einem natürlichen Bedürfnis. Heute zeigt das ganze Genfer Ver­fahren die Unmöglichkeit, mit den dort gegebenen Mitteln eine Abgrenzung und Verständigung zu finden. Heute erweist sich der Völkerbund nicht als Positivum, sondern als ein Hemmnis und ein Hin­dernis, wie er es schon immer gewesen ist.

Ein System, das nur die Wahl läßt zwischen einer Derletzusig formaler Rechtsgrundsätze uni) Sanktionen, in deren Verlauf vielleicht Hundert­tausende weißer Menschen wieder in den Krieg ziehen müßten, ein solches System leidet an einem inneren Konstruktionsfehler. Man mag es Ironie der Geschichte nennen, daß die Hauptmächte der ehemaligen Entente hier für die Folgen dessen büfcpn 'mivür sie selbst verantwortlich sind, ^m wahren Sinne europäischen Verantwortungsbewußt­seins kann man darüber um so weniger Freude emp­finden, als damit nur der allgemeine Niedergang aeförbret würde. Wann aber wird man die Notwen­digkeit begreifen, nach anderem Ausschau zu halten als nach dem Funktionieren des Genfer Apparates?

Jetzt rächt sich jene Siegerwillkür, die em Fne- denssystem lediglich auf der Grundlage des Haffes gegen Deutschland zu errichten gedachte und darüber die Lebensnotwendiqkeiten des europäischen Daseins bedenkenlos verriet. Weil man nur an Deutschland dachte, deshalb organisierte man nur ben Ärieg gegen ben Krieg, begab man sich [eben Mittels, den Ausgleich der Lebensinteressen der europäischen Na­tionen gewährleisten zu können. Genf und fern zwi­schenstaatliches Recht mußten versagen, well hier

sität auf Italienischer Seite. Aloisi habe zu verstehen gegeben, baß Vorschläge, bie in bem Geiste abgefaßt feien, wie die ihm von Laval über­mittelten, von Rom auch in Zukunst unbedingt glatt abgelehnt würden. Diefe Vorschläge habe England nach völliger Ablehnung der Vor­schläge der Sachverständigen am Donnerstag dem französischen Ministerpräsidenten übermittelt. Dar­nach solle Abessinien selbst mitbestim- men, welche Gebiete es an Italien abtre - t e n wolle, gegen Abtretung eines Hafens am Roten Meer auf italienischem Gebiete. Für das übrige Abessinien möge der Bericht des Fünfer- Ausschusses Anwendung finden, der eine Art von internationalem Mandat zur Entwick­lung Abessiniens in Aussicht genommen habe.

Mts Neues

vom afrikanischen Krieasfchouv'atz

Asmara, 2. Nov. (Funkspruch des Kriegsbe­richterstatters des DNB.) General Graziani hat die Räumung der Ortschaft Waderei (Jta- lienisch-Somaliland) b u r ch b i e Z i v i l b e v ö l k e- rung angeordnet, um Zwischenfälle mit Einge­

borenen aus Englisch-Somaliland zu vermeiden. Die Eingeborenen suchen mit Herden über b t e Grenze zu wechseln, um Weideland aufzusuchen. Graziani hatte früher in Libyen ähnliche Maßnah­men angeordnet, die von den Betroffenen zwar als hart empfunden wurden, sich aber als folgerichtig herausstellten.

lieber bie militärische Lage ist im Augenblick we­nig zu sagen. Es besteht ber Eindruck, daß wich­tige Ereignisse bevor stehen. Ein Besuch bei ben Kraftwagenreparaturwerkstätten in Asmara zeigte, welche wesentliche Bebeutung auf dem abes­sinischen Kriegsschauplatz neben dem Straßenbau auch den Transportmitteln zukommt. Bis jetzt sind insgesamt 9 3 5 0 Lastkraftwa- q e n in Betrieb. Benzin, Del und Ersatzmate, rialien sind für ein Jahr vorrätig. Täglich wer­den von Massaua 2000 Tonnen Material landein­wärts befördert. Weiterer Nachschub aus Italien ist unterwegs. Der Kräfteeinsatz übersteigt alle Erwar­tungen und beweist, daß Italien entschlossen ist, seinen Weg bis zum Ziel fortzusetzen, wenn nicht, was. hier für immer unwahrscheinlicher gehalten wird, in Europa eine Einigung zustande kommt.

langt. , w v

Meint Herr Baldwindenm stolzen Reden ver- , kündeten europäischen Führungsanspruch der enali- scheu Politik dadurch überzeugend zu gestalten, daß er seine Minister in Genf als Einpeitscher auftreten läßt? In ben ersten Wahlreben bes britischen Pre­mierministers finbet sich ber erstaunliche -vatz, es wäre alles in bester Drbnung, wenn ber Volkerbunb im gegenwärtigen Streitfall funktioniere: anberen- falls müßte man ihn zu reformieren trachten. Herr Balbwin ist ein kluger Mann, und wenn er solche Formulierunaen wagt, so hat das natürlich seinen Grund. Das Slufrüftungsprogramm der Konservati­ven z. B. erfährt auf diese Weise Nicht nur seine unverdächtige Begründung, es wird sogar ideali­siert. Denn, wenn der Völkerbund funktionieren soll, muß er auch über bie Mittel verfügen seinen Be­schlüssen die notwendige Geltung zu verschaffen. Im Falle von Sanktionen wobei Baldwin offenbar nicht nur an den gegenwärtigen Streitfall denkt werbe bie Hauptlast auf ben Schultern ber engli­schen Flotte liegen", also müsse diese Flotte m einem hervorragenden Zustand fein, im Interesse des Völkerbundes und des Friedens natürlich! Em Wayt- trick von Format, auch eine schöpferische Politik, bie Europa in eine bessere Zukunft führt?

Selten hat sich die englische Nachkriegspolttlk tn solchem Maße auf den Bahnen des Genfer Protokolls Herriots und Macdonalds aus bem Jahre 1924 bewegt, wie in biefen Worten des gegenwärtigen englischen Premierministers. Der Geist bes Genfer Protokolls, ber (Bebaute, die zwi­schenstaatliche Politik bedürfe keiner anderen Mittel, als im voraus ein Kriegsbündnis gegen Unbekannt zu inszenieren dieser ebenso selbstgefällige wie verhängnisvolle Geist ist der englischen Politik immer fremd gewesen. Er wird es heute ebenjo fein Ihn aber als Mittel für die Durchfechtung innerpolitischer Ziele zu benutzen, ist nicht nur kein Zeichen staatsmännischer Gröhe, es ist auch ge- ^Jn'^Wahrheit spricht die gegenwärtige Situation mehr denn je für die Inangriffnahme dessen, was Herrn Baldwin als weniger dringlich erscheint: bi e Reformierung Genfs und des dort gefetzten höheren zwischenstaatlichen Rechts Die französische und englische Diplomatie mag noch so sehr die Dinge barstellen als ob es lediglich um das Funktionieren Genfs csinge. Die Tatsache ist nicht aus der West zu schaffen, daß das formale Genfer Recht und die GruAsiätze des Paktes versagt haben, daß mit den

beschlösse heranrückte, um so emsiger bemüht ge­wesen, in elfter Stunde noch einen Ausweg zu finden. Man scheint sich in Rom, Paris und London indessen trotz aller sonstigen Meinungsverschieden­heiten in ber Beurteilung ber Lage so weit einig zu fein, baß von ben nun in Genf begonnenen Be­sprechungen kaum ein Ergebnis zu erhoffen ist, nachdem die Fühlungnahme der kolonialen Sachver­ständigen Englands und Frankreichs über die von Rom aus ergangenen Vorschläge ohne Erfolg ge­blieben ist. Werden die Ereignisse jetzt also ihren Lauf nehmen? Solche dramatische Fragestellung ist mit Vorsicht aufzunehmen. Es hat im bisheri­gen Verlauf des italienisch-abessinischen Konfliktes schon mancheelfte Stunde" gegeben und doch^ fand man immer wieder einenweiten Spielraum" für neue Verhandlungen. Zwar will Mussolini nur ver­handeln, wenn das Sanktionsverfahren gestoppt wird, will England gerade umgekehrt das Genfer Verfahren erst dann lockern, wenn zuvor in Abes­sinien die Feindseligkeiten eingestellt sind. Aber schon hör Umstand, daß noch nicht alle Regierungen ber Mitgliedsstaaten sich dazu geäußert haben, ber Wirtschaftsboykott also wieder hinausgeschoben werden muß, kann wieder jenen Zeitgewinn mit sich bringen, der die Dinge erneut in der Schwebe läßt. Uebertnes: bei aller Dolkerbundsfreudigkeit ist bie englische Politik doch ein Gemisch von Grundsatztreue und Realpolitik, und so sehr vor ben Wahlen das erstere betont wird, so sehr kann es nachher umgekehrt sein.

Die von Hoare und Eden verkündete Formel: keine Losung, die nicht dem Pakt entspricht" ist Aar nicht so bedingungslos, wie es zunächst schei­nen mag. Denn: wo ist der objektive Maßstab für bas, was dem Pakt entspricht? Die ganze Genfer Praxis beweist doch nur bas Fehlen eines solchen Maßes. Hat nicht ber Völkerbund im Laufe der Zeit mehr als einen Rechtsbruch geduldet? Hat er nicht ben offenen Raub deutschen Landes durch Litauen sanktioniert und damit zurrechtmäßigen" Hand­lung gestempelt? Wie war es mit der Volksabstim­mung in Eupen-Malmedy? Hat etwa bieVerurtei­lung" ber beutschen Wehrhoheitserklärung dem Gen­fer Gesetz bes gleichen Rechtes für alle entsprochen? Wer solcher Auslegungskünste fähig ist, hat sich bes Anspruches, als unbestechlicher Sachwalter bes zwi­schenstaatlichen Rechtes zu gelten, begeben. Man wirb auch im Falle Abessinien ben Paktstreng' auslegen, wenn bie Interessen ber Genfer Vor- zugsmitglieber es erforbern; man wird ihnweit" auslegen, wenn diese Interessen es so verlan­gen. Denn noch immer ist Genf keine aus sich selbst lebende Kraft, sondern Werkzeug und Instru­ment in den Händen seiner Gründer.

Hat bas gegenwärtige Geschehen aber wirklich nur ben Sinn, ben Volkerbunbsapparat auf bie Probe zu stellen? Der gefunbe Sinn ber Volker spürt angesichts ber stürmischen Bewegung ber Welt­politik bie brennenbe Gegenwartsnähe anberer unb ungleich größerer Aufgaben. Er muß bie Finessen unb erstaunlichen Seiltänze ber westlichen Diplo­matie zutiefst als unprobuktiv empfinden und weit entfernt von bem, was bie Zeit gebieterisch ver-

sie sich ber Polizei. General T s ch i a n g k a i s ch e k, der sich an ber Gruppenaufnahme bes Kongreßes nicht beteiligt hatte, fonbern in bem (Bebäube geblie­ben war, entging somit ber Gefahr. An bem Atten­tat waren brei Männer und eine Frau unmittelbar beteiligt Diese vier Personen konnten verhaftet werden. Die Polizei soll bet ber verhafteten Frau belaftenbes Briefmaterial ge- funben haben, bas auf einen anscheinenb von lan­ger Hanb vorbereiten Anschlag schließen läßt. Der Chef ber Sonberpolizei in Nanking er­klärte ber Presse, er sei nach eingehenber Prüfung bes Sachverhaltes zu ber Ueberzeugung gekommen, baß ber Anschlag auf ben Ministerpräsidenten mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine kommuni­st i s ch e Verschwörung zurückzuführen sei.

Die Werflrünöe des AnWaas

Das fluchwürdige Verbrechen gegen den Minister­präsidenten der Nanking-Regierung ist aus der Frage zu erklären, mit der sich die Nanking-Regie­rung durch Japans Forderungen beschäftigen muß. Der Attentäter gehört ber Partei ber Regierung an, ber chinesischen Einheitspartei, ber Kuom i n - Lang, unb seine Schüsse trafen ben Ministerpräsi- benten, ber im Norben Chinas biese Partei auf- I ö ft e unb bei den Radikalen in Verdacht stand, den japanischen Forderungen nachzugeben unb eine Derstänbigung zwischen Nanking unb Tokio unter Aufopferung ber Nordprovin- 3 en Chinas herbeizuführen. Marschall C h i ang-kai-shek hatte, als bie japanischen Forbe- rungen bekannt würben, bas chinesische Volk zur Einheit aufgerufen unb bas abessinische Vorbilb ge­priesen, aber bas Echo scheint ausgeblieben zu fein. Unb gerabe in biefen Tagen befanb sich die Nan­king-Regierung vor der schwierigen Frage, ob sie

oia mamen rouruen. -ute v-hmiuiiuci yuum um.iy -------. , < - .. . ' m \ / , _ , . _

darum gebeten, die Verschiebungen der französischen fonbern em chmiesisch er P re s se b er t ch ter Luftstreitkräfte zu erfahren. Man scheine eine De- statter. Der Beweggrund seiner Tat M Erbitte monftration der englisch französischen Streit- rung über die angebliche iapanfreundliche Politik träfte zu wünschen in ber Hoffnung, baß bie ita-. bes Ministerpräsidenten gewesen fein. Zwei Helfers- lienische Regierung einem derartigen Druck nach- Helfer konnten zunächst in das Kon^eßgebaude geben werbe Aber Italien werbe sich feinem Druck. fluchten, von wo aus sie au bie Polizisten und füaen Soldaten, die sie zu verhaften suchten, feuerten. Erst

Oeuvre" spricht von wachsender Nervo-' nachdem ihr Munitionsoorrat erschöpft war, ergaben

An ber Haltung Englands wird von Mehreren Blättern Kritik geübt. Man unterstellt ben eng­lischen Staatsmännern, baß sie ihre Genfer Politik allein mit Rücksicht auf bie bevorstehenden Wahlen führen. Nach ben Wahlen, fo erklärt man, würbe es l e i d) t e r fein, zu einer Einigung zu kom­men. Echo be Paris schreibt, baß die friebliebenben Kundgebungen Baldwins unb Sir Samuel Hoares sich bisher nicht in die Praxis umge­setzt hätten. Die britische Regierung habe entgegen ben berechtigten französischen Erwartungen bisher nicht ein einziges Kriegsschiff feiner 600 000-Tonnen-Flotte aus dem Mittelmeer zurück­gezogen, obwohl eine italienische Division aus Li­byen zurückgezogen werbe, unb obwohl bas Ver- sm-c'ch-m em^r fofortiaon IBeiftnnbsleiftung ber fran­zösischen Flotte vorliege. Im Gegenteil, man müsse seststellen, daß bie britische Admiralität gegenwär­tig außerordentliche Vorbereitungen treffe. R"lerv"n mürben einberu^n, außer Dienst ge­stellte Kriegsschiffe wieder in Fahrt gestellt, Stütz- punkte im östlichen Mittelmeer eingerichtet, bie Ar- enale aufgefüllt, Verhanblungen mit Spanien ge-

(Bie ener Familienblatter M IM Iw WF HH MV Grundpreise für (mm höhe

ssxä-niPKPiipr zi iiipi »k

Mit 4 Beilagen RM.1.95 WL HF H K H M R X JH H anzeigen von 70 mm Brette

Ohne Illustrierte 1.80 Wkf B W W 6L W 50Rpf.,Platzvorschristnach

Zustellgebühr . -.25 H vorh.Dereinbg.25°/, mehr.

srjSÄÄä Kr V -®r

infolge höherer Gewalt w e a e® ze*. < < ** Steilem, Vereins«, gemein-

MW- General-Anzeiger für Gberhessen

richten Anzeiger Gießen behördliche Anzeigen 6Rpf.

grotinudÄa'n 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiiätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schriftieitung und Geschäsirftelle: Schulftrahe 1 M-ng°n°bichiüii-Staffel8

-