Ausgabe 
2.10.1935
 
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kommen sie rüber zum Springen. Schar springt gegen Schar. Der Gefolgschaftsführer, der Geldfack und ick bildeten die GruppeStab". 4,40 Meter, das geht schon an. Aber auch hier fehlt noch wie so oft die ausgefeilte Technik. Heini konnte wieder iiverhaupt nicht mit. Er macht uns große Sorgen. Er springt mit Todesverachtung, hat aber weder Kraft noch Geschick. Das muß anders werden.

Dann laufen wir noch eine Stafette. Wie die Wil­den sausen wir über den Platz. Ausgepumpt japsen wir am Ziel herum. Und dann nochmal. Aber da ist es aus mit uns.

Noch viel, viel Dienst wird nötig sein, bis alles zur Zufriedenheit klappt. Kahrmann.

Kirche und Schule.

Kreisverbandstreffen Evangelischer Frauenhilfen in Hungen.

i Hungen, 30. Sept. Der gestrige Sonntag vereinte die Evangelischen Frauenhilfen von Muschenheim, Birklar, Langsdorf, Hungen, Münzenberg, Eberstadt, Lick, Nieder Bessingen, Garbenteich, Hausen, Bellersyeim, Ober«Widders­heim, Treis Horloff, Utphe und der Matthäus- gemeinde Gießen in unserer Stadt. Die Zahl der erschienenen Frauen war so groß, daß unsere ge­räumige Kirche die vielen Teilnehmer kaum faßen konnte.

Der Gottesdienst begann um 14.30 Uhr und wurde von einem Lied des hiesigen Kirchenchores eingeleitet. Als Festprediger sprach Pfarrer Göbels (Frankfurt a. M.), der an Hand von Apostelgeschichte 16, Vers 13 bis 15, die Frauen eindringlich mahnte, in ihren örtlichen Vereinen das hohe Ziel, unserem Gott zu dienen, stets vor Augen zu halten.

Nach kurzer Kaffeepause, bei der die auswärtigen Teilnehmer Gäste unserer evangelischen Gemeinde­glieder waren, begann die Nachversammlung imDarmstädter Hof". Sie wurde mit dem Lied Mir nach, spricht Christus, unser Held ..eröffnet. Die Kreisvorsitzende, Frau Kreuder (Gießen), begrüßte die Tagungsteilnehmer, besonders herzlich die Frauenhilfe von Trais-Horloff, die zum ersten Male nach ihrem Anschluß an den Hauptverband Nassau-Hessen einer Tagung beiwohnte. Frau Kreuder gab auch den Jahresbericht. Sodann sprach Frau Ohly (Alsbach a. d. B.) vom Haupt­verband überDie volksmissionarische Aufgabe der Evangelischen Frauenhilfe". Frau Kreuder dankte der Rednerin herzlich für ihre Ausführungen. Für den örtlichen Kirchenvorstand wünsckte Pfarrer Bock der Tagung reichen Segen. Mit dem gemein­sam gesungenen ChoralLobe den Herrn, meine Seele..." fand die Kreisverbandsversammlung ihren Abschluß.

Einweihung -er wiederhergestellten Kirche zu Sellnrod.

(D Sellnrod, 1. Okt. Unsere Kirchengemeinde hatte am Sonntag ihren großen Tag. Nach Be­endigung der fast ein Vierteljahr währenden Ar­beiten der Wiederherstellung des Kircheninneren wurde das nunmehr in neuem schmucken Gewände sich darbietende Gotteshaus, das bereits im Jahre 1698 errichtet wurde, wieder einge- weiht und dem gottesdienstlichen Gebrauche neu übergeben.

Zur großen Freude der Ortskirchengemeinde, wie auch zahlreicher Gemeindeglieder aus den Nachbar- aemeinden war Landesbischof Lic. Dr. Dietrich selbst erschienen, um die Weihehandlung vorzuneh­men; in tiefer Andacht und ergriffen von der Be­deutung der Stunde lauschte die Menge seiner er­hebenden Weiherede. Der Ortsgeislliche, Pfarrver­walter Z u l a u f, der sich mit seinem Kirchenvor- stand um das Zustandekommen der Wiederherstel­lung sehr verdient gemacht hatte, hielt dann im Weihegottesdienst die Predigt.

Nachmittags fand noch ein Festgottesdienst statt, in welchem der Landesbischof predigte und der Dekan des Evangelischen Dekanats Schotten, Dekan Widmann- Schotten, die Festansprache hielt. In beiden Gottesdiensten wirkten mit der Kirchenchor und der Posaunenchor. Die Beteiligung der Bevölkerung war derart groß, daß die Gottes­dienste durch Mikrophon übertragen werden mußten, damit sie auch von der Menge auf dem Kirchenplatz gehört werden konnten, da nur ein Teil in der völlig überfüllten Kirche unterkommen konnte. Nach dem Festgottesdienst richtete der Landesbischof vom Fenster des Pfarrhauses aus noch eine An­sprache an die Gemeinde.

Die Wiederherstellungsarbeiten wurden fast durch­weg von einheimischen Meistern ausgeführt. Die Ausmalung hatte in vollendet künstlerischer Weise Kirchenmaler Veite vorgenommen. Die Baulei­tung hatte die Zweigstelle Schotten des Hochbau­amtes Büdingen. Rühmend darf hervorgehoben werden die große Opferwilligkeit der Gemeinde­glieder, ohne die die Wiederherstellung nicht mög­lich gewesen wäre.

Aus den preußischen Nachvargebieten.

V-Zug überfährt zwei Binder.

Marburg, 1. Okt. (LPD.) Auf der Main Weser-Bahn zwischen den Stationen Niederwal­gern und Niederweimar liefen nachts einige aus der Viehkoppel ausgebrochene Rinder zwi­schen den Geleisen herum. Ein heranbrausen­der D-Zug tötete ein Tier auf der Stelle, während ein zweites so schwere Verletzun­gen davontrua, daß es nach kurzer Zeit verendete. Der Zug mußte auf freier Strecke halten und erlitt dadurch, ebenso wie einige nachfolgende Züge, Ver­spätung.

Kampf zwischen zwei Hirschen

LPD. Biedenkopf, 1. Okt. In der Nähe des Kreisortes Bellingshausen fand man einen verendeten Zehnender-Hirsch. Wie die nähere Untersuchung ergab, wurde der Zehnender anscheinend durch einen anderen Brunfthirsch beim Zweikampf durch einen Stoß ins Herz töd­lich gettoffen.

kreis Wehlar.

O Wetzlar, 2. Okt. An der Provinzialstraße Wetzlar Butzbach fand die Versteigerung des Obstes statt. Der Ertrag war gering. Ledig­lich einzelne Bäume waren stark behangen. Die Preise für Aepfel und Birnen lagen zwischen 10 und 12 Mark je Zentner am Baum.

O Krofdorf-Gleiberg, 1. Okt. Am heu­tigen 1. Oktober traten infolge Erreichung der Altersgrenze zwei Beamte unserer Gemeinde in den Ruhestand: Rektor Adolf Echternacht und Gemeinde-Revierförster Walter Möller. Ersterer aus einer Hunsrücker Lehrerfamilie stammend, kam mit jungen Jahren in den hiesigen Kreis. Er stand zunächst in Lützellinden, dann lange Jahre in Vetz­berg. Als im Jahre 1925 durch die Pensionierung des damaligen Leiters unserer Schule, des Rektors P. Hoffmann, dessen Stelle frei wurde, siedelte Rektor Echternacht nach hier über, um die Leitung des siebenklassigen Systems zu übernehmen. Zu. Ehren des jetzt aus dem Amte Scheidenden fand am letzten Schultag vor Beginn der Ferien eine schlichte Aoschiedsfeier der Schule statt, an der Kreisschulrat D e i ß, Vertreter der Gemeinde und des Schulvor­

standes teilnahmen. Aus den ehrenden Worten, die an Rektor Echternacht gerichtet wurden, klang die Wertschätzung seiner Persönlichkeit und seiner Ar­beit. Revierförster Walter Möller stammt vom Niederrhein. Schon als junger Forstmann in der Oberförsterei Krofdorf beschäftigt, wählte er sich seine Lebensgefährtin aus unserem Dorfe, was ihn wohl mit bewog, im Jahre 1905 die hiesige va­kante Gemeindeförsterstelle zu übernehmen, in der er nunmehr rund drei Jahrzehnte gewirkt hat. Seine hohen forstlichen und jagdlichen Eigenschaften ließen ihn zu einem guten Heger und Pfleger von Wald und Wild werden. Wie sehr beide Pensionäre mit ihrem Wirkungsort verbunden sind, beweist, daß sie ihren Lebensabend hier verbringen wollen. Während ein Nachfolger für Rektor Echter­nacht, dessen Stelle durch einen Hauptlehrer be­setzt wird, noch nicht ernannt ist, ist die Entschei­dung über den neuen Gemeinde-Revierförster be­reits getroffen. Von den 30 Bewerbern um die ausgeschriebene Stelle wurde Revierförster K. Meyer in Vollnkirchen, Kreis Wetzlar, in Aus­sicht genommen und zur Bestätigung der Regie­rung in Wiesbaden vorgeschlagen.

Rodheim a. d. Bieber, 1. Okt. Sein fünf­undzwanzigjähriges Ortsjubiläum beging heute der Lehrer Karl I ö ck e l von hier. Herr Jöckel war vor seiner Uebersicdelung nach Rodheim auf dem Westerwald tätig. Die Ueber- nahme seines Dienstes an unserer Schule fällt zu­sammen mit der feierliche Weihe und Inbetrieb­nahme des neuen Schulgebäudes, das nach den damaligen Verhältnissen gerechnet Anspruch darauf erheben konnte, ein moderner Schülhausbau zu sein. Die Uebernahme des Neubaues durch die Gemeinde aus der Hand des Landrats Daniels zu Biedenkopf erfolgte am 10. Oktober 1910 durch den damaligen Ortsbürgermeister Bechtold. Die Schulleitung lag damals in der Hand des verstor­benen Hauptlehrers H e y m a n n. Inzwischen sind 25 Jahre ins Land gegangen, Jahre von geschicht­lichem Geschehen, wie es selten einem Volke beschie- den war. Das steinerne Haus, die Zierde unseres Dorfes, stand und steht unerschütterlich und gereicht, wie es der Sinnspruch' über dem Portal sagt,den Jungen zur Lehre, der Alten zur Ehre".

Wirtschaft.

Preisklarheit auf dem Gpeisekartoffelmarkt.

Nach der am 1. September erfolgten Kartoffel­marktregelung sind die Speisekartoffelpreise für die Liefermonate September, Oktober und November dieses Jahres auf einer einheitlichen Höhe gehalten. Für jeden späteren Liefermonat ist dagegen ein Zuschlag von 10 Reichspfennig je Zentner vorge­sehen, der sich bei Berücksichtigung des Schwundes, der Einmietung- und Lagerungskosten und der­gleichen ergibt. Dieser Zuschlag wird also erstmalig für die Lieferungen im Dezember in Anrechnung gebracht und ist bereits bis März 1936 festgelegt. Hierdurch wird dem Erzeuger eine angemessene Ent­schädigung bei späterer Lieferung gewährleistet, während die Verbraucherschaft dazu angeregt wird, den Winterbedarf möglichst bis Ende November zu decken. Damit wird die in den Vorkriegsjahren all­gemein übliche Einkellerung der Winterkartoffel in den städtischen Haushalt gefördert. Es liegt also im Interesse der Haushaltungen, den für die Winter­monate nötigen Kartoffelvorrat zentnerweise einzu­kaufen, wodurch die Erzeuger von dem Lagerungs­risiko für die eingekellerten Kartoffelmengen ent­lastet werden. Die Begrenzung der Zuschläge bis vor­läufig März 1936 ist deshalb vorgenommen worden, um die Zuschlagsberechnung ab 1. April 1936 den dann herrschenden Marktverhältnissen anzupassen.

Diese Regelung schafft auf dem Speisekartoffel, markt eine Preisübersicht, die bis Ende März 1936 festliegt und den am Kartoffelgeschäft beteiligten Er­zeugern, Verteilern und Verbrauchern zugute kommt. Die damit verbundene Preisklarheit legt von vorn­herein unlauteren Elementen das Handwerk und gibt dem gesamten Kartoffelmarkt, sowie seiner Ent­wicklung die feste Unterlage, die zur Sicherstellung der Deckung des Kartoffelbedarfs erforderlich ist.

Oie Zndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

1136: Herabsetzung des rumän. Dalutazuschlages gegenüber Deutschland.

1137: Einschneidende wirtschaftliche Maßnahmen der estnischen Regierung.

1138: Allgemeine Einkaufsgenehmigungen für Felle und Häute für die Zeit vom 1.10.1935 bis 31. 3.1936.

1139: Zulassung von Luftpostanweisungen nach und aus Australien.

1140: Keine Antwortsckeine nach Brasilien.

1141: Festsetzung der französ. industriellen Kontin­gente für das 4. Vierteljahr 1935.

1142: Erteilung von Ein- und Ausfuhrbewilligun­gen für das 4. Vierteljahr 1935 in Oester­reich.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gie­ßen standen 427 Stück Großvieh, 112 Fresser und 109 Kälber zum Verkauf. Es kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 490 Mark, z. Qualität 280 bis 360 Mark, 3. Qualität 150 bis 250 Mark; Rinder Xjährig 100 bis 160 Mark, 2jährig 160 bis 240 Mark, tragend 220 bis 430 Mark; Kalber bis zu 2 Wochen 36 Mark, bis zu 4 Wochen 51 Mark, bis zu 6 Wochen 66 Mark. Marktoerlauf: schleppend. Nächster Markt: 15. Okt.

*

* Konkurse und Vergleichsverfah­ren im September. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im September durch den Reichsanzeiger 202 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 49 eröffnete Ver­gleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechen­den Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 209 bzw. 82.

Rhein-Mainische Börse.

Mttagsbörse: 'Aktien schwach.

Frankfurt a. M., 1. Okt. Die Börse brachte am Aktienmarkt zum Teil empfindliche Rück­gänge. Die unruhige internationale Lage verursacht weiterhin stärkste Zurückhaltung. Infolgedessen stand dem herauskommenden Angebot fast keine Auf­nahme gegenüber. Bei kleinen Umsätzen ergaben sich durchschnittliche Einbußen von 1 bis 1,50 v. H., einige Spezialpapiere büßten darüber hinaus 3 bis 5 v. H. ein. Die vorliegenden günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft, so zum Beispiel höhere Einzel­handelsumsätze und eine weitere Steigerung der Sparkasseneinlagen, blieben ohne Wirkung.

Schwach lagen besonders Siemens mit etwa 166 (171,50), ferner Licht & Kraft mit 131,25 (134,50) und Deutsche Erdöl mit 103,50 bis 104 (107). Mon­tanaktien gingen durchweg zurück, Rheinstahl um 1,13, v. H., Stahlverein, Buderus und Mannes­

mann um fe f v, H,, Hoesch verloren etwa 2,25 o. H. und Kali Westeregeln 2,50 v. H. Am Elektro­markt waren noch Schuckert mit minus 1,75 v. H. stärker ermäßigt, während Felten mit 104,75 bis 104,50 verhältnismäßig behauptet lagen. IG. Far­ben gingen auf 149,65 bis 149,40 (150) zurück, Scheideanstalt blieben mit 236 unverändert. Von sonstigen Werten eröffneten Metallgesellschaft 0,90 o. H., AKU. 0,50 v. H., Deutscher Eisenhandel 0,40 v. H., Aschaffenburger Zellstoff 0,90 v. H., Daimler Motoren 1,50 v. H. und Nordd. Lloyd 0,75 v. H. schwacher. Fester lagen nur Reichsbankanteile mit 173,50 (172,75), Bayr. Motoren blieben auf der ermäßigten Abendbörsenbasis gehalten.

Am Rentenmarkt war die Haltung freundlich, wenngleich größere Umsätze nicht beobachtet wur­den. Altbesitz plus 0,13 v. H., 6 v. H. zert. Preußen plus 0,50 v. H., ferner lagen verschiedene (Serien* der Stahlvereins-Obligationen 0,25 bis 0,50 v. H. höher, dagegen gingen 6 v. H. um 0,25 v. H. auf 101,40 o. H. zurück. Späte Schuldbuckforderungen und Kornmunal-Urnschuldung lagen behauptet. Don fremden Werten waren Rumänen gedrückt, 5 v. H. 6 (6,40), 4 v. H. 5,20 (5,25).

Im Verlaufe schwächten sich die Kurse am Aktien­markt weiter um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ab, ins­besondere am Montanmarkt, außerdem gingen IG. Farben auf 149, AKU. auf 51,75, AEG. auf 37,65 und BMW. auf 121 zurück. Siemens blieben zu 166 behauptet. Von den später notierten Werten verloren Zellstoff Waldhof 2,75 o. Sy, Allg. Lokal­bahn 1,25 v. H. und RWE. 1 v. Sy Die Umsätze bewegten sich in engsten Grenzen.

Abendbörse schwächer.

Obwohl das Angebot auch heute abend keinen be­sonderen Umfang hatte, setzten sich die Abschwächun­gen fort, da dem herauskommenden Material wei­terhin keine Aufnahmeneigung gegenüberstand. In Anpassung an die zum Teil wesentlich niedrigeren Berliner Schlußnotierungen überwogen Rückgänge von 0,50 bis 1 o. H., darüber hinaus wurden diese Kurse noch um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. Sy unterschritten. Lahrneyer ermäßigten sich auf 126 (127), Harpener auf 111,75 (112,65) und IG.-Farben auf 148,75 bis 148,40 (148,75). Die Umsätze blieben allgemein sehr gering. Von Bankaktien gaben Bayr. Hypptheken-Bank auf 85,75 (86) und DD-Bank auf 87,25 (87,50) nach. Der Rentenmarkt hatte bei aller­dings nur kleinem Geschäft eine durchaus freundliche Haltung, wobei sich insbesondere wieder für Kom- munal-Umschuldung etwas Interesse zeigte.

U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110, 6proz. Stahl­verein 101,65, Reichsbahn-VA. 122,65, 5,5prozentige Frankfurter Hypothekenbank Liquidation 100,50, 4proz. Rumänen 5,13, Bayrische Hypothekenbank 85,75, Commerzbank 87,75, DD-Bank 87,25, Dres­dner Bank 87,50, Reichsbank 171, Harpener 111,75, Mansfeld 116,25, Hoesch 90, Rheinstahl 105,50, Stahlverein 77,50, Aku 51,50 (Nachbörse 51), Bekula 142,50, JG.-Chemte Basel volleinbezahlte 171.

Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.

Frankfurt a. M., 1. Okt. Für Gemüse blieben die Zufuhren stark, besonders von Blumen­kohl, Escariol, Spinat, Tomaten, Weißkraut und Wirsing. Das Geschäft konnte im allgemeinen be­friedigen, nur Tomaten, Escariol und Weißkraut sind schwer verkäuflich, hierin verblieben auch ziem­liche Ueberftänbe. Die Preise haben sich kaum ver­ändert, Weißkraut gab weiter nach. U. a. notierten: Blumenkohl, Stück 15 bis 40, Busch-Bohnen 14 bis 15, Stangen-Bohnen 17 bis 20, Escariol 4 bis 8, Karotten 4 bis 6, Kopfsalat 4 bis 10, Steinpilze 22 bis 25, Pfifferlinge 50, Römischkohl 5, Rote Rüben 4 bis 5, Rotkraut 4 bis 6, Sellerie 10 bis 30, Spinat 4 bis 10, Tomaten I 7 bis 10, II 4 bis 5, Weißkraut 2 bis 3, Wirsing 4 bis 6, Zckiebeln 5 bis 6.

Der O b st m a r k t verzeichnete gute Zufuhren von Aepfeln und Birnen, Zwetfchen sind ausreichend angeboten. Bei unveränderten Preisen war die Nachfrage befriedigend. Besonders gute Auslesen erzielten Preise über Notiz. U. a. notierten: Aepfel I 18 bis 25, II 12 bis 16, Falläpfel 5,5, Gold­parmänen I 22 bis 25, Alexander 18 bis 20, Schafs­nase 10 bis 14, Tiroler Goldparmänen 28 bis 33, Birnen I 18 bis 22, II 12 bis 16, Kochbirnen 5 bis 8, Gellert I 22 bis 25, Dr. Lucius 22 bis 25, Gute Luise 16 bis 22, Pfirsiche 15 bis 25, Preißel- beeren 30 bis 35, Quitten 12 bis 18, Trauben 13 bis 14, holländische 37 bis 40, italienische 15,5 bis 17, spanische 20 bis 24, griechische 24, Walnüsse 28 bis 40, Paranüsse 45, Zwetscyen 18 bis 20.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinden.

Donnerstag, den 3. Oktober.

Gießen. 17.30 Uhr: Beichte; 18: Rosenkranz- andacht.

Freitag, den 4. Oktober.

Gießen. 6.45 Uhr: Segensamt; 20: Rosenkranz- andacyt. Dich. 6.15: Segensmesse.

Samstag, den 5. Oktober.

Gießen. 18 Uhr: Rofenkranzandacht.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M

Berlin

Datum

30.9.

30 9.

1.10.

Banknoten.

o

10,25

7

7

0

, 0

12

, 0

10

0

0 0

0 5

0

62,99

81,00

33,71

Schluß« hirt

SchuckertLCo. ...

Siemens L Halske. Lahmeyer L Lo. ..

A.E.». Bekula

Schluß- hird

Buderus

Deutsche Erdöl

Geilenkirchen«

*% beegl. Serie II.............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4V,°/i>Rumän.vereinh.Ren«ev.lSlö 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 V«% Anatolier ..............

27,25

1,4

9,15

9

Elektr. Lieferungögesellschaft... 5

Licht und Kraft ...........6%

Felten & Guilleaume 0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

Rhein. Wests. Elektr 6

27

1,4 S

8,8

9

10,25

Echlußk. Mittag- börse

1,4 9

Hamburg-Amerika-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Storddeutscher Lloyd .........

A.G. für Berkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und DtSconto-

Gesellschaft...... ......

Dresdner Bank

Reichsbank .......... :

27

1,4

9

8,8

8,9

10

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

4% Oösterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichlsche SUberrente 4% Ungarische Goldrente----- .

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.

Harpener...................O

Hoesch EisenKöla-Neuess« .. O

Äse Bergbau ...............6

ylje Bergbau Genüsse 6

Klöckner»erke....... tH

Mannesmann-Röhrea ....... 6

ZS 2,458 42,00 54,49 12,205 16,385 168,50

19,54 61,31

Schlüße Abend- börse

1.10.

Frankfurt O.5JL

Berlin

Schluß­kurs

Schloßt. Abend- börse

Schluß­kurs

Gchlußk. Mittag­börse

Datum

30-9

1.10.

30 9

1.10.

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

100,13

100

100,25

100,25

4% Deutsche ReichSanl. von 1984

96,75

96,75

96,75

96,75

bVt% Doung-Anleihe von 1930 ..

100,75

100,5

101

101,5

Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit Auslos.-Rechten .............

110

110

110

110

4l/i% Deutfche Reichspostfchatzan- Weisungen von 1934, I.......

100,25

100,3

100,25

100,25

6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 trückzahlb. 102%)............

96

96

_

96,5

4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

96,13

96,13

96

6y,% ehem. Hess. Landes-Hypo­thekenbank Darmstadt Ltaui ...

100,13

100,5

iW/o ehem. 8% Darmst. Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

91,75

_

__

Oberhessen Provtnz-Anlethe mit AuSlos.-Rechten .............

-____

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 Auslos.-Rechten

113,5

113,25

113,25

113,5

*¥2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

96,25

96,25

ehem. 4y,% Franks. Hyp^

Bank-Ltqu.-Psondbriefe.......

100,4

100,5

6Vi% ehem. 454% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

100,65

101

100,75

101

4%% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

87

97

97

97

<¥>% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanst., Gold Komm. C6LV1

Steuergutsch.BerrechnungSk. 35-89

97 107,3

97 107,25

97

107,3

97

107,25

Frankfurt a. TR.

Serfln

Schluß. kurS

Gchlußk. Abend­börse

Schluß- kurS

Gchlußk. Mittag, börse

Datum

30 9.

1.10.

30-9.

1.10.

Marisfelder Bergbau ..

M M M » M

.. 8

118,25

116,25

117,75

116,5

Kokswerke...........

.. 6

116

112,5

Phönix Bergbau......

.. O

Rheinische Braunkohlen

* * e

. 12

216

215

215

215

Rheinstahl...........

8 V,

107,65

105,5

107,5

106

Vereinigte Stahlwerke.

.. O

80

77,5

80,25

77,9

Otavt Minen ........

.. 0

19

18,75

18,65

18,5

Kaliwerke Aschersleben.

.. 6

131,5

130,5

Kaliwerke Westeregeln.

.. 5

122,5

103

Kaliwerke Salzdetfurth

1¥i

184,75

184,75

9- G. Farben-Jndustrie

.. r

150

148,5

149,9

148,75

Scheideanstall........

.. e

236

236

-1

Goldschmidt .........

* Ä

.. 0

106,75

106

106,75

105,5

Rütgerswerle ........

.. 4

114,5

114

114,13

112,5

.. 4

105,9

104

105,5

104

Philipp Holzmann ....

0

90,75

91

91

90,5

Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt..

fr

116

116,25

-

.. 4

132

131,75

*

Schultheis Patzenhoser

4

__

105,65

103,25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

52,5

51,5

52,65

51,5

Bemberg............

.. 0

107

107

107

107,5

Zellstoff Waldho,.....

.. 0

111,75

109

111

108

Zellstoff Aschaffenburg

.. 0

82,9

82

82,75

81,5

Daimler Motoren.....

.. 7

.. 0

95,75

94

127

95,5

125,5 94

Deutsche Linoleum ....

.. t

147,5

147

148,25

147

Orenstein L Koppel ...

.. 0

80,13

79

Westdeutsche Kaufhof..

.. 0

26,5

25,5

25,9

25

285

Chade ...............

.. 0

285

285

285,5

Aerumulatoren-Fabrik.

. 12

176

175

Conti-Gummi........

.. 8

152,25

150,5

151

Gritzner.............

.. O

28,65

28

29

28,5

Mainkraftwerke Höchst a,®L.

4

94

Süddeutscher Zucker ..

..

208

208

208,5

30. September

1 .Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

I Brief

Buenos Lire-

0,681

0,685

0,681

0,685

Brüssel ...

41,99

42,07

42,00

42,08

Rio de Jan

0,142

0,144

0,139

0,141

Sofia ....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

54,50

54,60

54,48

54,58

Dgnzig...

46,82

46,92

46,82

46,92

London...

12,205

12,235

12,20

12,23

HelsingforS

5,375

5,385

5,375

5,385

Paris ...,

16,375

16,415

16,375

16,415

Holland ..

168,28

168,62

168,24

168,58

Italien...

20,30

20.34

20,30

20,34

Japan....

0,719

0,721

0,715

0,717

Jugoslawie

5,654

5,666

5,664

5,676

Oslo.....

61,28

61,40

61,26

81,38

Wien.....

48,95

49,05

48 95

Lissabon..

11,06

11,08

11,06

1L 08

Stockholm.

62,92

63,04

62,90

63,02

Schweiz ..

80,61

80,97

80,86

81,02

Spanien..

33,93

33,99

33,93

33,99

Prag.....

10,275

10,295

10,285

10,305

Budapest .

Reuyork..

2,486

2,490

2,486

2,490

6,05

6,4

6,1

-

9,65

9,85

9,75

5,25

5,13

5,25

5,13

39,25

39,75

39

37,75

15,25

15

15,5

15

27,13

27,25

17

16,4

16,75

1 )

77

75

76,75

75,25

110,75

110,25

110,25

110

88,75

87,75

88,75

87,75

89

87,25

89

87,5

89

87,5

89

87,5

172,75

171

173,5

171,65

38,9

37

38,65

36,65

143-5

142,5

143,4

142,65

112

110

111.75

108,75

134,5

131,25

135,25

131,5

104,75

104,25

104,9

102,25

123

120,5

123

121,13

135

135

123,25

120,75

123,75

120,65

121

118

120,75

118,4

171,5

166

170,25

165

128

126

128

.127

101,25

100,4

101,25

99,75

107

103

106,75

103,5

112,5

111,75

112,65

112,65

93,25

90

93,25

90,25

- --

« 1«

125,5

123,5

125,25

123

91,25

88,75

91,25

88,75

86,13

84,75

86,13

84,25

Berlin, 1 .Oktober

Geld

Amerikanische Noten..............

2,438

Belgische Noten..................

41,84

Dänische Noten .................

54'27

Englische Noten .................

12,165

Französische Noten...............

16,325

Holländische Noten...............

167,82

Italienische Noten................

19,46

Norwegische Noten ..............

61,10

Deullch Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedischs Noten...............

62,73

Schweizer Noten.................

80,68

33,57

Ungarische Note»................