Ausgabe 
2.9.1935
 
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Richard Gümbel, Ernst Hanauer, Wilhelm Haupt, Max Heitmann, Theo Hopfenmüller, Ludwig Kling- ler, Emil Knecht, Georg Langsdorf, Friedrich Mül­ler, Georg Otto, Josef Paulus, Karl Rohn, Heinrich Rohrbach, Hans Sonntag, Heinrich Zutt und Wil­helm Hohmann. Der Vereinsführer beschloß die Ehrung mit dem Wunsche, daß die Mitglieder auch

fernerhin dem Verein die Treue halten möchten und alle ihre Kraft für ihn einzusetzen.

Nachdem noch verschiedene Lieder gemeinsam ge­sungen worden waren, fand der offizielle Teil der Jubiläumsveranstaltung seinen Abschluß. In kame­radschaftlicher Unterhaltung blieb man noch ge­raume Zeit beisammen.

1900-,Ritters" Offenbach 0:1 (0:0).

Das Hauptereignis des 35. Jubeltages der Spiel­vereinigung 1900 war das Erscheinen der Offen­bacher Kickers. Etwa 1000 Zuschauer waren ge­kommen, um zu sehen, auf Grund wessen die Kickers in letzter Zeit die hervorragenden Ergebnisse erzielt hatten. Den Beweis haben uns die Leute vom Biederer Berg nicht ganz geliefert. Wohl war ihr Spiel reifer, abgestimmter und flüssiger als das der Blauweißen. Verschiedene Spielabschnitte zeigten uns auch, daß die Kickers etwas vom Freistellen, in Stellung laufen und genauer Ballabgabe ver­stehen. Restlos ist ihnen dies jedoch nicht geglückt.

Dies dürfte wohl in erster Linie darauf zurück­zuführen fein auf die heroische Abwehrarbeit der Hintermannschaft der Blauweihen. Schade, daß aus­gerechnet Zeiler durch eine zu weiche Kopfabwehr den Gästen Gelegenheit zu dem entscheidenden Tref- ser gab.

Nach einem Aufmarsch von Aktiven und Jugend­lichen sämtlicher Abteilungen, der die sportliche Tätigkeit der Spielvereiniguna 1900 der Öffent­lichkeit gegenüber beweisen sollte, stellten sich unter Leitung des Schiedsrichters Krug (Friedberg) folgende Mannschaften auf:

Offenbach: Eigenbrod; Kühnle, Preiß; Abt, Müller, Nees; Keck, Kaiser, Fehrenbach, Seither, Grebe.

1900: Schmidt; Zeiler, Lippert; Hammer, Heilmann, Mank; Wilhelmi, Langsdorf, Koch, Schmelz, Henkelmann.

Der Spielverlauf:

Der Offenbacher Anstoß kommt sofort oors Tor, Lippert klärt jedoch mit weitem Abschlag. Der erste Angriff 1900*5 in der dritten Minute war eine große Chance, aber Koch verschießt. Die Angriffe der Kickers werden häufiger, aber die Hintermann­schaft der Blauweißen kann verschiedentlich erfolg­reich klären. Eine Flanke Henkelmanns holt sich Eigenbrod aus der Luft. Einen Offenbacher Angriff unterbindet Heilmann durch Handspiel. Die Kickers sind nun ziemlich feldüberlegen, Zeiler und Lippert jedoch kämpfen verbissen und stemmen sich den Angriffen der Offenbacher mit Macht entgegen. Der Sturm der Blauweißen kann sich zu einer geschlos­senen Aktion nicht zusammenfinden. Verschiedene Vorlagen der Halbstürmer sind zu ungenau. Sie landen meist beim Gegner.

In der 20. Minute meistert Schmidt einen ge­fährlichen Strafstoß Müllers. Eine schöne Kom­bination Schmelz-Henkelmann zerstört Kühnle. Eine Flanke Grebes schießt Keck längs am Tor vorbei. Im Gegenangriff verschießt Koch eine Flanke Henkelmanns durch allzu großes Phlegma. Die von Hammer verursachte zweite Ecke klatscht Schmidt ab und Zeiler vollendet die Abwehr, lieber» Haupt muß Schmidt jetzt verschiedentlich eingreifen. Ein Schnitzer Zeilers geht glimpflich vorüber. Eine feine Täuschung Kochs stellt auch Eigenbrod auf

eine harte Probe. Eine Flanke Henkelmanns gef)t bis zu Wilhelmi. Anstatt nach innen zu geben, schießt er aus sehr ungünstigem Winkel, verschie­dene Offenbacher Angriffe verschießen Keck. Kaiser und Seither. Die zweite Ecke für 1900 tritt Hen­kelmann hinters Tor. .

Nach der Halbzeit ist das Spiel vorerst ziemlich ausgeglichen. Verschiedene Angriffe 1900 finden aber Eigenbrod auf dem Posten. Eine Flanke Wilhelmis holt er sich aus der Luft. Bei einem Offenbacher Angriff steht plötzlich Kaiser frei oorrn Tor. Alles bangt, ober in der Hitze des Gefechts verpaßt er die günstige Gelegenheit. Offenbach drückt nun erheblich. Nichts will jedoch gelingen. Einen Strafstoß Müllers von 20 Meter fybt Schmidt über die Latte. Die fünfte Ecke Offenbachs nimmt Kaiser aus der Luft. Scharf sauft der Ball in die rechte obere Ecke, aber Schmidt klärt durch Fausten. In der 36. Minute naht das Ver­hängnis. Eine Flanke Kecks wehrt Zeiler zu weich ab. Der Ball kommt zu dem auf der Lauer stehenden Grebe. Dieser nimmt ihn aus der Luft und halbhoch saust das Ding für Schmidt unhaltbar ins Netz. Angespornt durch diesen Erfolg drücken die Kickers nunmehr stark. Verschiedentlich kommt auch 1900 nochmal auf, aber die Angriffe sind zu durchsichtig. Auf der anderen Seite verschießen Keck, Kaiser und Seither mehrmals.

Kritik der Mannschaften.

Bei Offenbach waren Müller, Preiß und Kühnle die Besten. Eine Beurteilung Eigenbrods ist schwer. Die wenigen Bälle erledigte er sehr sicher. Abt und Nees leisteten in der Abwehr und im Aufbau Be­friedigendes. Der Sturm enttäuschte uns. Keck, Kai­ser und Grebe zeigten wohl verschiedentlich was sie können, aber befriedigen konnten sie nicht ganz.

Bei 1900 ist die aufopfernde Arbeit der Hinter­mannschaft besonders zu loben. Schmidt im Tor war ohne Tadel. Zeiler und Lippert übertrafen sich selbst. Aber auch die Läuferreihe verrichtete eine immense Arbeit. Heilmann gelang es z. B., den Offenbacher Jnnensturm mitunter kalt zu stellen. Hammer und Mank waren für ihre Flügel schwer zu nehmende Hindernisse. Der Sturm, das Schmer­zenskind, konnte nicht recht überzeugen.

1900 H Garbenlelch I 3:1.

1900 Alte Herren vfv. 05 Kurhesien Marburg Alte Herren 4:2.

Endlich ist es den alten Knaben gelungen, wieder einmal einen Sieg zu erringen.

1900 Schüler Vfv. Marburg Schüler 3:1.

Die kleinsten Blauweißen bestätigten durch den Sieg ihre derzeit gute Form.

1900 1. Jugend vfv. Marburg 1. Jugend 2:4.

Hier ist noch nicht die richtige Aufstellung durch Aktivwerden verschiedener Jugendlichen gefunden.

4t

irtschast.

Ankauf von Industriegerste beim Erzeuger.

Fwd. Der Vorsitzende des Getreidewirtschafts- oerbandes Hessen und Nassau gibt folgendes be­kannt:

Nach der Anordnung Nr. 7 der HV. der deut­schen Getreidewirtschaft, Berlin, vom 16. Juli 1935 haben die Betriebe (Händler, Genossenschaften, Brauereien und Mälzereien), die im Getreidewirt­schaftsjahr 1934/35 unmittelbar von Erzeugern ae- kauften Mengen unverzüglich dem für sie zuständi­gen Getreidewirtschaftsverband zu melden. Diese Betriebe brauchen die Genehmigung zum Ankauf von Jndustriegerste vom Erzeuger im Wirtschafts­jahr 1935/36 erst dann zu beantragen, nachdem sie 60 v. H. der im Wirtschaftsjahr 1934/35 angetauften Mengen gekauft haben. Die Abschlüsse, die im Rahmen der von vornherein zu Jndustriezwecken freigegebenen 60 v. H. erfolgen, sind dem zuständi- gen Getreidewirtschaftsverband zu melden. Ich be­stimme hiermit folgendes:

1. Die Meldung über die in 1934/35 von Er­zeugern gekauften Mengen hat, soweit noch nicht geschehen ist, bis zum 5. September 1935 an mich zu erfolgen. Nachprüfung bleibt vorbehalten.

2. Es sind mir monatlich bis spätestens zum 5. des folgenden Monats die Verkäufe von Jndustrie­gerste, die unmittelbar von Erzeugern gekauft ist,

mit folgenden Angaben zu melden: Tag des Ver­kaufs, Name und Wohnort des Käufers, Menge, Arttkel (ob Industrie- oder Braugerste), Preis, Frachtgrundlage und Lieferzeit. Die erste Meldung für die Zeit vom 15. Juli 1935 bis 31. August 1935 hat also bis zum 5. September 1935 zu erfolgen.

3. Die Betriebe müssen, sobald sie die generell freigegebenen 60 v. H. erreicht haben, den Ge­treidewirtschaftsverband Hessen und Nasiau hier­von unterrichten und bann wegen Freigabe weite­rer Mengen Einzelanttäge unter Verwendung des Dorgefdjnebenen Antragsformulars, das bei dem Getreidewirtschaftsverband erhältlich ist, unter gleichzeitiger Ueberfenbung eines ordnungsgemäß gezogenen Durchschnittsmusters bei mir stellen. Das Gleiche gilt für die Betriebe, die im vorigen Wirt- schaftsjayr Jndustriegerste nicht unmittelbar von Erzeugern gekauft haben.

Der Getreidewirtschaftsverband erhebt für die Freigabe auch im Rahmen der 60 v. H. eine Ge­bühr von 1 Mark pro Tonne. Die Ueberweisung hat gleichzeittg mit der Meldung unter entsprechen­der Angabe auf das Postscheckkonto Frankfurt a. M. 10 187 zu erfolgen.

Die Reichskennziffer für b i e L e - benshaltungskosten im August stellt sich für ben Durchschnitt des Monats August auf 124,5 (1913/14 = 100); sie ist somit um 0,2 v. H. höher

Am R e n t e n m a r k t war bas Geschäft eben, falls klein. Etwas fester eröffneten Attbesitzanleche mit 11145 (111,25) unb späte Reichsschulbduch. forberungen mit 96,90 (96,75). Zinsoerautungs. scheine lagen mit 90,70 mweränbert, ebenso Kornrnu- nal-Umschulbung. Bon 3nbuftrie-DbIigationen gin­gen 6 v. H. Hoesch auf 102,50 (102,75) ^urud.

Im Verlaufe blieb bas Geschäft zwar sehr klein, bie Kurse vermochten sich meist leicht zu be­festigen. IG. Farben erhöhten sich auf 156 75 bis 157 (156,50), auch sonst betrugen bie Erhöhungen etwa 0,25 bis 0,50. Etwas nicbrtger lagen Hoesch mit 97,50 nach 97,75. Die erst spater notierten Werte wiesen nur unwesentliche 23eranberungen auf. Am Rentenmarkt erfuhren die variablen Werte kaum Veränderungen, Altbesitzanleihe waren aller­dings nur knapp gehalten. Gold Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen blieben behauptet, Liqin- dationspfandbriefe zogen meist 0,13 bis 0,25 v. J). an. Stadtanleihen lagen wenig wandert, etwas niedriger Mainzer mit 92,25 (92,50). Don Staats­anleihen ermäßigten sich 5,50 v. H. Vounganleihe auf 102,75 (103,13). Von fremden Werten zogen Ungarn-Gold auf 9,75 (9,65) an. 3,50 v. H. Schwei- zer Bundesbahn ließen auf 175 (176,25) nach, 4 v. H. blieben mit 189,50 unverändert.

Arn Geldmarkt war Tagesgeld zum Ultimo noch gesucht, der Satz erhöhte sich auf 3,50 (3,25) v. H.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 2. Sept» (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1006 Rinder (185 Ochsen, 120 Bullen, 364 Kühe, 337 Fär­sen), 555 Kälber, 37 Schafe, 1325 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 33 bis 42 Mark, Bullen 34 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 33 bis 42, Kälber 44 bis 70, Hümmel 37 bis 41, Schweine 50 bis 54 Mark. Marktverlauf: Rin­der lebhaft, Kälber rege, Hämmel und Schafe mtt- telmähig, Schweine sehr flott.

als im Vormonat (124,3). Die Kennziffer für (Er­nährung hat um 0,2 v. H. auf 123,2, die Kenn­ziffer für Heizung unb Beleuchtung um 0,3 v. H. auf 125,0, die Kennziffer für Bekleidung um 0,2 v. H. auf 118,0 angezogen. Die Kennziffer für Wohnung ist mit 121,2 ganz und die Kennziffer fürVerschiedenes" mit 140,8 nahezu unverändert geblieben. Die Erhöhung der Kennziffer für Er- nährung hängt hauptsächlich mit einem Ansteigen der Preise für Eier, Fleisch unb Fleischwaren zu- ammen. Die Preise für Gemüse unb für Kar­toffeln finb zurückgegangen. In ber Gruppe Hei­zung unb Beleuchtung wirkte sich bie Verringerung von Sommerpreisabschlägen für Hausbranbkohle aus.

Rhein-Mainische Börse.

Ruhig.

Frankfurt a. M., 31. August. Die Börse lag am Ultimo außerorbentlich ruhig. Infolge bes Auf­tragsmangels aus ber Kunbfchaft bauerte bie starke Zurückhaltung ber letzten Tage fort, zumal auch sonstige Anregungen fehlten. Die (Stimmung war nicht unfreunblich, bie Kursgestaltung am A k t i en markt war unregelmäßig, wobei aber nach beiden Seiten nur geringe Abweichungen eintraten. Ver­schiedentlich wurden noch kleine Abgaben vorgenom­men, die indes auf ermäßigter Basis aufgenommen wurden. IG.-Farben eröffneten mit 156,50 (156,75) wenig verändert. Don Elektroaktien kamen Licht und Kraft, Gesfürel und RWE. unverändert, Sie­mens 1 v. H. höher zur Notiz. Montanwerte brüt» ketten zumeist leicht ab, so Harpener, Hoesch, Bude­rus und Stahlverein bis zu 0,50 v. H., Klöckner unb Rheinstahl zogen um Bruchteile eines Prozentes an. Fest lagen Deutsche Linoleum mit 163,50 (162,25), ferner Reichsbank mit 184,65 (183,75) unb Holzmann mit 97,40 (96,50). Schiffahrtsaktien fetzten gut behauptet ein, während Daimler-Motoren um 0,75 o. H. auf 100 nachlieben.

Hauptversammlung der Baugenossenschaft 4894 Gießen.

Die Baugenossenschaft 1894 eGrnbH. in Gießen hielt am Samstag ihre satzungsgemäß einberufene ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende des Auffichtsrates, Amtmann Mar­tin, begrüßte die Mitglieder, sowie ben Vertreter ber Deutschen Arbeitsfront, Herrn Horst. Dor Ein- ttitt in bie Tagesorbnung würbe ber Versammlung zur Kenntnis gegeben, bah ber seitherige Vor­sitzende bes Vorstanbes, Justizinspektor Allen- Dörfer, mit Rücksicht auf feine Gesunbheit sein Amt niebergelegt hat; ebenfalls aus gesunbheit- lichen unb beruflichen Grünben hat bas Borftanbs- mitglieb Emil Dietz fein Amt bem Auffichtsrat zur Verfügung gestellt. Den ausgeschiebenen Herren sprach Herr Martin im Namen ber Gesamtver­waltung ben Dank für bie langjährige uneigen- nützige Mitarbeit aus.

Zum Dorsitzenben bes Vorstanbes ist Herr Hein­rich S ch n e i b e r bestellt worben, ber ben Jahres­bericht für 1934 erstattete. In biefem Bericht behan­delte Herr Schneider den Zweck ber gemein­nützigen Baugenossenschaften unb führte ir a. aus, baß biese keine Wohlfahrtseinrichtungen seien, son­dern wirtschaftliche Gebilde, die ihren Zweck unter Beachtung der Gesetze der Wirtschaftlichkeit erfüllen müssen.

Die vaugenosienschafien. so sagte der Redner weiter, waren und sind in schwersten Zeilen die Träger des gemeinnützigen Wohnungsbaues, die der Förderung auf sittlichem, geistigem oder materiellem Gebiete dienen.

Der Begriff von Gemeinnützigkeit und Gemeinschaft ist untrennbar unb ihr Wirken ist stets auf tcttwer- benbe Volksgemeinschaft gerichtet. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, baß bie Verwaltung bie 1933 begonnene unb 1934 fortgesetzte Reorganisations­arbeit ooöftänbig burchgeführt habe unb ber wei­teren Aufbauarbeit, trotz bes ominösen Bücher­schwundes, nach menschlichem Ermessen keine Hin­dernisse mehr im Wege stehen dürften. Das gegen ben früheren Rechner Wölfer eingeleitete Straf­verfahren ist auf Grunb bes Straffreiheitsgesetzes eingestellt worben.

Im Jahre 1934 würben von ber Genossenschaft einschließlich Reichszuschüsse runb 24 000 Mark für Jnstanbsetzungen ausgegeben. Der Rebner weist darauf hin, daß im laufenden Jahre allerdings nicht so hohe Ausgaben hierfür gemacht werden können, da durch die Erstellung des Neubaues ber finan­ziellen Beweglichkeit ber Genossenschaft Grenzen gesetzt finb. Herr Schneider richtete an bie Mieter bie Bitte, aus ben Ausführungen bie Größe des Geschaffenen zu erkennen und Beachtung zu schenken. Zum Schlüsse ermahnte der Redner alle, ob Mieter ober ibeell Derbunbene, zum gegen­seitigen Verständnis, unb baraus entfpringeub zum Derstänbnis zu ben Maßnahmen der Verwaltung.

Nur dadurch könne ber Gebaute der Zusammenge­hörigkeit unb ber untrennbaren Gemeinschaft zur Tat werben. . ' .

Die Jahresrechnung für 1934 würbe von dem 1. Rechner, Herrn Hahn, vorgetragen.

hieraus ergibt sich, daß die Gewinn- und Der- lustrechnung in Einnahmen und Ausgaben mit 181974,07 Mark abfchließt und im Geschäfts­jahr ein Reingewinn von 14 662,47 Mark er­zielt werden konnte.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr wurden mit 39 925,75 Mark oorgenommen. Der Wert ber Genossenschaftsgrunbstücke beziffert sich aus 2 171357,14 Mark, die Belastung derselben betragt am Schlüsse des Berichtsjahres 1891 181,22 Mark. Das Reinvermögen der Genossenschaft beläuft sich am 31. Dezember 1934 auf 329 623,46 Mark. Der Mitaliederstanb betrug am Ende des Geschäfts­jahres 726 Mitglieder mit 966 Anteil en.

Nach der Bekanntgabe der Revisionsberichte, die bekunden, daß bie Vermögenslage ber Genossen­schaft gesunb, der Haushalt in Drbnung ist unb der Tätigkeit ber Gesamtverwaltung Anerkennung zollt, gab Herr Martin ben Bericht bes Auffichtsrates, bem zu entnehmen war, baß bie Geschäftsführung laufend überprüft wurde und sich keinerlei JBean* ftanbungen ergeben haben. Herr Martin würdigte die Arbeiten des Vorstandes, der über viele Schmie- rigtdtten hinweg die Verwaltung in geordnete Bah­nen gelenkt hat.

Nach der anschließenden Aussprache erfolgte bie einstimmige Annahme ber Berichte durch bie Ver­sammlung.

Die Verteilung bes Reingewinnes würbe durch die Generalversammlung nach den von der Ver­waltung eingebrachten Vorschlägen einstimmig ge-. nehmigt. Die Dividende ist somit auch für 1934 auf 4 v. H. festgesetzt worden

Nachdem im vorigen Jahre dem alten Vorstand für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1933 durch Mehrheitsbeschluß die Entlastung verweigert wurde, genehmigte die diesjährige Generalversamm­lung die Entlastung, mit Ausnahme des Herrn Wölfer. Für das Geschäftsjahr 1934 wurde dem Vorstand einstimmige Entlastung erteilt.

Nachdem die Anträge der Verwaltung über die Höhe der aufzunehmenden Anleihen, sowie über Satzungsänderungen von ber Versammlung geneh­migt waren, würben Alb. Schuck und Otto L a u n s p a ch neu in ben Aufsichtsrat gewählt. Für den turnusmäßig ausgeschiebenen Dipl.-Jng. Cron- j a e g e r erfolgte einstimmige Wieberwahl. Nach­dem die Protokollnieberschrift Genehmigung gefun­den hatte, wurde die Versammlung mit einem Sieg-Heil! auf unseren Führer und mit bem Gesang des ersten Verses bes Horst-Wessel-Liebes ge­schlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a.TL Berlin

Schluß- für«

Schlußk. Abend» dürfe

Schluß- für«

Schlußk. mittag» dürfe

Datum

30.8.

31.8

30-8

31.8

6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

100,75

101

101,13

101,13

*% Deutfche Reichen!, von 19M

97,65

98

97,9

97,75

6y,% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

103,13

102,75

102,5

Auslos.-Rechlen .............

4*/.% Deutsche Retchspostschatzan.

111,25

111,25

111,25

111,25

Weisungen von 1934, 1.......

100,4

100,25

100,3

100,3

6% ehemL% Hess. Volksstaat 192»

(rückzahlb. 102%) ..........

97,65

97,65

-

4K% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

96,75

96,65

96,75

-

6H% ehem. Heft. Landcs-Hypo-

thekenbank Darmstadt Liaui ... 4H% ehem. 8% Darms«. Komm.

100,75

100,75

Landesb.Goldschuldverschr. R.K Oberheften Provinz-Anleih« mit

93

93

Auslos.-Rechten .............

128,75

-

Deutsche komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4K% ehem.8% Franks. Hhp.-Bank

115,3

115

115

115

Goldpfe. 15 unkündbar bi« 1935

96,75

96,75

ehem. *y,% Franks. Hyp^

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

100,75

100,9

ehem. <K% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpse.....

4Y>% ehem. 8% Pr. LandcSpfand-

vriesanstalt, Pfandbriese R. 19

100,9

100,9

100,75

100,75

97

97

97

97

4y»% ehem. 7% Pr.LandeSpfand- briefanst., Gold Komm. C6LVI

97

97

97

97

Eteuergutsch Verrechnung«!. 85-89

107,4

100,4

107,4

107,4

4% Oesterreichische Goldrente....

4,20% Oesterreichische Sllberrente

4% Ungarische Goldrente .......

29

29

_

1,6

9,65 9,4

9,75 9,4

9,75

9,55

9,75

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

9,6

4*4% desgl. von 1918..........

9,5

9,5 11,25

9,65

9,6

6% abgest. Goldmexikaner von 99

11,25

®aflCabbat,n'$lnIe$e

»

Frankfurt <t Ä

«Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- dürfe

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- dürfe

Datum

30 8

31.8.

30 8

31.8.

*% de«gl. Serie II .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1908 4^%Rumän.vereinh.Rentev.igiS

4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............

Hamburg-Amersta-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 5 Tommerz» und Prtvat-Bank ... v Deutsche Bank und Disco uto-

Gesellschaft................O

Dresdner Bank..............O

Reichsbaak ...............1»

a.3.®.................... 0

Bekula....................10

Elektr. Lieferungsgelellschast... 5 Licht und Kraft ...........6H

Felten & Guilleaume.........O

Geselftch.f.Elettr.Unternehmimg. 6 Rheinische Elektrizität ........6

Rhein. Wests. Elektr..........«

Schuckert L Eo........ 4

Siemens L Halske......... 7 Lahmeyer & (Jo....... 7

Buderus 1

Deutsche WM...............

Gelsenkirchener........... e

Harpener....................

Hoesch Eisen-KS1n^?e»este» .. e

Ilse Bergbau ...............1

Ilse Bergbau Genüge ........ < KlRknerwerke .............

Mannesmana-RLhve»

6

8

4,9 41,75

15,75

17,13

86,5

117

92,4

92

92

183,75

40,75

143,65

114,75

133,5

107,75

127

145,5

131,75

128

177

131

103,75

112,75

113,5

98,25

130

94,25

i 8M

6

8

4,9

41,65

16

17

86

117,25

92,4

92,25

92,25

184,65

40,75

144

114

134,5

107,75

127

131,75

128,5

178

131,5

103,25

112,13

113,25

97,65

130

94

88,5

6,15 8

4,9

41,9

16

17,25

86,25

117,75

92,4

92

92

183,75

40,5 144 114 134 108

126,5 145,75 131,65 128,25

177,5

132,25

104 112,5

113,5

98,25

130 94,25

88,5

5,9

8,15

4,85

41,65

16,25

26,75

17,25

86

117,5

92,4

92,25

92,25

185

40,75

144

113,25

134,5

108,75

126,25

144

131,13

128,9

177,75

132

102,75

112,75

112,65 97,75

130,25

94

88,8

Frankfurt a. M.

Serkin

Schluß- fürs

Schlußk. Abend- dürfe

Gchluß- kurs

Schlußk. Mittag» börfe

Datum

30.8.

31.8-

30-8.

31 8.

ManSselder Bergbau.........

115

115,5

Kokswerke..................

6

118

118,13

Phönix Bergbau.............

O

Rheinische Braunkohlen .....

12

217

217,5

217,5

217

Rheinstahl ............... LV,

113

113,25

113,4

113,4

Vereinigte Stahlwerke........

O

84,25

84,13

84,5

84,4

Otavi Minen ...............

O

19,13

19

18,9

18,9

Kaliwerke Aschersleben........

5

136,5

136,75

136,4

137,5

Kaliwerke Westeregeln........

5

128,25

128,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

187

187

9 G. flarben-Jnvustrie.......

1

156,75

156,75

156,65

156,65

Scheideanstall...............

9

237

237

*

Goldschmidt ................

0

108,5

109

109,25

109

Rütgerswerke...............

4

116,5

116,5

116,13

116,5

MetallgeieUschaft.............

4

112

112

112

112

Philtvv Holz manu ...........

O

96,5

97,4

97

96,5

Zementwerk Heidelberg ......

Eemeatwerk Karlstadt.........

122

121 Jj

-

Schultheis Patzenhofer .......

_

110,65

110,25

Aku < Allgemeine Kunstseide) ..

0

60,5

60,4

60,5

115,5

60,13

Bemberg...................

0

115,5

117

117

Zellstoff Waldhof ............

0

117,5

116,25

117

116,25

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

85,13

85,25

85,13

85

Dessauer Gas ...............

Daimler Motoren............

7

132

132,75

c

100,75

100

100,4

100,5

Deutsche Linoleum...........

6

162,25

163,5

161,9

163,5

Orenstein 6 Koppel ..........

O

88,4

88,25

Westdeutsche Kaufhof.........

O

30

29,9

29,75

29,9

Ehade......................

O

278,75

-

278,9

277,5

Aeru mulatoren-Fabrü.......

12

180

179

Lonti-Gumm, ...............

8

157,5

157

157,5

156

Gritzner....................

Mainkraftwerke Höchst <lDL...

0

1 97

| -

4

-

97

-

Süddeutsch« ßudex .........

1

203

I 303,25

1 203

1203,25

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. HL

30- August

31. August

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld |

»rief

Geld

»rief

Buenos Aire?

0,668

0,672

0,668

0,672

Brüssel.....

41,87

41,95

41,84

41,92

Rio de Jan.

0,139

0,141

0,139

0,141

Cotta ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,13

55,25

55,10

55,22

Dawstg.....

46,98

47,08

46,95

47,05

London .....

12,345

12,375

12,34

12,37

HeljingforS..

5,44

5,45

5,44

5,45

Paris ......

16,43

16,47

16,42

16,46

Holland ....

168,36

168,70

168,27

168,61

Italien.....

20,36

20,40

20,36

20,40

Japan ......

0,731

0,733

0,730

0,732

Jugoslawien

5,684

5,696

5,684

5,696

Oslo..... :

62,06

62,18

62,03

62,15

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,195

11,215

11,19

11,21

Stockholm...

63,66

63,78

63,63

63,75

Schweiz ....

81,06

81,22

81,02

81,18

Spanten....

34,03

34,09

34,03

34,09

Prag.......

Budapest ...

10,30

10,32

10,295

10,315

Neuyork...

2,485

2,489

2,488

2,492

Kerlln, Zs. August

Geld

Äriei ~

«mexikanische Roten..............

2,44

2,46

Belgische Roten..................

41,72

41,88

Dänische Roten .................

54,90

55,12

Englische Roten .................

12,305

12,345

französische Roten ...............

16,37

16,43

Holländische Roten ...............

167,85

168,53

Italienische Roten................

19,46

19,54

Norwegische Noten ..............

61,82

62,06

Deutsch Oesterreich, * 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten ...............

63,41

63,67

Schweizer Noten.................

80,79

81,11

Spanische Noten.................

33,67

33,81

Ungarische Note»